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Nightwish in Düsseldorf – Endlich wieder Symphonic Metal nach langer Entbehrung

Wie bei so vielen Touren hingen auch die Tickets für die “Hvman :||: Natvre”-Tour von Nightwish lange an den Kühlschränken. Jetzt war es an der Zeit, dies zu ändern. 20 Termine stehen auf dem Plan, die sich über 9 Länder ziehen. Begleitet werden sie dabei von Beast In Black und Turmion Kätilöt. So spielen Nightwish in Düsseldorf vor über 11.000 Fans im PSD Bank Dome, nachdem die anfänglichen Probleme sich mit der Zeit lösen.

Turmion Kätilöt

Musikalische Probleme oder innerhalb der Location gibt es nicht, jedoch vor der Tür mit der Anreise. Wer mit dem Auto gekommen ist, musste zunächst den langen Stau überstehen, um sich anschließend in der langen Einlass-Schlange wiederzufinden. Mit nur 45 Minuten zwischen dem Öffnen der Türen und dem Beginn von Turmion Kätilöt ist diese nicht zu bewältigen. So ist die Schlange noch lang und die Arena leer, als diese die ersten Töne spielen. Zugeben, die Musik ist auch nichts für jedermann. Metal gepaart mit Techno trifft hierzulande nicht immer auf Anklang, während die Band zu Hause in Finnland in den letzten Jahren Nummer-1-Platzierungen erringen konnte. Die Dynamik von den beiden Sängern Petja Turunen und Saku Solin ist jedoch nicht von der Hand zu weisen und so springt der Funke schließlich doch ins Publikum über, nachdem die Startschwierigkeiten überstanden sind. “Thank you or in german ‘Dankeschön’, right?”, bedankt sich die Band schließlich bei uns. Viel Zeit haben sie heute nicht, denn nach nur 6 Songs oder 25 Minuten müssen sie sich schon wieder von der Bühne verabschieden.

Beast in Black

Melodischer wird es anschließend bei Beast In Black. Hier steht Rhythmik an der Tagesordnung, besonders bei der Saiten-Fraktion. Gezielt werden zusammen die Instrumente in die Höhe gerissen oder wie im Duell aneinander vorbeilaufen. Mit Sänger Yannis Papadopoulos verhält sich dies nicht anders. Auch er rennt und springt ungehalten über die Bühne. “Düsseldorf! We give you some true heavy metal!”, sagt er uns früh im Set, welches stark vom aktuellen Album “Dark Connection” geprägt ist. Beast In Black gehört zu den Bands, denen man ansieht, wie viel Spaß sie auf der Bühne haben. Man könnte meinen, ein großes Grinsen geht von links nach rechts. So wird das Publikum schnell angesteckt und schwingt das Haar passend zur Musik. Mit “To The Last Drop Of Blood” feiert die Band auf der Tour auch eine Live-Premiere, welche mit viel Pyro untermalt wird. Mit “End Of The World” wird passend der letzte Song eingeleitet, aber wir sollen nicht traurig sein, meint Yannis, “The Beast In Black will be back!”, sagt er uns, denn die Solo-Tour der Band ist nicht mehr lange hin.

Nightwish

Nun ist es Zeit für den Headliner des Abends: Die Bühne wird für Nightwish hinter einem Sanduhr-Banner umgebaut. Nachdem bei Sängerin Floor Jansen im Oktober dieses Jahres Brustkrebs diagnostiziert worden war, befürchteten viele Fans, dass die Tickets zum europäischen Teil der “World Tour 2022” noch eine Weile am Kühlschrank hängen bleiben müssten. Glücklicherweise verlief ihre OP ohne Komplikationen, sodass alles wie geplant stattfinden konnte. Ein Blick ins Publikum verriet: Viele der Anwesenden begleiten die Speerspitze des Symphonic Metals schon seit Jahren: Man sah von so ziemlich jeder Tour die entsprechenden Shirts. Auf die Minute genau fiel zum anvisierten Start der Vorhang, doch startete die Show nicht direkt mit einem Knall, sondern es kamen die Musiker nach und nach durch dichten Nebel auf die Bühne, bevor es dann mit einem lauten Knall und “Noise” vom aktuellen Album “Hvman :||: Natvre” richtig losging. Auch wenn es zwischenzeitlich vermeintliche Ruhepausen in Form von Balladen gab, so wurde dabei eher ehrfürchtig der Atem angehalten, sodass es heute vom Anfang bis zum Ende keine Atempause gab. Von der erst vor wenigen Wochen durchgeführten Operation war nichts zu spüren – Sängerin Floor zeigte wieder einmal grandios, warum sie absolut perfekt zu Nightwish passt. Wahnsinns Stimme – Wahnsinns Ausstrahlung dazu bestens in Form und immer gut gelaunt – einfach nur Wow. Musikalisch ging es einmal quer durch die Schaffensgeschichte, auch wenn die Tour eigentlich zum aktuellen Album sein sollte, fanden sich mit „Nemo“, „Dark Chest of Wonders” und “Storytime” auch einige Klassiker im Set wieder. Die Gesangsparts des 2021 ausgeschiedenen Marko Hietala übernahm Troy Donockley, der bisher für verschiedene Flöten und Saiteninstrumente verantwortlich war. Ungewohnt, aber definitiv nicht schlecht!

Ein weiteres Highlight stellte die optische Untermalung dar: Als Bühnenhintergrund gab es eine große LED Wand mit zusätzlich zwei Seitenteilen, auf denen zu den Songs passende Videos abgespielt wurden. Ein pfiffiges Detail dabei: War auf der Hauptanzeige was mit Feuer zu sehen, so fanden sich auch Flammen an den Seitenteilen wieder, die immer einzelne Bandmitglieder im Fokus hatten. Beendet wurde das Set übrigens absolut bombastisch – “The Greatest Show on Earth” verlangte den Anwesenden nochmal alles ab – sowohl für die Augen als auch für die Ohren. Man darf hoffen, dass es diesmal nicht wieder so lange dauert, bis wir Nightwish erneut live erleben dürfen.

Nightwish laden ein zum interaktiven Konzerterlebnis im März 2021

Nightwish sind bekannt als eine der weltweit führenden Symphonic Metal Bands und darüber hinaus Finnlands erfolgreichster Musik-Export. Nun hat die Band um Sängerin Floor Jansen ein exquisites und interaktives Event im März 2021 angekündigt. Unter dem Motto ”An Evening with Nightwish in a Virtual World” wird die finnische Gruppe im „The Islanders Arms“, einer Taverne in Virtual Reality auftreten. Die Show findet an zwei Abenden nacheinander statt – am Freitag und Samstag, vom 12. bis 13. März 2021.

Freitag, 12. März 2021 
Europa: 20 Uhr MEZ / 19 Uhr GMT, Dauer ca. 90min

Samstag, 13. März 2021 
Nord- und Südamerika: 20 Uhr ET (UTC-5) / 17 Uhr PT (UTC-8) / 22 Uhr BRT (UTC-3) / 19 Uhr CST (UTC -6), Dauer ca. 90min

An beiden Abenden erwartet das Publikum eine unvergessliche 90-minütige Performance, die natürlich auch Songs vom letzten Album ”Human. :II: Nature.” enthält, die zum ersten Mal live gespielt werden. Die Setlist variiert bei jeder Show. Seit seiner Veröffentlichung im April, in mitten der Covid-19 Pandemie, wurde ”Human. :II: Nature.” noch nie live gespielt. Und nachdem die 2020 Welttournee verschoben werden musste, haben sich NIGHTWISH entschlossen, diese dunklen Zeiten mit etwas Unerwartetem zu erhellen.

Eine komplette Live-Show in geradezu magischen Dimensionen wird in Virtual Reality umgesetzt – in der The Islander Inn Taverne. Während des Abends können sowohl die Band als auch die Zuschauer in vielfältige 3D Fantasiewelten eintauchen. Die technische Produktion wird von Zoan geleitet, auf deren Burst Live Plattform auch schon die Virtual Reality Show des Finnischen Rap Superstarts JVG am 1. Mai stattfand, die im Frühjahr mehr als eine Million Zuschauer anlockte.

Für eine interaktive virtuelle Show können sich die Zuschauer einen Avatar zusammenstellen, um das Konzert von ihrem Computer oder Mobilgeräten aus zu genießen. Das Publikum kann sich mit Gesten, Gejubel oder Emojis und einer Chatfunktion beteiligen und mit anderen Fans interagieren. Es besteht auch die Möglichkeit, seinen Avatar mit NIGHTWISH Merchandise auszustatten.

Nightwish verzaubern Oberhausen

Nach einer über einem Jahr andauernden Pause kehren mit Nightwish DIE Symphonic-Metal Giganten zurück auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Im Schlepptau haben sie auf aktueller Tour “Decades” – ein Best-of-Doppelalbum – und ihr 20-jähriges Jubiläum.

Die Finnen präsentieren alle Hits, die sich über die Jahrzehnte angesammelt haben. Dabei fallen einige Konzert-Klassiker aus der Setlist und andere Edelsteine aus der tiefen Vergangenheit werden ausgegraben, neu geschliffen und erblicken das Licht der Welt als wahre Juwelen. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen und sind deshalb in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen für euch dabei. Zur Unterstützung haben Nightwish auf dem europäischen Teil ihrer Welttournee Beast in Black mit dabei. Die Arena ist mit knapp 10.000 Besuchern komplett ausverkauft, die Stimmung ist irgendwo zwischen Traumwelt und Party – je nachdem, ob man eher die Sitzplätze oder den Innenraum betrachtet.

Beast in Black

Beast in Black spielen typisch finnischen Power Metal. Stilecht präsentieren sie dabei die geschickten Finger und schönen Gitarren. Wer Dragonforce kennt und liebt kommt hier auch auf seine Kosten – das Posen haben die Finnen jedenfalls genauso gut drauf. Dass der Sänger der Truppe seine Gesangstonlage auch zum Reden nutzt, hat für jedoch für einige schmunzelnde Gesichter gesorgt. Ihre Setlist umfasst insgesamt 9 Songs ihres Debüt-Albums „Berserker“. Die beiden Hits “Blind and Frozen” und “End of the World” bilden dabei den Abschluss ihrer Setlist. Das nächste Album steht auch schon in den Startlöchern inkl. Tour, die sie im Frühjahr 2019 durch Deutschland führt. Mit einem Großen Dankeschön an Nightwish für die Möglichkeit heute Abend hier zu sein verabschieden sie sich von der Bühne.

Nightwish

Nach einer Erfrischend kurzen Umbaupause wird es dunkel und andächtig still in der Arena – Ein Countdown zählt langsam runter, zudem werden die Besucher aufgefordert, die Handys doch bitte in der Tasche zu lassen, und die epische Stimmung der Show ganz offline auf sich wirken zu lassen.

Kaum ist der Countdown durchgelaufen, wird ein Musiker, Troy Donockley, der sich im halbdunkeln auf einen der beiden kleineren Bühnenreiser geschlichen hat, durch einen Spot erhellt und es erklingen die Töne einer Tin Whistle – einfach, mystisch, pur und unter die Haut gehend. Gerade richtig, um in die epische Klangwelt zu entführen. Nach und nach erscheint auch der Rest der Finnen auf der Bühne und das Tempo wird ordentlich angezogen – zudem wird direkt zu Beginn des Openers “Dark Chest of Wonders” ordentlich Pyrotechnik gezündet so dass die gut vorgeheizte Menge direkt wieder auf Touren kommt.

Die Setlist steht heute ganz im Zeichen des Jubiläums Albums “Decades”, soll heißen es gibt viele ältere Songs im neuen Gewand zu hören, dabei bleibt es tatsächlich nicht nur bei den Klassikern, einige wie “Wishmaster” oder “Over the Hills and far away” sucht man heute vergebens, sondern es gibt mit “ The Carpenter” auch die allererste Single der Band zu hören. Zwanzig Songs, einige davon deutlich über zehn Minuten (“The Greatest Show on Earth” gab es sogar in der vollen 24 Minuten Version zu hören!), gab es in insgesamt gut zwei Stunden zu hören – und jede einzelne Sekunde sind die Zuschauer in der wundervollen Klangwelt gefangen. Einige träumen und lauschen mit geschlossenen Augen Sängerin Floor’s glasklarer Stimme, andere tanzen und feiern die Band vom ersten bis zum letzten Ton.

Auch auf der Bühne hatte jeder sichtlich Spaß an dem was er da tat. Es wurde gepost, gekuschelt oder sich mit einem Glas Wein zugeprostet – hier stimmt die Chemie und die Spielfreude. Auch wenn Floor einmal ihren Einsatz verpasste und erst etwas aus dem Konzept war, so wurde dieser kleine Patzer herzlich weggelacht und zeigt deutlich, dass auch eine Band wie Nightwish nicht über perfekt ist, sondern Menschlich.

Während der kompletten Sets gab es im Hintergrund auf einer riesigen Leinwand eine auf jeden Song abgestimmte Videosequenz zu sehen. Von herrlichen Landschaften über eine Achterbahnfahrt bis hin zum Höllenfeuer gab es hier ordentlich was zu sehen und es fügte sich perfekt in die Bühnenshow ein.

So verging die Zeit wie im Fluge, aber auch die schönste Reise muss leider einmal Enden. Mit einer über zehn Minuten Version von “Ghost Love Score” verabschieden sich die Finnen mit rotem Konfetti-Regen und ordentlich Feuer von der ausverkauften Arena. Das einzige Manko an dem Ganzen waren die mit 40,00 Euro für ein T-Shirt schon mächtig gesalzenen Merchandise-Preise.

Wer Nightwish bis hierhin verpasst hat, dem bietet sich aber nochmal die Chance, sie zu sehen. Die Tour hat zum Glück erst angefangen und in Deutschland stehen noch ein einige Konzerte auf dem Programm.

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So war das Wacken Open Air 2018 am Freitag

Das erste Wort, dass mir zum WOA 2018 in den Sinn kommt ist: Staubig. Da wo sonst in meinem Kopf “Woohoo, Matsch!” gejubelt wird, wo unter Fotografen ein Rennen um die besten Schlamm-Fotos stattfindet und man die Stiefel lieber noch ein bisschen fester schnürt, damit man nicht stecken bleibt, ist dieses Jahr nichts als trockene Erde und vor allem Staub, Staub, Staub. Dazu ein wolkenloser Himmel und Temperaturen über 30 Grad. Kein Wunder, dass folgend Produkte am Merch-Stand gleich am Anfang ausverkauft sind: Caps, Fischer-Mützen, Staubschutzmasken, Trinkflaschen.

Tatsächlich habe ich vor 2018 noch nie erlebt, dass am gesamten Wacken-Wochenende nicht ein Tropfen Regen gefallen ist. Dafür haben die Stände eifrig gewässert und den Besuchern auch gerne Gratis-Duschen verpasst – und auch die Fass-Duschen im Village sind sehr beliebt gewesen. Ebenso beliebt hat sich das brandneue Full Metal Gaming Zelt entpuppt, wo in Kooperation mit der ESL zahlreiche Spielstationen für Spiele wie Streetfighter, League of Legends, Player’s Unknown Battleground und ein paar Virtual Reality-Stationen aufgebaut wurden. Wer sich fragt warum jemand auf einem Metal-Festival in ein Zelt gehen sollte um Videospiele zu spielen: A. viele Nerds hören Metal und B. das Zelt ist aufgrund der ganzen Spiele-Hardware klimatisiert gewesen… 🙂 Aber trotz Sonne, Staub und fehlender Klimaanlage: Hauptattraktion sind nach wie vor die Bands. Headbanger, Moshpits, Crowdsurfer und ganz viel Bier inklusive.

thundermother

Letztes Jahr sind Thundermother in Wacken auf der Beergarden-Stage zu sehen gewesen, gerade neu formiert nachdem alle Band-Mitglieder außer Lead-Gitarristin Filippa Nässil ausgetauscht wurden. Dieses Jahr haben die Ladies aus Schweden das Infield am Freitag eröffnet und dafür sogar ein neues Album im Gepäck gehabt. Schon beim ersten Song legen die Ladies so heftig los, dass der Bassistin beim Bangen die Sonnenbrille von der Nase fliegt. Diese landet dann einen Song später auf der Nase von Frontfrau Guernica Mancini, die sie in der nächsten Pause wieder auf die Nase der Bassistin setzt. Zwischendurch, davor und danach gibt es “klassischen” Hardrock mit lauten Screams, fetten Riffs und einer Power, die die verschlafenen Wacken-Besucher schneller wach bekommen als Kaffee oder Energy-Drinks.

korpiklaani

Noch eine Band wo man immer dreimal nachgucken muss, ob man sie richtig schreibt. Die Finnen um den Rasta-Zöpfe-tragenden Frontmann Jonne Järväla machen eine gelungene Mischung aus Folk und Metal, gewürzt mit einer gehörigen Portion guter Laune die ansteckend ist. “Hey! Hey! Hey!” oder auch “Oi! Oi! Oi!” echot es lautstark aus dem Publikum zu dem Gesang der Band. Wahrscheinlich weil es die einzigen Wörter der Lyrics sind, die der Großteil der Gäste (also diejenigen die nicht des Finnischen mächtig sind) versteht. Dazu wird wild getanzt. Und ich rede nicht von Moshen oder Bangen, nein, man wirbelt um die eigene Achse, hakt sich unter, dreht sich im Kreis und lässt die Füße fliegen. Ein teils ungewohnter Anblick, wenn sich Hardrocker und Black-Metaller mitreißen lassen und in den wilden Reigen einsteigen. Und zum Schluss gibt es doch noch drei Songs zum Mitsingen: “Tequila”, “Beer, beer” und “Vodka” versteht jedes noch so internationale Publikum.

mr. big

Ja, ich bin ein Fan von Mr. Big. Das habe ich schon letztes Jahrdeutlich gemacht, als ich die Band und ihre Akkuschrauber in Hamburg gesehen habe. Dennoch bin ich mir nicht sicher gewesen, ob der liebe, nette Mr. Big Frontmann Eric Martin zu Wacken passt. Allerdings habe ich mich dann an Depeche Mode vom letztjährigen Wacken erinnert, die auch in weißen Hemden auf die Bühne gekommen sind und auf den ersten Blick auch nicht so wirklich rein passten. Fakt ist: Wacken mag ein Metal-Festival sein, aber gute Gitarren-Musik wird immer anerkannt und sei es ein etwas “weicherer” Hardrock. Mit Paul Gilbert (Gitarre) und Bill Sheehan (Bass) haben Mr. Big seit der Gründung zwei Virtuosen an Bord, die es verstehen ihr Können einzusetzen ohne ein Statement zu machen wie “Guck mal was für tolle Techniken ich drauf habe” (Dream Theater) oder “Guck mal wie schnell ich spielen kann” (Dragonforce). Ganz kurz: Ich bin großer Dream Theater und Dragonforce Fan! Bitte nicht missverstehen.

Aber guten, alten 90er Jahre Hardrock mit fetten Gitarren- und Bass-Soli zu untermalen ohne Frontmann Eric Martin an die Wand zu spielen, ist eine andere Form von Kunst, die nur sehr wenige Musiker beherrschen. Und auf die Idee mit einem Akkuschrauber Gitarre und Bass zu spielen, muss man auch erstmal kommen. Zusammen mit einem leicht verschmitzt lächelnden, für Rock fast zu lieb aussehenden Eric, der eine viel kräftigere Stimme hat als man ihm zutraut, schafft Mr. Big es immer wieder mich zu begeistern. Und in Wacken war ich eindeutig nicht der einzige.

2cellos

Bei Jepardy würde man sagen: “Rock-Songs gecovert mit Cellos”. Wer jetzt “Wer ist Apocalyptica” löst: Sorry, aber die gesuchte Antwort war “2Cellos”. Statt 4 Finnen schwingen nun zwei Koraten den Cello-Bogen und covern Metal- und Rock-Songs. Was als Hobby und selbstgefilmten YouTube-Videos u.a. vom “Smooth Criminal” begonnen hat, wurde von Sony Music entdeckt und unter Vertrag genommen. Mit 4 Alben im Repertoire spielen Luka und Stejpan auf der Louder-Stage und fangen ganz gemächlich mit der U2-Ballade “With or without you” an. Die Menge denkt: ja schön, ganz nett. Dann steht Luka auf und als nächstes schmettern die Jungs (bzw. ihre Cellos) “Thunderstruck” und die Menge fängt an sich zu bewegen.

Eine gute Entscheidung ist das Schlagzeug, das die beiden Cellisten auf Tour begleitet und gerade den härteren Songs den richtigen “Wumms” gibt. Ohne wäre ein “Smooth Criminal” oder auch ein “Smells like teen spirit” etwas fad gewesen, “Thunderstruck” und “Highway to hell” hätten nur ein anerkennendes Nicken ausgelöst. Mit der kleinen Extra-Zutat der Drums “knallt” der Auftritt der beiden Kroaten richtig, das Publikum geht mit wenn Luka so schnell spielt, dass sich einzelne Strähnen aus dem Bogenfell lösen oder Stjepan sich während er spielt mit dem Cello auf den Boden legt und ein wildes Solo hinlegt. In Wacken beweisen die Kroaten, dass Celli nicht nur für klassische Musik gemacht sind, sondern auch auf den größten Metalfestival der Welt begeistern können.

trollfest

Luftballons und eine Polonäse mitten durch die Menge angeführt von einem Troll? Das kann nur die norwegische Folk-Metal-Band Trollfest sein! Denn diese Truppe schreibt Party groß und zieht das Publikum mit. Ein schöner Anblick, egal ob von etwas außerhalb oder mitten im Getümmel. Das ist ein echter Spaß-Band-Marathon. Die sieben Multi-Instrumentalisten haben sich in 2004 zusammengefunden um Musik zumachen. 14 Jahre später begeistert der unvergleichbare Sound der Norweger Fans immernoch weltweit. Auf der Bühne zeigen sich Trollfest als prima Entertainer mit höllisch viel Humor und Wortspielchen auf Trollspråk, einer Mischung aus Norwegisch und Deutsch.

nightwish

Sobald das Thema “Nightwish” unter Melodic Metal Fans angesprochen wird, geht die Diskussion los: Floor Jansen (die aktuelle Frontfrau) oder doch Tarja (Ex-Frontfrau und Gründungsmitglied). Da ich letztes Jahr Tarja in Wacken live erleben durfte und dieses Jahr Nightwish in der Besetzung mit Floor, habe ich nun einen mehr oder minder direkten Vergleich. Und ich muss sagen: Floor. Was nicht heißt, dass Tarja schlechter war. Tarja ist eine begnadete Sängerin, die helle, lange töne hält wie eine Opernsängerin. Aber Floor ist einfach mehr Metal. Keine Frage: Tarja war eine Wegbereiterin für den Melodic Metal und eine Inspiration für viele, stärker klassische Elemente in den Metal einfließen zu lassen.

Aber mit Floor, deren Stimme nicht so durchdringend und klar ist aber dafür mehr Power (oder wie mein Kollege Ty sagen würde: “mehr Eier”) hat, ist die Mischung aus Klassik, Folk und Metal möglich, die Nightwish gerade von anderen Melodic Metal-Bands abhebt und so erfolgreich macht. Nightwish ist kein Musical und keine Oper mehr, sondern erzählt Sagen aus fernen Ländern von vergangenen Zeiten, mit schnellen Drums, knallenden Bässen, Riffs die reinhauen und einer Sängerin, der man zutraut, dass sie nicht von einem Drachentöter erzählt, sondern ihm zur Seite stand und mit ihm zusammen das Herz der Drachen durchbohrt hat. Und deshalb mag ich persönlich die aktuelle Besetzung lieber. Vor allem auf einem Festival wie Wacken. Und ich höre Tarja zuhause über meine Anlage, wenn mir danach ist.

Running wild

In den letzten Jahren habe ich immer wieder über Accept und Kreator geschrieben und die beiden Bands als “Urgesteine des Metal” bezeichnet. Running Wild hat diesen Titel mindestens genau so sehr verdient, sind sie doch 6 Jahre vor Kreator gegründet worden und haben ein längeres Bandbestehen als Accept, da diese ja immer mal wieder aufgelöst wurden um dann doch wieder zusammen zu spielen. Bereits Mitte der 70er gründete Frontmann Ralf “Rock’n’Roll” Kasparek Running Wild, und in den 80ern begann er das Piraten-Thema mit der Band zu leben – sowohl in Texten als auch in den Auftritten. Unvergessen die Tour wo die Band mit einem Piratenschiff als Bühnenbild unterwegs war.

Ein Schiff gibt’s diesmal nicht, nur Outfits die ein wenig an Freibeuter erinnern. Dazu Powermetal der wie guter Rum über lange Jahre gereift ist und nun ein schön kombiniertes Aroma enthält aus schnellen Songs, wo die flinken Gitarren die Bass-Drum zu überholen drohen, und komplexen Arrangements aus flächigen Riffs und neckenden Licks, die sich mit klaren Akzenten zum Mit-grölen und Faust-recken abwechseln. Dass bei so viel Aktion auf den Instrumenten die Musiker selbst etwas steif auf der Bühne stehen, kann man angesichts der in Nebel getauchten Licht- und Feuershow schon mal verzeihen.

in flames

Kaum eine Band kann ich so schwer einem (Metal-)Genre zuordnen wie In Flames. was vor allem daran liegt, dass die Schweden auf jedem ihrer 12 Alben etwas Neues ausprobieren. Bereits der Anfang der Band war von dem Versuch geprägt, den ”erzählenden” Powermetal mit der finsteren Kraft des Death Metal zu verknüpfen. Im Laufe der Zeit wurde mit klassisch, melodischen Elementen und modernen Elektro-Klängen experimentiert und heraus kam das, was manche unter dem Dachbegriff “Melodic Death Metal” oder “Alternative Metal” einzufangen versuchen. Den Bühnenbildnern ist es gelungen, diese Vielseitigkeit von In Flames zu unterstreichen. Das Bühnenbild ist modern, Türme mit LED-Wänden und Spots oben drauf können in Kombination mit einem großen In Flames-Logo und zahlreichen Backlights die Bühne taghell erleuchten, oder – in dem man alles etwas runterregelt – eine finstere Stimmung erzeugen. Passend dazu gibt es schnelle, kräftige Songs mit aggressiven Vocals, die Headbanger und Crowdsurfer zu neuen Geschwindigkeitsrekorden motivieren, dursetzt mit nachdenklichen Songs, wo die Gitarren zu einem leisen Hintergrund-Flüstern des melancholischen Gesangs werden.

Die Musiker tragen auf der Bühne die Stimmung mit, springen teilweise von einem Ende zum anderen, recken dem Publikum ihre Instrumente und Fäuste entgegen, oder ziehen sich zurück, bis Frontmann Anders Fridés wie ein Solo-Artist alleine auf der Bühne zu stehen scheint und sich seinen Kummer von der Seele singt (den man als Fan schwer nachvollziehen kann, immerhin ist er der Sänger einer der coolsten Metal Bands). In der ausgefeilten Setlist ist für jeden was dabei, und nach zwei Stunden auf der Bühne kann man davon ausgehen, dass zumindest in dieser Nacht die meisten im Infield “Jester Heads” sind, wie In Flames ihre Fangemeinde nennt.

Infos + Tickets Wacken Open Air 2019

wacken 2019 / wacken open air 2019 / WOA 2019

Nightwish mit Support von Arch Enemy & Amorphis in Berlin

Berlin. Im Rahmen ihrer „Endless Forms Most Beautiful Tour“ waren Nightwish am vergangenen Dienstag Abend in der Max-Schmeling-Halle Berlin zu Gast. Die Symphonic Metal-Formation aus Finnland kam in Begleitung von Amorphis und Arch Enemy. Die beiden Support-Bands sind Vertreter der härteren Gangart, legten damit aber ein epochalen Grundstein für den Auftritt von Nightwish. Fast drei Stunden lang kamen dabei die Schwarz-Berliner-Fans auf ihre Kosten.

ARCH ENEMY

Die Melodic-Death-Metal-Band Arch Enemy stammt aus Schweden und entstand 1996 nach dem Ende der Band Carcass, als sich Michael Amott (ex-Carcass und Carnage) und Sänger Johan Liiva (ex-Carnage) mit Christopher Amott (Gitarre) und Daniel Erlandsson (Schlagzeug) zusammentaten, um zusammen Musik zu machen. Das Debütalbum „Black Earth“ erschien 1996. Es folgten Touren, weitere Alben und einige Bandmitglieder-Wechsel. 2014  kündigte Arch Enemy eine neue Sängerin an, denn Angela Gossow wollte sich einem neuen Kapitel in ihrem Leben widmen. Besetzungswechsel, besonders am Mikrofon, sind für eine Band immer etwas kritisch und neigen dazu, die Fangemeinde auch mal zu spalten. Im Fall von Arch Enemy gab es gleich zwei Wechsel, einmal Alissa White-Gluz (Mikro) und Nick Cordle (Gitarre). Wobei Alissa dabei in große Fußspuren ihrer Vorgängerin tritt, die sie aber dennoch gut ausfüllt. Sie gibt allen Songs ihren eigenen Stil und sorgt für einen etwas melodischeren Hörgenuss. An Härte verlieren die Songs allerdings dabei nicht. Arch Enemy präsentieren einen stark melodien-gesteuerten Heavy/Power/Death Metal mit starkem Gesang.

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Bildergalerie: So war ARCH ENEMY live:

AMORPHIS

Seit 1990 gibt es die finnische Metal-Band Amorphis bereits, die ihren eigenen Stil zu Beginn im Death Metal. Mit ihrem Debüt-Album „The Karelian Isthmus“ und dem Nachfolger „Tales from the Thousand Lakes“ wurden Sie aber auch weit über die reine Death Metal-Szene bekannt. Wobei Letzter ihren ersten Hit „Black Winter Day“ enthielt, der als stilprägend gilt. Das Werk „Am Universum“ wurde richtig erfolgreich und beinhaltete mit dem Song „Alone“ sogar eine Nummer-Eins-Single. Eine USA-Tour folgte, wobei die Band Opeth als Support für Amorphis dabei war. Mit der Aufnahme von Sänger Tomi Joutsen 2005 bekamen die Melodien einen Hauch von Folklore verpasst, allerdings immer im perfekten Gleichgewicht. Die nächste erfolgreiche Phase für die Karriere von Amorphis: Das Album „Eclipse“ erreichte Platz Eins der Charts, ebenso wie die Single „House Of Sleep“. Amorphis gilt als eine der erfolgreichsten finnischen Metal-Bands. In ihrer Heimat erreichten sie seit zehn Jahren mit nahezu jeder Veröffentlichung eine Platzierung in den Top 10 der Charts. Im August diesen Jahres erschien das aktuelle Album „Under the Red Cloud“.

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Bildergalerie: So war AMORPHIS live:

NIGHTWISH

Im Juli 1996 gründete sich die Band Nightwish mit den Ziel, atmosphärische Stimmungsmusik zu machen. 1997 gibt es das erste Demo, es folgen Experimente mit verschiedensten Instrumenten und schon bald gibt es den ersten Plattenvertrag. Das Debüt-Album „Angels Fall First“ steigt in die finnischen Charts und die Single „The Carpenter“ sogar in die Top Ten. Weitere Alben, Erfolge, (Welt-)Tourneen und Bandzuwachs prägen die Zeit von Nightwish. 2005 soll hält dann ein einschneidenes Erlebnis bereit, so wird Sängerin Tarja Turunen nach einstimmiger Bandentscheidung aus dem Team aussteigen. Eine neue Sängerin findet sich nach langen und schweren Demosichtungen in Anette Olzon. In den folgenden Jahren wächst der Rummel und der Hype um Nightwish weiter. So ist die eine schwere Erkrankung von Olzon im Jahr 2012 ein weiterer Wendepunkt in der Bandgeschichte. Mit ihrer alten Freundin Floor Jansen schafft die Band das fast unmögliche, ihre geplante Tour gemeinsam durchzuziehen. Die Fans empfangen die neue Frontfrau mit offenen Armen. Danach wurde es etwas ruhiger um die Finnen, man widmete sich der Arbeit am neuesten Album.

Nightwish waren in diesem Jahr (seit 2013) das erste Mal wieder in Deutschland live und zwar beim M’era Luna Festival zu sehen. Die Tour zum aktuellen Album „Endless Forms Beautiful“ folgte. Das Konzert in Berlin ist voller geladener Action und Pyrotechnik. Die Gitarrenriffs zu dröhnen durch die Max-Schmeling-Halle, dichter, blauer Rauch nebelt die Bühne ein. Sängerin Floor Jansen im schwarzen Ledermantel, mit hohen Stiefeln und Korsage hat das Publikum im Griff. Ihre gewaltige und bewegende Stimme von Sängerin Floor Jansen trifft jeden Zuschauer mitten ins Herz. Nightwish spielen viele Hits aus ihrer 19-jährigen Bandgeschichte. Ein Highlight dabei ist die Ballade „Ever dream“, bei der Floor Jansen den Gesang fast ausschließlich dem Publikum überlässt. Der so beliebte Musikstil von Nightwish, zeichnet sich von früher bis heute durch die harmonische Verbindung von Metal-Elementen mit klassischen Stilmitteln aus. Vor allem geprägt durch die ausgebildete Stimme von Frontfrau Jansen. Die Zuschauer sind begeistert, singen mit und tanzen und genießen die aufregend-feurige Show.

Bildergalerie: So war NIGHTWISH live:

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Audio-CD „Endless Forms Most Beautiful“ , Vinyl-LP „Endless Forms Most Beautiful“
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Danke an Jan Schmid für die Bilder.

Nightwish mit neuem Album »Endless Forms Most Beautiful« auf Europa-Tour

Seit jeher stehen Nightwish für virtuose Vollkommenheit, vermögen sie es doch, fantastische Traumwelten entstehen zu lassen, Zeit und Raum auszublenden und mit ihren symphonisch-majestätischen Kompositionen tief im Innern zu berühren. Vision und Versuchung, Liebe und Leidenschaft, Hingabe und Herzblut – aber auch der Mut, sich stets kreativen und innovativen Wagnissen zu stellen, zeichnet die finnische Ausnahmeband aus.

Seit ihrer Gründung 1996 sind sie längst schon zur größten Symphonic Metal Formation unserer Zeit avanciert. Es ist kein Geheimnis, dass Hauptkomponist und Keyboarder Tuomas Holopainen ein universeller Klangkünstler ist, der für seine Musik lebt, sich ihr mit allen Sinnen hingibt und diese spürbare Verbundenheit in jeder einzelnen Note seiner Werke durchschimmern lässt. Vier Jahre sind nach dem eindrucksvollen »Imaginaerum« vergangen – viel ist passiert und noch viel mehr wird passieren, denn die Zeit ist reif, für ein neues Kapitel in der Historie der Suomi- Symphoniker. Ein Kapitel, das seinesgleichen sucht und eine magische Reise in ein spektakuläres Paralleluniversum einleitet; so komplex, so episch, so betörend. Nightwish verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu einem makellosen Ganzen. Es ist Zeit für eine neue Ära. Es ist Zeit für »Endless Forms Most Beautiful«.

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Nightwish live beim M’era Luna Festival 2015

M’era Luna 2015 – Tag 2: Das ging ab am Sonntag

Hildesheim. Tag zwei beim M’era Luna Festival 2015. Der bunte Laufsteg der Gothik-Fans zeigt uns erneut seine schönsten Fassaden. Von Engelsflügen über Vampirkostüme mit Rüschen bis hin zur blutverschmierten Zombie-Maske ist alles dabei. Bereits ab Mittag gibt es wieder musikalisches Programm. Für viele Besucher ist wieder Zeit zum Bummeln, die vielen Händler bieten Schmuck, Merchandise – eigentlich alles was das Herz eine Mittelalter-, Gothik oder Musikliebhabers begehrt. Und der Abend hält garantiert mit den Headlinern ein paar wunderbare Momente bereit.

Hier geht’s zum Bericht „M’era Luna 2015 – Tag 1: Das ging ab am Samstag

M’era Luna: So schön warst du

UNZUCHT

Die Dark Rock-Band Unzucht stammt aus Hannover. Die Vierer-Gruppe um Sänger Daniel Schulz sehen wir an diesem schönen Sonntagnachmittag als erstes Ensemble. Natürlich geht es laut und rockig zu. Ins Auge fällt Gitarrist De Clercq, freier Oberkörper und blass-weiß bemalt, dazu wilde Gesten und Grimassen. Frontmann Schulz dagegen besticht mit tiefer Stimme und eindringlichen Blicken, wenn er unter seinem wallendem Haar hervorschaut.
Facts: 17.500 Fans bei Facebook · 262 Follower bei Twitter · Hits: „Engel der Vernichtung“ & „Nymphonie“

Bildergalerie: So war UNZUCHT live

DOPE STARS INC.

Facts: 81.600 Fans bei Facebook · 4.200 Follower bei Twitter · Hits: „Vyperpunk“ & „It’s Today
Hier könnt ihr mal reinhören: Dope Stars Inc. Soundcloud

Bildergalerie: So waren DOPE STARS INC. live

M’era Luna: So schön warst du

MONO INC.

Die deutsche Dark-Rock-Band Mono Inc. stammt aus Hamburg. Typisch für sie ist düstere Stimmung, daher gehts in schwarz auf die Bühne. Seit ein paar Monaten ist ihr neues Album „Terlingua“ auf dem Markt, es ist bereits das achte Studioalbum der vier Musiker.
Also gibt es auch direkt ein paar neue Songs zu hören und zwischendrin gibt’s auch mal ein cooles Cover von Iggy Pop, das lockert auf. Das Publikum rastet zu ihrem Hits „Symphony of Pain“ dann völlig aus.
Facts: 48.200 Fans bei Facebook · 1.865 Follower bei Twitter · Hits: „Voices of Doom“ & „Kein Weg zu weit“

Bildergalerie: So war MONO INC. live

APOPTYGMA BERZERK

Apoptygma (abgekürzt Apop) haben sich bereits 1989 gegründet. Die vier Musiker sind also alte Hasen im Musikgeschäft, auch wenn es in den Jahren einige Mitgliederwechsel gegeben hatte. In jetziger Combo sind die Norweger jedenfalls bestens eingespielt und auf einander angestimmt. Mit ihren Hits wie„Starsign“,„Major Tom“ oder „In this together“ bieten die Skandinavier einen perfekten Überblick ihres zahlreichen Repertoires an ohrwurmlastigem Future Pop. Der Bass ist ordentlich laut, allerdings dann so laut, dass sogar die Technik kurz versagt. Dennoch, ein absolut gelungener Auftritt.
Facts: 103.600 Fans bei Facebook · 11.100 Follower bei Twitter · Hits: „Deep Red“ & „»Non Stop Violence“

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M’era Luna: So schön warst du

TANZWUT

Die Mittelalter-Rockband Tanzwut aus Berlin ist immer ein Garant für gute Stimmung. Wenn Sänger Teufel mit seinen Spielleute die Bühne einnimmt, gibt es viel zu sehen und noch mehr zu hören. Seit 1999 sind die Berliner, mit Mitgliedern der Band Corvus Corax bereits auf dem Musikmarkt unterwegs. Sänger Teufel feiert und tanzt und motiviert die Zuschauer. Es ist eine explosive Mischung, ein bißchen Pyrotechnik, aber vor allen Dingen sind die Musiker gut gelaunt. Egal ob zur melodischen Flöte oder dem wilden Dudelsack, der harten E-Gitarre oder der sanften Harfe, zur Musik von Tanzwut kann man einfach nur in Tanzlaune geraten.
Facts: 48.200 Fans bei Facebook · 594 Follower bei Twitter · Hits: „Vulkan“ & „Ihr wolltet Spaß“

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JOACHIM WITT

Joachim Witt sorgt gern für  andächtige Momente und versetzt uns mit seiner unverwechselbaren Stimme in regelrechte Euphorie. Man schwingt mit, man singt mit, wer textsicher ist. Wenn seine Musik auch eher ruhig daher kommt, im Vergleich zu den anderen Bands und Musikern des heutigen Tages, kann Witt das Publikum absolut verzaubern. Zwischen den Songs ist er in Plauderlaune und schenkt uns die ein oder andere Anekdote aus seinem bewegten Leben.
Facts: 41.600 Fans bei Facebook · 348 Follower bei Twitter · Hits: „Goldener Reiter“ & „Wunder geschehen“

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M’era Luna: So schön warst du

EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN

Einstürzende Neubauten sind keine typische Musikband, schon gar nicht die Art Band, die man auf einem Festival zur Prime Time erwartet. Man weiß vielleicht schon im Vorfeld, dass die Truppe einen recht experimentell-wilden Musikstil pflegt. Also doch irgendwie passend für das M’era Luna. Es erklingen jedenfalls mehr schräge Geräusche als eingängige Melodien, mehr schrille Schreie als laute Gesänge oder harte Shouts. Wirklich eindrucksvoll sind beim genaueren Hinsehen die liebevoll-detailierten Instrumente, die teilweise in Eigenarbeit gebaut wurden, wie beim Schlagzeuger und Percussionisten. Bei Einstürzende Neubauten ist es also gar nicht mal nur die Musik auf die wir horchen sollten, sondern betrachten wir die Band doch einfach mal als interessantes Gesamtkunstwerk.
Facts: 58.400 Fans bei Facebook · Hits: „The Garden“ & „Youme & Meyou

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NIGHTWISH

Nightwish sind seit 2013 nun da erste Mal wieder in Deutschland live zu sehen. Natürlich wurden sie schon voller Sehnsucht erwartet. Was den Zuschauern aber beim M’era Luna Finale geboten wird, übersteigt dann aber doch die Vorstellungskraft vieler Nightwish-Fans. Eine gewaltige Welle aus Pyrotechnik feuern die Finnen heraus. Dazu die gewaltige und bewegende Stimme von Sängerin Floor Jansen, die jeden Zuschauer mitten im Herzen trifft. Der so beliebte Musikstil von Nightwish zeichnet sich von früher bis heute durch die harmonische Verbindung von Metal-Elementen mit klassischen Stilmitteln aus. Vor allem geprägt durch die ausgebildete Stimme von Frontfrau Jansen. Die Zuschauer sind begeistern, singen mit und tanzen und genießen die aufregend-finalwürdige feurige Show.
Facts: 4,3 Mio. Fans bei Facebook · 215.000 Follower bei Twitter · Hits: „Sleeping Sun“ & „Wish I had an Angel“

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M’era Luna: So schön warst du