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So war das Nova Rock 2018 am Donnerstag

Einen etwas holprigen Start legte das Nova Rock in diesem Jahr hin. Schon vor Eröffnung des Festivals gab es massive Probleme mit dem Wetter und erste Matschkriesen. Es regnete so stark, dass einige Parkplätze, wie der Caravan-Parkplatz, nicht mehr befahren werden konnten. Und es hörte einfach nicht auf zu regnen. Die sonst so staubigen und brechend trockenen Pannonia Fields waren schlammig und kaum wieder zu erkennen. Doch dank endlichen Tonnen Holzschnitzel wurde dem Matsch der Gar ausgemacht – zumindest großteils. Ebenfalls traurige Nachrichten erreichte die Besucher von Headliner „Die Toten Hosen“, denn auf Grund eines Hörsturzes, den Frontmann Camping erlitt musste sie ihren geplanten Auftritt am Donnerstag Abend absagen. Somit übernahmen an besagtem Abend Parkway Drive auf der Red Stage und Marilyn Manson auf der Blue Stage den Headliner-Status.

Um 13:30 Uhr öffnet dann endlich das Festivalgelände. Zwar noch immer begleiten von Regen, aber das störte hier niemanden. In bunten Ponchos spazierten die ersten Besucher fröhlich zu den Bühnen, wo pünktlich um 14 Uhr auf der Blue Stage „All Them Witches“ und auf der Red Stage „Starcrawler“ den Tag eröffneten. Powervoll ging es weiter mit der US-amerikanischen Rockband Shinedown. Mit viel Power und Energie heizt Frontmann Brent Smith dem Publikum ordentlich ein und schmettert einen Hit nach dem anderen raus. Zwischendurch schüttelt er dann noch den Fotografen vorne im Graben die Hand und begrüßt sie. Sehr sympathisch dieser Brent. Seit kurzem haben Shinedown auch ein neues Album auf dem Markt, dass mittlerweile 7. Studioalbum mit dem Namen „Attention Attention“. Mittlerweile machte sogar der Regen eine kurze Pause. Parallel spielte auf der anderen Bühne die Southern-Rock-Band Black Stone Cherry. Nach „Dead Cross“ und „Meshuggah“ folgte ein etwas schwächliches Set von Hollywood Undead, die anfangs leider mit leichten Tonschwierigkeiten zu kämpfen hatten, das ganze aber gekonnt überspielen konnten. Zeitgleich rockten Asking Alexandria auf der Red Stage. Und ab hier ging es Schlag auch Schlag weiter mit fetten Bands. Angefangen bei Rampensau Corey Taylor, Sänger von Stone Sour und Slipknot. Mit unfassbar viel Freude, Power, Energie und Spaß an der Sache sang sich Corey durch sein Set und begeisterte eigentlich so ziemlich jeden. Nicht weniger energiegeladen ging es neben an bei Skillet zu, der Us-amerikanischen christlichen Rockband aus Tennessee. Mit großen Schritten ging es auf die Headliner zu. Völlige Mädels-Kreisch-Eskalation gab es natürlich bei Schönling Felix Brummer von der deutschen Band Kraftklub.

Ob die Musik oder das Gekreische lauter war, ist in diesem Fall wirklich schwer zu sagen. Was aber eindeutig war: Sie hatten Spaß, alle samt und genoßen die Show sichtlich. Für die alt eingesessenen Metalfans gab es statt deutschem Indie-Punk-Rock eine ordentliche Portion Metal auf die Ohren. Und das von den Jungs der im Jahre 1983 gegründeten, amerikanischen Meterband Megadeth. Die Kollegen um Dave Mustaine lieferten eine solide Show, wenn auch nicht all zu bewegungsfreudig. Nach Megadeth folgte auch schon der erste Headliner des Abends: Parkway Drive. Und die haben den neu zugeschriebenen Headliner-Status mehr als verdient. Mit lautem Knall begannen sie ihr Set. Wie gewohnt wurde es auch wieder heiß – verdammt heiß. Die sympathischen Australier um Frontmann Winston McCall haben gefühlt die Bühne abgerissen. Mit lauter Pyrotechnik eröffneten sie ihr Set, welches durchzogen war von unzähligen Feuersäulen, brennender Bühne und noch mehr Feuer. Nicht zu vergessen, der sich drehende Drummer in seinem Bühnensetting. Hier gab’s nicht nur was auf die Ohren, sondern auch auf die Auge. Dagegen war die Performance von zweitem Headliner Marilyn Manson ganz schön mau aus. Auch soundtechnisch war das nicht der beste Auftritt an diesem Donnerstag-Abend. Leider war es mal wieder mehr ein Trauerspiel als eine gelungene, solide Show. Viele Fans sind das aber von Manson ja durchaus gewohnt. Klarer Gewinner dieses ersten Tages waren in jedem Fall Parkway Drive.

Nova Rock 2019 Infos + Tickets

Nova Rock 2019 / Nova Rock Festival 2019

So war das Greenfield Festival 2018

Im idyllischen Urlaubsort Interlaken in der Schweiz fand zum 14. mal das Greenfield-Festival statt. Umgeben von Bergen und zwei glasklaren Bergseen wohl einer der schönsten Orte, um ein Festival zu veranstalten. 72.000 Rock- und Metalbegeisterte Besucher tanzten, feierten, pogten, crowd-surften und schüttelten ihr Haar am vergangenen Wochenende zu über 40 Bands. Damit pilgerten in diesem Jahr mehr Fans zum Greenfield als noch im Jahr zuvor.

Zusammen mit den Besuchern machten Bands wie: Anti-Flag, Shinedown, Parkwaydrive, The Prodigy, Arch Einem, Broilers, Rise Against, Limp Bizkit, Bullet For My Valentine, The Offspring, Volbeat und viele weitere das Wochenende zu einem unvergessenen Erlebnis. Nach 2 Jahren wurde die Bühnenanzahl wieder von drei auf zwei reduziert und dennoch war es bislang das meist besuchte. „Wir werden noch die Besucherumfrage abwarten, aber wir werden es wohl so beibehalten“, sagte Greenfield-AG-Geschäftsführerin Iris Huggler. Zur 15. Ausgabe im Jahr 2019 verriet Huggler nicht allzu viel, allerdings: «Wir werden für diese Jubiläumsausgabe sicher ein gutes Programm zusammenstellen.“ Man darf also gespannt sein.

Eine der Neuerungen auf dem diesjährigen Greenfield-Festival war der Seelsorger und eine eigene Kapelle. In der Kapelle am „Rockblock“ haben sich bis zum Samstagmittag tatsächlich 18 Paare das Ja-Wort gegeben. Und auch für den Abend waren weitere Termine ausgebucht. Allerdings ist die Hochzeit nur in 4 amerikanischen Bundesstaaten gültig, denn der Pfarrer ist nur in eben diesen anerkannt. Hochzeiten mit Bieren musste er leider ablehnen. Dafür gab es bislang noch keine Scheidung. Und während die Besucher ihre Beichte ablegten oder eben heirateten, ließen sich die Musiker und Crew-Mitglieder im Backstage-Bereich neue Tattoos stechen. In diesem Jahr konnten sich die Musiker nämlich kostenlos unter die Nadel legen und die surrte fleißig. Trotz schlechter Wettervorhersagen, war es weitestgehend trocken. Nur kleinere, vereinzelte Regenschauer sorgten zeitweise für eine nette Abkühlung. Von Gewitter wurden die Besucher aber glücklicherweise verschont.

Greenfield Festival 2019 Infos + TicketsGreenfield 2019 / Greenfield Festival 2019

Greenfield Festival 2018 – Tag 1

Mit bestem Wetter starte das Greenfield am Donnerstag Nachmittag und den Auftakt machten selbstverständlich die Alphornbläser auf der Jungfrau Stage. Trotz musikalischem Kontrastprogramm zu den eigentlichen Bands, die an diesem Wochenende die Bühne rockten, waren die Besucher wie gewohnt begeistert vom Eröffnungsgig. Nach den Auftritten von Talco und Anti-Flag stürmte Sänger Brent Smith von der US-amerikanischen Band Shinedown nicht nur die Bühne, sondern sprang kurzerhand von der Bühne, reichte den Fotografen die Hand und bahnte sich seinen Weg durchs Publikum. Ein starker Auftritt, den Asking Alexandria nicht toppen konnten. Die Begeisterung bliebt leider auf der Strecke und so richtig durchdringen konnten die britischen Jungs der Metalcore-Band nicht. Nach einem Tief kam dann aber wieder ein Hoch, was sich den gesamten Abend hielt. Die schwedische Alternative-Rock-Band The Hives überraschten mit ihrem abgedrehten Auftritt. Richtig heiß und laut wurde es dann mit Parkway Drive. Die sympathischen Australier um Frontmann Winston McCall haben gefühlt die Bühne abgerissen. Mit lauter Pyrotechnik eröffneten sie ihr Set, welches durchzogen war von unzähligen Feuersäulen, brennender Bühne und noch mehr Feuer. Nicht zu vergessen, der sich drehende Drummer in seinem Bühnensetting. Hier gab’s nicht nur was auf die Ohren, sondern auch auf die Auge. Ebenso wie bei The Prodigy, die mit ihrer wahnsinnigen Lichtshow den ersten Abend mehr als gelungen abrunden konnten. Leider durften wir den Headliner am Freitagabend nicht fotografieren.

Greenfield Festival 2018 – Tag 2

Regen und wechselhaftes Wetter begleiteten den zweiten Tag auf dem Greenfield Festival. Doch der Tag stand nicht nur für schlechtes Wetter auch für überwiegend deutschsprachige Bands, wie Dritte Wahl, Broilers oder Oopmh! Die Rostocker Punk-Band Dritte Wahl hatten das Publikum voll im Griff. Es wurde viel getanzt und gepogt und damit hörte man auch den Rest des Tages nicht mehr auf. Schließlich ging es Schlag auf Schlag weiter. Nach dem Set von Dritte Wahl hatte die Post-Hardcore-Band Alexisonfire aus Kanada die Ehre und spielten ein fettes Set, welches von Arch Enemy ebenso stark weitergeführt wurde. Natürlich wurde es zum Auftritt von der beliebten Metal-Frontfrau Alissa White-Gluz rappel voll vor der Bühne. Nach diesen beiden Bands war es wieder an der Zeit, etwas deutsches auf die Bühne zu holen und so nahmen Broilers ihre Position auf der Bühne ein und hauten einen Hit nach dem anderen raus. Es folgte das fulminate Finale mit den Us-amerikanischen Jungs von Rise Against um Frontmann Tim Mcllrath und nicht zu letztet die 1994 gegründete Nu-Metal-Band Limp Bizkit. Anfangs leider etwas eher lustlos präsentierte sich Fred Durst. Aber spätestens als ein Rollstuhlfahrer auf die Bühne gehoben wurde und die alt bekannten Songs durch die Boxen dröhnten gab es kein Halten mehr. Leider durften wir den Headliner am Samstagabend nicht fotografieren.

Greenfield Festival 2018 – Tag 3

Der letzte Tag war angebrochen und mühselig füllte sich das Gelände mit müden und teilweise noch betrunkenen Besuchern. Leider starte der Tag mit Technikversagen und so musst die Metalcore-Band Scream Your Name erstmals eine Unplugged Show performen. Etwas mürrisch dennoch aber sehr souverän und professionell wurde das Set dennoch gespielt und spätestens hier genossen Scream Your Name absoluten Rückhalt von den Gästen. Richtig tanzfreudig wurde es dann mit der finnischen Folk-Metal-Band Korpiklaani. Für alle die es etwas derber mögen, gab es im Anschluss ein sauberes Set von der deutschen Rockband Eisbrecher. Mit wummernden Bässen und röhrenden Gitarren ging es mit Bullet For My Valentine weiter. So richtig, richtig voll wurde es dann zu den Hit-Giganten The Offspring. Und spätestens hier konnte niemand mehr die Füße still halten – auch der Regen hielt niemanden ab. Warmgetanzt ging es anschließend zum Finale mit Volbeat, die ein großartiges Set spielten. Im vorderen Bereich wurde ordentlich gepogt, geschupst und auch die Crowd-Surfer waren nicht mehr aufzuhalten. So traditionell wie das Greenfield mit den Alphornbläsern beginnt, endet es dann auch am Samstag Abend mit der „Burning Hand“. Eine acht Meter hohe Metal-Hand aus Holz, die am Abend entzündet wird.

Unsere Highlights: Rock am Ring 2018 am Samstag

Der erste Festivaltag am Ring ist bereits vorüber und es hat wirklich schon einige große Highlights gegeben. Vor allem die Auftritte von Headliner Thirty Seconds to Mars, Stone Sour und Marylin Manson haben die vielen tausend Festivalbesucher regelrecht vom Hocker gehauen. Dank nächtlicher, langer Feierei herrscht am frühen Samstagmittag eine fast idyllische Ruhe auf den Campingplätzen (wären da nicht die Ghettoblaster hier und da, aus denen blechernd Metallica, Green Day und Co. gröhlen). Mit Öffnung der Tore begibt sich eine noch überschaubare Menge auf das Festivalgelände. Noch eine ganze Weile bleibt es auf dem Platz etwas leerer, bis sich die Musikfans langsam sammeln, um Headliner Nummer zwei – Muse und parallel Parkway Drive – am Abend aus nächster Nähe erleben zu können. Und endlich hält sich das Wetter, sogar die Sonne wagt gelegentlich einen Blich zwischen den Wolken hervor. Eine ganze Reihe beeindruckender Acts stehen darüber hinaus auf dem Programm vom Rock am Ring 2018 Samstag, darunter Beth Ditto, Black Stone Cherry, Kaleo, Body Count feat. Ice-T, Snow Patrol, Kettcar, Kreator, Parkway Drive und viele viele weitere. Zum Glück hält sich das Wetter. Als besonderes Schmankerl gibt es für die Nachteulen bis in die frühen Morgenstunden noch Programm u.a. von Avenged Sevenfold.

BETH DITTO

Die Frontfrau vom Kult-Trio Gossip gibt in diesem Jahr bei Rock am Ring 2018 und zusätzlich vier exklusiven Deutschlandauftritten im Juli ihr Solodebüt live und das mit ihrem Album „Fake Sugar“ (VÖ 06/2017). Seit der Bandgründung 1999 hat Beth Ditto mit Gossip fünf Studioalben veröffentlicht und davon mehr als 650.000 Platten allein in Deutschland verkauft. Ihre Songs wie „Heavy Cross“ oder „Perfect World“ sind absolute Ohrwürmer. Die Rockröhre ist international für ihre superben Live-Performances bekannt. Die US-Powerfrau ist darüber hinaus engagierte Feministin und setzt sich wo sie kann für die Rechte der LGBT ein. Als Plus-Size-Model (z.B. für Jean Paul Gaultier) sorgt Ditto auch regelmäßig in der Modewelt für ein positiveres Körperbild. Live zeigt sich am Ring aber fast die „gleiche“ Beth, wie noch zu Gossip-Zeiten, wenn gleich der Sound sich noch sehr viel mehr in die Alternative Rockschiene verschoben hat. Aber durchaus positiv.

SHINEDOWN

Zigfach gold- und platin-ausgezeichnet ist die US-Rockband aus Florida. 2001 gegründet und basierend auf den Spielarten der härten Gangarten wie Hard Rock, Grunge und Metal hat das Quartett um Frontmann Brent Smith in ihrer Karriere bereits über 15 Millionen Tonträger verkauft. Seit dem 4. Mai ist das neuste Werk („Attention Attention“) von Shinedown auf dem Markt. Unheilvoll, energiegeladen und wild entschlossen präsentieren sich die Herren aus Jacksonville darauf. Auf der Bühne und davor entsteht eine richtige spannungsgeladene Atmosphäre, wenn Zugpferd Smith seinen knurrenden Gesang mit hämmernden Drums und bleischweren Gitarrenriffs paart. Rhythmusgetrieben stampfen Shinedown durch ihr Set, das sowohl überragende Musikalität als auch eine emotionale Vielschichtigkeit transportiert.

BODY COUNT FEAT. ICE-T

Lange bevor der als Tracy Marrow geborene Rap-Godfather MC Ice-T zu einem der ersten international gefeierten Gangster-Rapper aufgestiegen ist, ebnete er auch seiner zweiten großen Liebe – dem Heavy Metal – einen Weg. Bevor er sich dieser aber gewidmet hat, sind mit „Rhyme Pays“, „Power“ und „O.G.: Original Gangster“ drei der heute wohl legendärsten Alben des Gangsta-Raps seinem Talent entsprungen. Auf jenem 3. Album ist der Titel „Body Count“ nun als konträre Innovation zu hören gewesen. Es folgt auch hier weltweiter Erfolg wie z. B. mit dem Song „Cop Killer“. Viele Höhen und Tiefen hat die Band durchlebt, 2017 dann mit „Bloodlust“ ein neues, sechstes Album auf den Markt geschoben, das nur so strotz vor spielerischer Raffinesse und lyrischer Dichte. Unerbittlich ist das mittlerweile teils ausgewechselte, fünfköpfige Gespann zurück und gibt Vollgas bei Rock am Ring 2018 am Samstag. Man weiß nicht recht, wohin man zuerst schauen soll, denn jeder Musiker auf der Bühne sucht ein Talent seines Gleichen, alle Meister ihres Fachs. Mit auf der Bühne hat Mr. Motherfucking Ice-T seinen „Sprössling“, der ebenfalls musikalisch alle Register zieht. Body Count feat. Ice-T stellen außerdem ein weiteres neues Album für 2019 in Aussicht!

Kreator

Beim Release Platz 1 der deutschen Album-Charts für das aktuelle „Gods of Violence“ (VÖ 2017). Kein Wunder, schließlich gehört Kreator auch zum deutschen Dreigestirn des Thrash Metal und hat sich in den über 30 Jahren, die sie aktiv sind, eine treue Fanbase aufgebaut. Und diese wäschst auch jetzt noch stetig an. Vom ersten Song an lassen Kreator keinen Zweifel daran, dass sie zu den ganz großen Thrash Metal-Legenden gehören. Heute gibt es einwandfreien Metal-Stoff auf die Ohren der Fans. Auch wenn sich die Band stilistisch nicht wirklich weiterentwickelt haben, ist z. B. das Gitarrensolo bei „Hail to the Hordes“ doch überraschend wehklagend für die sonst üblichen „auf die Fresse“-Riffs von Kreator und mit „Satan is Real“ bringt Frontmann und Gründungsmitglied Miland „Mille“ Petrozza die religiöse Kernaussage vom Thrash Metal noch einmal exakt auf den Punkt.

SNOW PATROL

Ganz frisch ist es draußen, das neuste musikalische Feuerwerk „Wilderness“ von Snow Patrol – und dass, sieben Jahre nach dem letzten (sechsten) Album! Die Band um Sänger Gary Lightbody knüpft damit klanglich ganz klar an den Sound an, mit dem sie schon Anfang des letzten Jahrzehnts weltbekannt wurden. In 20 Jahren Bandgeschichte haben Snow Patrol viel erreicht seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Songs for Polarbears“ (1998). Streams im Milliardenbereich, Millionenfach verkaufte Alben, renommierte Auszeichnungen… Dann die längere Auszeit, damit jedes Bandmitglied sich auf seine eigene Entwicklung konzentrieren konnte. Zum Glück ist die Inspiration für das britisch-irische Rockprojekt bei allen zurückgekehrt, so dass die Nürburgring-Besucher in diesem Jahr den besonderen Auftritt des Quintetts erleben können. Natürlich werden vor allem die altbekannten Hits abgefeiert, doch auch die neuen Melodien überzeugen live.

ASKING ALEXANDRIA

Die britischen Metalcore-ler Asking Alexandria kommen mit neugewonnener Energie in neuer/alter Besetzung an den Ring. 2015 hat Sänger Danny Worsnop kurz nach dem Durchbruch mit „From Death To Destiny“ seinen Ausstieg  bekannt gegeben. Ein großer Schock für die AA Family. Für zwei Jahre hat Sänger Denis Stoff der Band den Rücken freigehalten, nun ist Worsnop ist zur Band zurückgekehrt. Für Fans der 2003 in den VAE gegründeten Band ist der Jubel groß, immerhin treten AA nun in Originalbesetzung wieder auf. Die Band hat an ihren Qualitäten gefeilt und die Experimentierfreude ist neu geweckt, schon mal eine perfekte Voraussetzung für eine „Comeback“. Das aktuelle Album trägt den sehr passenden Bandnamen als Titel und kommt mit eingängigen Refrains und einer perfekten Mischung von Gesang und wohldosierten Screamparts, Keyboards und E-Gitarrenriffs daher. Auch live sind Asking Alexandria voller Power, wirken aber auch deutlich gereifter. Durchweg positives Feedback gibt es auf jeden Fall von der versammelten AA Family inmitten des Publikums.

MUSE

Der Headliner am zweiten Rock am Ring 2018-Tag ist eine echte Rock-Macht. Muse stehen für geradlinige Rocksongs –pointiert, engagiert, aufrüttelnd. Die liebevolle Mischung aus Rock und Nu Metal-Elementen gepaart mit Synthie-Pop-Hymnen im Stil von Queen oder Pink Floyd macht die Band aus Groß Britannien aus. Mit dem ersten Ton, den Frontmann Matthew Bellamy anschlägt, entfacht eine düstere Stimmung über dem Gelände. Die teils filigranen Gitarrenparts treffen direkt ins Ohr oder gleich mitten ins Rockerherz und die treibenden Riffs heben jeden Blutdruck nach oben. Muse schaffen es live wie kaum eine andere Band, von Song zu Song nicht nur interessant, sondern voll und ganz verführerisch zu klingen, wie es nur den Größten des Rock je gelungen ist! Hier dürfen Songs noch lang und abwechslungsreich sein. Und dabei wirkt das Trio absolut authentisch und vor allem beeindruckend, wenn man die teils wahnwitzigen Gitarrensoli hört. Eines wird für uns aber wieder ganz deutlich: je länger Muse Musik machen, desto besser werden sie.

PARKWAY DRIVE

Noch eine Band, die der Welt gerade erst frisch ihr neues Album („Reverence“) geschenkt hat. Die Australier von Parkway Drive haben sich schon seit einer Weile als Metalcore-Importschlager etabliert. Wobei deutliche Weiterentwicklungen den Sound von Winston McCall Konsorten prägen und die Metalcore-Pfade langsam verblassen – mehr Melodien, Dynamik und Experimente. Es steht ihnen gut. Die Truppe aus Down Under lässt es richtig krachen und schonen die Meute vor der Crater Stage keine Sekunde. Einmal Moshpit zum Mitnehmen, gerne auch im Duzend. Auch musikalisch klingt heute alles verdammt professionell.

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Summer Breeze 2016 – Tag 1: Das ging ab am Donnerstag

Der Donnerstagmorgen beginnt mit wärmenden Sonnenstrahlen, die uns Besucher alsbald aus unseren Zelten, Wohnmobilen und anderen Schlafstätten treiben. Nach einem ausgiebigem Frühstück, oder einfach nur einem leckeren Bier beginnt der Tag vor der Bühne mit Wachmach-Krach von Toxpack. Vor ein paar gut gelaunten Fans und einigen neugierigen Blicken beginnen Toxpack ohne größeres Aufsehen zu erregen das Summer Breeze offiziell auf der Main-Stage.

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Weiter geht es auf der Pain-Stage Lord Of The Lost und Songs zwischen Kuscheln und Rock. Chris Harms ist und bleibt eben etwas für Liebhaber. Die Liebhaber die sich aber vor der Pain-Stage eingefunden haben feiern in den Morgenstunden schon fast wie auf einer Headlinershow.

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Schon steht die Sonne im Zenit des Donnerstages und man hat das erste Mal die Qual der Wahl: Zurück zur Mainstage und bei Monuments sich einen Abhüpfen, oder doch quer über das Gelände an die T-Stage mit Heart Of A Coward? Oder doch fix ein Bier trinken und High Fighter genießen? Egal, wie die Entscheidung auch ausfällt, den Tag muss man sich seine Energie zwangsweise stark aufteilen oder Energie mit Vokda kombinieren um all die Hochkaräter zu schaffen.

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Ein Bier später dreht es sich auf der Pain-Stage alles um die Pommesgabel. Omnium Gatherum faszinieren mit einer positiv synaptischen Art die Anwesenden. Im Anschluss demonstrieren auf der Main-Stage Emmure mit den aggressiven Growls und Screams von Frontmann Frankie Palmeri eine durchaus eigenständige Version eines Hardcore beeinflussten Metals, die selbst vom ersten Beat an fasziniert auch für nicht in der musikalischen Region beheimateten.

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Deez Nuts dagegen machen auf der Pain Stage müde Metaller munter und prügeln so lange guten Sound bis auch der letzte mitbekommen hat, dass man nicht zum Kuscheln auf der Bühne steht. Immer wieder solide und sehenswert – anders kann man die Auftritte von Exodus nicht bezeichnen. Von Alterserscheinungen keine Spur, rocken die Jungs in bester Bay-Area Manier die Main-Tage und scheren sich dabei einen Dreck um Modeerscheinungen. Weiter so!

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Wolfheart sind dieses Tags ein strahlendes Vorbild. Die Finnen geben auf der Bühne nicht nur Volldampf sondern präsentieren mit Ihrem letzten Song auch gleich ein Stück von der neuen Platte. Wer es verpasst hat muss sich allerdings nicht grämen, da hier alles mitgeschnitten wurde. Und was macht eine gute Band spät nachts nach der Autogrammstunde? Ins Auto setzen und noch fix nach Finnland fahren, um den nächsten Tag arbeiten zu können. Ebenfalls neue Songs gab es bei Equilibrium von der gerade erschienenen Platte Armageddon. Auf dem Campinggelände wurde unterdessen natürlich auch ordentlich gefeiert. Ob beim Grillen in der Sonne liegen oder dem bangen Blick auf das Smartphone. Für den Abend waren immerhin Gewitter, Windböen und Hagel angekündigt. Sollte das Wetter etwa wie schon auf vielen anderen Festivals in diesem Jahr auch das Summer Breeze zur besten Spielzeit unterbrechen?

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Alternativ zu At The Gates die stehen zwar nicht vor den Toren, sondern auf der Bühne, aber so sind Musiker nun mal. Die Band rund um Frontmann Thomas Lindberg versteht ihr Handwerk. Melancholischer Death-Metal von hoher Dichte und Kraft ist das Ergebnis. Fesselnd, wie eh und jeh die Intensität der Lyrics und Gestik des Sängers, in dessen Zügen sich seine Gedanken zu Leben und Tod lesen lassen.

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Asking Alexandria aus UK präsentieren Metalcore vom feinsten. Mosh-Pit, Wall of Death und Crowdsurfer, sodass man sich sorgen machen musste, dass die Grabenschlampen an ihre Grenzen stoßen inklusive. Aber nicht nur die Graben-Schlampen haben perfekt durchgehalten auch Sänger Denis Stoff hat tadellos den Spagat zwischen Screams, Growls und Clean Vocals gemeistert. Qualitätsunterschiede zum Album kaum festzustellen.

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„Ist es noch zeitgemäß….“ Schießt es einen durch den Kopf, als Airbourne an der Reihe ist. Ja ist es! Eine zahlreiche Anhängerschaft feiert die Band in angemessenem Maße. Kein Wunder, denn die Band überzeugt durch Spielfreude und einen Auftritt, der keine Zweifel zulässt. Zu Entombed A.D. auf der T-Stage, die sich in diesem Jahr auf einigen großen Festivals die Ehre gaben, oder aber Fear Factory, immer wieder Garant für ein proppevoll gefülltes Infield mit mitreißenden Grooves und grundsolides Handwerk, auf der Pain Stage öffnete der Himmel dann seine Pforten und unter Wetterleuchten und Donnergrollen kühlte es sich merklich ab.

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Pünktlich zu Sabaton versiegte aber der Regenguss und sollte bis Samstagabend auch nicht zurückkehren. Die Kühle wurde dann vom Headliner schier weggebrannt. Sabaton spielen nicht nur einen großartigen Auftritt sondern fackeln auch ein Feuerwerk vom Feinsten ab. Kaum ein Song, in dem nicht irgendein Bereich der Bühne durch Flammen in warmes rot-orange getaucht wird. Ach ja und der obligatorische Panzer als Drumriser durfte natürlich auch nicht fehlen. Einzig die Songs vom neuen Album The Last Stand wollten Live nicht richtig zünden und es bleibt zu erwarten ob die Stimmung nach der nächsten Headlinertour gut ankommen.

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Abschließend fuhren die After-Headliner The Black Dahlia Murder, Swallow The Sun und Testament nochmal alle Geschütze auf und Energie, die bei Sabaton nicht verballert wurde, war spätestens jetzt aufgebraucht. Bleibt nur noch das gute Nacht Bier, oder zwei, oder drei, ehe es mit dem Freitagsprogramm frisch weitergeht.

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Danke an:
·  Florian Schulz, Thomas von Schaewen, Andreas Theisinger und Cynthia Theisinger für die Fotos
· Daniel Stahlmann, Mirco Wenzel, Rico, Hanah und Dominik für den Text

Übrigens: vom 16. – 19.08.2017 feiert das SUMMER BREEZE
seinen 20. Geburtstag!

Elbriot 2016 – Tag 2: 10 Stunden vorglühen für die Aftershow-Party

Über die Vorteile eines kleinen Festivals mitten im Stadtzentrum Hamburgs hatten wir bereits vorgestern berichtet. Am zweiten Tag des Riot kam ein kleiner Nachteil zum Vorschein, der am Vortag nicht ins Gewicht fiel: Der Wind. Hamburg ist eine Hafenstadt, das Festivalgelände auf dem Großmarkt liegt direkt am Oberhafen an der Norderelbe und dadurch ist die Stadt an sich eher windig. Während es Freitag noch nahezu windstill war, pustete am Samstag der Wind immer mal wieder den Sängern ins Mikrofon, was die Qualität des Gesangs hier und da leicht beeinflusste. 

Die Atmosphäre zwischen den Samstag-Bands blieb gemütlich entspannt, denn auf dem Riot gibt es einfach keinen Stress und nur kurze Wege. Und selbst zum Abend hin, wenn Mastodon oder Slayer auf der Bühne toben, bleibt das große Gedränge im Kampf um die Mittelplätze größtenteils aus  – die Bühne ist groß genug und das Infield bietet genügend Platz für die 12.000 Besucher. So erreicht der Sound, trotz Wind, auch die letzte Reihe in bester Qualität.

Leider musste Slayer um Punkt 23:00 Uhr die Instrumente fallen lassen und hatte somit keine Zeit mehr für Zugaben. Schade! Abgesehen davon war Tag 2 beim Riot aber wieder ein gelungener Tag für Fans von Metal jeder Art. Auf dem Rückweg koordinierten nette Polizisten den Lauf-Verkehr, damit selbst angetrunkene Festivalbesucher zum Hauptbahnhof fanden – und von da aus nach Hause oder doch vielleicht zu einer der beiden Aftershow-Partys. Denn Samstag um 23 Uhr will man eigentlich noch gar nicht nach Hause. Schon gar nicht, wenn man sich bereits 10 Stunden lang auf dem Elbriot aufgewärmt hat.

FEAR FACTORY

Die Kalifornische … ja … Band … was ist Fear Factory eigentlich? Death Metal? Industrial Metal? Trash-Metal? Neo-Trash? Pioniere des Nu-Metal? Mangel an Vielseitigkeit kann man Fear Factory jedenfalls nicht vorwerfen. Auch am zweiten Elbriot-Tag variierte Sänger Burton Bell zwischen hartem Growling und klarem, fast schon sterilem Gesang. Und das perfekt getimet auf das schnelle, präzise Double-Bass-Getrommel von Schlagzeuger Mark Heller. Zusammen mit den harten Gitarren-Riffs lieferte Fear Factory eine Show ab, die Fans und Noch-Nicht-Fans gleichermaßen überzeugte.

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AT THE GATES

Schweden ist ein gutes Land für Metal, wie gestern schon Sabaton bewiesen hatte. At The Gates sind ein erneuter Beweis dafür, dass der Norden Europas ein perfekter Nährboden für kraftvolle Gitarren-Klänge und Drumlines ist. Nach sechs Jahren Pause hatte At The Gates das Reunion-Album “At War with Reality” 2014 rausgebracht, von dem es auch am Elbriot-Samstag live einiges zu hören gab. 

Bildergalerie: So war AT THE GATES live

PARADISE LOST

Noch eine Band, bei der man das Gefühl hat, dass es sie schon ewig gibt. Während Fear Feactory damals die elektrischen Töne im Metal etablierte und den Nu-Metal maßgeblich mitprägte, zählen Paradise Lost eindeutig zu den stärksten Einflüssen, die der Gothic Metal vorzuweisen hat. Das 91er Album “Gothic” war letztendlich Namensgeber für einen ganzen Stil, der sich an den komplexen, melodischen und durch und durch finsteren Klängen der Band orientierte. Die Wurzeln von Paradise Lost liegen aber eher im Death- und Doom-Metal, der härter und kraftvoller ist. Diese Wurzeln hörte man auch auf dem Riot, wo Paradise Lost ihren Auftritt mit “No hope in sight“ aus ihrem neusten Album “The Plague Within” eröffneten und mit ihrer damaligen Hit-Single “The Last Time” beendeten.

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ASKING ALEXANDRIA

Neben Urgesteinen wie Fear Factory, Paradise Lost und Slayer wirkte Asking Alexandria wie der rebellische Jungspund der zeigen wollte, dass er auch was drauf hat. Das ständige Wechseln zwischen Growling und cleanem Gesang von Sänger Dennis Stoff musste einerseits mit dem Erbe vom früheren Asking Alexandria-Sänger und Gründungsmitglied Danny Worsnop mithalten. Andererseits wurde Dennis auch unweigerlich mit Burton Bell von Fear Factory verglichen, der schon ein paar Bands vorher gezeigt hatte, wie man es macht. Der 26 Jahre alte Brite gab alles auf der Bühne, ließ wieder und wieder den Circlepit eröffnen und erweitern und heizte der Menge mit seiner Energie und Songs wie “Run Free” und “A Prophecy” ein.

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CARCASS

Und wieder eine Band aus den 80ern, diesmal ein Urgestein des Grindcore. Mit ihrem 2012er Album “Surgical Steel” knüpfte die Band an ihre Gründungszeit an, nicht umsonst hieß das Intro “1985” und wurde angeblich schon in den 80ern geschrieben. Billy Steer (Gesang, Gitarre) und Jeff Walker (Gesang, Bass) knurrten und bellten blutige Texte von zerstückelten Innereien und chirurgischen Instrumenten. Die Stimmung ist irgendwo zwischen einem wütenden Hund der jeden Eindringling zerfleischen will und einem verrückten Arzt, der die ganzen Metallwerkzeuge (die das Cover des letzten Albums zieren) einsetzen will, um mit einem menschlichen Kadaver – Carcass – zu spielen.

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MASTODON

Drei Grammy-Nominierungen, ganz viel Lob von der Fachpresse, und laut Rolling Stone Magzin eine der besten Metal-Bands der 2000er. All das interessierte auf dem Riot niemanden. Als Sänger/Gitarrist Brent Hinds im grünen Licht auf die Bühne kam, wirkte er mit seiner wallenden Mähne und seinem Rauschebart wie ein Waldschrat, der aus seiner Höhle stieg. Der rothaarige Gitarrist Billy Kellier konnte ebenfalls einer nordischen Sage entstammen. Nicht ohne Grund spielte die Band in einer Episode von Game of Thrones als Wildlinge mit. Und weil Game of Thrones keine Märchenserie ist, hatten die langen, komplexen Instrumentalteile von Mastodon ein wenig von dem epischen Power Metal eines Blind Guardian gemein. Progressive/Sludge traf eher den Stil der Band, wobei Mastodon sich auch nie einer Stilrichtung beugte, sondern wild und frei alle möglichen Elemente des Metal kombinierte, um einfach gute Musik zu machen. Und das Publikum dankte es ihnen mit Zugabe-Rufen nach einem gefühlt viel zu kurzem Auftritt.

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SLAYER

Slayer auf einem Festivalprogramm ist ein ähnliches Gefühl, wie „Zurück in die Zukunft“ im Fernsehen: Es ist cool, man sieht/hört es sich gerne an, aber man kennt alles schon. Was gerade bei Slayer nicht wirklich etwas ausmachte. Das Schlagzeug war schnell, die Gitarren-Soli noch schneller, Tom Arraya schrie die “kontrovärsen” Slayer-Gesangstexte über das gesamte Infield und Kerry King bangte so hart, dass man sich wunderte warum sein Glatzkopf nicht schon längst abfiel und schwungvoll in die Menge flog. Es war laut, es war wild, es machte unfassbar viel Spass. Und am Ende kam wie immer „Johnny B Good“ von Marty Mc Fly … äh … „Raining Blood“, „Black Magic“ und natürlich „Angel of Death“.

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Hier geht’s zum Bericht:
Elbriot Festival 2016 – Tag 1

Asking Alexandria: Mit neuem Album zurück in der Domstadt

Mit neuem Studioalbum im Gepäck sind Asking Alexandria zurück auf deutschen Bühnen. „The Black“ (03/2016) heißt das neuste Werk, das gleichzeitig das Debütalbum für Sänger Denis Stoff bedeutet. Zu Beginn war die Kritik am neuen Frontmann groß, die Fußstapfen seines Vorgängers Danny Worsnop schienen zu groß für ihn. Doch das neue Album gibt Hoffnung und die Tatsache, dass die Nachfrage so groß ist, dass die Show in Köln vom Gloria Theater in die Live Music Hall verlegt wird, zeigt, dass die AA Family immer noch stark hinter den Jungs aus York steht. Einzig das Fehlen von Ben Bruce für die Tour-Termine ist ein kleiner Wermutstropfen für viele Fans, dass er allerdings die Geburt seiner Tochter erleben möchte ein durchaus verständlicher Grund.

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Zunächst gehört die Bühne allerdings To The Rats And Wolves. Die Nachwuchs-Sterne aus Essen sind derzeit die aufstrebendste deutsche Metalcore Formation und können in den letzten Monaten auf beachtliche Erfolge zurückblicken, darunter Konzerte als Support von Bring Me The Horizon. Ihr neues Album „Dethroned“(VÖ 02.09.2016) steht bereits in den Startlöchern. Die Musiker schaffen es mühelos die bereits gut gefüllte Halle zum Kochen zu bringen und damit die Temperaturen in der Live Music Hall nach oben zu treiben. Ihre Energie auf der Bühne überträgt sich mühelos auf die Zuschauer, was ihnen mit Sicherheit den einen oder anderen neuen Fan beschert haben wird. Auch optisch heben sich die Künstler durch eindeutiges Styling ab und schaffen so sehr viel Wiedererkennungswert in der breiten Masse des Genres. Wer diese Jungs noch einmal in kleinen Clubs erleben möchte, sollte das im September zur Release Tournee tun, denn eins ist sicher: Wenn sie so weiter machen, geht es für To The Rats And Wolves weiter steil nach oben.

Die vermeintlich kurze Umbaupause wird von großen technischen Problem überschattet. Das Mischpult hat im Soundcheck den Geist aufgegeben. Hektisch wird an einer Notlösung gearbeitet, um das Konzert wie geplant stattfinden lassen zu können. Chapeau an alle Backliner an dieser Stelle, die zielstrebig um eine Lösung gekämpft haben und damit den Abend retten konnten.

Begeistert werden Asking Alexandria schließlich auf der Bühne begrüßt. Das zumeist weibliche Publikum reißt mitgebrachte AA Family-Banner in die Höhe und heißt die Formation so herzlich in Köln willkommen. Dann gibt es rundum eigentlich kein Halten mehr. Das Publikum hüpft, springt, singt, kreischt und tanzt sich durch den Abend. Und die Musiker auf der Bühne sind ebenfalls nicht zu bremsen. Allen voran fegt Frontmann Denis über die Bühne und sorgt schon mit den ersten Tönen für positives Staunen. Er hat seinen Stil gefunden und verleiht so alten Songs wie „The Death of Me“ seine ganz eigene Note. Sam Bettley (Bass) und Cameron Liddell (Gitarre) stehen nicht still und lassen Finger wie Haare nur so fliegen. James Cassells (Schlagzeug) thront über dem Geschehen und feuert die Fans immer weiter an. So ist alles, wie es bei einer hervorragenden Metalcore-Show sein soll: Fans und Musiker spielen sich förmlich die Bälle zu und machen den Abend damit unvergesslich. Jeder Ruf nach einem Moshpit oder einer Wall Of Death wird erhört, die Haare fliegen, die Fan-Chöre sind laut. Das musikalische Niveau ist perfekt und damit eigentlich der ganze Abend. Einzig die Spiellänge von knapp 75 Minuten ist schade, denn da geht eigentlich weit mehr.

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