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Enter Shikari in Hamburg: Langes Warten zahlt sich richtig aus

Mehrfach verschoben, mehrfach die Location gewechselt. Vom Mojo Club über die Grosse Freiheit 36 in die ausverkaufte Markthalle. Lange mussten Fans von Enter Shikari auf den Auftritt in Hamburg warten. Hat es sich gelohnt?

Um 20:00 Uhr sollte es losgehen, doch als wir um 19:40 Uhr die Markthalle betraten, spielte die erste Band bereits. Lonely Spring durften den Konzertabend eröffnen und bekamen dafür eine knappe halbe Stunde Zeit. Mit ihrer Mischung aus Emo, Pop Punk und Post-Hardcore passte das musikalisch sehr gut ins Gesamtpaket. Im Publikum wollte aber noch nicht so recht Stimmung aufkommen. Lag vielleicht auch an den hohen Temperaturen vor und in der Venue.

Anders schlug das Stimmungsbarometer hingegen bei Trash Boat aus. Sechs Songs – alle vom aktuellen Album “Don’t You Feel Amazing?” – reichten den Briten aus, um den ersten Moshpit und die ersten Singalongs des Abends zu zünden. Nach einer ausgiebigen Sommer-/Festivaltour war dies das vorletzte Konzert der aktuellen Tour für die Band. Danach soll es ins Studio gehen um neue Songs zu schreiben. Die Briten konnten an diesem Abend, mit ihrem sympathischen und energiegeladenen Auftritt, sicherlich einige neue Fans gewinnen. Der Großteil war nun in der richtigen Stimmung für Enter Shikari.

Einen Tag vor dem Konzert wurde ich gefragt: “Was machen Enter Shikari denn für Musik?”. Puh, das ist wirklich schwer zu beschreiben, wenn man die Band nicht kennt. Musikalisch sind Enter Shikari so abwechslungsreich wie kaum eine andere Band im Rock-Zirkus. Keine der Platten klingt gleich, immer wieder experimentiert die Band mit Soundwänden und elektronischen Spielereien. Zwischen bittersüß und knallhart wechselt sonst kaum eine Band so spielerisch hin und her wie die britische Formation. Das bewies das Quartett auch an diesem Abend auf beeindruckende Weise. Mit “THE GREAT UNKNOWN” vom aktuellen Album „Nothing is True & Everything is Possible“ startete das Set und sofort hatten Enter Shikari ihre Fans an der Leine. Der Moshpit wurde eröffnet und erst mit den letzten Klängen von “Live Outside” am Ende des Sets wieder geschlossen. Was dazwischen geschah, muss man erlebt haben. Es schien als hätten die Anwesenden ihre gesamte Energie in der pandemiebedingten Wartezeit gebündelt und dann auf den Punkt an diesem Abend freigelassen.

Eineinhalb Stunden Konzert vergingen wie im Flug (cheesy, ich weiß, aber so war es eben). Mit Songs wie “Juggernauts”, “Sssnakepit” oder “Sorry, You’re Not A Winner” wurden auch Fans der früheren Bandtage bedient. Zum Großteil bestand das Set jedoch aus neueren Songs der letzten Veröffentlichungen. Trotz der Diversität der Tracks erkennt man bei jedem Lied unverkennbar, dass es sich Enter Shikari handelt. Alles ist unheimlich tanzbar und lädt zum Mitmachen ein. Das Hamburger Publikum, das manchmal etwas zurückhaltend sein kann, war an diesem Abend wie entfesselt. Unzählige Crowdsurfer fanden den Weg in Richtung Bühne und es wurde mitgesungen solange die Stimmbänder hielten. Im Gegenzug begrüßte Bassist Chris Batten samt Instrument den Moshpit in der Mitte der Markthalle, um dann selbst als Crowdsurfer den Weg zur Bühne zurück zu finden. Enter Shikari waren und sind eine fantastische Live-Band. Wer die Chance hat die Briten live zu sehen, sollte es sich nicht entgehen lassen. Auch wenn wir lange warten mussten, es hat sich definitiv gelohnt. Schweißnass ging es nach dem Konzert in die abgekühlte Hamburger Nacht. Smiles all around.

Highfield Festival 2019: Drei Tage vollgepackt mit Electro-Pop-Rap-Rock-Sounds

Am mittleren Augustwochenende fand die 22. Ausgabe vom Highfield Festival statt und dazu pilgerten 30.000 Festivalfans an den idyllischen Störmthaler See bei Größpösna nahe Leipzig. Bei dem bisherigen Sommerverlauf lag es nahe, dass sich die Temperaturen bei angenehmen 25° C einpendelten und somit für makelloses Festivalwetter sorgten. Darüber war die Freude bei den angereisten Besuchern natürlich groß. Wie in den Jahren zuvor hatte Veranstalter FKP Scorpio sich jede Menge nationale und internationale Künstler auf das diesjährige Line-up geschrieben, an dessen Spitze neben Thirty Seconds to Mars, Steve Aoki, Cro, SDP und Annenmaykantereit noch viele weitere Top-Acts standen.

FREITAG BEIM HIGHFIELD FESTIVAL 2019

Bereits der Freitag beim Highfield Festival 2019 lockte mit einem fantastischen, musikalischen Programm. Jan Delay & Disco No. 1 , Cro, Feine Sahne Fischfilet und Von wegen Lisbeth bespielten Freitagabend die zwei Bühnen, die Green und Blue Stage. Das perfekte Festivalwetter spiegelte sich vor allem in der Laune der Festivalbesucher wieder, die Menge feierte und freute sich auf die Headliner des ersten Abends. Da sich die zwei Bühnen beim Highfield Festival immer ganz gut abstimmten, was den zeitlichen Ablauf anging, war es jedem Zuschauer möglich, alle Künstler des Tages auch zu sehen – vielleicht nicht immer komplett, aber man musste eigentlich auf keine Show verzichten.

Nachdem die Festivalbesucher zu allererst bei Pennywise gefeiert hatten, ging es mit der schwedischen Band Royal Republic nicht weniger feierwütig weiter. Die Band um Adam Grahn heizte das Publikum noch mal so richtig an, mittlerweile stand hier niemand mehr still. In der wunderschönen Abenddämmerung machte die Show gleich noch mehr Spass. Danach war es knapp 21:00 Uhr, die Sonne war untergegangen und es wurde Zeit für Von wegen Lisbeth. Der Bereich vor der Blue Stage war gut gefüllt und das Publikum gespannt, welche Überraschungen die fünf Jungs dieses Mal dabei haben würden. Mit ihrem Indie Rock und den vielen Ohrwurm-Melodien, sowie den vielen unterschiedlichen Instrumenten, tanzten die Musiker auf der Bühne genau wie auch die Menge, ausgelassen zu den Songs der Berliner.

Wer beim dritten Song schon das Bananaboot ins Publikum schmeißt, konnte nur Feine Sahne Fischfilet heißen und richtig gute Laune versprühen. Jan “Monchi” Grokow und die Band zeigten sich als eingespieltes Team, wie es eine Band in ihrem Kaliber braucht. Ihre punkige Rock-Mischung , sowie die Vorträge von ehrlichen und klugen Geschichten, kamen bei dem Publikum ziemlich gut an. Cro durfte danach an einem so perfekten, lauen Sommerabend natürlich nicht fehlen. Der Musiker, der seit 2012 mit seiner Pandamaske den Deutschrap maßgeblich veränderte, sorgte auch dieses Mal dafür, dass die Besucher ab Sekunde eins des erstens Songs laut mitsangen und tanzten. Die Mischung aus alten und neuen Songs, vor allem aber seinem wohl persönlichsten Album „Tru“, nahmen die Zuschauer begeistert auf.

Highlight des ersten Festivalabends waren Jan Delay & seine Disco No. 1. Der Hamburger und seine Band, sowie der begleitende Chor, wussten ganz genau, wie sie das Publikum innerhalb von Sekunden zum Feiern bringen konnten. Da brauchte es auch gar nicht viel Mühe, die ausgesprochen gute Laune und dazu einzigartige Stimme von Jan Delay reichten vollkommen. Die gewohnt glamouröse Abriss-Manier des Hamburgers gepaart mit rockigen Elementen und dem Herz am richtigen Fleck, ließen nun wirklich niemanden mehr stillstehen. Der Freitagabend beim Highfield Festival 2019 war ein mehr als gelungener Start in das gesamte Festivalwochenende. Einzig die wirklich großen Steine, die auf dem gesamten Festivalgelände verteilt waren, sorgten hier und da für eine leichte Stolperfalle – aber das hat am End niemanden vom Feiern abgehalten.

Highfield Festival 2020: Ticket + Infos

Highfield Festival 2020

Danke für den Text: Lara Schwenzer

Open Flair 2019 – Samstag und Sonntag: Noch einmal volles Tempo

Nur wenige Bands schaffen es, an Tag 4 eines Festivals schon am frühen Nachmittag so viel Publikum vor die Bühne zu ziehen. Eine dieser Bands ist Sondaschule. Sie haben schon oft auf dem Open Flair gespielt und die Macher wissen, dass gute Stimmung immer direkt im Handgepäck dabei ist. Auf der Freibühne spielten im Anschluss Dave Hause & the Mermaid. Mir war der Singer-Songwriter bis zu diesem Wochenende kein Begriff. Wenn mich nun jemand fragen würde, ob man sich Dave Hause mal anhören sollte, wäre mein Antwort ein ganz klares: JA! Unbedingt. Seit 2010 ist der Künstler auf Solopfaden unterwegs, seit 2 Jahren allerdings wieder in fester Begleitung einer Band. Seine Show war musikalisch ausgereift. Auf der Bühne stand ein Mann, der wusste, wie man ein großes Publikum in seine Bann zieht.

Wer schon einmal auf dem Open Flair war, weiß, dass die Securities Spass haben und sich auch immer wieder was neues einfallen lassen. Da wären beispielsweise die Neon-Sportanzüge im 80er Jahre Stil mit blonden Perücken im letzten Jahr bei Milliarden. Dieses Jahr gab es dann vor dem Auftritt von Eskimo Callboy den Einmarsch der „Flairwatch“. Ja, die Secus kamen in an die Kultserie „Baywatch“ angelehnten Rettungsschwimmer-Outfits in den Graben. Eskimo Callboy selbst spielten zum zweiten Mal auf dem Open Flair. Die Band, die mittlerweile auch international große Erfolge verzeichnet, zeigte dem Publikum am Nachmittag, wo der Hammer hängt.

Mit den härteren Tönen ging es dann auch auf der Seebühne mit Annisokay weiter. Bei Enter Shikari wurde es danach richtig wild. Sänger Rou Reynolds bewegte sich exzentrisch über die Bühne, sang inmitten seiner Fans, es flog Farbpulver durch die Gegend und es bildete sich ein riesiger Circlepit. Hier wurden keine kleinen Brötchen gebacken. Rou setzte dem Ganzen noch die Krone auf, als er auf den FOH-Turm ging, sich dort auf die Brüstung stellte und von dort aus weitersang. Selbstinszenierung: große klasse.

Es folgte mein persönliches Highlight des Samstags: Bosse. Der 39-jährige spielte zum mittlerweile vierten Mal auf dem Open Flair und von Jahr zu Jahr wächst die Fangemeinde. Zu recht! Bosse und seine Band begeisterten, rissen alle mit, animierten zum Tanzen und Mitsingen. Der Sänger musste nur kurz zu klatschen anfangen, schon taten es ihm tausende Hände gleich. Der Auftritt war fantastisch und richtig viel und gut für’s Herz.

Immer wieder sprachen die verschiedensten Künstler, so auch Bosse Die Organisation Viva Con Aqua an. Ein Thema, welches auch mir persönlich am Herzen liegt. Am Ende des Festivals stand fest: Rekord! Mehr als 10.000 Becher wurden während des gesamten Open Flair Festivals 2019 gesammelt. Eigentlich immer noch zu wenig, wenn man die Anzahl der Besucher und die Dauer der Veranstaltung betrachtet, aber jeder Cent, der Viva Con Aqua zugute kommt, bedeutet: irgendwo in Afrika kann wieder ein Brunnen gebaut werden!

Nach dem Auftritt von Bosse wurde es dann tatsächlich noch voller auf dem Werdchen. Die nächste ganze große Band: Die Toten Hosen. Da passte keine Maus mehr mit auf den Platz. Währenddessen neigte sich das diesjährige Programm auf der Seebühne dem Ende entgegen. Mit Frittenbude und Beyond The Black gelang den Machern des Festivals zweifelsohne ein großartiges Finale des vorletzten Abends.

Sonntag

Der Sonntag wurde von The toten Crackhuren im Kofferraum eröffnet. Das Leben hat es vielleicht mit der Band nicht immer gut gemeint, aber sie sind noch da, hatten ihr drittes Album “bitchlifecrisis” veröffentlicht und sangen mit klaren Worten über das, was sie bewegte. Mit einem Augenzwinkern, verpackt in Glitzerjacken und Dancemoves. Auf der Freibühne schlossen sich danach Django S an und versorgten das Eschweger Publikum mit einer gehörigen Prise Ska-Punk.

Was waren die Fans von ZSK im Jahre 2011 erleichtert und begeistert, als die Band vier Jahre nach Auflösung ihre Re-Union bekannt gab. Das Konzert der Berliner Polit-Skate-Punk-Band zeigte, dass sie Bock hatten – und das Publikum erst. Mit ihrem aktuellen Album „Hallo Hoffnung“ konnten sie sogar in die deutschen Top 20 Album-Charts ziehen.

Yungblud – was kann man über den jungen Briten erzählen? „Völlig durchgeknallt“ ist vermutlich eine ganz passende Beschreibung seiner Bühnenshow und das war auch gar nicht negativ gemeint. Wie ein Energiebündel sprang der junge Musiker über die Bühne, der sich ein paar Tage zuvor den rechten Arm gebrochen hatte. Mit Gips stand er nun da und erzählte mit breitem Grinsen, dass die Ärzte ihm natürlich von den Konzerten abgeraten hätten. Aber Yungblud pfiff drauf und lieferte eine erstklassige Show.

Etwas ruhiger wurde es dann mit Von Wegen Lisbeth auf der Hauptbühne, die 2016 mit ihrem Debüt-Album den Durchbruch feierten. Die Indie-Pop-Band begeisterte mit ihrer ganz eigenen Instrumentalisierung, den ausgefeilten Texten und den Details dazwischen. Mit geballter Frauenpower von Chefboss ging es dann auf der Freibühne weiter. Sängerin Alice Martin und Tänzerin/Choreografin Maike Mohr hatten viel Spass auf der Bühne. Begleitet von einem DJ und zwei weiteren Tänzerinnen war da viel Energie. Tanz und Gesang standen im Einklang, beides auf gleicher Ebene, keines von beiden war wichtiger als das andere. Hier wurde wahrlich der „Freak aus jedem herausgeholt“.

„Punk trifft Rap, Eskalation und Pogo treffen ein brandaktuelles politisches Anliegen”, so ein Auszug aus dem aktuellen Pressetext von Swiss & die Andern. Diese Band war schon seit einiger Zeit extrem angesagt, Konzerte ihrer vergangenen Tour wurden teilweise in größere Locations verlegt oder es gab Zusatzshows. Und auch auf dem Open Flair stellten sie ihre guten Live-Qualitäten unter Beweis.

Im Folgenden machte sich B-Tight bereit, der seit mehreren Jahren jährlich ein neues Album auf den Markt brachte. Dass das qualitative Einschränkungen mit sich bringen könnte, ließ sich hier klar von der Hand weisen. Der Rapper, der gern provoziert, hatte sich vor ein paar Jahren mit seinen B-Tight-Playaz musikalisch auch in rockigere Gefilde vorgetastet. Bei seinem Auftritt auf dem Open Flair 2019 wurde er am Mikrofon von Monzy-De unterstützt, der seit ein paar Jahren Bestandteil der Live-Crew ist. Hier ging ordentlich die Post ab.

Mit ihrem aktuellen Album “Gravity” konnten Bullet For My Valentine nicht alle Kritiker überzeugen, auch nicht alle Fans. Live konnten sie aber auf dem Open Flair zeigen, dass sie zurecht einen Headliner-Spot ergattert hatten und entsprechend gewohnt rockig und energiegeladen legten Matt Tuck und Co sich auch ins Zeug. Das Werdchen war proppenvoll gefüllt, die Stimmung super und es gab jede menge Hits aus der umfangreichen BFMV-Schaffensgeschichte auf die Ohren der Eschweger.

Vor vier Jahren erschien das Debütalbum von Adam Angst. Seitdem waren sie viel live unterwegs und so führte sie ihr Weg nun auch zum Open Flair. Ihre Musik war ohne Schnörkel, die Texte gerade heraus und wunderbar ehrlich. Über ihr letztes Album “Neintology” schrieb das Magazin prettyinnoise.de: “Ein Album, das sich in gewohnter Weise in keine Schublade stecken lässt.”

Allerletzter Headliner des diesjährigen Open Flair waren The Offspring. Ja genau – die Band, die in den 90ern mit „Self Esteem” einen Mega-Hit (und noch vielen weiteren) erzielte, ist immer noch unterwegs. Die Kalifornier um Sänger Dexter Holland feierten mit neuem Album ihr 25-jähriges Bestehen. Im Gepäck hatten sie natürlich dennoch auch ein paar der älteren und beliebten Hits.

Nach The Offspring führte mich mein Weg dann wieder in die heimatlichen Gefilde. Es regnete. Im Autoradio lief eine „Best Of R.E.M.-CD“. Mein Kopf war voller Gedanken an all die wunderbaren Momente, die ich wieder in Eschwege erlebt hatte und an all die großartigen Künstler, die ich fotografieren konnte. Zum Open Flair Festival zu fahren bedeutet Jahr für Jahr fantastische Bands, tolles Ambiente und ein Treffen mit vielen, guten Freunden. Ich freue mich jetzt schon extrem auf nächstes Jahr!

Open Flair 2020: Tickets + Infos

Hurricane Festival 2019 am Freitag – Unsere Highlights

Am dritten Juniwochenende geht mit dem Hurricane Festival 2019 der norddeutsche Festival-Zwilling aus der FKP Scorpio-Familie in seine 23. Runde. Und das traditionell am Heimatstandort, dem Eichenring in Scheeßel. Auf den Zeltplätzen und den Straßen rund in der Lüneburger Heide herrscht bereits seit Donnerstag reges Treiben. Nach wechselhaftem Wetter spielt ein Sonne-Wolken-Gemisch nun zum Glück in die Karten der Camper und Musikfans.

Traditionell fährt der Veranstalter bei dem dreitägigen Open Air einen musikalischen Genuss mit über 100 Künstlern verschiedenster Musikgenres auf, der sich in Form eines abwechslungsreichen Programms über vier verschiedene Bühnen erstreckt. Eine neue Namensgebung der Bühnen, die Farbkombination der letzten Jahre bleibt parallel bestehen, nähert sich dem Wald und Wiesen-Gesamtkonzept an. Grün ist ab sofort die Forest Stage, blau die River Stage, rot die Mountain Stage und weiß die Coast Stage.

Am frühen Freitagnachmittag startet der Hurricane 2019-Auftakt planmäßig. Die ersten Festivalbesucher trudeln gemächlich auf dem Gelände ein. Für alle, die direkt mit guter Musik in den Tag starten wollen, hält das Hurricane Festival 2019 Line-up hochkarätige Künstler bereit. Den Freitag eröffnet das #Hurricaneswimteam um 15:00 Uhr auf der Forest Stage, Sam Fender zieht direkt nach um 15:30 Uhr auf der River Stage. Weiterhin treten an diesem Tag auf: Papa Roach, Betontod, Alice Merton, Neonschwarz, Teesy, Enter Shikari, Leoniden, Bosse, Bilderbuch und viele viele mehr. Am späten Abend stehen dann gleich zwei große Acts (Parkway Drive und später Tame Impala) sowie der Tages-Headliner Die Toten Hosen auf der Hauptbühne.

SHAME

Statt Sam Fender tritt auf der River Stage als erste Act des heutigen Tages Shame auf – eine britische Alternative-Rock-Band, die ursprünglich aus Süd-London stammt. Hier gibt es energiegeladenen Gitarren- und Basssound, untermalt von rhytmischen Beats und einem kraftvollen Organ, aus dessen voller Kehle Frontmann Eddie Green schöpft.

Betontod

Auf der Forest Stage ist jetzt Punkrock angesagt. Betontod gehört zu den langjährigen Mitgliedern des deutschen Punkrocks, deren ersten Alben noch auf Musik-Kassetten erschienen sind. Mittlerweile hat die Truppe aus dem Rheinland ganze 19 Alben und über 1.000 Live-Auftritte vorzuweisen. Stilistisch haben Betontod ihren Sound nun etwas massentauglicher geworden. Beim Auftritt am Eichenring geben die Punk-Rocker alles auf der Bühne, um das Publikum mitzureißen. Eröffnet wird das Set mit dem Song „La Familia“ vom neuen Album „VAMOS!“ (VÖ August 2016) und natürlich darf auch die Single „Boxer“ daraus nicht fehlen. Der Rest des Live-Sets besteht aus Songs der 2000er, die alle gut sind, qualitativ sogar um einiges besser als die Betontod-Songs aus den 90ern.

Neonschwarz

Auf die Bühne kommt am frühen Nachmittag ein junger Vierer, bestehend aus Marie Curry, Johnny Mauser, Captain Gips und Spion Y alias Neonschwarz. Ihre Stärke liegt in einer einzigartigen Band-Dynamik: Marie Curry präsentiert sich gesanglich wie auch als Rapperin in Bestform. Im gegenseitigen, sich ergänzenden Zusammenspiel mit Johnny Mauser und Captain Gips treten die Drei schon mal als spannungsgeladene Einheit auf. Derweil lenkt Spion Y als DJ das ganze Gespann auf die passenden Beats. Dabei haben die Charaktere jede Menge Freude an er Musik und transportieren das auch direkt an die Zuschauer weiter. In ständiger Interaktion mit dem Publikum, sorgen Neonschwarz für Gute Laune.

alice merton

Die deutsch-britische Sängerin Alice Merton ist bereits viel herumgekommen. In Kannada aufgewachsen, dazwischen auch noch in England gewesen und nun lebt sie in Berlin. Nach erstem Studium der Wirtschaftwissenschaften hat sie sich kurzerhand umorientiert und Popmusikdesign an- und abgeschlossen. Und was dabei herauskommt, dass sich die junge Dame so intensiv mit Musik auseinander gesetzt hat, ist die perfekte, musikalische Unterhaltung. Sie hat ihre Fähigkeiten brillant eingesetzt und präsentiert knackig-fetzige Popsongs, die mit ihrem wunderbaren Gesang, tollen Geschichten und guter Instrumentierung punkten. Gleich mit ihrer ersten Single „No Roots“ hat Alice Merton DEN ultimativen Ohrwurm geschaffen. Dank der weiteren Singles wie „Hit The Ground Running“, „Lash Out“ oder „Why So Serious“ hat sie schnell unter Beweis gestellt, ihr Weg ist nicht lang vom Geheimtipp zur gefeierten Pop-Newcomerin. Merton hat es sogar geschafft, in diesem Jahr im April beim begehrten Coachella Music Festival in den USA aufzutreten, Respekt. Beim Hurricane Festival 2019 wird die Kanadierin herzlich empfangen und mit Neugierde und guter Laune empfangen, ihre Songs und Performance mit textsicherem Chor und sogar handgemalten Bannern gewürdigt.

enter shikari

Die britische Truppe um Frontmann Rou Reynolds bewegt sich irgendwo zwischen Synthie-Hardcore und Genialismus. Ihr Sound ballert wie aus Eimern, wenn die durchaus tanzbare Mischung aus Elektro- und Post-Hardcore aus der Hurricane-Beschallungs-Anlange donnert. Bei dieser Band kommt keine Langweilige auf. Ihr Sound ist gemacht für jeden, der frustriert ist, aber dennoch die Hoffnung nicht verloren hat. Die geballte Energie und konstante Dynamik ihrer Show wirkt ausnahmslos mitreißend. Reynolds überzeugt hier einmal mehr mit sehr guten Gesangs- sowie Shoutparts, die perfekt unterlegt sind von fetten Drums und einem starken Gitarrensound hat.

teesy

Teesy ist zurück und hat sein aktuelles Studioalbum „Tones“ (VÖ August 2018) dabei, mit dem er bereits letzten Winter auf gleichnamige Tournee gegangen ist. Selbst produziert und zurückgekehrt zu seinen Ursprüngen, ist der charismatische Musiker geerdet und frischer mit seinem Sound, denn je. Eine einzigartige Mischung aus Rap, R’n’B, Soul und Pop, die facettenreich daher kommt. Nicht viele Künstler, können wie Teesy einerseits gut singen und gleichermaßen talentiert rappen. Der Look ist auch neu, den sich Teesy zugelegt hat. Statt vorher im schicken Zwirn, tritt der charismatische Berliner nun sportlich und vor allem mit blondem Haar auf. Steht ihm gut. Mit neuem, guten Lebensgefühl zeigt sich Teesy gestärkt auf der Bühne zurück und sichtlich im Wohlfühlbereich, präsentiert er seinen tanzbaren Musikmix für die Zuschauer vor der Mountain Stage.

cigarettes after sex

Die beste Beschreibung für den Sound von Cigarettes After Sex liefert ihr Bandname selbst. Musik für die Zigarette danach. Die US-Ambient-Pop Band um Sänger Greg Gonzalez spielt intime, gefühlvolle Musik mit langsamen Drums, einer verträumten Gitarre und flächigen Sounds. Nicht gerade energiegeladene Gute-Laune-Party-Musik – aber vielleicht schaffen sie es gerade deshalb, dass die Hurricane-Besucher bei jedem Song dahinschmelzen. Dabei ist die Bühne teilweise in so dichten Nebel getaucht, dass die Band kaum noch zu sehen ist.

Papa Roach

Über 26 Jahre tummeln sich Papa Roach in der Rock-Musikwelt. Mit ihrem Hit „Last Resort“, dem ersten richtigen Kracher, haben sie den Durchbruch geschafft. In folgenden Jahren haben Papa Roach mit Alben ordentlich nachgelegt, der Großteil hat direkt an die alten Erfolge anknüpfen können. Wenn die US-Band auftritt, steht der Spaßfaktor an erster Stelle und dabei scheint es, als seien die vier US-Musiker um keinen Tag gealtert. Sänger und Frauenschwarm Jacoby Shaddix lässt es sich nicht nehmen, in direkten Fankontakt zu treten. Kurzerhand klettert er von der Bühne und begrüßt seine Fans in den ersten Reihen. Dann fordert er die Massen zu einer großen Wall of Dead auf, die sich fast durch das gesamte Infield öffnet und zu den harten Riffs und Refrains in wildem Tumult schließt. Als kleines Schmankerl gibt es dann noch eine sanfte Akkustik-Interpretation von „Scars“ bei der Jacoby’s gefühlvoll-raue Stimme von Jerry Horton’s Gitarre begleitet wird. Am Ende setzt der Frontmann zum Sprung in die Menge an um sich auf Händen durch die Massen und wieder zur Bühne tragen zu lassen. Die Liveshow von Papa Roach ist wie eh – je ein echtes Brett! Ihre Rock-Klassiker und auch die neueren Hits hauen sie wie am Fließband heraus und dazu gibt es Mosh-Pits in der Menge.

GURR

Gurr ist ein deutsches Indie/Rock-Duo, das aus den beiden Musikerinnen Andreya Casablanca und Laura Lee besteht. Die Band aus Berlin liegt it ihrer Musikmischung irgendwo zwischen mordernem Punk und flottem Indiepop. Praktischer Weise sind die Musiktalente auch noch beste Freundinnen. Die Mädels rocken die Mountain Stage, dass die Wände wackeln. Und das auch noch mit innovativen Texten dazu.

leoniden

Die Leoniden sind benannt nach einem Meteorstrom und diese Meteore schlagen am frühen Abend auf der Mountain Stage ein. Während die Abendsonne das goldene Leoniden-Logo auf der Bühne erstrahlen lässt, spielen die Leoniden ihren Indie-Rock mit viel Synthie, noch mehr Energie und einer unglaublichen Begeisterung. Sänger Jakob Amr springt dabei wie ein Flummi über die Bühne und Gitarrist Lennart dreht völlig durch. Er schmeißt sich die Gitarre auf den Rücken, beißt ins Mikrofon, verknotet sich fast in den Bühnenkabeln und befreit sich gerade rechtzeitig, um seinen Part weiter zu spielen.

bosse

Mit „Engtanz“ hat Axel Bosse im Jahr 2016 sein erstes Nummer-Eins-Album gefeiert. Auch der Vorgänger „Kraniche“ mit Hits wie „Schönste Zeit“ und „So oder so“ hat eine Gold-Auszeichnung erhalten und ist 38 Wochen in den Charts gewesen. Der charismatische Braunschweiger Axel Bosse ist aber vor allem für aber seine Live-Shows bekannt und beliebt, in denen er sich völlig verausgabt. Die Besucher vom Hurricane 2019 sind zur Prime Time ganz aus dem Häuschen, als Bosse gut gelaunt die River Stage in Beschlag nimmt. Mit seiner sympathischen Art und seiner genialen Band begeistert „Aki“ Bosse die Fans von der ersten bis zur letzten Reihe und mischt sich wie immer bei seinen Konzerten für einen gemeinsamen Song auch nochmal unter die Leute.

Parkway Drive

Die Australier von Parkway Drive haben sich schon vor einer Weile vom Metalcore-Importschlager zur absoluten Koryphäe etabliert. Wobei deutliche Weiterentwicklungen den Sound von Winston McCall und Konsorten prägen und die Band die Metalcore-Pfade langsam verblassen – mehr Melodien, Dynamik und Experimente stehen ihnen aber sehr gut. Auch das aktuelle Album „Reverence“ aus Mai 2018 schlägt in diese Kerbe. Auch wenn die Richtung den Fans der ersten Stunde nicht so sehr gefällt, es lässt sich kaum verleugnen, dass Parkway Drive ein Händchen für gute Songs haben, in denen auch der klassische Metal-Anteil hoch ist. Die Truppe aus Down Under lässt es auf der Forest Stage richtig krachen und schon die feierwütige Meute vor der Bühne keine Sekunde. Einmal Moshpit zum Mitnehmen, gerne auch im Duzend. Auch musikalisch klingt bei Parkway Drive alles verdammt professionell.

bilderbuch

Es ist nicht leicht zu erklären, was genau Bilderbuch eigentlich ausmacht. Es ist eine Melange aus Soul, Funk, Hip-Hop, Boyband und Austropop. Hier mixt sich Lässigkeit, Melancholie, hintergründiger Humor und jede Menge witziger Schwachsinn. Die Art, wie Lead-Sänger Maurice Ernst nach Belieben die deutsche Sprache staucht und dehnt und mit englischen, spanischen, wienerischen, italienischen Elementen spickt und neu erfindet, großartig. Das Publikum gerät sofort in Ekstase, wenn Gitarrist Michael Klammer sich um seine Gitarre windet oder Peter Horazdovsky seine Bassgitarre bearbeitet. Drummer Philipp Scheibl schleppt den Beat genau richtig durch das Hurricane-Live-Set und Maurice schreitet gockelhaft auf der Bühne umher – nur um dann lasziv seinen Allerwertesten in die Menge zu strecken: „Sag es laut. Jaul es raus. Gib es zu. Du bist hinter meinem Hintern her.“

tame impala

Die Shows von Tame Impala sind bekannt für visuelle Effekte und musikalische Komplexität. Das mag wohl auch die Stärke von Tame Impala sein. Hier kommt keine Langeweile auf. Mit ihrem durchaus düsteren 70er Hippie-Sound vereint die Band, guten Rock mit einer Mischung aus psychedelischen Keyboard-Effekten und Stahlsaiten. Die Psychedelic Rockband ist bereits in ursprünglicher Form 1999 von den zwei Freunden Kevin Parker und Dominic Simper im Alter von 13 Jahren in Perth in Australien gegründete wurden. Beide haben erst noch in anderen Bands mitgewirkt, bevor man sich mit Jay Watson 2007 zusammentat. Wie vielen Bands jener Jahre hat MySpace den drei Australiern zu großer Aufmerksamkeit verholfen und sie von der Teenage Garage-Band zu einer wahren Trophäe befördert. Insgesamt drei Alben hat die Band zwischen 2010 und 2015 veröffentlicht, mittlerweile ist die Hoffnung auf neues Material in der Fangemeinde natürlich groß. Musikalisch, rhythmisch und melodisch liefern Tame Impala knapp eine sehenswerte Liveshow mit perfekt gewählter Setlist, die in der Fangemeinde keine Wünsche offen lässt.

So war’s beim Vainstream Rockfest 2018

Zum bereits 13. Mal konnten Fans von rockigen, punkigen und metallischen Klängen am letzten Samstag  im Juni das eintägige Vainstream Rockfest am Hawerkamp in Münster besuchen. Die Stimmung war ausgelassen und obwohl wenige Tage zuvor noch die Kaltwetterfront dominierte, zeigte der Wettergott nun endlich Einsicht und spendierte sommerliche Temperaturen Sonne satt. Ein Wunder – ist man in den letzten Jahren bei Festivals doch eher Wolkenbrüche, Matsch und Gewitter gewohnt (ich zumindest). Für das Vainstream 2018 benötigten die Festivalfans jedenfalls Sonnencreme – viel Sonnencreme.

Erstmalig rockten in diesem Jahr knapp 16.000 Fans von Punk, Metal und Hardcore beim Vainstream und konnten ihren Alltag hinter sich lassen. Das beliebte Rockfestival bestach wieder mit seiner gelassenen, familiären Atmosphäre – ein großer Vorteil der „kleineren Festivals“. Neu auf der Agenda war der Coconut Beach, eine Art Chill Out-Area mit künstlichem Sandstrand und Pool, wo Dancehall und Reggae gespielt wurde. Dort gab es für die Fußballfans auch die Möglichkeit, die aktuellen WM-Spiele auf einer Leinwand zu verfolgen.

Das diesjährige Line-Up mit Musik von 29 Bands an nur einem Tag – und das auf mehreren Bühnen, konnte sich durchaus sehen lassen und war wieder sehr abwechslungsreich. Das Programm bestückten unter anderem: Beatsteaks, Bullet for my Valentine, Casper, Kadavar, Boysetsfire, Enter Shikari, Asking Alexandria, Sondaschule, Silverstein, Touché Amoré, Neck Deep und Stick to your Guns. Leider gab es dieses Jahr – obwohl angekündigt, keine Signing Sessions. Schade, war dies bislang doch immer eine tolle Möglichkeit seinen Lieblingsmusikern mal näher zu kommen, mit ihnen Fotos zu machen und ein bisschen zu plaudern. Dafür gab es von Impericon eine kleine Fotobox, die man mit zur Verfügung gestellten Schildern zum „selbst beschriften“ kostenfrei nutzen konnte und sich so bleibende Schnappschüsse für seine Pinnwand mitnehmen konnte.

Auch Kulinarisch wurde so einiges geboten, denn neben den festivaltypischen Getränken- und Pommesständen überzeugten auch jede Menge Streetfood-Angebote wie Falafel, Süßkartoffel- Pommes, besondere Fleischgerichte, vegane und Vegetarische Leckereien, köstliche Donuts und der Renner an diesem hochsommerlichen Wochenende: Eis mit frischem Obst. Ohne wenn und aber war das Vainstream Rockfest 2018 in seiner dreizehnten Edition wieder eine gelungene Veranstaltung. Möge 2019 kommen – gerne schnell, bitte! Das Datum kann man sich schonmal direkt vormerken: Am 29. Juni 2019 geht’s ein eine neue Runde am Hawerkamp!

Infos + Tickets Vainstream Rockfest 2019

Vainstream 2019 / Vainstream Rockfest 2019

So war das Nova Rock 2018 am Sonntag

Müde, verkatert, mit Sonnenbrand verziert, leicht angeschlagen, mit dem einen oder anderem Blauenfleck pilgerten die ersten tapferen Besucher am Sonntag, dem letzten Tag des Nova Rocks, zur Red Stage zum Klassiker „Wendi’s Böhmische Blasmusik“. Zu traditioneller Musik wird hier „früh morgens“ ab kurz vor 12:00 Uhr Freibier ausgeschenkt. Natürlich war es ungewöhnlich voll für diese Uhrzeit. Das Zauberwort Freibier lockt die Leute regelrecht aus ihren Zelten. Wobei bei der Hitze ohnehin niemand lange in seinem Zelt bleiben wollte. Während sich die einen in der langen Schlage für’s Freibier anstellen, standen andere wiederum bereits am Einlass für die Blue Stage, auf der am Abend Iron Maiden spielten. Allerdings wurde die Blue Stage generell an diesem Tag erst ab 18:30 Uhr bespielt, während es auf der Roten mal wieder heiß her ging. Nach der kleinen Klassikeinlage mit Blasmusik wurden die Besucher direkt mit einer Portion Ska-Punk von der Bad „Less Than Jake“ wachgerüttelt.

Nicht weniger aktionreich ging es bei der britischen Post-Hardcore Band „Enter Shikari“ zu. Eine kleine Stimmungsbremse und Verschnaufpause gab es dann mit Passenger. Völlig unpassendem an dieser Stelle platziert, sang sich der sympathische britische Singer-Songwriter „Mike Rosenberg“ durch sein Set und erwärmte so einige Herzen. Halbzeit für Tag 4 auf dem Nova Rock Festival. Nach Passenger wurde nun auch endlich die Blue Stage wieder parallel mit der Red Stage bespielt. Allerdings hatten die Jungs von „The Raven Age“ absolut keine Chance gegen die allzeit beliebten Jungs von „Billy Talent“. Wie ein paar verwirrte Ausläufer, die nicht den richtigen Eingang gefunden haben, wirkten die Besucher vor der Blue Stage, die gefühlt irgendwie eher auf Maiden warteten, als das sie „The Raven Age“ sehen wollten. Ganz anders dagegen bei „Billy Talent“, die mit ihren Hits begeisterten und den Bereich um die rote Bühne extrem gut füllen konnten. Nach dem Auspowern bei „Billy Talent“ gab es dann mal wieder eine etwas kleinere Verschnaufpause bei dem sympathischen Finnen Samu Haber von „Sunrise Avenue“.

Relativ zeitgleich zerlegten dann „Killswitch Engage“ die Blue Stage. Damit neigte sich der Tag bereits dem Ende. Um 21:00 Uhr betraten zeitgleich „The Bloody Beetroots“ und „Iron Maiden“ die Bretter der blauen und roten Bühnen und verabschiedeten die Gäste mit einem wirklich grandiosen Aufritt beiderseits. Und schon ist es wieder vorbei, 4 Tage Festival neigen sich dem Ende und mit dem ersten bekannten Headliner für das kommende Jahr „Die Ärzte“, steigt die Vorfreude auf das nächste Nova Rock bereits schon jetzt.

Nova Rock 2019 Infos + Tickets

Nova Rock 2019 / Nova Rock Festival 2019

Unsere Highlights: Rock am Ring 2018 am Freitag

Es ist schon wieder das zweite Jahr, seit Deutschlands größtes Rockfestival von seinem kurzen und ebenfalls zweijährigen Abstecher in Mendig zurück an seinen Heimatstandort, den Nürburgring gekehrt ist. Auf den Zeltplätzen und den Straßen rund um die Rennstrecke in der Eifel herrscht bereits seit Mittwoch reges Treiben. Unweit des Haupteingangs ist wieder die Lidl-Festival-Filiale in Form eines großen Zelts aufgebaut. Ist ja auch praktisch, nicht mehr jedes Grillgut oder Bierchen mitschleppen zu müssen. Lediglich das längere Anstehen muss mit eingeplant werden, aber immerhin trifft man hier Freunde und hat noch bevor irgendwo Livemusik zu hören gibt, jede Menge Spaß. Der Rock am Ring 2018-Auftakt startet planmäßig am frühen Freitagnachmittag. Nach einer heftigen Regen- und Gewitternacht kommen die ersten Festivalbesucher eher gemächlich auf die Rennstrecke. Großartige Künstler werden den Rock am Ring 2018 Freitag eröffnen, darunter Jimmy Eat World, Callejon, Milky Chance, Enter Shikari, Alt-J, Enter Shikari, Jonathan Davis, Casper, Hollywood Undead, Stone Sour, A Perfect Circle und viele viele mehr. Und am späten Abend tritt Headliner Nummer eins – Thirty Seconds to Mars – mit fulminanter Show auf der Hauptbühne auf.

greta van fleet

Der Opening Act des diesjährigen Rockfestivals am Nürburgring gebührt einer besonderen US-Classic-Rockband aus Michigan. Besonders ist nicht nur, das drei der vier Mitglieder Brüder sind – Joshua, Jacob und Samuel Kiszka (Gesang, Gitarre bzw. Bass), sondern auch, dass sich die Musik des Quartetts aus dem Dschungel des Rockeinerleis enorm abhebt. Frontmann Joshua beherrscht es perfekt, mit Leichtigkeit seine außergewöhnliche Stimme (die eindeutig der von LED Zepplin ähnelt) aus sich herauszuholen und dann wieder in den Instrumentalpassagen ganz easy in Richtung Publikum zu lächeln, und das mit gerade mal 20 Jahren, eine enorme Bühnenpräsenz.

Walking On Cars

Erstklassigen Alternative-Sound bringen Walking On Cars auf die Volcano Stage. Mit ihrem Hit „Speeding Cars“ hat die Band ihren internationalen Durchbruch gefeiert. Bereits vorher haben die fünf Musiker in ihrer Heimat Irland zu DEN Shootingstars gehört. Ihr Debüt-Album „Everything This Way“ ist bis auf Platz eins der irischen Charts gegangen. Sechs Monate lang haben sich die Bandmitglieder zurückgezogen, die sich bereits seit Schultagen kennen, in ein einsam gelegenes Cottage, um an ihren folkigen Alternative-Rock-Nummern zu arbeiten. Die Geburtsstunde ihres Debüts. Frontmann Patrick Sheehy und seine vier Kollegen zeigen ein gutes Händchen im Umgang mit den begeisterten Fans uns natürlich für die richtige Songauswahl.

JONATHAN DAVIS

Geboren und aufgewachsen in Bakersfield/Kalifornien, ist Jonathan Davis als Sänger von KoRn, einer der bekanntesten und einflussreichsten Bands in der modernen Metalgeschichte. Schließlich gelten KoRn als Mitbegründer des Nu Metal. Mit mehr als 40 Millionen Albenverkäufen, zig GRAMMY-Awards und über zwei Jahrzehnten mit Welttourneen hat sich Davis als herausragende Stimme etabliert. Darüber hinaus hat der KoRn-Frontmann aber auch mit vielen Künstlern (z.B. Skrillex und Q-Tip) zusammengearbeitet. Nachdem „Black Labyrinth“ als sein Solo-Debütalbum lange Zeit einfach in der Schublade lag, ist es nun endlich seit 25. Mai 2018 auf dem Markt. Aus diesem Anlass gibt sich der Sänger bei Rock am Ring 2018 am Freitag nachmittag auf der Crater Stage die Ehre und versammelt dafür eine Menge Fans vor der Bühne. Die erhoffen sich metallische Klänge und schnelle Rhythmen, die Jon Davis nur allzu gerne zum Besten gibt.

ALT-J

Gegen 19:00 Uhr betreten Alt-J die Volcano Stage: Joe Newman (Gesang + Gitarre), Gus Unger-Hamilton (Keyboard) und Thom Sonny Green (Drums). Mit dem ersten Ton taucht die Bühne in leichten Nebel und die Lichtshow hebt die drei Musiker ganz besonders hervor. Im Takt der Musik leuchteten die Scheinwerfer auf. Alt-J spielen druckvollen und gleichzeitig experimentellen Alternative-Rock, bewegen sich dabei aber eigentlich nicht sehr viel, sondern verharren jeder an seinem Platz. Seit ihrem Debütalbum „An Awesome Wave“ 2012 mit zahlreichen britischen Auszeichnungen, hat die Band eine großartige Karriere hingelegt und in diesem Jahr mit „Ralaxer“ das neuste, mittlerweile schon dritte Werk veröffentlicht.

HOLLYWOOD UNDEAD

Musikalische Helden unserer Pubertät! Stellte sich früher die Frage nach den Stones oder Beatles, sind Hollywood Undead neben Blink 182 und Avril Lavigne die Stimmen einer heute erwachsenen Generation, die statt Long-, Speed-, Break-, oder sonstiger Boards nur eine Form von Skateboard kannte und am liebsten Tony Hawk mit dem Playstation-Controller über die Lastkräne des Stahlwerks grinden ließ. Hollywood Undead liefern nach ein audiovisuelles Spektakel – eigentlich wie erwartet. Eingängige Musik, mittelharte Riffs und perfekt abgemischtem Sound – so liefern die sechs maskierten Musiker einen Rundumschlag durch ihre gesamte Diskografie. Die Kalifornischen Nu-Metaller bringen all die Liedern zum Mitgröhlen, die es braucht, um wieder so richtig kindisch abzufeiern. Zu Beginn ist’s schon erstaunlich voll, zum Ende scheinen sich die Menschen zu stapeln!

CASPER

Deutschlands Ausnahme-Indie-Rapper Casper als abendliche Vorhut von Thirty Seconds to Mars? Und ob! Gut 2 Jahre ist es her, da spielte Casper entweder auf den kleineren Stages oder früheren Slots, der Platz für die vielen Fans hat damals kaum ausgereicht. Nun ist der Erfolg noch sehr viel größer! Zahlreiche Casper-Anhänger sind bereits zur Prime Time bei Rock am Ring 2018 am Freitag vor der Hauptbühne versammelt. Der berühmte weiße Vorhand mit Stacheldraht hängt, „Bohemien Rhapsodie“ von Queen ist zu hören und dann fällt der Vorhang und Casper springt auf die Bühne. Casper aka Benjamin Griffey legt mal wieder ordentlich Kilometer zurück auf der Bühne und nutzt den Steg von Thirty Seconds to Mars gleich ordentlich mit. Mit unbändiger Power springt der 35-jährige wie gewohnt über die Bühne, damit auch ja kein Fan an den Seiten zu kurz kommt. Später kommt auch noch Felix Brummer (Frontmann von Kraftklub) mit auf die Bühne. Der gebürtige Extertaler hat seine unwiderstehliche Songs in eine perfekte Setlist verpackt, die gemeinsam mit seiner Bühnen-Pyrotechnik wie Zunder brennt.

A PERFECT CIRCLE

Die Veröffentlichung des neuen Albums („Eat the Elephant“ VÖ/20.04.2018) dürfte zweifellos zu den größten Sensationen im Rockjahr 2018 gehören. Nach 14-jähriger Schaffenspause gibt es nicht nur das gewohnte Gitarren-Donnerwetter, sondern auch hier und da ruhigere Töne. Entsprechend neugierig haben sich viele Zuschauer für den heutigen Auftritt der US-Progressive-Rock-Band angesammelt. Schließlich ist dies lediglich einer von nur drei Deutschlandauftritten der vierköpfigen Truppe. Die Band rund um die beiden einzigen konstanten Mitglieder, Tool-Frontmann Maynard James Keenan und Ashes Divide-Kopf Billy Howerdel, gilt nämlich als eine der Aufsehen erregendsten Supergroups in der US-Rockgeschichte.

THIRTY SECONDS TO MARS

Das noch frische Album „America“ hat bereits die deutschen Charts gestürmt und ist direkt auf Platz 1 geschossen, jetzt soll es auch live für die und vor allem mit den Fans krachen. Nach dem der erste Teil ihrer Deutschlandtour bereits im April und Mai gelaufen ist, sind jetzt erstmal die Sommerfestivals dran, bevor es ab Ende August mit auf Teil 2 der Tournee geht. Thirty Seconds To Mars sind der erste Headliner von insgesamt drei Acts bei Rock am Ring 2018. Klar, dass es auf der langen Geraden der Rennstrecke gerappelt voll ist. Jared gilt nicht nur als fantastischer Sänger und Performer, sondern auch als einer der talentiertesten amerikanischen Schauspieler der letzten zwei Jahrzehnte. Bruder Shannon Leto hält ihm auf der Bühne mit stabilen Drums den Rücken frei. Die restliche Band steht und spielt weit im Hintergrund der Bühne. Musikalisch lassen Thirty Seconds to Mars nichts aus, Hits wie „Closer To The Edge“ oder „This is War“ prasseln nur so auf das Publikum ein. Für einige Besucher wird der heutige Abend aber nicht nur musikalisch unvergessen bleiben, denn sie durften gemeinsam und ganz nah mit Jared Leto auf der Bühne performen, da ist der ein oder andere große Traum in Erfüllung gegangen.

STONE SOUR

Stone Sour galt lange als lockeres Nebenprojekt des Slipknot-Frontmannes Corey Taylor. Bereits in den 90ern gegründet, ist die Band für mehrere Jahre auf Eis gewesen. 2002 dann die Wiederbelebung. Bislang sind über vier Millionen Alben weltweit verkauft wurden, Hut ab bzw. Maske ab. Denn hier steht Taylor ja nun ohne die obligatorische Gruselmaske auf der Bühne, die er sonst bei Slipknot auf dem Gesicht hat. Stone Sour liefern eingängigen Alternative-Metal, der fast schon CD-Qualität besitzt und zum Mitsingen einlädt. Neben neuen Songs, finden auch viele Klassiker ihren Platz auf der Rock am Ring 2018-Setlist. Höhepunkt des Auftritts ist aber wohl das hochmelodiöse „Through Glass“, dessen Textzeilen offenbar fast jeder Zuschauer auswendig kennt.

MARILYN MANSON

Der Düster-Rocker ist ein ein gern und häufig gesehener Gast bei Rock am Ring. Zuletzt ließ er 2015 die Fetzen in Mendig fliegen, wo er ebenfalls einen nächtlichen Slot besetzt hatte. Gerade erst ist er jedoch im Rahmen seiner „The Heaven Upside Down“-Tour 2017 in Deutschland unterwegs gewesen – im Rollstuhl, denn kurz davor hatte sich Manson bei einem Auftritt durch eine herunterfallende Requisite schwer am Bein verletzt. Eine große Fanbase empfängt der Herren der Dunkelheit bei dem späten Slot auf der Crater Stage und bejublt eine handvoll Songs des neuen Albums („The Heaven Upside Down“ – VÖ 10/2017) genauso wohlwollend, wie die Hits aus der frühen Phase seiner Karriere. Natürlich sorgen „Disposable Teens“, „The Beautiful People“ und „Sweet Dreams“ aber für die ungleich höchste Handykamera-Dichte im Publikum.

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Enter Shikari in Berlin – Langweilig war gestern

Erst letzte Woche waren Enter Shikari in Berlin und haben für ARTE CONCERT aufgezeichnet. Eine Woche später geht es jetzt im Huxleys noch ein Mal heiß her. Mit dabei haben sie Lower Than Atlantis und Asteroid Boys.

Lower Than Atlantis

Auf der Bühne stehen riesige Boxtürme aus Gitarrenboxen, an der Decke hängen Massen an Lampen, jetzt fehlt nur noch die Band auf der Bühne. Schleppend betreten die Musiker von Lower Than Atlantis einzeln die Bühne. Eben wie bei einer echten Rockshow. Doch kaum sind auf der Bühne angekommen, wird bei dem ersten Saiten-Anschlag schnell klar, dass hier etwas nicht stimmt. Die Gitarren klingen über die Anlage komplett ohne Druck und Dynamik, der Bass ist so gut wie nicht zu hören. Sänger und Frontmann Mike Duce bekommt nur die ganz kleinen Töne heraus. Die Band versucht zwar Rockstar-Attitüden mitzubringen, aber wirken tun sie eher wie eine Rockband ohne Rock. Der Musikstil ist auch noch in der Selbsterforschung. Die Gitarrentürme sind nur Attrappen und der Lichtmann ist gerade zu Tisch, als die gesamte Energieversorgung in das Gegenlicht fließt. Als Frontmann Mike das Publikum zu einem Circle Pit auffordert, ist das Publikum etwas verwirrt und findet den Zeitpunkt dazu nicht. Wie jeder weiß, muss sich eine Band solche Aktivitäten erspielen und verdienen und nicht verlangen.

Enter Shikari

Es könnte unterschiedlicher nicht sein. Warum eigentlich Energie sparen, wenn man auch alles verbraten kann? Enter Shikari machen es vor. Die britische Chaostruppe bewegt sich irgendwo zwischen Synthie-Hardcore und Genialismus. Es ballert wie aus Eimern, wenn die durchaus tanzbare Mischung aus Elektro- und Post-Hardcore
aus der Saal-Beschallungs-Anlange wie ein Skrillex-Orgasmatron donnert. Mit dieser Band war Langweilig gestern.

Rund um den Saal haben die Jungs von Enter Shikari Lautsprecherboxen positioniert, um verschiedene Nuancen der Musik durch ein 360 Grad-Soundsystem zu akzentuieren, sodass man sich das ein oder andere Mal umschauen muss, wo das Geräusch herkommt. Die Fans sind mehr als begeistert. Das Publikum strahlt soviel Elan und Euphorie aus, dass es für Sänger Rou ein Leichtes wäre, die Zuschauer zu allem zu bewegen.

Enter Shikari auf Winter-Tour 2017

Enter Shikaris ‚Trancecore’ ist eine Mischung aus wütend-getriebenem Post-Hardcore und raumgreifender Trancemusik – Stile, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Damit gelang ihnen mit großem Erfolg ein Spagat, den nur wenige Künstler schaffen. So stieg auch ihr viertes, 2015 veröffentlichtes Studioalbum „The Mindsweep“ hoch in die internationalen Charts. Anfang des Jahres befand sich die Band nun für zwei Monate im Studio, um den Nachfolger zu „The Mindsweep“ aufzunehmen. Noch sei das Album nicht komplett im Kasten, sagte die Band – verriet bei der Gelegenheit aber auch, dass die kommende Platte neue musikalische Gefilde erforschen werde und „deutlich extremer“ ausfallen werde als die vier bisherigen Longplayer. Ende des Jahres kommen Enter Shikari im Rahmen ihrer großen Europa-Tour zum neuen Album für vier Konzerte zu uns: Zwischen dem 3. und 12. Dezember gastiert die Band in Köln, Hamburg, Berlin und München.

Die Arbeiten von Roughton „Rou“ Reynolds (Vocals, Electronics, Keyboards), Chris Batten (Bass, Vocals), Liam „Rory“ Clewlow (Gitarre) und Rob Rolfe (Drums) bestehen zu gleichen Teilen aus transzendentalen, episch-elektronischen Flächen, die den Hörer besänftigen, und der wütenden, eruptiven Urgewalt eines Noise-infizierten Post-Hardcore. Gegensätze, die sich anziehen. Ein Sound, der den Hörer auf eine schillernde Reise durch Zeit und Raum schickt.

Im März 2007 stieg das Debütalbum „Take To The Skies“ in die Top 5 der britischen Hitlisten. Auch der im Juni 2009 veröffentlichte Nachfolger „Common Dreads“ zeugten von künstlerischer Brillanz und einem Hitpotenzial, das in herrlichem Kontrast zur Komplexität ihrer Musik stand. Nach einer ausgedehnten Welttournee, die auf der beeindruckenden CD/DVD „Live From Planet Earth“ dokumentiert wurde, landete das 2012 veröffentlichte Album „A Flash Flood Of Colour“ auf Platz 4 der britischen Charts und erreichte hohe Notierungen in Deutschland, den USA sowie Australien. 2014 wurden die Arbeiten zu ihrem bislang letzten Album „The Mindsweep“ aufgenommen, das erneut eine Erweiterung ihres Sounds bot und in Sachen Groove und epischem Trance noch einen Schritt weiterging als die Vorgänger.

Seither haben Enter Shikari mit zwei weiteren Veröffentlichungen ihren unglaublichen Facettenreichtum bewiesen: Zunächst erschien Ende 2015 mit „The Mindsweep – Hospitalized“ ein Remix ihres letzten Albums, auf dem die Künstler des britischen Drum’n’Bass-Labels Hospital Records ihre Tracks neu bearbeiten. Ende 2016 nun veröffentlichte die Band mit „Live At Alexandra Place“ das erste Livealbum ihrer verzweigten Geschichte, das die unbändige Energie, die auf Enter Shikari-Konzerten entsteht, perfekt einfängt. Insbesondere die letzte Erfahrung – das Spielen in zahlreichen gigantischen Arenen – habe auch den Sound ihres kommenden, derzeit noch unbetitelten Albums beeinflusst. Damit bleiben Enter Shikari eine der aufregendsten britischen Bands der Gegenwart.