Fallback

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Inhalt

So war das Full Force 2019: Ein bunter Strauss aus Core-Sounds

Bei brütender Hitze feierten 16.000 Fans der härteren Genres Metal, Hardcore und Punk beim Full Force Festival 2019 in der Eisenstadt Ferropolis. Das Kultfestival in Sachen „Core“ ging am idyllischen Gremminer See in seine 26. Runde. Am Donnerstag konnten sich die Besucher bei der Warm-Up Party in der Open Air-Disco mit Hits aus Hardcore, Metal und NDH in Stimmung für das bevorstehende Wochenende bringen. Von Freitag bis Sonntag fanden täglich unzählige Konzerte statt, die verteilt auf drei verschiedenen Bühnen liefen (Mad Max Mainstage, die Hardbowl Tentstage sowie die Medusa Seebühne direkt am Strand). Alles harmonisch integriert in die imposante Tagebau-Kulisse und mit jeder Menge Pyrotechnik ausgestattet. Musikalisch ging es natürlich in die Vollen, verschiedene Genre-Vertreter wie Limp Bizkit, Parkway Drive, Arch Enemy, Behemoth, Flogging Molly, Knorkator, Lamb Of God, Terror, Kadavar, Zeal and Ador, Jinjer, While She Sleeps und viele mehr sorgten an allen Festivaltagen für beeindruckende Shows, außergewöhnliche Klänge und ausdauernde Bühnenperformance.

In diesem Jahr bot das das Full Force Festival auch viel Neues zu entdecken und das nicht nur in Bezug auf das musikalische Programm. Themen wie Nachhaltigkeit und respektvoller Umgang miteinander aber vor allem mit dem Veranstaltungsort selbst, wurden in den Vordergrund gerückt und durch die Festivalbesucher positiv angenommen. Mit dem neuen Projekt (FAIR)OPOLIS haben Organisationen u. a. wie dem Foodsharing und der Hardcore Help Foundation einen Ort geschaffen, wo die Festivalfans auf Sitzbänken und Hängematten entspannen und sich über interessante Themen informieren sowie an Workshops teilnehmen konnten. Vor Ort sammelten Teams während der Festivaltage Müll ein. Die große Discokugel auf dem Gelände wurde mit Wasser gefüllt und versprühte eine willkommene Abkühlung beim Tanzen.

An den ersten zwei Festivaltagen sorgten zu wenig Shuttlebusse zum und vom Gelände weg für längere Wartezeiten und bei den hochsommerlichen Temperaturen scheuten viele den Fußweg von knapp 30 Minuten bis zum Zeltplatz. Am Sonntag entspannte sich die Shuttlesituation aber deutlich, es wurden mehr Busse eingesetzt.

Der direkt ans Festivalgelände angrenzende Gremminer See wurde natürlich täglich zum Baden (und vor allem auch zum Nacktbaden) genutzt. Die Hitze ließ bei vielen Besuchern Hemmungen und Hüllen gleichermaßen fallen. So wurden im Publikum doch recht häufig Männer auch nur mit Schuhen an den Füßen gesichtet.

Bands am Full Force 2019 Freitag:

Mit der Band Bleeding Through startete das Festivalprogramm am Freitagnachmittag um 16:00 Uhr auf der Mainstage. Die US-Metalcore-Band aus Orange County/Kalifornien, die seit 1999 existiert, bot eine Dreiviertelstunde lang ein energisches Startprogramm, um in Stimmung zu kommen. Die Band hatte einige Jahre Pause und kündigte in 2018 ihre Reunion und ein neues Album an. Beim Full Force 2019 konnte das Core-Sextett um Frontmann Brandan „Sheep“ Schieppati mit ihrer genialen Mischung der beiden Metalstile Death und Black Metal punkten.

Mit Wolfheart startete auch endlich das Programm auf der Seebühne. Was hätte man sich bei den heißen Temperaturen besseres wünschen können, als direkt am Badesee mit Strand die besten Sounds des Tages zu genießen. Leider musste die Band aus Finnland mit Startschwierigkeiten beim Sound loslegen, zum Glück ging es dann aber schnell besser weiter. Tuomas Saukkonen und seine vier Mannen gaben alles an der doomlastigen Metalfront – ein atmosphärisches, emotionales und melodisches Konzerterlebnis.

Zurück auf der Hauptbühne ertönten kaum die ersten Klänge durch die Boxen, schon konnte man beim Auftritt von Any Given Day die ersten Crowdsurfer beobachten. Aber auch sonst gab es Pits wohin das Auge reichte. Die deutschen Metaller sorgten unaufhörlich, u.a. mit grandiosen Hits wie „Home Is Where The Heart Is“ dafür, dass die Securitys vor der Bühne kaum eine Atempause hatten. Fünf progressive Musiker, die vor allem an der Front mit Dennis Diehl eine starke Besetzung vorweisen konnten und durch die tief gestimmten Gitarren und schmetternden Drums die Hölle im Field losbrechen ließen.

Was Bewegung auf der Bühne angeht konnten sich jede Menge Bands etwas von Sick of it All abschneiden. Die NYC-Hardcore Band sprang wie wild über die Mainstage als gäbe es kein morgen. Vor der Bühne war der Hitze geschuldet zuerst wenig los, was sich nach einer Bemerkung von Sänger Lou und dem ersten ihrer energiegeladenen Klassiker schnell änderte. Danach sprangen Band und Publikum nahezu um die Wette und machten die Show zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Kein Wunder, denn 30 Jahre lang brettern Sick of It All schon erfolgreich durch die Hardcore-Landschaft.

Mit den Black Metallern von Behemoth ging die Mainstage wortwörtlich in Flammen auf. Die polnische Band um Frontmann  Adam Darski („Nergal“) zeigte direkt im Intro mit Fackeln, in welche Richtung es gehen würde. Feuersäulen bzw. Feuerbällen, brennende Mikros und ein regelrechtes Flammenmeer gab es hier zu bestaunen. Und das bei den bereits sommerlich-hohen Temperaturen. Mit neuen wie auch altbekannten Songs ließen Behemoth und vor allem Nergal in perfekter, düsterer Inszenierung und mit Kunstblut ihre großartige Musikmischung aus epischem Black Metal, atmosphärischer Schwarzkunst und Gothic-Rock auf das Publikum einprasseln.

Was das Finale am Freitagabend auf der Mainstage anging, war das nichts für zarte Ohren. Dort gaben sich die Australier von Parkway Drive die Ehre. Ihr Sound hatte es in sich – Hardcore, Death Metal, Metalcore, im proppenvollen Infield warteten die Zuschauer willig, um sich eine Rundum-Schelle von den fünf Down Under-Dudes abzuholen. Frontmann Winston stellte wieder einmal unter Beweis, wie vielseitig er ist und das er seiner Rolle als Vokalist ernst nahm. Hinzu kam die perfekt eingewobene Instrumentalisierung, die mit voller Wucht in Ohren und Herzen der Zuschauer ballerte. Die Truppe ließ es krachen und schonte die feierwütige Meute vor der Bühne keine Sekunde.

Full Force 2020: Infos + Tickets

Hurricane Festival 2019 am Samstag – Unsere Highlights

Jede Menge Highlights hat der Freitag beim Hurricane Festival 2019 bereits präsentiert, das hat ordentlich gesessen. Der Auftritt von Headliner Die Toten Hosen hat wie immer wenn die Deutsch-Punkter auftreten, für Begeisterungsstürme gesorgt. Auch Bosse, Bilderbuch, Tame Impala, Papa Roach und all die anderen Top-Acts haben die Festivalbesucher nachhaltig beeindruckt. Bis in die frühen Morgenstunden um 05:00 Uhr haben sich bei Buzz Beat Boutique noch die Tanzwütigen zur nächtlichen Feierei vor der Coast Stage getummelt.

Am frühen Samstagmittag herrscht daher noch eine idyllische Ruhe – auf dem Festivalgelände wie auch auf den Campingplätzen (wären nicht hier und da die dröhnenden Ghettoblaster). Erst nach einigen Stunden füllen sich die Bereiche vor den vier Bühnen massiv, bis dahin ist es eher ruhig. Das aktuelle Tagesprogramm hält jede Menge Granaten bereit, beginnend mit Schmutzki, Idles, Zebrahead, Fünf Sterne Deluxe, Frank Turner, Die Orsons, 257ers, Macklemore und viele mehr. Am Abend steht dann der zweite große Headliner – Mumford & Sons – in den Startlöchern. Als besonderes Schmankerl gibt es für die Nachteulen noch das wilde Live-Programm von Erfolgs-EDM-DJ Steve Aoki auf der River Stage.

The toten Crackhuren im Kofferraum

Los geht’s auf der River Stage mit The toten Crackhuren im Kofferraum – einer Berliner Pop-Punk-/Electroclash-Band. Abgekürzt auch als The T.C.H.I.K. bekannt und gegenwärtig aus bis zu 11 größtenteils weiblichen Personen bestehend, hat sich die Band seit ihrem schnellen Internet-Videoerfolg mit „Ich Und Mein Pony“ sowie als Tour-Support von K.I.Z.beharrlich immer weiter in die Öffentlichkeit gedrängt. Hier kommt die Liebe zum überironisierten Trash-Konzept als eine zentrale Bedeutung zum Vorschein und ist gegossen in einen aufgedrehten Soundmix aus Electro-Riot-Dance-Pop. Die Gruppe geht unverblümt und mit Vollgas zur Sache.

schmutzki

Den deutschen Punkwellen-Dreier kennt man definitiv auf Grund ihrer schrägen Festivalauftritte und den dazugehörigen Zeltplatz-Mob-Konzerten. Musikalisch steht das Trio für eingängige Dreieinhalb-Akkorde-Songs mit scharfkantigen Riffs und dreckig getackerten Rhythmen. Und das kommt beim Publikum mega gut an. Frontmann Beat Schmutz schmeißt seine rotzigen Stimmbänder auf die Songs, während Bassist Dany Horowitz sich völlig in Ekstase musiziert. Da schnellt die Luftfeuchtigkeit im Infield steil nach oben. Stuttgarts aufgedrehte Band hat übrigens sein zweites Album „Mehr Rotz als Verstand“ im September letzten Jahres veröffentlicht. Unbedingt mal reinhören!

the dirty nil

The Dirty Nil sind eine Alternative Rockband aus Kanada. Für einen Auftritt a m frühen Nachmittag ist hier ordentlich Druck auf dem Kessel. Luke Bentham und seine Bandkollegen spielen guten alten Rock ’n‘ Roll, der mit Vollgas direkt aus der Garage in den Gehörgang rauscht. Schwere Gitarren treffen hier auf Ohrwurm-Melodien, die trotzdem Ecken und Kanten behalten. Spielerisch gelingt es den drei Jungs von The Dirty Nil, in ihrem 40-minütigen Auftritt, stets nach vorne zu drängen, ohne die Besucher zu langweilen oder sich zu wiederholen. Im Gegenteil, die Stimmung ist ausgelassen.

idles

„UK’s best punk band“ wird sie vielerorts genannt. Und ja, die schiere Energie ihres Klangs, gepaart mit einer rücksichtslosen Betrachtung des Lebens könnte eindeutig für Punkrock stehen. Die Idles aus Bristol sehen sich selbst aber eigentlich als Indie-Rockband und damit erobern sie am frühen Nachmittag auch das Publikum. Mit Wut und knallharter Ehrlichkeit schmettern die Idles jedem der es hören mag (oder auch nicht) volle Energie entgegen. Laut und dreckig und vor allem mit echter Hingabe. Die fünfköpfige Band will sich eindeutig nicht damit abfinden, daß ein Haufen Politiker und Geschäftemacher gerade dabei sind, den Karren ihres angeschlagenen Heimatlandes in den Dreck zu fahren. Sänger Joe Talbot und seine Bandkollegen zeigen mit dem Finger darauf, was sie umtreibt und wütend macht. Und dabei klingen sie hart und unnachgiebig.

zebrahead

Die Punkrocker aus Orange County, Kalifornien haben eine neue Platte am Start („Brain Invaders“), damit steht die Band bei den Fans wieder richtig im Kurs. Von der ersten Minute der Show an ist Partystimmung angesagt. Ali Tabatabaee (Gesang), Ben Osmundson (Bass), Ed Uhus (Schlagzeug), Matty Lewis (Gesang, Gitarre) und Dan Palmer (Gitarre, Hintergrundgesang) lassen es richtig krachen und fegen über die Bühne. Vor allem Dan begeistert immer wieder mit Riffs und kleinen Meisterwerken an der Gitarre. Die fünf Zebraheads wissen, wie man einen Konzertabend lang die Massen mit bestem Spaß-Punk-Rock zum Toben bringt.

alex mofa gang

Die Berliner Jungs um Sänger und Gitarrist Sascha Hörold sind seit 2012 im Business die Pop-Punk-Rocker hat sich in dieser Zeit locker in die Herzen einer größeren Fangemeinde gespielt. 2016 ist das Debüt-Album „Die Reise zum Mittelmaß“ erschienen, nachgelegt haben sie direkt in 2017 mit „Perspektiven“. Und was genau macht das Quartett nun für Musik? Das dürfen die Besucher beim Hurricane 2019 erst einmal live beurteilen. Wer also Bock auf knackige Gitarren-Mitgröl-Songs mit kleinen Widerhaken hier und da hat, der es mal punkig hingerotzt  und auch mal melodisch mag – der kann sich am frühen Abend beim Tanzen vor der Monutain Stage ordentlich verausgaben.

SYML

SYML ist das Solo-Projekt von Brian Fennell, der früher Teil der Indie-Band Barcelona gewesen ist. Auf der Coast Stage gibt es gefühlvolle atmosphärische Pop-Songs. Zartes Klavier, feine Streicherklänge und Fennels souveräner Gesang gefallen dem Publikum.

Fünf sterne deluxe

Die Hamburger Hip-Hop-Truppe besteht aus „Das Bo” und „Tobi Tobsen” sowie Designer „Marcnesium” (agiert im Hintergrund) und „DJ Coolman”. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Album „Sillium” haben die Genre-Veteranen 1998 Erfolg gefeiert. Über 20 Jahre später ist eigentlich noch alles wie früher. Die beiden Frontmänner (zwar etwas gealtert) rappen durch ihre Klassiker, allesamt unterhaltsame Songs, die man natürlich kennt. Ob „Die Leude” oder „Deine Mudder”, im Infield zeigen sich jede Menge zufriedene Gesichter. Tobi und Das Bo bieten zusammen ein witziges Schauspiel, ansonsten ist es aber eher ruhig auf der Bühne, DJ Coolman bewegt im Hintergrund die Turntables. Mit dem Mega-Ohrwurm „Wir brauchen Bass” hauen die Fünf Sterne Deluxe dann aber nochmal ein fettes Highlight raus, bei dem wirklich jeder mitgröhlen und auch jede Hüfte mitschwing kann.

frank Turner & the sleeping souls

Vom erfolgreichen Hardcores-Shouter über den Folk- und Punksänger hat es dieser sympathische Kumpeltyp mit der Gitarre geschafft, ganz alleine große Festival- und Konzertbühnen zu füllen. Die Musik des Briten lässt dank eingängiger Hooks und ehrlichen Texten gar keine andere Wahl, als mitzusingen und zu tanzen. Gefühlt tourt Frank Turner ja eigentlich im Dauertakt mit seiner Band The Sleeping Souls durch die Welt, dazu sein bodenständiges Auftreten, dass sorgt für große Anziehungskraft bei Musikfans jeder Art. Zusammen mit seiner Band fackelt Turner ein Feuerwerk seiner Hits ab. Er ist Bühnenprofi durch und durch und weiß einfach, wie er bei seinem deutschen Publikum punktet.

die orsons

Heiß, heißer, Orsons! Im Publikum ist die Luftfeuchtigkeit schon vor dem Auftritt der Band hochgeschnellt. Da kommen ein paar Stuttgarter Ventilatoren doch gerade recht. Die Orsons wehen in ihrer perfekt eintrainierten Choreographie nur so über die Bühne. Kaas lässt seine schicke Löwenmähne im Wind flattern, Tua und Maeckes zeigen ihre Sprungkraft und Bartek hat auch ordentlich Spaß auf der Bühne. Und die Fans? Na die haben sowieso Spaß, wenn Die Orsons Vollgas geben. Textsicher wird jeder Song mitgerappt und viele junge Frauenstimmen erklingen auf dem Festivalgelände. Die Jungs rappen aber auch ordentlich mit. Bands, die bei Chimperator unter Vertrag stehen, spielen halt nicht nur „kleine-Mädchen-Hip-Hop“.

Flogging Molly

Beim punkigen Folkrock von Flogging Molly kann man nicht einfach still stehen bleiben. Die Mannen stammen aus der Stadt der Engel, Los Angeles, wo sie sich in einem Irish Pub gegründet haben. 23 Jahre später bringen sie nun tausende Kilometer weiter östlich in der beschaulichen niedersächsischen Kleinstadt Scheeßel die Massen zum Beben. Das Publikum ist heiß. Wenn Midtempo-Nummern nicht gerade zu Pogo und Circle Pit einladen, wird geklatscht und geschunkelt. Das Sextett um Sänger Dave King weiß jedenfalls gekonnt, die Meute vor der Bühne in Bewegung und auf Trab zu halten! Die instrumentale Vielfalt, die eine Folkband wie Flogging Molly mit zusätzlichen Thin Whistle, Akkordeon, Bodhran-Drums auf die Bühne stellt, wird wohl auf diesem Festival sonst nicht mehr erreicht werden. Kann diese Stimmung nochmal getoppt werden?

So war das Reload Festival 2018 am Freitag

Eher muffelig als mit Motivation schleppen wir uns um kurz nach elf am Morgen vor die Bühne. Gestern die Party war einfach krass. Anreisebedingt konnten wir erst zu ZSK vor Ort sein, haben uns aber erzählen lassen, dass vorab Counterparts und Annisokay auch schon ziemlich Party in dem kleinen Zelt veranstaltet haben. Naja, und wenn sich bei ZSK sogar ein Polizist dazu hinreißen lässt mit dem privaten Handy zu filmen und dabei sichtlich bemüht ist, nicht zu viel Euphorie zu zeigen, will das was heißen.

walking Dead on Broadway

Eigentlich ist das ungerecht. Es muss zwar jemand beginnen, aber gute Bands brauchen nun einmal Publikum. Und das muss ja irgendwann einmal aus dem Bett fallen. Wenn man also auf Duschen und Zähne putzen verzichten sowie ohne einen Check ob das T-Shirt eigentlich korrekt angezogen ist vor die Bühne sprintet konnte man es halbwegs gut schaffen. Der morgendliche Regen hat die Dusche übernommen und die Jungs aus Leipzig haben einen dann auch ordentlich belohnt. Sechs Jahre nach ihrem Debut-Album wissen die Jungs einfach, wie man morgens Stimmung macht. Jetzt müssen nur noch die Veranstalter die Jungs in spätere Slots packen. Allerdings stellt sich dann die Frage, ob die Zeit zum trinken nach der Show nicht drastisch kürzer ist.

Booze & Glory

Bisher irgendwie unter dem Radar gewesen, haben Booze&Glory in diesem Jahr das ein oder andere Festival in Deutschland besucht und dürften ordentlich Fans gesammelt haben. Klar, ein großer Pluspunkt ist Chema am Bass. Quasi im Alleingang rockt er die Bühnenshow, während sich der Rest nicht so aus sich heraus traut und eher introvertiert vor sich hin spielt. Oder wirken im Vergleich zu Chema nur einfach alle schüchtern? Darauf erst mal ein Bier!

watch out stampede

Ich würde ja gerne was positives sagen, aber den Slot mit Walking Dead On Broadway zu tauschen wäre wohl das netteste. Vielleicht war es auch einfach nur der Tontechniker, der ab jetzt den Sound versaut hat und gar nicht die Band, die nur Bass als Musik verkaufen wollte. Demnach wären WDOB auch nicht besser gewesen. Gerne würden wir etwas sagen, aber selbst das Genre ließ sich lediglich an der Aufmachung definieren. Wenn wir nur Ohren hätten, wäre es am besten als basslastiges Störgeräusch einzuordnen.

street dogs

Street Dogs? Haben hier nicht gerade noch Watch Out Stampede genau das selbe Lied gespielt? Aber schon wieder eine Band aus dem Genre „basslastiges Störgeräusch“ spielen zu lassen hätte nicht sein müssen. Zugegeben, dieses mal konnte man zwischendrin auch mal den Sänger verstehen. Wir hatten schon Sorge er würde nur die Lippen bewegen. Die Wikipedia verrät uns aber, dass dies hätte Punk sein sollen. Okay, wir glauben das jetzt einfach mal und hoffen, dass beim nächsten Auftritt ein anderer Tontechniker die Regler bedient.

pro-pain

Pain! trifft es auf den Punkt. „Pro“ ist der Schmerz eher weniger. Aber langsam ein ganz großes Contra. Ja, es wird besser und der Bass drückt einmal nur noch manchmal das Essen wieder in die Speiseröhre hoch. Schmerzen tut es auch, dass gerade rückblickend drei Bands geradezu verrissen wurden, einfach weil auf dem FOH jemand die Regler scheinbar nicht im Griff hat. Die Fans stört das übrigens teilweise recht wenig. Es gibt doch immer mehr Menschen, die vor die Bühne kommen. Auch Spaß lässt sich nicht leugnen, aber vielleicht haben wir einfach auch zu wenig Alkohol im Blut um den Sound genießen zu können.

prong

Prong lösen das Problem einfach, aber Simpel: Mindestens Alkoholisiert haben sie auf der Bühne so unfassbar viel Spaß, dass sich das auf die Menge vor der Bühne eins zu eins überträgt. Allerdings scheint auch jemand versehentlich gegen den richtigen Regler gekommen zu sein. Man mag es kaum glauben, aber es ist wieder Musik und Melodie zu erkennen. Mike Kirkland jedenfalls scheint auf einem anderen Stern zu sein, während seine Kollegen das beste daraus machen und auch immer wieder versuchen beim Sound noch nachzuregeln. Immer wieder werden Daumen hoch oder Daumen runter mit einem Fingerzeig auf ein Instrument anders verstärkt. Aber sei es drum, selbst eine verzerrte Gitarre ist besser als eine, die man gar nicht hört. Und so vermag sich auch musikalisch endlich wieder Festivalstimmung breit zu machen.

devildriver

Der Ton spielt bei Devildriver endlich nur noch eine untergeordnete Rolle. Endlich stimmt da vieles und Dez Fafara lässt es ordentlich krachen. Er selber ist als erster Sänger heute wirklich mal gut zu verstehen und auch die Gitarren erzeugen Harmonien so gut das eben zu Devildriver passt. Passend dazu ist es vor der Bühne auch erstmalig wirklich gut voll, sodass ein Wechseln der Bühnenseite nicht ohne weiteres machbar ist. Zumindest nicht im Bereich vor dem FOH.

sepultura

Jetzt haben wir uns schon den halben Tag so über den schwer im Magen liegenden Bass aufgeregt, da ist schon ein weiterer gelungener Auftritt ein großes Lob wert. Nicht nur, das Sepultura seit eh und je eine Band ist für die man gar nicht genug Lob aufbringen kann. Dem Tontechniker jedenfalls scheint das Handwerk gelegt, und dem Spaß an diesem Abend absolut nichts mehr im Wege zu stehen. Auch Crowdsurfer finden immer Häufiger den Weg über die Menge nach vorne um dann, mit Glück auch sanft, von der Menge heruntergehoben zu werden. Wenn jetzt nur der ganze Staub nicht wäre, denn der nicht Enden wollende Circle-Pit verursacht. Wohl dem, der eine Maske vor dem Mund trägt. Beim reinigen des Gehörschutzes drängte es sich geradezu auf die Reduktion der Lebensjahre aufgrund einer Staublunge auszurechnen.

beartooth

Ahh, die Crew war beim Essen oder so. Unser geliebter Tontechniker ist wieder da. Kurzer Check ob alle Regler auf maximum stehen und schon kann es losgehen. Beartooth verkommen somit wieder zu einem durchstechenden BRRRRRRRRUUUUMMMMMMEEENNNNN. Ach wie haben wir es vermisst. Der Show tat das kein Abbruch, da die Menge dennoch eskaliert ist. Auch der Staubsturm setzt wieder ein, aber irgendwie war es doch schon wie heute Morgen bei Watch Out Stampede: Selbst ein Grind-Core Konzert hat mehr musikalischen Tiefgang als das, was hier zum Weglaufen einlädt. Positiv betrachtet muss man sagen: Es sind fast alle vor der Bühne geblieben.

eskimo Callboy

Ich muss ja zugeben, ich bin ja eher ein Metaller der alten Garde und stehe gehypten Jungspund-Metalbands eher kritisch gegenüber. Deshalb habe ich keine Eile den Auftritt der Callboys vom ersten Ton an mitzuverfolgen. Erstmal gemütlich den Toilettentrakt im VIP-Bereich (Hut ab – vierlagiges Klopapier!) aufgesucht und da erwischt mich der Bass des Intros heftig! Die Akustik des Klocontainers ist echt der Wahnsinn und gibt Gallensteinen keine Chance! Restentleert bemühe ich meinen noch vom Summer Breeze geschundenen Kadaver vor die Bühne um mich doch positiv überraschen zu lassen! Ich versuche zwar krampfhaft ein Mitwippen zu vermeiden, aber der Trancecore-Metal der Jungs packt mich doch – und vor allem das Publikum, das euphorisch die Band um den medial bekannten Rosenkavalier eines deutschen Privatsenders abfeiert. Treibende Beats, gepaart mit eingängigen Melodien, für die jüngere Generation der Metal-Weibchen doch wohl ansehnliche Herren auf der Bühne – das Konzept geht auf. Und ja, ich muss es zugeben, die Jungs verstehen was vom Musikmachen. Zumindest können sie sicher ihre Instrumente bedienen und können sich selbstbewusst auf der Bühne präsentieren. Dem Publikum gefällt es, und bis zum letzten Ton wird gehüpft, gemosht und gecirclepittet (man möge mich mich bitte in der korrekt konjugierten Verbform des Wortes Circlepit unterrichten).

Flogging Molly

Ob das Publikum nach diesem Act noch genug Energie hat, um die nachfolgenden Bands abzufeiern? Oh ja, genug Energie ist da! Denn beim punkigen Folkrock von Flogging Molly kann man nicht einfach nur still stehen bleiben. Ich erinnere mich an meine ersten Konzerte, unter anderen von The Pogues und man mag sich bei der Musik der Mannen gedanklich gern in eine alkoholgeschwängerte irische Kneipenszene hineinversetzen. Dabei kommen die Mannen aus der Stadt der Engel, Los Angeles, wo sie sich 1997 – wo könnte es anders sein – in einem Irish Pub gegründet haben. 21 Jahre später bringen sie nun 9000km weiter östlich in der beschaulichen niedersächsischen Kleinstadt Sulingen die Massen zum beben. Vom plötzlichen Temperatursturz der letzten Nacht ist auf dem Festivalgelände nichts zu merken, das Publikum ist heiß. Wenn Midtempo-Nummern nicht gerade zu Pogo und Circle Pit einladen, wird eben geklatscht und geschunkelt. Das Sextett um Sänger Dave King weiß jedenfalls gekonnt, die Meute vor der Bühne in Bewegung und auf Trab zu halten! Die instrumentale Vielfalt, die eine Folkband wie Flogging Molly mit zusätzlichen Thin Whistle, Akkordeon, Bodhran-Drums auf die Bühne stellt, wird wohl auf diesem Festival nicht mehr erreicht werden. Kann diese Stimmung nochmal getoppt werden?

Papa Roach

Die Headliner des Abends haben wohl vergessen, die Uhr umzustellen, sind dann aber gute 25 Minuten verspätet auf der Bühne mit so viel Energie ins Set gestartet, dass deshalb niemand böse sein kann. Denn gleich wird mit „Crooked Teeth“ ein aktueller Gassenhauer aufs Publikum losgelassen, der nicht nur die ersten Crowdsurfer zur Flugstunde animiert, sondern auch den Kreislauf der Circlepitter in die Höhe treibt. Sogleich wird mit „Getting away with murder“ einer der größten Hits der Mannen um Jacoby Shaddix auf das Publikum losgelassen, von dem scheinbar das vordere Drittel den Text sicher mitsingen kann! Die Stimmung ist ausgelassen und auch auf der Bühne scheinen die Kalifornier ihren Spaß zu haben. Nach der letztjährigen erfolgreichen Tour, die vielerorts ausverkauft war, scheinen die Fans auch richtig Lust auf die ehemaligen Pioniere des Nu Metal zu haben. Der Auftritt der Band wird jedenfalls abgefeiert und umfasst einen Querschnitt ihrer bisherigen Schaffensphase. Bei „Forever“ hat die Band in Gedenken an den verschiedenen Linkin Park-Sänger Chester Bennington eine Hommage mit Auszügen aus deren Hit „In the End“ eingearbeitet, die lautstark vom kompletten Publikum mitgesungen werden. Nach „Born for Greatness“ und „Scars“ verlassen die Mannen kurz die Bühne, um sich für den Endspurt zu sammeln, denn ihr größter Hit vom Debütalbum „Infest“ darf einfach nicht fehlen. Und so mobilisiert auch das Publikum zu später Stunde noch die letzten Energiereserven, um „Last Resort“ abzufeiern, als gäbe es kein Morgen! Mit „To Be Loved…“ verabschieden sich die Amerikaner und es herrscht kein Zweifel daran, dass sie von vielen Fans wahrlich geliebt werden und sie Deutschland im Festivalsommer 2019 hoffentlich auf der ein oder anderen Bühne auch wieder besuchen werden!

Infos + Tickets Reload Festival 2019Reload Festival 2019 / Reload 2019

So war das Highfield Festival 2018

Am mittleren Augustwochenende haben 35.000 Festivalfans beim der 21. Ausgabe vom ausverkauften Highfield Festival 2018 gefiert. Wie immer lud dabei der angrenzende, idyllische Störmthaler See bei Größpösna nahe Leipzig als perfekte Festival-Location ein. Beim bisherigen Super-Sommer-Verlauf lag es nahe, hat sich dann aber auch für die Highfield-Besucher bewahrheitet: makelloses Festivalwetter mit sommerlichen Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad. Darüber war die Freude natürlich groß, vor allem da im vergangenen Jahr einige Shows dem schlechten Wetter zum Opfer fielen. Zum Glück hat Veranstalter FKP Scorpio die Idee umgesetzt, drei spezielle Gäste aus dem letzten Jahr einfach wiederzuholen. Die Auftritte von Billy Talent, Bosse und Clueso konnten allesamt endlich unter klarem Himmel nachgeholt werden. Auch sonst tummelten sich jede Menge nationale und internationale Künstler auf dem diesjährigen Line-up, an dessen Spitze (neben Billy Talent) Broilers, Marteria und Die Fantastischen Vier standen.

„Das Highfield 2018 war so reich an Emotionen und besonderen Momenten auf und neben den Bühnen, dass die Energie auf dem Festivalgelände förmlich greifbar wurde“, sagt Stephan Thanscheidt, CEO des Veranstalters FKP Scorpio. „Unser Dank gilt daher vor allem unseren Künstlern, die das Highfield mit ihrer Musik und zahllosen verrückten Einfällen unvergesslich gemacht haben. Unsere Gäste haben ihnen das mit einer Euphorie gedankt, die bei vielen Künstlern selbst Gänsehaut verursacht hat. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Jahr!“

Freitag beim Highfield Festival 2018

Wie wird man eigentlich Headliner eines großen Festivals? Vielleicht, weil man seit über 21 Jahren – so wie Billy Talent – ein Garant für ein großartiges Punkrock-Konzert ist. Und in diesem Fall, im vergangenen Jahr leider nicht beim Highfield Festival auftreten konnte, weil das Wetter einen anderen (deutlich schlechteren Plan) verfolgte. Mit dem aktuellen Album „Afraid Of Heights“ (VÖ 7/2016) haben sie vor allem live nochmal eine Schippe drauf gelegt und das kommt bei den Fans an. Die neuen Songs, das neue Bühnenbild und eine Menge cooler Lichteffekte haben Billy Talent auch mit über den großen See geschleppt. An der Punkrock Front haben im Laufe des Tages aber auch Itchy – die dreifach besetzte Band aus dem schönen Schwabenländle mit den sympathischen Mitgliedern die allesamt gleich mehre Aufgaben übernehmen: Frontmann Sibbi und Kollege Panzer spielen beide Gitarre und Bass und geben abwechselnd den Sänger – Max ist ebenfalls für den Gesang zuständig, ist aber auch ein Ass an den Drums. Gogol Bordello haut in eine ähnliche Kerbe, aber eher wie Zigeunerpunk mit einem Mix aus Reggae und Rock’n’Roll bis hin zu spanischen Flamenco-Einflüssen und slawischen Klängen. Die New Yorker Band bestand früher nur aus Sänger Eugene Hütz und seiner Gitarre, schnell entstand daraus ein Trio und bis heute ist man auf neun Musiker angewachsen.

Wer es gern durchgeknallt mochte, der war am Nachmittag mit der Hip Hop-Crew aus dem Kohlenpott bestens bedient. 257ers spielten ein ausgelassenes Partydoppel mit Schaumkanonen und jeder Menge Unfug und Spaß. Das britische Duo The Subways begeisterte als Energiebündel mit ihrem Indie-Rock genau wie der smarte Erfurter Clueso, der mit seinem „Neuanfang“ einfach jeden inspiriert hat, es ihm nachzumachen. Und auch der nächtliche Auftritt von Herrn Gator aka Lukas Strobel begeisterte die Massen. Denn er hat es verstanden, die Menschen mit seiner Musik und seinen Texten gnadenlos zu unterhalten. Alligatoah – der junge Mann mit Schnauzer erzählte gutgelaunt seine Geschichten, er rappte, sag, blödelte und übte geschickt Kritik an der Gesellschaft.

 

Infos + Tickets Highfield Festival 2019
Highfield 2019 / Highfield Festival 2019

Flogging Molly – Folk-Punkrock-Stars in Berlin

Am Donnerstag Abend füllte sich die Columbia Halle in Berlin, um mit Val Sinestra, Sondaschule und natürlich Flogging Molly bei ein, zwei Bier die Sau raus zu lassen. Während sich die Halle stetig füllte, eröffneten die Berliner Newcomer Val Sinestra die Show. Mit ordentlich Dampf und Aktion versuchten sie dem Publikum einzuheizen. Leider mehr schlecht als recht. Der Funke wollte trotz Show-Einlagen leider nicht so richtig überspringen und das Berliner Publikum ließ die Jungs ganz schön ackern. Ihre Mischung aus Punk, Rock und Hardcore kann sich dabei aber doch sehen lassen. Vielleicht war es auch einfach nicht die richtige Kombination zu den irischen Flogging Molly.

SONDASCHULE

Nach dem kleinen Warm-Up ging es mit Sondaschule, einer Ska-Punk Band aus Oberhausen schon deutlich mehr zur Sache. Das Publikum war direkt dabei. Es wurde geklatscht, gepogt, gejubelt und mit Sprechchören à la „Sondaschule, Sondaschule, hey! hey!“ wurden die 7 Jungs mächtig angefeuert. Nach ihrem Set überließen Sondaschule schließlich Flogging Molly das Feld.

FLOGGING MOLLY

Energiegeladen und gut gelaunt betraten Flogging Molly die Bühne. Vom ersten Gitarrenanschlag war das Publikum außer Rand und Band. Der harte Kern in der Mitte pogte ordentlich und auch der Randbereich war auffällig stark in Bewegung. Eigentlich gab es kaum jemanden, der sich nicht bewegte – auch nicht auf dem Oberrang. Selbstverständlich wurden einige Biere Richtung Bühne geworfen. Das gehört bei den Iren schließlich zum guten Ton. Auch Frontmann Dave King verteilte wie gewohnt einige Dosen Bier im Publikum. Die Stimmung war einfach unfassbar ausgelassen, die Columbia Halle brütend warm und rappel voll. Genauso, wie es auf einem guten Konzert sein sollte.

Flogging Molly auf „Life is Good“ Tour 2018

Im vergangenen Sommer haben Flogging Molly bei diversen Festivals und Open Airs aufs Neue unter Beweis gestellt, dass sie live zu den ganz Großen gehören. Schließlich sind sie die wohl erfolgreichste Band ihres Genres. Darauf ruht sich die irisch-kalifornische Folk-Punk Formation aber keineswegs aus und kommt daher im Januar/Februar 2018 erneut für vier Konzerte nach Deutschland.

Im Juni 2017 ist mit „Life Is Good“ das sechste Studioalbum in 20 Jahren Bandgeschichte erschienen. Ein Album in typischer Flogging Molly Manier – Punk mit traditioneller irischer Musik und Blues. Bei ihren Konzerten diesen Sommer ließen sie dann ein Feuerwerk aus bekannten Hits und potentiellen Nachfolgern steigen. Genau darauf dürfen sich die Fans auch bei den anstehenden Shows 2018 freuen, wenn Flogging Molly Konzerthallen wieder in Pubs voller Pogo, Schweiß und guter Laune verwandeln.

Hurricane Festival 2017 – So war der Freitag

78.000 Menschen legen beim Hurricane Festival 2017 am Freitag den offiziellen Startschuss für ein euphorisches Wochenende. Gesellige Bierlaunen, musikalische Glücksgefühle und extrovertierte Weltoffenheit – so sieht der Festival-Alltag auf dem Eichenring nahe Scheeßel aus. Nachdem am Donnerstag noch wetterbedingt das Anreise-Chaos geherrscht hat, sind Camper und Besucher nun langsam eingetrudelt. Die Einlasskontrollen sind in diesem Jahr strenger, seit bei Rock am Ring Anfang Juni 2017 eine Terrorwarnung zu einer Evakuierung geführt hatte, den Spaß lässt sich aber kein Festivalgänger nehmen. Über 100 Bands und Künstler verschiedener Musikgenres treten an drei Tagen auf vier Bühnen auf.

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Hurricane Festival 2018 Tickets + Infos:

Hurricane Festival 2018 / Hurricane 2018 / Hurricane 18

SKINNY LISTER

Skinny Lister geben Folk eine neue Richtung. Die Briten haben sich in den Pubs von Greenwich direkt kennen gelernt und mittlerweile spielen sie verdienterweise auch auf anderen Längengraden: Mit punkigen Folk-Hymnen, treibenden Rhythmen und schwingenden Bässen bringen sie das Infield vor der Green Stage in erste Schwingungen. Mit im Gepäck hat das Sextett ihr neues Album „The Devil, the Heart and the Fight“ und die neuen Songs sind absolut tanz- und hörbar.

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ERIK COHEN

Der ehemalige Smoke Blow-Sänger Jack Letten, der sich hinter dem Pseudonym Erik Cohen verbirgt, setzt sich seit jeher gekonnt über Genregrenzen hinweg. Auf der Red Stage setzt er heute auch wieder zu einer abenteuerlichen Soundabfahrt durch die Rockgeschichte an. Düstere Hard Rock-Nummern treffen auf metallische Gitarren, mit einer stetigen Nähe zum New Wave. Cohen zeigt selbstbewusst, dass deutschsprachige Rockmusik einen absoluten Sucht- und Spaßfaktor haben kann.

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SXTN

Nura und Juju sind die Frontfrauen des Hip-Hop-Duos SXTN. Sie rappen und nehmen dabei wie ihre männlichen Kollegen Haftbefehl oder Kool Savas eigentlich gar kein Blatt vor den Mund. Und das sie ja nun Mädels sind, wirkt das Ganze natürlich besonders vulgär und derbe. Aber die Provokation kommt natürlich an: das überwiegend junge (und weibliche Publikum) ist textfest bei jeder Zeile dabei und hat die Mittelfinger schneller in der Luft, als die beiden Rap-Sternchen selbst. Ihre Songs spiegeln das Leben beider Mädels wieder, mal wild, mal nachdenklich – aber ungefiltert und immer und ehrlich. SXTN sind bereits das Sprachrohr einer Generation, die sich keine Gedanken über Morgen machen will und nur den Moment in vollen Zügen auskostet.

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DANKO JONES

12 Alben in 20 Jahren und dazu über 30 internationale Tourneen. Und wie es aussieht, kriegen Danko Jones immernoch nicht genug. Jedes Quäntchen Erfolg wurde mit Blut, Schweiß und Tränen bezahlt. In Jones‘ Fall vielleicht sogar noch mit ein paar anderen Körperflüssigkeiten… Jedes Gitarrenriff schneidet blitzschnell durch die Menge, jeder Beat sickert in die Beine der zappelnden Zuschauer und jedes Wort steuert Frontmann Danko Jones direkt in die Lendengegend. Auch nach 20 Jahren Bandgeschichte wird man immernoch mitgerissen in einem riesigen Strudel aus Rock‘n‘Roll.

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FRANK TURNER & THE SLEEPING SOULS

Der sympathische Kumpeltyp mit der Gitarre, der es vom erfolgreichen Hardcoreshouter über den Folk- und Punksänger geschafft hat, nun ganz alleine das Infield vor großen Festival- und Konzertbühnen zu füllen. Die Musik des smarten Briten lässt durch eingängige Hooks und ehrliche Texte keine andere Wahl außer mitzusingen und mitzutanzen. Gefühlt tourt Frank Turner ja eigentlich unaufhörlich mit seiner Band The Sleeping Souls durch die Welt, dazu sein bodenständiges Auftreten, dass sorgt für große Anziehungskraft bei Musikfans jeder Art.

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Volbeat Tour 2017: sechs Open-Air-Konzerte

Nach der ausverkauften Arena-Tour haben Volbeat für Sommer 2017 neue Termine angekündigt. Zu sehen ist das rockige Dreier-Gespann ab Mitte August 2017 in sechs Städten, darunter sind es in Deutschland Hamburg, Berlin, Mönchengladbach und Schweinfurt, sowie Thun (Schweiz) und Graz (Österreich).

Metal mit einer guten Portion Rock- und Rockabilly-Einflüssen – oder auch liebevoll nach dem King „Elvis Metal“ genannt – ist der einzigartige Stil der Kopenhagener Band Volbeat. Spätestens seit dem 2008er Album „Guitar Gangsters and Cadillac Blood“ sind die Jungs auch international bekannt und beliebt. Derzeit feiern die dänischen Rocker weltweiten Erfolg mit ihrem aktuellen Studioalbum „Seal The Deal & Let’s Boogie“ (VÖ Juni 2016). In sieben Ländern ging die Platte an die Spitze der Charts, darunter Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland, Belgien, Österreich und die Schweiz. Auf gleichnamige Volbeat-Tour ging es dann auch in 2016, mit unvergesslichen Konzert-Momenten.

„Dieses Album ist VOLBEAT durch und durch, aber es gibt auch einige Fortschritte und Entwicklungen bezüglich des Songwritings und großer Melodien. Das Album beinhaltet die Songs, die ich schon seit Jahren zu schreiben bemüht war. Diesmal schien es der richtige Zeitpunkt zu sein, um alle Teile zusammenzufügen“, sagt Michael Poulsen über„Seal The Deal & Let’s Boogie“.

Das aktuelle Volbeat-Album gibt es bei z. B. Amazon:
„Seal The Deal & Let’s Boogie“ Audio-CD„Seal The Deal & Let’s Boogie“ Vinyl-LP
oder „Seal The Deal & Let’s Boogie“ MP3-Download

volbeat live 2017 mit amorphis

Volbeat Tour 2017 / Volbeat live 2017 / Amorphis

volbeat live 2017 mit flogging molly

Volbeat Tour 2017 / Volbeat live 2017 / Flogging Molly

Chiemsee Summer 2015 – Tag 2: Das ging ab am Donnerstag

Hier geht’s zum Bericht „Chiemsee Summer 2015 – Tag 1: Das ging ab am Mittwoch
Hier geht’s zum Bericht „Chiemsee Summer 2015 – Tag 3: Das ging ab am Freitag
Hier geht’s zum Bericht „Chiemsee Summer 2015 – Tag 4: Das ging ab am Samstag
Hier geht’s zum Bericht „Chiemsee Summer 2015 – Tag 4: Das ging ab am Sonntag

LESS THAN JAKE

Die Ska-Punkband Less Than Jake haben ein ganzes Genre geprägt, eine Band, mit der man aufgewachsen ist und wenn mann sie heute live sieht, bleibt immer die Frage, ob sie noch bringen, was man von ihnen erhofft. Viele ihrer Hits wie „History of a Boring Town“ oder „All my best Friends are Metalheads“ sind legendär und einfach zum Abfeiern. Lange war es eher ruhig um die fünf Jungs aus Florida, aber auf der Chiemsee Summer Bühne sind sie zurück, als wäre keine Zeit vergangen. Und viel Humor beweisen die Musiker auch, da werden erstmal Toilettenpapierollen per Kanone ins Publikum geschossen. Dennoch sind Less Than Jake mittlerweile eine Band, die eigentlich nur noch mit ihren alten Hits loszieht. Aber solange die Fans auch happy sind, ist doch alles paletti.
Facts: 245.200 Fans bei Facebook · 48.000 Follower bei Twitter · Hits: „I think I love you“ & „The Rest of my Life“

Bildergalerie: So war LESS THAN JAKE live

FLOGGING MOLLY

Um 17:00 Uhr stürmt die irische Folk-Punk Band Flogging Molly die Bühne! Wir bleiben gebannt während des gesamten Konzerts dort, denn die natürlichen, extrem sympathischen Männer gehen ab wie nichts Gutes. Jeder einzelne der kalifornischen Band hat handwerkliche Fingerfertigkeiten. Nicht nur die traditionellen Instrumente spielen eine große Rolle in ihrer Musik, da spielt man auch mal Blechflöte, Fiedel, Akkordeon oder Banjo. Ganz so wie es sich für irische Folkmusik gehört. Das Publikum ist schwer begeistert. Frontmann Dave King ist ein waschechter Ire. Mit seinem roten Bart und der Brille erfüllt er nicht gerade das Image des Rockstars. Aber wir irren, denn King tobt munter über die Bühne und feuert seine Band und die Zuschauer zu Höchstleistungen an.

Facts: 1,2 Mio. Fans bei Facebook · 59.800 Follower bei Twitter · Hits: „Drunken Lullabies“ & „Salty Dog“

Bildergalerie: So war FLOGGING MOLLY live

GENETIKK

Es regnet in Strömen… Umso besser, dass Genetikk im Zelt spielen. Das Publikum gröhlt im Chor, die Stimmung kocht. Die maskierte Hip Hop-Crew besteht aus 7 Leuten, die alle zur gleichen Zeit auf die Bühne stürmen. Sie machen auf Gangsta-Rapper, vorrangig die beiden Frontmänner und Rapper Karuzo und Sikk, dazu gibt es fröhlich Kippen und Alkohol auf der Bühne, wäre ja sonst langweilig. Und bei den Fans? Die Stimmung ist bestens und es ist überraschend, wie textsicher die Genetikk-Fans an diesem Tag sind.
Facts: 444.680 Fans bei Facebook · 44.300 Follower bei Twitter · Hits: „Achter Tag“ & „D.N.A.“

Bildergalerie: So war GENETIKK live

THE OFFSPRING

Und dann der Headliner auf den alle gewartet hatten: Um 22:30 Uhr starten The Offspring. Wer kennt die Ur-Punkrocker aus den USA nicht? Ihre Hits wie „Self Esteem“,„Pretty Fly“ oder „The Kids Aren’t Alright“ sind legendär. 30 Jahre Bandgeschichte auf der Highfield-Bühne, unser Finale für Samstag Nacht. Haben die Kalifornier doch die Musikgeschichte des Punkrocks mitgeprägt. Sänger Dexter Holland mit den blondierten Stachel-Haaren beeindruckt immernoch mit seiner vollen Stimme. Auch wenn die Herren älter geworden sind, rocken können sie ohne Frage noch auf der Bühne.
Facts: 5,2 Mio. Fans bei Facebook · 183.000 Follower bei Twitter · Hits: „Bad Habit“ & „Self Esteem“

Bildergalerie: So war THE OFFSPRING live

ARCHIVE

Nach dem Headliner des Tages, The Offspring, ist noch lange nicht an schlafen zu denken, denn um 0:00 Uhr kommt endlich ein echtes Festival-Highlight: Die Männer von Archive mit ihrem düsteren, schweren TripHop, symphonischem Pop, elektronischem Ekletizismus und psychedelischem Post-Rock… Keine typische Festivalband, auch ein nicht allzu gut besuchtes Konzert, aber wer da ist, der verliebt sich! Schöner kann Musik nicht sein und live einfach durch und durch gehend.

Bildergalerie: So war ARCHIVE live

IRIE REVOLTES

Schweren Herzens geht es mitten im Konzert von Archive wieder los, um auch die Irie Revoltes anzusehen. Hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn die Ansage „Diese Band braucht keine Ansage, diese Band IST eine Ansage“ ist Programm. Was für eine Explosion! es Fette Beats und schwungvolle Action gibt es von den Heidelbergern. Die Frontmännern Mal Élevé und Carlito zeigen satte Sprung-Action, die Handtücher wedeln über den Köpfen. Da seit kurzem das nagelneue (und gleichnamige) Album Irie Révoltés draußen ist, gibt es auch daraus viele neue Songs zu hören.
Facts: 114.700 Fans bei Facebook · 3.500 Follower bei Twitter · Hits: „Soleil“ & „Travailler“

*Wie die Irié Révoltes so hinter den Kulissen sind und wie die Jungs so viel Bühnen-Action überhaupt durchhalten, erzählen Sie in unserem Interview beim Hurricane 2015*

Bildergalerie: So war IRIE REVOLTES live

Highfield Festival 2015 – Tag 3: Das ging ab am Sonntag

Hier geht’s zum Bericht „Highfield Festival 2015 – Tag 1: Das ging ab am Freitag
Hier geht’s zum Bericht „Highfield Festival 2015 – Tag 2: Das ging ab am Samstag

HEISSKALT

Die Rocker unter Vertrag beim Label Chimperator kommen aus Stuttgart. Vier Jungs die mit sentimentalen aber hintergründigen Texten überzeugen. Bereits bei den ersten Songs „Identitätsstiftend“ und „Sonne über Wien“ gibt es vor der Bühne einen Circle Pit. Es ist halt Rock. Sänger Matze (Mathias Bloech) überzeugt mit voller Stimme und viel Charme. Der vollbärtige Bassist Lucas Mayer springt derweil und lässt die roten Haare fliegen.
Facts: 31.100 Fans bei Facebook · 3.500 Follower bei Twitter · Hits: „Gipfelkreuz“ & „Nicht anders gewollt“

Bildergalerie: So war HEISSKALT live

MARCUS WIEBUSCH

Marcus Wiebusch kennen wir eigentlich als Frontmann der Indie-Rock-Band Kettcar. Das er es aber ach alleine drauf hat, zeigt er mal wieder bei seinem heutigen Auftritt. Natürlich fehlt es nicht an ein paar Kettcar-Songs. Aber im Großen und Ganzen bekommen wir den Sänger, Gitarristen und Songwriter pur. Mit „Konfetti“ hat er sein erstes Solo-Album aufgenommen. Musikalisch beweist er Mut, er sprechsingt, haut Balladen raus und frischt den Sound auf mit Bläsersätzen.
Facts: 13.700 Fans bei Facebook · Hits: „Der Tag wird kommen“ & Wir waren eine Gang“

Bildergalerie: So war MARCUS WIEBUSCH live

THE SUBWAYS

Aus England kommt die nächste Band auf die Bühne. Und endlich ist auch mal eine Frau dabei und die gibt wirklich alles am Bass. Daneben sehen wir die Brüder Billy und Josh, die schon im Kindesalter auf eigene Faust ihre Instrumente erlernten. Wieder eine Band, die schon viele Jahre in dieser gekonnten Zusammensetzung musiziert und Erfolge feiert. Zu dritt sind The Subways mit ihrem Indie-Rock jedenfalls eine perfekte musikalische Mischung für den Nachmittag. Und zum Glück treffen wir das sympathische Trio auch direkt nochmal zur Autogrammstunde.
Facts: 267.400 Fans bei Facebook · 23.800 Follower bei Twitter · Hits: „Rock & Roll Queen“ & „No Goodbyes“

Bildergalerie: So waren THE SUBWAYS live

DONOTS

Die Donots sind bekannt für satte Action auf der Bühne. Man kann wirklich sagen, auf sie ist Verlass. Als würde ein Schalter umgelegt, drehen vor allem die Brüder Guido (an der Gitarre) und Ingo (Sänger) beim ersten Klang ihrer Melodien voll auf. Früher komplett in englisch, sind die Donots jetzt gesanglich auf ihre Muttersprache deutsch umgestiegen. „Es fühlte sich einfach irgendwie gut an“ sind sich die fünf Rocker einig, wenn sie über ihr aktuelles Album „Karacho“ sprechen. Daher gibt es heute viele neue musikalische Eindrücke für die Fans, aber natürlich auch Klassiker wie „We’re not gonna take it“.
Facts: 112.600 Fans bei Facebook · 26.100 Follower bei Twitter · Hits: „We’re not gonna take it“ & „Calling“

*Wie die Donots hinter den Kulissen sind und wie die Jungs so viel Bühnen-Action überhaupt durchhalten, erzählen Sie in unserem Interview bei Rock am Ring*

Bildergalerie: So waren DONOTS live

IRIE RÉVOLTÉS

Wie man es von ihnen gewohnt ist, gibt es einen Auftritt als erstklassigen Abriss. Fette Beats und schwungvolle Action gibt es von den Heidelbergern. Die Frontmännern Mal Élevé und Carlito zeigen uns satte Sprung-Action, die Handtücher wedeln über den Köpfen. Da seit kurzem das nagelneuen (und gleichnamige) Album Irie Révoltés draußen ist, gibt es auch daraus viele neue Songs zu hören.
Facts: 114.700 Fans bei Facebook · 3.500 Follower bei Twitter · Hits: „Soleil“ & „Allez“

*Wie die Irié Révoltes so hinter den Kulissen sind und wie die Jungs so viel Bühnen-Action überhaupt durchhalten, erzählen Sie in unserem Interview bei Hurricane 2015*

Bildergalerie: So waren IRIE RÉVOLTÉS live

LABRASSBANDA

Blasmusik ist nicht der typische Garant für gute Stimmung auf einem Festival. Wenn es nicht gerade die Jägermeister-Blaskapelle beim Röhrenden Hirschen ist. Wer allerdings LaBrassBanda zu Gesicht bekommt, erlebt einen neue Form der Volksmusik. Auf der Stage geht es unerwartet rockig, punkig und hip hop-lastig zu, wenn die aus Chiemsee stammenden Lederhosen-Musiker barfuß über die Bühne wirbeln. Sänger und Trompeter Stefan Dettl ist gern im Mittelpunkt des Geschehens und weiß, wie er mit seinem Charme in bayrischer Mundart immer wieder witzige Überleitungen schafft.
Facts: 149.700 Fans bei Facebook · 2.700 Follower bei Twitter · Hits: „Bauersbua“ & „Autobahn“

Bildergalerie: So war LABRASSBANDA live

THE WOMBATS

Hier kommen jetzt nicht die niedlichen Beuteltierchen aus Australien auf die Bühne sondern drei Jungs aus Liverpool, England. Sänger Matthew ist parallel an Gitarre und Keyboard zu sehen, Kollege Dan spielt die Drums. Ingesamt hat man aber fast das Gefühl, der Dritte im Bund, Bassist Tord gibt den Ton an. Actiongeladen, in Sprunglaune und mit viel Kontakt zur Menge spielt er sich heute in die Herzen der Zuschauer. Dafür sorgt Matthews Stimme trotz der rockigen Sounds auch für genussvolle Momente. Gemeinsam haben sie jedenfalls Spaß auf der Bühne und an ihrer Musik. Zuschauen macht da echt Laune.
Facts: 35.200 Fans bei Facebook · 1.920 Follower bei Twitter · Hits: „Moving to New York“ & „Jump into the Frog“

Bildergalerie: So war THE WOMBATS live

FLOGGING MOLLY

Dem Celtic Rock verschrieben haben sich Flogging Molly. Bei der kalifornischen Band geht es richtig zur Sache, denn sie haben alle samt handwerkliche Fingerfertigkeiten. Nicht nur die traditionellen Instrumente spielen eine große Rolle in ihrer Musik, da spielt man auch mal Blechflöte, Fiedel, Akkordeon oder Banjo. Ganz so wie es sich für irische Folkmusik gehört. Das Publikum ist schwer begeistert. Frontmann Dave King ist ein waschechter Ire. Mit seinem roten Bart und der Brille erfüllt er nicht gerade das Image des Rockstars. Aber wir irren, denn King tobt munter über die Bühne und feuert seine Band und die Zuschauer zu Höchstleistungen an.
Facts: 1,2 Mio. Fans bei Facebook · 59.500 Follower bei Twitter · Hits: „Drunken Lullabies“ & „Devil’s Dance Floor

Bildergalerie: So war FLOGGING MOLLY live

BROILERS

Der Broilers Noir Beach Club ist eröffnet. Bambus-Matten, Cocktailbar und Strand-Flair zieren das Bühnenbilde der Düsseldorfer Punk-Rocker. Auf die Bühne kommen sie statt üblich zu fünft mit zwei zusätzlichen Trompete- bzw. Saxophon-Spielern. Wobei sich letztere gern mal im Wett-Streit duellieren. Die ganze Atmosphäre wirkt im dunklen Dämmerlicht einfach großartig. Für das große Finale mit Pyro und Rauch heizen Sänger Sammy Amara und seine Band dem Publikum ordentlich ein. Da fällt der Abschied wirklich schwer.
Facts:
 229.370 Fans bei Facebook · 10.700 Follower bei Twitter · Hits: „Meine Sache“ & „Harter Weg“

Bildergalerie: So waren BROILERS live