Fallback

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Inhalt

While She Sleeps in München – Metalcore-Mini-Festival am Sonntagabend

Das Backstage in München trumpft mit seiner perfekten Location in der Nähe des Hauptbahnhofs auf. Der stählerne und rohe Industrial Metalllook zieht sich von Außen bis ins Innere und überzeugt durch große Stahlträger sowie offenliegende Lüftungs- und Heizungsrohre. Passend gewählter Veranstaltungsort für ein alternatives Publikum und einen Metalcore-Konzertabend, der schon fast wie ein kleines Festival wirkt. Die höhenversetzten Tribünen bieten diverse Perspektiven, um dem Geschehen auf der Bühne zu folgen. Natürlich ist es direkt vor der Bühne proppenvoll, denn hier kann man mit seinen musikalischen Lieblingen auf Tuchfühlung gehen. „Backstage“ ist hier übrigens auch wortwörtlich zu verstehen – viele Bandmitglieder laufen hier frei herum und winken den Fans zu.

Vein

Die Hardcore-Punkband Vein aus Boston heizt zu allererst die Halle mit ihren harten Gitarrenriffs und der kraftvollen Stimme von Frontmann Anthony DiDio auf. Es ist eine energiegeladene Show und die Musiker sind voll in ihrem Element. Vein spielen ein gut gewählten Mix ihrer Sons und die Zeit geht einfach viel zu schnell vorüber. Nach einer knappen halben Stunde geben Vein die Bühne für die nächste Band.

Every Time I Die

Die zweite Band des Abends verschwendet keine Minute und geht mit voller Power auf die Bühne. Die New Yorker Truppe Every Time I Die erzählen, dass sie die Europatour mit While She Sleeps und Vein sehr genießen. Und das Münchener Publikum begrüßt die Band herzlich und mit guter Stimmung, hier und da erkannte man die Hits der Band („It Remembers“ oder „Map Change“), es wird mitgesungen und geklatscht. Im Moshpit fliegen schon die ersten Biere in die Luft. Gitarrist Jordan Buckley erfrischt sich zwischen Highkicks mit einem kalten Getränk und spukt eine Wasserfontäne in die Luft. Every Time I Die performen lebhaft und sehr motional. Für ordentlich Wumms, haben die Jungs doppelt gestapelte Boxen am Start, Sänger Keith Buckley heizt die Stimmung immer weiter an und schwingt sein Mikrophon im perfekten Kreis.

While She Sleeps

Sheffield, England scheint die Heimatstadt von vielen coolen Bands zu sein – Arctic Monkeys, Bring Me the Horizon, Pulp, um nur einige zu nennen. Auch die Metalcore-Band While She Sleeps kommt aus dieser Yorkshire-Gegend und erfreut sich, ähnlich wie die Landsmänner, über weltweiten Erfolg. Letztes Jahr haben sie mit den Architects getourt und in 2020 starteten sie gleich Anfang Januar mit einer Tour durch, die sie nun selbst headlinen.

Die Bühne hüllt sich in dichten, blauen Nebel, der auch die ersten Reihen mit einbezieht. Das frenetische Klatschten des Publikums lockt die Band alsbald heraus und vom Moment an, als sich die ersehnte Band zeigt, steht wirklich keiner im Saal mehr still. Dynamisches Scheinwerferlicht und Crowdsurfer sind ständiger Begleiter der Songs und steckten auch Bassist Aaran McKenzie an, in die erste Reihe zu springen. Sänger Lawrence Taylor wird kurz darauf von den Fans im Publikum im Stehen gehalten und wird anschließend über den Köpfen von den Fans sanft zurück auf die Bühne getragen. Gitarrist Mat Welsh animiert die Fans mehrere Circlepits zu formen, obwohl gefühlt die Arena des Backstage aus allen Nähten platzt.

Die fünf Jungs haben letztes Jahr ihr viertes Studioalbum „So What?“ rausgebracht. Die Setlist ihres aktuellen Konzerts ist jedoch ein bunter, gut gewählter Mix aus alt und neu. Frische Lieder wie „Anti-Social“, „I’ve seen it all“ und „Inspire“ machen den Anfang und Hits wie „The Guilty Party“ und „Four Walls“ lassen später alle Besucher noch einmal ausrasten. Ein wirklich gelungener Sonntagabend mit Livemusik zum Tanzen, Springen und Auspowern.

Danke an: Liane Syré (Mitarbeit am Text)

So war das Reload Festival 2019 am Samstag

Nach einer, für die meisten, kurzen Nacht geht das Reload Festival 2019 in die finale Phase. Das Wetter verspricht wieder so sonnig zu sein wie am Vortag und damit die perfekten Voraussetzungen für einen grandiosen Tag zu schaffen. Klar, mit dem Staub wird man wieder sein Schaffen haben, aber das gehört schon fast dazu. Um Punkt 11:00 Uhr öffnet das Infield heute seine Pforten, um die Feierwütigen auf den Platz zu lassen. 20 Minuten steht dann die erste Band des Tages auf dem Plan, SETYØURSAILS, heute auch ohne Verzögerung.

SETYØURSAILS

Auch dieses Jahr gab es wieder einen Band-Contest für die Band, die den Samstag des Festivals eröffnen darf. Diesmal konnte sich SETYØURSAILS durchsetzen und eröffne nicht nur den Tag, sondern läutet auch den Block der Powerfrauen ein. Die Melodic Hardoce-Band geht direkt in die vollen und reißt das Publikum förmlich mit. Sängerin Jules springt wie wild über die Bühne und legt eine Stimme an den Tag die melodisch, aggressiv und beruhigend zugleich ist, mit der sie sich absolut nicht verstecken muss. Auch vor Ansprachen scheut sich die Band nicht. “Der nächste Song heißt „Conspiracy“ und geht raus an alle AFD-Wähler und der hier auch” und so streckt uns Jules ihren Mittelfinger entgegen. Der perfekte Opener für den Tag, für den sich auch schon viele vor der Bühne versammelt haben.

Eyes Set To Kill

Mit gleich viel Power geht es weiter mit Eyes Set To Kill. Die Metalcore-Band aus den USA. Diesmal nicht mit ausschließlich weiblichem Gesang, aber dem ständigen Wechsel zwischen Clean Gesang von Gitarristin Alexia Rodriguez und Growls von Gitarrist AJ Bartholomew sorgt dafür für ordentlich Abwechslung. Mit genau so viel Energie springt oder posiert die Band über die Bühne und gibt dem Publikum keinen Moment zum Durchatmen. Neben dem Staub in der Luft ist das Konzert jedoch recht unspektakulär. Sehr gut, aber eben ohne große Ansprachen oder Besonderheiten.

Jinjer

Seit Jahren reiten Jinjer auf der Welle des Erfolgs. Dies aber nicht ohne Grund. Die Experimental-Metalcore Band lässt sich musikalisch nichts vorschreiben und hebt sich besonders doch ein Merkmal hervor: Sängerin Tatiana Shmaylyuk. In einem Moment noch Engelsgleicher Gesang, im nächsten Moment der Growlende Teufel in Person. Eine Mischung die perfekt zueinander passt. Nicht nur auf Konzerten dreht die Band voll auf, sondern auch im Studio. 2018 erscheint das letzte Album, diese Jahr die EP “Micro” und in wenigen Monaten das Album “Macro”. An Jinjer führt kein Weg vorbei. Entsprechend ist es sehr voll vor der Bühne. Abkühlung kann in diese Minuten nur die Security schaffen, die immer wieder den Wasserschlauch in die Menge hält.

Massendefekt

Für etwas Abwechslung im Metalcore lästigen Programm sorgen Massendefekt. Direkt am Anfang ihrer Show betont Sänger und Gitarrist Sebastian „Sebi“ Beyer wie wenig Zeit sie hätten und das man so viele Punkrock Klischees in wenig Zeit abarbeiten muss. So geht es schon beim zweiten Song richtig los. Das Publikum bildet einen Pit, geht Crowdsurfen, hüpft umher, steigt auf die Schultern anderer und hält Bälle in der Luft. Im nächstens Song geht ein Fan noch in einem Schlauchboot Crowdsurfen und schon sind fast Klischees bedient. Fehlt nur noch ein Bad in der Menge von einem Bandmitglied, was später auch noch folgt. Vorher nimmt Gitarrist Nico aber bei “Wellenreiter” noch selbst den Wasserschlauch der Security in die Hand und sorgt für die passende Untermalung.

Walls Of Jericho

Wilder wird es wieder bei Walls Of Jericho Sängerin Candace Kucsulain ist heute nicht zu bändigen. Die ganze Band, aber besonders sie, springt wie wild über die Bühne. Es vergeht kaum ein Moment, in dem sie nicht in Bewegung ist. Mit diesem drang, wird auch schnell das Publikum angesteckt. Man merkt, dass die Band richtig Lust auf den Auftritt hat. Am Ende springt Kucsulain auch selber noch in die Menge. Auch nach ihrem Auftritt ist der Refrain von “Revival Never Goes Out of Style” noch lange zu hören.

Emil Bulls

Was war das denn bitte für ein Auftritt der Emil Bulls? Das Set ist fast schon als “Best of” der letzten Jahre zu werten. Schon beim ersten Song “The Ninth Wave” ist die Stimmung ganz oben, der Pit öffnet sich und an schließen ist nicht zu denken. Ebenso wird Song für Song lautstark mitgegröhlt. Bei “Age Of Revolution” ist der Refrain noch lange zu hören, obwohl dies nicht mal der letzte Song des Tages ist. Auch Sänger Christoph „Christ“ von Freydorf ist vom Publikum angetan und sagt uns “versprecht mir, dass ihr bei allem, was noch kommt, mindestens genauso feiert”. An etwas andere ist nach diesem Abriss auch nicht zu denken.

Bury Tomorrow

Das Versprechen wird bei Bury Tomorrow auch direkt weiter ausgeführt. “Reload, I know it’s how but i need your energy. I don’t care what you do, just do something” sagt uns Sänger Daniel Winter-Bates. Trotz der Wärme kommen immer mehr Menschen aus dem Schatten direkt vor die Bühne und feiern mit der Band. Die Setlist ist ein Vorgeschmack auf das, was uns bei der nächsten Tour erwarten wird. Das neueste Album der Band, “Black Flame”. Heute zu Hälfte, auf der Tour in ganz. Winter-Bates kann aber nicht nur einheizen, er ist auch über jeden Fan der Band glücklich, ohne die sie heute nicht auf der Bühne stehen würden. So springt er zum letzten Song “Black Flame” selber in die Menge und nimmt sich anschließend Zeit für jeden einzelnen Fan, der auf ihn zu geht.

Agnostic Front

Eine der ältesten Bands des Festivals ist wohl Agnostic Front. Ihr Alter ist ihnen jedoch nicht anzusehen. Auch hier springt die Band, besonders jedoch Gitarrist Vinnie Stigma. Wird gerade nicht geflitzt oder gesprungen, wird posiert. Gleiches ist auch vor der Bühne der Fall. Ein Pit nach dem anderen, an Pause ist hier nicht zu denken. Neue Musik der Band gibt es heute noch nicht zu hören, auch wenn das neue Album kurz bevor steht. Das letzte ist immerhin auch schon 4 Jahre alt. Zum Abschluss gibt es jedoch noch ein Cover. “Blitzkrieg Bop” von Ramones sorgt nochmal für viel Begeisterung.

While She Sleeps

Als While She Sleeps auf die Bühne kommen, ist dies erstmal ein ungewohntes Bild. Sänger Lawrence ‚Loz‘ Taylor kann aus persönlichen Gründen bei der aktuellen Tour nicht dabei sein. Ein Grund die aktuellen Termine abzusagen ist dies aber dennoch nicht. An seiner Stelle steht Scott Kennedy, Sänger der befreundeten Band Bleed From Within. Einen Einbruch der Stimmung bewirkt dies aber dennoch nicht. Kennedys Stimme ist zwar zunächst etwas ungewohnt, fügt sich aber perfekt in die Band ein. Auch ein kurzer Ausfall der Gitarre bei “Silence Speaks” von Leadgitarrist Sean Long bringt niemanden aus dem Konzept und wird von ihm selbst humoristisch überspielt. Am Ende nimmt Kennedy noch ein Bad in der Menge und sorgt damit für einen Perfekten Abschluss eines fast perfekten Konzertes.

Clawfinger

Schon früh zu Beginn des Auftritts streckt uns Sänger Zak Tell seine Plautze entgegen. Es ist schon etwas fragwürdig, dass genau dies das Publikum weiter antreibt. Dazu braucht es auch keine neuen Songs, immerhin ist das letzte Album 12 Jahre her. Dafür springt die Band auch heute noch über die Bühne und ist kaum in einem stillen Moment zu finden. Tell springt auch immer wieder zum Publikum und treibt es so noch weiter an. Spätestens mit ihrem letzten Song “Do What I Say” können die Jugendhelden vieler nochmal richtig überzeugen. Lautes Mitgröhlen inklusive.

Hatebreed

Der Auftritt von Hatebreed lässt sich am besten mit Songtitel der Band beschreiben “Destroy Everything”, welches komischerweise schon früh im Set zu finden ist. Der Pit erstreckt sich über den ganzen Bereich zwischen Bühne und Wellenbrecher und setzt damit einen neuen Maßstab auf dem Festival und gibt zu keinem Punkt ruhe. Generell ist es auch so voll wie an keinem Zeitpunkt zuvor. Es wird gefeiert, als gäbe es kein morgen. Frontmann Jamey Jasta heizt dazu immer weiter ein. Kein Wunder, denn die Band feiert heute mit uns ihr 25-Jähriges Jubiläum. Das Set ist daher auch ein bunter Mix dieser ganzen Jahre. Wenn man über den Pit guckt, sieht man nichts als Staub. Immerhin wird sich hier auch ohne Pause bewegt. Mit den Worten “We are Hatebreed and you are fucking awesome” verlassen die Musiker schließlich die Bühne. Alle scheinen mit diesem Auftritt zufrieden zu sein.

Bullet For My Valentine

Und schon betritt die letzte Band des Festivals die Bühne. Bullet For My Valentine laden heute eher zum Mitsingen als zum Feiern ein. Es kann aber auch an Hatebreed liegen, welche die letzten Reserven aus den Leuten gekitzelt haben. Sänger sieht die Müdigkeit aufgrund des des Tages in den Augen seiner Fans und spornt sie weiter an. “We are trying to finish this hit on a fucking high” sagt er uns, bevor durch ein Set geht, welches keine Wünsche offen lässt. Neues und altes geben sich die Klinke in die Hand und sorgen damit für viel Abwechslung. Die Bühnenshow ist jedoch unspektakulär. Die Musiker sind fast immer an ihre Mikrofone gebunden und begeben sich nur bei Solis von diesem weg. Entsprechend ist auch das Publikum etwas zurückhaltend. Ab und zu ist ein Pit zu sehen, primär wird jedoch gesungen. Schlecht ist der Auftritt dennoch nicht. Musikalisch kann dieser auf voller Länge überzeugen und sorgt damit für den perfekten, entspannten Abschluss des Festivals.

Wenige Minuten später gibt es ein riesiges Feuerwerk hinter der Bühne, welches den Countdown für das 15. Jubiläum des Festivals einläutet. Der Veranstalter zeigt sich in diesem Jahr wieder sehr zufrieden. Über 12.000 Besucher wurden an den Tagen jeweils in Empfang genommen und konnten damit einen neuen Rekord aufstellen. Auch die Investitionen in Bühne, Technik und Sound haben sich gelohnt und haben bereits dieses Jahr das Erlebnis stark verbessert.

Die ersten 300 Tickets für die nächste Ausgabe, die “Löwe im Sack”-Tickets, die es nur auf dem Gelände gibt, sind zu diesem Zeitpunkt bereits vergriffen. Dafür startet der Online verkauft für die Blind Tickets. Das Datum ist im kommenden Jahr jedoch früher als erwartet. Dieses wird vom 13-15.08.2020 stattfinden und ist damit eine Woche früher als die Jahre davor.

Reload Festival 2020: Tickets + InfosReload Festival 2020

Trivium in Hamburg – Triple-Core mit Thrash zum Nachtisch

Vier Bands in der ausverkauften Markthalle bei 28 Grad Tageshöchsttemperatur. Diese Eckdaten trübten ein wenig meine Freude über ein Wiedersehen mit Trivium. Und ja, ich habe schön öfters erwähnt, wie warm es in der Markthalle wird. Aber diesmal war ich nicht allein. Elija Witt (Frontman Cane Hill, erste Band) hielt es nicht mehr aus und zog sich beim vorletzten Song sein Beanie und sein T-Shirt aus, Riley Gale (Frontman Power Trip, zweite Band) goss sich vor den letzten Beiden Songs seinen Wasserbecher über den Kopf, und Loz Taylor (Frontman While She Sleeps, dritte Band) sprach in einer seiner Ansagen sogar darüber, die unfassbar “hot” es war.

Aber wenn 1.000 Leute in einem geschlossenen Raum dreimal nacheinander zu Metal-Core abgehen, denn wird es heiß. Und diese sprichwörtlich “heiß gemachte” Crowd hieß dann zum Abschluss Trivium willkommen, die trotz des growlenden Gesangs vom Bassist und Backgroundsänger Paolo Gergoletto nicht Hardcore sind. Die mit Shouts versetzten Klargesänge von Frontmann Matt Heafy, die im Uptempo auf die Drums dreschenden Sticks und die Gewitteratigen Riffs sind Thrash vom Feinsten mit einer leichten Prise Core wo es ins Konzept passt.

Hardcore als Vorspeise und Thrash zum Nachtisch ist ein Konzept, dass in dieser heißen Sommernacht super aufging. Vor allem da das Konzert gerade rechtzeitig fertig war, um sich hinterher am Hauptbahnhof noch ein Eis zu kaufen.

cane hill

Die Halle war nur halb voll als Cane Hill auf die Bühne kommt. Die relativ junge Band hat 2016 ihr erstes und 2018 bereits ihr zweites Album veröffentlicht. Die Truppe um Frontmann Elija gehört zu den Musterschülern des Metalcore: Drums und Bass klopfen harte Beats, über die die Gitarre jault als ob man eine LP von Meteora auf einem Turntable scratchen würde. Dazu rockt, rappt und growlt Elija seine gesellschaftskritischen Texte in ein leider etwas zu leise eingestelltes Mikrofon. Schade, denn genug Energie hat er auf jeden fall. Und mit Songs wie “Fountain of Youth” und “Too far gone” werden erfolgreich die ersten Mosh-Pits eröffnet.

Leider fehlt ihm das Charisma eines Jasper (Hatebreed) oder das Quäntchen mehr Energie eines Riley (Power Trip) oder die Verbindung zum Publikum eines Loz (While She Sleeps). Aber die Band ist noch Jung, und Elija hat das Glück, mit Bands auf Tour zu sein von denen er sich noch einiges Abgucken kann.

power trip

Im Vergleich zu Cane Hill bietet Power Trip einfach rundherum ein bisschen mehr. Einen Gitarristen mehr auf der Bühne und dadurch mehr messerscharfe Riffs, ein bisschen mehr Bumms in den Drums und den Bass-Lines, und ein Frontmann mit mehr Energie, mehr Jumps und sogar ein paar Jump-Kicks.
Power Trip merkt man an, dass sie schon mehr Erfahrung auf Tour haben, mit Größen wie Lamb of God und Anthrax auf der Bühne standen und mit Hardcore-Größen wie Integrity für eine Split-EP im Studio waren.

Songs wie “Hornet’s Nest”, “Manifest Decimation” oder “Cross Braker” machen Spaß, reißen mit, und aus zwei kleinen Mosh-Pits wird auf den Kreisenden arm von Gitarrist Nick Stewart hin auch ganz schnell ein Circle-Pit, und die ersten Crowdsurfer machen sich auch auf den Weg. Wer sich zu Hause oder im Auto ein bisschen Metal Core reinziehen will mag die mangelnde Abwechslung von Power Trip Songs beklagen, Live in der Markthalle interessiert das niemanden. Zumindest nicht in den 30 Minuten, die Powertrip als Special Guest hatten.

while she sleeps

Unter dem doch eher auf simplen Mechaniken basierenden Genre des Metal Core gehört While She Sleeps tatsächlich zu den Progressiveren Bands. Natürlich kann man sie nicht mit Progressive-Metal-Größen wie Dream Theater vergleichen, aber While She Sleeps ist die erste band die ich live erlebt habe, auf die die Bezeichnung “Melodic Hardcore” gut zutrifft.

Songs wie “Four Walls” beginnen langsam, nachdenklich und mit einem gemeinsamen Klargesang von Frontmann und Back-Vocals, um dann erst nach einer Minute voll aufzudrehen und dem Zuhörer um die Ohren zu fliegen. “Silence Speaks” bindet wiederum erfolgreich melodische Elemente ein, und verbindet sie geschickt mit harten Beats und lauten Growls um die Identität als Hardcore-Song nicht zu verlieren.

Live kommt zu dem Musikalischen Erlebnis noch das geschickten Händchen, dass Frontmann Loz beim Interagieren mit der Crowd hat. Sei es wenn er bei “Haunt me” in die Menge springt, zwischen den Songs rumscherzt oder bei “Hurricane” zu einem Crowdsurfing-Wettbewerb aufruft.

Trivium

Die Umbaupause ist doppelt so lang wie bei den vorherigen Bands, aber schließlich wird erst wird das Trivium-Banner hinter der Bühne hochgezogen, dann das Drumset vom Cover befreit, und schließlich geht das Licht aus und “Run to the Hills” von Iron Maiden ertönt als Intro während der Raum sich mit Nebel füllt.

Und dann BOOM, “The Sin and the Sentence”, Titelsong vom neusten Trivium-Album. Das Album, mit dem die Band wieder zurück zu ihrer alten Größe, zu der Qualität des bis dato besten Trivium-Album “Shogun” zurückgekehrt sind. “Silence in the snow”, das Album davor, wurde von Kritikern als “zu kommerziell” und “zu lieb” niedergemacht. Manch einer stellte sogar Triviums Status als neuer Stern am Thrash-Himmel in Frage. Mit “The Sin and the Sentence” sind all diese Kritiker verstummt, dafür singen nun die Fans in der Markthalle laut mit, während Trivium-Gründungsmitglied und Frontmann Matt Heafy ihnen immer wieder zwischen den Songstrophen in seinem Signature-Move die Zunge weit rausstreckt.

Seit dem Stimmband-Problemen in 2014 growlt Matt nicht mehr, sondern fokussiert sich auf melodische Gesänge und starke Shouts, die bei “The Sin and the Sentence” noch mal mehr Power bekommen haben. Das tiefe Growling überlässt der dem zweiten Gitarristen und Background-Sänger Paolo, der auch problemlos mit nem Bandana um den Kopf und nem Mic in der Hand Suicidal Tendencies covern könnte. Gott sei dank spielt er lieber mit einer Gitarre um den Hals Trivium-Songs und ergänzt Somit Matts schlanke, präzise und klare Präsenz mit roher, tiefer Masse.

“The Sin and the Sentence” dominierte auch die Setlist des Abends, aufgelockert von einigen Highlights wie “Down from the Sky” aus “Shogun” oder “Strife” aus “Vengance Falls”. Zum krönenden Abschluss gab es noch mal den Klassiker “In Waves” vom gleichnamigen Album. Und danach ein Eis am Hauptbahnhof.

While She Sleeps mit dreifacher Unterstützung in Hamburg

Spätestens seit „You Are We“ sind While She Sleeps wohl jedem ein Begriff. Nun sind sie mit ihrem neuen Album im Gepäck auf Tour und haben dabei ein Line-Up aufgefahren, das nach eigener Aussage das beste der bisherigen Bandgeschichte ist. Begleitet werden die fünf Jungs aus Sheffield dazu von LANDMVRKS, Trash Boat und Stray From The Path, die ebenfalls gerade in der „jüngeren“ Metalcore-Gemeinde dabei sind, etablierte Namen zu werden.

LANDMVRKS

Bereits eine Viertelstunde vor offiziell angesetztem Konzertbeginn verdunkelt sich der Saal und LANDMVRKS stürmen die Bühne. Obwohl es noch recht leer in der ausverkauften Markthalle ist, macht die Band aus Frankreich bereits jetzt gut Stimmung und bringt die Leute zum Springen und Tanzen. Zunächst noch hauptsächlich vor der Bühne, machen nach der höflichen Aufforderung des Sängers auch weiter hinten in der Halle nach und nach mehr Menschen mit. Schnell füllt sich der Raum mit neugierigen Gesichtern, die interessiert auf die Bühne gerichtet sind. Eine knappe halbe Stunde dauert das Set, das sich zu recht gleichen Teilen aus Songs beider bisher veröffentlichten Studioalben zusammensetzt. Unter gebührendem Applaus und mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen verlassen LANDMVRKS schließlich die frühen Besucher.

Trash Boat

Nach einer kurzen Umbaupause geht es mit Trash Boat weiter. Während es noch immer langsam voll im Saal wird, betreten die Briten sichtlich gutgelaunt die Bühne und beginnen ohne große Worte den ersten Song anzuspielen. Die Energie im Raum ist nach der kurzen Verschnaufpause ungebrochen und verleitet auch jetzt wieder schnell zum Springen oder im Takt mit dem Kopf zu nicken – mal wilder, mal etwas verhaltener – kaum einer steht stillt. „Fuck this place up!“ ruft der Sänger in die Menge und ist damit für den ersten kleinen Pit des Abends verantwortlich, auch wenn der sich noch nicht allzu lange hält. Gespielt werden vor allem Lieder des neuen Albums „Crown Shyness“. „Old Soul“ ist dabei der Lieblingssong des Frontmanns, da dieser für seinen Großvater ist, wie er erklärt. Es wird sich beim Publikum und beim Headliner bedankt, dann ist die Zeit auch schon wieder rum und eine weitere Umbaupause folgt.

Stray From The Path

Bis Stray From The Path auftauchen, wird nochmal Energie getankt und getrunken, damit es pünktlich zum Konzertbeginn der Amerikaner wieder ausgeschwitzt werden kann. Denn beinahe von Anfang an sind nun auch die hinteren Reihen in Bewegung und dabei, mit zu wippen – gestoppt wird nur, um wieder etwas Flüssigkeit nach zu tanken. „I love the fucking energy!“ lobt Frontmann Andrew Di Jorio das bunt gemischte Publikum, das größtenteils textsicher mitsingt. Zwischendurch mischt er sich dabei selbst mit dem Mikrofon in der Hand unter die Crowdsurfer, die nun fest zum Gesamtbild dazugehören. Wie momentan üblich für eine Band ihrer Herkunft und Genrewahl, kommen auch die New Yorker nicht um eine kurze Ansage über die aktuelle politische Situation ihres Landes umhin. Am Ende nutzt Edge die Gelegenheit um zu betonen, dass bei einem Stray From The Path-Konzert JEDER willkommen ist – unabhängig von allem, was man Menschen so an Stempeln aufdrücken kann, denn: Musik verbindet, wie dieser Abend einmal mehr beweist! „First World Problem Child“ beendet das Set mit einem Knall. Schlussendlich steht kein einziger Besucher mehr still und wer nicht springt, der singt lautstark mit. „Thank you so fucking much!“ verkündet der Sänger, ehe die Band die Bühne verlässt.

While She Sleeps

Eine gute halbe Stunde Pause lassen die Headliner den Zuschauern noch einmal, während die Bühne ein letztes Mal umgebaut und mit neuen Instrumenten bestückt wird. Das Banner im Hintergrund zeigt bereits bunte Schriften, angelehnt an Graffitis. Zu lesen ist unter anderem „So what?“ – der Titel des kommenden Albums und Namensgeber der aktuellen While She Sleeps-Tour.

Vor dem Banner steht ein Schlagzeug, das nur spärlich beleuchtet und von dem Nebel, der unentwegt von den Seiten der Bühne aufsteigt nahezu verschlungen wird. Um 21:15 Uhr ist es dann endlich soweit: Ein letztes Mal verdunkelt sich die Markthalle und das Intro von „ANTI-SOCIAL“ ertönt. Sofort jubelt die Menge und wird noch lauter, als der Raum in rotem Licht erstrahlt und While She Sleeps pünktlich zum ersten Einsatz der Instrumente das Podest betreten. Mit der ersten gesungenen Line fängt das Licht in blau und weiß an zu flackern und niemand steht mehr still. Der Refrain wird natürlich laut und sicher mitgesungen. Zwischen den Songs richtet sich Sänger Lawrence „Loz“ Taylor an das begeisterte Publikum. „I want you to come over that barrier!“ fordert er, während die ersten Töne von „You Are We“ angespielt werden. Sein Wunsch wird ihm prompt erfüllt und die ersten Crowdsurfer werden von den Securitys in den Graben geholt.

Anschließend erklimmt Taylor selbst die Barriere und stürzt sich kurzerhand in die Menge, die nun kein Halten mehr kennt. Klassiker wie „Brainwashed“ werden dabei ebenso inbrünstig mitgesungen wie die neusten Werke, die auf „So What?“ erscheinen werden. Großteils besteht das Set jedoch aus Titeln des (noch) aktuellen Albums „You Are We“, die dem Abend ein schönes Tempo verleihen. „Civil Isolation“ heizt der Menge ein, während „Empire of Silence“ kurz etwas Ruhe reinbringt. Große Worte braucht die Band aus Sheffield nicht – ihre Musik spricht für sich und diktiert die Stimmung, die sich im Saal breit macht, während alle Augen durchweg gebannt auf die Bühne gerichtet sind. Die Ansprachen, die der Sänger hält sind vor allem Lob an das Publikum, wobei sich seine Begeisterung deutlich heraushören lässt. Auch er bedankt sich bei den Bands, die aktuell mit auf Tour sind und spricht von dem besten Line-Up, das die Band bisher hatte. Kurz nachdem sie sich mit „Four Walls“ verabschiedet haben, werden sie auch schon zurück auf die Bühne gerufen und spielen mit „Silence Speaks“, „Our Courage, Our Cancer“ und zuletzt „Hurricane“ drei Zugaben, die ein zufriedenes Publikum hinterlassen.

Architects mit While She Sleeps und Counterparts in Berlin

Kann man Ende Januar 2018 wohl schon von der Tournee des Jahres sprechen? Wenn man Metalcore-Enthusiast ist, sicherlich. Die seit Jahren mit an der Spitze der Szene stehenden Architects haben zusammen mit dem Aufsteiger der letzten Jahre – While She Sleeps – zu einer kleinen Europa-Tour geladen. Mit dabei sind ist auch Counterparts, die im letzten Jahr eines der besten Debütalben des Genres herausgebracht haben. Angesichts dieses Dreier-Line-Ups ist es nicht wunderlich, das viele Locations schon kurz nach Verkaufsstart „Sold out“ melden konnten. Anders war es auch in der Columbia Halle Berlin nicht.

Punkt 19:30 Uhr betreten Counterparts die Bühne, die Menge tobt und somit lassen die ersten Pits auch nur wenige Minuten auf sich warten. Die Jungs aus Ontario spielen einen Kracher-Song nach dem anderen, sodass die Zeit wie im Fluge vergeht. Das Set war mit 30 Minuten aber auch nicht das Längste, aber als Opener durchaus akzeptabel. Leider kamen nicht alle Besucher in den Genuss die Band live zu sehen, denn auch am Ende des Sets war die Schlange am Einlass immernoch recht lang. Schade, denn die Kanadier hätten so viele Menschen wie es geht vor der Bühne verdient.

WHILE SHE SLEEPS

Nach kurzer Umbaupause stürmen While She Sleeps die Bühne. Mit dem Titeltrack des letzten Albums starten die Briten ein Live-Set, bei dem es durchgehend keinen Stimmungsabbruch geben wird. Da es zwischendurch keine wirklichen Ansprachen gibt, sind währenddessen auch keine wirklichen Verschnaufpausen drin. Lediglich bei „Four Walls“ kann man im Intro von einer Pause sprechen, bei dem nur Feuerzeuge in den Himmel ragen. Insgesamt gibt es eine Mischung aus all ihrer Alben, bei dem kein Klassiker fehlt. Leider zeigen sich die Jungs aus Sheffield nicht wirklich in ihrer Bestleistung, was aber die wenigsten Zuschauer stört. Verwirrend lediglich das fehlende Band-Banner, welches dem bereits stehenden Bühnenbild der Architects zu schulden ist. Dies ist jedoch nur ein kleiner Kritikpunkt. Am Ende ist kein Fan enttäuscht und die Menge bereit für den Hauptact des Tages.

ARCHITECTS

Die Halle wird dunkel, die Menge tobt und die ersten Screams von Sam Carter erfüllen den Raum. „A Match Made In Heaven“ ist der Opener des Auftritts. Eine sehr gute Wahl, denn für das Publikum gibt es wirklich kein halten mehr. Mit „Downfall“ hat sich dies auch nicht verändert und so startet der Abend zusätzlich auch mit einer politischen Aussage. Wer zwischen dem ganzen Headbangen einen Blick auf die Bühne wagt, wird von dem Bühnenbild regelrecht geflasht. Über die komplette Bühne ist eine LED-Wand aufgebaut, bei der in der Mitte in einem kleinen Kreis Videos oder Bilder zu den entsprechenden Songs angezeigt werden. Wie bei While She Sleeps fallen die Ansprachen eher kurz aus, lediglich über den verstorbenen Tom Searle werden einige Worte von seinem Bruder Dan und Sam Carter verloren. Die Briten machen nochmal deutlich, das dies der Grund ist, warum die Band überhaupt besteht und auch weiterhin bestehen bleibt.

Das Set ist sehr geprägt von den letzten zwei Architects-Alben, sowie dem Song „Doomsday“, der der letzte von Tom geschriebene Song ist, aber vor seinem Tod nicht verwendet wurde. Etwas verwundert sind nur einige Fans bei den ersten Tönen der Zugabe: Das Intro von „Memeto Mori“ ertönt, ein Song der zwar schon vor langer Zeit das Licht der Welt erblickte, aber noch nie live gespielt wurden ist. Der letzte Song des Abends „Gone With The Wind“ ist Tom Searle gewidmet und endet mit einem Funkenregen bei dem ein Herz an die Leinwand geworfen wird. Gefüllt mit den Initialen von Tom verdeutlicht es nochmal die Widmung. Tom hat nicht nur in der Band ein riesiges Loch hinterlassen, sondern auch in der gesamten Metalcore-Szene, die durch seinen Tod nun aber ein echtes Stück näher zusammen gerückt ist.

Ich glaube, wenn man am Nachmittag des Folgetages immer noch heiser und völlig fertig vom Konzert ist, kann man gewiss von einem der besten Konzerte seit langem sprechen. Zumindest war es bei mir so der Fall. Ein Abend, auf den ich noch lange mit einem Lächeln zurückblicken werde und mich jetzt schon auf die nächsten Liveshows von allen drei Bands freue.

Das aktuelle Architects-Album gibt es z. B. bei Amazon:
Audio-CD „All Our Gods Have Abandoned Us“, Vinyl-LP „All Our Gods Have Abandoned Us“
und MP3-Download „All Our Gods Have Abandoned Us“

Summer Breeze Open Air 2017 – So war der Donnerstag

Zu den sanften Klängen von Muse, die aus den Lautsprechern vom Summer Breeze Open Air 2017-Geländes dröhnen, geweckt zu werden, ist sicher nicht die schlechteste Art wach zu werden. Erst recht, wenn dies zu einem Zeitpunkt passiert, zu dem sich das Zelt noch nicht in eine Sauna verwandelt hat.

Also auf zum Gelände, denn man konnte endlich den Platz vor der großen Hauptbühne betreten und die wundervolle Summer-und-Breeze-Stage bewundern. Vielfach kam da die Frage auf, wo sich diese „ominöse zweite Bühne“ befindet, die überall in der Running Order stand. Nein! Eine richtige zweite Bühne gab es gar nicht, sondern einen Drehteller, der aus einer Bühne quasi zwei machte und die Umbauzeiten auf 10 Minuten und weniger zu verkürzen vermochte. Zusätzlich war die Bühne optisch genial und wurde von zwei riesenhaften Dämonenstatuen an den Seiten flankiert, die in einem Wort einfach nur der Hammer waren. Ich persönlich war sehr begeistert! Sehr begeistert! Ultimativ begeistert von dieser Bühne!

Summer breeze Open Air 2018 Tickets + Infos:

Summer Breeze Open Air 2018 / Summer-Breeze 2018 / SBOA 2018

Firkin (Breeze Stage)
Als erste Band des Donnerstages spielte Firkin auf. Mit ihrem folkigen Stil haben sich direkt in meine Ohrmuscheln gegraben und mein Tanzbein ganz ordentlich zum Schwingen gebracht. Dabei gefiel mir vor allem der reichliche Einsatz der Pennywhistle, die bei dieser Art von Musik nicht immer extrem geil klingt. Ich war leider zu diesem Zeitpunkt des Tages noch reichlich müde und konnte leider weniger als ich wollte, aber eines meiner Highlights, stellt diese Band auf jeden Fall dar.

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The new Roses (Summer-Stage)
Die „Breakfast Rock’n’Roll Party“ startete mit The new Roses, die als Krankheitsvertretung für Xandria eingesprungen sind und einen perfekten, wenn auch sehr anderen Ersatz boten. Mit ihrem technisch einwandfreien Sound haben sie den Platz vor der Bühne ganz ordentlich gerockt und zumindest einen guten Ansatz gehabt, um die Menschen aus dem Land der Träume heraus zu katapultieren. Dass sie das bei den meisten, aber eben nicht bei jedem schafften, bewiesen die vielen Menschen, die trotz der tollen Musik noch in der gleißenden Sonne liegen und schlafen konnten. Ein bisschen Schade, aber um diese Uhrzeit wohl unvermeidbar, dass das Publikum immer etwas braucht um sich auf eine Band richtig einzustimmen.

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Fit for an Autopsy (T-Stage)
Fit for an Autopsy veranstaltete auf der T-Stage ein absolutes Abrissfest und obwohl Deathcore nicht so ganz arg meinem Geschmack entspricht gefiel mir viel, was mir hier um die Ohren gehauen wurde. Die harten Growls passten wunderbar zu der melodiösen Gitarre und die Menge ließ sich zum Großteil sehr gut auf die frühe Prügelmucke ein. Ein paar Langschläfer in den hinteren Reihen schafften es dennoch leider unverändert lethargisch zu bleiben.

Erdling (Camel Stage)
Erdling ist stiltechnisch irgendwie melodiös in die deutschsprachige Gothikrichtung und dabei sitzen sie so dermaßen tief in der Klischeekiste, dass ich ihnen leider auch nicht viel abgewinnen kann und am liebsten den Deckel zugemacht hätte. Ich muss ihnen zu Gute halten, dass sie für die frühe Uhrzeit ganz ungewöhnlich viele Fans vor die T-Stage gezogen haben, die sie ordentlich feierten und jeden Song mitsingen konnten. Na, dann hilft halt nur Schönsaufen!

While She Sleeps (Breeze Stage)
Eine weitere Band, die durch eine sehr melodiöse Gitarrenführung und tolle Growls besticht ist While She Sleeps mit einem hammerharten Metalcore. Dieser hat schon durch die unglaubliche Bewegungsfreude der Band auf der Breeze Stage wahnsinnig toll gewirkt und Fronter Lawrence versteht es mehr als gut das Publikum durch große Gesten anzuheizen. Zum Lohn gab es eine Wall auf Death, aus der schnell ein ansehnlicher CirclePit wurde, der dann auch bis zum Schluss des Gigs nicht mehr kleiner wurde.

[slide-gallery title=“Summer Breeze Open Air 2017 – While She Sleeps“ ids=“34667,34668,34665,34669,34666″]

Oceans ate Alaska (T-Stage)
Bei brütender Hitze war mein nächstes Ziel Oceans Ate Alaska Ich kannte sie bis dato nicht, aber der Metalcore traf mich hier leider nicht wirklich ins Herz. Ihr Gesang mutete eher einem Sprechgesang an und das choralartige Gedudel, das dabei von der Platte kam fügte sich meiner Meinung nach nicht gut in den restlichen Stil ein. Extrem voll war der Bühnenvorplatz leider ebenfalls nicht. Der Platz war nicht einmal bis zum ersten Wellenbrecher gefüllt. Was ich den Fans zu Gute halten mag ist, dass alle, die es zur T-Stage geschafft hatten auch außerordentlich gewillt waren zu feiern und zu moshen, dass sich die Balken bogen.

Viel Energie und große Show: Bring Me The Horizon in Frankfurt

Seit der Veröffentlichung von „That’s The Spirit“(VÖ 11/2015) sind Bring Me The Horizon quasi nonstop auf Tournee. In Deutschland geht es dabei nun schon in die dritte Runde von Konzerten, denn auch hier können die Fans nicht genug von Oliver Sykes und Co. bekommen. Im Gegensatz zu den Konzerten 2015 ist die Jahrhunderthalle nicht ganz ausverkauft, viel fehlt aber auch an diesem Abend nicht.

Basement dürfen bereits auf einen gut gefüllten Zuschauerbereich blicken, als sie pünktlich den Abend eröffnen. Die Musiker aus Ipswich, England legen mit viel Energie los, der Funken zum Publikum springt allerdings nicht so wirklich über. Es fehlt einfach an dem gewissen Wiedererkennungswert, der sie aus der Masse heraus heben würde. Schade.

Bildergalerie: So war BASEMENT live

Ganz anders wird es dann schon bei While She Sleeps, die die Halle vom ersten Ton an zum Kochen bringen. Die Entwicklung der Musiker aus Sheffield zu beobachten, ist mehr als faszinierend. Ihre Bühnenpräsenz und Energie war schon immer begeisternd und das ist auch an diesem Abend gegeben. Die Geschwindigkeit auf der Bühne wird vom Publikum mit Mosh- und Circle Pits beantwortet, wodurch sich Fans und Musiker gegenseitig immer weiter hoch schaukeln. Dass inzwischen auch optisch mit ansehnlicher Lichtshow gearbeitet wird, ist eigentlich nur noch das i-Tüpfelchen. Jetzt kann man den Jungs eigentlich nur noch den Sprung zu den eigenen großen Headliner Shows wünschen – das Zeug dazu haben sie allemal!

Bildergalerie: So war WHILE SHE SLEEPS live

Als dann das Intro von „Happy Song“ erklingt und zum ersten Mal Konfettiregen auf das Publikum regnet, ist endgültig kein Halten mehr. Während sich in den ersten Reihen begeisterte Mädels gegenseitig zu neuen Kreisch-Höhen anstacheln, wird die Mitte des Innenraums von einem großen Moshpit dominiert, der sich gelegentlich für einen Circle Pit öffnet oder auf Wunsch auch zu einer Wall Of Death umformiert.

Das Bühnenbild ist seit dem Tourbeginn vor über einem Jahr noch imposanter geworden, so dass Jordan Fish (Keyboard / Percussion) und Matt Nicholls (Schlagzeug) in luftigen Höhen thronen und damit die LED Leinwand in der Mitte der Bühne erweitert wurde. Auch Oliver Sykes (Gesang), Lee Malia (Gitarre), Matt Kean (Bass) und Tour-Gitarrist John Jones nutzen die zusätzliche Bewegungsfreiheit gern. So schaffen die Musiker großartige Bilder, bei denen sie zumeist als Silhouetten im Gesamtbild verschwinden.

Bildergalerie: So war BRING ME THE HORIZON live

So gehen Band und Publikum in der Musik auf, die in guter Mischung die gesamte Diskografie der Jungs aus Sheffield umfasst. Kleinere Videointros geben dabei immer wieder die nötige Zeit um auch Luft holen zu können, denn abgesehen von kleineren Ansagen seitens Oli beschränken sich die Pausen zwischen den Songs sonst auf ein Minimum. Der ist zum Anfang des Konzerts bei erstaunlich guter Stimme und droht lediglich in der Konzertmitte gelegentlich mit Heiserkeit zu schwächeln. Doch wenn Olis Stimme weg bleibt, springen sofort die Fans für ihn in die Bresche und zeigen, wie textsicher sie sind.

So verfliegen 90 Minuten förmlich und der Abend findet mit „Drown“ seinen Abschluss. Genug haben die Fans allerdings noch lange nicht von Bring Me The Horizon, die Lust auf mehr beginnt schon mit der ausklingenden letzten Note.

Das aktuelle Album von Bring Me The Horizon bekommt ihr bei Amazon:
„That’s the Spirit“ Audio-CD„That’s the Spirit“ Vinyl-LP oder „That’s the Spirit“ MP3-Download

Rock am Ring 2016: Diese Bands rocken Mendig – Teil 3

Nur noch knapp 5 Wochen, bis es endlich los geht. Mit den genialen Headlinern Red Hot Chili Peppers, Black Sabbath, Volbeat und Tenacious D stehen Rock am Ring und Rock im Park vom 3. – 5. Juni 2016 wieder im Fokus des diesjährigen Festivalsommers. Hauptattraktion der beiden populärsten Open Air Events ist und bleibt das vielschichtige Gesamtprogramm, zu dem mit Billy Talent, Fettes Brot, Major Lazer, Korn, Deftones, Biffy Clyro, Bring Me The Horizon, The 1975, Disturbed und Alligatoah und viele weitere Top Acts gehören. Hier seht ihr im dritten und letzten Teil einige der coolen Bands unter der Lupe. Viel Spaß und wir sehen uns „am Ring“.

Download:
Rock Am Ring Spielplan 2016 – Freitag
Rock Am Ring Spielplan 2016 – Samstag
Rock Am Ring Spielplan 2016 – Sonntag

Hier geht’s lang zu Rock am Ring 2016: Diese Bands rocken Mendig – Teil 1

Mehr Informationen unter: www.rock-am-ring.com oder auf Facebook und Twitter
Social Media Hashtag: #RAR2016

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OF MICE & MEN

Biografie: Sie haben sich mit ihrem ureigenen Genre-Mix und dank eines unermüdlichen Tourneeplans weltweit in die Herzen der Fans
Mehr Informationen unter: ofmiceandmenofficial.com oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Post-Hardcore, Metalcore
Album: „Restoring Force-Full Circle“ von Of Mice & Men gibt’s bei Amazon
Tourdaten: Of Mice & Men Live 2016
Foto: Veranstalter/MLK

Of Mice And Men

PANIC! AT THE DISCO

Biografie: Sie haben sich mit ihrem ureigenen Genre-Mix und dank eines unermüdlichen Tourneeplans weltweit in die Herzen der Fans
Mehr Informationen unter: www.panicatthedisco.com oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Rock
Album: „Death of a Bachelor“ von Panic! at the Disco gibt’s bei Amazon
Tourdaten: Panic! at the Disco Live 2016
Foto: Veranstalter/MLK

Panic At The Disco

RED HOT CHILI PEPPERS

Biografie: Sie haben sich mit ihrem ureigenen Genre-Mix und dank eines unermüdlichen Tourneeplans weltweit in die Herzen der Fans
Mehr Informationen unter: redhotchilipeppers.com oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Rock,
Tourdaten: Red Hot Chili Peppers Live 2016
Foto: Veranstalter/MLK

Red Hot Chili Peppers

RIVAL SONS

Biografie: Sie haben sich mit ihrem ureigenen Genre-Mix und dank eines unermüdlichen Tourneeplans weltweit in die Herzen der Fans
Mehr Informationen unter: www.rivalsons.com oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Rock, Metal
Album: „Great Western Valkyrie“ von Rival Sons gibt’s bei Amazon
Tourdaten: Rival Sons Live 2016
Foto: stagr / Julia Langmaack

Rival Sons

SDP

Biografie: Sie haben sich mit ihrem ureigenen Genre-Mix und dank eines unermüdlichen Tourneeplans weltweit in die Herzen der Fans
Mehr Informationen unter: www.sdp-online.de oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Hip-Hop, Rap
Album: „Zurück in die Zukunst“ von SDP gibt’s bei Amazon
Tourdaten: SDP Live 2016
Foto: stagr / Julia Langmaack

SDP

TRIVIUM

Biografie: Sie haben sich mit ihrem ureigenen Genre-Mix und dank eines unermüdlichen Tourneeplans weltweit in die Herzen der Fans
Mehr Informationen unter: www.trivium.org oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Heavy Metal, Hardrock, Metal
Album: „Silence in the Snow“ von Trivium gibt’s bei Amazon
Tourdaten: Trivium Live 2016
Foto: Veranstalter/MLK

Trivium.psd

VOLBEAT

Biografie: Sie haben sich mit ihrem ureigenen Genre-Mix und dank eines unermüdlichen Tourneeplans weltweit in die Herzen der Fans
Mehr Informationen unter: www.volbeat.dk oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Rock, Hardrock, Metalcore
Album: „Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ von Volbeat gibt’s bei Amazon
Tourdaten: Volbeat Live 2016
Foto: stagr / Julia Langmaack

Volbeat

WHILE SHE SLEEPS

Biografie: Sie haben sich mit ihrem ureigenen Genre-Mix und dank eines unermüdlichen Tourneeplans weltweit in die Herzen der Fans
Mehr Informationen unter: whileshesleeps.com oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Rock
Album: „Brainwashed“ von While She Sleeps gibt’s bei Amazon
Tourdaten: While She Sleeps Live 2016
Foto: Veranstalter/MLK

While She Sleeps

WIRTZ

Biografie: Sie haben sich mit ihrem ureigenen Genre-Mix und dank eines unermüdlichen Tourneeplans weltweit in die Herzen der Fans
Mehr Informationen unter: www.wirtzmusik.de oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Rock
Album: „Auf die Plätze, Fertig, Los“ von Wirtz gibt’s bei Amazon
Tourdaten: Wirtz Live 2016
Foto: Veranstalter/MLK

Wirtz