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Oberhausen feiert: Mehnersmoos bringt die Bühne zum Beben!

Die Arschrapper-Tour von Mehnersmoos verwandelte am Dienstagabend, den 18. Februar 2024, die Turbinenhalle Oberhausen in ein Mekka für Hip-Hop-Enthusiasten. Die Show war ein Feuerwerk an Unterhaltung, das von spritzigen Bierduschen bis hin zu einem glitzernden Konfettiregen alles bot, was das Herz begehrt.

Lars Kolbe

Lars Kolbe eröffnete das Konzert in der Turbinenhalle mit einer Performance, die das Publikum sofort in ihren Bann zog. Seine Mischung aus ehrlichen Texten und eingängigen Melodien verlieh seiner Musik eine Tiefe, die unter die Haut ging. Mit einer charismatischen Bühnenpräsenz und geschickten Gitarrenriffs bereitete er den perfekten Auftakt für den Abend. Kolbes Fähigkeit, intime Geschichten mit einem humorvollen Augenzwinkern zu erzählen, machte seinen Auftritt besonders sehenswert. Wer ihn verpasst hat, sollte ihn unbedingt auf dem Radar behalten – ein Künstler, der definitiv im Kommen ist.

Mehnersmoos

Mit ihrer unvergleichlichen Mischung aus Hip-Hop und Rock brachten die Frankfurter Rapper Maydn und MadFred die Menge zum Toben und bewiesen einmal mehr, warum sie in der deutschen Musikszene unverzichtbar sind. Ihr Name, eine clevere Kombination ihrer Nachnamen, ist mittlerweile Synonym für innovative Musik und mitreißende Bühnenshows.

Die Show war ein audiovisuelles Spektakel. Vom ersten Beat an wurde das Publikum mitgerissen, während Konfettikanonen und Bierduschen für die richtige Festivalstimmung sorgten. Der legendäre „Khan Kiosk“ als Bühnenbild unterstrich die Atmosphäre von Zusammenhalt und Gemeinschaft, die Mehnersmoos so eindrucksvoll zelebrieren. Er symbolisiert in ihren Songs den Zusammenhalt und die Gemeinschaft, was den Fans ein Gefühl von Zugehörigkeit vermittelt.

Mehnersmoos begeistert mit einer einzigartigen Mischung aus Hip-Hop, Rock und pointierten Texten. Sie sind Trendsetter, die mit jedem Album und jeder Tour ihren festen Platz in der deutschen Musikszene stärken. Ihr kreativer Ansatz inspiriert nicht nur Fans, sondern auch andere Künstler.

Die Setlist war ein gelungener Mix aus bekannten Hits und frischen Tracks, die zum Mitfeiern einluden. Ihre Texte, oft humorvoll und provokant, thematisieren mit einem Augenzwinkern Alltagsthemen wie Alkohol und Beziehungen.

Der Abend war ein Fest für die Sinne. Mehnersmoos‘ energiegeladene Performance und die interaktive Show machten den Auftritt zu einem Erlebnis, das den Zuschauern noch lange in Erinnerung bleiben wird. Wer die Gelegenheit hatte, diese Show zu erleben, weiß jetzt: Mehnersmoos ist weit mehr als ein Geheimtipp – sie sind ein Muss für jeden, der auf der Suche nach innovativem und mitreißendem Sound ist.

Impericon Festival 2024: Oberhausen als Bühne für harte Riffs

  1. Während gerade noch bei Scooter in Hamburg das Publikum sehr durchmischt war, war heute sehr eindeutig zu sehen, wer auf das Impericon Festival geht und wer nicht. Schon früh am Tag füllte sich der Parkplatz vor den Turbinenhallen in Oberhausen und es wurde teilweise an den Fahrzeugen ordentlich vorgeglüht.

Den Festivaltag eröffnete Mental Cruelty lautstark auf der Hauptbühne. Als zweite Band gaben sich nach einer kurzen Umbaupause Casey die Ehre. Vor einer noch recht überschaubaren Menge begannen die Jungs, die 2018 schonmal auf der kleineren Bühne gespielt hatten, erst etwas ruhiger und steigerten die Intensität in ihren 35 Minuten Spielzeit stetig. Mit ihren emotionalen Texten und kraftvollem Sound zogen sie das Publikum, welches mit jeder Minute mehr wurde, in ihren Bann und hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Hat da jemand auf die Fresse gesagt? Als Lokalmatadoren brachten Samurai Pizza Cats die Halle das erste Mal an diesem Tag so richtig zum Beben. Mit ihrem brachialen Sound, der nur die Richtung “Vorwärts” kannte, brachten sie das Publikum dazu, sich in wilden Moshpits zu verlieren und jeden Moment in vollen Zügen zu genießen. MItten drin: Moshpit Minister und Ministerin – zuständig dafür, dass die Pits sich nie schlossen und der erste und einzige riesen Circle Pit rund um die FOH Insel des Tages in Gang kam. Leider hatte die Moshpit Ministerin wohl ein wenig zu viel Übermut und wurde nach dem Versuch vom Balkon aus in die Menge zu springen, von der Security abgeführt.

Breakdown of Sanity machten da weiter, wo die Pizza Cats aufgehört hatten – mit Moshpits und Crowdsurfen wurden auch hier keine Gefangenen gemacht, während die Riffs durch die Halle flogen. Leider machte sich hier ein großes Problem bemerkbar: Der Sound auf den Rängen wirkte verwaschen – die Gitarren zu leise, der Bass zu dominant. Unten in der Menge war der Sound besser und so feierte man die Band, die sich mit ihren eigenen Konzerten rar machen, ordentlich ab.

Bühne frei für Neaera – wobei – Bühne? Genau einen Song lang waren die Münsteraner vollzählig auf der Bühne, dann holte sich Sänger Benny vom Soundmann das okay die Bühne verlassen zu dürfen und sich mitten in den Pit zu stellen. Schon erstaunlich, dass man einfach so weiter singen kann während eine Wall of Death an einem zusammentrifft. Mit ihrer seltenen Festival-Präsenz riefen sie bei ihren treuen Fans enthusiastische Sprechchöre hervor. Benny hielt die Ansagen kurz und knapp – schließlich hatten die Fans viel Geld bezahlt und sollten dafür auch was geboten bekommen.

Ein kurzer Abstecher in Halle 2 zeigte, dass auch hier ordentlich Stimmung war. Future Palace wirkte auf den ersten Blick fast zu ruhig für das Impericon Festival – dennoch zogen sie die Anwesenden in ihren Bann und zeigten eindrucksvoll, dass Frauen im Metalcore absolut unterschätzt werden.

Wieder zurück in der großen Halle standen Landmvrks schon bereit, alles einzureißen. Schon beim dritten Song flohen die Fotografen aus dem Graben, da schon jetzt viel zu viele Crowdsurfer ihren Weg nach vorn fanden. Nachdem der erst ein paar Wochen alte Song “Creature” lautstark mitgesungen wurde, lobte die Band das Publikum als „absolutely mind-blowing“. Den Abschluss machte „Self Made Black Hole“ und bescherte der Security nochmal einiges an Arbeit.

Nebenan starteten Silent Planet, die die letzten elf Wochen auf Tour waren, ihren Tourabschluss, der nochmal sämtliche Reserven mobilisierte, während die große Halle für Polaris nach dem Totalabriss wieder instand gesetzt wurde. Damit ist vor allem gemeint, dass unzählige Einweg-Plastikbecher vom Boden aufgehoben und entsorgt wurden, die entweder einfach auf den Boden gestellt/geworfen wurden oder vorher noch samt Inhalt durch die Luft flogen. Man fragt sich: Muss das sein? Wann gibt es endlich Pfandbecher in den Turbinenhallen und beenden diese unnötigen Müllberge?

Weiter im Text: Polaris. Auch hier ein Tourabschluss und eine Premiere bei der Impericon Festival Reihe. Die Australier wissen, warum sie gern in Deutschland touren – hier weiß man, wie man feiert: Unzählige Pits, immer wieder öffnet sich die Mitte zur Wall of Death und auch hier gab es wieder Crowdsurfer ohne Ende. Beim Abschlusssong “Remedy” singt gefühlt die ganze Halle mit und die Bandmitglieder grinsen zufrieden, während sie einfach mal die Hütte abreißen.

Nochmal ein Hallenwechsel – diesmal für die Hardcore Truppe Nasty. Hier sind blaue Flecken vorprogrammiert und schon beim zweiten Song musste eine kurze Pause eingelegt werden, um den ersten Verletzten raus zu tragen. Wo hardcore draufsteht ist auch Hardcore drin. Sänger Matthi versuchte immer wieder näher ans Publikum zu kommen, verhedderte sich dabei aber immer wieder mit dem Mikrofon Kabel an den Monitorboxen. Wann entdecken solche Bands eigentlich mal kabellose Mikros für sich?

Headliner Time. Also so fast. August Burns Red kamen um abzureißen – leider wurde hier das Soundproblem der großen Halle nicht besser, sondern gefühlt noch schlimmer, sodass auf den Balkonen nur undefinierbarer Sound Matsch ankam. Der feiernden Meute direkt vor der Bühne schien das nichts auszumachen – so sprang die Energie zwischen Band und Publikum umher wie ein Flummi – kaum schloss sich ein Pit, ging an anderer Stelle ein neuer auf.

Finale: Eine Teil der Bühne war bisher abgetrennt – nun enthüllte sich in der Umbaupause der opulente Bühnenaufbau des Headliner des Festivals. Man mag von As I Lay Dying halten, was man will – dick auftragen können die Amerikaner. Was nun folgte war eine Stunde lang intensive Lichtshow mit ordentlich Pyrotechnik, jeder Menge Hits und einer pickepacke Vollen Halle voller feiernder Menschen. Unnötig zu erwähnen, dass auch hier kaum einer stillstand – Pit und Wall of Death wechselten sich ab, während unzählige Crowdsurfer sich in die Lüfte erhoben. Einziges Manko – der Sound. Auch hier verwaschene Gitarren und kaum wahrnehmbarer Clean Gesang. Der Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch.

So endete ein schweißtreibender Tag und so manch einer wird von den ganzen Pits einfach nur tot ins Bett fallen und am nächsten Morgen seine blauen Flecken stolz als Andenken präsentieren. Wir sind gespannt, wen wir nächstes Jahr beim Impericon Festival, der Metalcore Party überhaupt, begrüßen dürfen.

Hammerfall in Oberhausen – Was ihr wissen solltet

Am Samstag, den 1. Februar 2020 spielen Hammerfall in Oberhausen ein Konzert auf ihrer aktuellen „World Dominion Tour 2020“! Hier findet ihr nachfolgend einen Überblick über Anfahrt, Einlass, Vorgruppe und viele weitere hilfreiche Informationen. Im Mittelpunkt der Show, die in der Turbinenhalle Oberhausen stattfindet, stehen natürlich die schwedischen Power Metaller selbst, darunter Frontmann und Sänger Joacim Cans und seine vier Bandkollegen.

Insgesamt 12 Konzerte haben Hammerfall zwischen dem 30. Januar und 23. Februar 2020 auf dem Plan. Der Frontmann und seine und seine schwedischen Mannen sind bekannt für ihre energiegeladenen Shows und werden auch dieses Mal wieder den Metal Hammer für euch schwingen. Mit dabei haben sie ihr neues Album „Dominion“, das im August 2019 erschienen ist und natürlich jede Menge Pyrotechnik!

Wenn ihr bereits vorab ein Ticket für Hammerfall in Oberhausen ergattert habt, könnt ihr jetzt die Planung für das bevorstehende Konzert starten. Hier findet ihr übersichtlich und auf einen Blick alle wichtigen Infos, damit ihr euch voll und ganz auf das große Konzerterlebnis konzentrieren könnt. Hammerfall in Oberhausen Tickets gibt es für alle kurzentschlossenen noch bei Eventim oder auch noch an der Abendkasse. 

Anreise und parken

Mit dem PKW reist ihr am besten folgendermaßen an:

Aus Richtung Köln: Bei Ausfahrt 12 Richtung A42 fahren; Bei Gabelung rechts halten, Schildern nach Dortmund/Oberhausen/A42 folgen und A42 nehmen. Bei Ausfahrt 10-Oberhausen-Zentrum auf B223 in Richtung A516/Arnheim/Oberhausen-Sterkrade fahren. Bei Gabelung rechts halten, Schildern nach Mülheim a.d. Ruhr/B223/OB-Zentrum folgen und rechts abbiegen auf B223. Links abbiegen auf Essener Str./B231, rechts abbiegen auf Im Lipperfeld. Das Ziel befindet sich rechts.

Aus Richtung Dortmund: Bei Ausfahrt 14-Kreuz Herne auf die A42 in Richtung Duisburg/Gelsenkirchen/Dortmund/Castrop-Rauxel fahren. Bei Gabelung links halten und in die A42 einfädeln. Bei Ausfahrt 11-Oberhausen-Neue Mitte in Richtung Oberhausen-Osterfeld fahren. Auf der Osterfelder Str./L450 (Schilder nach OB-Neue Mitte) weiter auf Essener Str./B231, links abbiegen auf Im Lipperfeld Das Ziel befindet sich rechts.

Mit dem Bus oder der Bahn:
Vom Hauptbahnhof Oberhausen Bus Bstg. 1 nehmen, von hier aus fahren regelmäßig Busse zur Haltestelle “Im Lipperfeld” oder “Feuerwache”.
Von den Haltestellen sind es noch ca. 5 Minuten zu Fuß bis zur Turbinenhalle Oberhausen!!

Vom Centro Oberhausen
von hier aus fahren regelmäßig Busse zur Haltestelle “Im Lipperfeld”. Von den Haltestellen sind es noch ca. 5 Minuten zu Fuß bis zur Turbinenhalle Oberhausen.

Programm-Übersicht

Der Einlass am Samstagabend, den 1. Februar 2020 startet voraussichtlich gegen 18:00 Uhr. Als Special Guests treten gleich zwei bekannte Bands nacheinander auf: Battle Beast und Serious Black. Gegen 21:00 Uhr wird es dann soweit sein: Bei ihrem Konzert werden euch Hammerfall in Oberhausen knapp zwei Stunden lang mit vielen musikalischen Schmankerln aus ihrer Künstler-Diskografie und jeder Menge Energie auf der Bühne beglücken. Dieses Konzert wird ein ultimatives Fest für alle, die Hammerfall schon einmal mit ihrer vollen Power live erlebt haben – und natürlich all die Personen, die die schwedische Power-Metal-Band bisher verpasst haben!

Sicherheitshinweise – was darf mit

Plant ein wenig Zeit für die Sicherheitsmaßnahmen ein, es wird Taschenkontrollen und Bodycheck geben. Handtaschen, Clutches, Turnbeutel, Bauchtaschen und sonstige Taschen bis maximal DIN A4-Format (ca. 21 cm x 30 cm) sind erlaubt. Größere Taschen könnt ihr leider nicht mit in die Konzertlocation nehmen. Beschränkt euch am besten auf wesentliche Gegenstände wie Handy, Schlüssel oder Portemonnaie.

Nicht erlaubt sind:

  • Waffen aller Art
  • Bengalos/Feuerwerkskörper oder ähnliches
  • Drogen
  • Kameras/Kamera-Equipment/Selfie-Sticks/Stative
  • Videokameras/Tonrekorder
  • Taschengrößer als A4
  • PET-Flaschen/TETRA-Packs/Glas/Dosen
  • Regenschirme (auch Knirpse)
  • Klapp- und Campingstühle, Hocker
  • Picknickkörbe/Kühlboxen
  • sonstige sperrige Gegenstände
  • Tiere
  • Megaphone/Vuvuzelas
  • Haarspray

Impericon Festival 2019 in Oberhausen

Das Impericon Festival 2019 in Oberhausen ist in diesem Jahr das zweite von fünf Festivals und das erste Festival der Reihe, welches auf deutschem Boden stattfindet. 4.000 Menschen. Ausverkauft im Vorverkauf! Die Erfolgsgeschichte der Festivals setzt sich also fort, denn auch das Festival in Wien hat bereits im Vorfeld den Ausverkauf vermeldet. München und Leipzig bewegen sich zudem auf der Zielgeraden was den Ticketverkauf angeht. Doch es ist – wie man so schön sagt – nicht alles gold was glänzt.

Die Fakten des Tages: 17 Bands, zwei Acoustic Sessions, 4.000 (größtenteils junge) Männer und Frauen, zwei Bühnen, fast zehn Stunden Live-Musik, Turbinenhalle, Oberhausen.

Um 13:00 Uhr öffneten sich die Pforten der Turbinenhalle, um 14:00 Uhr stand mit Holding Absence die erste Band auf der Bühne. Zu den letzten Minuten dieser betrat ich die noch spärlich gefüllte Turbinenhalle zum ersten Mal an diesem Tag. Im Vorraum der Halle am Einlass herrschte Hochbetrieb, die Organisation schien jedoch gut zu funktionieren. Allzu lange musste man am Eingang der Halle nicht warten. Zunächst verschafften wir uns einen Überblick und nach langer Fahrt blieb auch der Gang zur Toilette nicht aus. Dort die erste unangenehme Überraschung: Schlangenbildung. Vielleicht nicht ungewöhnlich und trotzdem nervig, zumal die Fußböden der Toiletten unerklärlicherweise mit einer Wasserschicht überzogen waren. Rucksack auf den Boden stellen? Lieber nicht. Zudem waren zumindest auf dem Männer-WC einigen Türen nicht verschließbar. Naja.

Auf in den den Nebenraum der Halle. Hier warteten auf die Gäste Signing Sessions, Schließfächer, Essen, Getränke, Merch, eine Karaoke-Bühne und Sitzplätze für die Pause zwischendurch. Sofort fiel auf: Nur drei kleine Stände, die Essbares anbieten. Dazu der Waffel-/Brezelstand im Eingangsbereich. Ist das alles? Für 4.000 Menschen, die 10 Stunden in dieser Halle verbringen sollen? Wie sich herausstellte wurde diese Befürchtung wahr und die Schlangen im Laufe des Tages immer länger. Schnell mal zwischendurch was zu essen holen? Keine Chance! Stattdessen also zwischendurch zum Auto: ein bisschen Schokolade, ein paar Kekse, eine Banane. Eine Fast-Food-Kette direkt neben der Halle hatte zudem den ganzen Tag über alle Hände voll zu tun.

Getränke und Essen wurde mit Bons bezahlt. 1 Bon = 1 Euro. 1 Bier = 3 Bons. 1 Cola = 3 Bons. In Ordnung für ein Festival dieser Größenordnung. Aber Einweg-Plastikbecher? Das geht besser! Der Boden der Halle füllte sich von Minute zu Minute mit den Plastikbechern. Nicht, weil die Besucherinnen und Besucher diese ohne zu hinterfragen auf den Boden fallen ließen, sondern vielmehr weil es keine Mülleimer gab und man nicht wusste wohin mit den Dingern. Klar, Pfand ist immer nervig, aber diesen unnötigen Plastikmüll kann man sich in 2019 echt sparen.

Für mich die erste Band des Tages: Alpha Wolf. Waren mir bisher total unbekannt, machten aber einen soliden Eindruck und wärmten den Circle Pit vor der “Monster Stage” (die größere der beiden Bühnen) schon mal auf für Bands wie Deez Nuts, Bury Tomorrow und Headliner Stick To Your Guns. Durch die beiden Bühnen, die abwechselnd bespielt wurden, konnte man, wenn man es denn wollte, von Band zu Band laufen und sich den ganzen Tag über musikalisch beschallen lassen. Um möglichst viele Fotos und Eindrücke zu sammeln war das auch unser Plan für diesen Samstag. Nach Alpha Wolf wurde allerdings noch eine kleine Orientierungs- und Getränkepause eingelegt, wodurch Counterparts an gleicher Stelle
die nächste musikalische Station waren. Wie schon im Dezember (als Support von Stick To Your Guns in Köln) überzeugte die Melodic-Hardcore-Band aus Ontario auf ganzer Linie.

Düster-Beats locken 4.000 Besucher zum E-tropolis Festival 2019

Am Samstag, den 16. März ist das E-Tropolis Festival 2019 in seine neunte Runde gestartet. Unter dem Motto “Härter, Lauter, Bässer” erwarteten uns 14 Bands, inklusive Aftershow-Party. Auch dieses Jahr kann die Turbinenhalle in Oberhausen gut 4.000 Besucher in den Ruhrpott locken, damit ausverkauft melden und eine Vielzahl an unterschiedlichen Electro- und EBM-Größen präsentieren.

ES23

Zur Eröffnung begrüßt uns ES23 mit “Destiny” auf der Bühne und damit auch schon unsere Überraschung des Festivals. Mit einer unerwarteten Energie haut Daniel P. von Sekunde Null an die Menge um. Der ein oder andere Besucher hat sein persönliches Aufwärm-Programm schon hinter sich und steigt direkt in die Vollen mit ein und nutzt die große Tanzfläche vollständig aus. Letztes Jahr war Sänger Daniel P. noch als Gast hier, heute steht er auf der Bühne und darf voller Stolz das E-Tropolis Festival 2019 eröffnen. Zu „Wake Up“ geht die Stimmung immer weiter nach oben. Der vordere Bereich der Turbinenhalle füllt sich nach und nach, während draußen auf dem Parkplatz im andauernden Nieselregen fleißig die Fahrzeuge rangiert werden.

Priest

Nach einer kurzen Umbaupause dürfen Priest sich auf der Bühne austoben. Nach der Eröffnung durch ihr 8-bit Intro drückt einem der Bass entgegen und treibt neugierig die Menschen aus den Vorbereich der Turbinenhalle vor die Bühne. Im Kontrast sind Priest deutlich andächtiger als ihr Vorläufer. Zur Musik kann man ja sagen, was man will, aber die Show ist nun leider tatsächlich auch für Elektro Bands sehr schwach. Kaum Interaktion mit dem Publikum sorgen dafür, das wir uns früher auf den Weg in die zweite Halle machen.

Rroyce

Schon kurz vor Ende der Show bewegt sich die Menge rüber zur 2nd Stage, denn nebenan geht es nahtlos mit Rroyce weiter. Energiegeladen springt der Funke hier sofort über und die frühen Besucher, die gerade eben noch auf der Stelle hin und her wippten, sind voll dabei. Eine von drei Bands heute, bei denen eine Gitarre auf der Bühne zu sehen ist. Und die einzige, die mit Pyrotechnik einen kleinen Funkenregen erzeugen. Für die erste Band in der kleineren Halle ist es zu so früher Zeit schon sehr gut gefüllt – selbst der Headliner wird später Probleme haben, das zu toppen. Sänger Casi sprüht nur so vor Energie und hat auch mit seinen beiden Mitstreitern auf der Bühne mächtig Spass.

[x]-Rx

Auf der Mainstage bereiten sich derweil [x]-Rx vor. Und bringen nach dem eher ruhigeren Vorläufer wieder richtig Bewegung auf die Tanzfläche der Mainstage. Langeweile kommt hier nicht auf, das lassen Pascal „Cyrex“ Beniesch und Jan „Sine-x“ Teutloff nicht zu. Das Intro zu „Kein Herz“ versetzt auch den letzten Zuschauer in Bewegung und trotz des Hämmerns aus den Boxen sind die Stimmen der Menge noch zu hören. Mit „Gasoline And Fire“ und „Hard Bass Hard Soundz“ sind [x]-Rx eine einzige Aufforderung zu tanzen. Die Show ist schlicht gehalten aber bestens dazu geeignet, die Energie auf das Publikum zu übertragen.

SynthAttack

Das Intro von SynthAttack verspricht schon viel. Als das Dark Electro-Duo die Bühne erklimmt ist der Jubel groß. Mit ihren harten Beats und aggressiven Synth-Klängen gepaart mit einem verzerrten Gesang liefern sie Musik voll auf die Fresse. Aber pronto! Auf der Bühne wir das Duo von zwei Tänzerinnen unterstützt, die die Menge immer wieder animieren, ordentlich mitzumachen. Auch hier ist der Sound ordentlich. Der Bass hat Druck, sodass sich in den vorderen Reihen ein wohliges Gefühl in der Magengegend breit macht, aber auch die Synths sind perfekt abgemischt. Alles in allem eine runde Sache.

Velvet Acid Christ

Velvet Acid Christ auf der Mainstage ist für viele eher eine Pause, vor dem was der Abend noch verspricht. Viele sparen sichtlich Energie oder nutzen die Gelegenheit um etwas Energie nachzutanken.

Apropos Nachtanken. Neben den 2 Stages hat die Turbinenhalle auch noch eine Händlermeile und ein Bistro zu bieten. Die neben einer kleinen Shopping-Tour und einem breiten Angebot an Gerichten auch noch viel Platz bieten, um sich zwischen den Bands noch etwas zu entspannen. Ob der Belastung der Füße oder der Ohren geschuldet kommt wohl auf den persönlichen Geschmack an.

Future Lied To Us

Zurück auf der 2nd Stage erwarten uns Future Lied To Us. Ein Zusammenschluss aus “drei der Rentner des EBM”. Was die alten Herren vielleicht nicht mehr an Energie haben, haben sie an Erfahrung. In ihrer minimal gehaltenen Show laden sie mit sanften Beats zum Träumen und Schwelgen ein. Bei Synthpop benötigt es aber auch keine harten Beats, um die Menge in Tanzstimmung zu bringen. So bewegt sich der eine mehr als der andere im Klangteppich dahin. Aber auch die alte Garde ist vor dem Alten Feind – technische Probleme – nicht gefeit und müssen eine kurze Zwangspause einlegen. Können aber dann direkt wieder durchsteigen und auch beweisen, dass sie nicht nur sanft und weich beherrschen, sondern durch alle Stilrichtungen durch Agieren können.

E-tropolis Festival 2020 Infos & Tickets:

E-tropolis Festival 2020 / etropolis 2020

4.500 Fans feierten zu Düster-Beats beim E-tropolis Festival 2018

Zum achten Mal versammeln sich beim E-tropolis Festival 2018 am mittleren Märzwochenende die Anhänger der Dark-Electro-Szene in der ausverkauften Turbinenhalle in Oberhausen. Kurz vor Frühlingsanfang sind die Temperaturen noch einmal tief in den Keller gegangen, Schnee hat in weiten Teilen Deutschlands für Verkehrschaos gesorgt und so reisen wir mit rund 4.500 Besucher etwas erschwert und teils verspätet am diesjährigen Festivalsamstag an. Für uns ist es immerhin noch rechtzeitig, um den Auftritt von Forced To Mode zu verfolgen. Die Vorfreude auf die besten Acts aus Electro-Pop, Industrial und EBM ist schon mal groß.

E-tropolis Festival 2019 Infos & Tickets:

E-tropolis Festival 2019 / etropolis 2019

Forced To Mode

Zurecht werden die Berliner als Deutschlands beste Depeche Mode-Coverband bezeichnet. Schließt man die Augen während der Show, bemerkt man fast keine Abweichungen. Die Stimme von Sänger Christian Schottstädt ist der von Dave Gahan zum Verwechseln ähnlich. Das Trio um den charismatischen Frontmann lässt das Publikum von der ersten Sekunde an mitgrooven. Und so gelingt es der ersten Band des Tages, trotz eisiger Außentemperaturen, Halle und Stimmung um ein paar Grad aufzuwärmen und das tanzende Publikum auf Betriebstemperatur zu kochen. In den 40 Minuten Spieldauer geben sie  eine ausgewählte Setlist von DM-Klassikern zum Besten, angefangen mit „Black Celebration“ über „People are People“, „Personal Jesus“ und „Enjoy The Silence“ um sich dann mit „Never Let Me Down Again“ zu verabschieden.

Eisfabrik

Im direkten Anschluss entern die weißgewandeten Musiker von Eisfabrik die Bühne. Man möchte beim Anblick des Backdrops meinen, dass an einen überdimensionalen Pistenplan erinnert, das die Temperaturen in der großen Halle direkt wieder unter den Gefrierpunkt fallen. Die treibenden Beats animieren jedoch vom ersten Takt dazu, sich zu bewegen. Da wirkt der zum dritten Song von der Bühnendecke rieselnde Kunstschnee schon fast als eine willkommene Erfrischung, für das tanzende Publikum. Das eisige Trio bietet Future-Pop vom Feinsten dar und man hofft, dass die Hamburger Band bei einer der nächsten Auflagen vom E-Tropolis  Festival verdientermaßen eine längere Spieldauer eingeräumt bekommen. Die gemeinsame Dreiviertelstunde ist hier leider viel zu schnell vorüber.

Xotox

Beim Wechsel in Halle Zwei erlebt man direkt einen Wechsel der Musikrichtung. Die One-Man-Show von Xotox ist nach 20-jährigem Bestehen als ein fester Bestandteil in der Industrial-Szene gereift und fackelt auch nicht lange, sondern schmettert direkt metallische Klänge durch die Turbinenhalle. Ob sich die damalige Stahl-Produktion in dem einstigen, nun zur Event-Lokation umfunktionierten, Maschinenbau-Kraftwerk wohl ähnlich angehört hat? Zumindest kann dies Xotox als Inspiration gedient haben. Die angekündigte „Verschnaufpause“ kommt im Gegensatz zu den zuvor dargebotenen Tracks im Mid-Tempo daher. Die in den ersten Reihen versammelten Tänzer passen ihre Choreographie direkt dem Tempo an. Aber so entlässt Xotox sein Publikum noch nicht und entfacht zum Ende des Sets noch einmal für drei Tracks das Schmiedefeuer, um mit stahlharten Hämmern auf das Publikum ein zu schmettern.

CHROM

Zurück in der großen Halle fällt sofort auf, dass sich diese merklich gefüllt hat. Nun sollten auch die letzten Gäste des Festivals eingetroffen sein. Schließlich ist die Veranstaltung seit Anfang Februar mit erwarteten 4.500 Besuchern ausverkauft. Das Dürener Duo Chrom präsentiert sich derweil im elektronisch-melodischen Soundgewand und wird vom Publikum herzlich empfangen. Das Zweiteam versteht es, durch seine Songauswahl zu überzeugen. Zu den treibenden Mid-Tempo-Nummern sieht man im Publikum niemanden, der still steht und auch bei den gemäßigten, sphärischen Tracks, erblickt man reihum in verträumte Gesichter. Zum Glück ist bei 45 Minuten Spieldauer auch genug Zeit, um einen Querschnitt der bisherigen Veröffentlichungen zu präsentieren. Es stellt sich nur gelegentlich die Frage, ob das In-Ear-Monitoring des Sängers richtig funktioniert, da die Stimmsicherheit von Christian Marquis merklich abnimmt, sobald er vor die Monitorboxen tritt. Der Stimmung tut dies jedoch keinen Abbruch und die Elektropop-Band wird nach dem letzten Song mit großem Applaus von der Bühne entlassen.

aesthetic perfection

Dass Aesthetic Perfection mit einer großen Fanbase aufwarten, macht sich nicht nur in der längeren Spielzeit von einer Stunde bemerkbar. Kaum erklingt der erste Ton, beginnt das Publikum überschwänglich zu jubeln. Frontmann Daniel Graves entert adrett gekleidet mit Hut und Glitzerblazer die Bühne und erinnert ein kleinen wenig an Boy George. Nur attraktiver und jünger. Zu Beginn wird direkt der Clubhit „Antibody“ dargeboten und bringt die ersten Reihen zum Springen. Der agile Frontmann fühlt sich offensichtlich pudelwohl im Rampenlicht und posiert souverän für die anwesenden Fotografen und das Publikum. Er setzt sich gekonnt in Szene und hat die Fans mühelos im Griff, was am frenetischen Jubel unschwer zu bemerken ist. Während Daniel Graves die Bühne als persönlichen Laufsteg nutzt, bleibt auch Keyboarder Elliot Berlin nicht regungslos, er benutzt seine Instrumente immer mal wieder als Klettergerüst. Ihre Rolle als Vorturner nimmt das Duo routiniert wahr und überzeugt das Publikum auf ganzer Linie. So entwickelt sich der Auftritt zum Massen-Workout, schnelle Tracks oder auch Mid-Tempo-Songs wie „Big Bad Wolf“ werden auf und vor der Bühne gefeiert. Zu „Spit it out“ werden die Energiereserven des Publikums dann noch ein letztes Mal gefordert, der treibende Beat tut sein übriges, so dass die Menge völlig begeistert mitgeht.

Nachtmahr

Das Projekt Nachtmahr vom österreichischen Musiker Thomas Rainer spielt im Anschluss und ist bereits seit 11 Jahren auf den Bühnen des Landes unterwegs. Mit Industrial und Aggrotech gepaart mit kriegerischee Lyrik gibt es ordentlich was auf dir Ohren. Ein musikalisch einwandfreier Auftritt, bei dem die gute Akustik ihren Teil zu einem fabelhaften Konzerterlebnis beigetragen hat. Mittlerweile macht sich bei uns aber ein Hungergefühl breit, das erst einmal gestillt werden möchte.

Frozen Plasma

Frisch gesättigt, geht es für uns weiter in die kleine Halle zu Frozen Plasma, die als die beste und gutaussehendste Band des Abends vom Moderator angekündigt wird. Wie er jedoch zugibt, soll er für diese Ansage auch 50,- Euro Taschengeld bekommen haben. Es ist anzunehmen, dass sich das Publikum weniger wegen der optischen als der akustischen Reize zum Auftritt der Band versammelt hat. So eröffnen Frozen Plasma mit „Age After Age“ ihre Show und führen mit den anschließenden Songs wie ein roter Faden durch ein angenehm melodischen Klangteppich. Bevor jedoch Monotonie aufkommt, stimmen sie mit „Warmongers“ einen ihrer Tanzhits an und auch auf den oberen Rängen der Halle kommt Bewegung in die Zuschauer. Auch „Generation Of The Lost“ wird begeistert vom Publikum gefeiert. Im Anschluss wird es mit „Crossroads“ wieder ein wenig träumerischer bevor zu „Crazy“ alle Gliedmaßen wieder in Ekstase versetzt werden. Die Coverversion von „Living in Video“ wird ebenso frenetisch abgefeiert. Frozen Plasma gönnen ihrem Publikum keine Verschnaufpause. Zu „Tanz Die Revolution“ werden alle Energiereserven mobilisiert und zu „Murderous Trap“ gefordert. Mit diesem Song endet ein großartiger Auftritt und den Fans wird nun die Verschnaufpause gegönnt, die genutzt wird, um die Halle zu wechseln, da dort schon der Co-Headliner in den Startlöchern steht.

Project Pitchfork

Wer musikalisch eher aus einem rock-lastigen Background kommt, der kann sich bei Project Pitchfork schon mal freuen, bevor die Band überhaupt auf die Bühne kommt. Denn dort steht ein Schlagzeug bereit – und nicht nur eines ist dort aufgebaut, sondern gleich drei! Wo die meisten Bands des Genres die Rhythmussektion ausschließlich digital erzeugt, steht hier noch gute musikalische Handarbeit im Vordergrund, um den Takt anzugeben. Sänger und Frontmann Peter Spilles‘ gesangliche Leistung ist auf voller Höhe und die Menge zappelt und gröhlt zu den harten Beats.

VNV Nation

Mit VNV Nation entert der diesjährige Headliner die Bühne. Über diese Band müssen eigentlich kaum Wort verloren werden, sie zählen seit Jahren zu den Top-Acts der Dark-Electro-Szene. Entsprechend laut fällt auch die Begrüßung durch das Publikum aus. Anfangs scheint es, als hätte sich das Publikum bei den vorangegangenen Bands allerdings zu stark verausgabt. Lediglich im hinteren Teil der Halle sind die nimmermüden Duracell-Tanzhäschen, die ihr Performance-Workout weiterführen. Zu „Tomorrow Never Comes“ kommt endlich wieder Bewegung in die gesamte Masse und zu „Honour“ befeuert Sänger Ronan das Publikum nochmal Gas zu geben.

Leider macht sich auch beim E-tropolis Festival 2018 der schwindende Szene-Nnachwuchs, wie auch in anderen Subkulturen jenseits des Mainstreams, bemerkbar. Der Durchschnittsbesucher befindet sich in seinen Dreißigern und hat nicht mehr so vielr Hummeln im Hintern wie noch vor zehn oder fünfzehn Jahren. Dem lautstarken Applaus für jeden Song ist jedoch zu entnehmen, dass das Publikum ihrem Headliner durchaus Tribut zollt. So geben VNV Nation einen ausgewogenen Querschnitt ihrer Schaffensphase zum Besten. Natürlich fehlen ihre Hits wie „Illusion“ genauso wenig, wie das energiegeladene „Space & Time“, bei dem sich Sänger Ronan ein Gesangsduell mit dem Publikum liefert. Zum anschließenden „Nova“ erstrahlt die Halle dank der zahlreich gezückten Handytaschenlampen wie ein Lichtermeer.

Auffällig ist, dass VNV Nation viele Songs spielen, die sie schon seit längerem nicht mehr live dargeboten haben. Sänger Ronan hat sichtlich Spaß, des öfteren werden seine Texte durch herzliche Lacher unterbrochen, gerade als er zum abschließenden „Perpetual“ Gefallen an der Kopfbedeckung eines Graben-Securitys findet. Diese wird ihm schelmisch vom Kopf gezogen, um den Beschützer freundlich hinter den Ohren zu kraulen. Ob dies in seiner Heimat Irland ein Brauch zum heutigen St-Particks Day ist, wer weiß, zur Belustigung des Publikums hat es offensichtlich beigetragen. Der sympathische Frontmann bedankt sich abschließend bei allen Besuchern und mit diesen freundlichen Worten findet das E-tropolis Festival 2018 sein Ende. Auf die  Neuauflage im nächsten Jahr in freuen wir uns schon jetzt!

Danke: Ulli Depfenhart (Text).

E-tropolis Festival 2017 – das finale Line Up steht

Beim E-tropolis Festival 2017 wird Oberhausen nun zum siebten Mal zur Hauptstadt der düsteren Electroklänge. „Bässer-Härter-Lauter“ ist das langjährige Motto in der Turbinenhalle mit vielen Hochkarätern aus EBM, Elektropop, Synthpop und Industrial. Mittlerweile sind fünfzehn großartige Bands für das finale Line Up bestätigt, die sich alle im am 18. März 2017 die Klinke in die Hand geben werden. Für das Festivalspektakel der elektronischen Art haben sich als Headliner erstmals die belgischen Klanghexer Front 242 angekündigt, gefolgt von Covenant und Agonoize. Wie im letzten Jahr findet das E-Tropolis Festival in der Turbinenhalle Oberhausen statt, denn dort gibt es genug Platz für zwei Bühnen und ein ausgedehntes gastronomisches Angebot, dazu wird es eine Händlemeile und natürlich viele Merch-Stände geben.

Hier findest du deine Festival Checkliste!

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Ruhrpott Metal Meeting 2016 – Tag 2: So war der Samstag

Größer als erwartet erstreckte sich der Metalmarkt in einer weiteren Halle der Turbinenhalle. Neben den üblichen Verdächtigen in Sachen Merchandise wurde auch für den guten Zweck geflippert. Der Erlös ging an die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in Mülheim und Oberhausen. Für den kulinarischen Genuss gab es, wie sollte es im Pott auch anders sein, Currywurst-Pommes-Mayo. Lecker! Da Merch und Essen sich die Halle geteilt haben, gab’s zum neuen Shirt den Pommesgeruch für zuhause direkt gratis dazu. Eine große Garderobe sucht man in der Turbinenhalle vergebens. Dafür gibt es ausreichend schuhkarton-große Schließfächer und damit keine langen Warteschlangen beim Abholen seiner Jacke oder Wertsachen, die mit etwas quetschen auch noch Platz im Schließfach finden. Bezahlt wird mit Wertbons. Also zweimal anstehen für’s Bier und die Currywurst. In der Vorhalle war es, nicht zuletzt der Jahreszeit geschuldet, etwas kalt. Dafür in beiden Hallen und dem Metalmarkt kuschelig warm.

So war das RUHRPOTT METAL MEETING 2016

Düster ging es am zweiten Tag des Ruhrpott Metal Meetings mit den vier Schweden Metallern um Sänger Jamie Anderson von Sister auf der Mainstage los. Der Gig war Bestandteil der „Destination Dust“-Tour zum im November erschienenen neuen Studioalbum „Stand Up, Forward, March“. Mit ordentlich Druck und einem um Welten besseren Sound als am ersten Tag, ließen Sister die Turbohalle beben.

BLIKSEM

Das Belgien nicht nur gutes Bier kann, bewiesen die Thrash-Metaller mit ihrer barfüßigen Frontfrau Peggy Meeussen von Bliksem. Mit einem kompakten aber heftigen Gig übernahmen Sie den zweiten Slot auf der Ruhrpottstage (Mainstage).

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Schon ab kurz vor Drei ging es auf der kleinen Bühne, der Flöz Stage, für die Newcomer los. Qualifiziert hatten sie Hopelezz, Delirious, Teutonic Slaughter und Words of Farewell. Um kurz vor Sieben war es dann so weit und der von vielen Fans erwartete Auftritt von Darkness begann. The Death Squad ist back! Die 1984 in Essen gegründete, 1991 aufgelöste und 2004 wiedervereinigte Thrash-Band aus Essen hatte während ihres fast einstündigen Gigs die Flöz fest im Griff und bewies einmal mehr, dass es für Dirk, Arnd, Lee, Lacky und Meik noch lange nicht Zeit fürs Altenheim ist.

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DESASTER

Zustimmendes Mitwippen in den ersten 10 Reihen erspielten sich ab 19:00 Uhr die Black/Thrash – Metaller von Desaster um Sänger Guido „Sataniac“ Wissmann auf der Ruhrpottstage. Nette Sache: Auf der Bandhomepage gab die Band vor dem Auftritt auf dem Ruhrpott Metal Meeting noch Tipps zu Hotels rund um die Turbinenhalle. Alles in allem ein Runder Gig, der mit Sicherheit den ein oder anderen Black Metaller innerlich zur Eskalation gebracht haben wird.

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RAGE MEETS REFUGE

Von diesem Zeitpunkt an starteten die Bands auf beiden Bühnen aufgrund kleinerer Verschiebungen Zeitgleich. Das machte es nicht nur der Presse, sondern auch dem Publikum nicht leicht, die sich nun entscheiden mussten.

20:00 Uhr, Flöz: Als Headliner standen am Samstag Rage Meets Refuge auf der „Flöz-Stage“ in der kleinen Halle in der Turbinenhalle, die fast wegen Überfüllung geschlossen werden musste. Zu Beginn lieferten die Herner Power Metaller um Peavy Wagner eine Mischung aus alten Schätzen und Tracks vom neuen Album „The Devil Strikes Again“. Im späteren Verlauf standen dann neben Peavy die Refuge Musiker Manni Schmidt und Christos Efthimiadis auf der Bühne und bildeten die Bandformation, mit der Rage Ende der 80er auf der Bühne stand und auch 1993 das Album „The Missing Link“ veröffentlichte. Während des einstündigen Gigs nutzen Rage souverän ihren „Heimvorteil“ im Pott und teilte ordentlich aus.

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LEGION OF THE DAMNED

Dass das Sound-Team des Ruhrpott Metal Meeting entweder am zweiten Tag mit neuem Personal aufgeschlagen ist oder eine Menge dazugelernt hat, wurde spätestens beim Auftritt von Legion of the Damned klar. Die 12 Jahre alte Thrash-Band aus den Niederlanden um Sänger und Gründungsmitglied Maurice Swinkels hämmerte ab 20:00 Uhr mit einem irrsinnigen Druck nun auch dem letzten Besucher den Kater vom Vorabend aus der Murmel und die Crowd konnte endlich zeigen, dass das Ruhrgebiet nicht nur den Pütt (also Schacht), sondern auch den Pit kennt.

Pech leider für alle Fans von Legion of the Damned und Rage. Durch die komplette Überschneidung musste sich der Zuhörer entscheiden. Wir hätten gerne beide Bands in voller Länge gesehen. Ab jetzt ging es nur noch auf der Mainstage weiter.

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SAXON

Halle voll, Stimmung toll! Wie erwartet lieferten Saxon eine gute Show ab, zu der sie angemessen vom Oberhausener Publikum gefeiert wurde. Ein besonders bewegender Moment, im letzten Teil des Sets der britischen Schwermetaller, leitete Peter Byford ein. Eigentlich wäre dieses Jahr eine gemeinsame Tour mit Motörhead geplant gewesen. So ließen es sich die Briten zum kommenden einjährigen Todestag von Lemmy Kilmister am 28.12. nicht nehmen Ace of Spades zu performen, was die Menge mit einem gepflegten, dreiminütigen Ausrasten quittierte. Danke dafür! Auch Princess of the Night, Wheels of Steel und 20.000 Feet durften natürlich zum Abschluss des Gigs nicht fehlen.

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BLIND GUARDIAN

23:00 Uhr: Blind Guardian. Mit den Worten „Im Pott ist es immer noch am schönsten!“ begrüßte Frontmann Hansi Kürsch die gut aufgeheizte Turbinenhalle. Schon vorher kündigten Veranstalter und Band an, dass der Gig der Krefelder Metal-Legenden ganz im Zeichen der 95er Platte „Imagionations from the other Side“ stehen wird. Während der ersten knapp zwei Stunden spielten und feierten sich Band und Publikum in eine handfeste Euphorie. Ende Laut Zeitplan: 0:30 Uhr. Denkste! Insbesondere der Zugabenteil ging unter die Haut. Beim Bard’s Song zeigten die Besucher beeindruckend, dass ca. 3.000 Menschen lauter sein können als die nicht gerade kleine PA beim Metal Meeting. Weltspitzenklasse sagt Hansi. Finden wir auch! Gegen kurz nach Eins gab es eine schlechte Nachricht für alle Blind Guardian Fans. Valhalla wird langsam zum Alteisen gelegt und aus dem Programm genommen. Aber, „weil ja Weihnachten ist, spielen wir ihn nochmal!“ Was folgte war eine fast 10-minütige Version des Klassikers. Zum krönenden Abschluss gab es als letzten Song Majesty auf die Ohren, um dann die nun vollends heiseren Fans und die Band in den wohlverdienten Feierabend zu entlassen. Das Fazit der meisten Besucher und auch unseres Teams: Die beste Blind Guardian Show, die wir bis jetzt gesehen haben. Ende: 1.30 Uhr.

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Fazit: Am zweiten Tag wurde unsere Hoffnung nach besserem Sound nicht nur erfüllt sondern übertroffen. An der Organisation könnte allerdings an der einen oder anderen Stelle wie z. B. dem Einlass und der zeitgleichen Running Order noch gefeilt werden. Dennoch ist das Ruhrpott Metal Meeting eine gute Möglichkeit, die sonst so festivalarmen Wintertage mit einer ordentlichen Schippe Schwermetall zu versüßen. Glück Auf!

Ruhrpott Metal Meeting 2016 – Tag 1: So war der Freitag

Echtes Festival-Feeling im Advent gibt es nicht? Denkste! Komma innen Pott, da gibbet ordentlich watt uffe Umme! Im zweiten Jahr öffnete die Turbinenhalle in Oberhausen am ersten Dezemberwochenende ihre Pforten für das Ruhrpott Metal Meeting. Getreu dem Festival-Motto „Stahl liegt in der Luft“, ließen es circa zweitausend Metalheads schon am Freitag ordentlich krachen.

Nailed to Obscurity gaben sich als Opener die Ehre. Leider nur vor wenig Publikum, da Einlassbeginn und Spielstart der Esenser Death Metaller auf die selbe Uhrzeit fielen. An dieser Stelle sollte die Orga etwas nachbessern.

Vom hohen Norden ging es dann zu unseren Nachbarn aus den Niederlanden. Izegrim, die vor ein paar Wochen schon mit der hannoveraner Band Cripper in Deutschland auf Tour waren, heizten der mittlerweile halbvolle Turbinenhalle ordentlich ein. Dabei zeigte sich die die Truppe um Frontfrau und Bassistin Marloes wie gewohnt dynamisch und nah am Publikum. Zum Ende des halbstündigen Sets hatte sich auch der Eingangsstau zugunsten einer nun fast vollen Halle aufgelöst. Gitarrist Jeroen fasste den Auftritt im Anschluss treffend zusammen:“Wir machen Musik, weil es Spass macht!“ – Wir sagen: Stimmt!

UNEARTH

Mit Unearth startete dann um halb Acht der MTV Headbangers Ball. Die namensgebende TV-Show gehörte nach seiner Erstausstrahlung Ende der 80er zu den erfolgreichen Formaten des Musiksender und wurde in den USA acht und in Europa sechs Jahre im Hauptprogramm ausgestrahlt. Die fünf Metalcorer von Unearth aus Massachusetts gaben ab dem ersten Song Vollgas und verwandelten die Bühne im positiven Sinne in eine große Hüpfburg. Was den Sound anging, gab es in der Turbinenhalle noch „Luft nach oben“, was sich leider durch die gesamte Headbangers Ball Show zog.

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KATALYSM

Als zweiter MTV-Show-Act stiegen Katalysm auf die Bühne. Die Kanadier überzeugten sowohl mit Ihrer Songauswahl als auch mit einer soliden Show. Neben Klassikern wie „Taking the world by Storm“ vom Album Prevail gab es für die Oberhausener Metal-Heads in der mittlerweile vollen Turbinenhalle auch viele neue Songs auf die Ohren.

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ENSIFERUM

Ensiferum setzten anschließend mit ihrer Mischung aus Folk- und Viking-Metal einen guten Kontrapunkt zum Death/Thrash Schwerpunkt des Abends. Mit ihrer energiegeladenen Show hatten die fünf Finnen die Turbinenhalle fest im Griff und lieferten einen gewohnt guten Gig mit einer passenden Mischung aus ihrem Song-Repertoire.

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ICED EARTH

Headliner des Abends waren Iced Earth. Die Fünf amerikanischen Power-Metaller zeigten durch die Bank eine gute Bühnenpräsenz, konnten die Besucher aber nicht so fesseln, wie Ensiferum, Katalysm oder Unearth, was nicht zuletzt an der Auswahl der Songs und dem schlechten Sound lag. Ziemlich genau um 00:00 Uhr beendete die Band um Jon Schaffer mit dem Klassiker „Watching Over Me“ und ohne anschließende Zugabe den Headbangers Ball und somit auch den ersten Abend beim Ruhrpott Metal Meeting 2016.

Alles in allem ein guter Auftakt für das noch junge Festival mit Hoffnung auf besseren Sound an Tag zwei.

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