Ein verregneter Montagabend ist grundsätzlich kein wirklich guter Termin für ein Konzert. Vom Wochenende sind Kopf und Leber voll, analog dazu ist der Geldbeutel leer. Folgerichtig bleibt dann heute das „Ausverkauft“ Schild auch im Schrank. Da es für Trivium derzeit aber alles andere als schlecht läuft, ist das Capitol nicht über- aber durchaus angenehm gefüllt.

Shvpes

Erst aber die Arbeit, dann das Vergnügen. Die Arbeit besteht heute aus zwei Vorbands. Als erstes dürfen sich die Briten Shvpes ans Werk machen. Und das tun sie in der Tat ausgesprochen motiviert und engagiert. Vor einem gepflegt groovenden Drummer springen vier durchaus fähige Musiker wie Flummis durch die Gegend und verbreiten gute Laune und gefälligen NewMetalGrooveIrgendwas Core. Das steckt an und so sind vereinzelte Tanzbeine und Circle Pits im Publikum auszumachen. Schade: die vordergründig auf den Punkt gesungenen Backing Vocals kommen vom Band, bzw. aus dem Rechner. Und was Shvpes von den Millionen ähnlich klingenden Bands unterscheiden soll, werden sich auch viele zurecht gefragt haben.

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SIKTH

Musikalisch wesentlich anspruchsvolleres bieten im Anschluss SikTh – ebenfalls aus Großbritannien – mit ihrem schwer verdaulichen Progressiven Math/Djent Core. Mit zwei Sängern und ohne zweiten Gitarristen stellt der Fünfer außerordentliche, spielerische Fähigkeiten zur Schau. Nur leider ist diese Art von Musik zum einen extrem schwer verdaulich, insbesondere in einer Live-Situation, zum anderen mag diese Band an diesem Abend zu diesem Publikum nicht so richtig passen. So sieht man allerorts zwar offene Münder, ob der unbestrittenen Fingerfertigkeit der Instrumentalisten, der Funke springt allerdings nicht über. Wer immer diese Band auf diese Tour gepackt hat, wird ihr damit wohl keinen Gefallen getan haben.

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TRIVIUM

Trivium / Capitol Hannover 2017