Fallback

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Inhalt

Summer Breeze 2019: So war der Samstag

Jeden Tag das gleiche ist ja langweilig. Also wacht man heute nicht durch den Regen oder zu viel Sonne, sondern durch seine Nachbarn auf, die ihre Zelte abbauen. Der letzte Tag bricht an und wenn man aus seinem Zelt guckt sind für 10 Uhr schon viel zu viele Zelte abgebaut. Immerhin waren diese noch schnell genug um dem ersten Regen zu entwischen. Dieser meldet sich pünktlich zur ersten Band und möchte heute irgendwie auch nicht ganz wieder gehen. Der ganze Tag bleibt kühl und nass und nur ab und zu lässt sich die Sonne für einen kurzen Moment blicken. Dann ebend einen Pulli mehr übergezogen wenn es zur Bühne geht.

MAIN STAGE

12:55 – 13:40 Uhr
BRAINSTORM
Heute machen Evergreen Terrace den Anfang und müssen sich mit viel Regen zufrieden geben. Besser wird es im Anschluss bei Brainstorm. Diese starten zwar auch im Nieselregen, können aber immer mehr Fans vor der Bühne begrüßen. Dennoch sieht man vielen den Samstag ins Gesicht geschrieben. Die Luft ist bei den meisten langsam raus, was die vordersten Reihen jedoch nicht aufhält weiter alles zu geben. Das Set besteht zum Großteil aus ihrem letzten Album “Midnight Ghost”. Zwischendurch kommt noch eine Schulklasse durch den Graben, welcher der Gelände gezeigt wird. Sänger Andy B. Franck bezeichnet diese als den “Heavy Metal Nachwuchs”.

13:50 – 14:35 Uhr
VAN CANTO

Als Van Canto mit den Worten “Hallo Wacken” auf die Bühne kommt, blickt man in einige verdutzt Gesichter. Die fehlenden Instrumente verstärken das bei vielen, die die Band bisher noch nicht kannten. Van Canto ist wohl die einzige A-capella-Heavy-Metal-Band der Welt. Es folgt eine Bunte Mischung aus eigenen und Cover-Songs, die doch fast jeder im Publikum mitgrölen kann. Highlight des Auftritts sind jedoch die letzten drei Songs “To Sing A Metal Song”, “The Mission” und “Fear Of The Dark” bei welchen sich die Band unterstützung auf die Bühne holt, was bei einigen Freudentränen bringt. Kein geringer als der ehemalige Lead Sänger Philip Dennis “Sly” Schunke ist mit von der Partie und bringt den Auftritt so zu einem ganz besonderen Abschluss.

14:45 – 15:45 Uhr
BURY TOMORROW

Wenig später haben wir wieder Gitarren auf der Main-Stage. Bury Tomorrow sind in der Metalcore Szene schon lang kein unbeschriebenes Blatt mehr. Es ist entsprechend kuschelig vor der Bühne, wovon Sänger Daniel Winter-Bates deutlich beeindruckt ist. “We played here two times before but i didn’t expected this shit” sagt er uns. Auch der Regen hält die Fans dabei nicht auf um die Wette zu Crowdsurfen. Besonders nicht, als bei “Man On Fire” danach ausgerufen wird. Beim letzten Song, dem Titeltracks des letzten Albums “Black Flame”, klettert Winter-Bates förmlich über der Publikum und heizt es so noch einmal an. Anschließend bleibt er vor der Bühne und nimmt sich viel Zeit für jeden einzelnen Fan, der ein Foto oder ähnliches mit ihm möchte.

15:55 – 16:55 Uhr
EQUILIBRIUM
Bei Equilibrium ist in letzter Zeit einiges passiert. Zwei neue Gesichter haben sich dazu gesellt und das neue Album steht kurz bevor. Dennoch wird sich heute auf das alte konzentriert. Auf der Bühne ist nur der neuzugang am Bass, Martin „Skar“ Berger Enerstvedt zu erkennen. Skadi Rosehurst, die ab sofort Keyboard spielt, ist nicht dabei. Der stimmung tut dies aber keinen Abriss. Es dauert nicht lange bis der Staub durch die Luft fliegt, auch wenn es kurz vorher noch geregnet hat. Hat hier eventuell die Pyro geholfen? Davon hat die Band nämlich einiges dabei. Der einzige neue Song ist der Titeltrack des kommenden Albums “Renegades”. Auf dem kommenden Album wird Bassist Skar auch eine große Rolle bei der Gesanglichen Unterstützung spielen. Eine Kostprobe gibt uns die Band schon mal als Equilibrium “Johnny B” von The Hooters covert, welcher von Skar fast alleine gesungen wird.

17:05 – 18:20 Uhr
LORDI

An dieser Band für kein Weg vorbei. 2006 sorgen sie für einen der spektakulärsten Auftritten beim Eurovision Song Contest und sind spätestens seit dem nicht mehr aus der Szene weg zu denken. Aber die Maskierte Band um Sänger Mr. Lordi kann deutlich mehr. Das beweisen sie auch heute erneut, wo sie nicht nur etwas für die Ohren, sondern auch für die Augen bieten. Dennoch herrscht auch ein trauriger Unterton. Es ist eins der letzten Konzerte mit Bassist Samer “Ox” el Nahhal, der sich nach dem Sommer von der Band trennt. In den Vordergrund gerät dies aber dennoch nicht. Lieber einfach die letzten Momente zusammen lachend verbringen als weinend.

18:35 – 19:50 Uhr
ELUVEITIE

Zum (Regen-)Tanz bitten anschließend Eluveitie. Los geht es mit vorwiegend alten Songs, die die Stimmung des Auftritts direkt richtig setzen. Darauf folgt eine Mischung aus Folk Metal und Melodic Death Metal und alten sowie neuen Songs. Aber egal wann, die Grabenschlampen haben einiges zu tun. Es vergeht kein Moment, wo nicht zumindest eine Person auf Händen getragen wird. Alternativ wird sich im Circle Pit die Beine vertreten, welcher auch trotz des Regens Staub nach oben wirft. Zum Ende gibt es den ewigen Klassiker “Inis Mona”, zu welchem alles nochmal richtig eskaliert.

20:10 – 21:25 Uhr
SUBWAY TO SALLY

Anfang des Jahres erschien der 14. Studioalbum “HEY!” von Subway To Sally. Dies ist heute der Dreh- und Angelpunkt des Auftritts. Mit Perücke und Goldjacke begrüßt uns Frontmann Eric Fish von der Bühne. Man fühlt sich für einen Moment wieder in den 80ern, bevor man von einem der neuesten Songs “Messias” wieder geweckt wird. Es folgt eine bunte Mischung aus alt und neu, die den ein oder anderen “Tanz Auf Dem Vulkan” auslöst. Die Band klingt heute nicht mehr ganz wie früher, was die Songauswahl besonders betont. Auch das viel gewünschte “Julia Und Die Räuber” hat keinen Platz mehr gefunden. Ausgelassen gefeiert wurde der Auftritt dennoch von Anfang bis Ende.

21:45 – 23:15 Uhr
BULLET FOR MY VALENTINE
Bullet For My Valentine ist eine der Bands, die eine ganze Generation und Szene geprägt hat. Auf diesem Erfolg haben sie sich jedoch nie ausgeruht. Inzwischen hat die Band sechs Alben veröffentlicht, das letzte, “Gravity”, im Juni 2018. Um ihren Idolen zu huldigen haben sich viele versammelt, wofür sich Frontmann Matthew Tuck direkt bedankt: “Thank you all for sticking around in this shitty weather”. Durchgehend fallen vereinzelt Tropfen auf das Publikum, ein richtige Regen bleibt jedoch zum Glück aus. Während auf der Bühne durch die Gebundenheit an die Mikrofone nicht viel passiert, bricht im Publikum die volle Party aus. Ist eine bunte Mischung aus Circle Pit, Crowdsurfen und mitsingen, die sich jeweils die Klinke in die Hand geben. Gerade bei “Tears don’t Fall” is das Publikum laut zu hören. Aber nicht nur die Fans haben viel Spaß, auch die Band. So sagt uns Tuck gegen Ende der Show “This is one of the best fucking shows we have ever done, no fucking bullshit”, bevor sie sich mit “Waking The Demon” verabschieden.

23:30 – 00:45 Uhr
DIMMU BORGIR
„It’s the last breeze of the summer. Are you alive?“ mit diesen Worten begrüßt uns Stian Tomt „Shagrath“ Thoresen, während es passend zu regnen anfängt. Der Bereich vor der Bühne kommt dabei auf seine Kapazitätsgrenzen. Der Regen stört in diesem Moment niemanden. Immerhin ist es ganze 16 Jahre her, dass man die Band das letzte mal auf dieser Bühne bestaunen konnte. Der ganze Auftritt wirkt schon etwas episch, so wie die Band gekleidet ist und zum Teil mit Fackeln über die Bühne schleicht. Aber auch hier steht das neuste Werk der Band “Eonian” stark im Fokus. Über die Hälfte der Songs stammen von diesem Album, können einen aber Live sofort überzeugen. Der Sound ist perfekt und treibt so alle dazu nochmal richtig die Sau raus zu lassen und sorgt für viele dadurch für einen perfekten Abschluss des Festivals.

01:00 – 02:00 Uhr
LEPROUS
Wer es doch noch etwas ruhiger mochte, fand sich im Anschluss bei Leprous wieder. Aufgrund technischer Schwierigkeiten kommen diese rund 20 Minuten später auf der Bühne und finden nicht mehr allzu viele Leute vor der Bühne wieder. Es ist auch schwer ein Festival zu beenden. Die Luft ist bei den meisten raus und treibt es eher zu einem letzten Campingplatz runde. Die Band lässt sich davon aber nicht beunruhigen und lassen den Abend für die verbliebenen mit einer aufwendigen Lichtshow langsam ausklingen.

T-STAGE

17:10 – 17:55 UHr
NASTY
Nasty ist nicht nur die Band auf der Bühne, sondern ist auch das, womit sich der Pit am besten beschreiben lässt. Es ist wahrscheinlich der Größte des Festivals und zeitgleich auch der Gemeinste. Hier wird sich absolut nichts geschenkt. Sänger Matthias Tarnath spornt das Publikum dabei immer weiter an und geht auch selber in der Menge baden. Eine Hardcore Show die es in sich hat und auch vor politischen Ansprachen nicht halt macht. Generell redet Tarnath zwischen den Songs recht viel, was aber auch genau zur Band, die mit ihren Texten die gleiche Schiene fährt.

18:35 – 19:35 Uhr
GRAND MAGUS
Anschließend wird es auf der T-Stage etwas ruhiger. Grand Magus sind zwar auch nicht die entspannteste Band, aber nicht so hektisch wie die Metal- und Hardcore Bands zuvor. Vom ersten Song an singen die Fans lautstark mit. Das Wikinger-Trio feuert einen Klassiker nach dem anderen ab und gibt dem Publikum kaum Zeit zum durchatmen. Zwischen den Songs gibt es jedoch immer wieder Ansprachen von Frontmann Janne Christoffersson, die mit trockenem Skandinavischen Humor punkten konnten. Ein Feuerwerk des Heavy Metal, das mit dem letzten Song “Hammer Of The North” seinen Höhepunkt findet.

20:30 – 21:30 Uhr
SOEN
Experimenteller wird es bei Soen. Die Band schafft es Progressiv Metal anspruchsvoll und gleichzeitig catchy zu gestalten. Jeder Refrain geht ins Ohr und die Gitarren Rhythmen bringen einen auf einen anderen Planeten. Anfang des Jahres erschien ihr neustes Album “Lotus”, aus welchem heute vorwiegend gespielt wird. Die Fans lassen sich dabei auch das feiern nicht von etwas Regen vermiesen und schwingen weiter ihr Haar im Takt der Musik.

22:25 – 23:25 Uhr
HÄMATOM
15 Jahre treibt es Hämatom schon durch die Musikwelt. Dies wird nun ausgiebig gefeiert, mit einer großen Party und einem neuen Album. Zum gratulieren sind einige Leute vor die Bühne bekommen. An ihrer Show hat sich in den letzten 1,5 Jahren nicht viel geändert. Der Elektrische Stuhl auf dem Nord bei einem Song sitzt oder auch das Süd, wenn er mit einem Mini-Drumkit Stagediven geht. Alles hat man zwar schon gesehen, es wird aber dennoch nicht langweilig. Die Himmelsrichtungen trotzen einfach vor Energie, die in Windeseile das Publikum ansteckt. Neben den eigenen Songs finden sich auch einige Cover-Songs in der Setlist wieder, die vom Publikum lautstark mitgegrölt werden

Und so geht es vorbei, das Summer Breeze 2019. Für viele wieder das absolute Highlight des Festival Sommers. Das Wetter war zwar etwas durchwachsen, aber nur Sonne oder nur Regen wäre noch schlimmer gewesen. Das Line-up ließ auch dieses Jahr wieder kaum Wünsche offen, sodass jeder auf seine Kosten kam. In der nächsten Ausgabe wird dies garantiert nicht anders. Der Vorverkauf hat bereits begonnen und wer schon weiß, dass er sich das Spektakel auch nächstes Jahr nicht entgehen lassen möchte, sollte sich schon jetzt mit einem Blind-Ticket eindecken. Alle anderen haben noch Zeit, denn aktuell sind noch keine Bands bestätigt, was sich spätestens im Dezember ändern sollte, wenn der Weihnachtskalender jeden Tag eine neue Band enthüllt.

Summer Breeze 2020: Tickets + Infos

Summer Breeze 2020

Summer Breeze 2019: So war der Freitag

Für viele ist die Nacht kurz, was besonders daran liegt, dass man von der Sonne geweckt wird. Im Gegensatz zu den Vortagen ist es schon ab 10 Uhr im Zelt nicht mehr auszuhalten, ganz im Gegenteil zu den Vortagen. Dafür kann man sich aber auf einen regenfreien Tag voller Sonne und guter Laune freuen. Auch am Freitag beim Summer Breeze gibt es das volle, musikalische Programm, bei dem jeder auf seine Kosten kommt. Also schnell frühstücken, ein Bier für den Weg schnappen und ab vor eine der drei Bühnen auf dem Infield. Wach wird man spätestens dort.

MAIN STAGE

12:00 – 12:45 Uhr
AFTER THE BURIAL
After the Burial ist wohl eine der Bands, die sich perfekt zum wach werden eignen. Bei bestem Wetter kommt die Band auf die Bühne und sorgt direkt für den ersten Circle Pit. Die Vorliebe für achtsaitige Gitarren ist deutlich zu sehen und zu hören, so herrscht durchgehend ein tieferer Ton, ähnlich wie am Vortag bei Meshuggah. Vielleicht ist auch dies der Grund, dass es vor der Bühne schon recht voll für diese Uhrzeit ist. Bei ihrem Auftritt setzt After The Burial jedoch nicht, wie erwartet, auf ihr vor kurzem erschienenes Album “Evergreen”, sondern treibt uns wild durch ihre gesamte Künstler-Diskographie.

12:55 – 13:40 Uhr
BEAST IN BLACK
Anschließend leiten Beast in Black den Power-Metal-Tag auf der Main Stage ein. Die Band kann bereits jetzt ein immer größer werdendes Publikum betrachten, was richtig Bock hat zu feiern. Während die ersten Reihen primär ihren Kopf im Rhythmus kreisen lassen, wird dahinter lautstark mitgesungen. Auch als Sänger Yannis Papadopoulos zum Klatschen auffordert, klappt dies besser als er selbst erwartet hatte, wenn man nach seinem Gesichtsausdruck geht. Auch auf der Bühne gibt es einiges zu sehen. Alle Musiker sind durchweg in Bewegung und posieren gekonnt, keiner bleibt hier auf der Stelle stehen.

13:50 – 14:35 Uhr
KISSIN‘ DYNAMITE
Etwas „glamiger“ wird es danach bei Kissin’ Dynamite. Die Truppe fährt mit der ersten Pyro des Tages, passend zu dem Song “I’ve Got the Fire” auf. Dies spornt die Party im Infield ordentlich an, sodass man bereits jetzt die ersten müden Gesichter im Publikum sieht. Heute steht der Fokus klar auf ihrem letzten Album “Ecstasy”, das vor fast einem Jahr auf den Markt kam. Highlight des Auftritts ist aber der Song “I Will Be King”, bei dem Sänger Johannes Braun mitsamt roter Schleppe auf der Bühne auf einem Thron Platz nimmt.

14:45 – 15:45 Uhr
QUEENSRŸCHE
Inzwischen wünscht man sich doch einen kleinen Regenschauer oder zumindest eine kleine Wolke am Himmel, um der Sonne einen Moment entkommen zu können. Die wenigen Schattenplätze auf dem Gelände sind inzwischen so gefüllt, als würde gerade der Headliner auf der Bühne stehen. Für manche ist dies auch der Fall, denn dort sind Queensrÿche gerade eingelaufen. Die Progressive-Metaller werden euphorisch empfangen und gefeiert. Der Sound ist glasklar, die Menge schaukelt im Takt und singt lautstark mit. Zwischen den Liedern bleibt es höchstens bei kurzen, zurückgehaltenen Ansprachen, man möchte den Fluss des Auftritts ja nicht stören.

15:55 – 16:55 Uhr
DRAGONFORCE
“Extreme Power Metal” heißt das neue Album von Dragonforce, was in wenigen Wochen erscheint. Mit dem Titel lässt sich aber auch die Band am besten beschreiben. Es wirkt fast schon unmenschlich, was Sam Totman und Herman Li mit ihren Gitarren veranstalten. Trotz all dem Guten hat der Auftritt auch etwas Negatives. Es ist eins der letzten Konzerte mit Bassist Frédéric Leclercq, der die Band nach dem Wochenende verlassen wird. Schade! Aber auch gerade deswegen wird nochmal eine Schippe draufgelegt und spätestens beim letzten Song „Through The Fire And Flames” wird kein Stein mehr auf dem anderen gelassen.

17:05 – 18:20 Uhr
SKINDRED
Vor 14 Jahren sind Skindred das letzte Mal zu Gast auf dem Summer Breeze gewesen. Gegenüber damals hat die Band nun 7 Alben mehr dabei, ihren Humor aber nicht auf der Strecke verloren. “You want a T-Shirt? Or you want a T-Shirt?” fragt uns Sänger Benji Webbe und wirft es anschließend nach hinten, “25 fucking euro, fuck you”. Aber auch sonst dürfen wir uns immer wieder als “Wankers” bezeichnen lassen, als wir für Webbe zu leise sind. Alles in allem wird die Rückkehr der Band ohne Einschränkungen gefeiert, als wären sie nie weg gewesen.

18:35 – 19:50 Uhr
AIRBOURNE
Die meisten Bands haben ja mittlerweile Pyro dabei, wenn sie auf der Bühne stehen – bei Airbourne ist das anders. Vier Feuersäulen schießen im Dauertakt in die Luft und läuten damit das Liveset der Band ein. Direkt springt der Funke im Publikum über. Zwar geht es heute für Sänger und Gitarrist Joel O’Keefe nicht hoch hinaus, auf seinem Platz bleibt er dennoch nicht. Entweder springt er auf der Bühne hin und her oder lässt sich auf dem Rücken eines Securitys durch den Graben tragen. Diese haben eigentlich schon genug zu tun, immerhin kommt ein Crowdsurfer nach dem anderen an. Der Auftritt ist genau das, was man von Airbourne erwartet. Nicht darüber aber auch ganz besonders nicht darunter. Rund in seiner Gesamtheit und dadurch schon fast perfekt.

20:10 – 21:25 Uhr
KING DIAMOND
Bei King Diamond steht einws klar im Vordergrund: Die Show. Auf dem ganzen Festival fährt keine andere Band solche Geschütze auf. Egal, ob der King mit einer Liege auf die Bühne geschoben wird oder eine Puppe opfert, woraufhin ein Sarg mit der Aufschrift “Abigail” von Kuttenträgern herumgetragen wird. Es gibt also nicht nur was fürs Ohr, sondern auch mehr als genug fürs Auge. Dennoch muss man leider sagen, dass die Show bei Tageslicht nur so halb wirkt. King Diamond lassen sich davon aber nicht beirren und ziehen eine geniale Show durch. Und das Publikum? Das ist ab dem ersten Moment völlig in den Bann gezogen und kann gar nicht mehr von der Bühne weggucken.

21:45 – 23:15 Uhr
PARKWAY DRIVE
Mit Fackeln bewaffnet schreiten Parkway Drive durch das Publikum in Richtung Bühne – nur ohne Bassist Jia O’Connor. Dieser hatte sich bei den Proben verletzt und wartet daher schon auf der Bühne im Rollstuhl auf seine Kollegen. Sind diese angekommen, wird mit “Wishing Wells” langsam Fahrt aufgenommen. Normalerweise stehen Parkway Drive für viel Feuer. Dies bleibt anfangs jedoch aus. Dafür wird die Band bei “Writings on the Wall” und “Shadow Boxing” durch ein Streicher-Quartett unterstützt. Die geballte Ladung Pyro gibt es dann erst in der Zugabe zu “Crushed” und “Bottom Feeder”. Feuerschalen überdecken die ganze Bühne, eine Feuersäule jagt die nächste und selbst über der Bühne gibt es weitere 20 Meter hohe Säulen zu bestaunen. Das Publikum ist völlig Feuer und Flamme und das nicht erst jetzt, sondern schon den ganzen Auftritt über. Der Staub des Circle Pits hat keine Chance sich wieder zu legen und die Securitys finden auch keine Ruhe. Letzteres wird zwischendurch von Sänger Winston McCall selbst mit den Worten “Is this like the crowdsurfing festival of the summer or something” kommentiert.

23:30 – 00:45 Uhr
HAMMERFALL
Zwar wechselt nach Parkway Drive das halbe Publikum die Position, die Pyro jedoch nicht. Diese gibt es hier zwar nicht auf einem Haufen, aber immer wieder über den gesamten Auftritt verteilt. Schon beim ersten Song “Legion” zeigt das Publikum, dass es richtig Lust auf eine Show von Hammerfall hat und singt lautstark mit. Es gibt heute auch etwas zu feiern: Genau jetzt erscheint das 11. Studioalbum der Band: “Dominion”. Darauf fokussiert wird sich heute jedoch nicht. Es gibt Songs von fast allen Alben, davon primär die Klassiker. Immer wieder bedankt sich Sänger Joacim Cans bei seinen Fans und macht jede Menge lustige Witze zwischendurch. Nach vielem Gepose gibt es mit “Hearts On Fire” das große Finale. Hier wird nochmal groß aufgefahren. Da stehen nicht nur die Herzen, sondern auch die Bühne in Flammen.

01:00 – 02:00 Uhr
EMPEROR
Auch am Freitagnacht haben wir wieder eine Special Show. Emperor präsentieren uns ihr Album „Anthems To The Welkin At Dusk“ in voller Länge. Durch den Slot und die Verspätungen von Parkway Drive und Hammerfall ist es zwar schon 1:30 Uhr als die Band die Bühne betritt, müde ist im Publikum jedoch niemand. Die ändert sich auch nicht, als die Schweden zum ersten Takt ansetzen. Es wird getanzt und feiert, dass das Gelände nochmal wackelt. Dass dieser Auftritt der einzige der Deutschland in diesem Jahr ist, gerät hierbei etwas in den Hintergrund.

T-STAGE

17:10 – 17:55 Uhr
LEGION OF THE DAMNED
„I wanna see some serious headbanging from you guys!“ sagt uns Sänger Maurice Swinkels. Genau das ist es, was er heute auch viel im Publikum findet. Ab und an wird dies noch durch einen Mosh Pit abgerundet, aber das Headbangen überwiegt. Legion of The Damned haben vor allem Songs vom neusten Album “Slaves Of The Shadows Realm” im Gepäck, trotz aber auch nicht vor anderen Songs zurück. Zum Abschluss gibt es natürlich den Song “Legion Of the Damned” und die Begeisterung geht nochmal nach oben.

18:35 – 19:35 Uhr
ROTTING CHRIST
Rotting Christ sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Entsprechend ist es vor der Bühne voll, als die Band mit dem Song “Hallowed Be Thy Name” in ihr Set startet. Zwischen den Songs macht Sänger Sakis Tolis immer wieder Ansprachen, die durch den griechischem Akzent etwas niedlich klingen. Ganz im Gegenteil zu der Musik die sie spielen. Düsterer Black Metal der besonders aus ihrem letzten Album “The Heretics” besteht. Gehuldigt wird dies mit vielen Circle Pits und noch mehr Feuer von der Bühne.

20:30 – 21:30 Uhr
NAPALM DEATH
Wie viele Songs kann man in einer Stunde spielen? Das fragten sich Napalm Death und gaben uns mit ihrem Auftritt die Antwort. Ganze 22 Songs spielte die Band an diesem Abend. Dennoch war dazwischen noch reichlich Zeit um politische und sozialkritische Ansagen zu machen. Sonst gibt es nur eine einzige Verschnaufpause in der Mitte des Sets: der Song “Self Betrayal”. Die restliche Zeit gibt es noch mehr Circle Pits als Songs. Alles in allem ein Auftritt, wie man ihn von Napalm Death kennt und liebt.

22:25 – 23:25 Uhr
ZEAL & ARDOR
Zeal & Ardor sind ein einmaliges Musikprojekt von Manuel Gagneux, was Gospel und Black Metal miteinander verbindet. Bereits am Anfang verkündet er “Wir reden nicht viel, ich hoffe, das ist OK” und meldet sich das ganze Konzert über nicht wieder. Worte wären aber auch unnütze Zeitverschwendung. Das Klangbild der drei Sänger ist etwas, das wir so auf dieser Bühne noch nicht gehört haben und zieht alle in einen Bann. Soulig und melancholisch, bis die Black Metal-Wurzeln für einen kurzen Moment durchsickern und das Publikum zum Headbangen zwingt. Ein Auftritt der durch seine Einzigartigkeit besticht und leider viel zu schnell vorbei geht.

00:20 – 01:20 Uhr
THY ART IS MURDER
Für das passende Kontrastprogramm zur Main Stage sorgen Thy Art Is Murder. Wer sich nochmal richtig verausgaben will, war hier im Pit an der richtigen Stelle. Wer sein Set mit “Death Squad Anthem” beginnt, weiß was er von seinem Publikum erwartet. Der Pit öffnet sich sofort und wird noch größer, also Frontmann Chris „CJ“ McMahon bei “Slaves Beyond Death” zum größten Circle Pit des Festivals aufruft und ihn auch geliefert bekommt. Dieser geht um den gesamten ersten Wellenbrecher und übertrifft das, was die Band noch vor 4 Jahren veranstaltete. Abgerundet wird der Auftritt durch Klassiker wie “Holy War” und “Human Target”.

02:15 – 03:00 Uhr
CYPECORE
Den Abschluss machen heute Cypecore. Sie haben wohl den perfekten Slot für ihre Show ergattern können. In der kompletten Dunkelheit kommt ihre Show einfach doppelt so gut. Das Wissen auch die Fans, die trotz der Uhrzeit zahlreich erschienen sind. Mit viel Pyro und einer großartigen Lichtshow kann die Band diese direkt auf ihre Seite ziehen und sich ab und an ein Lächeln nicht verkneifen. Sonst halten sie sich eher zurück. Ansprachen sucht man vergebens, nur ab und zu ein paar Floskeln, die selbst schon ungewöhnlich für die Band sind. Das Postapokalyptische Design und Konzept der Band geht an diesem Abend wieder perfekt auf und sorgt für den perfekten Tagesabschluss.

So endet der zweite Tag vom Summer Breeze 2019 und damit ist auch schon wieder mehr als die Hälfte vorbei. Es geht mal wieder viel zu schnell, aber dies sollten jetzt noch nicht unsere Gedanken sein. Genießen wir lieber noch ein paar Bierchen, bevor wir ins Bett fallen, um uns auf den letzten Tag auszukosten.

Summer Breeze 2020: Tickets + Infos

Summer Breeze 2020

Summer Breeze 2019: Mittwoch + Donnerstag

Nach dem Wacken ist vor dem Wacken. Immer am dritten Wochenende findet in Dinkelsbühl das „Wacken des Südens“ statt. Natürlich geht es hier um das Summer Breeze, dass dieses Jahr zum 22. Mal stattgefunden hat. Hier gibt es über drei Tage ein Programm, was jedem Fan härterer Töne ein Grinsen ins Gesicht treibt. Auch wenn es erst Donnerstag offiziell los geht, reisen die meisten schon am Dienstag an. Ist das Zelt aufgebaut, gibt es bereits hier die ersten Bands auf der „Ficken Party Stage“ mitten auf dem Campground.

Am Mittwoch öffnet dann auch das Infield seine Pforten und lockt zum richtigen Warm-up. Alternativ geht es die beiden Tage schon zum Merchstand, bei den zum Teil 4,5 Stunden Wartezeit eingeplant werden müssen, um eines der begehrten T-Shirts zu ergattern. Donnerstag ist es dann endlich soweit. Leider aber nicht nur mit Musik, sondern auch mit Regen. Die ersten beiden Shows des Tages fallen regelrecht ins Wasser. Danach ist es dann wieder so, wie auch die Tage zuvor. Kühl, bewölkt aber immer wieder scheint zumindest die Sonne.

Summer Breeze 2019 Mittwoch

T-STAGE

20:00 – 21:00 Uhr
SOILWORK

Nachdem Blasmusik Illenschwang, Nailed To Obscurity und Death Angel an diesem Tag auf der T-stage dem Publikum schon ordentlich eingeheizt haben, stehen nun die Melodic Death-Ikonen Soilwork auf der Bühne. Das Publikum hat Blut geleckt. Es braucht keine großen Anforderungen, um beste Voraussetzungen zu schaffen, dass erste Mal Staub durch die Luft zu wirbeln. “Summerbreeze, are you ready for some Oldschool shit?” fragt uns Sänger Björn „Speed“ Strid – was wir haben, obwohl wir uns auch über Songs vom neuen Album “Verkligheten” freuen. “Keep the People floating and keep the circle spinning” sagt er uns weiter. So gibt es einmal mehr nur zufriedene Leute vor der Bühne. Die Fans über die Musik und die Securitys im Graben, die schon jetzt allerhand zu tun haben.

21:50 – 22:50 Uhr
HYPOCRISY

“We play old shit, new shit, we got no fucking time to talk” – mit diesen Worten begrüßt uns Sänger Peter Tägtgren und meint es auch so. Zugegeben, “new shit” ist relativ gesehen, immerhin ist das letzte Album der Band 2013 erschienen. Aber tut dies was zur Sache? Irgendwie nicht. Es folgt eine geballte Ladung Death Metal, wie man sie von der Band erwartet. Hier werden keine halben Sachen gemacht und man steht zu seinem Wort. Viele Worte fallen nicht, dafür gibt es die versprochene Musik. Auf der Bühne passiert dabei sonst nicht viel, ebenso im Publikum. Alle konzentrieren sich voll und ganz auf die Musik, es muss ja auch nicht immer Vollgas gegeben werden. Das würde auch nicht zu Musik passen, wenn wir mal ehrlich sind.

Summer Breeze 2019 Donnerstag

MAIN STAGE

12:55 – 13:40 Uhr
LORD OF THE LOST

Nachdem Iron Reagen die Hauptbühne eröffnet haben, ist bei vielen das Geschreie groß, als danach Lord Of The Lost die Bühne betreten. Die Band um Sänger und Gitarrist Chris Harms kann auf eine riesige, versammelte Menge am Mittag blicken. Aber auch weiter oben hat sich das Wetter gebessert. Der Regen ist fort und immer wieder scheint die Sonne. Perfekte für die Band, um ihren Dark-Rock an das Publikum zu bringen. Auch wenn die Band versucht, bei ihrem Auftritt ernst und konzentriert zu wirken, kann diese sich ein Lachen beim Anblick einiger Fans in Kostümen nicht verkneifen.

13:50 – 14:35 Uhr
VERSENGOLD

Dass bei Versengold die Sonne zwischen der Wolkendecke hervor kommt, kann kein Zufall sein. Aber nicht nur diese kann die Band hervorlocken, sondern auch viele Besucher, die Lust zum Feiern und Tanzen haben. Folkrock zum Mittag ist selten eine schlechte Wahl. Es heißt uns Sänger Malte Hoyer zum Mittagskonzert willkommen. Es folgt eine bunte Show mit alten Songs, aber auch mit vielem Neuen vom Album “Nordlicht”. Darunter “wir tanzen nicht nach braunen Pfeifen” und “Butter bei die Fische”. Bei letzterem gibt es dann noch einen Circlepit, der sich über den ganzen Platz bis zum ersten Wellenbrecher erstreckt.

14:45 – 15:45 Uhr
AVATAR
Schon nach wenigen Minuten steht fest: Sänger Johannes Eckerström hat wohl die längste Zunge des Festivals und möchte sie mit uns allen teilen. Wenn Sie mal nicht heraus hängt, gibt es von ihm den perfekten Wechsel zwischen gutturalem und cleanem Gesang. Es kann auch an der generellen Schock-Optik von Avatar liegen, dass vor der Bühne einiges los ist. Von der ersten Sekunde zieht die Band mit “Hail The Apocalypse” ihr Publikum in ihren Bann. Entsprechend startet auch direkt ein großer Pit, der immer wieder von Johannes ausgepeitscht wird.

15:55 – 16:55 Uhr
CLAWFINGER
Clawfinger stehen für “Rapmetal since 1993” und sind für viele ein fester Bestandteil der Jugend. Entsprechend dreht das Publikum ab dem ersten Moment durch und verausgabt sich im Circle Pit oder geht Crowdsurfen. Auch auf der Bühne hält es keinen auf seinem Platz. Immer wieder treibt Sänger Zak Tell und Bassist André Skaug das Publikum an. Eine Energie, die die Anlage der Hauptbühne von allein betreiben könnte. Der Refrain vom letzten Song “Do What I Say” ist somit noch lange zu hören, während sich die Bühne wendet, um Platz für Kvelertak zu machen.

17:05 – 18:05 Uhr
KVELERTAK
Ausschließlich norwegische Texte halten keinen davon ab, seinen Kopf zu bewegen. Das beste Beispiel dafür sind Kvelertak. Es öffnet sich ein Pit nach dem anderen, ohne das einer wieder zu geht. Auch wenn Sänger Ivar Nikolaisen noch nicht lange Frontmann der Bande ist, weiß er genau, was seine Fans möchten. Ein Kracher-Song nach dem anderen sorgt für einen späteren Muskelkater im Nackenbereich. Auch die zahlreichen Gitarrensoli der drei Saiteninstrumentalisten verstärken dies eher noch. Zwar gibt es noch kein neues Material der Band, ist jedoch nur noch eine Frage der Zeit, bis sich dann ändert.

18:20 – 19:20 Uhr
TESTAMENT

Testament ist fast so alt wie der Thrash Metal selbst. In die Jahre gekommen ist aber keins/keiner von beidem. Klar, sie sind vielleicht nicht mehr so agil wie früher, ihre Spielfreude kann man aber nicht abstreiten. Eine große Show hat und braucht die Band nicht. Der Fokus liegt klar auf der Musik, da braucht es auch nichts weiteres. Das Set besteht aus einer bunten Mischung ihrer gesamten Schaffensgeschichte und lässt keine Wünsche offen.

19:40 – 21:10 Uhr
IN FLAMES

In den letzten Jahren mussten sich In Flames durch ihren Stilwechsel einiges an Kritik anhören. Spätestens mit ihrem letzten Album “I, The Mask” haben sie diese Stimmen aber beiseite legen können. Sie sind wieder so, wie man sie früher zu lieben gelernt hat. So hat sich das Infield gut gefüllt, als der erste Headliner des Festivals die Bühne betritt. Es folgt ein Set, welches sich besonders auf die letzten beiden Alben fokussiert, wodurch jedoch ab und an ein Klassiker auf der Strecke bleibt. Das Publikum feiert dennoch ohne Pause, was auch Sänger Anders Fridén auffällt: “Guys, I love your dedication, crowdsurfing without music”. In Flames hat auf der Bühne aber auch einiges drauf. So ist die Lichtshow gewaltig, auch wenn die Sonne noch nicht ganz untergegangen ist und dadurch nur halb so gut rüber kommt. Abseits von dieser passiert jedoch nicht viel. Dennoch ein sehr gutes Konzert der Band, bei welchem der Fokus klar auf der Musik lag. Darauf kommt es schließlich ja aber auch an.

21:30 – 23:20 Uhr
AVANTASIA

Bei Avantasia gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder man liebt oder hasst sie. Alternativ mag man die Musik, aber nicht das “gesabbel” von Sänger und Mastermind Tobias Sammet. So holt er diesmal etwas weiter aus und verredet die ein oder andere Minute, was beim Publikum öfter auf Unmut trifft. Auch die ständigen Pausen sorgen dafür, dass die Stimmung nur langsam in Fahrt kommt. Wird nicht geredet, gibt es Musik, die fast durch die ganze Diskographie der Band geht. Immer wieder dabei sind verschiedenste Gastmusiker, bei denen Sammet immer wieder betont was für ihre Ehre es ist sie dabei zu haben. „Andere werden nach 80 Minuten müde… wir spielen nach 80 Minuten den längsten Song des Abends!“ sagt er uns später und stimmt damit den 12 MInuten Song “Let The Storm Descend Upon You” an. Mit fast zwei Stunden hat Avantasia den größten Slot des Festivals, Müdigkeit ist jedoch nicht zu erkennen. Auch nicht, als sich die Band mit “Sign of the Cross / The Seven Angels” von der Bühne verabschiedet, welches aus den jeweiligen Songs “zusammengeworfen” wurde.

23:35 – 00:50 Uhr
MESHUGGAH
Meshuggah ist hebräisch und bedeutet “verrückt”. Besser kann man die Band auch nich beschreiben, dessen Motto “je tiefer der Ton desto besser” lauten könnte. Bei ihrem ersten Auftritt überhaupt auf dem Summer Breeze zeigt sie sich von ihrer besten Seite. Zwar ist es anfangs relativ leer or der Bühne, sie ändert sich dies schnell. Doch noch den ein andere anderen in Hörreichweite von dem Zelt weggelockt? Vor der Bühne dann für verwirrung für den neuen Fan der Band. Die Kopf bei disharmonischen Melodien zu schütteln ist nicht immer einfach, ein blick auf den Nachbarn hilft aber meist aus. Dennoch passiert bei bei “Bleed” ein kleiner Spielfehler, was bei der Band sehr unüblich ist, die sonst nahe der Perfektion spielt. Wir sind eben auch nur Menschen und gerade soetwas macht uns nur menschlicher.

01:00 – 02:00 Uhr
CRADLE OF FILTH
Cradle Of Filth ist eine weitere Band die man entweder liebt oder hasst. Sänger Dani Filth ist hier in den meisten Fällen der ausschlaggebende Punkt. Entweder man mag die Schreibe oder eben nicht. Heute steht aber nicht dies im Fokus, sondern das Album „Cruelty And The Beast“ welches in voller Länge gespielt wird. Viel zeit für Ansprachen bleibt da nicht, würde aber auch nichts ins Konzept passen. Es ist ein fast perfekter Auftritt der Band, bei dem jeder “früher war alles besser”-Sager vollkommen auf seine kosten kam.

T-STAGE

17:10 – 17:55 Uhr
LIONHEART

Lionheart kommt nur mit den Worten “LHHC” auf die Bühne, Welches vom Publikum laut zurückgerufen wird. Begeistert ruft uns Sänger Rob Watson entgegen “that’s why we need no fucking intro”. Dann geht die Party los. Der Pit kennt heute kein Erbarmen und die Band lässt einem keine Verschnaufpause. Es ist fast ein Bilderbuchauftritt der Band, so wenig Wünsche bleiben offen. “Wir verbringen hier unseren Urlaub mit euch” sagt uns Gitarrist Evan Krejci – und so fühlt es sich auch an. Die Band hat sichtlich spaß und git und als letzten Tipp mit, dass das nächste Album nicht mehr lange hin ist.

18:35 – 19:35 Uhr
UNEARTH

Nachdem der Metalcore Fan grade noch nebenan bei Get The Shot war, ist er nun wieder zurück auf der T-Stage als Unearth zum Tanz bitten. Die Band zählt als eins der Urgesteine der Szene und stellt die von Anfang an unter beweis. Kaum eine Band hat ihr Publikum so im Griff wie Unearth. Zwar ist die Menge nicht mehr ganz so ausgelassen wie zuvor, beachtlich ist es dennoch. Letztes Jahr erschien ihr neuestes Werk “Extinction(s)” auf welchem heute, zusammen mit ihrem zweiten Werk von 2004 “The Oncoming Storm”, der Fokus liegt. Aber egal bei welchem Song, der Moshpit steht und möchte sich auch nicht mehr auflösen.

20:30 – 21:30 Uhr
OF MICE & MEN

Bei Of Mice & Men gibt es bei der aktuellen Tour eine kleine Veränderung, die einen großen Unterschied macht: Sänger und Bassist Aaron Pauley ist nur noch am Mikrofon zu finden. Dafür ist Raad Soudani, der Bassist von Volumes, mit von der Partie. Dies bringt sofort mehr Dynamik auf die Bühne, die der Band seit dem Ausstieg von Sänger Austin Carlile gefehlt hat. Aber nicht nur dies, auch die Stimme von Pauley klingt gefühlt besser als sonst. Der ganze Auftritt der Band ist einfach runder als man es von den letzten Auftritten gewohnt war. Ob die Besetzung so bleibt oder in Zukunft man offiziell einen anderen Bassisten einstellt ist unklar. Einerseits wäre es schade Pauley nicht mehr am Bass zu sehen, andererseits würde es die Band wieder auf die nächste Stufe heben.

22:25 – 23:25 Uhr
DEICIDE

Während Avantasia auf der Hauptbühne spielen, gibt es auf der T-Stage ein massives Kontrastprogramm. Deicide huldigten hier mit einem Song nach dem anderen Satan und setzen damit die Stimmung für den ganzen Auftritt. Dabei geht es quer durch die Diskographie der inzwischen 30 Jahre alten Band. Eine große Show gibt es dabei nicht. Es wird die Spielzeit genutzt um so viele Songs wie möglich unterzubringen. Hierbei liegt der Fokus aber nicht auf dem im letzten jahr erschienene Album “Overtures of Blasphemy”, sondern auf den ersten Werken der Band.

00:20 – 01:20 Uhr
BATTLE BEAST

Für viele geht es mit Battle Beast in die finale Runde des Abends. Kein wunder, immerhin weiß jeder Fan was er von der Band erwarten kann: eine Energiegeladene Show und Sängerin Noora Louhimo, die sich stimmlich wieder selbst übertrifft. Genau das bekamen die Fans auch. Direkt beim ersten Song “Unbroken” gibt es das erste Mal feuer zu sehen, was sich den Auftritt über immer wieder wiederholt. Abgesehen von von dem Song “Black Ninja” besteht das Set nur aus Songs der letzten beiden Alben, welche jedoch sehr gut ankommen und somit das Nachtprogramm für viele perfekt machen.

Das war also der erste Tag, nach welchem jetzt schon viele völlig verausgabt waren. Zurück am Zelt ging es daher direkt ins Zelt oder alternativ wurde noch ein letztes Bier mit den Freunden getrunken, bevor die Reserven wieder aufgefüllt wurden. Wenn der Auftakt des Festivals schon so gut war, wie sollen dann noch die weiteren zwei Tage werden?

Summer Breeze 2020: Tickets + Infos

Summer Breeze 2020

Alle Infos zum Summer Breeze 2019: Wetter, Anreise, Spielzeiten, Tipps

Das beliebte Festival der harten Töne auf dem Flugplatz Dinkelsbühl im Landkreis Ansbach inBayern geht in seine 22. Runde und das mit großartigen Acts! Für Festivalbesucher, die innerhalb der nächsten Tage nach Mittelfranken pilgern, beantworten wir die eine große Frage: Wie läuft es ab beim Summer Breeze 2019? Damit ihr gut gewappnet seid, haben wir euch hier einen Leitfaden zusammengestellt: Wie gestaltet ihr die Anreise am besten, woher bekommt ihr wichtige Infos, wie wird das Wetter und wo findet ihr was.

In der Zeit vom des 14. und 17. August wird der Flugplatz Dinkelsbühl wieder zur Pilgerstätte von tausenden Metalfans. Bei der 22. Ausgabe verwandelt sich das Summer Breeze Open Air wieder in ein Metalmonster mit einem perfekten Querschnitt aller Genres und knallharten Sounds von über 120 Bands. Als Top-Acts für das Summer Breeze 2019 Line-Up sind Parkway Drive, Bullet for my Valentine, Meshuggah, In Flames, Airbourne, Avatar, Lionheart, Hammerfall, Of Mice and Men, Emperor, Zeal & Ador, Knasterbart, King & Diamond und Gaahls Wyrd und vielen weitere bestätigt.

ANREISE

Aus Umweltgründen und Gründen der Nachhaltigkeit reist doch am besten mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Fahrgemeinschaften an. Hier geht es zu den Infos zur Anreise mit den öffentlichen Verkehrmitteln.

Mit dem Auto
Adresse: Flugplatzstraße 1, 91550 Dinkelsbühl. Wir empfehlen die Anreise über Dinkelsbühl. Wenn ihr von Dinkelsbühl im Westen in Richtung Festivalgelände (das östlich von Dinkelsbühl liegt) fahrt, dann ist die Zufahrt zum Festival nicht zu verfehlen.

Kostenlose Shuttlebusse zwischen Festivalgelände und Dinkelsbühl:
Die kostenlosen Busshuttles werden in diesem Jahr zu folgenden Zeiten zwischen dem Festivalgelände und Dinkelsbühl fahren: Dienstag: 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr – Haltestelle: ZOB Schwedenwiese (Rückfahrt aus Dinkelsbühl bis 22.00 Uhr möglich) / Mittwoch: 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr – Haltestelle: ZOB Schwedenwiese (Rückfahrt aus Dinkelsbühl bis 20.00 Uhr möglich) / Donnerstag – Samstag: 8:00 Uhr – 20.00 Uhr – Haltestelle: ZOB Schwedenwiese / Sonntag: 7:00 Uhr – 14.00 Uhr – Haltestelle: Schiesswasen

Hier könnt ihr euch den Gesamt-Lageplan oder den Infield-Plan herunterladen.

Bereit fürs Summer Breeze?

Ob Frischling oder erfahrener Festivalgänger – man sollte sich im Vorfeld Gedanken machen, welche Utensilien man zu einem Festival mitnimmt bzw. was man wirklich braucht. Mittlerweile kann man zwar den halben Hausstand in den festivaleigenen Shops erwerben, doch das kann schnell teuer werden. Aber es ist ja schonmal gut zu wissen, dass vor Ort noch Dinge nachgekauft werden können.

Glücklicher Weise gibt es aber auch immer hilfsbereite Mitcamper, die euch sicherlich etwas ausleihen können. Doch wer sein Zelt vergessen hat oder die Unterhosen, dem wird auch niemand aushelfen können. Mit unserer Packliste denkt ihr von vorne herein einfach an alles! Ladet euch hier unsere Festival-Checkliste bzw. Pack-Liste als PDF herunter, die kann man ausdrucken und dann alles abhaken und sogar noch eigene Dinge ergänzen.

Hier ist deine ultimative Festival-Checkliste

Wie wird das WETTER?

Mittlerweile sind wir im Sommer angekommen. Auch wenn sicher immer wieder das ein oder andere Gewitter gezeigt hat, wir geben die Hoffnung nicht auf, dass der Wettergott ein Festivalfan ist und dem Summer Breeze 2019 und seinen Besucher wohl gesonnen sein wird. Die aktuellen Aussichten für die Zeit vom 14. bis 17. August 2019 in Dinkelsbühl sehen durchwachsen aus.

An allen Festivaltagen, demnach von Mittwoch bis Samstag, soll es voraussichtlich öfter bewölkt sein, am Mittwoch scheint dabei noch öfter die Sonne – ab Donnerstag bis Samstag solltet ihr euch aber auch Regen und Regenschauer einstellen. Leider. Verfolgt sonst jederzeit die aktuellen Infos vor Ort oder in der Festival-App, um informiert zu sein.

Welche Band spielt wann?

Ab Mittwochnachmittag beginnt das Programm auf den drei Bühnen T-Stage, Wera Tool Rebel Stage und Ficken Party Stage – dabei treten u. a. Bands wie Knasterbart, Enslaved, Hypocrisy, Soilwork und Death Angel auf.

Der Donnerstag hält ab mittags dann Top-Acts wie In Flames, Testament, Meshuggah, Cradle of Filth, Avantasia, Kvelertak, Of Mice & Men und viele mehr bereit.

Auch am Freitag startet das Programm am Mittag, Bands wie Skindred, Kissin Dynamite, Airbourne, Emperor, Hammerfall, Parkway Drive und noch jede Menge mehr gehen an den Start.

Zu guter letzt wird am letzten Tag, dem Sonntag, ebenfalls ab Mittag nochmal Gas gegeben, dabei legen sich Top-Acts wie Hämatom, Eluveitie, Equilibrium, Subway to Sally, Bullet for my Valentine, Dimmu Borgir und noch viele mehr ins Zeug.

Alle genauen Spielzeiten am Samstag und Sonntag findet ihr auf der Festivalseite www.summer-breeze.de oder ihr könnt euch hier den aktuellen Spielplan herunterladen: Download Spielplan Summer Breeze 2019

Wo finde ich was?

Damit ihr euch an allen Festivaltagen gut zurechtfindet, gibt es natürlich einen übersichtlichen Infield-Plan zum Download. Vor Ort ist aber auch alles gut ausgeschildert und ihr werdet vor allem von Personal auch zu Parkplätzen und allen Campingflächen geleitet.

Es gibt insgesamt vier verschiedene Bühnen beim Summer Breeze 2019 – die Main Stage, T-Stage, Wera Tool Rebel Stage und Ficken Party Stage – am Mittwoch wird die Hauptbühne noch nicht bespielt, zwischen Donnerstag und Samstag sind dann aber alle Programmpunkte auf den vier Bühnen verteilt.

Ihr findet Info-Points, Fundbüro, erste Hilfe, usw. eingezeichnet auf dem Plan. Den aktuellen Infoplan findet ihr hier auf der Festivalseite www.summer-breeze.de

was darf mit aufs FestivalGelände

  • Bauch-/Gürteltasche (bis max. 25 x 10 x 15 cm) oder
  • Brustbeutel in DIN A5 (21 x 15 x 2 cm) oder
  • transparenter Turnbeutel in DIN A4-Größe (21 x 30 cm)
  • flüssige Hygiene- und Gesundheitsartikel bis 100 ml (bis max. 2 Stück pro Person) in geeigneten Plastikgefäßen
  • Smartphones, Tablets
  • leere, faltbare Trinkflaschen bis 1 Liter
  • leere Tetra Packs bis 1 Liter
  • leere Trinkschläuche bis 1 Liter
  • offene Trinkbecher aus Kunststoff/Pappe bis 0,5 Liter
  • Lunchpakete pro Person für den eigenen Verzehr
  • Medikamente

Was darf nicht mit aufs FestivalGelände

  • Taschen, Rucksäcke und nicht-transparente Turnbeutel aller Art
  • Feuerwerkskörper, Wunderkerzen und sonstige pyrotechnische Gegenstände aller Art (u. a. Bengalische Feuer)
  • Drogen
  • Glasflaschen, Glasbehälter, Dosen, Kanister, Trinkrucksäcke & Plastikflaschen
  • Schuss-, Hieb-, Stich- und sonstige Waffen aller Art, Sägen, Äxte, Beile und vergleichbares Werkzeug
  • Stühle, Sitzmöbel & Sitzgelegenheiten (z.B. Styroporwürfel)
  • Aufzeichnungsgeräte: professionelles Ton-, Foto- und Videoequipment
  • Tiere aller Art
  • Sperrige Gegenstände wie Fahnenstangen, Selfie-Sticks, große Regenschirme
  • sonstiges Campingequipment, Motorradhelme
  • Funkgeräte
  • Flugblätter

So war das Summer Breeze 2018: Samstag

Und ehe man sich versieht, sitzt man schon mit dem letzten morgendlichen Wodka-E vor dem Zelt und fragt sich, wo die Zeit geblieben ist. Es fühlt sich schon etwas komisch an, wenn um einen Rum schon die ersten Zelte abgebaut werden, schließlich steht heute noch so viel an. Die Sonne befürwortet zumindest alles. Die steht hoch über uns und der regen will uns heute auch nicht noch einmal die Ehre erweisen. Also was hindert uns daran langsam zur Bühne zu schlendern?

Parasite Inc.

Parasite Inc. haben in den letzten Tagen einiges an Werbung auf dem Infield betrieben. Sicherlich auch diesem ist es zuzuschreiben, dass es schon recht voll ist vor der Bühne. Die Melodic-Death-Metal-Band meldet sich mit einem neuen Album zurück, nach immerhin fünf Jahren. Entsprechend gemischt ist auch die Setlist. Sowohl alte als auch neue Songs kommen beim Publikum gut an, welches sich dazu gleich für den Tag warm macht und schon ordentlich mit dem Kopf schüttelt. Für den Titeltrack des neuen Albums, „Dead or Alive“, holt die Band sich noch Johnny von Soulbound auf die Bühne, welcher die Clean Vocals übernimmt.

Betraying the Martyrs

Weiter geht das Programm zum Wachwerden mit Betraying the Martyrs. Die Band muss sich zwar mit weniger Publikum zufrieden geben, füllt mit Deathcore aber auch eher eine Nische aus. Die Stimmung ist dennoch super und so dauert es nicht lange bis sich viele große Pits bilden. Auch wenn die Band viele normale musikalische Einflüsse aufweist, mit harten Riffs und dem ständigen Wechsel zwischen Gutturalen und cleanen Vocals, hebt sich dieser durch die Verwendung eine Keyboards nochmal etwas ab, was den Auftritt aber keineswegs abwertet.

Carnifex

Klassischeren Deathcore, mit Melodic-Death-Elementen, gibt es im Anschluss mit Carnifex. Die Band ist zwar eine der großen in der Szene, muss sich aber, wie auch Betraying the Martyrs, mit einem übersichtlichen Publikum zufriedengeben. Stimmung machen die Jungs dennoch, so entstehen auch hier viele große Pits. Inzwischen steht die Sonne aber wieder hoch über uns, sodass der begrenzte Schatten auf dem Infield dicht besiedelt ist. Wer keinen Platz findet, liegt dann teilweise in der Sonne und moshed von da aus. So bildet sich auch ein kleiner liegender Pit. Jetzt hat man wirklich alles gesehen, oder?

Napoleon

Auf der T-Stage gibt es währenddessen Napoleon auf die Ohren. Die Metalcore-Formation ist zwar noch nicht lange im Geschäft, hat aber dennoch ein unverwechselbares Klangbild. Vor der Stage ist zwar auch hier noch nicht viel los, die Stimmung leidet aber dennoch nicht. Die ersten Pits lassen nicht lange, ebenso die ersten Crowdsurfer, welche die Security auf die erste Probe des Tages stellen.

Bannkreis

Bannkreis sind zwar erst seit 2017 zusammen unterwegs, aber dennoch schon lange ein eingespieltes Team. Bis auf Frontfrau Johanna Krins sind alle weiteren Mitglieder aus der Folk-Metal-Band Subway To Sally. Auch musikalisch lässt sich die Band sehr Subway To Sally zuordnen, da ist es kein Zufall, dass “Bannkreis” auch ein Albumtitel der früheren Werke von Subway ist. Musikalisch sind beide sehr ähnlich, was gerade viele ältere Fans von Subway vor die Bühne locken kann. Entsprechendes Feiern und Tanzen mit eingeschlossen.

Einherjer

Einherjer fackeln nicht lange Rum. Ohne Intro kommen die Norweger auf die Bühne und spielen einen Klassiker nach dem anderen. Auch ein Song des im September erscheinenden Albums ist mit dabei. Wie es sich für Viking-Metal gehört, finden immer wieder die Hörner des Publikums ihren weg in die Luft. Sonst ist die Stimmung recht durchwachsen, kann gegen Ende mit den Songs „Alu Alu Laukar“ mit einem mit sing Part und „Far Far North“ nochmal angehoben werden.

Orange Goblin

Mit ihrem wilden Mix aus den Stilen DER Klassiker, Dosenbier und einem Schuss Jack Daniels geben Orange Goblin sich zum ersten Mal die Ehre auf dem Summer Breeze. Die leichten technischen Probleme halten Frontsänger Ben Ward nicht davon ab zwischen den Songs ins Schwelgen darüber zu kommen, wie perfekt hier doch alles ist. Sichtlich begeistert ist nicht nur die Band, sondern auch das Publikum und so gehen nach Ende des Sets eine zutiefst Zufrieden dreinblickende Orange Goblin von der Bühne und entlassen begeistere Metaller in den späten Nachmittag.

Phil Campbell & The Bastard Sons

Auch heute wird der Nachmittag mit ordentlich Rock ‘n‘ Roll gefeiert. Phil Campbell & The Bastard Sons haben jedoch, das Problem, welches auch Danko Jones am Vortag hatte. Es ist nicht viel los vor der Bühne. Stimmung gibt es dennoch reichlich und so wird getanzt und, wenn möglich, sein Haar im Takt geschwungen. Dennoch ein beachtlicher Auftritt, wenn man beachtet, dass die Band erst im Januar ihr debut Album herausgebracht hat.

Info + Tickets Summer Breeze 2019

Summer Breeze 2019 / Summer Breeze Open Air 2019

So war das Summer Breeze 2018: Freitag

Wer sich nach der Nacht von dem Staub befreien wollte, welcher sich im Laufe des Vortages angesammelt hat, wurde an den Duschen positiv überrascht. Auch diese wurde verbessert, standen auf festen Platten auf dem Boden und wurde in ihrer Anzahl verbessert. Das bedeutet weniger Schlange stehen und nach dem Duschen nicht wieder direkt im Schlamm stehen. Cool, oder? Danach hält einen aber nichts mehr ab sich ein Bier zu schnappen und sich auf den Weg zur Bühne zu machen, wo sich bereits die erste Band bereit macht.

annisokay

11 Uhr am morgen und der Bereich vor der Hauptbühne ist schon gepackt voll. Grade erste sind Annisokay aus den USA zurückgekehrt und feiern nun auf dem Summerbreeeze den Release ihrer neuen und vierten Platte „Arms“. Leider spielt die Band nur die bisher veröffentlichten Singles und geben keinen weiteren Einblick auf den Rest des Albums. Das Publikum ist dennoch begeistert und so schwebt eine konstante Staubwolke über dem Publikum, von welcher auch Sänger Dave beim Crowdsurfen eine tiefe Nase nimmt.

Megaherz

Plötzlich wird es wieder leerer vor der Bühne, was aber bestimmt nur an der knallenden Mittagssonne liegt. Auch der Band, welche Kostümiert ist, geht es nicht besser, welche alles mit „Warum hat keiner unserem Designer gesagt, dass es hier so warm wird“ kommentiert. Entsprechend schweißtreibend ist die Feier vor der Bühne, welche dennoch gut in fahrt kommt, auch wenn die Stimmung erst zu „Miststück“ und „Himmelstürmer“ aufkommen will.

Northlane

Northlane fackeln nicht lange Rum. Ohne Intro und mit der neuen Single „Vultures“ startet die Band in ihr Set und lässt dabei kein Staubkorn an seinem Platz. Die Menge feiert zu alten und neuen Songs gleichermaßen und Sänger Marcus beweist erneut, dass er mehr als nur ein guter Ersatz für den 2014 ausgeschiedenen Adrian ist, obwohl die Band seither sehr kontrovers in der Metalcore-Szene angesehen wird. Die Band überzeugt generell mehr durch Spielfreud als durch Ansagen, denn diese fallen fast komplett aus. Aus dem ganzen Staub, der bei der Band aufgewirbelt wird, bildet sich am Ende sogar noch ein kleiner Tornado, das muss man erstmal nachmachen.

Amaranthe

Es wird Zeit für ein Summerbreeze debut. 2011 erblickte ihr erstes Album das Licht der Welt und noch dieses Jahr steht das fünfte in den Startlöchern. Vor kurzem erschien zu diesem die erste Single, doch leider hat diese seinen Platz nicht in die Setlist geschafft. Die anwesende Menge feiert dennoch, auch wenn diese keine Zeit zum Verschnaufen zwischen den Liedern hat. Drei Sänger bedeutet eben viel gesangliche Vielfalt und minimale Pausen. Generell halten sich die Schweden jedoch bedeckt auf der Bühne und ziehen ihr Set ohne große Besonderheiten durch.

Danko Jones

Weiter geht’s mit Rock‘n’Roll von Danko Jones. Der Bereich vor der Bühne hat sich leider etwas geleert, was aber bestimmt nur der Sonne zuzuschreien ist. Alle gebliebenen werden direkt von dem symphatischen Frontmann in den Bann gezogen und feiern zu jedem passenden und unpassenden Zeitpunkt, ganz so wie es Danko will. Auf der Bühne ist nicht viel Bewegung, aber muss das auch unbedingt sein? Danko Jones spielt ein knackiges Set, bei dem keine Klassiker ausgelassen werden aber auch neues Material seinen Platz findet.

Salatio Mortis

Die nächste Release-Show steht an, nur diesmal mit kühlerem Wetter und sogar einem kurzen Regenschauer. Die Fans kümmert dieser aber immer weniger. Immerhin wissen Saltatio Mortis diesem mit viel Feuer entgegenzuwirken und so sind alle schnell wieder trocken. Neben den Klassikern war vor allem das neue Album stark in der Setlist vertreten und wurde kräftig vom Publikum gefeiert. So kommt dieses auch jeder Aufforderung von Alea nach und springt mit ihm wie Wild um die Wette. Am Ende lässt er sich sogar durch die Menge tragen, während er „Rattenfänger“ performed.

Beartooth

„We are Beartooth and we are here to fuck you up“ – oh ja, das sind sie. Dabei spielen sie Songs aus ihren beiden bisherigen Alben und sogar alle 3 Singles ihrer neuen Platte „Desease“, welche nächsten Monat erscheint. Für die ersten Songs ist es auch gut gefüllt vor der Bühne, dann fangen die ersten Tropfen an, die die Fans noch bewusst ignorieren. Dann werden die Tropfen zu Eimern und es wird immer leerer vor der Bühne, wovon sich die Band aber nicht einkriegen lässt und weiter professionell ihr Set durchzieht. Diesen Regen hat die Band zwar nicht verdient, aber immerhin hat sich jetzt alles etwas abgekühlt und die Staublunge der letzten Tage kann sich zumindest für einen Moment wieder erholen.

Doro

Die Queen of Metal ist zurück auf dem Acker! Auch sie hat ein neues Album am Start und feiert zugleich ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum. Dennoch fiel ihr Auftritt regelrecht ins Wasser, denn durch den Starkregen musste ihr Auftritt etwas verzögert starten. Auch vor der Bühne war entsprechend wenig los, was sich aber schnell änderte, also sich der Regen verzog. Belohnt wurden die Fans vor der Bühne mit einem gewohnt charismatischen Auftritt mit allen Klassiker, wie „all we are“ und „We are the Metalheads“, aber auch neuen Songs wie „All for Metal“.

At The Gates

Auch für die Melodic Death Legenden At the Gates stand der Auftritt durch das Wetter unter einem schlechten Stern. Zu Anfang war es daher sehr leer vor der Bühne, was sich erst nach ein paar Songs ändern sollte. Die Band lässt sich davon aber nicht beirren und zieht ihr Set durch, wie man es von ihnen kennt. Keine große Besonderheiten, aber genau das was man von ihnen erwartet.

Trivium

Spätestens jetzt sind auch die letzten Tropfen verschwunden, die Klamotten gewechselt und der Weg zurück zu Bühne geschafft. Trivium kommen unter viel Nebel auf die Bühne und starten mit dem Titeltrack des letzten Albums. Anfangs kommt die Stimmung leider noch nicht ganz ins Rollen, obwohl Sänger und Gitarrist Matthew alles versucht dies zu ändern, was ihm später auch gelingt. Sonst ist auf der Bühne recht wenig Bewegung, dies liegt aber daran, das alle zwischen 5 Mikros auf der Bühne rotieren müssen. Vor der Bühne sieht das anders aus: Viele Pits und noch mehr Crowdsurfer stellen die Security auf die Probe. Am Ende wird es zu „In Waves“ nochmal richtig voll und es wird klar, dass viele nur auf diesen Song gewartet haben.

Mr. Hurley & die Pulveraffen

Ein Mr. Hurley und die Pulveraffen Auftritt steht immer ganz im Fokus der Crowdsurfer. So ist es auch diesmal wieder und wir können noch vor Beginn des Auftritts die ersten Beobachten. Als die Pulveraffen dann loslegen wird es dann richtig voll über den Köpfen der Anwesenden. Normale Crowdsurfer, Crowdsurfer auf Crowdsurfern und Crowdsurfer in Schlauchbooten. Alles war vorhanden zu den zum Schunkeln einladenden Klängen der Piratenband aus dem karibischen Osnabrück. Auf der Bühne gibt es allerdings ein relativ neues Gesicht zu sehen, denn seit kurzen steht Pegleg Peggy am Bass und unterstützt die Band nicht mehr nur mit Animationen.

Arch Enemy

Arch Enemy lassen schon beim ersten Song erahnen, was kommen soll. Pyro wohin das Auge auch blickt. Dazu eine energetische Alissa, welche, wie gewohnt, wie wild über die Bühne hüpft. Genau dafür sind die Fans gekommen und natürlich für die Musik. Gespielt wird ein buntes Set durch die Jahre, mit einem Fokus auf das letzte Album „Will to Power“. Dazu im Verlauf des Abends immer mehr Pyro. Angefangen von Feuersäulen und -bällen, über Funkenfontainen und Feuerschalen. Ganz am Ende will es die Band zu „Nemesis“ nochmal richtig Wissen und zündet alles, was noch zur Verfügung steht. Schließlich beenden die Band ihr Set unter einem Funkenregen von der Decke, bevor sie sich in einem recht langen Outro von der Bühne verabschieden.

Sick of it All

Was Bewegung auf der Bühne angeht können sich einige Bands etwas von Sick of it All abschneiden. Die NYC-Hardcore Band spring wie wild über die Bühne als gäbe es kein morgen. Vor der Bühne sieht es anfangs etwas anders aus, was sich nach einer Bemerkung von Sänger Lou und dem ersten Klassiker aber schnell ändert. Danach springen Band und Publikum nur so um die Wette und machten den Abend nochmal zu einer schweißtreibenden Angelegenheit.

Satyricon

Zur späten Stunde gibt es Black-Metal von Satyricon zu lauschen. Die Band, welche eigentlich nur aus 2 festen Mitglieder besteht, kann sich dabei über recht viel Andrang vor der Bühne freuen, welches ganz im Sinne des Black-Metals vorsichtig hin und her wackeln. Die Bühnenshow dazu ist dabei auch stilecht gehalten. Zurückhaltende Lichtshow und keine übertriebene Elemente ziehen sich durch die Show. Zu dem Song „Mother North“ zeigt sich das Publikum jedoch nochmal von seiner anderen Seite und singt lauthals im Chor

Turisas

Ist Viking-Metal etwas aus der Mode gekommen? Turisas haben seit 2013 keine neue Musik mehr veröffentlicht und auch sonst ist es still um die Band. Entsprechend leer ist es auch vor der Bühne, obwohl die Band mit ihrer Musik an diesem Tag einzigartig ist. Es kann aber wieder am Slot liegen, denn irgendwann ist die Luft einfach raus. Turisas spielt ein Set mit ihren größten und bekanntesten Hits, welche für den ein oder anderen inzwischen jedoch etwas ausgelutscht sind. Stimmung können diese daher nur mäßig aufbauen. Es wird einfach Zeit für etwas Neues. Aber ob Fan oder nicht, es eignet sich auf jeden Fall, um nach einem langen Tag noch einmal abzuschalten, um am nächsten Tag wieder voll Fit zu sein.

Info + Tickets Summer Breeze 2019

Summer Breeze 2019 / Summer Breeze Open Air 2019

So war das Summer Breeze 2018: Mittwoch + Donnerstag

Im letzten Jahr, zum 20. Jubiläum, gab es einige Änderungen auf dem Summer Breeze Open Air. Dieses Jahr stand ganz im Fokus diese Änderungen zu verbessern und die allgemeine Besuchererfahrung zu verbessern, ohne dabei die besonderen Merkmale des Festivals zu verlieren. So wurde der Zugang zur sich drehenden Hauptbühne von beiden Seite ermöglicht, sodass es dort weniger zu Stau kommt und beide Seiten gleichstark befüllt werden. Zudem wurden die Umbauzeiten leicht erhöht, was zu Folge hat, dass vor jeder Band der Bereich vor dem ersten Wellenbrecher komplett getauscht werden kann. Im Vorjahr war der Zugang nur von einer Seite möglich, sodass man oft nicht aus dem vorderen Bereich heraus kam, bevor die nächste Band zu spielen begann. Außerdem erscheint die Camel-Stage im neuen Glanz. Diese hat nun ein chices Dach bekommen und bietet damit einen guten Schutz vor Wind und Wetter und vor allem Sonne. Weiterhin spielt hier primär der Szene Nachwuchs und aufsteigende Bands, abwechselnd, ohne Zeitverzögerung mit der T-Stage.

Das Zirkuszelt wurde entfernt und durch die Ficken Party Stage ersetzt, welche sich mitten auf dem Campground befindet. Hier spielen nur wenige Bands, dafür findet hier jeden Abend eine Disco statt und es gibt keine Sicherheitskontrollen vor der Bühne, man kann also sein eigenes Bier mitbringen. Auf dem Infield gibt es auch ein paar Änderungen. Die Rolli-Bühne steht an einem zentraleren Ort und es gibt einige Toiletten mehr, um dem „Wildpinkeln“ an manchen Orten entgegenzuwirken. Lediglich die Anreise hat für viele Besucher für Frust gesorgt, da die Campingflächen in diesem Jahr von Hinten nach Vorne befüllt wurden, anstatt andersherum und sich eine verfrühte Anreise mit Extragebühr, damit nicht gelohnt hat um einen besonders guten Platz zu ergattern. Sonst bleibt alles beim Alten. Ein starkes Lineup, ein super Gelände, die Nuclear Blast Label Night am Mittwoch und die netteste Security, die man auf einem Festival finden kann.

Any Given Day

Bevor es richtig los geht, steht auf der Camel-Stage Blasmusik Illenschwang auf der Bühne und läutet wie gewohnt das Festival ein. Mit klassischer Blasmusik und bekannten Songs wie „Ihr Kinderlein kommet“ sorgen diese für mächtig Stimmung und stellen die Security auf die erste Probe was Crowdsurfer angeht. Obwohl Any Given Day die erste Metal Band auf dem Festival ist, ist das Infield schon gepackt voll. Abgesehen von der Merch-Schlange, in der man mehrere Stunden verweilen muss um sich eindecken zu können, haben sich auch sehr viele vor der Bühne versammelt. Und diese haben Lust zu feiern. Kaum ertönen die ersten Klänge durch die Boxen kann man schon Crowdsurfer beobachten. Aber auch sonst gibt es Pits wo das Auge reicht, obwohl die Sonne versucht dies zu verhindern. Zu „Home Is Where The Heart Is“ wird es erneut voll im Graben vor der Bühne. Ein Crowdsurfer nach dem anderen, sodass die Security leicht aus der Puste kommt, aber dies ist erst das Aufwärmprogramm, für das was noch kommt.

Night Flight Orchestra

Auf einer Soilwork Tour gegründet und mit Arch Enemy und Mean Streak Mitgliedern komplettiert, sind Night Flight Orchestra seit 2012 bzw. 2013 unterwegs, sofern es sich zwischen allen Touren der Bands eben machen lässt. Auf dem Sumerb Breeze finden dennoch alle Musiker zusammen, auch wenn sonst nur Arch Enemy auf der Running Order seinen Platz gefunden hat. Seit der Gründung kann die Band auf vier Alben zurückblicken, das letzte, „Sometimes the World Ain’t Enough“ sogar erst dieses Jahr. Vor der Bühne ist es weiterhin gut gefüllt und die Stimmung könnte nicht besser sein. In den Reihen lassen sich auch viele junge Gesichter erblicken, auch wenn die Musik bewusst eher auf die älteren Generationen zugeschnitten ist.

Farmer Boys

Lange war es ruhig um die Farmer Boys. Letztes Jahr dann die plötzliche Rückkehr der Band. Noch dieses Jahr, am 2. 11., erscheint das neue Album „Born Again“ nach immerhin 14 Jahren. Danach folgte die erste große Tour, bis dahin nur vereinzelte Konzerte. Entsprechend gefeiert wird die Rückkehr zum Summerbreeze. Viel Stimmung viele Crowdsurfer und vereinzelte Kinderwünsche erreichen die Bühne, auch wenn diese aus einer Männerkehle kommen. So soll ein Comeback doch sein, oder?

Kataklysm

Kataklysm stehen für soliden und brachialen Death Metal. So ist es nicht verwunderlich, dass es beim Auftritt der Kanadier im Sänger Maurizio vor der T-Stage recht kuschelig zugeht. Das Quartett muss das Publikum nicht anheizen, denn die Fans sind schon heiß genug, um die Mannen abzufeiern, die gewohnt routiniert ihre Songs zum Besten geben. Als Maurizio das Publikum zum Stresstest für die Grabenschlampen aufruft, gibt es kein Halten und man mag glauben, dass die Hälfte der Zuhörer dem Aufruf zum Crowdsufen gefolgt sind. Die starken Männer im Bühnengraben sind mehr als gefordert, können dieser Herausforderung jedoch standhalten und pflücken jeden Crowdsurfer sicher aus den Reihen! Jedoch haben sie sich ihre Pause nach der einstündigen Spielzeit der Kanadier redlich verdient.

Sepultura

Zur später Stunde zerlegen die Brasilianer von Sepultura, mit einem fetten Sound, die T-Stage. Die Band besteht inzwischen seit 35 Jahren und kann in der Zeit auf 14 Studioalben zurückblicken. Ihr Set besteht daher aus einer bunten Mischung dieser Zeit, ohne dabei großartig an Klassikern zu sparen. Belohnt wird die Band dabei mit ordentlich Stimmung, welche bei „Roots Bloody Roots“ ihren deutlichen Höhepunkt hat.

Paradise Lost

Nach den zwei Dampfhammern Kataklysm und Sepultura geht es nun bei Paradise Lost ein wenig klassischer zu. Nein, auf der Bühne wartet kein Orchester auf, aber die Briten um Nick Holmes brauchen kein großes Tamtam, schließlich gehören sie seit über einem Vierteljahrhundert zur Speerspitze der europäischen Metal-Elite. In dieser Zeit veröffentlichte die Band viele Alben die zur Grundausstattung der Plattensammlung eines jeden Metalhead gehört, änderte des Öfteren die Ausrichtung ihrer Musik und sind trotz allem beständig durch den Wandel der Szene gekommen. So kann man den Auftritt auf dem diesjährigen Summer Breeze als Querschnitt ihrer Schaffensphase sehen.

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Summer Breeze 2019 / Summer Breeze Open Air 2019

Das sind die besten Festivals im August 2018

Mittlerweile ist es Mai und der Festivalsommer lässt nur noch wenige Wochen auf sich warten. Schließlich beginnt bereits Ende Mai die Open Air-Saison. Seit es in den 1980/90er Jahren den regelrechten Festival-Boom gegeben hat, hält dieser bis heute an und bieten Musikbegeisternen aller Genres mittlerweile unzählige Festivals zur Auswahl. Die Highlights unserer Redaktion haben wir zusammengestellt und zeigen euch hier unsere besten Festivals im August 2018! Von allen Festivals 2018 findet ihr im STAGR-Festivalplaner 2018 eine Gesamtübersicht – mit allen wichtigen Infos zu Festival-Tickets und Festival-Line-Ups, es gibt tagesaktuelle Bandbestätigungen, Geländepläne zum Download und wissenswertes zur Anreise.

Wacken Open Air 2018 / Wacken 2018 / W:O:A 2018

Nature One 2018 / Nature One all you need to be

Open Flair 2018 / Open Flair Festival 2018 / OF18 / Open Flair

Party.San Metal Open Air 2018 / Partysan Metal Open Air 2018 / Party.San 2018 / PSOA 2018

Halder 2018 / Haldern Pop 2018

Elbenwald Festival 2018 / Elbenwald 2018

Sonnemondsterne 2018 / SMS.XXII / SMS XXII / SMS 2018 / Sonnemondsterne

mera luna 2018 / mera18 / m'era Luna / m'era Luna 2018

Summer Breeze Open Air 2018 / Summer-Breeze 2018 / SBOA 2018

Highfield Festival 2018 / Highfield 2018 / Highfield18

Reload Festival 2018 / Reload 2018

New-Horizons-Festival-2018 / new Horizons 2018

Summer Breeze Open Air 2017 – So war der Freitag

Ohne Pardon, Gnade oder Rücksicht auf einen alkoholgeschädigten Kopf prügelten Aversions Crown am Freitag beim Summer Breeze Open Air 2017 los. Und das zu einer Uhrzeit, bei denen die meisten erst seit kurzem im Schlafsack gelandet sind. Die Musiker prügelten mit ihrem geschulten Deathcore auch der letzten Schnapsleiche den Kater aus dem Kopf (bis auf die, denen alles egal war). Nach diesem brutalen Weckruf begannen Cellar Darling. Vom Stil her wären sie eher der passendere Opener des Tages gewesen. Die Musiker rund um Sängerin Anna waren eher in einer ruhigeren Klasse unterwegs und überzeugten voll und ganz mit ihrem Folk Metal-Show mit eindrucksvollen Clean-Passagen und perfekt abgestimmten Instrumenten.

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Summer breeze Open Air 2018 Tickets + Infos:

Summer Breeze Open Air 2018 / Summer-Breeze 2018 / SBOA 2018

Auf Wiedersehen heile Welt, es war schön mit dir. Memoriam, die indirekten Nachfolger der legendären Bolt Thrower betraten die Hauptbühne. Und wirklich jeder der dem Old School Death Metal anhängt, musste diese Band sehen. Gefestigt und mit ordentlich Feuer unter dem Hintern legte die Truppe los. Klassischer Death Metal donnerte aus den Boxen und ließ zahllose Haare fliegen – Todesmetal-Herz, was willst du mehr?

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Mit Battle Beast wurde es wieder melodischer. Frauenpower mit zünftigem Heavy Metal stand damit auf dem Programm. Noora Louhimo und ihre finnischen Recken feierten eine ausgiebige Metal-Messe mit zahlreichen Besuchern vor der Main Stage. Kein Wunder! Die Show war ein regelrechtes Feuerwerk aus klassischen Power und Heavy Metal Elementen mit einer guten Prise finnischen Charme.

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Wir bleiben in Finnland, zumindest was die Herkunft angeht. Sonata Arctica spielten auf. Die Finnen überzeugen seit etlichen Jahren mit ihrer Mischung aus symphonischen und klassischen Power Metal. Nicht ohne Grund grölten diverse Fans in Fan-Trikots die Ohrwürmer der Nordeuropäer mit. Man konnte es fast mit Fangesängen im Stadion vergleichen – aber es war auf alle Fälle sehr spektakulär. Die Genauigkeit der Musiker war ebenso eindrucksvoll, wie die enorme Stimmgewalt des Sängers. Eine Leerstunde für Fans des Genre.

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Schluss mit Melodie und Power Metal, jetzt wird es räudig. Betontod legte los. Jeder kennt mindestens ein oder zwei Songs der Kapelle aus Rheinberg. Nicht ohne Grund sind sie regelrechte Ikonen in Sachen Punk, Rock’n’Roll und Metal. Wenn man diese Richtungen all in einen Mixer zimmert kommt diese Band dabei heraus. Die Masse tanzte und bewegte sich. Pit folgte auf Pit, Bier auf Bier und die Stimmung passte wunderbar ins Bild des Tages. Diese Band hatte nicht nur Spaß, sie machte es auch.

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Und nun wieder Frauenpower am Mikro. Die mittlerweile sehr bekannte Band Epica betrat die Hauptbühne. Und mit ihnen zog eine gigantische und apokalyptische Regenfront am Festival vorbei. Völlig unbeeindruckt legten die Niederländer rund um Sängerin und Publikumsliebling Simone Simons los. Stilistisch eindeutig im symphonischen Metal auszumachen, ließen sie keine Wünsche offen, denn hier stimmte alles. Timing, Performance und Stimmung! Besonders die Darbietung der Musiker war wirklich fesselnd!

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Nun war es Zeit für die Big Band des Folk Metal – die Rede konnte nur von Eluveitie sein (vom wem auch sonst?). Die Eidgenossen haben sich mittlerweile, dank ihrer zahllosen Konzerte auf dem Globus, einen unerschütterlichen Ruf erspielt und das auch zu recht. Jahrelange Erfahrung zahlt sich eben doch aus. Besonders, als es im Line-up zu einem großem „Aderlass“ kam. Denn das, was an Epica vorbei zog, kam jetzt auch auf dem Summer Breeze Open Air 2017-Gelände herunter. Trotzdem wurde die Band vom einem ausgefülltem Infield abgefeiert und das trotz anhaltenden Regens (Respekt an den Rollifahrer, der das Crowd Surfing durchgezogen hat)!

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Jetzt blieben Dudelsack und Konsorten mal hinter der Bühne. Eine wahre Größe in Sachen Hardcore gab sich die Ehre und rumpelte richtig los. Hatebreed zerlegten seit 1994 weltweit die Bühnen, leider machte ihnen dieses Mal das Wetter einen Strich durch die Rechnung, zumindest kurzeitig. Aus Sicherheitsgründen kam es zu einer Unterbrechung wegen einer amtlichen Unwetterwarnung – gehört dazu im Festivalsommer 2017, passiert, egal. Nach der kurzen Zwangspause gaben die US-Amerikaner aber erst richtig Vollgas! So und nicht anders muss Hardcore auf einem Metalfestival ankommen! Kompromisslos und richtig auf die Zwölf.

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Eine richtige Nummer in Sachen Melodic Death Metal war nun an der Reihe. Fucking Children Of Fucking Bodom gaben allen Gitarristen jetzt mal eine Lehrstunde in Sachen Technik und Spielweise. Der Spaß kam aber auch nicht zu kurz. Nachdem der kernsympathische Finne Alexei Lahio sein Lieblingswort (damit ist Fuck gemeint) eindrucksvoll auf das Wetter bezogen hatte, ließ er wieder unfassbar schnell seine Finger über das Griffbrett fliegen. Und ein dezent ausgefülltes Infield feierte die Nordeuropäer ohne Ende, trotz des Dauerregens. Metalfans lassen sich halt von keinem Wetter aus der Ruhe bringen.

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Mit Bengalos auf der Bühne wurde die folgende Band eröffnet. Eine teutonische Größe, eine wahre Thrash Metal Institution gab sich ein Stelldichein. Kreator legten gleich mit „Hordes of Chaos“ los und sofort war klar, dass das Set nur die Kauleiste massieren würde. Technisch einwandfrei und gesanglich ein richtiges Brett wurde den zahllosen Besucher vor der Hauptbühne präsentiert. Mille und seine Mannen zelebrierten von Anfang bis Ende eine regelrechte Thrash Metal Messe aus Hass. Allerdings musste man auch nichts anderes erwarten bei einer der größten Thrash Bands der Bundesrepublik.

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Nach dieser geballten Zerstörungswut war es wieder Zeit für melodischere Töne. In Sachen finnischer Melodic Death Metal ist besonders eine Band im Kopf – Wintersun. Jarii und seine Mitstreiter präsentierten sich zur späten Stunde in Höchstform und lieferten eine bombastische Live Show ab. Obwohl den eingefleischten Fans doch auffiel, dass Jarii Ausschließlich den Gesang übernahm und den Posten als Lead Gitarrist räumte. Zumindest stimmten bei den teils höchst anspruchsvollen Riffs und die ganze Sache wirkte Rund. Vor allem bekennende Fans freuten sich darüber Tracks er aktuellen Scheibe „The Forest Season“ live zu erleben. Aber allgemein war der Gig der Finnen ein reiner Genuss.

Der Headliner auf der Mainstage kam ebenfalls aus dem Norden Europas. Das progressive Metal Kommando Amorphis aus Helsinki bat zum Haare schütteln. In einer Best-Of-Show demontierten die Finnen in bester Manier alles, was nicht sturmerprobt war. Mit eingegipstem Arm zeigte sich Sänger Tomi Joutsen in bester Spiellaune und seine Mitmusiker waren nicht minder gut aufgestellt in Sachen Spielfreude und Konstitution. Perfekte Soli und Übergänge flossen reibungslos ineinander über. „Silver Bride“ oder auch „The Smoke“ wurden von den zahllosen Fans und Besuchern vor der Bühne mächtig gefeiert. Bei dem Maß an Perfektion aber auch mehr als verdient. Was eine gewaltige Show!

Text: Jan. N. Ernst
Bilder: Cynthia und Andreas Theisinger

Summer Breeze Open Air 2017 – So war der Donnerstag

Zu den sanften Klängen von Muse, die aus den Lautsprechern vom Summer Breeze Open Air 2017-Geländes dröhnen, geweckt zu werden, ist sicher nicht die schlechteste Art wach zu werden. Erst recht, wenn dies zu einem Zeitpunkt passiert, zu dem sich das Zelt noch nicht in eine Sauna verwandelt hat.

Also auf zum Gelände, denn man konnte endlich den Platz vor der großen Hauptbühne betreten und die wundervolle Summer-und-Breeze-Stage bewundern. Vielfach kam da die Frage auf, wo sich diese „ominöse zweite Bühne“ befindet, die überall in der Running Order stand. Nein! Eine richtige zweite Bühne gab es gar nicht, sondern einen Drehteller, der aus einer Bühne quasi zwei machte und die Umbauzeiten auf 10 Minuten und weniger zu verkürzen vermochte. Zusätzlich war die Bühne optisch genial und wurde von zwei riesenhaften Dämonenstatuen an den Seiten flankiert, die in einem Wort einfach nur der Hammer waren. Ich persönlich war sehr begeistert! Sehr begeistert! Ultimativ begeistert von dieser Bühne!

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Firkin (Breeze Stage)
Als erste Band des Donnerstages spielte Firkin auf. Mit ihrem folkigen Stil haben sich direkt in meine Ohrmuscheln gegraben und mein Tanzbein ganz ordentlich zum Schwingen gebracht. Dabei gefiel mir vor allem der reichliche Einsatz der Pennywhistle, die bei dieser Art von Musik nicht immer extrem geil klingt. Ich war leider zu diesem Zeitpunkt des Tages noch reichlich müde und konnte leider weniger als ich wollte, aber eines meiner Highlights, stellt diese Band auf jeden Fall dar.

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The new Roses (Summer-Stage)
Die „Breakfast Rock’n’Roll Party“ startete mit The new Roses, die als Krankheitsvertretung für Xandria eingesprungen sind und einen perfekten, wenn auch sehr anderen Ersatz boten. Mit ihrem technisch einwandfreien Sound haben sie den Platz vor der Bühne ganz ordentlich gerockt und zumindest einen guten Ansatz gehabt, um die Menschen aus dem Land der Träume heraus zu katapultieren. Dass sie das bei den meisten, aber eben nicht bei jedem schafften, bewiesen die vielen Menschen, die trotz der tollen Musik noch in der gleißenden Sonne liegen und schlafen konnten. Ein bisschen Schade, aber um diese Uhrzeit wohl unvermeidbar, dass das Publikum immer etwas braucht um sich auf eine Band richtig einzustimmen.

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Fit for an Autopsy (T-Stage)
Fit for an Autopsy veranstaltete auf der T-Stage ein absolutes Abrissfest und obwohl Deathcore nicht so ganz arg meinem Geschmack entspricht gefiel mir viel, was mir hier um die Ohren gehauen wurde. Die harten Growls passten wunderbar zu der melodiösen Gitarre und die Menge ließ sich zum Großteil sehr gut auf die frühe Prügelmucke ein. Ein paar Langschläfer in den hinteren Reihen schafften es dennoch leider unverändert lethargisch zu bleiben.

Erdling (Camel Stage)
Erdling ist stiltechnisch irgendwie melodiös in die deutschsprachige Gothikrichtung und dabei sitzen sie so dermaßen tief in der Klischeekiste, dass ich ihnen leider auch nicht viel abgewinnen kann und am liebsten den Deckel zugemacht hätte. Ich muss ihnen zu Gute halten, dass sie für die frühe Uhrzeit ganz ungewöhnlich viele Fans vor die T-Stage gezogen haben, die sie ordentlich feierten und jeden Song mitsingen konnten. Na, dann hilft halt nur Schönsaufen!

While She Sleeps (Breeze Stage)
Eine weitere Band, die durch eine sehr melodiöse Gitarrenführung und tolle Growls besticht ist While She Sleeps mit einem hammerharten Metalcore. Dieser hat schon durch die unglaubliche Bewegungsfreude der Band auf der Breeze Stage wahnsinnig toll gewirkt und Fronter Lawrence versteht es mehr als gut das Publikum durch große Gesten anzuheizen. Zum Lohn gab es eine Wall auf Death, aus der schnell ein ansehnlicher CirclePit wurde, der dann auch bis zum Schluss des Gigs nicht mehr kleiner wurde.

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Oceans ate Alaska (T-Stage)
Bei brütender Hitze war mein nächstes Ziel Oceans Ate Alaska Ich kannte sie bis dato nicht, aber der Metalcore traf mich hier leider nicht wirklich ins Herz. Ihr Gesang mutete eher einem Sprechgesang an und das choralartige Gedudel, das dabei von der Platte kam fügte sich meiner Meinung nach nicht gut in den restlichen Stil ein. Extrem voll war der Bühnenvorplatz leider ebenfalls nicht. Der Platz war nicht einmal bis zum ersten Wellenbrecher gefüllt. Was ich den Fans zu Gute halten mag ist, dass alle, die es zur T-Stage geschafft hatten auch außerordentlich gewillt waren zu feiern und zu moshen, dass sich die Balken bogen.