Fallback

Stagr Theme Skeleton

Diese Standardansicht dient als Fallback, bis fuer jeden Seitentyp eine spezifische Vorlage greift.

Inhalt

Parkway Drive in Hamburg – Was ihr wissen solltet

Am Mittwoch, den 1. April 2020 spielen Parkway Drive in Hamburg in der Sporthalle das Auftakt-Konzert auf aktueller „Viva The Underdogs – European Revolution 2020“. Und das ist nichts für zarte Ohren. Neben dem Konzert im Norden Deutschlands, spielt die australische Band noch insgesamt fünf weitere Konzerte in den Arenen Deutschlands. Hier findet ihr einen Überblick über Anfahrt, Einlass, Vorgruppe und weitere hilfreiche Informationen für das aktuelle Konzert in Hamburg.

Aufgrund des behördlich verfügten Verbots von Großveranstaltungen wird das Konzert leider nicht stattfinden.
Es steht noch kein Ersatztermin fest.

Der Sound von Parkway Drive hat es in sich – Hardcore, Death Metal, Metalcore, etwas wofür die Zuschauer gerne kommen, um sich eine Rundum-Schelle von den fünf Down Under-Dudes abzuholen. Parkway Drive haben sich schon vor einer Weile vom Metalcore-Importschlager zur absoluten Koryphäe etabliert. Wobei deutliche Weiterentwicklungen den Sound von Winston McCall und Konsorten prägen und die Band die Metalcore-Pfade langsam verlassen – mehr Melodien, Dynamik und Experimente stehen ihnen aber sehr gut. Auch das aktuelle Album „Reverence“ aus Mai 2018 schlägt in diese Kerbe, von dem sowie den anderen Werken, jede menge Hits auf die Zuschauer warten.

Über die komplette Tour hinweg werden nämlich sowohl Hatebreed als auch Stick To Your Guns und Venom Prison zu sehen sein. Dieses Bundle hat es definitiv in sich!

Tickets

Wenn ihr bereits vorab ein Ticket für die Show von Parkway Drive in Hamburg ergattert habt, könnt ihr jetzt die Planung für das bevorstehende Konzert starten. Nachfolgend findet ihr übersichtlich und auf einen Blick alle wichtigen Infos, damit ihr euch voll und ganz auf das große Konzerterlebnis konzentrieren könnt. Tickets für Parkway Drive in Hamburg gibt es für alle kurzentschlossenen noch bei Eventim oder an der Abendkasse, in verschiedenen Sitzplatz-Kategorien oder als Stehplätze. Auch für die anderen Liveshows gibt es derzeit noch Karten zu kaufen.

Viva The Underdogs European Revolution 2020

01. April 2020 = Hamburg, Sporthalle = Tickets
02. April 2020 = Leipzig, Quaterback Arena = Tickets
03. April 2020 = München, Olympiahalle = Tickets
09. April 2020 = Frankfurt, Festhalle = Tickets
11. April 2020 = Dortmund, Westfalenhalle = Tickets

Foto: stagr / Cynthia Theisinger – Summer Breeze 2019

Anreise + parken

Auf dem Gelände der Sporthalle Hamburg stehen für euch knapp 700 kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Den Parkplatz erreicht ihr  über die Zufahrt vom Braamkamp 1. Entspannt ist die Anreise für aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei den allermeisten Veranstaltungen ist das HVV-Ticket inklusive.

Programm-Übersicht

Der Einlass am Mittwochabend, den 1. April 2020 startet voraussichtlich um 17:00 Uhr. Das Programm startet dann gegen 18:30 Uhr mit einem genialen Band-Bundle aus Venom Prison, Stick To Your Guns und Hatebreed! Danach geht es dann los: Bei ihrem Konzert werden euch Parkway Drive in Hamburg knapp zwei Stunden lang mit jeder Menge bekannter Hits aus der umfangreichen Künstler-Diskografie beglücken. Diese Liveshow wird ein ultimatives Fest für alle, die von den Australiern einfach nicht genug bekommen können und natürlich für all die Personen, die Parkway Drive live bisher verpasst haben!

Sicherheitshinweise – was darf mit

Plant ein wenig Zeit für die Sicherheitsmaßnahmen ein, es wird Taschenkontrollen und Bodycheck geben. Handtaschen, Clutches, Turnbeutel, Bauchtaschen und sonstige Taschen bis maximal DIN A4-Format (ca. 21 cm x 30 cm) sind erlaubt. Größere Taschen könnt ihr leider nicht mit in die Konzert-Location nehmen. Beschränkt euch am besten auf wesentliche Gegenstände wie Handy, Schlüssel oder Portemonnaie.

Nicht erlaubt sind:

  • Waffen aller Art
  • Bengalos/Feuerwerkskörper oder ähnliches
  • Kameras/Kamera-Equipment/Selfie-Sticks/Stative
  • Videokameras/Tonrekorder
  • Taschengrößer als A4
  • PET-Flaschen/TETRA-Packs/Glas/Dosen
  • Regenschirme (auch Knirpse)
  • Klapp- und Campingstühle, Hocker
  • Picknickkörbe/Kühlboxen
  • sonstige sperrige Gegenstände
  • Tiere
  • Megaphone/Vuvuzelas
  • Haarspray

Parkway Drive in München – Was ihr wissen solltet

Am Freitag, den 3. April 2020 spielen Parkway Drive in München in der Olympiahalle ein Konzert auf aktueller „Viva The Underdogs – European Revolution 2020“. Und das ist nichts für zarte Ohren. Neben dem Konzert in Bayerns Hauptstadt, spielt die australische Band noch insgesamt fünf weitere Konzerte in den Arenen Deutschlands. Hier findet ihr einen Überblick über Anfahrt, Einlass, Vorgruppe und weitere hilfreiche Informationen für das aktuelle Konzert in München.

Aufgrund des behördlich verfügten Verbots von Großveranstaltungen wird das Konzert leider nicht stattfinden.
Es steht noch kein Ersatztermin steht aber schon fest.

Der Sound von Parkway Drive hat es in sich – Hardcore, Death Metal, Metalcore, etwas wofür die Zuschauer gerne kommen, um sich eine Rundum-Schelle von den fünf Down Under-Dudes abzuholen. Parkway Drive haben sich schon vor einer Weile vom Metalcore-Importschlager zur absoluten Koryphäe etabliert. Wobei deutliche Weiterentwicklungen den Sound von Winston McCall und Konsorten prägen und die Band die Metalcore-Pfade langsam verlassen – mehr Melodien, Dynamik und Experimente stehen ihnen aber sehr gut. Auch das aktuelle Album „Reverence“ aus Mai 2018 schlägt in diese Kerbe, von dem sowie den anderen Werken, jede menge Hits auf die Zuschauer warten.

Über die komplette Tour hinweg werden nämlich sowohl Hatebreed als auch Stick To Your Guns und Venom Prison zu sehen sein. Dieses Bundle hat es definitiv in sich!

Tickets

Wenn ihr bereits vorab ein Ticket für die Show von Parkway Drive in München ergattert habt, könnt ihr jetzt die Planung für das bevorstehende Konzert starten. Nachfolgend findet ihr übersichtlich und auf einen Blick alle wichtigen Infos, damit ihr euch voll und ganz auf das große Konzerterlebnis konzentrieren könnt. Tickets für Parkway Drive in München gibt es für alle kurzentschlossenen noch bei Eventim oder an der Abendkasse, in verschiedenen Sitzplatz-Kategorien oder als Stehplätze. Auch für die anderen Liveshows gibt es derzeit noch Karten zu kaufen.

Viva The Underdogs European Revolution 2020

01. April 2020 = Hamburg, Sporthalle = Tickets
02. April 2020 = Leipzig, Quaterback Arena = Tickets
03. April 2020 = München, Olympiahalle = Tickets
09. April 2020 = Frankfurt, Festhalle = Tickets
11. April 2020 = Dortmund, Westfalenhalle = Tickets

Foto: stagr / Cynthia Theisinger – Summer Breeze 2019

Anreise

Um Wartezeiten bei der An- und Abreise zu vermeiden, plant eine frühzeitige Anreise ein sowie eine Anreise am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Adresse: Olympiahalle, Spiridon-Louis-Ring 21, 80809 München
Der zweitgrößte Veranstaltungsort des Olympiaparks ist wie das Olympiastadion nebenan seit den Olympischen Sommerspielen Austragungsort großer Sportveranstaltungen und hochkarätiger kultureller Events. Mit einem Fassungsvermögen von bis zu 15 500 Zuschauern ist Münchens größte Halle regelmäßig Schauplatz für Konzerte internationaler Top-Acts.
Hier findet ihr den Sitzplan zum Download.

Parken

Der Mittlere Ring in München gehört nicht zur Umweltzone. Es besteht daher für die Besucher des Olympiaparks die Möglichkeit direkt vom Mittleren Ring (Landshuter Allee) über den Sapporobogen in die Parkharfe zu fahren – ohne Umweltplakette. Hier findet ihr den Lageplan zum Download.

Programm-Übersicht

Der Einlass am Freitagabend, den 3. April 2020 startet voraussichtlich um 17:00 Uhr. Das Programm startet dann gegen 18:30 Uhr mit einem genialen Band-Bundle aus Venom Prison, Stick To Your Guns und Hatebreed! Danach geht es dann los: Bei ihrem Konzert werden euch Parkway Drive in München knapp zwei Stunden lang mit jeder Menge bekannter Hits aus der umfangreichen Künstler-Diskografie beglücken. Diese Liveshow wird ein ultimatives Fest für alle, die von den Australiern einfach nicht genug bekommen können und natürlich für all die Personen, die Parkway Drive live bisher verpasst haben!

Sicherheitshinweise – was darf mit

Plant ein wenig Zeit für die Sicherheitsmaßnahmen ein, es wird Taschenkontrollen und Bodycheck geben. Handtaschen, Clutches, Turnbeutel, Bauchtaschen und sonstige Taschen bis maximal DIN A4-Format (ca. 21 cm x 30 cm) sind erlaubt. Größere Taschen könnt ihr leider nicht mit in die Konzert-Location nehmen. Beschränkt euch am besten auf wesentliche Gegenstände wie Handy, Schlüssel oder Portemonnaie.

Nicht erlaubt sind:

  • Waffen aller Art
  • Bengalos/Feuerwerkskörper oder ähnliches
  • Kameras/Kamera-Equipment/Selfie-Sticks/Stative
  • Videokameras/Tonrekorder
  • Taschengrößer als A4
  • PET-Flaschen/TETRA-Packs/Glas/Dosen
  • Regenschirme (auch Knirpse)
  • Klapp- und Campingstühle, Hocker
  • Picknickkörbe/Kühlboxen
  • sonstige sperrige Gegenstände
  • Tiere
  • Megaphone/Vuvuzelas
  • Haarspray

Summer Breeze 2019: So war der Freitag

Für viele ist die Nacht kurz, was besonders daran liegt, dass man von der Sonne geweckt wird. Im Gegensatz zu den Vortagen ist es schon ab 10 Uhr im Zelt nicht mehr auszuhalten, ganz im Gegenteil zu den Vortagen. Dafür kann man sich aber auf einen regenfreien Tag voller Sonne und guter Laune freuen. Auch am Freitag beim Summer Breeze gibt es das volle, musikalische Programm, bei dem jeder auf seine Kosten kommt. Also schnell frühstücken, ein Bier für den Weg schnappen und ab vor eine der drei Bühnen auf dem Infield. Wach wird man spätestens dort.

MAIN STAGE

12:00 – 12:45 Uhr
AFTER THE BURIAL
After the Burial ist wohl eine der Bands, die sich perfekt zum wach werden eignen. Bei bestem Wetter kommt die Band auf die Bühne und sorgt direkt für den ersten Circle Pit. Die Vorliebe für achtsaitige Gitarren ist deutlich zu sehen und zu hören, so herrscht durchgehend ein tieferer Ton, ähnlich wie am Vortag bei Meshuggah. Vielleicht ist auch dies der Grund, dass es vor der Bühne schon recht voll für diese Uhrzeit ist. Bei ihrem Auftritt setzt After The Burial jedoch nicht, wie erwartet, auf ihr vor kurzem erschienenes Album “Evergreen”, sondern treibt uns wild durch ihre gesamte Künstler-Diskographie.

12:55 – 13:40 Uhr
BEAST IN BLACK
Anschließend leiten Beast in Black den Power-Metal-Tag auf der Main Stage ein. Die Band kann bereits jetzt ein immer größer werdendes Publikum betrachten, was richtig Bock hat zu feiern. Während die ersten Reihen primär ihren Kopf im Rhythmus kreisen lassen, wird dahinter lautstark mitgesungen. Auch als Sänger Yannis Papadopoulos zum Klatschen auffordert, klappt dies besser als er selbst erwartet hatte, wenn man nach seinem Gesichtsausdruck geht. Auch auf der Bühne gibt es einiges zu sehen. Alle Musiker sind durchweg in Bewegung und posieren gekonnt, keiner bleibt hier auf der Stelle stehen.

13:50 – 14:35 Uhr
KISSIN‘ DYNAMITE
Etwas „glamiger“ wird es danach bei Kissin’ Dynamite. Die Truppe fährt mit der ersten Pyro des Tages, passend zu dem Song “I’ve Got the Fire” auf. Dies spornt die Party im Infield ordentlich an, sodass man bereits jetzt die ersten müden Gesichter im Publikum sieht. Heute steht der Fokus klar auf ihrem letzten Album “Ecstasy”, das vor fast einem Jahr auf den Markt kam. Highlight des Auftritts ist aber der Song “I Will Be King”, bei dem Sänger Johannes Braun mitsamt roter Schleppe auf der Bühne auf einem Thron Platz nimmt.

14:45 – 15:45 Uhr
QUEENSRŸCHE
Inzwischen wünscht man sich doch einen kleinen Regenschauer oder zumindest eine kleine Wolke am Himmel, um der Sonne einen Moment entkommen zu können. Die wenigen Schattenplätze auf dem Gelände sind inzwischen so gefüllt, als würde gerade der Headliner auf der Bühne stehen. Für manche ist dies auch der Fall, denn dort sind Queensrÿche gerade eingelaufen. Die Progressive-Metaller werden euphorisch empfangen und gefeiert. Der Sound ist glasklar, die Menge schaukelt im Takt und singt lautstark mit. Zwischen den Liedern bleibt es höchstens bei kurzen, zurückgehaltenen Ansprachen, man möchte den Fluss des Auftritts ja nicht stören.

15:55 – 16:55 Uhr
DRAGONFORCE
“Extreme Power Metal” heißt das neue Album von Dragonforce, was in wenigen Wochen erscheint. Mit dem Titel lässt sich aber auch die Band am besten beschreiben. Es wirkt fast schon unmenschlich, was Sam Totman und Herman Li mit ihren Gitarren veranstalten. Trotz all dem Guten hat der Auftritt auch etwas Negatives. Es ist eins der letzten Konzerte mit Bassist Frédéric Leclercq, der die Band nach dem Wochenende verlassen wird. Schade! Aber auch gerade deswegen wird nochmal eine Schippe draufgelegt und spätestens beim letzten Song „Through The Fire And Flames” wird kein Stein mehr auf dem anderen gelassen.

17:05 – 18:20 Uhr
SKINDRED
Vor 14 Jahren sind Skindred das letzte Mal zu Gast auf dem Summer Breeze gewesen. Gegenüber damals hat die Band nun 7 Alben mehr dabei, ihren Humor aber nicht auf der Strecke verloren. “You want a T-Shirt? Or you want a T-Shirt?” fragt uns Sänger Benji Webbe und wirft es anschließend nach hinten, “25 fucking euro, fuck you”. Aber auch sonst dürfen wir uns immer wieder als “Wankers” bezeichnen lassen, als wir für Webbe zu leise sind. Alles in allem wird die Rückkehr der Band ohne Einschränkungen gefeiert, als wären sie nie weg gewesen.

18:35 – 19:50 Uhr
AIRBOURNE
Die meisten Bands haben ja mittlerweile Pyro dabei, wenn sie auf der Bühne stehen – bei Airbourne ist das anders. Vier Feuersäulen schießen im Dauertakt in die Luft und läuten damit das Liveset der Band ein. Direkt springt der Funke im Publikum über. Zwar geht es heute für Sänger und Gitarrist Joel O’Keefe nicht hoch hinaus, auf seinem Platz bleibt er dennoch nicht. Entweder springt er auf der Bühne hin und her oder lässt sich auf dem Rücken eines Securitys durch den Graben tragen. Diese haben eigentlich schon genug zu tun, immerhin kommt ein Crowdsurfer nach dem anderen an. Der Auftritt ist genau das, was man von Airbourne erwartet. Nicht darüber aber auch ganz besonders nicht darunter. Rund in seiner Gesamtheit und dadurch schon fast perfekt.

20:10 – 21:25 Uhr
KING DIAMOND
Bei King Diamond steht einws klar im Vordergrund: Die Show. Auf dem ganzen Festival fährt keine andere Band solche Geschütze auf. Egal, ob der King mit einer Liege auf die Bühne geschoben wird oder eine Puppe opfert, woraufhin ein Sarg mit der Aufschrift “Abigail” von Kuttenträgern herumgetragen wird. Es gibt also nicht nur was fürs Ohr, sondern auch mehr als genug fürs Auge. Dennoch muss man leider sagen, dass die Show bei Tageslicht nur so halb wirkt. King Diamond lassen sich davon aber nicht beirren und ziehen eine geniale Show durch. Und das Publikum? Das ist ab dem ersten Moment völlig in den Bann gezogen und kann gar nicht mehr von der Bühne weggucken.

21:45 – 23:15 Uhr
PARKWAY DRIVE
Mit Fackeln bewaffnet schreiten Parkway Drive durch das Publikum in Richtung Bühne – nur ohne Bassist Jia O’Connor. Dieser hatte sich bei den Proben verletzt und wartet daher schon auf der Bühne im Rollstuhl auf seine Kollegen. Sind diese angekommen, wird mit “Wishing Wells” langsam Fahrt aufgenommen. Normalerweise stehen Parkway Drive für viel Feuer. Dies bleibt anfangs jedoch aus. Dafür wird die Band bei “Writings on the Wall” und “Shadow Boxing” durch ein Streicher-Quartett unterstützt. Die geballte Ladung Pyro gibt es dann erst in der Zugabe zu “Crushed” und “Bottom Feeder”. Feuerschalen überdecken die ganze Bühne, eine Feuersäule jagt die nächste und selbst über der Bühne gibt es weitere 20 Meter hohe Säulen zu bestaunen. Das Publikum ist völlig Feuer und Flamme und das nicht erst jetzt, sondern schon den ganzen Auftritt über. Der Staub des Circle Pits hat keine Chance sich wieder zu legen und die Securitys finden auch keine Ruhe. Letzteres wird zwischendurch von Sänger Winston McCall selbst mit den Worten “Is this like the crowdsurfing festival of the summer or something” kommentiert.

23:30 – 00:45 Uhr
HAMMERFALL
Zwar wechselt nach Parkway Drive das halbe Publikum die Position, die Pyro jedoch nicht. Diese gibt es hier zwar nicht auf einem Haufen, aber immer wieder über den gesamten Auftritt verteilt. Schon beim ersten Song “Legion” zeigt das Publikum, dass es richtig Lust auf eine Show von Hammerfall hat und singt lautstark mit. Es gibt heute auch etwas zu feiern: Genau jetzt erscheint das 11. Studioalbum der Band: “Dominion”. Darauf fokussiert wird sich heute jedoch nicht. Es gibt Songs von fast allen Alben, davon primär die Klassiker. Immer wieder bedankt sich Sänger Joacim Cans bei seinen Fans und macht jede Menge lustige Witze zwischendurch. Nach vielem Gepose gibt es mit “Hearts On Fire” das große Finale. Hier wird nochmal groß aufgefahren. Da stehen nicht nur die Herzen, sondern auch die Bühne in Flammen.

01:00 – 02:00 Uhr
EMPEROR
Auch am Freitagnacht haben wir wieder eine Special Show. Emperor präsentieren uns ihr Album „Anthems To The Welkin At Dusk“ in voller Länge. Durch den Slot und die Verspätungen von Parkway Drive und Hammerfall ist es zwar schon 1:30 Uhr als die Band die Bühne betritt, müde ist im Publikum jedoch niemand. Die ändert sich auch nicht, als die Schweden zum ersten Takt ansetzen. Es wird getanzt und feiert, dass das Gelände nochmal wackelt. Dass dieser Auftritt der einzige der Deutschland in diesem Jahr ist, gerät hierbei etwas in den Hintergrund.

T-STAGE

17:10 – 17:55 Uhr
LEGION OF THE DAMNED
„I wanna see some serious headbanging from you guys!“ sagt uns Sänger Maurice Swinkels. Genau das ist es, was er heute auch viel im Publikum findet. Ab und an wird dies noch durch einen Mosh Pit abgerundet, aber das Headbangen überwiegt. Legion of The Damned haben vor allem Songs vom neusten Album “Slaves Of The Shadows Realm” im Gepäck, trotz aber auch nicht vor anderen Songs zurück. Zum Abschluss gibt es natürlich den Song “Legion Of the Damned” und die Begeisterung geht nochmal nach oben.

18:35 – 19:35 Uhr
ROTTING CHRIST
Rotting Christ sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Entsprechend ist es vor der Bühne voll, als die Band mit dem Song “Hallowed Be Thy Name” in ihr Set startet. Zwischen den Songs macht Sänger Sakis Tolis immer wieder Ansprachen, die durch den griechischem Akzent etwas niedlich klingen. Ganz im Gegenteil zu der Musik die sie spielen. Düsterer Black Metal der besonders aus ihrem letzten Album “The Heretics” besteht. Gehuldigt wird dies mit vielen Circle Pits und noch mehr Feuer von der Bühne.

20:30 – 21:30 Uhr
NAPALM DEATH
Wie viele Songs kann man in einer Stunde spielen? Das fragten sich Napalm Death und gaben uns mit ihrem Auftritt die Antwort. Ganze 22 Songs spielte die Band an diesem Abend. Dennoch war dazwischen noch reichlich Zeit um politische und sozialkritische Ansagen zu machen. Sonst gibt es nur eine einzige Verschnaufpause in der Mitte des Sets: der Song “Self Betrayal”. Die restliche Zeit gibt es noch mehr Circle Pits als Songs. Alles in allem ein Auftritt, wie man ihn von Napalm Death kennt und liebt.

22:25 – 23:25 Uhr
ZEAL & ARDOR
Zeal & Ardor sind ein einmaliges Musikprojekt von Manuel Gagneux, was Gospel und Black Metal miteinander verbindet. Bereits am Anfang verkündet er “Wir reden nicht viel, ich hoffe, das ist OK” und meldet sich das ganze Konzert über nicht wieder. Worte wären aber auch unnütze Zeitverschwendung. Das Klangbild der drei Sänger ist etwas, das wir so auf dieser Bühne noch nicht gehört haben und zieht alle in einen Bann. Soulig und melancholisch, bis die Black Metal-Wurzeln für einen kurzen Moment durchsickern und das Publikum zum Headbangen zwingt. Ein Auftritt der durch seine Einzigartigkeit besticht und leider viel zu schnell vorbei geht.

00:20 – 01:20 Uhr
THY ART IS MURDER
Für das passende Kontrastprogramm zur Main Stage sorgen Thy Art Is Murder. Wer sich nochmal richtig verausgaben will, war hier im Pit an der richtigen Stelle. Wer sein Set mit “Death Squad Anthem” beginnt, weiß was er von seinem Publikum erwartet. Der Pit öffnet sich sofort und wird noch größer, also Frontmann Chris „CJ“ McMahon bei “Slaves Beyond Death” zum größten Circle Pit des Festivals aufruft und ihn auch geliefert bekommt. Dieser geht um den gesamten ersten Wellenbrecher und übertrifft das, was die Band noch vor 4 Jahren veranstaltete. Abgerundet wird der Auftritt durch Klassiker wie “Holy War” und “Human Target”.

02:15 – 03:00 Uhr
CYPECORE
Den Abschluss machen heute Cypecore. Sie haben wohl den perfekten Slot für ihre Show ergattern können. In der kompletten Dunkelheit kommt ihre Show einfach doppelt so gut. Das Wissen auch die Fans, die trotz der Uhrzeit zahlreich erschienen sind. Mit viel Pyro und einer großartigen Lichtshow kann die Band diese direkt auf ihre Seite ziehen und sich ab und an ein Lächeln nicht verkneifen. Sonst halten sie sich eher zurück. Ansprachen sucht man vergebens, nur ab und zu ein paar Floskeln, die selbst schon ungewöhnlich für die Band sind. Das Postapokalyptische Design und Konzept der Band geht an diesem Abend wieder perfekt auf und sorgt für den perfekten Tagesabschluss.

So endet der zweite Tag vom Summer Breeze 2019 und damit ist auch schon wieder mehr als die Hälfte vorbei. Es geht mal wieder viel zu schnell, aber dies sollten jetzt noch nicht unsere Gedanken sein. Genießen wir lieber noch ein paar Bierchen, bevor wir ins Bett fallen, um uns auf den letzten Tag auszukosten.

Summer Breeze 2020: Tickets + Infos

Summer Breeze 2020

Wacken 2019 Samstag: Crowdsurfen als Breitensport

Eine Sache die mir über die Jahre aufgefallen ist: Crowsdsurfen wird mehr und mehr zur Breitensportart. Das mache ich vor allem an der zahl der Surfer fest, die ich fotografiert habe, aber auch an der Zahl der Surfer, die ich selber nach vorne weitergeschoben habe. Tatsächlich hat sich die Zahl der Crowdsurfer in Wacken so weit erhöht, dass die vorderen Reihen teilweise “Zuuuu-Rück!! Zuuu-Rück!!” rufen und die Surfer wieder nach hinten schicken (und das sogar meist erfolgreich) weil sie keine Lust mehr haben, andauernd andere Leute über ihren Kopf zu heben statt das Konzert zu genießen.

Aus dem Grund ein paar Grundregeln für’s Crowdsurfen basierend auf jahrelanger Erfahrung sowohl beim Surfern als auch beim Surfen lassen.

Für den Surfer:
Arsch hoch! Wenn andere euch tragen, streckt den Körper durch, und lasst nicht das “Körperzentrum” hängen. Das macht es unnötig schwierig für die Leute unter euch. Keiner hat was dagegen wenn ihr euch dabei filmt oder eine Flagge schwenkt, solange Rücken und Beine eine möglichst gerade Linie bilden.

Abstand halten. Ich versteh, das ihr mit eurem besten freund oder euren besten Freundin zusammen surfen wollt, am besten Kopf an Kopf und euch dabei unterhält. Oder dass ihr gerade los wolltet, als der Kerl vor euch hochgehoben wurde. Aber: Haltet Abstand, es braucht einige Leute um einen Surfer zu tragen, und die sollten eine Verschnaufpause zwischen zwei Surfern haben. Taschen zuknöpfen. Reisverschluss hochziehen. Die Bauchtasche enger ziehen. Schnürsenkel nach schnüren. Wenn ihr surft, und irgendwas runterfällt, ist es weg. Wahrscheinlich für immer. Also überlegt euch vorher, wie ihr Handy, Portemonnaie, Cap, Hoodie, Schuhe(!!) und andere Besitztümer sichert.

Für die anderen:
Umdrehen. Wenn jemand euch von hinten auf die Schulter tippt, heißt das wahrscheinlich, dass ein Surfer unterwegs ist. Wenn vor euch jemand mit den Finger hinter euch zeigt, auch. Vor allem wenn diese Personen kleiner und schmaler sind als ihr, dreht euch um, guckt was da kommt, und packt dann mit an. Aber vorher …

Weitersagen. Wenn ihr einen Crowdsurfer seht, oder auf einen hingewiesen wurdet, oder ein Kopf oder ein paar Füße auf eurer Schulter abgeladen werden (ok, dann vielleicht nicht weil zu spät), macht andere auf den Surfer aufmerksam. Auf die Schulter tippen hilft meist und geht auch ganz schnell. Idealerweise nicht die kleinsten, sondern Leute die so groß oder größer sind als ihr. Arme nach oben. Die Idee ist, den Surfer von unten anzuheben und dann nach vorne weiterzureichen. Was überhaupt nicht hilft ist wenn man den Surfer von der Seite stützt (weil man nicht weiß, ob jemand auf der anderen Seite das auch tut) oder ihn nach vorne wirft (weil ihn dann die Leute vor einen auffangen müssen, was richtig auf die Schultern geht).

Und dann noch ein kleiner Tipp am Rande: Wenn ihr das Konzert genießen wollt, und jemand vor, neben oder direkt hinter euch einfach nur nervt, tauscht einen kurzen Blick mit dem nächst-kräftigen Kerl aus, schnappt die Nervensäge an den Beinen und hebt ihr auf die Leute vor euch, damit sie ihn wegtragen. Und schon habt ihr wieder eure Ruhe.

Alabama Black Snakes

Es sind meist die großen Acts und Headliner, die auf den Festivals die bei der Berichterstattung die meiste Aufmerksamkeit bekommen. An dieser Stelle möchte ich auch mal über eine Band berichten, die “morgens” um 12Uhr auf einer der kleinen Stages gespielt hat. Und dann noch als Rockabilly-Band auf einem Metal-Festival. Die Alabama-Black Snakes aus Dänemark sind eine muntere Rock n Roll Combo, die neben E-Gitarre und E-Bass auch den typischen Bigsbi-Sound einer Halbakustik Gitarre und eine Mundharmonika erklingen lassen, während sie über Liebe, Herzschmerz, Liebe, Herzschmerz, Liebe, Liebe und Herzschmerz singen.  Vor der Bühne schwingen zahlreiche Besucher in Metal-Kutte oder Mittelalter-Outfit in guter alter Rock n Roll Manier die Hüfte. Eine gelungene Abwechslung nach zwei tagen Headbangen um den Nacken zu entlasten und den Rücken zu lockern. und mit guter Laune in den Tag zu starten.

Subway to Sally

“Ich bin dein Messias, vielleicht sogar dein Gott …” Mit diesen Zeilen startet Subway to Sally ihr Set. Folk mit Metal-Einflüssen oder metal mit Folk-Einflüssen – irgendwo dazwischen liegt das was Subway to Sally seit fast 30 Jahren von Bühne zu Bühne trägt. Neben Gitarre, bass und Schlagzeug gibt es noch eine Drehleier, eine Violine, und je nach Song weitere exotische Instrumente wie Tin Whistle oder Bagpipes. Alle Texte, zumindest alle die heute in Wacken gesungen werden, sind auf Deutsch, viele doppeldeutig oder voller Metaphern, manche aber auch offene Kritik an der modernen Gesellschaft und seinen verwöhnten, ziellosen Bewohnern.

Wenige Bands schaffen es, um 13Uhr das Infield so voll zu kriegen wie Subway to Sally, mit einer Menge, die alle Texte kennt und mitsingt, mitklatscht, mitfeiert und am Ende des Auftritts immer noch mehr will.

Kvelertak

“Ku – wer?” höre ich öfters wenn ich über Kvelertak erzähle, der Norwegischen Band die irgendwo zwischen Heavy Metal und Punk zu verorten ist. Der ehemalige Frontmann Erlend Hjelvik neigte dazu, mit einer Eulen-Maske auf dem Gesicht oder direkt mit einer großen Eule auf dem Kopf (also einer Art Eulen-Helm) auf die Bühne zu kommen. Der neue Sänger Ivar, noch nicht mal ein Jahr im Dienst, hat nur ein Bandana um und grölt direkt den ersten Song ins Mic, dessen Namen ich weder aussprechen noch richtig schreiben kann (irgendwas mit einem kleinen Kreis an der Spitze des großen “A”.

Aber dass die Songs auf Norwegisch sind und vermutlich vom fast keinem im Publikum verstanden werden ist bei einer Band wie Kvelertak egal. Es geht um die Energie, die die Band erzeugt, die ihre Musik ausstrahlt, und die die Menge ansteckt. Zu Recht waren die Jungs Vorband von Metallica und Mastodon. Und spätestens als Ivar von der Bühne runter und in die Menge springt um sich auf Händen tragen zu lassen – mit einem verkabelten Mikrofon in der Hand in das er weiter singt, während die Ordner panisch versuchen genug Kabel nachzuschieben – ist die Menge begeistert und der Gig ein voller Erfolg.

Prophets of Rage

Es hat viele Vorteile, als Berichterstatter auf einem Festival wie Wacken zu sein. Man kommt auch ins Infield wenn es eigentlich überfüllt ist, man darf in den Graben vor die Bühne um Fotos zu machen und ist somit näher an den Künstlern als alle anderen, man darf auch mal durch Notausgänge abkürzen und im Presse-Bereich gibt es ein großes Zelt dass vor Regen schützt, Storm für das Handy und kostenloses WLAN. Und doch gibt es diesen Moment, in denen man am liebsten die (gar nicht so billige und recht schwere) DSL Kamera wegwerfen möchte, um in die Menge zu springen und teil der feiernden Masse zu werden.

Wenn Ex-Rage-Against-the-Machine-Gitarrist Tom Morello, der ehemalige Gitarrist von Rage Against the Machine, seine Finger über die Gitarrensaiten tanzen lässt, und B-Real (Cypress Hill) und Chuck-D (Public Enemy) Songs wie “Jump around”, “Fight the Power” und “Killing in the name of” performen, ist genauso ein Moment. Aber nicht nur die Cover, auch die eigenen Songs von den “Prophets of Rage” reißen einen mit. Allen voran Hits wie “Unfuck the World” oder “Made with hate”, wo in guter alter Crossover-Manier mit innovativen, aber auch sehr aggressiven Gitarren-Klängen, dumpfen Turntable-Beats und messerscharfen Vocals die Gesellschaft aufs gröbste Kritisiert wird zeigen dass Hip-Hop und Metal nach wie vor eine gute Mischung sein können, wenn die Chemie zwischen den einzelnen Band-Mitgliedern stimmt.

Avatar

Avatar gehört zu den Bands, die man nicht einem bestimmten Metal-Genre zuordnen kann. Außer vielleicht “Crazy Metal”. Immerhin ruft Avatar in ihrem letzten Album “Avatar Country” ihren eigenen Staat aus. Musikalisch bleibt es abwechslungsreich: Einige Songs sind Thrashig, andere Melodisch, wieder andere sind richtige Böser Death Metal. Und irgendwo dazwischen gibt es starken Rock n Roll Einfluss, mit einer kleinen Prise Country.

Auch der Auftritt mit den Kostümierten Bandmitgliedern und dem stark geschminkten Frontmann Johannes Eckerström der so schaurig schön Screamen kann wie Cradle of Filth und bei seinen Ansagen charismatisch daherkommt wie Heath Ledgers “Joker” aus The dark Knight” hat eine ganz eigene Verrücktheit inne, die bei stampfenden Bass-Drums und Riffs von den im Takt wirbelnden Haarprachten aller Bandmitglieder noch unterstrichen wird. Avatar ist finster, aber nicht auf die tiefschwarze Weise wie die meisten Death- oder Black-Metalbands, sondern auf seine helle bunte Weise wie es sie lange nicht mehr im Metal gab.

Parkway Drive

Direkt vor dem Auftritt von Parkway Drive gibt es eine angekündigte “Überraschung” der Wacken-Veranstalter: Trivium Frontmann Matt Heafy spielt auf einer Funken-sprühenden Gitarre ein langes Solo während die ersten bekannten Bands für das Wacken Open Air 2020 angekündigt werden, u.a. Amon Amarth und Judas Priest. Dann steigen zwischen Flammenstößen mehrere aztekisch gekleidete Männer auf die Bühne, die allesamt ein wenig an das Iron Maiden Maskottchen “Eddy” erinnern. Ein Hinweis darauf, dass es beim nächsten Wacken Open Air ein Motto geben wird: Die Kultur der Mayas und Azteken. Wie das ganze aussehen soll, bleibt der Phantasie überlassen: Lateinamerikanische Deko auf einem norddeutschen Metal-Acker, wo die Wikinger-Metal-Band Amon Amarth spielt. Man darf gespannt sein.

Dann wird es still, und dunkel. Fackeln werden entzündet, und ein Fackelzug schlängelt sich durch die Crowd, steigt über den Wellenbrecher und klettert auf die Bühne. So eröffnet Parkway Drive das Headliner-Set am dritten und letzten Wacken-Abend. Und mit Wishing Wells, den ersten Song vom neusten Album “Reverence”. Einen Wütend-Traurigem Metalcore-Lied in dem die Welt die die Götter angeklagt und bedroht werden. Ein melodisch langsam beginnenden Lied, das zum Refrain in brutale Rifft und Rhythmen beschleunigt, zu denen Frontmann Winston McCall den Text leicht growlend shoutet. Ebenso stark ist der zweite Song “Prey”, wo es ebenfalls darum geht, wie Trauer sich in hilflose Wut verwandelt.

Nach dieser Eröffnung begrüßt Winston erstmal fröhlich die Menge, holt Bassisten Jia auf die Bühne, der sich das Bein gebrochen hat und im Rollstuhl sitzt, aber trotzdem Bass spielt. Und Jias Mum wird vorgestellt, die sich während der Tour um ihren Jungen kümmert. “Sie war noch nie Crowdsurfen” erklärt Winston, und bittet die Wacken-Besucher Jias Mum nach hinten durchzulassen und sie dann sicher auf ihren Händen nach vorne zu tragen. Danach geht es mit Musik weiter. Metal-Core-Melodien mit Hardcore-Vocals, so kann man Parkway Drive am besten beschreiben. Die Songs sind schnell, kraftvoll, die Texte sprechen vielen aus dem Herzen, aus den dunklen Ecken und den schwierigen Zeiten.

Für “Wirtings on the Wall” und “Shadow Boxing” kommt ein Cello-Quartett dazu – wie in den Studioaufnahmen, das Tempo sinkt ein wenig, aber die Texte bleiben düster. Danach wird das Tempo wieder angehoben, und zu “Crushed” und “Bottom Feeder” können sich die Besucher noch mal so richtig austoben bevor der 30-jährige Geburtstag des Wacken open Airs zu Ende geht.

Wacken Open Air 2020: Tickets + Infos

Wacken 2020 Tickets

So war das Full Force 2019: Ein bunter Strauss aus Core-Sounds

Bei brütender Hitze feierten 16.000 Fans der härteren Genres Metal, Hardcore und Punk beim Full Force Festival 2019 in der Eisenstadt Ferropolis. Das Kultfestival in Sachen „Core“ ging am idyllischen Gremminer See in seine 26. Runde. Am Donnerstag konnten sich die Besucher bei der Warm-Up Party in der Open Air-Disco mit Hits aus Hardcore, Metal und NDH in Stimmung für das bevorstehende Wochenende bringen. Von Freitag bis Sonntag fanden täglich unzählige Konzerte statt, die verteilt auf drei verschiedenen Bühnen liefen (Mad Max Mainstage, die Hardbowl Tentstage sowie die Medusa Seebühne direkt am Strand). Alles harmonisch integriert in die imposante Tagebau-Kulisse und mit jeder Menge Pyrotechnik ausgestattet. Musikalisch ging es natürlich in die Vollen, verschiedene Genre-Vertreter wie Limp Bizkit, Parkway Drive, Arch Enemy, Behemoth, Flogging Molly, Knorkator, Lamb Of God, Terror, Kadavar, Zeal and Ador, Jinjer, While She Sleeps und viele mehr sorgten an allen Festivaltagen für beeindruckende Shows, außergewöhnliche Klänge und ausdauernde Bühnenperformance.

In diesem Jahr bot das das Full Force Festival auch viel Neues zu entdecken und das nicht nur in Bezug auf das musikalische Programm. Themen wie Nachhaltigkeit und respektvoller Umgang miteinander aber vor allem mit dem Veranstaltungsort selbst, wurden in den Vordergrund gerückt und durch die Festivalbesucher positiv angenommen. Mit dem neuen Projekt (FAIR)OPOLIS haben Organisationen u. a. wie dem Foodsharing und der Hardcore Help Foundation einen Ort geschaffen, wo die Festivalfans auf Sitzbänken und Hängematten entspannen und sich über interessante Themen informieren sowie an Workshops teilnehmen konnten. Vor Ort sammelten Teams während der Festivaltage Müll ein. Die große Discokugel auf dem Gelände wurde mit Wasser gefüllt und versprühte eine willkommene Abkühlung beim Tanzen.

An den ersten zwei Festivaltagen sorgten zu wenig Shuttlebusse zum und vom Gelände weg für längere Wartezeiten und bei den hochsommerlichen Temperaturen scheuten viele den Fußweg von knapp 30 Minuten bis zum Zeltplatz. Am Sonntag entspannte sich die Shuttlesituation aber deutlich, es wurden mehr Busse eingesetzt.

Der direkt ans Festivalgelände angrenzende Gremminer See wurde natürlich täglich zum Baden (und vor allem auch zum Nacktbaden) genutzt. Die Hitze ließ bei vielen Besuchern Hemmungen und Hüllen gleichermaßen fallen. So wurden im Publikum doch recht häufig Männer auch nur mit Schuhen an den Füßen gesichtet.

Bands am Full Force 2019 Freitag:

Mit der Band Bleeding Through startete das Festivalprogramm am Freitagnachmittag um 16:00 Uhr auf der Mainstage. Die US-Metalcore-Band aus Orange County/Kalifornien, die seit 1999 existiert, bot eine Dreiviertelstunde lang ein energisches Startprogramm, um in Stimmung zu kommen. Die Band hatte einige Jahre Pause und kündigte in 2018 ihre Reunion und ein neues Album an. Beim Full Force 2019 konnte das Core-Sextett um Frontmann Brandan „Sheep“ Schieppati mit ihrer genialen Mischung der beiden Metalstile Death und Black Metal punkten.

Mit Wolfheart startete auch endlich das Programm auf der Seebühne. Was hätte man sich bei den heißen Temperaturen besseres wünschen können, als direkt am Badesee mit Strand die besten Sounds des Tages zu genießen. Leider musste die Band aus Finnland mit Startschwierigkeiten beim Sound loslegen, zum Glück ging es dann aber schnell besser weiter. Tuomas Saukkonen und seine vier Mannen gaben alles an der doomlastigen Metalfront – ein atmosphärisches, emotionales und melodisches Konzerterlebnis.

Zurück auf der Hauptbühne ertönten kaum die ersten Klänge durch die Boxen, schon konnte man beim Auftritt von Any Given Day die ersten Crowdsurfer beobachten. Aber auch sonst gab es Pits wohin das Auge reichte. Die deutschen Metaller sorgten unaufhörlich, u.a. mit grandiosen Hits wie „Home Is Where The Heart Is“ dafür, dass die Securitys vor der Bühne kaum eine Atempause hatten. Fünf progressive Musiker, die vor allem an der Front mit Dennis Diehl eine starke Besetzung vorweisen konnten und durch die tief gestimmten Gitarren und schmetternden Drums die Hölle im Field losbrechen ließen.

Was Bewegung auf der Bühne angeht konnten sich jede Menge Bands etwas von Sick of it All abschneiden. Die NYC-Hardcore Band sprang wie wild über die Mainstage als gäbe es kein morgen. Vor der Bühne war der Hitze geschuldet zuerst wenig los, was sich nach einer Bemerkung von Sänger Lou und dem ersten ihrer energiegeladenen Klassiker schnell änderte. Danach sprangen Band und Publikum nahezu um die Wette und machten die Show zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Kein Wunder, denn 30 Jahre lang brettern Sick of It All schon erfolgreich durch die Hardcore-Landschaft.

Mit den Black Metallern von Behemoth ging die Mainstage wortwörtlich in Flammen auf. Die polnische Band um Frontmann  Adam Darski („Nergal“) zeigte direkt im Intro mit Fackeln, in welche Richtung es gehen würde. Feuersäulen bzw. Feuerbällen, brennende Mikros und ein regelrechtes Flammenmeer gab es hier zu bestaunen. Und das bei den bereits sommerlich-hohen Temperaturen. Mit neuen wie auch altbekannten Songs ließen Behemoth und vor allem Nergal in perfekter, düsterer Inszenierung und mit Kunstblut ihre großartige Musikmischung aus epischem Black Metal, atmosphärischer Schwarzkunst und Gothic-Rock auf das Publikum einprasseln.

Was das Finale am Freitagabend auf der Mainstage anging, war das nichts für zarte Ohren. Dort gaben sich die Australier von Parkway Drive die Ehre. Ihr Sound hatte es in sich – Hardcore, Death Metal, Metalcore, im proppenvollen Infield warteten die Zuschauer willig, um sich eine Rundum-Schelle von den fünf Down Under-Dudes abzuholen. Frontmann Winston stellte wieder einmal unter Beweis, wie vielseitig er ist und das er seiner Rolle als Vokalist ernst nahm. Hinzu kam die perfekt eingewobene Instrumentalisierung, die mit voller Wucht in Ohren und Herzen der Zuschauer ballerte. Die Truppe ließ es krachen und schonte die feierwütige Meute vor der Bühne keine Sekunde.

Full Force 2020: Infos + Tickets

Hurricane Festival 2019 am Freitag – Unsere Highlights

Am dritten Juniwochenende geht mit dem Hurricane Festival 2019 der norddeutsche Festival-Zwilling aus der FKP Scorpio-Familie in seine 23. Runde. Und das traditionell am Heimatstandort, dem Eichenring in Scheeßel. Auf den Zeltplätzen und den Straßen rund in der Lüneburger Heide herrscht bereits seit Donnerstag reges Treiben. Nach wechselhaftem Wetter spielt ein Sonne-Wolken-Gemisch nun zum Glück in die Karten der Camper und Musikfans.

Traditionell fährt der Veranstalter bei dem dreitägigen Open Air einen musikalischen Genuss mit über 100 Künstlern verschiedenster Musikgenres auf, der sich in Form eines abwechslungsreichen Programms über vier verschiedene Bühnen erstreckt. Eine neue Namensgebung der Bühnen, die Farbkombination der letzten Jahre bleibt parallel bestehen, nähert sich dem Wald und Wiesen-Gesamtkonzept an. Grün ist ab sofort die Forest Stage, blau die River Stage, rot die Mountain Stage und weiß die Coast Stage.

Am frühen Freitagnachmittag startet der Hurricane 2019-Auftakt planmäßig. Die ersten Festivalbesucher trudeln gemächlich auf dem Gelände ein. Für alle, die direkt mit guter Musik in den Tag starten wollen, hält das Hurricane Festival 2019 Line-up hochkarätige Künstler bereit. Den Freitag eröffnet das #Hurricaneswimteam um 15:00 Uhr auf der Forest Stage, Sam Fender zieht direkt nach um 15:30 Uhr auf der River Stage. Weiterhin treten an diesem Tag auf: Papa Roach, Betontod, Alice Merton, Neonschwarz, Teesy, Enter Shikari, Leoniden, Bosse, Bilderbuch und viele viele mehr. Am späten Abend stehen dann gleich zwei große Acts (Parkway Drive und später Tame Impala) sowie der Tages-Headliner Die Toten Hosen auf der Hauptbühne.

SHAME

Statt Sam Fender tritt auf der River Stage als erste Act des heutigen Tages Shame auf – eine britische Alternative-Rock-Band, die ursprünglich aus Süd-London stammt. Hier gibt es energiegeladenen Gitarren- und Basssound, untermalt von rhytmischen Beats und einem kraftvollen Organ, aus dessen voller Kehle Frontmann Eddie Green schöpft.

Betontod

Auf der Forest Stage ist jetzt Punkrock angesagt. Betontod gehört zu den langjährigen Mitgliedern des deutschen Punkrocks, deren ersten Alben noch auf Musik-Kassetten erschienen sind. Mittlerweile hat die Truppe aus dem Rheinland ganze 19 Alben und über 1.000 Live-Auftritte vorzuweisen. Stilistisch haben Betontod ihren Sound nun etwas massentauglicher geworden. Beim Auftritt am Eichenring geben die Punk-Rocker alles auf der Bühne, um das Publikum mitzureißen. Eröffnet wird das Set mit dem Song „La Familia“ vom neuen Album „VAMOS!“ (VÖ August 2016) und natürlich darf auch die Single „Boxer“ daraus nicht fehlen. Der Rest des Live-Sets besteht aus Songs der 2000er, die alle gut sind, qualitativ sogar um einiges besser als die Betontod-Songs aus den 90ern.

Neonschwarz

Auf die Bühne kommt am frühen Nachmittag ein junger Vierer, bestehend aus Marie Curry, Johnny Mauser, Captain Gips und Spion Y alias Neonschwarz. Ihre Stärke liegt in einer einzigartigen Band-Dynamik: Marie Curry präsentiert sich gesanglich wie auch als Rapperin in Bestform. Im gegenseitigen, sich ergänzenden Zusammenspiel mit Johnny Mauser und Captain Gips treten die Drei schon mal als spannungsgeladene Einheit auf. Derweil lenkt Spion Y als DJ das ganze Gespann auf die passenden Beats. Dabei haben die Charaktere jede Menge Freude an er Musik und transportieren das auch direkt an die Zuschauer weiter. In ständiger Interaktion mit dem Publikum, sorgen Neonschwarz für Gute Laune.

alice merton

Die deutsch-britische Sängerin Alice Merton ist bereits viel herumgekommen. In Kannada aufgewachsen, dazwischen auch noch in England gewesen und nun lebt sie in Berlin. Nach erstem Studium der Wirtschaftwissenschaften hat sie sich kurzerhand umorientiert und Popmusikdesign an- und abgeschlossen. Und was dabei herauskommt, dass sich die junge Dame so intensiv mit Musik auseinander gesetzt hat, ist die perfekte, musikalische Unterhaltung. Sie hat ihre Fähigkeiten brillant eingesetzt und präsentiert knackig-fetzige Popsongs, die mit ihrem wunderbaren Gesang, tollen Geschichten und guter Instrumentierung punkten. Gleich mit ihrer ersten Single „No Roots“ hat Alice Merton DEN ultimativen Ohrwurm geschaffen. Dank der weiteren Singles wie „Hit The Ground Running“, „Lash Out“ oder „Why So Serious“ hat sie schnell unter Beweis gestellt, ihr Weg ist nicht lang vom Geheimtipp zur gefeierten Pop-Newcomerin. Merton hat es sogar geschafft, in diesem Jahr im April beim begehrten Coachella Music Festival in den USA aufzutreten, Respekt. Beim Hurricane Festival 2019 wird die Kanadierin herzlich empfangen und mit Neugierde und guter Laune empfangen, ihre Songs und Performance mit textsicherem Chor und sogar handgemalten Bannern gewürdigt.

enter shikari

Die britische Truppe um Frontmann Rou Reynolds bewegt sich irgendwo zwischen Synthie-Hardcore und Genialismus. Ihr Sound ballert wie aus Eimern, wenn die durchaus tanzbare Mischung aus Elektro- und Post-Hardcore aus der Hurricane-Beschallungs-Anlange donnert. Bei dieser Band kommt keine Langweilige auf. Ihr Sound ist gemacht für jeden, der frustriert ist, aber dennoch die Hoffnung nicht verloren hat. Die geballte Energie und konstante Dynamik ihrer Show wirkt ausnahmslos mitreißend. Reynolds überzeugt hier einmal mehr mit sehr guten Gesangs- sowie Shoutparts, die perfekt unterlegt sind von fetten Drums und einem starken Gitarrensound hat.

teesy

Teesy ist zurück und hat sein aktuelles Studioalbum „Tones“ (VÖ August 2018) dabei, mit dem er bereits letzten Winter auf gleichnamige Tournee gegangen ist. Selbst produziert und zurückgekehrt zu seinen Ursprüngen, ist der charismatische Musiker geerdet und frischer mit seinem Sound, denn je. Eine einzigartige Mischung aus Rap, R’n’B, Soul und Pop, die facettenreich daher kommt. Nicht viele Künstler, können wie Teesy einerseits gut singen und gleichermaßen talentiert rappen. Der Look ist auch neu, den sich Teesy zugelegt hat. Statt vorher im schicken Zwirn, tritt der charismatische Berliner nun sportlich und vor allem mit blondem Haar auf. Steht ihm gut. Mit neuem, guten Lebensgefühl zeigt sich Teesy gestärkt auf der Bühne zurück und sichtlich im Wohlfühlbereich, präsentiert er seinen tanzbaren Musikmix für die Zuschauer vor der Mountain Stage.

cigarettes after sex

Die beste Beschreibung für den Sound von Cigarettes After Sex liefert ihr Bandname selbst. Musik für die Zigarette danach. Die US-Ambient-Pop Band um Sänger Greg Gonzalez spielt intime, gefühlvolle Musik mit langsamen Drums, einer verträumten Gitarre und flächigen Sounds. Nicht gerade energiegeladene Gute-Laune-Party-Musik – aber vielleicht schaffen sie es gerade deshalb, dass die Hurricane-Besucher bei jedem Song dahinschmelzen. Dabei ist die Bühne teilweise in so dichten Nebel getaucht, dass die Band kaum noch zu sehen ist.

Papa Roach

Über 26 Jahre tummeln sich Papa Roach in der Rock-Musikwelt. Mit ihrem Hit „Last Resort“, dem ersten richtigen Kracher, haben sie den Durchbruch geschafft. In folgenden Jahren haben Papa Roach mit Alben ordentlich nachgelegt, der Großteil hat direkt an die alten Erfolge anknüpfen können. Wenn die US-Band auftritt, steht der Spaßfaktor an erster Stelle und dabei scheint es, als seien die vier US-Musiker um keinen Tag gealtert. Sänger und Frauenschwarm Jacoby Shaddix lässt es sich nicht nehmen, in direkten Fankontakt zu treten. Kurzerhand klettert er von der Bühne und begrüßt seine Fans in den ersten Reihen. Dann fordert er die Massen zu einer großen Wall of Dead auf, die sich fast durch das gesamte Infield öffnet und zu den harten Riffs und Refrains in wildem Tumult schließt. Als kleines Schmankerl gibt es dann noch eine sanfte Akkustik-Interpretation von „Scars“ bei der Jacoby’s gefühlvoll-raue Stimme von Jerry Horton’s Gitarre begleitet wird. Am Ende setzt der Frontmann zum Sprung in die Menge an um sich auf Händen durch die Massen und wieder zur Bühne tragen zu lassen. Die Liveshow von Papa Roach ist wie eh – je ein echtes Brett! Ihre Rock-Klassiker und auch die neueren Hits hauen sie wie am Fließband heraus und dazu gibt es Mosh-Pits in der Menge.

GURR

Gurr ist ein deutsches Indie/Rock-Duo, das aus den beiden Musikerinnen Andreya Casablanca und Laura Lee besteht. Die Band aus Berlin liegt it ihrer Musikmischung irgendwo zwischen mordernem Punk und flottem Indiepop. Praktischer Weise sind die Musiktalente auch noch beste Freundinnen. Die Mädels rocken die Mountain Stage, dass die Wände wackeln. Und das auch noch mit innovativen Texten dazu.

leoniden

Die Leoniden sind benannt nach einem Meteorstrom und diese Meteore schlagen am frühen Abend auf der Mountain Stage ein. Während die Abendsonne das goldene Leoniden-Logo auf der Bühne erstrahlen lässt, spielen die Leoniden ihren Indie-Rock mit viel Synthie, noch mehr Energie und einer unglaublichen Begeisterung. Sänger Jakob Amr springt dabei wie ein Flummi über die Bühne und Gitarrist Lennart dreht völlig durch. Er schmeißt sich die Gitarre auf den Rücken, beißt ins Mikrofon, verknotet sich fast in den Bühnenkabeln und befreit sich gerade rechtzeitig, um seinen Part weiter zu spielen.

bosse

Mit „Engtanz“ hat Axel Bosse im Jahr 2016 sein erstes Nummer-Eins-Album gefeiert. Auch der Vorgänger „Kraniche“ mit Hits wie „Schönste Zeit“ und „So oder so“ hat eine Gold-Auszeichnung erhalten und ist 38 Wochen in den Charts gewesen. Der charismatische Braunschweiger Axel Bosse ist aber vor allem für aber seine Live-Shows bekannt und beliebt, in denen er sich völlig verausgabt. Die Besucher vom Hurricane 2019 sind zur Prime Time ganz aus dem Häuschen, als Bosse gut gelaunt die River Stage in Beschlag nimmt. Mit seiner sympathischen Art und seiner genialen Band begeistert „Aki“ Bosse die Fans von der ersten bis zur letzten Reihe und mischt sich wie immer bei seinen Konzerten für einen gemeinsamen Song auch nochmal unter die Leute.

Parkway Drive

Die Australier von Parkway Drive haben sich schon vor einer Weile vom Metalcore-Importschlager zur absoluten Koryphäe etabliert. Wobei deutliche Weiterentwicklungen den Sound von Winston McCall und Konsorten prägen und die Band die Metalcore-Pfade langsam verblassen – mehr Melodien, Dynamik und Experimente stehen ihnen aber sehr gut. Auch das aktuelle Album „Reverence“ aus Mai 2018 schlägt in diese Kerbe. Auch wenn die Richtung den Fans der ersten Stunde nicht so sehr gefällt, es lässt sich kaum verleugnen, dass Parkway Drive ein Händchen für gute Songs haben, in denen auch der klassische Metal-Anteil hoch ist. Die Truppe aus Down Under lässt es auf der Forest Stage richtig krachen und schon die feierwütige Meute vor der Bühne keine Sekunde. Einmal Moshpit zum Mitnehmen, gerne auch im Duzend. Auch musikalisch klingt bei Parkway Drive alles verdammt professionell.

bilderbuch

Es ist nicht leicht zu erklären, was genau Bilderbuch eigentlich ausmacht. Es ist eine Melange aus Soul, Funk, Hip-Hop, Boyband und Austropop. Hier mixt sich Lässigkeit, Melancholie, hintergründiger Humor und jede Menge witziger Schwachsinn. Die Art, wie Lead-Sänger Maurice Ernst nach Belieben die deutsche Sprache staucht und dehnt und mit englischen, spanischen, wienerischen, italienischen Elementen spickt und neu erfindet, großartig. Das Publikum gerät sofort in Ekstase, wenn Gitarrist Michael Klammer sich um seine Gitarre windet oder Peter Horazdovsky seine Bassgitarre bearbeitet. Drummer Philipp Scheibl schleppt den Beat genau richtig durch das Hurricane-Live-Set und Maurice schreitet gockelhaft auf der Bühne umher – nur um dann lasziv seinen Allerwertesten in die Menge zu strecken: „Sag es laut. Jaul es raus. Gib es zu. Du bist hinter meinem Hintern her.“

tame impala

Die Shows von Tame Impala sind bekannt für visuelle Effekte und musikalische Komplexität. Das mag wohl auch die Stärke von Tame Impala sein. Hier kommt keine Langeweile auf. Mit ihrem durchaus düsteren 70er Hippie-Sound vereint die Band, guten Rock mit einer Mischung aus psychedelischen Keyboard-Effekten und Stahlsaiten. Die Psychedelic Rockband ist bereits in ursprünglicher Form 1999 von den zwei Freunden Kevin Parker und Dominic Simper im Alter von 13 Jahren in Perth in Australien gegründete wurden. Beide haben erst noch in anderen Bands mitgewirkt, bevor man sich mit Jay Watson 2007 zusammentat. Wie vielen Bands jener Jahre hat MySpace den drei Australiern zu großer Aufmerksamkeit verholfen und sie von der Teenage Garage-Band zu einer wahren Trophäe befördert. Insgesamt drei Alben hat die Band zwischen 2010 und 2015 veröffentlicht, mittlerweile ist die Hoffnung auf neues Material in der Fangemeinde natürlich groß. Musikalisch, rhythmisch und melodisch liefern Tame Impala knapp eine sehenswerte Liveshow mit perfekt gewählter Setlist, die in der Fangemeinde keine Wünsche offen lässt.

Parkway Drive beim Hurricane Festival 2019 am Freitag

Was hier am Freitagabend zur Prime Time auf die Bühne geht, ist nichts für zarte Ohren: Auf der Forest Stage gebe sich die Australier von Parkway Drive beim Hurricane Festival 2019 die Ehre. Ihr Sound hat es in sich – Hardcore, Death Metal, Metalcore, im proppenvollen Infield warten die Zuschauer willig, um sich eine volle Rundum-Schelle von den fünf Down Under-Dudes abzuholen. 

Parkway Drive haben sich schon vor einer Weile vom Metalcore-Importschlager zur absoluten Koryphäe etabliert. Wobei deutliche Weiterentwicklungen den Sound von Winston McCall und Konsorten prägen und die Band die Metalcore-Pfade langsam verblassen – mehr Melodien, Dynamik und Experimente stehen ihnen aber sehr gut. Auch das aktuelle Album „Reverence“ aus Mai 2018 schlägt in diese Kerbe. Auch wenn die Richtung den Fans der ersten Stunde nicht so sehr gefällt, es lässt sich kaum verleugnen, dass Parkway Drive ein Händchen für gute Songs haben, in denen auch der klassische Metal-Anteil hoch ist. 

Frontmann Winston stellt heute wieder einmal unter Beweis, wie vielseitig er ist und das er seiner Rolle als Vokalist ernst nimmt. Hinzu kommt die perfekt eingewobene Instrumentalisierung, die mit voller Wucht in Ohren und Herzen der Zuschauer ballert. Die Truppe  lässt es auf der Forest Stage krachen und schont die feierwütige Meute vor der Bühne keine Sekunde. Einmal Moshpit zum Mitnehmen, gerne auch im Duzend.

Mehr Bilder und Infos von Parkway Drive beim Hurricane Festival 2019 findest du in Kürze in unserem Nachbericht.

http://100.75.162.32:8080/festivals/hurricane-festival-2019-am-freitag-unsere-highlights/

Parkway Drive in Hamburg

Bei Parkway Dive geht es in den letzten Jahren steil nach oben. Nach einem erfolgreichem letzten Album „Reverence“ folgt nun die größte Europa-Tour der Bandgeschichte. Bereits mehrere Locations sind schon vor Beginn ausverkauft. Begleitet werden sie auf der Tour von keinen geringeren als Killswitch Engage und Thy Art Is Murder, welcher ebenso keine unbeschriebenen Blätter in der Szene sind. Tourstart ist Hamburg, welches kurz vor Beginn noch ausverkauft wird und damit zunächst zur größten Parkway Drive-Show außerhalb von Australien wird. Aber ob sich dieser Erfolg lange halten kann?

Thy Art Is Murder

Punkt 19:00 Uhr und die Lichter gehen aus. Plötzlich geht das Licht wieder an und direkt geht es los. Thy Art Is Murder machen keine halben Sachen. Es dauert nur Sekunden, bis sich der erste Pit öffnet und die Stimmung nach oben steigt. Ganz im Sinne der Band, so Sänger Chris „CJ“ McMahon: „We are not as good as Parkway but our pit is fucking bigger“. Ob er damit recht behält, sollten wir später erfahren. Aber nicht nur der Pit ist groß, sondern auch die Wall of Death, die von ihm ausgerufen wird. Eins bleibt aber ungeklärt: Was hat die Band für eine Beziehung zu Schmetterlingen? „I want to see all your Schmetterlinge!“, auch der Song „Reign Of Darkness“ wird kurzerhand zu „Reign of Schmerrterling“ umgetauft. Mit sechs Songs ist die Setlist jedoch doch recht kurz, sodass die Australier die Bühne nach nur 25 Minuten unter tosendem Applaus wieder verlassen müssen.

Killswitch Engange

Kaum betreten Killswitch Engage die Bühne sind sie auch schon wieder von der Bühne – zumindest Sänger Jesse Leach, denn dieser springt sofort in die Menge, um Crowdsurfer zu gehen und anschließend aus dem Graben weiterzusingen. Seine Energie springt dabei auch direkt ins Publikum über, welches von Anfang an lautstark zu hören ist. Kein Wunder, Killswitch Engage gehören mit zu den Urgesteinen des Metalcore-Genres, welche zahlreiche Bands in ihren Jahren geprägt haben. Heute Abend ist zudem ein besonderer für die Band: Es ist das erste Konzert seit 20-Jährigem bestehen. „Open this shit up motherfuckers! I wanna see a circle pit, old school style!“ motiviert Jesse das Publikum und bekommt prompt seien Belohnung, welche die Messelatte für die folgenden Pits nach oben legt. Die Menge erweist sich aber auch als Textsicher wie bei „My Curse“, „My Last Serenade“ oder „Always“ klar zu hören ist. Bei letztem sind Jesse sogar a capella zusammen mit dem Publikum weiter. Beendet wird der Auftritt mit dem Klassiker „In Due Time“ bei dem Publikum und Band nochmal alles geben.

Parkway Drive

Wo soll man bei Parkway Drive nur anfangen? Bei der Pyro? Der Lichtshow? Der Setlist? Dem Streicher-Quartett? Das ganze Konzert über gab es kaum einen Moment, wo nicht etwas Besonderes passiert ist. Aber beginnen wir am Anfang. Das Licht geht aus und einige Pyros zünden am Mischpult. Dies immer und immer wieder. Plötzlich erscheint die Band an selbigen und begibt sich mit Fackeln Richtung Bühne. Dort angekommen bleibt es dunkel. Lediglich Sänger Winston McCall wird mit zwei Spots beleuchtet. So startet das Konzert mit dem Song „Wishing Wells“ welches zunächst alleine von Winston und später von der ganzen Band performed wird. schon hier ist das Publikum deutlich zu hören und auch die ersten Crowdsurfer werden nach vorne getragen. Direkt weiter geht es mit einem der größten Ohrwurm Tracks des neuen Albums „Prey“, bei dem das Publikum was Lautstärke angeht, gleich noch eine Schippe drauf legt. Hier öffnen sich auch unzählige Pits über die ganze Halle verteilt. Zu „Karma“ losen sich diese wieder auf und es entsteht ein Circle Pit, der die halbe Halle umfasst. Obwohl sich Parkway Drive in den letzten Jahren einen Ruf aufgebaut hat, sehr viel Pyro zu verwenden, ist dies beim heutigen Konzert eher eine Ausnahme. Dafür wurde die Lichtshow entsprechend ausgebaut. Es gibt unzählige Scheinwerfer, die eindrucksvoll die Musiker, das Publikum oder die Halle erhellen und stets perfekt zur Musik passen. Die nächste Pyro gibt es erst zu „The Void“. Hier werden immer wieder Funken Fontänen gezündet, bis die Bühne fast schon aus nichts anderem mehr besteht. Aber auch „normale“ Feuerbälle gibt es bei „Dedicated“ zu bestaunen.

Mehrere Explosionen gibt es anschließend bei „Absolute Power“, bei welchem die „the truth drops like a bomb“ immer wieder passend unterstützt werden. Ruhiger wird es danach bei „Writings on the Wall“, zu welchem ein Quartett aus Streichern auf die Bühne kommt und das entsprechende Song Intro spielt. Anschließend unterstützen die Band noch weiter bei dem Song, einschließlich dem nächsten, „The Masquerade“. Mit dem Song „Chronos“ beenden Parkway Drive schließlich ihr Set. Während des Gitarrensolos am Ende des Songs werden die beiden Gitarristen noch auf Bühnen in die Höhe gefahren, ehe es am Ende wieder dunkel wird. Plötzlich wird es beim Mischpult wieder Hell: Sänger Winston ist dort zusammen mit einer Geigen Spielerin und geben mit „The Colour of Leaving“ das Perfekte Outro. Wäre dort nicht die Zugabe. Nachdem es wieder einige Minuten dunkel und ruhig war, kommt Winston plötzlich wieder auf die Bühne und wirft einen Molotow-Cocktail auf denen Logo hinter dem Schlagzeug. Daraufhin entzünden sich über die ganze Bühne verteilte Feuerschalen. Die nutzt die Band um direkt mit dem Song „Crushed“ nochmal die letzten Reserven aus dem Publikum zu locken. Viel Pyro inklusive. Noch mehr davon gibt es beim allerletzten Song „Bottom Feeder“, bevor sich die Band am Ende mit einem lauten Knall von der Bühne bleibt, während ein großes Banner mit dem Albumcover vor die Bühne fällt.

Abschließend kann man von einem mehr als gelungen Tourauftakt sprechen. Wer hier noch nicht dabei war oder sich die Show erneut ansehen möchte, hat also noch genug Möglichkeiten dies zu tun. Achtung: Einige Show sind schon ausverkauft, viele anderen sind auch schon kurz davor. Wer noch Ticket will, sollte sich also schnell entscheiden.

So war das Nova Rock 2018 am Donnerstag

Einen etwas holprigen Start legte das Nova Rock in diesem Jahr hin. Schon vor Eröffnung des Festivals gab es massive Probleme mit dem Wetter und erste Matschkriesen. Es regnete so stark, dass einige Parkplätze, wie der Caravan-Parkplatz, nicht mehr befahren werden konnten. Und es hörte einfach nicht auf zu regnen. Die sonst so staubigen und brechend trockenen Pannonia Fields waren schlammig und kaum wieder zu erkennen. Doch dank endlichen Tonnen Holzschnitzel wurde dem Matsch der Gar ausgemacht – zumindest großteils. Ebenfalls traurige Nachrichten erreichte die Besucher von Headliner „Die Toten Hosen“, denn auf Grund eines Hörsturzes, den Frontmann Camping erlitt musste sie ihren geplanten Auftritt am Donnerstag Abend absagen. Somit übernahmen an besagtem Abend Parkway Drive auf der Red Stage und Marilyn Manson auf der Blue Stage den Headliner-Status.

Um 13:30 Uhr öffnet dann endlich das Festivalgelände. Zwar noch immer begleiten von Regen, aber das störte hier niemanden. In bunten Ponchos spazierten die ersten Besucher fröhlich zu den Bühnen, wo pünktlich um 14 Uhr auf der Blue Stage „All Them Witches“ und auf der Red Stage „Starcrawler“ den Tag eröffneten. Powervoll ging es weiter mit der US-amerikanischen Rockband Shinedown. Mit viel Power und Energie heizt Frontmann Brent Smith dem Publikum ordentlich ein und schmettert einen Hit nach dem anderen raus. Zwischendurch schüttelt er dann noch den Fotografen vorne im Graben die Hand und begrüßt sie. Sehr sympathisch dieser Brent. Seit kurzem haben Shinedown auch ein neues Album auf dem Markt, dass mittlerweile 7. Studioalbum mit dem Namen „Attention Attention“. Mittlerweile machte sogar der Regen eine kurze Pause. Parallel spielte auf der anderen Bühne die Southern-Rock-Band Black Stone Cherry. Nach „Dead Cross“ und „Meshuggah“ folgte ein etwas schwächliches Set von Hollywood Undead, die anfangs leider mit leichten Tonschwierigkeiten zu kämpfen hatten, das ganze aber gekonnt überspielen konnten. Zeitgleich rockten Asking Alexandria auf der Red Stage. Und ab hier ging es Schlag auch Schlag weiter mit fetten Bands. Angefangen bei Rampensau Corey Taylor, Sänger von Stone Sour und Slipknot. Mit unfassbar viel Freude, Power, Energie und Spaß an der Sache sang sich Corey durch sein Set und begeisterte eigentlich so ziemlich jeden. Nicht weniger energiegeladen ging es neben an bei Skillet zu, der Us-amerikanischen christlichen Rockband aus Tennessee. Mit großen Schritten ging es auf die Headliner zu. Völlige Mädels-Kreisch-Eskalation gab es natürlich bei Schönling Felix Brummer von der deutschen Band Kraftklub.

Ob die Musik oder das Gekreische lauter war, ist in diesem Fall wirklich schwer zu sagen. Was aber eindeutig war: Sie hatten Spaß, alle samt und genoßen die Show sichtlich. Für die alt eingesessenen Metalfans gab es statt deutschem Indie-Punk-Rock eine ordentliche Portion Metal auf die Ohren. Und das von den Jungs der im Jahre 1983 gegründeten, amerikanischen Meterband Megadeth. Die Kollegen um Dave Mustaine lieferten eine solide Show, wenn auch nicht all zu bewegungsfreudig. Nach Megadeth folgte auch schon der erste Headliner des Abends: Parkway Drive. Und die haben den neu zugeschriebenen Headliner-Status mehr als verdient. Mit lautem Knall begannen sie ihr Set. Wie gewohnt wurde es auch wieder heiß – verdammt heiß. Die sympathischen Australier um Frontmann Winston McCall haben gefühlt die Bühne abgerissen. Mit lauter Pyrotechnik eröffneten sie ihr Set, welches durchzogen war von unzähligen Feuersäulen, brennender Bühne und noch mehr Feuer. Nicht zu vergessen, der sich drehende Drummer in seinem Bühnensetting. Hier gab’s nicht nur was auf die Ohren, sondern auch auf die Auge. Dagegen war die Performance von zweitem Headliner Marilyn Manson ganz schön mau aus. Auch soundtechnisch war das nicht der beste Auftritt an diesem Donnerstag-Abend. Leider war es mal wieder mehr ein Trauerspiel als eine gelungene, solide Show. Viele Fans sind das aber von Manson ja durchaus gewohnt. Klarer Gewinner dieses ersten Tages waren in jedem Fall Parkway Drive.

Nova Rock 2019 Infos + Tickets

Nova Rock 2019 / Nova Rock Festival 2019

So war das Greenfield Festival 2018

Im idyllischen Urlaubsort Interlaken in der Schweiz fand zum 14. mal das Greenfield-Festival statt. Umgeben von Bergen und zwei glasklaren Bergseen wohl einer der schönsten Orte, um ein Festival zu veranstalten. 72.000 Rock- und Metalbegeisterte Besucher tanzten, feierten, pogten, crowd-surften und schüttelten ihr Haar am vergangenen Wochenende zu über 40 Bands. Damit pilgerten in diesem Jahr mehr Fans zum Greenfield als noch im Jahr zuvor.

Zusammen mit den Besuchern machten Bands wie: Anti-Flag, Shinedown, Parkwaydrive, The Prodigy, Arch Einem, Broilers, Rise Against, Limp Bizkit, Bullet For My Valentine, The Offspring, Volbeat und viele weitere das Wochenende zu einem unvergessenen Erlebnis. Nach 2 Jahren wurde die Bühnenanzahl wieder von drei auf zwei reduziert und dennoch war es bislang das meist besuchte. „Wir werden noch die Besucherumfrage abwarten, aber wir werden es wohl so beibehalten“, sagte Greenfield-AG-Geschäftsführerin Iris Huggler. Zur 15. Ausgabe im Jahr 2019 verriet Huggler nicht allzu viel, allerdings: «Wir werden für diese Jubiläumsausgabe sicher ein gutes Programm zusammenstellen.“ Man darf also gespannt sein.

Eine der Neuerungen auf dem diesjährigen Greenfield-Festival war der Seelsorger und eine eigene Kapelle. In der Kapelle am „Rockblock“ haben sich bis zum Samstagmittag tatsächlich 18 Paare das Ja-Wort gegeben. Und auch für den Abend waren weitere Termine ausgebucht. Allerdings ist die Hochzeit nur in 4 amerikanischen Bundesstaaten gültig, denn der Pfarrer ist nur in eben diesen anerkannt. Hochzeiten mit Bieren musste er leider ablehnen. Dafür gab es bislang noch keine Scheidung. Und während die Besucher ihre Beichte ablegten oder eben heirateten, ließen sich die Musiker und Crew-Mitglieder im Backstage-Bereich neue Tattoos stechen. In diesem Jahr konnten sich die Musiker nämlich kostenlos unter die Nadel legen und die surrte fleißig. Trotz schlechter Wettervorhersagen, war es weitestgehend trocken. Nur kleinere, vereinzelte Regenschauer sorgten zeitweise für eine nette Abkühlung. Von Gewitter wurden die Besucher aber glücklicherweise verschont.

Greenfield Festival 2019 Infos + TicketsGreenfield 2019 / Greenfield Festival 2019

Greenfield Festival 2018 – Tag 1

Mit bestem Wetter starte das Greenfield am Donnerstag Nachmittag und den Auftakt machten selbstverständlich die Alphornbläser auf der Jungfrau Stage. Trotz musikalischem Kontrastprogramm zu den eigentlichen Bands, die an diesem Wochenende die Bühne rockten, waren die Besucher wie gewohnt begeistert vom Eröffnungsgig. Nach den Auftritten von Talco und Anti-Flag stürmte Sänger Brent Smith von der US-amerikanischen Band Shinedown nicht nur die Bühne, sondern sprang kurzerhand von der Bühne, reichte den Fotografen die Hand und bahnte sich seinen Weg durchs Publikum. Ein starker Auftritt, den Asking Alexandria nicht toppen konnten. Die Begeisterung bliebt leider auf der Strecke und so richtig durchdringen konnten die britischen Jungs der Metalcore-Band nicht. Nach einem Tief kam dann aber wieder ein Hoch, was sich den gesamten Abend hielt. Die schwedische Alternative-Rock-Band The Hives überraschten mit ihrem abgedrehten Auftritt. Richtig heiß und laut wurde es dann mit Parkway Drive. Die sympathischen Australier um Frontmann Winston McCall haben gefühlt die Bühne abgerissen. Mit lauter Pyrotechnik eröffneten sie ihr Set, welches durchzogen war von unzähligen Feuersäulen, brennender Bühne und noch mehr Feuer. Nicht zu vergessen, der sich drehende Drummer in seinem Bühnensetting. Hier gab’s nicht nur was auf die Ohren, sondern auch auf die Auge. Ebenso wie bei The Prodigy, die mit ihrer wahnsinnigen Lichtshow den ersten Abend mehr als gelungen abrunden konnten. Leider durften wir den Headliner am Freitagabend nicht fotografieren.

Greenfield Festival 2018 – Tag 2

Regen und wechselhaftes Wetter begleiteten den zweiten Tag auf dem Greenfield Festival. Doch der Tag stand nicht nur für schlechtes Wetter auch für überwiegend deutschsprachige Bands, wie Dritte Wahl, Broilers oder Oopmh! Die Rostocker Punk-Band Dritte Wahl hatten das Publikum voll im Griff. Es wurde viel getanzt und gepogt und damit hörte man auch den Rest des Tages nicht mehr auf. Schließlich ging es Schlag auf Schlag weiter. Nach dem Set von Dritte Wahl hatte die Post-Hardcore-Band Alexisonfire aus Kanada die Ehre und spielten ein fettes Set, welches von Arch Enemy ebenso stark weitergeführt wurde. Natürlich wurde es zum Auftritt von der beliebten Metal-Frontfrau Alissa White-Gluz rappel voll vor der Bühne. Nach diesen beiden Bands war es wieder an der Zeit, etwas deutsches auf die Bühne zu holen und so nahmen Broilers ihre Position auf der Bühne ein und hauten einen Hit nach dem anderen raus. Es folgte das fulminate Finale mit den Us-amerikanischen Jungs von Rise Against um Frontmann Tim Mcllrath und nicht zu letztet die 1994 gegründete Nu-Metal-Band Limp Bizkit. Anfangs leider etwas eher lustlos präsentierte sich Fred Durst. Aber spätestens als ein Rollstuhlfahrer auf die Bühne gehoben wurde und die alt bekannten Songs durch die Boxen dröhnten gab es kein Halten mehr. Leider durften wir den Headliner am Samstagabend nicht fotografieren.

Greenfield Festival 2018 – Tag 3

Der letzte Tag war angebrochen und mühselig füllte sich das Gelände mit müden und teilweise noch betrunkenen Besuchern. Leider starte der Tag mit Technikversagen und so musst die Metalcore-Band Scream Your Name erstmals eine Unplugged Show performen. Etwas mürrisch dennoch aber sehr souverän und professionell wurde das Set dennoch gespielt und spätestens hier genossen Scream Your Name absoluten Rückhalt von den Gästen. Richtig tanzfreudig wurde es dann mit der finnischen Folk-Metal-Band Korpiklaani. Für alle die es etwas derber mögen, gab es im Anschluss ein sauberes Set von der deutschen Rockband Eisbrecher. Mit wummernden Bässen und röhrenden Gitarren ging es mit Bullet For My Valentine weiter. So richtig, richtig voll wurde es dann zu den Hit-Giganten The Offspring. Und spätestens hier konnte niemand mehr die Füße still halten – auch der Regen hielt niemanden ab. Warmgetanzt ging es anschließend zum Finale mit Volbeat, die ein großartiges Set spielten. Im vorderen Bereich wurde ordentlich gepogt, geschupst und auch die Crowd-Surfer waren nicht mehr aufzuhalten. So traditionell wie das Greenfield mit den Alphornbläsern beginnt, endet es dann auch am Samstag Abend mit der „Burning Hand“. Eine acht Meter hohe Metal-Hand aus Holz, die am Abend entzündet wird.