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Inhalt

Open Flair 2019 – Samstag und Sonntag: Noch einmal volles Tempo

Nur wenige Bands schaffen es, an Tag 4 eines Festivals schon am frühen Nachmittag so viel Publikum vor die Bühne zu ziehen. Eine dieser Bands ist Sondaschule. Sie haben schon oft auf dem Open Flair gespielt und die Macher wissen, dass gute Stimmung immer direkt im Handgepäck dabei ist. Auf der Freibühne spielten im Anschluss Dave Hause & the Mermaid. Mir war der Singer-Songwriter bis zu diesem Wochenende kein Begriff. Wenn mich nun jemand fragen würde, ob man sich Dave Hause mal anhören sollte, wäre mein Antwort ein ganz klares: JA! Unbedingt. Seit 2010 ist der Künstler auf Solopfaden unterwegs, seit 2 Jahren allerdings wieder in fester Begleitung einer Band. Seine Show war musikalisch ausgereift. Auf der Bühne stand ein Mann, der wusste, wie man ein großes Publikum in seine Bann zieht.

Wer schon einmal auf dem Open Flair war, weiß, dass die Securities Spass haben und sich auch immer wieder was neues einfallen lassen. Da wären beispielsweise die Neon-Sportanzüge im 80er Jahre Stil mit blonden Perücken im letzten Jahr bei Milliarden. Dieses Jahr gab es dann vor dem Auftritt von Eskimo Callboy den Einmarsch der „Flairwatch“. Ja, die Secus kamen in an die Kultserie „Baywatch“ angelehnten Rettungsschwimmer-Outfits in den Graben. Eskimo Callboy selbst spielten zum zweiten Mal auf dem Open Flair. Die Band, die mittlerweile auch international große Erfolge verzeichnet, zeigte dem Publikum am Nachmittag, wo der Hammer hängt.

Mit den härteren Tönen ging es dann auch auf der Seebühne mit Annisokay weiter. Bei Enter Shikari wurde es danach richtig wild. Sänger Rou Reynolds bewegte sich exzentrisch über die Bühne, sang inmitten seiner Fans, es flog Farbpulver durch die Gegend und es bildete sich ein riesiger Circlepit. Hier wurden keine kleinen Brötchen gebacken. Rou setzte dem Ganzen noch die Krone auf, als er auf den FOH-Turm ging, sich dort auf die Brüstung stellte und von dort aus weitersang. Selbstinszenierung: große klasse.

Es folgte mein persönliches Highlight des Samstags: Bosse. Der 39-jährige spielte zum mittlerweile vierten Mal auf dem Open Flair und von Jahr zu Jahr wächst die Fangemeinde. Zu recht! Bosse und seine Band begeisterten, rissen alle mit, animierten zum Tanzen und Mitsingen. Der Sänger musste nur kurz zu klatschen anfangen, schon taten es ihm tausende Hände gleich. Der Auftritt war fantastisch und richtig viel und gut für’s Herz.

Immer wieder sprachen die verschiedensten Künstler, so auch Bosse Die Organisation Viva Con Aqua an. Ein Thema, welches auch mir persönlich am Herzen liegt. Am Ende des Festivals stand fest: Rekord! Mehr als 10.000 Becher wurden während des gesamten Open Flair Festivals 2019 gesammelt. Eigentlich immer noch zu wenig, wenn man die Anzahl der Besucher und die Dauer der Veranstaltung betrachtet, aber jeder Cent, der Viva Con Aqua zugute kommt, bedeutet: irgendwo in Afrika kann wieder ein Brunnen gebaut werden!

Nach dem Auftritt von Bosse wurde es dann tatsächlich noch voller auf dem Werdchen. Die nächste ganze große Band: Die Toten Hosen. Da passte keine Maus mehr mit auf den Platz. Währenddessen neigte sich das diesjährige Programm auf der Seebühne dem Ende entgegen. Mit Frittenbude und Beyond The Black gelang den Machern des Festivals zweifelsohne ein großartiges Finale des vorletzten Abends.

Sonntag

Der Sonntag wurde von The toten Crackhuren im Kofferraum eröffnet. Das Leben hat es vielleicht mit der Band nicht immer gut gemeint, aber sie sind noch da, hatten ihr drittes Album “bitchlifecrisis” veröffentlicht und sangen mit klaren Worten über das, was sie bewegte. Mit einem Augenzwinkern, verpackt in Glitzerjacken und Dancemoves. Auf der Freibühne schlossen sich danach Django S an und versorgten das Eschweger Publikum mit einer gehörigen Prise Ska-Punk.

Was waren die Fans von ZSK im Jahre 2011 erleichtert und begeistert, als die Band vier Jahre nach Auflösung ihre Re-Union bekannt gab. Das Konzert der Berliner Polit-Skate-Punk-Band zeigte, dass sie Bock hatten – und das Publikum erst. Mit ihrem aktuellen Album „Hallo Hoffnung“ konnten sie sogar in die deutschen Top 20 Album-Charts ziehen.

Yungblud – was kann man über den jungen Briten erzählen? „Völlig durchgeknallt“ ist vermutlich eine ganz passende Beschreibung seiner Bühnenshow und das war auch gar nicht negativ gemeint. Wie ein Energiebündel sprang der junge Musiker über die Bühne, der sich ein paar Tage zuvor den rechten Arm gebrochen hatte. Mit Gips stand er nun da und erzählte mit breitem Grinsen, dass die Ärzte ihm natürlich von den Konzerten abgeraten hätten. Aber Yungblud pfiff drauf und lieferte eine erstklassige Show.

Etwas ruhiger wurde es dann mit Von Wegen Lisbeth auf der Hauptbühne, die 2016 mit ihrem Debüt-Album den Durchbruch feierten. Die Indie-Pop-Band begeisterte mit ihrer ganz eigenen Instrumentalisierung, den ausgefeilten Texten und den Details dazwischen. Mit geballter Frauenpower von Chefboss ging es dann auf der Freibühne weiter. Sängerin Alice Martin und Tänzerin/Choreografin Maike Mohr hatten viel Spass auf der Bühne. Begleitet von einem DJ und zwei weiteren Tänzerinnen war da viel Energie. Tanz und Gesang standen im Einklang, beides auf gleicher Ebene, keines von beiden war wichtiger als das andere. Hier wurde wahrlich der „Freak aus jedem herausgeholt“.

„Punk trifft Rap, Eskalation und Pogo treffen ein brandaktuelles politisches Anliegen”, so ein Auszug aus dem aktuellen Pressetext von Swiss & die Andern. Diese Band war schon seit einiger Zeit extrem angesagt, Konzerte ihrer vergangenen Tour wurden teilweise in größere Locations verlegt oder es gab Zusatzshows. Und auch auf dem Open Flair stellten sie ihre guten Live-Qualitäten unter Beweis.

Im Folgenden machte sich B-Tight bereit, der seit mehreren Jahren jährlich ein neues Album auf den Markt brachte. Dass das qualitative Einschränkungen mit sich bringen könnte, ließ sich hier klar von der Hand weisen. Der Rapper, der gern provoziert, hatte sich vor ein paar Jahren mit seinen B-Tight-Playaz musikalisch auch in rockigere Gefilde vorgetastet. Bei seinem Auftritt auf dem Open Flair 2019 wurde er am Mikrofon von Monzy-De unterstützt, der seit ein paar Jahren Bestandteil der Live-Crew ist. Hier ging ordentlich die Post ab.

Mit ihrem aktuellen Album “Gravity” konnten Bullet For My Valentine nicht alle Kritiker überzeugen, auch nicht alle Fans. Live konnten sie aber auf dem Open Flair zeigen, dass sie zurecht einen Headliner-Spot ergattert hatten und entsprechend gewohnt rockig und energiegeladen legten Matt Tuck und Co sich auch ins Zeug. Das Werdchen war proppenvoll gefüllt, die Stimmung super und es gab jede menge Hits aus der umfangreichen BFMV-Schaffensgeschichte auf die Ohren der Eschweger.

Vor vier Jahren erschien das Debütalbum von Adam Angst. Seitdem waren sie viel live unterwegs und so führte sie ihr Weg nun auch zum Open Flair. Ihre Musik war ohne Schnörkel, die Texte gerade heraus und wunderbar ehrlich. Über ihr letztes Album “Neintology” schrieb das Magazin prettyinnoise.de: “Ein Album, das sich in gewohnter Weise in keine Schublade stecken lässt.”

Allerletzter Headliner des diesjährigen Open Flair waren The Offspring. Ja genau – die Band, die in den 90ern mit „Self Esteem” einen Mega-Hit (und noch vielen weiteren) erzielte, ist immer noch unterwegs. Die Kalifornier um Sänger Dexter Holland feierten mit neuem Album ihr 25-jähriges Bestehen. Im Gepäck hatten sie natürlich dennoch auch ein paar der älteren und beliebten Hits.

Nach The Offspring führte mich mein Weg dann wieder in die heimatlichen Gefilde. Es regnete. Im Autoradio lief eine „Best Of R.E.M.-CD“. Mein Kopf war voller Gedanken an all die wunderbaren Momente, die ich wieder in Eschwege erlebt hatte und an all die großartigen Künstler, die ich fotografieren konnte. Zum Open Flair Festival zu fahren bedeutet Jahr für Jahr fantastische Bands, tolles Ambiente und ein Treffen mit vielen, guten Freunden. Ich freue mich jetzt schon extrem auf nächstes Jahr!

Open Flair 2020: Tickets + Infos

Deichbrand Festival 2019 am Freitag – Unsere Highlights

Es ist die 15. Ausgabe des beliebten, norddeutschen Open Air-Events – dem Deichbrand Festival 2019. Gekommen sind 60.000 festivalbegeisterte Musikfans, die ihr verlängertes Wochenende unweit der Nordsee verbringen wollen. Zur absoluten Festivalmeile umfunktioniert, finden die Camper auf dem Seeflughafen Nordholz bei Cuxhaven hier wieder fünf Tage lang eine Heimat. Aber nicht nur das, neben der Musik kann sich das Rahmenprogramm wirklich sehen lassen. Beach-Volleyball- und Flunkyball-Felder laden zur sportlichen Betätigung ein, ein mobiler XXL-Pool steht bereit und wird den gesamten Tag ausgiebig genutzt. Und auch das Wetter ist perfekt auf Festival eingestimmt und bietet am Freitag eine gute Mischung aus viel Sonne und erst abends Wolken.

Veranstalter ESK Events & Promotion GmbH hat bereits seit Mittwoch die Tore für die Besucher geöffnet, allerdings nur für die Maincamp-Anreisenden, die das im Vorfeld angemeldet haben. Es bleibt der grundsätzliche Anreisebeginn sowie der Start des musikalischen Programms am Donnerstag. Hierbei werden aber erst einmal nur die „zwei kleineren“ Bühnen (Palastzelt und Electric Island) bespielt. Russkaja, Talco, Die Happy, Subway to Sally, Annisokay und viele weitere werden den ersten Tag zum warm werden mit ihrer Musik bereichern. Die zwei Hauptbühnen (Fire und Water Stage) erweitern ab jetzt das gesamte Musikprogramm. Viele andere Festivals setzen bekanntlich auf das Konzept, dass alle Bühnen parallel bespielt werden – das Deichbrand Festival macht dies seit Jahren anders. Denn die Liveshows finden auf den beiden Hauptbühnen nacheinander statt, so dass die Besucher bestmöglich all die vielen Acts auch sehen können.

Vor allem sind viele deutsche Künstler seit Jahren Bestandteil der Line-ups beim Deichbrand und dieser Linie bleibt man treu. Fettes Brot, SAMTV, Bonez MC & RF Camora, Chefboss – um nur einige des ersten Tages zu nennen. Natürlich wird es auch international, u. a. mit Thirty Seconds to Mars, Wanda, Skindred, Amelie Lens und vielen mehr.

Skindred

Die fünf Waliser drehen mit ihrem Mix aus Metal, Hip-Hop und Reggae gleich zur Eröffnung des Freitags beim Deichbrand 2019 auf der Fire Stage voll auf. „Big Things“ erwarten das Publikum. Mit dabei haben sie natürlich jede Menge Hits der aktuellen Scheibe aus April 2018. Nach einer ausgiebigen Begrüßung und einigen Späßen von Frontsänger Benji Webbe geht es weiter mit „Ratrace“. Mit ihrem mitreisendem Charisma schaffen es Skindred, ihre Zuschauer zu jedem einzelnen Song mitzureißen – egal ob sie das Publikum dabei gesanglich für den Refrain für „That’s My Jam“ in zwei Hälften aufteilen oder alle kollektiv für mehr Power bei „Kill the Power“ einspannen. Konsequent vermischen Skindred ihren aufgepeppten Nu Metal mit Reggae/Dub/Dancehall – das kommt gut an. Mit dem Song „Warning“ beenden Skindred ihr 40-minütiges Live-Set.

Chefboss

Knallharte Girlpower aus Hamburg gibt es als nächstes auf der Water Stage vor den Latz. Das Duo, bestehend aus Alice Martin und Maike Mohr, hat in 2017 z.B. ihren Song „Insel“ veröffentlicht, ein absoluter Ohrwurm, der wie ihre anderen Songs vor Energie und guter Laune strotzt – und vor allem die Musikstile Dancehall, Electro und Hip-Hop gekonnt mit einander kombiniert. Vor der Bühne ist es gerappelt voll, schließlich eilt ihr Ruf mit dem Gute-Laune-Sound voraus. Vor vier Jahren haben Chefboss mit ihrer EP „Blitzlichtgewitter“ erstmals auf sich aufmerksam gemacht, im März 2017 dann endlich das Chefboss-Debüt-Album „Blitze aus Gold“. Gemeinsam mit einer Horde Tänzer/innen definieren die Hamburger Girls das Twerken neu und versorgen die Deichbrandler mit einer fetten Ladung Bass, Rhymes und steilen Beats. Komplettes Ausrasten ist angesagt, wenn dabei T-Shirts und Handtücher durch die Luft wedeln.

Blood red Shoes

Diese Rockband stammt aus Großbritannien und besteht lediglich aus zwei Mitgliedern. Da ist Sängerin Laura-Mary Carter, die gleichzeitig E-Gitarre spielt und Schlagzeuger Steven Ansell, von dem man ebenfalls viel Stimme zu hören bekommt. Man spürt von der ersten Sekunde auf der Bühne eindeutig, auch zwei Musiker können für Stimmung auf dem Gelände sorgen. Ehemals als Spaß-Projekt begonnen, haben die Blood Red Shoes mittlerweile großen Erfolg. Wirklich gute Musik, die einen mitreißt. Auffällig ist der melodische Gesang von Laura-Mary,der Sound ist gespickt mit allerlei technischen Feinheiten und Bandkollege Steve prügelt energiegeladen auf die Drums ein.

Kelvin Colt

Der vielversprechende 24-jährige Kelvyn Colt ist Songwriter, Rapper und Newcomer. Seine Musik dient als Soundtrack für alle, die sich nicht zugehörig fühlen, wo auch immer sie sind – diejenigen, die zwischen den Stühlen sitzen und nicht in eine Schublade gesteckt werden möchten. Er wurde in Deutschland geboren, wurde aber von einem nigerianischen Vater und einer deutschen Mutter in Wiesbaden, dem größten Außenposten des US-Militärs, zweisprachig erzogen. Seine Lyrcis verpackt er ins englische und verarbeitet dort seine eigene Gefühlswelt. Seiner bisher einzige EP „LH914“ liefert die Songs für die Live-Setlist und reicht von R’n’B über Westcoast-Einflüsse bis hin zu Trap.

Wanda

Bilderbuch sind übrigens nicht die einzige, erfolgreiche Popband aus Österreichs Hauptstadt Wien! Zum Beispiel ist da auch noch die fünfköpfige Band Wanda mit Frontmann Michael Marco Wanda. Seit 2012 musiziert das Quintett, dass mit dem Song „Amore“ (und dem gleichnamigen Album) 2014 einen echten Superhit und Ohrwurm gelandet hat. Was ganz neues ist zwar derzeit nicht erschienen, aber mit dem dritten Studioalbum „Niente“ aus 2017 und den Vorgängern kann man trotzdem genügend Hits liefern. Die heimatverbundene Band hat u. a. auch den wunderbaren Song „0043“ dabei, sozusagen als Liebeserklärung an ihr Heimatland. Für Freunde poppiger und handgemachter Musik gibt es hier eingängige Refrains, authentische Jungs, emotionale Themen und vor allem eine Menge Rock’n’Roll auf der Bühne zu erleben.

Neufundland

Erst eineinhalb Jahre ist es her, dass Neufundland mit ihrem Debütalbum „Wir werden niemals fertig sein“ in der deutschen Musikszene große Sympathien ernten. Im Mai 2019 haben die fleißigen Kölner das zweite Album mit dem schlichten Namen „Scham“ auf den Markt gebracht. Aber schämen muss sich hier niemand, denn die Band ist auf der Bühne alles andere als zurückhaltend oder zaghaft – stattdessen fliegen den Zuschauern krachenden Gitarren und parolenartigen Gesänge entgegen. Sänger Fabian Langer und seine Bandkollegen sind dabei verspielt und leidenschaftlich, die Spielfreude sieht man ihnen an und das reißt auch das Publikum mit.

SAMTV Unplugged

Samy Deluxe zählt schon seit Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Rappern. Stets mit viel Wortwitz nimmt er dabei sich selbst (und andere) auf die Schippe, macht vor seinem eigenen Genre auch nicht halt. Immer wieder spricht auch gesellschaftliche Themen an. Abseits der Bühne hat der Rapper ein großes soziales Engagement, wo er sich besonders gegen Analphabetismus ausspricht. Sympathisch! Nun ist es Zeit für eine neue, energiegeladene Zeitreise mit dem neuen „SaMTV unplugged“-Programm. Enthalten sind musikalische Perlen aus der Zeit Ende der 90er bis heute. Für das gleichnamige Album und die Show (VÖ August 2018) hat er zahlreiche musikalischen Wegbegleiter dabei, wie Afrob, Max Herre, Stiber Twins, Torch, Die Beginner, Curse, Afrob, Megaloh, Kool Savas, Xavier Naidoo, Eko Fresh uvm. Eine perfekt gewählte Setlist, die legendäres sowie überraschendes Liedgut für Rapfans bietet.

Bonez MC & RAF Camora

Bonez MC und seine 187er haben in kürzester Zeit die Rap-Szene und unser Land übernommen, während RAF Camoras „Ghøst“ durch die Top 5 geisterte. Danach sind das Strassenbanden-Oberhaupt und der Indipendenza-Chef erstmal gemeinsam auf Tour gegangen und haben erfolgreich Musikgeschichte geschrieben. Auf YouTube haben sie mit „Palmen aus Plastik“ für einen wahnisinns Sturm gesorgt und das gemeinsame, gleichnamige Album ist mehr als von Erfolg gekrönt. Bonez und RAF machen Dancehall auf Deutsch und das klingt tatsächlich ziemlich cool. Auf der Bühne ergänzt sich das Duo perfekt – RAF Camora, der Wiener-Berliner geht als singender Produzent von Reggae-beeinflussten Trap-Brettern los – Bonez Grime-Flows und Hooks erinnern an die chattenden Deejays der jamaikanischen Soundsystem-Kultur. Die zwei Freunde haben ein wirklich krasses Feature geschaffen.

Tocotronic

Die Tocos starten mit klarer Ansage und ihrem Song „Aber hier leben, nein danke“ (von 2005) gegen Rechts. Immer mehr Künstler/Musiker beziehen derzeit politisch Position. Seit über 25 Jahren sind die Hamburger in der Musikszene aktiv mit ihrem pointierten Gitarren-Pop, der humorvoll auf die Defizite von Politik und Gesellschaft hinweist. Das Quartett spielt an Gitarre, Bass und Schlagzeug seinen eigenwilligen, aber ohrwurmtauglichen Sound. Treu bleiben Tocotronic dabei ihren typischen Schrammelgitarren und dazu röhrt Frontmann Von Lowtzow ins Mikro. Die Songauswahl hat alles, was das Fanherz begehrt – melancholisches und leichtfüßiges, orchestrales und pop-rockiges. Alles in allem eine wunderbare Atmosphäre und kein monotoner Auftritt.

Thirty Seconds to Mars

Mit dem aktuellen Album „America“ haben Thirty Seconds to Mars die deutschen Charts gestürmt und direkt Platz 1 belegt. Damit hat die Band in 2018 auch eine ausgiebige Tournee mit Liveauftritten für die Fans in Deutschland gespielt. Nun sind sie zurück und wollen auch dem Deichbrand-Publikum eine ordentliche Rockshow bieten. Thirty Seconds To Mars sind der erste Headliner von beim Deichbrand Festival 2019. Klar, dass es auf der langen Geraden gerappelt voll ist. Das Drumset setzt ein, die LED-Wände fahren nach oben und die Bühnenkonstruktion bringt den Mann hervor, für den jetzt hier alle Herzen schlagen: Jared Leto! Er gilt nicht nur als fantastischer Sänger und Performer, sondern auch als einer der talentiertesten amerikanischen Schauspieler der letzten zwei Jahrzehnte. Bruder Shannon Leto hält ihm auf der Bühne mit stabilen Drums den Rücken frei. Die restliche Band steht und spielt etwas im Hintergrund der Bühne. Musikalisch lassen Thirty Seconds to Mars aber auch gar nichts aus, alle ihre . beliebten Hits wie „Closer To The Edge“ oder „This is War“ prasseln nur so auf die Zuschauer ein.

Fettes Brot

Die deutsche HipHop-Kombo Fettes Brot aus Hamburg blickt auf 27 Jahre Bandgeschichte zurück. König Boris, Doktor Renz und Björn Beton haben zwischendurch eine kurze Bandpause genommen, sind aber seit 2012 wieder aktiv und gerade am 3. Mai ist das neue Album „Lovestory“ erschienen. Zuletzt in 2016 beim Deichbrand Festival in Cuxhaven, hatten Fettes Brot den Sonntagabend bei strömendem Regen das Festivalfinale eingeläutet. Nun sind sie zurück – und die deutschrap-liebenden Zuschauer empfangen das Hamburger-Trio euphorisch. Nachdem Headliner Nummer 1 das Gelände schonmal ordentlich gerockt hat, sind um 00:10 Uhr noch Fettes Brot auf der Water Stage dran – und es ist fast genauso voll! Die drei Rapper springen gut gelaunt auf die Bühne und die Party ist im Gange. Jede Menge Songs vom neuen Werk gibt es auf die Ohren der Besucher, aber auch vieles, was die Masse kennt. Jeder Song wird hier mitgegröhlt – „Jein“, „Schwule Mädchen“ oder „Nordisch by Nature“. Das ist ein gelungener musikalischer Abschluss für den ersten Festivaltag auf den beiden Central Stages. Natürlich geht das Programm im Palastzelt noch bis in die frühen Morgenstunden weiter.

Deichbrand Festival 2020 tickets + Infos

Deichbrand Festival 2020Danke: Theresa Friedenstab (redaktionelle Mitarbeit)

Eine bunte Tüte, bitte! Freitag auf dem MS Dockville 2018

Vom 17. bis zum 19. August findet zum 12. Mal das wohl bunteste Musikfestival des Nordens statt: das MS Dockville 2018 in Hamburg. Wir berichten vom ersten Tag: Freitag.

Es ist Ende August – und damit wieder Zeit für das Dockville, das legendäre Festival in Wilhelmsburg, dem ungehobelten Stadtteil im Süden Hamburgs. Doch gefühlt beginnt das Dockville viel früher: Schon Wochen vorher kann man sich auf diversen Vorab-, Neben-, Super-, Sonder-, Spezial- und Zusatzfestivals warmfeiern: zum Beispiel auf dem Artville Kunstfestival mit Richtfest (Vernissage) und Burgfest (Finissage), auf dem Butterland Electronic-Festival, dem Slamville Poetry Slam, dem Spektrum Festival für Hip-Hop und auf dem Vogelball. Das MS Dockville bildet den Abschluss und setzt ein großes, buntes Ausrufezeichen ans Ende dieses Festivalmarathons.

Üben fürs Dockville

Im Sommer gibt’s hier kaum ein Wochenende, an dem nicht gefeiert wird. Was die Wilhelmsburger wohl davon halten? Hängt wahrscheinlich stark vom Alter ab. Für alle anderen hat’s den Vorteil, dass sie sich auf den Vorabfestivals fürs Dockville vorbereiten können. Man kann sich zum Beispiel schon mal mit dem Gelände vertraut machen, um im Ernstfall den schnellsten Weg zum Bierstand zu finden. Oder schon mal üben, mit Bier, Kippe und Seifenblasen-Pistole aufs Dixieklo zu gehen, ohne was vom Dixieklo zu berühren.

Eine bunte Tüte Musik, Kunst und Schnickschnack

Als Fotograf Axel und ich am Freitag gegen 14:30 Uhr aufs Gelände kamen, war noch nicht viel los. Am Wetter konnte es nicht liegen. Es war zwar grau und bewölkt, aber wer bei der Dockville-Schlammschlacht letztes Jahr dabei war, muss bei ein paar Regentropfen nur müde lächeln. Wahrscheinlich lag’s eher daran, dass selbst das junge Dockville-Publikum um die Zeit noch mit wichtigeren Dingen beschäftigt ist: Arbeit, Uni, Galao-Brunch in der Schanze. Eine gute Chance, ohne Gedränge das Gelände zu erkunden. Es gibt viel zu sehen.

Das MS Dockville ist wie eine bunte Tüte am Kiosk: von süß bis sauer und von Weingummi bis Lakritz ist für jeden was dabei. Und wenn man mit den Fingern ganz unten der Tüte rumfummelt und denkt, dass die besten Sachen weg sind, entdeckt man noch einen Leckerbissen. Zum Beispiel als wir zwischen zwei Büschen durchgegangen sind und plötzlich vor einer bunten Lokomotive standen, auf der ein DJ auflegt. Und das ist nur eine von vielen Bühnen und Clubs mit sympathisch-bekloppten Namen wie „Easy Kisi“ und „¥€$ we can can“. Dazu kommen noch zahlreiche Stände, die entweder unwichtigen Schnickschnack oder wichtige Infos bieten, zum Beispiel „pro familia“. Und überall dazwischen: viel Kunst und Kreativität. Bei unserem Rundgang sind wir an einem riesigen Schrott- Mader und an einem Turm aus bunten Klötzen vorbeikommen. Dann tauchte plötzlich ein Holz-Wal aus dem Boden auf und ein meterhoher Holzkopf stierte uns an, aus dessen Kopf ein Baum wuchs. Schicke Frise.

All das sieht man, wenn man zwischen den drei großen Hauptbühnen pendelt: „Großschot“, „Vorschot“ und „Maschinenraum“. Unsere erste Band am Freitag spielte auf dem Großschot:

The Cool Quest

Die fünf Musiker aus den Niederlanden spielen funkigen, groovigen Pop. Manchmal etwas rockiger, manchmal etwas elektronischer – aber immer sehr tanzbar. Laut eigener Bio soll da auch Hip-Hop drin sein, den konnte ich aber nicht raushören. Auf jeden Fall haben sie es geschafft, die ersten müden Fans aufzuwecken. Wer gerade noch zaghaft mit den Füßen gewippt hat, hat spätestens beim Cover des trashigen 90er Dacnefloor-Hits „Gypsy Woman“ ausgelassen gefeiert. Auch die Klamotten von The Cool Quest haben zur Zeitreise in die 90er gepasst: ausgewaschen Jeansjacken, Leopardenshorts und andere Klamotten, die zusammenpassen, weil sie gerade nicht zusammenpassen. Damit haben sie übrigens den Style des diesjährigen Dockvilles gut getroffen.

Die 90er sind zurück

Letztes Jahr sahen auf dem Dockville noch alle aus wie Neo-Hippies oder Indianer. Doch schon damals haben erste Fila-Sweatshirts und Tattoo-Halsketten angedroht, was dieses Jahr nicht zu übersehen war: die 90er sind zurück. Und mit ihnen der trashige Klamottenstyle von damals: Trainingsjacken aus Ballonseide in Türkis, Rosa und Navyblau. Gürteltasche, klobige Fila-Turnschuhe, Tennissocken in Adiletten. Warum können die Jugendlichen von heute nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernen? WARUM?!!?!

Phlake

Zurück zur Musik. Auf der Großschot-Hauptbühne war Phlake aus Dänemark am Start. Sänger Mads Bo, Beat-Bastler Jonathan Elkær und ihre Band haben feinen RnB gespielt: Mads soulige Stimme, die er gerne mal zum Falsett hochschraubt, dazu ein warmer Beat und eine funky Gitarre – perfekt. Sänger Mads singt übrigens weitaus cooler, als seine Sandalen vermuten lassen.

Mogli

Bei Mogli konnten wir nur einen kurze Zwischenstopp einlegen. Sie hat eine tolle Stimme und singt verträumte Lieder voller Fernweh. Kein Wunder, sie hat mal einen Roadtrip von Alaska bis Argentinien gemacht und darüber einen Film gedreht. Eigentlich total unwichtig, aber trotzdem interessant: Mogli hat einen schwarzen Gürtel in Taekwondo.

Goldroger

Goldroger ist ein Rapper aus Dortmund, wofür er von mir schon mal Vorschusslorbeeren bekommt. Ein cooler Dude mit einer angenehm rotzigen Art, ganz ohne Allüren oder Gangster-Rap-Gepose. Mit einem lauten „Wir sind da! Seid ihr auch da?“ ging’s mit dem gleichnamigen Song los: ein schwerfälliger, dicker Beat mit schrillen Gitarrensamples. Hört sich nach Hip-Hop-Rock Crossover an, wurde dann aber sehr jazzig. Hat mir gut gefallen.

Chefboss

BOOOOOM! Chefboss explodiert ab Sekunde 1. Mit einem „Wir zerlegen diesen Club zu Mosaik!“ machte die Sängerin Alice Martin klar, dass gefeiert werden darf, nein – muss! Treibende, ausgeflippte Dancehall-Beats ballerten mit Druck ins Publikum und verwandelten die Dockville-Besucher in eine wild tanzende Meute, die von Chefboss-Tänzerin Maike Mohr noch weiter angeheizt wurde. Der Höhepunkt des Wahnsinns war erreicht, als dutzende Handtücher ins Publikum geworfen wurden, um sie im Takt über den Köpfe zu drehen: „Helikopter Style!“ Die Energie, die in dem Moment freigesetzt wurde, hätte gereicht, um Wilhelmsburg für drei Tage mit Strom zu versorgen.

Everything Everything

Die vierköpfige Band aus England hat 2007 mit gitarrenlastigem Indie-Rock angefangen. Synthie-Sounds kamen erst später dazu, „when we could afford the gear.“ Heute stehen sie auf der Dockville Hauptbühne: Sänger Jonathan Higgs ist im orangefarbenen Mantel kaum zu übersehen und singt mit ausladenden Armen, was ihm den Pathos eines Opernsängers verleiht.

Leoniden

Die Leoniden sind benannt nach einem Meteorstrom – und diese Meteore sind Freitagabend auf der Vorschot-Bühne eingeschlagen. Als die Sonne das goldene Leoniden-Logo auf der Bühne erstrahlen lies, spielten die Leoniden Indie-Rock mit viel Synthie, noch mehr Energie und einer unglaublichen Begeisterung. Sänger Jakob Amr springt wie ein Flummi über die Bühne und Gitarrist Lennart dreht komplett durch: er schmeißt sich die Gitarre auf den Rücken, beißt ins Mikro, verknotet sich fast selber mit Kabeln und befreit sich gerade rechtzeitig, um seinen Part zu spielen.

Cigarettes after Sex

Die beste Beschreibung für den Sound von Cigarettes after Sex liefert ihr Bandname selber: Musik für die Zigarette danach. Die Ambient-Pop Band um Sänger Greg Gonzalez spielt intime, gefühlvolle Musik mit langsamen Drums, einer verträumten Gitarre und flächigen Sounds. Nicht gerade energiegeladene Gute-Laune-Party-Musik – aber vielleicht schaffen sie es gerade deshalb, dass die Dockville Fans bei jedem Lied dahinschmelzen. Dabei war die Bühne teilweise in so tiefen Nebel getaucht, dass die Band kaum noch zu sehen war.

Trettmann

Nicht auf der Hauptbühne, aber trotzdem der inoffizielle Headliner des ersten Festivaltages: Trettmann. Der deutsche Rapper/Sänger ist bekannt geworden durch seine Gastauftritte bei RAF Camora und Bonez MC – und aktuell sehr angesagt. Mit der 187 Straßenbande und allen Rappern, die in ihrem Sizzurp-Fahrwasser mitschwimmen, kann ich nichts anfangen, aber Trettmann ist eine Ausnahme. Er ist zwar Rapper, aber eigentlich singt er. Und das mit einer entspannten Singsang-Stimme, die irgendwie einlullend und hypnotisierend ist. Es ist etwas später, als er vermummt mit Kapuze, Cap und Sonnenbrille die Bühne betritt. Doch trotzdem feiern die Fans jedes Lied, jede Zeile jedes Wort. Spätestens als er seinen Hit „Knöcheltief“ spielt, hat wohl jeder Fan mitgesungen. Oder mitgerappt?

Wer war sonst noch da?

Nilüfer Yanya: Die talentierte Sängerin hat leider erst zu spät angefangen und konnte ihre atmosphärischen, verträumten Songs nicht so richtig auf die Bühne bringen. Joey Bargeld: der Hamburger hat zu harten Trap-Beats und Synthie-Sounds gerappt – alles etwas irre, aber auch alles etwas lustlos. Bonobo: wie immer mit sehr tanzbarer Downtempo-Musik, die er mit zahlreichen Live-Musikern und der wunderbaren Sängerin Szjerdene performt hat.

Das war Tag 1 auf dem MS Dockville 2018. Als nächstes berichten wir von Tag 2: Samstag. Heute spielen Acts wie Erobique, alt-J und Faber und vielen mehr. Stay tuned!

Infos + Tickets MS Dockville 2019MS Dockville 2019

So war das Deichbrand Festival 2018 am Freitag

50.000 festivalbegeisterte Musikfans sind an diesem Wochenende bei der 14. Ausgabe vom Deichbrand – dem beliebten Rockfestival an der Nordsee. Zur Festivalcity umfunktioniert, bietet der Seeflughafen Nordholz bei Cuxhaven – den Veranstalter ESK Events & Promotion GmbH  gerade frisch mit einer weiteren Nutzungsdauer für 10 Jahre ergattert hat – den musikbegeisterten Campern wieder fünf Tage lang eine Heimat. Bereits seit Mittwoch hat das Deichbrand 2018 für Besucher geöffnet, allerdings nur für die Maincamp-Anreisenden, die das im Vorfeld angemeldet haben. Haupt-Anreisetag und der Beginn des eigentlichen Programms ist Donnerstag. Hier sind aber erstmal nur die zwei kleineren Bühnen (Palastzelt und Electric Island) bespielt wurden. Mr. Hurley und die Pulveraffen, Versengold, Kadavar, Zebrahead, Lexer und weitere Künstler haben sich die Klinke in die Hand gegeben.

Erst am Deichbrand Festival 2018 Freitag fließen dann die zwei Hauptbühnen mit ins musikalische Programm. Wo bei vielen Sommerfestivals die Liveshows parallel stattfinden gibt es hier einen großen Vorteil: die Fire und Water Stage werden nacheinander bespielt, so dass man bestmöglich die vielen Acts auch sehen kann. Das Konzept des Veranstalters, für das Line-Up viele deutsche Künstler zu engagieren, geht schon seit einigen Jahren bestens auf und wird nicht durchbrochen. Die Toten Hosen, Casper (Headliner des 1. Tages), SDP, Bosse, Clueso, Freundeskreis, Kontra K – um nur einige der Beliebtesten 2018 am gesamten Wochenende zu nennen. An internationalen Acts werden es The Killers, Mando Diao, The Hives, Wolfmother, Bilderbuch und natürlich noch viele weitere sein. Auch das Wetter ist perfekt auf Festival eingestimmt und bietet am ersten Festivaltag Sonne, Sonne und noch mehr Sonne.

The Subways

Die Eröffnung der Hauptbühnen gebührt einer Band aus England, um 14:00 Uhr geht es auf der Fire Stage los. Endlich ist mal wieder eine Frau mitten im Indie-Rock-Zirkus zu sehen. Und die gibt wirklich alles an ihrem Bass. Daneben sehen wir die Brüder Billy und Josh, die schon im Kindesalter auf eigene Faust ihre Instrumente erlernt haben. The Subways musizieren schon viele Jahre in dieser gekonnten Zusammensetzung und haben einige Erfolge geeiert. Zu dritt ist die Band mit ihrem Indie-Rock jedenfalls eine perfekte musikalische Mischung für den Nachmittag. Das sympathische Trio steht fetten Sound mit jeder Menge Energie.

Chefboss

Hier gibt es knallharte Girlpower aus Hamburg vor den Latz. Das Duo, bestehend aus Alice Martin und Maike Mohr, hat in 2017 z.B. ihren Song „Insel“ veröffentlicht, ein absoluter Ohrwurm, der wie ihre anderen Songs vor Energie und guter Laune strotzt – und vor allem die Stile Dancehall, Electro und Hip-Hop mit einander kombiniert. Vor drei Jahren haben Chefboss mit ihrer EP „Blitzlichtgewitter“ erstmals auf sich aufmerksam gemacht, im März 2017 dann endlich das Chefboss-Debüt-Album „Blitze aus Gold“. Gemeinsam mit einer Horde Tänzer/innen definieren die Hamburger Girls das Twerken mal neu und versorgen die Menge mit einer fetten Ladung Bass, Rhymes und steilen Beats. Komplettes Ausrasten ist angesagt, wenn T-Shirts und Handtücher durch die Luft wedeln.

SSIO

Weiter geht es mit Deutsch-Rap von SSIO. Vor allem viele Mädels haben sich in die Crowd gemischt. Der deutsche Rap hat sich halt etwas verändert – hat man ja an den Mädels von Chefboss schon sehr schön gesehen. Die Texte von SSIO werden auch vom weiblichen Geschlecht gut und gerne toleriert und das für SSIO typische „Nuttööö“ wird umso lauter mitgegröhlt. Mit Battle-Rap und Ganster-Rap haben seine Texte aber gar nichts zu tun. SSIO schafft es gleichzeitig witzig aber auch total authentisch rüberzukommen. Es klingt mehr nach funky Straßenrap, der sich einen dicken Mantel Ironie drüber gezogen hat. Erinnere dich z. B. an sein Video „Nullkommaneun“, da hat SSIO schnuckelig mit einem Schaf an der Leine posiert – nicht mit einem Pitbull oder Tiger wie einige seine Kollegen… Während des gesamten Livesets gibt er sich auch zwischen den Songs als lässiger, witziger Typ und die Zuschauer bouncen, rappen und pogen zu seinen Beats.

257ers

Wer es durchgeknallt mag, der ist mit den 257ers – der Hip-Hop-Crew aus dem Kohlenpott prima bedient. Das Duo liefert nämlich derben Sound und dazu eine ausgeflippte Liveshow. Dabei kann wirklich jeder mitgröhlen und feiern, das ist ein einfaches Motto. Mit ihrer sehr eigenen Definition vom Deutsch-Rap haben die zwei Jungs ihr Markenzeichen geschaffen: völlig bekloppte Texte mit Banalitäten als Ausgangspunkt, immerhin mit geballtem, selbstironischem Wortfeuerwerk. Die Rap-Parts geben Daniel „Shneezin“ Schneider und Mike Rohleder, die beide während der gesamten Show wie bei einem Kirmesbesuch auf LSD wirken. Mit Wortwitz wird hier endlos gereimt und jedes noch so trashige Musikgenre oder deutsche Liedgut als kleine Hommage umgewurschtelt. Macht Laune.

SonneMondSterne 2017 – So war der Freitag beim 21. Geburtstag

Das SonneMondSterne Festival 2017 feierte 21. Geburtstag und 35.000 Fans kamen zum Gratulieren an den Saalburg Beach. Für massig Geburtstagsständchen sorgten Major Lazer, Marteria, Martin Garrix, Alle Farben und viele weitere. Los ging es für uns am Freitag Nachmittag. Die Campingplätze hatten schon ab Mittwoch geöffnet und die teils heftigen Regenschauer haben das Gelände in eine Matschlandschaft verwandelt. Also Gummistiefel an, Regenmantel überwerfen und los geht’s.

SMS.XXII Tickets + Infos:

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Chefboss

Erster Programmpunkt für uns waren Chefboss auf der Main Stage. Das sympathische Dancehall-Duo hatte 2017 einen wahren Festival-Maraton absolviert und auch auf dem SMS.XXI ordentlich abgeliefert.
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The Bloody Beetroots

Als nächstes standen The Bloody Beetroots auf der Bühne. Als die beiden Frontmänner die Bühne betraten, waren wir kurz unsicher ob wir uns ein Marvel-Theaterstück anschauen, da vor uns zwei aufgedrehte Typen mit Spiderman-Masken rumsprangen. Mit einer Mischung aus Elektro und Rock überzeugten The Bloody Beetroots und begeisterten die Meute vor der Main Stage mit einer verrückten, intensiven Liveshow.

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Marteria

Wenn Marteria als Headliner angekündigt ist, kann man sich sicher sein das man Teil einer gigantischen HipHop-Show wird. Nicht anders auch beim SonneMondSterne2017. Der sympathische Rostocker zeigte einmal mehr, wie man die Massen in Verzückung und Bewegung bringen kann.

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Martin Garrix

Wer hauptsächlich wegen der hochkarätigen Elektro-Acts zum SMS.XXI gekommen ist, wurde nicht enttäuscht. Ab 01:20 Uhr legte Martin Garrix auf der Main Stage auf und bewies, warum er Dauergast in Las Vegas sowie auf allen wichtigen EDM Festivals der Welt ist. Mit einer soliden Show brachte er das Gelände zum Beben und den Matsch vor der Main Stage zum Spritzen.

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Steve Aoki

Die Torten waren aufgetischt, die CO2 Kanonen lagen bereit, Zeit für Steve Aoki. Anfänglich noch etwas zurückhaltend, zeigte der EDM-Workaholic während seiner Show was für eine Energie er als Einmann-Abrisskommando abfeuern kann. Die obligatorischen Torten flogen durch die Gegend, Aoki hüpfte über die Bühne und die Fans rasteten völlig aus.

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Impressionen

Doch nicht nur vor der Main Stage wurde das Party-Volk versorgt, auch auf den anderen acht Stages ging es bis in den nächsten Vormittag ordentlich ab. Sven Väth und Nina Kraviz feuerten im größten der vier Zelte ein ordentliches Elektro-Feuerwerk ab. Und auch am SMS.Beach oder auf dem SMS.Boat wurde ordentlich gefeiert.
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Musik-Erholungs-Urlaub beim Helene Beach Festival 2017 – 1

Wie die meisten Festivals in diesem Sommer, hat auch das Helene Beach Festival 2017 am letzen Juliwochenende mit schlechten Wetterprognosen begonnen, zuerst sogar mit starken Regenfällen und Anreise-Problemen bei den Besuchern. Der Wettergott entschied sich aber dann doch für gnädigeres Wetter und der Festivalveranstalter sorgte kurzfristig für trockene, befestigte Wege. So konnten knapp 25.000 Musikbegeisterte ein verlängertes Urlaubs-Wochenende bei sommerlichen Temperaturen am idyllischen Helenesee bei Frankfurt/Oder erleben. Regenponcho und Gummistiefel konnten gar nicht schnell genug gegen Badehose und Schirmchen-Drink getauscht werden, als sich pünktlich zum Festivalstart am Freitag ein wolkenloser Himmel zeigte. Am Donnerstag Abend gab es wie in jedem Jahr üblich, die Warm-Up-Party am Strand mit elektronischen Klängen und Beats direkt von den Turntables verschiedener DJs wie Drunken Masters, Alle Farben oder Bassraketen.

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Helene beach festival 2018 Tickets + Infos:

Helene Beach Festival 2018 / Helene Beach 2018 / Helenesee

Grossstadtgeflüster

Grossstadtgeflüster sind elektronisch, wüst und auch nach 13 Jahren in der Musikwelt immer noch ein Garant für eine gute Liveshow, schweißgeladenen und durchgeknallt! Sängerin Jen Bender und die beiden Bandkollegen Raphael Schalz und Chriz Falk bezeichnen sich selbst als leidenschaftliche Verweigerer – getreu dem Motto „Ich muss gar nix“, einer der ersten Hits des Elektropunk-Pop-Trios aus Berlin. Ohrwürmer sind bei dieser Band eher Orhfeigen, zumindest flasht es einen genauso. Scharf, lustig, ehrlich, anders – Grossstadtgeflüster sorgen für schrägen Kurzweil und bringen jedem Besucher ein Schmunzeln auf die Lippen.

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[slide-gallery title=“Chefboss beim Helene Beach Festival 2017″ ids=“32048,32046,32050,32047,32049″]

Madsen

12 Jahre ist es bereits her, dass das allererste Album von Madsen erschien. Mit ihrem aktuellen Werk „Kompass“ sind sie auf Zeitreise zurück in die Jugend. Dem Indie-Rock bleiben Madsen immer treu, jetzt vielleicht ein wenig mehr im Stil der 80er/90er. Auf der Bühne ist Frontmann Sebastian Madsen wie immer der charmant-witzige Blickfang, eher zurückhaltend daneben Bruder Nummer 1 Johannes an der Gitarre, Bassist Nico, sowie Bruder Nummer 2 Sascha an den Drums. Weibliche Gesangs-Unterstützung gibt’s von Lisa am Keyboard. Es ist einfach sympathisch, wie die Band ihre Lust auf Musik an alle Zuschauer weiterreicht. Echter Madsen-Sound dem nicht nur treue Fans verfallen. Tanzbares und poppiges, rockiges und gefühlvolles, das liefert Madsen auch beim Helene Beach Festival 2017 ab. Zum Abschluss des Sets gibt es noch ihren Ohrwurm „Lass die Musik an“ in Dauerschleife – ein echtes Statement!

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Die Orsons

Bekannt sind Die Orsons vor allem für kreative Songs und Texte, gute Laune und Live-Auftritte, die mit ohrenbetäubenden Bässen dafür sorgen, dass kein Zuschauer mit trockenem T-Shirt nach Hause geht. Die Die deutsche Hip-Hop-Crew – bestehend aus Maeckes, Tua, Bartek und Kaas – bringt auch am Freitagabend auf der Red Stage ordentlich Schwung in die Kiste. Und obwohl nebenan Imagine Dragons einen großartigen Auftritt hinlegen, hat sich eine große Fangemeinde des schwäbischen Quartetts angesammelt. Mit ihren positiven Vibes, explosiven Beats und ihren aufrichtigen Songtexten machen Die Orsons den Deutschrap absolut massenkompatibel. Live geben sich die Jungs dann eher wie eine rappende Boygroup, im absolut positiven Sinne: choreografisch bewegen sie sich im Takt und Tua haucht den Sounds an den Turntables Leben ein. Die Orsons hauen eben nicht einfach mit Phrasen um sich, sondern kitzeln die Originalität aus sich selbst heraus.

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[slide-gallery title=“Herzog + Sadi Gent / Bombenprodukt beim Helene Beach Festival 2017″ ids=“32076,32078,32077,32071,32074,32073,32079,32072,32075,32070″]

RAF Camora (+ Bonez MC)

Eigentlich erwartet wird auf der Hip-Hop-Stage an diesem Abend nur ein Gast, die Fans bekommen aber Zwei. Und warum ist das so? Wer 187 Strassenbande kennt, weiß, dass RAF Camora und Kollege Bonez MC eigentlich kaum noch alleine durch die Lande ziehen. Noch während Bonez MC mit den 187ern in einem Zug Szene und Land übernimmt und RAF Camoras „Ghøst“ durch die Top Fünf geistert, ist das Strassenbanden-Oberhaupt und der Indipendenza-Chef schon wieder ganz woanders: unter Palmen, in der Karibik, weiter „Geschichte“ schreiben. Auf YouTube sorgten die beiden mit „Palmen aus Plastik“ für einen wahren Sturm und das gemeinsame, gleichnamige Album ist ebenfalls von Erfolg gekrönt. Bonez und RAF machen Dancehall auf Deutsch endlich mal cool. Auf der Bühne ergänzt sich das Duo perfekt – RAF Camora, der Wiener-Berliner, als singender Produzent von Reggae-beeinflussten Trap-Brettern – Bonez, dessen Grime-Flows und Hooks an die chattenden Deejays der jamaikanischen Soundsystem-Kultur erinnern. Die beiden Freunde haben da ein wirklich krasses Feature geschaffen.

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Bosse

Mit „Engtanz“ feiert Axel Bosse sein erstes Nummer-Eins-Album. Bereits das Vorgängeralbum „Kraniche“ mit den Songs „Schönste Zeit“ und „So oder so“ erhielt eine Gold-Auszeichnung und stand 38 Wochen in den Charts. Vor allem wird Bosse für seine Live-Shows, in denen er sich komplett verausgabt, geliebt. DieBesucher vom Helene Beach Festival 2017 sind am frühen Abend ganz aus dem Häuschen, als Bosse gut gelaunt die Bühne in Beschlag nimmt. Mit seiner charismatischen Art und seiner kongenialen Band begeistert Aki Bosse die Zuschauer am Helenese von der ersten bis zur letzten Reihe.

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Kool Savas

20 Jahre im Musikgeschäft, 3 Nummer-1-Alben in Folge, Gold- und Platinauszeichnungen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz und seit Jahren ausverkaufte Tourneen. Sich auf den Lorbeeren ausruhen kommt für Kool Savas nicht in Frage. Dass er den Titel des King of Rap völlig zurecht trägt und er mit Abstand der beste Live-MC des Landes ist, stellt Kool Savas eindrucksvoll auf der Hop-Hop-Stage unter Beweis. Er stürmt die Bühne und rappt den neuen Titelsong vom gemeinsamen neuen Album „Royal Bunker“ mit Sido, das ab 29.09.2017 erhältlich sein ist. 14 Tracks sind auf dem Album und für Sido und Savas geht es im Januar 2018 auf gemeinsame Deutschlandtour. Aber auch „Rhythmus meines Lebens“, „Mona Lisa“ und „Alle schieben Optik“ ist im Set des gebürtigen Aacheners dabei. Klar ist, die Savas-Fans sind danach mindestens so durchgeschwitzt und heiser wie der Rapper selbst.

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k.I.Z

Bereits vor 2 Jahren gab sich der Hip-Hop-Vierer K.I.Z beim Helene Beach die Ehre auf der Mainstage. Damals spielten die Berliner Rüpel-Rapper passend zum Album-Release der aktuellen Scheibe „Hurra, die Welt geht unter“. Eingängige Texte, gespickt mit viel schwarzem Humor und Sarkasmus über das deutsche Vaterland. Maxim, Nico, Tarek und DJ Craft haben Deutschland mit ihrem „Charme“ regelrecht angesteckt und zeigen am Helenesee, dass man zu Deutschrap richtig pogen kann. Provkoant und in bekannter K.I.Z.-Manier wird alles abgewertet, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Eigentlich machen die Berliner eh vor nichts Halt. Fast blind wirkend, folgen ihre vermehrt jungen Fans und gröhlen mit, was das Zeug hält. Die Headliner des Freitagabends spielen eine sensationelle Show.

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Hier gehts zum Samstag beim Helene Beach Festival 2017

Rock am Ring 2017 – So war der Sonntag

Der Sonntag und letzte Festivaltag beginnt auf dem Nürburgring eher gemächlich. Kein Wunder, hat sich doch am Abend zuvor Deutschlands meist geliebte Punkrockband Die Toten Hosen auf der Hauptbühne verausgabt. Viele Fans haben entsprechend lange gefeiert. Das musikalische Programm mit Metal, Hardcore später auch Rap und Hip-Hop scheint im Vergleich zu den Vortagen aber auch nicht für Jedermann etwas zu sein. Der große Ansturm auf den ersten Wellenbrecher bleibt daher aus, obwohl am Abend Headliner System of a Down und später Macklemore & Ryan Lewis das diesjährige Rock am Ring abschließen werden. Zur Begeisterung aller Ringrocker lässt sich Rapper Marteria am frühen Abend aber noch für ein 1-stündiges Set ins Line-Up quetschen, denn auch dieser Auftritt ist am Freitag mit ins Wasser gefallen.

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Auch wenn in diesem Jahr alles etwas anders verlaufen ist als geplant, Rock am Ring 2017 ist als friedliches Festival verlaufen und trotz des Terroralarms am Freitag haben sich die Festivalbesucher nicht in ihrer Feierlaune und Lebensfreude einschränken lassen. Im nächsten Jahr wird das Rockfestival natürlich in eine neue Runde starten. Rock am Ring 2018 wird vom 1. bis 3. Juni wieder am Nürburgring stattfinden.

KAISER FRANZ JOSEF

Mit der Rockband Kaiser Franz Josef (KFJ) hat Österreich ein klassisches Power-Trio. Gegründet von Sänger und Gitarrist Sham (bürgerlich Hesham Abd El Salam) im Jahr 2010, stellt die Dreier-Combo (alle gerade mal knapp 20 Jahren alt), zu der auch noch Tom Pfundner (Schlagzeug) und Can Aygün (Bass) gehören, mittlerweile eine der heißesten Rockformationen des Landes dar. KFJ wollen es nun auch in Deutschland wissen, welche Location wäre das besser geeignet als Rock am Ring? Bassist Can formuliert, was die Band ausmacht: “Wir geben den Alten was sie hatten und den Jungen was sie nie kannten”. Ihr Musikmix ist guter Radio- oder Stadionrock, zwischen den Chartstürmer Nickelback, Creed oder Bon Jovi. Mit ihren Catchy Hooklines, ausladenden Soli, treibenden Bassläufen und kraftvollen Drums zeigen sie dem noch etwas verhaltenen Publikum, was sie können.

[slide-gallery title=“Bildergalerie Rock am Ring 2017: Kaiser Franz Josef“ ids=“27516,27517,27518,27519″]

FRANK CARTER & THE RATTLESNAKES

Überraschend zurückhaltend begrüßt von Frank Carter als erster Act auf der Crater Stage heute das Publikum („I‘m Frank Carter and we are the Rattlesnakes“), nur um direkt in der nächsten Sekunde eine der besten Shows des ganzen Rock am Ring-Wochenenden zu starten.Mit den Rattlesnakes – Gitarrist Dean Richardson, Bassist Thomas Mitchener und Schlagzeuger Gareth Grover – hat Frank Carter sich sozusagen eine richtige kleine Allstar-Band zusammengestellt. Leider ist es vor der Bühne noch extrem leer, da wurde wohl am Abend zuvor bei den Toten Hosen zu veil gefeiert – oder man musste erstmal durchtrocken nach den heftigen Regengüssen. Wer den tätowierten Frank Carter schon mal früher mit den Gallows live erlebt hat oder wer das Glück hatte die Rattlesnakes zu sehen, der weiß, mit wie viel Energie die Truppe auf der Bühne steht. Oder davor. Denn Frank Carter nutzt das freie Infield, um sich mit den wenigen Zuschauern zumindest richtig zu vergnügen. Mitten zwischen den Fans treibt Carter zum Circle Pit an, tanzt und pogt selbst an vorderster Front mit, während die Fans begeistert im Kreis helikoptern. Dabei wird sich selbstverständlich die Seele aus dem Hals geschrien. Bis zum Ende des Auftritts füllt sicher immerhin der Zuschauerbereich, denn der abgefahrene Auftritt von Frank Carter spricht sich schnell herum.

[slide-gallery title=“Bildergalerie Rock am Ring 2017: Frank Carter & The Rattlesnakes“ ids=“27544,27545,27547,27553,27552,27548,27556,27554,27557,27549,27558,27550,27555″]

CODE ORANGE

Position zwei auf der Volcano Stage gehört am Sonntag nachmittag der Hardcore-Punk-Band Code Orange aus Pittsburgh. Konsequent lautstark und brutal geht es bei der Vierer-Combo von der ersten bis zur letzten Sekunde ihres Auftritts zu. Der Sound gleich einem Hochgeschwindigkeitsausbruch, der immer wieder mit plötzlichen, messerscharfen Cuts unterbrochen wird. Eines ist sicher, Code Orange zeigen heute maximale Härte, maximale Aggression und maximale Herausforderung. Dass kann das Publikum nur mit kreisenden Bewegungen im unaufhörlichen Circle Pit aushalten.

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SLAVES

Isaac Holman (Gesang, Drums) und Laurie Vincent (Gitarre, Gesang) aus Tunbridge Wells in der Grafschaft Kent haben sich seit 2012 voll und ganz dem energetischen Garage-Britpunk verschrieben. Auf der Bühne reißen Slaves mit ihren Moshpit-kompatiblen Songs das Publikum kompromisslos mit. Vor der Crater Stage staubt bereits nach wenigen Klängen der Boden, ruhig stehen bleiben ist bei einer Band wie Slaves ein No-Go.

[slide-gallery title=“Bildergalerie Rock am Ring 2017: Slaves“ ids=“27535,27537,27538,27533,27534″]

CHEFBOSS

Mit knallharter Girlpower aus Hamburg von Chefboss geht es weiter auf der Engelbert Strauss-Alternastage. Das Duo, bestehend aus Alice Martin und Maike Mohr, hat gerade erst seinen neuen Song „Insel“ veröffentlicht, der wie ihre anderen Ohrwürmer die Stile Dancehall, Electro und HipHop kombiniert. Vor zwei Jahren machten Chefboss mit ihrer EP „Blitzlichtgewitter“ erstmalig auf sich aufmerksam und erhielten sogar eine Nominierung für den Hamburger Musikpreis HANS. Seit März 2017 ist nun auch endlich die Zeit für das Chefboss-Debüt-Album „Blitze aus Gold“ angebrochen. Gemeinsam mit einer Horde Tänzer/innen definieren die Hamburger Deern das Twerking mal ganz neu und versorgen die Menge mit einer fetten Ladung Bass und steilen Beats. Komplettes Ausrasten ist angesagt, T-Shirts und (verteilte Band-)Handtücher rotieren in der Luft.

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GOJIRA

Auf der Volcano Stage geht es mit den jüngst für zwei Grammys nominierten Franzosen von Gojira weiter. 50 Minuten gehört ihnen die Bühne – sehr zur Freude der vielen Fans im Publikum. Ihr jüngstes Album „Magma“ (VÖ 17.06.2016) gibt ausreichend Material um das Haupthaar so richtig in Bewegung zu bringen und auch sonst niemanden wirklich still stehen zu lassen. So schaukeln sich Fans und Band gegenseitig hoch. Die Musik von Joe Duplantier (Gitarre, Gesang), Mario Duplantier (Schlagzeug), Christian Andreu (Gitarre) und Jean-Michel Labadie (Bass) reiht sich gerade zu wunderbar in das Line-Up des gesamten Sonntags ein. Mit ihrem Death Metal heizt das Quartett die Menge schon mal ordentlich an für Headliner System of a Down.

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N-Joy Starshow 2017 – Das ging ab am Samstag

Der zweite Tag auf der Expo-Plaza in Hannover steht ganz im Zeichen junger Popmusik. Die N-Joy Starshow 2017 wird von Hannover Concerts und N-Joy Radio gemeinsam veranstaltet. Das Open Air Festival blickt bereits auf eine langjährige Tradition zurück. 25.000 Festival-Besucher zieht es bei fast 30 Grad und strahlendem Sonnenschein nach Hannover um Chefboss, Alle Farben, Imany, Clean Bandit, Beginner und natürlich den Headliner des Tages Deichkind zu sehen.

CHEFBOSS

Mit knallharter Girlpower aus Hamburg öffnet die N-JOY Starshow mit Chefboss seine Pforten. Das Duo, bestehend aus Alice Martin und Maike Mohr, hat gerade erst seinen neuen Song „Insel“ veröffentlicht, der wie ihre anderen Ohrwürmer die Stile Dancehall, Electro und HipHop kombiniert. Vor zwei Jahren machten Chefboss mit ihrer EP „Blitzlichtgewitter“ erstmalig auf sich aufmerksam, wurden zum Newcomer des Monats bei N-JOY und erhielten unter anderem eine Nominierung für den Hamburger Musikpreis HANS. Im März 2017 ist dann endlich die Zeit für das Chefboss-Debüt-Album „Blitze aus Gold“ angebrochen. Gemeinsam mit einer Horde Tänzer/innen definieren die Hamburger Deern das Twerking mal ganz neu und versorgt die Menge mit einer fetten Ladung Bass und steilen Beats. Komplettes Ausrasten ist angesagt, T-Shirts und (Band-)Handtücher wedeln durch die Luft, was für ein Auftakt.

[slide-gallery title=“Bildergalerie: Chefboss bei der N-Joy Starshow 2017″ ids=“26879,26875,26908,26880,26877,26907,26906,26876,26881,26905,26909″]
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ALLE FARBEN

Er ist aktuell einer der international erfolgreichsten DJs, den Deutschland zu bieten hat. Frans Zimmer aka Alle Farben ist der angesagte Deep House/Tech House-DJ auf der 2. Position am Samstag Nachmittag. Seine erste Single vom Debüt-Album „She Moves (Far Away)“, mit dem neuseeländischen Gastsänger Graham Candy, wurde im Frühjahr 2014 direkt zum Top-Ten-Hit. Schnell zeigt sich, dass der 32-Jährige Berliner längst über den Status One-Hit-Wonder übersprungen hat. Mit „Supergirl“ und „Please Tell Rosie“ besetzte er europaweit die Spitzenpositionen der Charts. Natürlich hat der smarte Ex-Konditor schon wieder mit aktuellen Hits wie „Bad Ideas“ und „Little Hollywood“ nachgelegt. Aus allen Rohren feuert Alle Farben sein wummerndes DJ-Set in die Menge und fordert das Publikum zu einem gemeinsamen Sit-Down auf.

[slide-gallery title=“Bildergalerie: Alle Farben bei der N-Joy Starshow 2017″ ids=“26920,26919,26921,26918,26917,26922″]

IMANY

Imany ist spätestens seit ihrem Nummer-Eins-Song „Don’t Be So Shy“ europaweit bekannt, in ihrer Heimat Frankreich gehört sie schon länger zu den Top-Acts. Die französische Sängerin bringt gefühlvolle Emotionen auf die N-Joy Starshow-Bühne und überrascht sogar mit einem Queen-Cover von „Bohemian Rhapsody“. Mit der tiefen, markanten Soul-Stimme weckt das ehemalige Model mit dem Namen Nadia Mladjao sofort Erinnerungen an ihr Vorbild, die Ikone der 80er Jahre, Tracy Chapman. Mit „The Wrong Kind Of War“ ist bereits ihr drittes Studio-Album auf dem Markt. Sie setzt sich für Emanzipation und Freiheit ein und erhebt wo sie kann ihre Stimme für eine gerechtere Welt.

[slide-gallery title=“Bildergalerie: Imany bei der N-Joy Starshow 2017″ ids=“26873,26872,26871,26869,26870″]

CLEAN BANDIT

Mit „Rather Be“ gelang der britischen Elektropop-Band Clean Bandit 2014 ein internationaler Millionenseller. Drei Platinauszeichnungen erhielt der Song in den USA, in Großbritannien wurde er zum Nummer-Eins-Hit und stand 90 Wochen ununterbrochen in den Charts und auch in Deutschland stieg er bis auf Platz eins und hielt sich über ein Jahr lang in den Charts. Seither gibt es von Jack Patterson, Luke Patterson und Grace Chatto bereits zahlreiche weitere Hits wie „Real Love“, „Stronger“ und „Rockabye“ (gemeinsam mit Sean Paul und Anne-Marie). Für ihren Auftritt bei der N-Joy Starshow haben sich die drei Briten musikalische Verstärkung geholt. Zwei Sängerinnen unterstützen Grace. Die klassischen Elemente (z. B. dank Cello) gepaart mit elektronischen Beats kommen bei den Zuschauern super an.

[slide-gallery title=“Bildergalerie: Clean Bandit bei der N-Joy Starshow 2017″ ids=“26897,26903,26899,26900,26902,26895,26894,26896,26898,26901″]

BEGINNER

Ein besonderes Highlight ist auch der fast schon nostalgische Auftritt der Hip-Hop-Legenden Beginner. Sie feierten mit dem Nummer-Eins-Album „Advanced Chemistry“ – ihrem ersten Studio-Album seit 13 Jahren – das Comeback des letzten Jahres. Während Jan Delay (Eizi Eiz) und Denyo in ihrer Beginner-Pause einige Solo-Alben veröffentlichten, arbeitete DJ Mad als Produzent, Videoregisseur und Veranstalter. Darüber hinaus moderiert er mit den „Soundfiles Hip-Hop“ seine eigene Radioshow beim N-JOY Radio. Mit der Vorab-Singleauskopplung „Ahnma“ brechen die Beginner alle (Chart- und Online-)Rekorde und legen später mit „Es war einmal…“ nochmal nach. Das Hamburger Trio bringt die Menge auf der Expo-Plaza regelrecht zum Ausrasten, denn es gibt neben den neuen Hits auch viele der altbekannten 90er-Jahre Schmankerl wie „Füchse“, „Fäule“, „Liebeslied“ oder „Wer bist’n du?“.

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DEICHKIND

Wer Deichkind einmal live erlebt hat, vergisst so ein Konzert nicht mehr. Ausgefallene Bühnenbauten, extravagante Kostüme, Schlauchbootfahrten über den Köpfen des Publikums und Bierduschen gehören zur Show der Electro-Hip-Hop-Punk-Formation. Der Headliner des Abends bei der N-Joy Starshow 2017 legt voll Karacho los und präsentieren eine partytaugliche Mischung aus 20 Jahren Bandgeschichte. Ihren wilden musikalischen Stilmix paaren die Hamburger Ferris MC , Porky, Kryptik Joe und DJ Phono mit intelligenten Texten, die mit hochfeiner Ironie gespickt sind. Mit ihren Songs wie „Like mich am Arsch“, „Leider geil“, „Bück dich hoch“ und „Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)“ rocken sie nicht nur das Gelände sondern rollen zum Schluss noch einmal das überdimensionale Fass rein (zum passenden Song „Roll das Fass rein“) um auf Tuchfühlung mit den Fans zu gehen. Was für eine wilde Party.

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Chiemsee Summer 2016 – Tag 2: Das ging ab am Donnerstag

Auch am zweiten Festivaltag erstrahlt das Chiemsee Summer Festival 2016 dank wolkenlosem Himmel und Top-Temperaturen über 30° Grad. Die beliebte Urlaubsregion am Rand der Alpen zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Seit dem Zusammenschluss vom Chiemsee Reggae Summer und dem Chiemsee Rocks (auch schon letztes Jahr) ist nun also das Wetter besser, das Programm sehr viel bunt-gemischter und dauert vier Tage lang.

Wer am frühen Nachmittag nicht am See ist, und das sind eher wenige, lässt sich auf dem Festivalgelände von den ersten musikalischen Beats durchschütteln. Die kanadischen Arkells feuern den Startschuss, bei dem Sänger Max Kerman direkt im Infield mit den Fans feiert, dicht gefolgt von Brian Fallon (ehemals Frontmann von The Gaslight Athem), der nun mit The Crowes für rockige Töne sorgt.

CHEFBOSS

Zierliche Tänzerinnen bewegen sich filigran auf der Bühne, eingehüllt in dichte Nebelschwaden. Frontfrau Alice Martin lässt noch ein wenig auf sich warten, um den Auftritt ihrer Tänzerinnen und zweiten Bossin Maike Mohr seine Wirkung erzielen zu lassen. Es funktioniert. Das Geschehen auf der Bühne zieht gebannte Blicke auf sich. Schlecht anzusehen sind die Tänzerinnen ja auch wirklich nicht. Genug gewartet, Alice Martins Rap setzt ein und bringt das bereits ordentlich heiße Zelt zum Kochen.

Bildergalerie: So war CHEFBOSS live

DONOTS

Die Donots waren ursprünglich gar nicht für das Chiemsee Summer Festival geplant, sondern treten als Vertretung für Wanda auf, die krankheitsbedingt absagen mussten. Das Ganze ging so schnell, dass sie nicht einmal ihren Backdrop eingepackt haben. „Kann uns jemand sein Donots-Shirt leihen?“, fragt Sänger Ingo Knollmann nach dem ersten Song. Sofort werden Shirts ausgezogen und in die Luft gestreckt. Das ausgewählte Shirt findet seinen Platz hinter Schlagzeuger Eike Herwig. Ihr Talent gute Konzerte zu spielen, haben die Donots zum Glück nicht zu Hause vergessen. Der energiegeladene Alternative-Rock reißt das Publikum, das sich trotz enorm hoher Temperaturen aufs Gelände getraut hat, sofort mit. Es wird heftig gefeiert. Hoffentlich haben alle genug Wasser getrunken, so schweißtreibend wie sie feiern.

Bildergalerie: So war DONOTS live

PARKWAY DRIVE

Es wird härter! Mit Parkway Drive tritt zum ersten Mal in den zwei Tagen eine Metalcore-Band auf. Die Australier lassen sich nicht lumpen und schießen erst einmal Luftschlangen in die Crowd. Zumindest war das der Plan. Jede Menge davon hängt anschließend an den Bühnenelementen fest. Kein Problem, dann wird es eben in die Show mit eingebunden, bis es entsorgt wird. Auch wenn Metalcore nicht jedermanns Sache ist, wird der Platz vor der Bühne zunehmend voller und unter den Leuten tummeln sich tatsächlich jede Menge echte Fans, die lauthals die Texte mitgröhlen und heftig pogen. Ein Wunder, dass es hierbei nie zu ernsthaften Verletzungen kommt. Die Crowd ist zivilisiert: wer hinfällt kann das gar nicht richtig realisieren, so schnell wird er schon wieder auf die Beine gehoben.

Bildergalerie: So war PARKWAY DRIVE live

ANNENMAYKANTEREIT

So viel zur Härte. Im krassen Kontrast zu Parkway Drive steht die Musik von AnnenMayKantereit. Parkway Drive war mitreißend, AnnenMayKantereit ist höchstens mitschwingend. So unterschiedlich sind eben die Genre Metalcore und Soft-Rock. Henning May steht, wie bei jedem seiner Konzerte, im schlabbrigen Pullover und steif wie Lemmy Kilmister vor seinem Mikrofon. Gebt dem Jungen doch mal Backstage ein bisschen Kaffee in die Milch, damit er auf Zack kommt. So zart, wie er aber auf den ersten Blick wirkt, so tief und hart klingt seine Stimme. Als hätte er Gesangsunterricht bei  Joe Cocker höchstpersönlich genommen, so röhrt er seine Songs ins Mikro. Für eine durchdrehende Crowd reicht das zwar nicht, muss es aber auch nicht. Musik darf ja auch mal entspannt sein und zum Mitschwingen einladen.

Bildergalerie: So war ANNENMAYKANTEREIT live

MOOP MAMA

Mitgeschwungen wird bei Moop Mama auch, allerdings auf eine deutlich coolere Weise. Mit dem Popo wackeln ist jetzt angesagt. Das macht Spaß und sieht gut aus (zumindest bei den Mädels). Das Publikum folgt willenlos. Selbst als es der Bühne den Rücken zukehren soll, gehorcht es. Musikalisch ist Moop Mama auch eine Klasse für sich: Urban Brass nennt sich das Ganze und ist im Prinzip Rap auf „Blasmusik“. Klingt cool!

Bildergalerie: So war MOOP MAMA live

SPORTFREUNDE STILLER

Während am Abend zuvor noch exzessiv gefeiert wurde, geht es heute zum Ausklang des zweiten Festivaltages ruhiger zu. Die Sportfreunde Stiller sind beim besten Willen nicht langweilig, mit The Prodigy kann man sie aber nicht vergleichen. Der Platz vor der Bühne ist trotzdem voll, so voll wie den ganzen Tag noch nicht. Jeder kann die Texte der vier Münchner mitsingen und der Indie-Rock lädt zum Bewegen ein. Für das sportbegeisterte Trio ist es beinahe ein Heimspiel, weit entfernt ist ihre Heimat von hier ja nicht. Die Freude über die große Zustimmung ihrer Musik steht ihnen förmlich ins Gesicht geschrieben.

Bildergalerie: So waren die SPORTIS live

Danke an:
Lukas Seufert für Bilder und Text

Hier geht’s lang zum Bericht: „Chiemsee Summer 2016 – Tag 1„,
Chiemsee Summer 2016 – Tag 3“ und „Chiemsee Summer 2016 – Tag 4