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So war das PartySan Metal Open Air 2018 am Freitag + Samstag

Nachdem man sich mit den Sturmschäden arrangiert hatte, hunderte Gaffarollen und sonstige Klebemittel eingesetzt wurden um die Schäden zu kompensieren (falls möglich), eröffnete traditionell eine Grindcore Kapelle den 2. Tag. Guineapig aus schönem Rom luden zum kollektiven Klobürsten schwingen ein. Das farbenfrohe Spektakel mit Grunzlauten machte auf alle Fälle Spaß und die ersten Cuba Libre schmeckten auch schon wieder. Das völlige Gegenteil in Sachen Publikum und Bühnenbild folgt danach. Das strenge Black Metal Kommando The Committee imponierte mit ihrem strengen und militärischen Auftritt doch ordentlich. Von einem Rednerpult aus donnerte Igor Mortis alias The Conspirator die hasserfüllten Textzeilen dem Publikum entgegen.

Mit Pillorian trat der wohl legitime Nachfolger von Agalloch auf die Bühne. Das Nachfolge Projekt von John Haughm. Atmosphärisch nicht minder düster, überzeugt die Kapelle vor allem durch ein stimmiges Songklima – hier passt alles zusammen. Die gelungene Abwechslung zwischen melancholischen instrumentalen Parts und treibenden Hass-Passagen mit Haughms Stimme gefiel doch diversen Besuchern auf dem Infiled.

Dass aus Japan nicht nur J-Rock und Sushi kommt demonstrierten eindrucksvoll Coffins. Die Death Doom Formation aus Fernost spielte vor einem äußerst gut gefüllten Bühnenbereich. Der Exot aus Asien kann auch in Deutschland auf eine große Fan Basis zurück greifen und nach dieser Show haben sie sicherlich noch mehr Fans dazu gewonnen. Das Stimmorgan von Uchino zeigte sich in bester Form und so wurde ihr Auftritt ein Siegeszug. Was eine geniale Show!

Als Schmankerl streut das PSOA immer wieder Old School Heavy Metal Bands ins Line-up. Dass sie auch diesmal ein glückliches Händchen dafür bewiesen zeigte sich mit ihrer diesjährigen Wahl. RAM aus Schweden erleben seit einigen Jahren einen richtigen Hype. Und das zu recht. Die gut geölte Heavy Metal Maschine erinnerte stark an die ganz großen Acts, wie Priest oder Maiden. Nicht zu Letzt dafür erhielt das Quintett von den Anhängen der dunklen Metall Schule anerkennenden Applaus.

Genug der schönen Stimmen – Zeit für Spaß und Zerstörung. The Black Dahlia Murder legten los und zwar wie die Feuerwehr. Ohne Wenn und Aber demonstrierten die US-Amerikaner ihre typische Spielfreude. Der äußerst agile Trevor Strand peitschte mit seiner tödlichen keifenden Stimme das Publikum so richtig an und brachte es auf Touren. In gewohnter Manier gab es bei dem Set keine Kompromisse – es ging nur auf die 12. Spätestens jetzt rieben sich so einige die Nackenwirbel.

Deserted Fear stand als nächstes auf dem Programm. Die Todesmetall-Truppe aus Eisenberg zählt zu den heißesten Eisen in Sachen Death Metal aus der heimischen Schmiede. Nicht umsonst nahm ihre Popularität von Jahr zu Jahr rapide zu. Bis weit hinter dem FOH standen die Jünger dieser Band und feierten die Truppe bis zum Anschlag. Nackenbrecher folgte auf Nackenbrecher – so macht Old School Death Metal Spaß. Schnörkellos und nur ins Gesicht!

Thrash Metal made in the USA ist quasi ein Gütesigel. Es steht für maximale Zerstörungswut auf Höchstgeschwindigkeit, ohne dabei langweilig zu werden. Exhorder erfüllten diesen Qualitätsanspruch ohne viel Tamtam. Kyle Thomas rannte über die Bühne und donnerte die Songs mit absoluter Perfektion ins Mikrofon. Und die Energie, die auf der Bühne regelrecht explodierte, steckte das Publikum an. Aber nichts anderes hat man zu erwarten von einer Band, die seit Mitte der 80er Jahre ihrer Musik treu geblieben ist.

Ein gern gesehener Gast auf dem PSOA läutete den Abend ein. Die schwedischen Todesmetaller von Unleashed gaben sich mal wieder die Ehre das Party.San in Schutt und Asche zu zerlegen. Und es folgten auch unzählige dem Ruf des Hammer Bataillons. Im Wesentlichen weiß man einfach, was man von den Stockholmern zu erwarten hat. Und so rockte das Quartett in einer beispiellosen Perfektion ihr Set herunter, dass man ihnen die Routine anmerkte. Nichts desto trotz feierten ihre zahllosen Fans jeden einzelnen Song so, als würden sie diese zu ersten Mal überhaupt hören. Der Co-Headliner des Freitags kam aus den USA und ist ebenfalls nicht das erste Mal auf dem PSOA gewesen.

Dying Fetus rumpelten pünktlich los und zwar ganz typisch gleich mit Vollgas zwischen die Augen. Anders kann man einen Live Auftritt von den Amerikanern auch nicht definieren. Unverschämt schwierige Passagen wurden von dem Trio peinlich genau und auf Klick präzise gespielt. Wie schon bei ihrem letzten Besuch war ihr Auftritt eine Demonstration von technischer Perfektion. Nicht ohne Grund zählt die Band im Bereich Brutal Technical Death Metal zu einen der Bekanntesten überhaupt.

Der Headliner am Freitag zählt zu den Urvätern des Black Metal. Ende der 70er Jahre in UK gegründet lieferten sie 1982 mit dem Album Black Metal den Grundstein für das gleichnamige Genre. Die Rede kann natürlich nur von Venom sein. Obwohl schon sichtlich in die Jahre gekommen zeigte Cronos mit seinen Gefährten auf der Bühne, wie man performt. Mit einwandfreien Sound und jeder Menge Power lieferte das Trio eine souveräne Show ab. Knappe 90 Minuten dauerte der Ausflug in die Zeitgeschichte des Black Metal und wurde von einem völlig ausgefüllten Infield rigoros abgefeiert! Na wenn das mal kein würdiger Headliner war, dann gibt es keinen!

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PartySan Metal Open Air 2019 / PartySan 2019

So war das PartySan Metal Open Air 2018 am Donnerstag

Bei absolutem Kaiserwetter trafen sich, wie jedes Jahr üblich, die Freunde der aggressiven Metall Musik. Im Party Zelt fand man sich ein, um kollektiv dem Alkohol zu frönen – es bleibt auf dem Party San tatsächlich alles so, wie es ist! Das mag vor allem daran liegen, dass die Organisatoren sich nicht beirren lassen und den Charme des Festivals unangetastet lassen. Das schaffen sie vor allem damit, dass sie sich gegen den Trend stellen und die Besucherzahlen nicht maximieren. Kurz: Sie bleiben sich selber treu.

Wie PSOA üblich wurde der Tag mit einem gewaltigen Kanonenschlag eröffnet. Nach dem gewaltigen Knall saßen auch die härtesten Schnapsleichen in ihren Zelten aufrecht und pilgerten zu tausenden Richtung Stage. Das Stelldichein zum ersten offiziellen Tag übernahm Our Survial Depends On Us. Die Musiker aus Salzburg glänzten mit einer gewaltigen und erschlagenden Atmosphäre. Zum Teil fühlte man sich die Irien von Primordial erinnert. Aber mitnichten eine billige Kopie, sondern eine Innovation im Bereich der Genrevermischung.

Danach folgte das Gegenteil – ein Schlag ins Gesicht. Ohne Wenn und Aber zerlegten die US Amerikaner von Gruesome mit temporeichen und aggressivsten Death Metal die Hauptbühne. Exklusivität wurde dem Gig verliehen, in dem die Musiker Songs zum ersten Mal auf europäischen Boden präsentierten. Absolut überzeugend und authentisch das Ganze!

Unanimated aus Schweden traten ebenfalls auf das Gaspedal. Stilistisch eindeutig im Bereich Black Death Metal zu verbuchen glänzten die Musiker aus Stockholm mit einer eingefleischten Routine. Vollkommen souverän und kompromisslos prügelten sie auf die Hirnwindungen der zahlreichen Besucher ein. Typisch schwedisch eben. Ein Leckerbissen aus der griechischen Todesmetall-Schmiede folgte im Anschluss. Dead Congregation betraten die Main Stage. Der Exportschlager aus Griechenland, der Mittlerweile weltweite Bekanntheit erlangt hat, demonstrierte eindrucksvoll wie man seine Instrumente beherrschen muss, damit einem das Trommelfell explodiert. So viel Aggression und Dynamik in einer Band vereint – Death Metalherz, was willst du mehr?

Etwas experimenteller, im Sinne von extremer, wurde es im Anschluss. Anaal Nathrakh aus Birmingham sind ein Synonym für Kreativität und Vielseitigkeit. Völlig brutale Blastbeats, hemmungslos verzerrte Gitarren und ein Gekeife von einem anderen Stern werden mit klangvollen Cleanvocals kombiniert. Und das kam gut an. Ein ausgefülltes Infield feierte die Briten und ihre innovative Kunst. Entweder flogen Haare, es wurde gemosht oder man staunte Bauklötze.

Ein wahrer amerikanischer Klassiker der Thrash Metal Schule läutete den Abend des ersten Tages ein. Die Rede ist von Toxic Holocaust und mehr muss eigentlich nicht gesagt werden. Die US-Boys aus Portland überzeugten mit ihren Punkeinflüssen und temporeichen Songs. Dass das gut ankam sah man eindeutig an den Unmengen an fliegenden Haaren. Aber vor allem zahllose Shirts am gesamten Showtag ließen keinen Zweifel – Toxic Holocaust sind eine Instanz.

Den wohl exklusivsten Auftritt des Abends folgt allerdings jetzt. Die Kanadier von Revenge spielen so gut wie nie live? Zumindest sind ihre Shows auf europäischen Boden von äußerster Seltenheit. Hassgeladener Noise Black Metal der an Hass, Wut und Zerstörung nicht zu übertreffen ist. Auch wenn der Stil der Nord Amerikaner etwas monoton für Nicht-Kenner wirken mochte, ist es vielleicht gerade das, was diese Band ausmacht. Frenetischer Jubel begleitete das Zerstörungskommando von Anfang bis Ende.

Nun gaben sich die Legenden die Klinke in die Hand. Der Co Headliner des ersten Abends waren keine geringeren als Master’s Hammer. 1987 in Prag gegründet zählen die Tschechen zu einer der einflussreichsten und wohl bekanntesten Black Metal Bands aus dem osteuropäischen Raum. Alleine aus diesem Grund alleine war das Infield brechend voll. Und das Metal generationsübergreifend ist zeigte sich hier eindrucksvoll. Die Erwartungen an seinen Klassiker sind immer besonders hoch und die Prager taten wirklich alles, um das auch zu tun. Das schafften sie auch mit Erfolg und zwar sowas von! Maximalen Respekt für diese außerordentliche Leistung.

Das absolute Non Plus Ultra kam aber zum Schluss. Eine norwegische Legende der Superlative füllte den Slot als Headliner. Auf gleicher Stufe stehend mit Dark Throne oder Gorgoroth zählt Emporer tatsächlich zu einen der größten Black Metal Bands überhaupt. Es schien auch tatsächlich so, dass das gesamte Party.San vor der Bühne sich einfand, um Ihsahn mit seinen Mitstreitern in Aktion live zu erleben. Egal ob Wacken oder Party.San. Bei Emporer stehen alle Fans des Schwarzmetalls vor der Bühne. Abgeklärt und absolut professionell traten die Norweger auf und zelebrierten ihre düstere Kunst auf ganz hohem Niveau. Den wohl krönenden Abschluss feierten die Nordeuropäer mit zweien Ihrer Hymnen. „I Am The Black Wizard“ und „Inno A Satana“ rundeten das Set perfekt ab.

Damit neigte sich der erste Tag vom PartySan Metal Open Air 2018 dem Ende entgegen und die Scharen an Menschen fanden sich entweder zum geselligen Umtrunk im Party Zelt (wieder) ein oder pilgerten in Scharen zu ihren Zelten, um da weiter zu feiern. Ein wirklich perfekter Einstand für das Festival. An dieser Stelle sei nochmals vermerkt, wie vorbildlich sich das gesamte Party.San Team während der erzwungenen Sturmpause verhielt. Das extreme Unwetter forderte zum Glück nur einen Materialschaden, verunglückt ist tatsächlich niemand. Was bei den herum fliegenden Gegenständen tatsächlich einem Wunder gleicht. Das mag auch daran liegen, dass die Besucher schnell und ordentlich vom Infield koordiniert wurden. Denn wäre auch nur ein Sicherungsgurt oder ein Stahlseil bei der Zugspannung gerissen – die Konsequenzen wären katastrophal gewesen. Deswegen hier nochmal ein explizites Lob an das PSOA-Team.

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PartySan Metal Open Air 2019 / PartySan 2019

Das sind die besten Festivals im August 2018

Mittlerweile ist es Mai und der Festivalsommer lässt nur noch wenige Wochen auf sich warten. Schließlich beginnt bereits Ende Mai die Open Air-Saison. Seit es in den 1980/90er Jahren den regelrechten Festival-Boom gegeben hat, hält dieser bis heute an und bieten Musikbegeisternen aller Genres mittlerweile unzählige Festivals zur Auswahl. Die Highlights unserer Redaktion haben wir zusammengestellt und zeigen euch hier unsere besten Festivals im August 2018! Von allen Festivals 2018 findet ihr im STAGR-Festivalplaner 2018 eine Gesamtübersicht – mit allen wichtigen Infos zu Festival-Tickets und Festival-Line-Ups, es gibt tagesaktuelle Bandbestätigungen, Geländepläne zum Download und wissenswertes zur Anreise.

Wacken Open Air 2018 / Wacken 2018 / W:O:A 2018

Nature One 2018 / Nature One all you need to be

Open Flair 2018 / Open Flair Festival 2018 / OF18 / Open Flair

Party.San Metal Open Air 2018 / Partysan Metal Open Air 2018 / Party.San 2018 / PSOA 2018

Halder 2018 / Haldern Pop 2018

Elbenwald Festival 2018 / Elbenwald 2018

Sonnemondsterne 2018 / SMS.XXII / SMS XXII / SMS 2018 / Sonnemondsterne

mera luna 2018 / mera18 / m'era Luna / m'era Luna 2018

Summer Breeze Open Air 2018 / Summer-Breeze 2018 / SBOA 2018

Highfield Festival 2018 / Highfield 2018 / Highfield18

Reload Festival 2018 / Reload 2018

New-Horizons-Festival-2018 / new Horizons 2018

So war das PartySan Metal Open Air 2017 – Teil 2

Das PartySan Metal Open Air 2017 versteht es seine Besucher mit zärtlichen Melodien und freundlichen Rufen zu wecken… Nicht! Und das ist auch gut so. In Klassischer Manier rumpelte die Grind Death Metal Kapelle Gruesome Stuff Relish los. Man bekam eine typische Darbietung von Klobürsten, Einhörnern und aufblasbaren Hämmern zu sehen – gute Laune und Cuba Libre war zur frühen Mittags Zeit also wieder am Start.

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Party.San Metal Open Air 2018 / Partysan Metal Open Air 2018 / Party.San 2018 / PSOA 2018

Nach diesem „liebevollen Guten Morgen“ bedurfte es einen Tritt auf die Bremse, zumindest vom Tempo her. Mourning Beloveth aus Irland kamen mit ihrem Death Doom Metal außerordentlich gut an.  Mit treibenden Doom Parts und tiefster Stimmengewalt versetzten sie das Publikum in Trance. Ein richtiger Leckerbissen für Fans der langsamen Schule.

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Merciless aus Schweden traten danach das Gaspedal wieder bis zum Anschlag durch. Die Schweden zimmerten mit ihrem tempogeladenem Death Thrash Metal den zahlreichen Besuchern auf dem Infield mächtig was um die Ohren. Seit den späten 80er Jahren existiert die Kapelle und zählt zu den heißesten Geheimtipps ihres Genres. Jetzt war auch der letzte wach!

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Das Tempo blieb weiter hoch, denn die Norweger von Hades Almighty betraten die Bühne. Mit ihrem Black Pagan Metal zählen sie mit zu dem einflussreichsten Bands des Genres im Underground die in Europa bekannt sind. Ihr Stil erinnerte an die guten alten Bathory Alben, gepaart mit einer guten Prise Gorgoroth – Black Metal, wie er im Buche steht!

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Nach diesem kurzen düsteren Intermezzo zertrümmerten die Kanadier von Cryptopsy auch noch das letzte intakte Trommelfell. Ihr Technical Death Metal wurde vom Publikum mit Staunen gefeiert, aber das war auch halt ein vollkommener Abriss. Besonders die enorme Bühnenpräsenz von Matt McGachy muss hier hervorgehoben werden. Permanent animierte er das Publikum und übertrug die Energie der Band auf das Publikum. Einfach nur genial!

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Doch im Nu war es aus mit Heiterkeit. Inquisition betraten die Bühne. Das 2-Mann-Kommando aus Kolumbien zählt zu den größten Exportschlagern in Sachen Black Metal aus Latein Amerika. Nicht zum ersten Mal war die Kapelle auf dem PSOA und es wird auch garantiert nicht das letzte Mal gewesen sein. Purer Hass und geballte Aggression in Kombination mit totaler Authentizität wurde präsentiert. Es war (mal wieder) ein richtiges Fest die Süd Amerikaner live gesehen zu haben.

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Necrophobic aus Schweden traten  nicht minder ein Brett los. Aggressiver Death Metal, der Seelen schwärzer werden lässt. Seit Ende der 80er Jahre treiben die Mannen aus Stockholm ihr Unwesen und sind was die düstere Gangart des Todes Metall aus Nordeuropa angeht eine wahre Bank. Besonders vier Jahre nach dem Tod des Mitgründers David Parland war es für viele ein persönliches Fest diese Formation so gut aufgestellt wieder live in Aktion zu sehen. Alles in allem war der Auftritt absolut Rund und auf den Punkt genau gezockt – Respekt dafür, meine Herren!

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Wesentlich ruhiger und melodischer, aber auch melancholischer, wurde es mit den Finnen von Insomnium. Im Gepäck hatten die Nord Europäer eine geballte Ladung an Atmosphäre. In trister Wolkenlandschaft zauberten die Skandinavier ein düsteres Set aus dem Hut, dass es in sich hatte. Denn nur, weil der gute, alte Melodic Death Metal als Wurzel der Band aus zu machen ist, können die Finnen mächtig auf die Zwölf geben. Das Ergebnis ließ sich sehen – das Infield war absolut voll (was jetzt nicht unbedingt zu erwarten, aber mehr als nur gerechtfertigt war).

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Nun kam ein wirklicher Klassiker auf die Bühne – die Rede ist von der Deutschen Kultband Desaster. Die aus Koblenz stammende Black & Thrash Metal Truppe ist stets für eine energiegeladene Live Performance zu haben und gerade damit haben sie sich einen enormen Ruf erarbeitet. Knapp 45 Minuten gab das Quartett wirklich alles. Besonders die verschiedenen Einflüsse kamen der Band zu Gute. So kam es, dass sich neben traditionellen Kuttenträger des Thrash Metals auch Stiefelträger des Black Metal einfanden und einfach nur noch zusammen am feiern waren.

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Kultig blieb es auch beim nächsten Act. Die legendären Possessed aus San Francisco ließen in jedem Bereich nichts anbrennen. Mit einer gewaltigen Light Show wurde jeder Track der US-Boys unfassbar wirksam in Szene gesetzt. Im Zuge ihrer „Hordes Of Hell“ Tour stationierten sich die Amerikaner in Schlotheim – sehr zum Verzücken der Fans der ganz alten Schule. Seit den frühen 80er Jahren agiert die Formation rund um Jeff Becerra und kann weltweit auf eine große Fan Base zurückgreifen – was man an dem ausgefüllten Infield sehen konnte.

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Der Co-Headliner des letzten Tages war kein geringerer Act als das schwedische Black Metal Kommando Marduk. Und was soll man da noch groß zu sagen? Es gab Vollgas auf die Zwölf aber so richtig! Von Frontschwein bis zu den eingefleischten Klassikern war wirklich alles im Set dabei. Besonders auffällig war an dieser Stelle war, dass die ganze Show quasi perfekt ablief. Der Sound stimmte, die gesamte Show wurde absolut großartig in Szene gesetzt und die Musiker donnerten so richtig los. Man hat schon viel gesehen, aber DAS war einer der besten Shows des PSOA!

Nun traten die Musiker des ehemaligen Celtic Frost Sängers „Tom Warrior“ auf die Bühne – die Rede ist von Triptykon, der Ersatz für Morbid Angel die leider abgesagt haben. Die Aggression des Co-Headliners konnte die Band zwar nicht erreichen, aber in Sachen Stimmung und Atmosphäre trumpften sie mächtig auf. Der abwechslungsreiche Stil zwischen treibenden Death Parts und brachialen Black Metal Elementen überzeugte vor allem, oder gerade deswegen, und die sich dadurch ergebene Vielseitigkeit. Das gesamte Set wurde stimmungsvoll in Szene gesetzt. Alles in Allem ein mehr als nur würdiger Headliner des PartySan Metal Open Air 2017!

Notiz am Rande:
Es war nach Bad Berka eines der nassesten PSOAs der bisherigen Geschichte. Dass das Event von Jahr zu Jahr größer wird merkt man nicht nur an der Main Stage, auch die Tent Stage legte an der Qualität mächtig zu. Explizit an Bands wie Atomwinter oder auch Humiliation kann man das fest machen, aber auch an den regelrechten Massen an Fans die sie vor die Bühne gezogen haben. Vielleicht wäre Zeit für eine zweite Openair Stage? Vielleicht für 2018 oder 2019? Wer weiß, wer weiß…und jetzt sammeln wir alle unsere Pfandmarken vom Cuba Libre Stand!

So war das PartySan Metal Open Air 2017 – Teil 1

Das PartySan Metal Open Air 2017 ist mit Fug und Recht das größte unter den Extrem Metal Festivals in Deutschland. Und so wurde bereits am Mittwoch zum Umtrunk eingeladen – ohne Bands, dafür aber mit unterhaltsamen Karaoke-Performern – dabei blieb keine Kehle trocken. In der Metal-Disco wurden musikalische Wünsche wahr und so wurde der Mittwoch traditionell zum betreuten Trinken genutzt.

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Party.San Metal Open Air 2018 / Partysan Metal Open Air 2018 / Party.San 2018 / PSOA 2018

pSOA 2017 – Donnerstag

Am Donnerstag ging es dann endlich mit der Acts los – nach der Ansprache des PSOA Veranstalters – legten die US-Boys von Night Demon los. Auch wenn traditioneller Heavy Metal nicht unbedingt das Haupgenre des PSOA ist, lieferten die Männer aus dem Süden der USA ein Brett ab, das wirklich seines Gleich sucht. Sie prügelten auch dem letzten Gast, der mit Kopfschmerzen aufwachte, alles aus dem Hirn. Azarath legten einen Gang ein, der mit Hass und Zerstörungswut ausreichend definiert wird. Das Ergebnis waren unzählige Besucher, die der technischen Band huldigten. Besonders der Aspekt der Finsternis wurde bei dem bewölkten Himmel in Thüringen wirklich zur Geltung getragen. Aus Island kommen nicht nur großartige Bands wie Solstafir – Misthyrming, die von dieser wunderschönen Insel auch kommen, setzten den Trend von innovativen Schwarzmetall Bands aus Skandinavien fort. Allerdings liegt der Aspekt auf Aggression und nicht auf Gemächlichkeit. Auch das Outfit der Insulaner geht eher in eine nicht-klassische Optik. Die Musik zerlegte aber alle BM Herzen – das war der Hammer!

Etablierte Klassiker gibt es ja immer auf dem PartySan Metal Open Air 2017 – God Dethroned zählen absolut dazu. Die unfassbar sympathische Truppe aus den Niederlanden demonstrierte anschaulich, wie man gewohnte Tracks mit neuen Melodien verbindet. Heißt: Das Set lies keine, aber wirklich auch keine, Wünsche offen. In jeder Hinsicht kann man sagen, dass das eine Show war, die als „How-To-Play-Live“ eingeordnet werden kann. Aus Deutschland gibt es Bands, die traditionellen Black Metal mit modernen Punk und Stoner Elementen kombinieren. Mantar zählen zu den Bands, die diese Fusion unfassbar geil hinkriegen. Das 2-Mann-Kommando demonstrierte anschaulich, dass auch er „festgefahrene“ Schwarzmetall mit neuen Einflüssen arbeiten und funktionieren kann.

Tiefe Menschenverachtung, okkulte Misanthropie und die Kunst der satanischen Ideologie – genau das beschreibt Darkened Nocturne Slaughercult nicht nur angemessen, sondern buchstäblich. Es gibt nur noch wenige Bands in Europa, die den Kult der verachtenden Ideologie des Schwarzmetall wirklich ausleben – willkommen in der Hölle und DNS werden euch zeigen, was euch alle erwartet.

Der tiefgraue Himmel hieß nichts Gutes. Und als Urfaust anfingen waren alle Besucher nass. Nicht feucht, sondern bis auf die Unterwäsche nass. Aber es passt wirklich wie Arsch auf Eimer zur Musik der Niederländer. Atmosphäre, Melancholie und die wahre Kunst der düsteren Schule wurde zelebriert. Der Gig war mehr als nur gelungen – das war eine Messe der schwarzen Metall Kultur. Schluss mit lustig, Spandex an und die Kutte übergeworfen. Overkill luden zur Lehrstunde ein mit dem Schwerpunkt „alte Schule“. Die Amerikaner aus der Stadt die niemals Schläft legten trotz absolut beschissenem Wetter los, als wäre der Teufel persönlich hinter ihnen her. Das Gaspedal zum Anschlag durch und ohne Kompromisse ins Gesicht. Ja – das war brutal.

Die Stil Ikone aus Norwegen bat danach zum Tanz. Der stets gut gelaunte und muntere Abbath trat mit Abbath auf und bei allem was gut schön ist: Diese Ladung an Hass, Perfektion und Spaß muss man einfach geil finden. Mit unterhaltsamen Ansagen, Rülpsern und lallendem Englisch verstand es der sympathische Norweger das Infield zu unterhalten. Auch Black Metaller dürfen Lachen und Spaß haben – das verbietet niemand du Abbath zeigte, wie man es richtig machte.

Fazit: Cuba Libre, nackte Menschen und ganz viel Bier. Das fasst sowohl das Publikum, als auch die Metaldisco am ersten offiziellen Festivaltag zusammen.

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23. Ausgabe vom Party.San Metal Open Air 2017

3 Tage lang, plus Warm-Up am Mittwoch, gibt es eine ordentliche Schelle an Black und Death Metal für alle Fans vom Party.San Metal Open Air. Am zweiten Augustwochenende findet zum 23. Mal das extremste Metal-Festival Deutschlands statt. Auf dem Flugplatz bei Schlotheim wird auch in diesem Jahr wieder die creme de lá creme des weltweiten Extreme Metal aufspielen und für 3 Tage lang Bier, Rum-Cola und Zerstörung abfeiern. Das Party.San Open Air 2017 (PSOA) bietet eine große Bandbreite an Bands aller Metal-Genres. Autopsy, Abbath, Morbid Angel, Vader und Candlemass geben sich zum Beispiel auf diesem Festival die Ehre.

Freut euch also auf eine geballte Ladung Hass und Zerstörung, Flunky Ball und auf Sonne pur, es ist ja schließlich Hochsommer. Packt ausreichend Sonnencreme, Dosenbier und Aspirin ein und holt euch schnell noch ein 3-Tages-Ticket!

Party.san metal open air 2017

https://www.youtube.com/watch?v=VLrtiSyGa1Y

Party.San 2016: Das ging ab am Samstag

Das Wetter am Samstag begrüßte die Festivalgänger in einem völlig anderen Dress. Die Sonne ließ sich (endlich!!) mal blicken. Zelebriert wurde diese wundersame Wetteränderung mit einer gewaltigen Grindcore-Bombe. Zur Mittagsstunde luden Rectal Smegma aus den Niederlanden zum gemeinsamen grunzen ein. So muss ein letzter Festivaltag beginnen – Spass und (wieder) Bier.

Als Iron Reagan an der Reihe waren, wurde ein zünftiges Thrash Brett losgefeuert. Die Energie kommt auch nicht von irgendwo her, denn mit Municipal Waste oder Cannabis Corpse als Veteranen stand ordentlich Potential auf der Bühne. Alles in Allem eine wirklich gelungene Show.

Bildergalerie: So war IRON REAGAN live

Absolute Finsternis folgte im Programm als Svarttjern die Bühne betraten. Kompromissloser Schwarz Metal aus Norwegen – nichts anderes erwartet man auch aus dem Mutterland der 2nd Wave des Black Metal. Ziemlich aggressiv, aber wirklich gut gelaunt präsentierten sich die Nord-Europäer dem Party.San. Mehr davon!

Bildergalerie: So war SVARTTJERN live

Die Finsternis wurde ausgeweitet, denn die tödliche Formation von Sulphur Aeon betrat die Bühne. Diese Band ist eine der aufstrebendsten deutschen Metal Bands innerhalb der Black Death Szene. Obwohl die Kapelle „nur“ zwei Alben veröffentlicht hat, sind ihre Werke absolut großartig und einfach nur empfehlenswert. Ein weiteres Argument für die Kapelle: Die Band ist live mindestens genau so genial, wie auf CD. Großartig!

Bildergalerie: So war SULPHUR AEON live

Nach doppelter Finsternis wurde es mit Suicidal Angels wieder äußerst aggressiv. Eine der größten griechischen Metal Bands verwöhnte mit präzisem Thrash die zahlreichen Besucher im Infield. Völlig schnörkellos zimmerten die Griechen ihre Musik los und wirklich alle Songs der Südländer wurden mit Pits gefeiert. Eine Dreiviertelstunde Vollgas lies jedes Thrasher-Herz höher schlagen.

Bildergalerie: So war SUICIDAL ANGELS live

Auf die Knie! Memoriam betraten die Bühne und mit ihnen einer der größten Death Metal-Sänger unserer Zeit. Karl Willetts, bekannt auch als Sänger der unverwechselbaren und legendären Band Bolt Thrower, formierte sich mit einigen bekannten Recken der britischen Metal-Szene neu. Gut gelaunt und zu allen Schandtaten bereit präsentierte sich Willetts dem Publikum. Man merkte förmlich, wie sehr er es vermisst hatte, live zu spielen.

Bildergalerie: So war MEMORIAM live

Nun kam die Zeit für Leder und Nieten. Viel Leder und viele Nieten. Nifelheim waren an der Reihe. Die Schweden – sehr gern gesehene Gäste auf dem PSOA – stehen in jeder nur erdenklichen Art und Weise für brutalsten Black Thrash Metal ein. Das demonstrierten die Skandinavier, wie immer, eindrucksvoll live. Die Mannen rund um Sänger Per „Hellbutcher“ Gustavsson zeigten anschaulich, warum ihr Name weltweit bekannt ist.

Bildergalerie: So war NIFELHEIM live

Wir bleiben im schwedischen Bereich – Grave prügelte los und das nicht zu knapp. Seit nun mehr 15 Jahren tourt die Band um die Welt und zählt mit zu den einflussreichsten Death Metal Bands aus Nord-Europa. Dass sie so bekannt sind, konnte man nicht nur an den zahllosen Grave-Shirt-Trägern erkennen, sondern auch an dem gewaltigen Publikum vor der Bühne, das 45 Minuten mit Grave zusammen Vollgas gab.

Bildergalerie: So war GRAVE live

Es blieb beim Todes Metal, doch wurde diesem noch eine eher technische Note hinzugefügt. Immolation aus den USA legte los. Das New Yorker Quartett warf mit brachialem Tempo um sich. Die Musiker sind nun mehr exakt 30 Jahre dabei. Und Ross Dolan und seine Männer zeigten, dass sie mindestens noch genau so motiviert und spritzig sind, wie zu ihrer Anfangszeit. Eine Lehrstunde in Sachen Präzision und Spielfreund. Genial!

Bildergalerie: So war IMMOLATION live

Zur Abendstunde sollte es wieder düster, hasserfüllt und roh werden. Kurz vor dem Co-Headliner betrat eine wahrliche Größe aus Norwegen die Bühne – die Rede ist von der Schwarzmetallformation Taake. Pure Boshaftigkeit und 20 Jahre Musikgeschichte wurde dargeboten und resolut abgefeiert. Frontmann Hoest lieferte eine eindrucksvolle Show der Extraklasse ab. Seine Energie übertrug sich nicht nur auf das Publikum, sondern auch auf seine Mitstreiter auf der Bühne. Man kann vieles über Taake und Hoest erzählen, ihn aber Unlust oder ähnliches bei diesem Gig zu unterstellen ist vollkommen ungerechtfertigt. Ein Wort: Großartig!

Bildergalerie: So war TAAKE live

Das Level des Kultstatus wurde mit dem Co-Headliner nochmal deutlich erhöht. Die Rede ist von Sodom. Keine andere Metalband aus Deutschland halt wohl so viele Generationen geprägt, wie die Männer aus dem Pot. Völlig zu Recht waren mehrere Tausend Fans der Band vor der Bühne, um ihre Idole mit zu erleben und zu feiern. Es fällt teilweise schwer die Auftritte der Band in Worte zu fassen, dass sie schlichtweg über die Jahrzehnte hinweg perfektioniert wurden. Tom Angelripper und Co waren einfach super drauf und überraschten – um nur eine zu nennen – mit der deutschen Version von „Ausgebombt“ das Publikum. Diese Band ist und bleibt eine bodenständige Institution, die ihren Status mehr als nur verdient hat.

Bildergalerie: So war SODOM live

Den Abschluss des diesjährigen PSOA machte eine weitere Legende aus Schweden. At The Gates spielten auf und wie sie es Taten. Es gibt wohl kaum eine größere Melodic Death Metal Band aus Schweden der Göteborger Schule, als diese Truppe. Nunmehr 26 Jahre geballte Melo Death Erfahrung – zwar mit längerer Pause – drückte gleich von Beginn an das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Besonders erfreulich war die Auswahl der 95er Platte „Slaughter of the Soul“. Obwohl die Stunde schon recht weit fortgeschritten war, zelebrierten immer noch tausende von begeisterten Metalheads die schwedische Kapelle. Mit dem letzten Ton endete auch dieses Party.San wie gewohnt reibungslos und spektakulär. Bis nächstes Jahr!

Bildergalerie: So war AT THE GATES live

Notiz am Rande:
Ein ganz großes Lob geht an dieser Stelle an die Stage-Crew, die die Bühne trotz aller wettertechnischen Widrigkeiten absolut und zu jeder Zeit im Griff hatte und eine tadellose Arbeit ablieferte. Respekt! Leider waren die Überschneidungen mit der kleinen Tent-Stage schon sehr schade, wenn man betrachtet, wer dort alles auf gespielt hat. Alleine Purgatory, December Noir oder/und Drowned hätten wesentlich mehr Spielzeit und Aufmerksamkeit verdient (beispielsweise die Genannten auf der Main-Stage spielen zu lassen). Allerdings ist das ja Meckern auf höchstem Niveau. Alles in Allem war das Party.San 2016 wie gewohnt – einfach nur geil!

Hier gehts zum Bericht:
Party.San 2016 –Das ging ab am Donnerstag & Freitag

Party.San 2016: Das ging ab am Donnerstag & Freitag

Wer hatte gesagt, dass Sonnencreme beim Party.San 2016-Wochenende nicht nötig ist? Bis auf Samstag war sie auch nicht nötig… Nicht mal ansatzweise. Statt 40 Grad und unbändiger Hitze empfing das PSOA seine Besucher mit eher kühlem Herbstwetter und die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag lässt sich übrigens als arktisch bezeichnen. Trotz des bescheidenen Wetters kochte die Stimmung aber von Beginn an.

So war der Donnerstag

Das deutsche Trio Infernal Invocation (kurz: II) prügelte geradlinigen schwarz Metall den Besuchern um die Ohren. Gleich als Zweites präsentierte das PSOA die erste „Kult Band“. Mörk Gryning taten es ihren Kollegen gleich und demonstrierten die pure Rohheit von schwedischen Black Metal. Mit Gruesome betrat danach die erste Todeskapelle die Mainstage und präsentierte eine wirklich gelungene Mischung aus klassisch-amerikanischem und schwedischem Death Metal. Die Schweden Tribulation verstanden es, die alten Black Sabbath-Scheiben mit düsterem Black und Dark Metal zu fusionieren, was ihre Musik wirklich einzigartig macht. Necros Christos aus Berlin folgten und zeigten, was es heißt Death mit Doom Metal zu fusionieren. Nicht nur ihr spezielles Outfit fiel ins Auge, sondern die Musik, die einem ordentlich hängen bleibt. Arctutrus aus Norwegen folgte mit viel Stimmengewalt. Eine perfekte Mischung aus Clean Elementen, gemischt mit ordentlich Hass und Black Metal. Das polnische Schwarz-Metal Kommando Mgła ist zurzeit nicht nur omnipräsent in den einschlägigen Medien der Metal-Szene, sondern auch auf Europas Bühnen. Paradise Lost aus U.K. stellten den Headliner am Donnerstag. Nunmehr 28 Jahre existiert die Band und ihre Kunst vereint nahezu alle düsteren Genre des Metals, dazu die unverwechselbare Stimme von Nick Holmes, der sowohl clean singt, als auch die tödlichen Stimmlagen beherrscht.

So war der Freitag

Der zweite Tag war genau so verhangen und regnerisch wie der Erste, wenn nicht noch verregneter und grauer. Wer zum Teufel hat was von der Notwendigkeit von Sonnencreme gesagt? Der Verweis auf Regenklamotten und warme Sachen wäre angebrachter gewesen. Was für ein Wetter. Aber genug gejammert, denn zur frühen Mittagsstunde um Schlag 12 Uhr wurde es wieder laut. Spasm eröffneten Tag 2 des PSOA. Und naja. Grindcore eben. Mehr kann man eigentlich nicht dazu sagen, außer dass es wirklich lustig mit anzusehen war.

Aber nach Spass kommt ja bekanntlich ernst und das in Form von rohsten, norwegischen Black Metal. Isvind betraten die Bühne und das mit perfekter Kulisse für eine so frühe Spielzeit. Nasskaltes Wetter, grau in grau gepaart mit tiefhängenden Wolken – ein perfektes Ambiente für die absolut finstere Atmosphäre, die die Norweger zelebrierten.

Bildergalerie: So war ISVIND live

Als Katalepsy an der Reihe waren, wurde es brutal dank Death Metal im Sinne von Devourment und Suffocation, nur das die Musiker eben aus Russland stammen. Nichts desto trotz wurden die Männer ordentlich gefeiert – zu recht. Unablässig feuerten die Musiker das Publikum zum Moshen an.

Bildergalerie: So war KATALEPSY live

Mit Goatwhore betrat eine regelrechte amerikanische Größe die Stage. Brachialer Black Thrash Metal aus New Orleans prügelte auch das allerletzte bisschen Rest-Alkohol aus den Köpfen der Besucher und schaffte Platz für Neuen. 30 Minuten Vollgas verlangte zur frühen Stunde den Fans einiges ab, es war eine gelungene Show.

Bildergalerie: So war GOATWHORE live

Einen komplett anderen Ton schlugen die Männer von Wolfbrigade an. Schwedischer Crust-Punk wurde präsentiert und dankend angenommen. Die Nord-Europäer bedienten sich aber bei weitem nicht nur der Crust-Schiene. Ihre Musik ist mit zahlreichen Elementen aus Metal und Hardcore gespickt, so dass ihr Auftritt alles andere als langweilig war.

Bildergalerie: So war WOLFBRIGADE live

Obscura demonstrierten danach musikalische Perfektion in jeder nur erdenklichen Art und Weise. Es war eine regelrechte Lehrstunde für alle Gitarristen und Musiker, die sich im Publikum befanden. Technischer Todes Metal aus Landshut und mit einem neuen Album „AkroAsis“ am Start. Death Metal Fan, was willst du mehr? Wer die Jungs verpasst hat, dem ist wirklich etwas Großartiges entgangen, aber der kann hier mal reinhören: Soundcloud

Bildergalerie: So war OBSCURA live

Musikalisch blieb es beim Death Metal, die folgende Band verlieh dem Ganzen jedoch eine okkulte Note. Das schweizerische Duo Bölzer polterte amtlich los. Es ist immer wieder erstaunlich, wie es die beiden Musiker schaffen, auf jeder Bühne, egal welche Größe, vollkommen authentisch ihre Kunst zu präsentieren. Eindrucksvoll und mit viel Nebel in Szene gesetzt zeigten die Eidgenossen, dass man nicht nur im Back Metal okkulte Themen verarbeiten kann.

Bildergalerie: So war BÖLZER live

Angelcorpse aus Tampa, Florida folgten nach dieser okkulten Exkursion. 45 Minuten donnerten die Amerikaner gnadenlosen Black Death Metal den Besuchern ins Gesicht. Vollgas bis zum Umfallen und eine brutale Geradlinigkeit, die man sich bei anderen Bands nur wünschen kann, sorgte für mächtig Wirbel im Infield. Gerade das Zusammenspiel der beiden Genres addierten sich zu einer geballten Ladung aus treibendem Hass auf.

Bildergalerie: So war ANGELCORPSE live

Grandios! Nicht minder brutal legten die gemischten Australier-Europäer von Deströyer 666 los. Es ist immer wieder ein Fest die Männer bei ihrem Schaffen zu sehen und noch vergnüglicher ist es, wenn sie von der Stage Crew ordentlich in Szene gesetzt werden. Lob an die Crew an dieser Stelle! Die Pyro-Show war der absolute Hammer! Dank der guten Zusammenarbeit wurde die Show zu einem echten Highlight des Party.San 2016.

Bildergalerie: So war DESTRÖYER 666 live

Was die Vielfalt angeht, nahmen diesen Platz die Musiker von Equilibrium ein. Mir der neuen Scheibe „Armageddon“ im Gepäck, zeigten sich die Mannen in gewohnt guter Spiellaune und die kernigen Ansagen von Robse kamen gut beim Publikum an. Auch wenn der ein oder andere eventuell die Nase rümpfte, so bewegten sich bei allen mindestens die Füße und Lippen bei den Gassenhauern der Bayern mit. Diese Band macht einfach nur Spass.

Bildergalerie: So war EQUILIBRIUM live

Zur gewohnten Brutalität führte keine geringere Band als Dying Fetus zurück. Das Trio aus Maryland kann man wohl zu recht zu den einflussreichsten Bands im Brutal Death Metal zählen. Warum man das so stehen lassen kann, demonstrierten die US-Jungs absolut eindrucksvoll. „Aufs-Fressbrett“ definiert den grandiosen Auftritt der Musiker vollkommen. Neben dem gewaltigen und dauerhaft rotierenden Pit vor der Bühne, staunten nicht gerade wenige Bauklötze. Anschauungs-Unterricht der Marke „So spiele ich vernünftig zusammen und so beherrscht man sein Instrument“ ließ so mancher Person die Kinnlade herunter fallen.

Bildergalerie: So war DYING FETUS live

Nun war es Zeit für eine Legende aus dem Bereich des Thrash Metal. Nicht umsonst sind die Mannen von Exodus eine der wohl größten Thrash Metal Bands aus den USA. Das Synonym „Bay-Area-Thrash“ tragen sie schließlich nicht umsonst, was ja mehr oder weniger schon eine Art Gütesiegel ist. Die jahrzehntelange Bandgeschichte zeigt so manche Meilensteine der Thrash-Geschichte auf und so zimmerten die Musiker neben neuen Songs auch Klassiker wie „Strike oft he Beast“ raus. Ein Fest für Jung und Alt!

 Bildergalerie: So war EXODUS live

Spät wurde es Zeit für den Headliner-Auftritt und keine geringere Band als Carcass nahm diese wichtige Rolle ein. Die Todesmetal-Walze aus England, die mittlerweile seit 31 Jahren existiert, zeigte was es heißt Death Metal zu spielen. Die Musiker rund um Leadsänger Jeff Walker zeigten auch noch nach Mitternacht, wie man ein Publikum zum Toben bringt. Und ein randvoll gefülltes Infield dankte es auch den Engländern damit, dass wirklich jeder einzelne Track bis zur Schmelze regelrecht zelebriert wurde. Versucht man den Auftritt dieser Größe zu definieren, so sind Worte wie „grandios“ oder „perfekt“ wirklich sehr zutreffend. Ziemlich pünktlich um 1:00 Uhr in der Früh verhalte der letzte Ton und die Massen pilgerten ins Partyzelt um den Tag gebührend abzufeiern.

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Hier gehts zum Bericht:
Party.San 2016 – Das ging ab am Samstag

Party.San Metal Open Air 2016: Die Timetable ist da

Auch das Party.San Metal Open Air überrascht heute mit der finalen Running Order. In genau einem Monat gibt es eine richtige Schelle Black und Death Metal für alle Fans. Die 22. Ausgabe des beliebten Festivals startet wieder auf dem Flugplatz bei Schlotheim und geht 3 Tage plus Warm-Up am Mittwoch.

Geballte Ladung Black & Death Metal beim »Party.San Metal Open Air 2016«

Mitte August findet zum 22. Mal das extremste Metal-Festival Deutschlands für Anhänger der Black- und Death Metal-Szene statt. Auf dem Flugplatz bei Schlotheim wird dieses Jahr wieder die creme de lá creme des weltweiten Extrem Metal aufspielen und für 3 Tage Bier, Rum-Cola und Zerstörung abfeiern. Wie jedes Jahr bietet das Party.San Open Air (PSOA) eine große Bandbreite an Bands aller Genres der extremen Art an. Absolute Klassiker wie At The Gates oder auch Carcass, Sodom, Exodus und Grave geben sich auf diesem Festival die Ehre. Allerdings sind auch aufstrebende Newcomer-Bands wie Tribulation, Sulphur Aeon und Bölzer auf dem diesjährigen PSOA anzutreffen. Freut euch also auf eine geballte Ladung Hass und Zerstörung, Flunky Ball und auf Sonne pur (man erinnere sich an letztes Jahr)… Packt ausreichend Sonnencreme, Dosenbier und Aspirin ein und holt euch schnell noch eins der 3-Tages-Tickets!