Fallback

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Dimmu Borgir in Berlin – Kultmesse der Schwarzmetall-Fürsten

Metal-Herz was willst du mehr? Mit Dimmu Borgir und Amorphis schicken sich zwei Metaltitanen an, die Columbiahalle im frühlingshaften Berlin zu zermalmen. Die skandinavische Allianz profitiert sowohl von deutlichen, musikalischen Unterschieden aber auch von einem gemeinsamen Fundament an Inspiration und Werten. Live kann beiden Bands ohnehin kaum jemand das Wasser reichen. Und so wundert es kaum, dass die Columbiahalle an diesem Donnerstagabend aus allen Nähten platzt.

Wolves in the Throneroom

Den Auftakt an diesem Abend machen die US-Amerikaner Wolves in the Throneroom. Pünktlich um 18:50 Uhr verwandeln die Wölfe die Halle in ein schamanistisches Ritual. Den Kult-Black-Metallern bietet sich die epische Dauer von 30 Minuten, um das Berliner Publikum zu beeindrucken. 30 Minuten – oder umgerechnet ca. zwei Grind-Core-Alben, die mit Aaron und Nathan Weaver mit drei Songs füllen. 30 Minuten, die leider viel zu schnell ins Land ziehen.

Amorphis

Nach einer epischen Umbaupause entern Amorphis die Bühne. Die Finnen legen mit „The Bee“ vom 2018er Album gleich mächtig los. Auf brachiale Dampfwalzen-Growls folgen melodiöser Klargesänge. Auf verspielte Keyboard-Parts folgen treibende Grooves. Song für Song arbeiten sich die Metal-Urgesteine durch ihre 30-jährige Bandgeschichte. Death-Metal-Epen wie „Sign From the North Side“ vom ersten Album kommen dabei genau so wenig zu kurz wie progressivere Nummern à la Sampo vom 2006er Album Eclipse. Ausklingen muss der sehr gelungene Auftritt natürlich mit DER Hymne schlechthin „Black Winter Day“ von DEM Amorphis-Album schlechthin „Tales from the Thousand Lakes“.

Dimmu Borgir

Kurz vor 22:00 Uhr weht ein Hauch von Räucherwerk durch die Columbiahalle. Das Intro des zweiten Co-Headliners erschallt. Auch Dimmu Borgir eröffnen ihr Set mit einem Song vom letzten Album. In diesem Fall „The Unveiling“ vom 2018er Eonian. Shagrath, Silenoz und Galder haben das Werk zum 25-jährigen Bandjubiläum seit der Veröffentlichung auf zahlreiche Touren rund um die Welt gespielt. Aktuell werkeln die Norweger fleißig am Nachfolger, haben aber die Arbeiten unterbrochen, um wieder Bühnenluft zu schnuppern. Überlebensgroß wie üblich erscheinen die Norweger an diesem Abend. Spielfreude und geübtes Schauspiel begeistern das sonst manchmal etwas reservierte Berliner Publikum. Letzteres lässt sich dann zwischendrin auch von Sänger Shagrath dazu animieren, dem Geburtstagskind des Abends ein Ständchen zu bringen. Happy Birthday, Dariusz! In weiterhin einer gelungenen Show bieten Dimmu Borgir die Filetstücke aus ihrem Schaffen der jüngeren Vergangenheit feil. Die frühen Werke hingegen erschallen hingegen nicht – mit einer Ausnahme: „Mourning Palace“ vom 1997er Album Enthrone Darkness Triumphant – die letzte Zugabe an diesen sehr gelungenen Abend.

Metal Hammer Paradise 2019 – Indoor-Metal-Festival mit Komfort

Knapp 4.000 Fans haben bereits zum siebten Mal den gesamten Ferienpark Weissenhäuser Strand an der Ostsee zu einem Treffpunkt der Metal-Szene verwandelt. Bereits Donnerstagabend stieg die riesige Sause vom Metal Hammer Paradise 2019 bei der Warm-Up Party des Ballroom Hamburg. Die folgenden zwei Tage übertrafen viele Erwartungen der Festivalbesucher. Wir waren live dabei!

Nachdem wir uns am Freitag einen ersten Eindruck des Indoor-Festivals und die Locations der Bühnen ausfindig machten. danach die ersten Metalheads zum Wochenende befragt haben – stieg die große Metalparty im Ferienpark Weissenhäuser Strand. Tausende Besucher, von jung bis alt, hatten nach ihrem Einzug in die Appartements richtig Lust auf guten und heißen Metal – das berichteten alle innerhalb weniger Minuten bei den ersten Gesprächen. Mir war wichtig zu erfahren, was dieses Festival so besonders macht, denn schließlich läuft dieses Event bereits zum siebten Mal! Alle Besucher berichteten von einer tollen Organisation, ausgelassener Stimmung, perfekte Abläufe und viele gute Gespräche – diesem können wir zu 100 % zustimmen! Alle waren gut drauf, hatten richtig Spaß und wollten ausgelassen Heavy Metal hören. Ein kleines Manko war der Aufbau der Gräben an den jeweiligen Bühnen, diese waren zu klein und schmal weshalb man wenig Platz mit der Anzahl an Fotografen hatte – aber das ist ja das kleinste Übel.

Metal Hammer Paradise 2019 – Freitag

Kissin Dynamite
Freitagabend war es zum erneuten Male Zeit für die schwäbische Heavy Metal-Band Kissin‘ Dynamite. Die fünf Jungs hatten bereits nach wenigen Sekunden Schweiß auf der Stirn – denn die Fans jubelten und feierten jedes Riff von Andre Braun und Jim Müller. Als Hannes, Sänger und Frontmann der Band, nach dem ersten Song nicht mehr wusste, was alles um ihn herum geschieht, startete die Ekstase im vollen Umfang! Immer wieder ein Muss die Jungs aus Burladingen und Münsingen zu sehen!

Saltatio Mortis
Die Spielmannsleute rund um Alea, waren bereit für den Abriss des Herbstes – nachdem die Jungs in der vergangenen Woche, über Instagram, ankündigten im Jahr 2020 ein neues Album zu veröffentlichen waren viele Fans bereits im Voraus aufgeregt und feierten umso mehr ausgelassen und ungehalten die Mittelalter-Rocker! Songs wie „Wo sind die Clowns“, „Brot und Spiele“ und „Nie wieder Alkohol“ fehlten jedenfalls nicht – einfach grandios.

RAGE
Als Ersatz für den erkrankten Metaller Ralf Scheepers der Band „Primal Fear“ sprangen die NRWler von RAGE ein. Die drei wussten ebenfalls innerhalb weniger Minuten, wie man die Besucher mitreist, gute Musik spielt und vor allem Entertainment bietet wie die des Gitarristen Marcos Rodriguez. Songs wie der aus dem Film „Schuh des Manitu“ bekannte „Straight to Hell“ konnte jeder mit grölen und Gas geben. Bier fehlte natürlich an keiner Stelle.

Steel Panther
Bereits am Nachmittag liefen viele Fans in hautengen Leggings, Perücken und Handschuhen auf dem Ferienpark herum und freuten sich bereits ausgiebig auf die Musiker von Steel Panther. Mit viel Spaß und witzigen Gags kamen Michael Starr, Satchel, Lexxi Foxx und Stix Zadinia auf die Bühne und verließen diese als Headliner des Freitagabends ungern.

Metal Hammer Paradise 2019 – Samstag

Grand Magus
Feinster Heavy-Metal aus Stockholm wurde uns geliefert von den drei Musiker der Band Grand Magus“. Die bereits im Jahr 1996 gegründete Gruppe war mir nicht ganz unbekannt, jedoch auch nicht auf der Prioritätenliste vertreten. Dies hat sich bereits nach den ersten drei Songs vollkommen geändert. Wirklich gute Musik von absolut überzeugenden Musikern mit viel Herzblut und Liebe zum Detail.

Gloryhammer
Nachdem auf dem diesjährigen Wacken Open Air, aufgrund einer Unwetterwarnung, das Konzert der Gloryhammer-Musiker vorzeitig beendet werden musste, holten sie gefühlt alles verlorengegangene nach und hauten ein Brett nach dem anderen raus. Energiegeladene Show, musikalische Höchstleistung und vor allem Spas stand hier an erste Stelle. Bereits vor dem Konzert konnte man einige Fans mit Einhörnern, Hämmern und Schwerter aus Plastik sehen, bei einer phänomenalen Schlacht zu Gloryhammer-Gesängen. Metaller sind da einfach unkompliziert und nicht schüchtern!

The New Roses
Auch die Jungs von The New Roses mussten vor wenigen Wochen ein soeben gestartetes Konzert in der Hamburger Markthalle abbrechen und nun Anfang 2020 wiederholen – auch hierfür gab es eine Entschädigung. Die Jungs rund um Tommy Rough waren richtig rockig unterwegs und schmetterten mit warmer Kehle und ordentlich Gitarre an das gesamte Publikum der Baltic Ballroom Bühne.

J.B.O.
Das erste Mal vor einigen Jahren auf dem Wacken Open Air gesehen war es bei mir ruhig mit J.B.O. geworden – irgendwie war mir nicht mehr so der „Drang“ danach, neues zu hören oder alte Kamellen aus dem Keller zu holen. Doch nach langer Abstinenz konnte ich 2019 auf der Maximum Metal Stage endlich erneut ordentlich Spas und Freude an den sehr alten, aber auch neuen Songs verspüren. Danke für dieses grandiose Fest.

Amorphis
Die finnischen Metaller rund um Tomi Joutsen sind nach wie vor einer meiner liebsten Bands – damals als Vorband von Volbeat in Hamburg war ich das erste Mal enttäuscht worden, aber gestern, war ich im wahrsten Sinne des Wortes weggeblasen worden! Richtig phänomenale Performance, stimmliche Glanzleistung und absolut textsichere Fans waren ausschlaggebend für meine „Bewertung“ des besten Konzertes des Abends.

Powerwolf
Wer kennt Sie nicht? Die Saarländer hatten erst am Freitag den 08. November ihren aktuellen Tour-Auftakt in Luxemburg – so konnten Fans das erste deutsche Konzert der Powerwolf-Tour am Weissenhäuser Strand erleben. Nachdem Attila Dorn vor ziemlich genau einem Jahr das Hamburger Mehr! Theater förmlich abriss performte er auch dieses Jahr wieder innerhalb weniger Minuten in gewohnter Qualität bei einer absolut genialen Song-Auswahl. Wir wünschen Ihnen eine tolle Tour mit grandiosen Erinnerungen an die heilige Heavy-Metal Messe der Ostsee!

Metal Hammer Paradise 2019 Tickets + infos

Metal Hammer Paradise 2019

So war das Full Force 2019: Ein bunter Strauss aus Core-Sounds

Bei brütender Hitze feierten 16.000 Fans der härteren Genres Metal, Hardcore und Punk beim Full Force Festival 2019 in der Eisenstadt Ferropolis. Das Kultfestival in Sachen „Core“ ging am idyllischen Gremminer See in seine 26. Runde. Am Donnerstag konnten sich die Besucher bei der Warm-Up Party in der Open Air-Disco mit Hits aus Hardcore, Metal und NDH in Stimmung für das bevorstehende Wochenende bringen. Von Freitag bis Sonntag fanden täglich unzählige Konzerte statt, die verteilt auf drei verschiedenen Bühnen liefen (Mad Max Mainstage, die Hardbowl Tentstage sowie die Medusa Seebühne direkt am Strand). Alles harmonisch integriert in die imposante Tagebau-Kulisse und mit jeder Menge Pyrotechnik ausgestattet. Musikalisch ging es natürlich in die Vollen, verschiedene Genre-Vertreter wie Limp Bizkit, Parkway Drive, Arch Enemy, Behemoth, Flogging Molly, Knorkator, Lamb Of God, Terror, Kadavar, Zeal and Ador, Jinjer, While She Sleeps und viele mehr sorgten an allen Festivaltagen für beeindruckende Shows, außergewöhnliche Klänge und ausdauernde Bühnenperformance.

In diesem Jahr bot das das Full Force Festival auch viel Neues zu entdecken und das nicht nur in Bezug auf das musikalische Programm. Themen wie Nachhaltigkeit und respektvoller Umgang miteinander aber vor allem mit dem Veranstaltungsort selbst, wurden in den Vordergrund gerückt und durch die Festivalbesucher positiv angenommen. Mit dem neuen Projekt (FAIR)OPOLIS haben Organisationen u. a. wie dem Foodsharing und der Hardcore Help Foundation einen Ort geschaffen, wo die Festivalfans auf Sitzbänken und Hängematten entspannen und sich über interessante Themen informieren sowie an Workshops teilnehmen konnten. Vor Ort sammelten Teams während der Festivaltage Müll ein. Die große Discokugel auf dem Gelände wurde mit Wasser gefüllt und versprühte eine willkommene Abkühlung beim Tanzen.

An den ersten zwei Festivaltagen sorgten zu wenig Shuttlebusse zum und vom Gelände weg für längere Wartezeiten und bei den hochsommerlichen Temperaturen scheuten viele den Fußweg von knapp 30 Minuten bis zum Zeltplatz. Am Sonntag entspannte sich die Shuttlesituation aber deutlich, es wurden mehr Busse eingesetzt.

Der direkt ans Festivalgelände angrenzende Gremminer See wurde natürlich täglich zum Baden (und vor allem auch zum Nacktbaden) genutzt. Die Hitze ließ bei vielen Besuchern Hemmungen und Hüllen gleichermaßen fallen. So wurden im Publikum doch recht häufig Männer auch nur mit Schuhen an den Füßen gesichtet.

Bands am Full Force 2019 Freitag:

Mit der Band Bleeding Through startete das Festivalprogramm am Freitagnachmittag um 16:00 Uhr auf der Mainstage. Die US-Metalcore-Band aus Orange County/Kalifornien, die seit 1999 existiert, bot eine Dreiviertelstunde lang ein energisches Startprogramm, um in Stimmung zu kommen. Die Band hatte einige Jahre Pause und kündigte in 2018 ihre Reunion und ein neues Album an. Beim Full Force 2019 konnte das Core-Sextett um Frontmann Brandan „Sheep“ Schieppati mit ihrer genialen Mischung der beiden Metalstile Death und Black Metal punkten.

Mit Wolfheart startete auch endlich das Programm auf der Seebühne. Was hätte man sich bei den heißen Temperaturen besseres wünschen können, als direkt am Badesee mit Strand die besten Sounds des Tages zu genießen. Leider musste die Band aus Finnland mit Startschwierigkeiten beim Sound loslegen, zum Glück ging es dann aber schnell besser weiter. Tuomas Saukkonen und seine vier Mannen gaben alles an der doomlastigen Metalfront – ein atmosphärisches, emotionales und melodisches Konzerterlebnis.

Zurück auf der Hauptbühne ertönten kaum die ersten Klänge durch die Boxen, schon konnte man beim Auftritt von Any Given Day die ersten Crowdsurfer beobachten. Aber auch sonst gab es Pits wohin das Auge reichte. Die deutschen Metaller sorgten unaufhörlich, u.a. mit grandiosen Hits wie „Home Is Where The Heart Is“ dafür, dass die Securitys vor der Bühne kaum eine Atempause hatten. Fünf progressive Musiker, die vor allem an der Front mit Dennis Diehl eine starke Besetzung vorweisen konnten und durch die tief gestimmten Gitarren und schmetternden Drums die Hölle im Field losbrechen ließen.

Was Bewegung auf der Bühne angeht konnten sich jede Menge Bands etwas von Sick of it All abschneiden. Die NYC-Hardcore Band sprang wie wild über die Mainstage als gäbe es kein morgen. Vor der Bühne war der Hitze geschuldet zuerst wenig los, was sich nach einer Bemerkung von Sänger Lou und dem ersten ihrer energiegeladenen Klassiker schnell änderte. Danach sprangen Band und Publikum nahezu um die Wette und machten die Show zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Kein Wunder, denn 30 Jahre lang brettern Sick of It All schon erfolgreich durch die Hardcore-Landschaft.

Mit den Black Metallern von Behemoth ging die Mainstage wortwörtlich in Flammen auf. Die polnische Band um Frontmann  Adam Darski („Nergal“) zeigte direkt im Intro mit Fackeln, in welche Richtung es gehen würde. Feuersäulen bzw. Feuerbällen, brennende Mikros und ein regelrechtes Flammenmeer gab es hier zu bestaunen. Und das bei den bereits sommerlich-hohen Temperaturen. Mit neuen wie auch altbekannten Songs ließen Behemoth und vor allem Nergal in perfekter, düsterer Inszenierung und mit Kunstblut ihre großartige Musikmischung aus epischem Black Metal, atmosphärischer Schwarzkunst und Gothic-Rock auf das Publikum einprasseln.

Was das Finale am Freitagabend auf der Mainstage anging, war das nichts für zarte Ohren. Dort gaben sich die Australier von Parkway Drive die Ehre. Ihr Sound hatte es in sich – Hardcore, Death Metal, Metalcore, im proppenvollen Infield warteten die Zuschauer willig, um sich eine Rundum-Schelle von den fünf Down Under-Dudes abzuholen. Frontmann Winston stellte wieder einmal unter Beweis, wie vielseitig er ist und das er seiner Rolle als Vokalist ernst nahm. Hinzu kam die perfekt eingewobene Instrumentalisierung, die mit voller Wucht in Ohren und Herzen der Zuschauer ballerte. Die Truppe ließ es krachen und schonte die feierwütige Meute vor der Bühne keine Sekunde.

Full Force 2020: Infos + Tickets

Amorphis + Soilwork mit zweifachem Support in Hannover

Draußen wird es aktuell immer kälter, sodass man sich am Liebsten nur noch auf dem eigenen Sofa in eine Decke kuscheln möchte, um dieser zu entkommen. Doch es gibt es noch eine gute Alternative: Konzerte! So geschieht es, dass Amorphis zusammen mit Soilwork auf gemeinsamer Co-Headliner Tour, auch in Hannover einen Halt einlegen. Mit im Programm sind gleich zwei weitere Bands, Nailed To Obscurity und Jinjer, die dem musikhungrigen Publikum von Anfang an ordentlich Feuer machen. Die heißen Temperaturen lassen im Inneren des Capitols in Hannover auch nicht lange auf sich warten. Es ist restlos ausverkauft, die letzten Tickets sind noch wenige Tage vor dem Konzert vergriffen gewesen.

Nailed to Obscurity

Pünktlich um 18:40 Uhr betreten Nailed To Obscurity die Bühne. Sie sind aber nicht „allein“. Mit dabei haben sie ihr neuestes Album „Black Frost“, welches in der Woche zuvor erschienen ist. Aus diesem spielen sie an diesem Abend fast exklusiv. Die Stimmung kommt aber nur langsam ins Rollen. Die doch eher Doom-Metal geprägte Band trifft einfach nicht ganz auf die Fans von Soilwork und Amorphis zu, auch wenn Nailed To Obscurity alles versuchen, um die Menge auf ihre Seite zu ziehen.

Jinjer

In den letzten Jahren hat wohl kaum eine ukrainische Metal-Band so viel Aufmerksamkeit erregt wie Jinjer. Dies auch zurecht, denn Sängerin Tatiana Shmaylyuk ist im Umgang mit ihrer Stimme wohl einzigartig. Der ständige Wechsel zwischen clean und guttural ist perfektioniert und jeder Ton sitzt genau da, wo er hin soll. Das gilt jedoch nicht nur für sie, sondern auch für die gesamte Band. Jinjer haben ebenfalls neues Material in Form einer EP am Start. Diese wird auch fast komplett gespielt, was viele Fans erfreut. Wer viele Liveshows besucht, weiß, dass bei Vorbands die Stimmung meist noch nicht ganz auf dem Höhepunkt ist. Bei Jinjer ist das anders. Von Anfang bis Ende ist die Stimmung voll da und der Pit wird immer härter. Kein Wunder, bei der Energie, die Sängern Tatiana an den Tag legt. Mit diesem Auftritt zeigen Jinjer wieder einmal, wie genial sie als Live-Band funktionieren und dass sie schon jetzt zu den ganz Großen gehören.

Soilwork

Nun sind wir auch schon beim ersten Headliner angelangt. Auch diese Band hat in der Woche zuvor ein Album veröffentlicht, was es beim heutigen Auftritt direkt auf die Ohren gibt. Die Stimmung mag zunächst nur langsam aufkommen, schließlich ist der erste Song brandneu und noch nicht ganz in den Köpfen des Publikum eingenistet. Leider läuft es mit dem Sound auch nicht ganz rund. Während des Auftritts von Soilwork fehlt die Base-Drum, doch nach ein paar Songs fällt das immer weniger auf, sodass die Party wie gewohnt steigt. Soilwork bieten ihren Fans keine Verschnaufpause und ziehen ihr Set ohne jede Pause durch. Nur wenn zwischen den Songs die Gitarren getauscht werden müssen, kann man kurz durchatmen. Das ist auch nötig, denn sonst würde der Pit kein Ende finden. Einzelne Crowdsurfer finden immer mal ihren Weg nach vorne. Insgesamt spielen Soilwork 75 Minuten, ohne eine Zugabe zu geben, was in diesem Fall aber auch nicht nötig ist. Nachdem die Künstler die Bühne verlassen haben wird einem aber eines klar: Sie haben eine große Chance für einen Song ausgelassen. „Needles And Kin“ ist ein Song vom neusten Album zusammen mit Amorphis-Sänger Tomi Joutsen. Eine bessere Möglichkeit für den Song wird es wohl nicht geben, dennoch wurde er leider nicht gespielt.

Amorphis

Als Amorphis die Bühne betreten, wird klar, auf wen der Großteil des Publikums heute gewartet haben. Während des langen Intros wird jeder einzelner Musiker der Band lange bejubelt. Entsprechend ist die Stimmung direkt da, wo sie sein soll. Auch der Sound hat sich wieder verbessert, sodass weiter ordentlich gefeiert werden kann. Und genau das tut das Publikum auch zu einem Konzert, wie man es von Amorphis erwartet. So wie man die Finnen kennt und liebt. Viel Musik, kaum Unterbrechungen. Je nach Song sieht man das Publikum entweder in einen Pit ausbrechen oder laut mitsingen. Dies spornt die Musiker weiter an, während man ihnen die Spielfreude deutlich ansieht. Beim Blick auf Sänger Tomi Joutsen fällt einem aber dann doch noch etwas auf: er verwendet ein normales Mikro statt dem üblichen in der Cyberpunk Montur. Der Rest der Bühne ist schlicht gehalten, hier liegt der Fokus eben einfach auf der Musik, wo sich niemand weiter beschweren kann. Nach ingesamt 70 Minuten Spielzeit gehen Amorphis kurz von der Bühne, um abschließend noch zwei Songs als Zugabe zu spielen, darunter auch der ewige Abschlussong „House of Sleep“.

So war das Rockharz Open Air 2018 – Mittwoch + Donnerstag

Das Rockharz Open Air feiert 25-jähriges Jubiläum und das soll natürlich ordentlich gefeiert werden. Ein paar Unterschiede zu den Vorjahren gibt es dabei auch, so wurde u. a. das Mutatenstadel (ein Biergarten) um mehrere hundert Plätze vergrößert. Ebenso ist der Flugbetrieb des Flugplatzes für die komplette Zeit eingestellt und damit der Campground erweitert wurden. Sonst bleibt alles beim alten. Das Rockharz ist nach all den Jahren noch immer ein kleines, familiäres Festival, bei dem man jedes Jahr mit Freude in die gleichen Gesichter im Publikum blickt und bei dem mit einem bunt gemischten Line-up gerechnet werden darf, wo stets auf Überscheidungen verzichtet wird.

Mittwoch beim Rockharz 2018

Nachdem die verfrühte Anreise am Dienstag für die meisten ohne Probleme verlaufen ist, haben die mittwochs Anreisenden, also am offiziellen Anreisetag, größere Probleme. Es ist mit einem Stau von bis zu 2 Stunden zu rechnen, wenn man über Ballenstedt kommt. Auch die Suche nach einem freien Plätzchen auf dem Campground gestaltet sich als schwierig, sodass spontan noch weitere Campingflächen eröffnet werden müssen. Etwas, das leider auch schon die letzten Jahre immer wieder aufgetreten ist. Wenn man dann über die Flächen geht, fällt einem auf, dass die ersten Besucher doch sehr großzügig Platz genommen haben und die in den hinteren Reihen eng beieinander stehen. Das ist wohl das Resultat der nicht vorhandenen Einweiser, mit denen das Problem vielleicht schon im Handumdrehen verbessert werden könnte.

Aber so wichtig das Campen auf dem Festival auch ist, die Bands sind genauso wichtig. Den Anfang des Warm-Ups machen Monument. Sie können zwar schon gut Stimmung aufbauen, werden jedoch etwas durch die geringe Anzahl der Leute auf dem Infield gebremst. Als Opener hat man es eben selten leicht, gerade wenn die Sonne auf alle Köpfe knallt. Einfachere Karten haben dagegen Drone, die sich über viel Beliebtheit auf dem Festival freuen dürfen. Die Band betitelt ihre Musik als „101% Sexmetal“ und macht dieser alle Ehre, sei es in Ansagen oder ihren Texten, was jedoch nicht bei jedem auf positive Resonanz schlägt. Weiter geht es mit Power-Metal von Winterstorm, bevor dann Bannkreis auf die Bühne kommen. Die Band besteht nicht nur fast ausschließlich aus Subway To Sally-Mitgliedern, sie erinnert auch musikalisch sehr an deren Anfangszeit. Aber das trifft genau den Geschmack von vielen Fans, sodass diese sich zahlreich vor der Bühne versammelt wird, um die vor kurzem gegründete Band zu sehen. In der Dämmerung kommen Ross the Boss auf die Bühne. Die vom ehemaligen Manowar-Gitarristen gegründete Band ist bei den meisten bekannt und sorgt für ordentlich Gedränge im Infield. Und die Musik? Die kann man nicht zu Unrecht als „das, was Manowar hätte sein können“ bezeichnen. Parallelen sind durchaus zu erkennen.

Kreator

Voller sollte es an diesem Tag im Infield nicht mehr werden: Die Headliner des Tages, Kreator, stürmen die Bühne. Die deutschen Thrash-Metal Legenden sind schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr und das stellen sie kraftvoll unter Beweis. Angefangen von Bengalos auf der Bühne, Unmengen an Konfetti und noch mal mehr Feuer. Kreator wissen, wie sie ihre Show machen und hauen auch musikalisch einen Klassiker nach dem nächsten raus. Das Publikum feiert dies sehr ausgelassen und ist fast etwas enttäuscht, als es schon wieder vorbei war. Insgesamt spielt die Band ein gutes, aber auch vorauszusehendes Set, was aber keineswegs den Auftritt abwertet.

Donnerstag beim Rockharz 2018

Auch heute meint es die Sonne nicht gut mit den Besuchern, sodass diese schon morgens um 8 regelrecht aus ihren Zelten gequält werden. Aussicht auf Regen Fehlanzeige. Aber was soll’s, mit Sonnencreme eingeschmiert, den Grill angemacht und das erste Bier auf. So startet bei vielen der Tag, auch wenn man vielen den Kater vom Vortag ansehen kann. Passend zum Start um 11:50 finden sich dann schon einige Fans ein, um sich die erste Band des Tages anzuschauen: Blind Channel. Die junge, aufstrebende, finnische Band kommt mit ihrem Pop-Metal leider nicht bei jedem an, eine beachtliche Menge hat sich trotzdem vor der Bühne versammelt. Als nächstes betreten Cellar Darling die Bühne. Das Trio, welches sich 2016 von Eluveitie getrennt hat und ihre eigene Band gründete, kann sich schon über deutlich mehr Publikum freuen. Folk-Metal kommt eigentlich immer gut an – und hier ist es nicht anders, grade, wenn Anna Murphy am Mikrofon steht. Anschließend kommt es zum ersten Auftritt von Dom Crey, welcher zunächst mit seiner selbst gegründeten Melodic-Death-Metal Band Nothgard performed. Der Name ist unter Kennern natürlich nicht neu und so darf er sich bereits jetzt über viel Andrang freuen, bevor er mit Equilibrium später wieder auf der Bühne steht, dort dann jedoch nicht mehr am Gesang, sondern nur noch an der Gitarre. Spätestens Nothgard kann einiges an Stimmung aufbauen, die zwischen den folgenden Auftritten immer weiter getragen wird.

Skálmöld

Spätestens jetzt wird das Infield langsam voll. Den langen Weg aus Island haben Skálmöld auf sich genommen, um eine exklusive Show in Deutschland zu spielen. Gedankt wird es ihnen mit viel Stimmung und man merkt schnell, dass der Viking-Metal der Band durchaus auf Begeisterung stößt. Auch der sonst für Viking-Metal untypische Growl-Gesang sorgt dabei für aufsehen, welche bei welchen die Band sich die Aufgabe gemacht hat, das Erde der Wikingerzeit zu ehren.

Diablo Blvd

Anschließend kommen die Belgier von Diablo Blvd auf die Bühne, die mit ihrem Hard-Rock eine durchaus entspanntere Musik an den Tag legen. Auch hier ist es weiterhin voll, was sehr beachtlich ist, da die Sonne einiges vom Publikum abverlangt. Für diesen Einsatz bedankt sich die Band auch mehrmals während ihrem Set. Einzigst die Stimme von Sänger und Kabarettist Alex Agnew kann live nicht ganz überzeugen, was jedoch nicht weiter ins Gewicht fällt.

Grailknights

Kommen wir nun zur ersten Band auf dem Festival, welche sich selber nicht ganz so ernst nimmt. Die Grailknights befinden sich immer noch im Kampf gegen Dr. Skull befinden und während ihres Sets den Heiligen Gral zurückzuerhalten. Natürlich gelingt ihnen dies mit Hilfe des Ballechoires (ihr Publikum). Nebenbei gibt es dabei noch guten Power/Melodic-Death-Metal auf die Ohren, in deren Texten es natürlich auch um den ewigen Krieg geht.

God Dethroned

Deutlich härter geht es danach bei God Dethroned zu. Bei der Death-Metal and liegt viel Geschredder im Vordergrund, was vielen Besuchern sehr gut gefällt. Da kann man perfekt ausflippen. Leider haben die Niederländer anfangs mit ein paar Soundproblemen zu kämpfen, was aber professionell überspielt wird und die Stimmung in keiner Weise nach unten treibt.

Volbeat Tour 2017: sechs Open-Air-Konzerte

Nach der ausverkauften Arena-Tour haben Volbeat für Sommer 2017 neue Termine angekündigt. Zu sehen ist das rockige Dreier-Gespann ab Mitte August 2017 in sechs Städten, darunter sind es in Deutschland Hamburg, Berlin, Mönchengladbach und Schweinfurt, sowie Thun (Schweiz) und Graz (Österreich).

Metal mit einer guten Portion Rock- und Rockabilly-Einflüssen – oder auch liebevoll nach dem King „Elvis Metal“ genannt – ist der einzigartige Stil der Kopenhagener Band Volbeat. Spätestens seit dem 2008er Album „Guitar Gangsters and Cadillac Blood“ sind die Jungs auch international bekannt und beliebt. Derzeit feiern die dänischen Rocker weltweiten Erfolg mit ihrem aktuellen Studioalbum „Seal The Deal & Let’s Boogie“ (VÖ Juni 2016). In sieben Ländern ging die Platte an die Spitze der Charts, darunter Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland, Belgien, Österreich und die Schweiz. Auf gleichnamige Volbeat-Tour ging es dann auch in 2016, mit unvergesslichen Konzert-Momenten.

„Dieses Album ist VOLBEAT durch und durch, aber es gibt auch einige Fortschritte und Entwicklungen bezüglich des Songwritings und großer Melodien. Das Album beinhaltet die Songs, die ich schon seit Jahren zu schreiben bemüht war. Diesmal schien es der richtige Zeitpunkt zu sein, um alle Teile zusammenzufügen“, sagt Michael Poulsen über„Seal The Deal & Let’s Boogie“.

Das aktuelle Volbeat-Album gibt es bei z. B. Amazon:
„Seal The Deal & Let’s Boogie“ Audio-CD„Seal The Deal & Let’s Boogie“ Vinyl-LP
oder „Seal The Deal & Let’s Boogie“ MP3-Download

volbeat live 2017 mit amorphis

Volbeat Tour 2017 / Volbeat live 2017 / Amorphis

volbeat live 2017 mit flogging molly

Volbeat Tour 2017 / Volbeat live 2017 / Flogging Molly

Nightwish mit Support von Arch Enemy & Amorphis in Berlin

Berlin. Im Rahmen ihrer „Endless Forms Most Beautiful Tour“ waren Nightwish am vergangenen Dienstag Abend in der Max-Schmeling-Halle Berlin zu Gast. Die Symphonic Metal-Formation aus Finnland kam in Begleitung von Amorphis und Arch Enemy. Die beiden Support-Bands sind Vertreter der härteren Gangart, legten damit aber ein epochalen Grundstein für den Auftritt von Nightwish. Fast drei Stunden lang kamen dabei die Schwarz-Berliner-Fans auf ihre Kosten.

ARCH ENEMY

Die Melodic-Death-Metal-Band Arch Enemy stammt aus Schweden und entstand 1996 nach dem Ende der Band Carcass, als sich Michael Amott (ex-Carcass und Carnage) und Sänger Johan Liiva (ex-Carnage) mit Christopher Amott (Gitarre) und Daniel Erlandsson (Schlagzeug) zusammentaten, um zusammen Musik zu machen. Das Debütalbum „Black Earth“ erschien 1996. Es folgten Touren, weitere Alben und einige Bandmitglieder-Wechsel. 2014  kündigte Arch Enemy eine neue Sängerin an, denn Angela Gossow wollte sich einem neuen Kapitel in ihrem Leben widmen. Besetzungswechsel, besonders am Mikrofon, sind für eine Band immer etwas kritisch und neigen dazu, die Fangemeinde auch mal zu spalten. Im Fall von Arch Enemy gab es gleich zwei Wechsel, einmal Alissa White-Gluz (Mikro) und Nick Cordle (Gitarre). Wobei Alissa dabei in große Fußspuren ihrer Vorgängerin tritt, die sie aber dennoch gut ausfüllt. Sie gibt allen Songs ihren eigenen Stil und sorgt für einen etwas melodischeren Hörgenuss. An Härte verlieren die Songs allerdings dabei nicht. Arch Enemy präsentieren einen stark melodien-gesteuerten Heavy/Power/Death Metal mit starkem Gesang.

Das aktuelle Album von Arch Enemy erhaltet ihr bei Amazon:
Audio-CD „War Eternal“ , Vinyl-LP „War Eternal“
oder MP3-Download „War Eternal“

Bildergalerie: So war ARCH ENEMY live:

AMORPHIS

Seit 1990 gibt es die finnische Metal-Band Amorphis bereits, die ihren eigenen Stil zu Beginn im Death Metal. Mit ihrem Debüt-Album „The Karelian Isthmus“ und dem Nachfolger „Tales from the Thousand Lakes“ wurden Sie aber auch weit über die reine Death Metal-Szene bekannt. Wobei Letzter ihren ersten Hit „Black Winter Day“ enthielt, der als stilprägend gilt. Das Werk „Am Universum“ wurde richtig erfolgreich und beinhaltete mit dem Song „Alone“ sogar eine Nummer-Eins-Single. Eine USA-Tour folgte, wobei die Band Opeth als Support für Amorphis dabei war. Mit der Aufnahme von Sänger Tomi Joutsen 2005 bekamen die Melodien einen Hauch von Folklore verpasst, allerdings immer im perfekten Gleichgewicht. Die nächste erfolgreiche Phase für die Karriere von Amorphis: Das Album „Eclipse“ erreichte Platz Eins der Charts, ebenso wie die Single „House Of Sleep“. Amorphis gilt als eine der erfolgreichsten finnischen Metal-Bands. In ihrer Heimat erreichten sie seit zehn Jahren mit nahezu jeder Veröffentlichung eine Platzierung in den Top 10 der Charts. Im August diesen Jahres erschien das aktuelle Album „Under the Red Cloud“.

Das neue Album von Amorphis erhaltet ihr bei Amazon:
Audio-CD „Under the Red Cloud“ , Vinyl-LP „Under the Red Cloud“
oder MP3-Download „Under the Red Cloud“

Bildergalerie: So war AMORPHIS live:

NIGHTWISH

Im Juli 1996 gründete sich die Band Nightwish mit den Ziel, atmosphärische Stimmungsmusik zu machen. 1997 gibt es das erste Demo, es folgen Experimente mit verschiedensten Instrumenten und schon bald gibt es den ersten Plattenvertrag. Das Debüt-Album „Angels Fall First“ steigt in die finnischen Charts und die Single „The Carpenter“ sogar in die Top Ten. Weitere Alben, Erfolge, (Welt-)Tourneen und Bandzuwachs prägen die Zeit von Nightwish. 2005 soll hält dann ein einschneidenes Erlebnis bereit, so wird Sängerin Tarja Turunen nach einstimmiger Bandentscheidung aus dem Team aussteigen. Eine neue Sängerin findet sich nach langen und schweren Demosichtungen in Anette Olzon. In den folgenden Jahren wächst der Rummel und der Hype um Nightwish weiter. So ist die eine schwere Erkrankung von Olzon im Jahr 2012 ein weiterer Wendepunkt in der Bandgeschichte. Mit ihrer alten Freundin Floor Jansen schafft die Band das fast unmögliche, ihre geplante Tour gemeinsam durchzuziehen. Die Fans empfangen die neue Frontfrau mit offenen Armen. Danach wurde es etwas ruhiger um die Finnen, man widmete sich der Arbeit am neuesten Album.

Nightwish waren in diesem Jahr (seit 2013) das erste Mal wieder in Deutschland live und zwar beim M’era Luna Festival zu sehen. Die Tour zum aktuellen Album „Endless Forms Beautiful“ folgte. Das Konzert in Berlin ist voller geladener Action und Pyrotechnik. Die Gitarrenriffs zu dröhnen durch die Max-Schmeling-Halle, dichter, blauer Rauch nebelt die Bühne ein. Sängerin Floor Jansen im schwarzen Ledermantel, mit hohen Stiefeln und Korsage hat das Publikum im Griff. Ihre gewaltige und bewegende Stimme von Sängerin Floor Jansen trifft jeden Zuschauer mitten ins Herz. Nightwish spielen viele Hits aus ihrer 19-jährigen Bandgeschichte. Ein Highlight dabei ist die Ballade „Ever dream“, bei der Floor Jansen den Gesang fast ausschließlich dem Publikum überlässt. Der so beliebte Musikstil von Nightwish, zeichnet sich von früher bis heute durch die harmonische Verbindung von Metal-Elementen mit klassischen Stilmitteln aus. Vor allem geprägt durch die ausgebildete Stimme von Frontfrau Jansen. Die Zuschauer sind begeistert, singen mit und tanzen und genießen die aufregend-feurige Show.

Bildergalerie: So war NIGHTWISH live:

Das nagelneue Album von Nightwish erhaltet ihr bei Amazon:
Audio-CD „Endless Forms Most Beautiful“ , Vinyl-LP „Endless Forms Most Beautiful“
oder MP3-Download „Endless Forms Most Beautiful“

Danke an Jan Schmid für die Bilder.