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Inhalt

Metal-Giganten erobern Hamburg: Powerwolf, Hammerfall + Wind Rose vereinen Kräfte

Am Freitagabend, den 4. Oktober 2024, verwandelte sich die Barclays Arena in Hamburg in ein Mekka für Heavy-Metal-Fans. Drei gigantische Bands der Szene, Powerwolf, Hammerfall und Wind Rose, hatten sich die Ehre gegeben, die Bühne zu teilen. Es war ein Abend voller Power, epischer Hymnen, betrunkener Zwerge, brennender Priester und eindrucksvoller Bühnenshows. Der Grundstein mit einer fast ausverkauften Halle war hier schon gelegt und so strömten Heerscharen an Fans in die Halle um die Wolfsnächte zu feiern.

Wind rose

Den Anfang machte die italienische Band Win Rose, die mit ihrem einzigartigen „Dwarven Metal“-Stil das Publikum sehr schnell auf Betriebstemperatur brachte. Mit ihren von Tolkien inspirierten Texten und einem stimmungsvollen Auftreten, das an tapfere Zwerge erinnert, erzeugten sie eine beeindruckende Atmosphäre. Songs wie „Drunken Dwarves“ und „Diggy Diggy Hole“ wurden lautstark mitgesungen, während die Fans zu den harten Gitarrenriffs und epischen Melodien abgingen. Die Band verstand es, die Menge sofort mitzureißen und bereitete sie perfekt auf den weiteren Verlauf des Abends vor. Wind Rose bewies, dass sie nicht nur eine Vorband, sondern ein ernstzunehmender Teil der Metal-Szene sind.

Hammerfall

Nach Windrose betraten die schwedischen Metal-Helden von Hammerfall die Bühne und legten direkt mit einem donnernden „Avenge the Fallen“ &“Brotherhood“ los. Die Band, die seit über zwei Jahrzehnten zur Speerspitze des Power Metal zählt, zeigte sich in Höchstform. Der charismatische Frontmann Joacim Cans heizte dem Publikum mit seiner markanten Stimme ein, während Gitarrist Oscar Dronjak und Bassist Fredrik Larsson mit ihren energiegeladenen Performances glänzten. Klassiker wie „Hearts on Fire“ und „Renegade“ verwandelten die Arena in einen gigantischen Chor, als die Fans begeistert mitsangen, aber auch “Last Man Standing“ und “Hail to King“ überzeugten auf ganzer Linie. Die Mischung aus schnellen Riffs, epischen Melodien und hymnischen Refrains machte Hammerfall zu einem absoluten Highlight des Abends.

Powerwolf: Die Wölfe auf Beutezug

Doch der wahre Höhepunkt kam, als Powerwolf die Bühne übernahm, die Band entführte das Publikum in eine Welt voller dunkler Mystik und unaufhaltsamer Energie. Bereits der Opener “ Bless ’em With the Blade“ ließ keinen Zweifel daran, dass Powerwolf gekommen waren, um das Haus zu rocken. Die Band setzte auf eine imposante Lichtshow und einer Menge Pyros, während Sänger Attila Dorn mit seiner kraftvollen Stimme und theatralischen Präsenz die Bühne beherrschte.

Es folgten Hits wie „Army of the Night“, „Incense & Iron“ und natürlich “ Dancing With the Dead“, bei denen das Publikum jeden Text aus vollem Herzen mitsang. Die perfekte Inszenierung mit sakralen Elementen, Feuerfontänen und Chorgesängen machte die Show zu einem audiovisuellen Erlebnis. Nebenbei wurde die Show noch mit allerlei Späßen und Sondereffekten gewürzt, so landet Falk Maria bei “1589“ schon mal auf dem Scheiterhaufen oder kann auf seiner Feuerorgel glänzen. Die Setlist lässt im Ganzen auch wenig offene Wünsche, “Demons Are a Girl’s Best Friend“, “Blood for Blood“ oder “Stossgebet“ sorgen für ein ausgelassenes Publikum in der ganzen Halle. Zur späten Stunde ging es dann in das feurige Finale mit “We Drink Your Blood“ und “Werewolves of Armenia“ und die Fans wurden mehr als zufrieden in die Nacht entlassen.

Powerwolf zeigten einmal mehr, warum sie zu den größten Namen des Genres gehören. Attila Dorn nutzte zudem die Gelegenheit, sich für die treue Unterstützung der Hamburger Fans zu bedanken und versprach, bald wiederzukommen. Die Metal-Community kann sich glücklich schätzen, solche Shows erleben zu dürfen und gestern in Hamburg war definitiv einer dieser Abende, der in die Geschichte eingehen wird.

United Forces – Hammerfall und Helloween in Hamburg

“Zum ersten Mal” ist etwas, das viele mit der Hamburger Sporthalle verbinden. Die meisten meiner hamburger Freunde wissen noch genau was ihr erstes Konzert in der Sporthalle war (meins: Greenday) oder welche Bands sie zum ersten mal in der Sporthalle gesehen haben, bevor die selbe Band Jahre später in der Volkspark-Arena aufgetreten ist (für mich z.B. Volbeat, Airbourne, Sabaton).

Mit 4.000 Steh und 3.000 Sitzplätzen liegt die Sporthalle Hamburg in der komfortablen Zone zwischen den 1.00 – 1.500 Besucher-Locations wie Große Freiheit 36, Docks und Grünspan, und den 16.000 Plätzen der Barclaycard-Arena. Man bekommt mit, wie imposant es ist, wenn mehrere Tausend Leute einen Song singen und der Band-Frontmann nur “dirigiert”, hat aber auf den hinteren Plätzen nicht das Problem, dass die Band nur aus einer Ansammlung von Punkten besteht. Vor dem Konzert fallen mir vor allem die zahlreichen Teens und Früh-Twens ins Auge, meistens in Begleitung ihrer Eltern bzw. Leuten die vom Alter her ihre Eltern sein könnten und mit denen meiner Meinung nach auch eine gewisse verwandtschaftliche Ähnlichkeit besteht. Nachdem das Durchschnittsalter bei Metal-Konzerten (gerade bei den alt-eingesessenen Bands aus den 80ern) gefühlt immer weiter steigt, ist es schön, eine neue Generation von Metalhead heranwachsen zu sehen.

hammerfall

26 Jahre ist es her, dass Hammerfall zum ersten Mal in Hamburg aufgetreten ist, damals mit ihrem ersten Album “Glory to the Brave” im Gepäck. Der gleichnamige Song darf bis heute auf keinem Hammerfall Konzert fehlen. Ebenso wie Oscar Dronjak, der blasse Schwede mit den langen, platinblonden Haaren. Das einzige Gründungsmitglied, das immer noch bei Hammerfall Gitarre spielt und die Hammer-förmig Gitarre spielen und schwingen darf.

Aber Hammerfall ist keine Band die sich auf ihren “Klassikern” ausruht. Im Februar 2020 noch auf Tour mit Battle Beast-Sängerin Noora Luhimo (ebenfalls in der Sporthalle), haben sich die Schweden direkt danach während der Corona Pandemie im Studio eingeschlossen und ein neues Album “Hammer of Dawn” released. Und das heutige Set wird auch direkt mit “Brotherhood” vom neuen Album eröffnet. Wo Hammerfall drauf steht ist auch Hammerfall drin, es gibt keine Überraschungen und Experimente. Und doch hat man das Gefühl, dass bei den Songs vom Album “Hammer of Dawn” aufgestaute Energie raus musste. Das “Nicht Touren können” hat zu Songs geführt die sehr Live-Gig-Tauglich sind, und so sind mit “Brotherhood”, “Venerate Me” und “Hammer of Dawn” Songs erschienen, die zum Mitsingen und Mitmachen animieren.

Den selbstironischen Song “Too Old to Die Young” spielen sie nicht, dafür aber ein Medley vom 4. Album “Crimson Thunder” das letztes Jahr sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert hat. Und zum krönenden Abschluss dürfen alle noch mal die Klassiker mitsingen: “(We make) Sweden Rock” und “Hammer High” zeigen noch mal deutlich wo die Herren des Old-School-Power-Metal herkommen, und wo die Reise weiter hingehen wird. Bis hoffentlich bald auf der nächsten Tour.

Helloween

2018, Sporthalle Hamburg. Vor der ausverkauften Halle tritt Helloween auf, als krönender Abschluss der “Pumpkins United” Tour. “United”, weil zwei altbekannte Stimmen wieder mit dabei sind. Kai Hansen, Gründungsmitglied und allererster Sänger von Helloween, der sich nach 2 Jahren vom Gesang zurückzog und als Gitarrist noch 4 weitere jahre die Band voran brachte, und Frontmann Michael Kiske, der Kai damals am Mikrofon abgelöst hat, waren wieder zurück und standen mit Andi Deris (seit 1994 Frontmann von Helloween) zusammen auf der Bühne.

Nachdem die darauf folgende “United Together” Tour 2020 vorzeitig beendet werden musste, hat Helloween sich in der neuen Konstellation ins Studio gesetzt und ein neues Album namens “Helloween” herausgebracht, das nun in der neuen “United Forces” Tour in die Welt getragen wird. Und auch nach Hamburg in die Sporthalle. Bereits der Eröffnungssong “Skyfall” (letzter Track vom neuen Album) zeigt wo die Reise hingeht. Nach einem eher ruhigen Start mit jaulender Gitarre und Gesang von Frontmann Andi Deris folgen 12 Minuten schnelle Gitarren-Riffs, Schlagzeug-Gewitter und Lyrics mit langgezogenen Screams. Unentwegt tanzen die Finger der Gitarristen auf dem unteren Bereich der Gitarrenhälse und entlocken der Gitarre hohe, jaulende Tonfolgen, gestützt von harten Metal-Riffs. Michael und Andi lösen sich dabei ab ins Mikro zu screamen und immer höhere Töne zu treffen oder singen im Duett den gut mitsingbaren Refrain.

Der Song zeigt deutlich, wo der Unterschied zwischen Helloween und “Klassischen” Power-Metal Bands wie Hammerfall ist. Hammerfall befolgt die Grund-Rezeptur des Power Metal mit 2 Gitarren, Bass und Schlagzeug, bei der jeder Song eins von Tempi durchhält (Schnell, Ballade oder richtig schnell). Helloween wiederum schiebt in Skyfall gleich mehrere Passagen mit unterschiedlichen Tempi ein, die zeigen wie breit die Palette dieser Band ist. Ab Minute 4 wird aus dem schnellen Metal-Song ein langsamer Rock-Song, und abgesehen vom Metal-Fundament der schweren Gitarren fühlt man sich an Songs wie Rocketman von Elton John erinnert. Eine Minute später werden schon wieder schnelle Gitarren-Soli gespielt, aber der Song wechselt in einen relativ simpel gestrickten “Metal-Helden-Epos” wie man ihn von Iron Maiden kennt, um dann wieder progressiver und komplexer zu werden.

Die größere Varianz und ein Hang zur Virtuosität (wenn auch nicht auf dem Niveau eines Dream Theater) hat Helloween zu einer der ganz großen Bands werden lassen, was man eindeutig anerkennen muss, während die Band eine Reise durch 39 Jahre Bandgeschichte mit ihrem Set vollzieht. Mittendrin darf Kai Hansen noch einmal das Mikrofon ergreifen und ein Medley von “seinen” Songs singen, wobei er die Fackel bzw. die E-Gitarre an seinen Sohn übergibt. Gitarrist und Sohnemann Tim Hansen hat sichtlich Spaß dabei, auf der großen Bühne zu stehen und mit den “Großen” zu spielen.

Und so ist es auch schön, dass auf der Bühne die nächste Generation von Metal-Heads zu sehen ist, die alle “Erstlinge” im Publikum willkommen heißt. Am Ende gibt es in alter Metal-Manier zwei Zugaben, und das Publikum wird standesgemäß mit dem Helloween-Klassiker “I want Out” in die Samstag-Nacht verabschiedet.

90er Power Metal vs. 80er Hardrock Metal – Hammerfall in Hamburg

Das Konzept des Special Guests auf Konzerten ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite bekommt der Besucher „zwei Bands zum Preis von einer“. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich eine Karte holt, wenn zwei große Bands auf dem Plakat stehen ist sicher größer, genauso wie die Vorfreude. Andererseits kann es durchaus sein, dass einige Besucher den Special Guest auch mal mehr feiern als den Main Act oder auch gar nicht am Headliner interessiert sind.

Als langjähriger bzw. jahrzehntelanger Fan von Hammerfall – das erste Album ist immerhin 23 Jahre alt – muss ich trotzdem eingestehen, dass die Battle Beast Frontfrau Noora eine unglaubliche Präsenz und ein verdammt hohes Energie-Level auf die Bühne bringt, zusammen mit einem verdammt mächtigen Gesangs-Organ. Ich bin gespannt, ob sie es nicht vielleicht sogar schafft, die “alten Schweden” von Hammerfall an die Wand zu singen.

Serious Black

Aber bevor das Duell Kampf-Biest gegen Hammer-Gitarre startet, eröffnet die relativ junge Power-Metal-Band Serious Black das Konzert. 2015 ist das erste Album “As Daylight Breaks” rausgekommen, seitdem hat die Band fleißig Songs geschrieben und war immer wieder auf Tour. Einen Tag vor dem Konzert ist das mittlerweile fünfte Album “Suite 266” erschienen, von dem der Song “We still stand tall” Teil des Live-Sets ist.

Die Songs von Serious Black sind eine gelungene Mischung aus Hardrock und Power-Metal. Eingehende Melodien werden von einer Doublebass-Drum und harten E- und Bass-Gitarren-Rhythmen vorangetrieben. Inhaltlich versuchen die Songs eine Welt zwischen Traum, Wahnvorstellung und Albtraum zu zeichnen. Das Konzept ebenso wie der Bandname fußt auf dem Harry-Potter-Character “Serious Black”, der in einem Gefängnis von sogenannten “Dementoren” in den Wahnsinn getrieben wird.

Battle Beast

“Solange die Walküre noch singt, ist die Oper nicht zu ende.” An diesen Satz muss ich immer denken, wenn Noola von Battle Beast das Mikrofon ergreift und “Unbroken” schmettert. Und das liegt bei weitem nicht (nur) an ihrem beeindruckenden Bühnenoutfit mit langen Teufelshörnern und Theaterschminke. Noola hat die Präsenz und das Organ, um auch auf der Bühne eines Opernhauses zu bestehen. Allerdings wäre sie da mit ihren rumalbernden “Jungs” und der Mischung aus 80er Hardrock und “klassischem” Power-Metal etwas Fehl am Platz.

Eingängige Synthie- und Keyboard-Melodien, die von Kenny Loggins (Foot Loose, Top Gun) sein könnten, neu interpretiert mit einer Double-Bass-Drum und schnellen Power-Metal-Gitarren. Dazu singt Noola rotzig wie eine Rockröhre à la Bonnie Tyler (Hero), Melissa Ethride (Like the Way I do) und Tina Turner (What’s love got to do with it). Songs wie „Unbroken“ und „Unfamiliar Hell“ setzt das Publikum in Bewegung, beim langgezogenen “heeeaaaart” von “Straight to the Heart” grölt die ganze Sporthalle schief mit. Schade, dass “Endless Summer” nicht Teil des Sets ist, die Ballade hätte uns allen eine kurze Atempause verschafft. So hetzt uns Battle Beast über Songs wie „Eden“, „Hollywood endings“ und „King of the Day“ und gönnt uns keine Verschnaufpause, bis sie unter tosendem Beifall von der Bühne gehen und der Umbau für Hammerfall startet.

Hammerfall

Ja, Battle Beast sind gut gewesen und das Publikum hat sich mitreißen lassen. Aber sobald das Licht ausgeht und die “HAM-MER-FALL!! HAM-MER-FALL!!” Rufe losgehen, weiß man genau, für wen das Publikum heute Abend in die Sporthalle gekommen ist. “Dominion” heißt das neue Album, dass die Schweden letztes Jahr veröffentlicht haben, “Dominion” heißt auch die Tour und von Dominion ist auch der Eröffnungssong “Never Forgive, Never Forget”.

Großartig ist David Wallin am Schlagzeug, der mit den donnernden Kicks tatsächlich das Feeling massiver Steinhammer erweckt, die alles nieder hämmern was ihnen im Weg ist. Dazu die von Hammerfall bekannten knackigen Riffs, überlagert mit harmonischen Melodien, die sich sofort als Ohrwurm festsetzen. „Dominion“ ist ein Back to the Roots, ein Album wie das 2000er „Renegade“.

Es folgt ein weitere Dominion-Song “One against the World” bevor man zum allerersten Album “Legacy of the Kings” zurückkehrt und “Heeding the Call” spielt. Danach eine Zeitreise durch die Alben von Hammerfall, fast alle großen Hits werden gespielt, “Hallowed by the name”, “Renegade” und Last man Standing” werden gemischt mit neuen Songs wie “Bloodlines” und “Dominion”. Einzig “Trailblazer” fehlt. Aber als Entschädigung gibt es mein persönliches Konzert-Highlight: Die Band geht von der Bühne, das Licht wird gedimmt, ein Klavier wird eingespielt. Und dann folgt ein zauberhaftes Duett zwischen Joacim und Noola. “Second to One” ist eine wundervolle Ballade vom neusten Album, und der Schwedische Sänger und die finnische Sängerin sind das perfekte Paar für diesen Song. Noola zeigt, dass sie auch Klargesänge beherrscht, wie man sie von Nightwish und Tarja kennt und Joacim zeigt, dass er nicht nur zum Kampf rufen und die Hölle beschwören kann, sondern mit seinem Standing und seiner Stimme durchaus mit den Sängerinnen des Melodic Metal mithält.

Am Ende ist Hammerfall sich selbst treu: Das Set Endet mit “Let the Hammer fall”, als Zugange gibt es noch mal “Hammer High” und “(We make) Sweden Rock” bevor die Fans mit “Hearts on Fire” in Wochenende entlassen werden.

Hammerfall in Oberhausen – Was ihr wissen solltet

Am Samstag, den 1. Februar 2020 spielen Hammerfall in Oberhausen ein Konzert auf ihrer aktuellen „World Dominion Tour 2020“! Hier findet ihr nachfolgend einen Überblick über Anfahrt, Einlass, Vorgruppe und viele weitere hilfreiche Informationen. Im Mittelpunkt der Show, die in der Turbinenhalle Oberhausen stattfindet, stehen natürlich die schwedischen Power Metaller selbst, darunter Frontmann und Sänger Joacim Cans und seine vier Bandkollegen.

Insgesamt 12 Konzerte haben Hammerfall zwischen dem 30. Januar und 23. Februar 2020 auf dem Plan. Der Frontmann und seine und seine schwedischen Mannen sind bekannt für ihre energiegeladenen Shows und werden auch dieses Mal wieder den Metal Hammer für euch schwingen. Mit dabei haben sie ihr neues Album „Dominion“, das im August 2019 erschienen ist und natürlich jede Menge Pyrotechnik!

Wenn ihr bereits vorab ein Ticket für Hammerfall in Oberhausen ergattert habt, könnt ihr jetzt die Planung für das bevorstehende Konzert starten. Hier findet ihr übersichtlich und auf einen Blick alle wichtigen Infos, damit ihr euch voll und ganz auf das große Konzerterlebnis konzentrieren könnt. Hammerfall in Oberhausen Tickets gibt es für alle kurzentschlossenen noch bei Eventim oder auch noch an der Abendkasse. 

Anreise und parken

Mit dem PKW reist ihr am besten folgendermaßen an:

Aus Richtung Köln: Bei Ausfahrt 12 Richtung A42 fahren; Bei Gabelung rechts halten, Schildern nach Dortmund/Oberhausen/A42 folgen und A42 nehmen. Bei Ausfahrt 10-Oberhausen-Zentrum auf B223 in Richtung A516/Arnheim/Oberhausen-Sterkrade fahren. Bei Gabelung rechts halten, Schildern nach Mülheim a.d. Ruhr/B223/OB-Zentrum folgen und rechts abbiegen auf B223. Links abbiegen auf Essener Str./B231, rechts abbiegen auf Im Lipperfeld. Das Ziel befindet sich rechts.

Aus Richtung Dortmund: Bei Ausfahrt 14-Kreuz Herne auf die A42 in Richtung Duisburg/Gelsenkirchen/Dortmund/Castrop-Rauxel fahren. Bei Gabelung links halten und in die A42 einfädeln. Bei Ausfahrt 11-Oberhausen-Neue Mitte in Richtung Oberhausen-Osterfeld fahren. Auf der Osterfelder Str./L450 (Schilder nach OB-Neue Mitte) weiter auf Essener Str./B231, links abbiegen auf Im Lipperfeld Das Ziel befindet sich rechts.

Mit dem Bus oder der Bahn:
Vom Hauptbahnhof Oberhausen Bus Bstg. 1 nehmen, von hier aus fahren regelmäßig Busse zur Haltestelle “Im Lipperfeld” oder “Feuerwache”.
Von den Haltestellen sind es noch ca. 5 Minuten zu Fuß bis zur Turbinenhalle Oberhausen!!

Vom Centro Oberhausen
von hier aus fahren regelmäßig Busse zur Haltestelle “Im Lipperfeld”. Von den Haltestellen sind es noch ca. 5 Minuten zu Fuß bis zur Turbinenhalle Oberhausen.

Programm-Übersicht

Der Einlass am Samstagabend, den 1. Februar 2020 startet voraussichtlich gegen 18:00 Uhr. Als Special Guests treten gleich zwei bekannte Bands nacheinander auf: Battle Beast und Serious Black. Gegen 21:00 Uhr wird es dann soweit sein: Bei ihrem Konzert werden euch Hammerfall in Oberhausen knapp zwei Stunden lang mit vielen musikalischen Schmankerln aus ihrer Künstler-Diskografie und jeder Menge Energie auf der Bühne beglücken. Dieses Konzert wird ein ultimatives Fest für alle, die Hammerfall schon einmal mit ihrer vollen Power live erlebt haben – und natürlich all die Personen, die die schwedische Power-Metal-Band bisher verpasst haben!

Sicherheitshinweise – was darf mit

Plant ein wenig Zeit für die Sicherheitsmaßnahmen ein, es wird Taschenkontrollen und Bodycheck geben. Handtaschen, Clutches, Turnbeutel, Bauchtaschen und sonstige Taschen bis maximal DIN A4-Format (ca. 21 cm x 30 cm) sind erlaubt. Größere Taschen könnt ihr leider nicht mit in die Konzertlocation nehmen. Beschränkt euch am besten auf wesentliche Gegenstände wie Handy, Schlüssel oder Portemonnaie.

Nicht erlaubt sind:

  • Waffen aller Art
  • Bengalos/Feuerwerkskörper oder ähnliches
  • Drogen
  • Kameras/Kamera-Equipment/Selfie-Sticks/Stative
  • Videokameras/Tonrekorder
  • Taschengrößer als A4
  • PET-Flaschen/TETRA-Packs/Glas/Dosen
  • Regenschirme (auch Knirpse)
  • Klapp- und Campingstühle, Hocker
  • Picknickkörbe/Kühlboxen
  • sonstige sperrige Gegenstände
  • Tiere
  • Megaphone/Vuvuzelas
  • Haarspray

Hammerfall in Hamburg – Was ihr wissen solltet

Am Freitag, den 31. Januar 2020 spielen Hammerfall in Hamburg ein Konzert auf ihrer aktuellen „World Dominion Tour 2020“! Hier findet ihr nachfolgend einen Überblick über Anfahrt, Einlass, Vorgruppe und viele weitere hilfreiche Informationen. Im Mittelpunkt der Show, die in der Sporthalle Hamburg stattfindet, stehen natürlich die schwedischen Power Metaller selbst, darunter Frontmann und Sänger Joacim Cans und seine vier Bandkollegen.

Insgesamt 12 Konzerte haben Hammerfall zwischen dem 30. Januar und 23. Februar 2020 auf dem Plan. Der Frontmann und seine und seine schwedischen Mannen sind bekannt für ihre energiegeladenen Shows und werden auch dieses Mal wieder den Metal Hammer für euch schwingen. Mit dabei haben sie ihr neues Album „Dominion“, das im August 2019 erschienen ist und natürlich jede Menge Pyrotechnik!

Wenn ihr bereits vorab ein Ticket für Hammerfall in Hamburg ergattert habt, könnt ihr jetzt die Planung für das bevorstehende Konzert starten. Hier findet ihr übersichtlich und auf einen Blick alle wichtigen Infos, damit ihr euch voll und ganz auf das große Konzerterlebnis konzentrieren könnt. Hammerfall in Hamburg Tickets gibt es für alle kurzentschlossenen noch bei Eventim oder auch noch an der Abendkasse. 

Anreise und parken

Auf dem Gelände der Sporthalle Hamburg stehen für euch knapp 700 kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Den Parkplatz erreicht ihr  über die Zufahrt vom Braamkamp 1. Entspannt ist die Anreise für aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei den allermeisten Veranstaltungen ist das HVV-Ticket inklusive.

Programm-Übersicht

Der Einlass am Freitagabend, den 31. Januar 2020 startet voraussichtlich gegen 18:00 Uhr. Als Special Guests treten gleich zwei bekannte Bands nacheinander auf: Battle Beast und Serious Black. Gegen 21:00 Uhr wird es dann soweit sein: Bei ihrem Konzert werden euch Hammerfall in Hamburg knapp zwei Stunden lang mit vielen musikalischen Schmankerln aus ihrer Künstler-Diskografie und jeder Menge Energie auf der Bühne beglücken. Dieses Konzert wird ein ultimatives Fest für alle, die Hammerfall schon einmal mit ihrer vollen Power live erlebt haben – und natürlich all die Personen, die die schwedische Power-Metal-Band bisher verpasst haben!

Sicherheitshinweise – was darf mit

Plant ein wenig Zeit für die Sicherheitsmaßnahmen ein, es wird Taschenkontrollen und Bodycheck geben. Handtaschen, Clutches, Turnbeutel, Bauchtaschen und sonstige Taschen bis maximal DIN A4-Format (ca. 21 cm x 30 cm) sind erlaubt. Größere Taschen könnt ihr leider nicht mit in die Konzertlocation nehmen. Beschränkt euch am besten auf wesentliche Gegenstände wie Handy, Schlüssel oder Portemonnaie.

Nicht erlaubt sind:

  • Waffen aller Art
  • Bengalos/Feuerwerkskörper oder ähnliches
  • Drogen
  • Kameras/Kamera-Equipment/Selfie-Sticks/Stative
  • Videokameras/Tonrekorder
  • Taschengrößer als A4
  • PET-Flaschen/TETRA-Packs/Glas/Dosen
  • Regenschirme (auch Knirpse)
  • Klapp- und Campingstühle, Hocker
  • Picknickkörbe/Kühlboxen
  • sonstige sperrige Gegenstände
  • Tiere
  • Megaphone/Vuvuzelas
  • Haarspray

Summer Breeze 2019: So war der Freitag

Für viele ist die Nacht kurz, was besonders daran liegt, dass man von der Sonne geweckt wird. Im Gegensatz zu den Vortagen ist es schon ab 10 Uhr im Zelt nicht mehr auszuhalten, ganz im Gegenteil zu den Vortagen. Dafür kann man sich aber auf einen regenfreien Tag voller Sonne und guter Laune freuen. Auch am Freitag beim Summer Breeze gibt es das volle, musikalische Programm, bei dem jeder auf seine Kosten kommt. Also schnell frühstücken, ein Bier für den Weg schnappen und ab vor eine der drei Bühnen auf dem Infield. Wach wird man spätestens dort.

MAIN STAGE

12:00 – 12:45 Uhr
AFTER THE BURIAL
After the Burial ist wohl eine der Bands, die sich perfekt zum wach werden eignen. Bei bestem Wetter kommt die Band auf die Bühne und sorgt direkt für den ersten Circle Pit. Die Vorliebe für achtsaitige Gitarren ist deutlich zu sehen und zu hören, so herrscht durchgehend ein tieferer Ton, ähnlich wie am Vortag bei Meshuggah. Vielleicht ist auch dies der Grund, dass es vor der Bühne schon recht voll für diese Uhrzeit ist. Bei ihrem Auftritt setzt After The Burial jedoch nicht, wie erwartet, auf ihr vor kurzem erschienenes Album “Evergreen”, sondern treibt uns wild durch ihre gesamte Künstler-Diskographie.

12:55 – 13:40 Uhr
BEAST IN BLACK
Anschließend leiten Beast in Black den Power-Metal-Tag auf der Main Stage ein. Die Band kann bereits jetzt ein immer größer werdendes Publikum betrachten, was richtig Bock hat zu feiern. Während die ersten Reihen primär ihren Kopf im Rhythmus kreisen lassen, wird dahinter lautstark mitgesungen. Auch als Sänger Yannis Papadopoulos zum Klatschen auffordert, klappt dies besser als er selbst erwartet hatte, wenn man nach seinem Gesichtsausdruck geht. Auch auf der Bühne gibt es einiges zu sehen. Alle Musiker sind durchweg in Bewegung und posieren gekonnt, keiner bleibt hier auf der Stelle stehen.

13:50 – 14:35 Uhr
KISSIN‘ DYNAMITE
Etwas „glamiger“ wird es danach bei Kissin’ Dynamite. Die Truppe fährt mit der ersten Pyro des Tages, passend zu dem Song “I’ve Got the Fire” auf. Dies spornt die Party im Infield ordentlich an, sodass man bereits jetzt die ersten müden Gesichter im Publikum sieht. Heute steht der Fokus klar auf ihrem letzten Album “Ecstasy”, das vor fast einem Jahr auf den Markt kam. Highlight des Auftritts ist aber der Song “I Will Be King”, bei dem Sänger Johannes Braun mitsamt roter Schleppe auf der Bühne auf einem Thron Platz nimmt.

14:45 – 15:45 Uhr
QUEENSRŸCHE
Inzwischen wünscht man sich doch einen kleinen Regenschauer oder zumindest eine kleine Wolke am Himmel, um der Sonne einen Moment entkommen zu können. Die wenigen Schattenplätze auf dem Gelände sind inzwischen so gefüllt, als würde gerade der Headliner auf der Bühne stehen. Für manche ist dies auch der Fall, denn dort sind Queensrÿche gerade eingelaufen. Die Progressive-Metaller werden euphorisch empfangen und gefeiert. Der Sound ist glasklar, die Menge schaukelt im Takt und singt lautstark mit. Zwischen den Liedern bleibt es höchstens bei kurzen, zurückgehaltenen Ansprachen, man möchte den Fluss des Auftritts ja nicht stören.

15:55 – 16:55 Uhr
DRAGONFORCE
“Extreme Power Metal” heißt das neue Album von Dragonforce, was in wenigen Wochen erscheint. Mit dem Titel lässt sich aber auch die Band am besten beschreiben. Es wirkt fast schon unmenschlich, was Sam Totman und Herman Li mit ihren Gitarren veranstalten. Trotz all dem Guten hat der Auftritt auch etwas Negatives. Es ist eins der letzten Konzerte mit Bassist Frédéric Leclercq, der die Band nach dem Wochenende verlassen wird. Schade! Aber auch gerade deswegen wird nochmal eine Schippe draufgelegt und spätestens beim letzten Song „Through The Fire And Flames” wird kein Stein mehr auf dem anderen gelassen.

17:05 – 18:20 Uhr
SKINDRED
Vor 14 Jahren sind Skindred das letzte Mal zu Gast auf dem Summer Breeze gewesen. Gegenüber damals hat die Band nun 7 Alben mehr dabei, ihren Humor aber nicht auf der Strecke verloren. “You want a T-Shirt? Or you want a T-Shirt?” fragt uns Sänger Benji Webbe und wirft es anschließend nach hinten, “25 fucking euro, fuck you”. Aber auch sonst dürfen wir uns immer wieder als “Wankers” bezeichnen lassen, als wir für Webbe zu leise sind. Alles in allem wird die Rückkehr der Band ohne Einschränkungen gefeiert, als wären sie nie weg gewesen.

18:35 – 19:50 Uhr
AIRBOURNE
Die meisten Bands haben ja mittlerweile Pyro dabei, wenn sie auf der Bühne stehen – bei Airbourne ist das anders. Vier Feuersäulen schießen im Dauertakt in die Luft und läuten damit das Liveset der Band ein. Direkt springt der Funke im Publikum über. Zwar geht es heute für Sänger und Gitarrist Joel O’Keefe nicht hoch hinaus, auf seinem Platz bleibt er dennoch nicht. Entweder springt er auf der Bühne hin und her oder lässt sich auf dem Rücken eines Securitys durch den Graben tragen. Diese haben eigentlich schon genug zu tun, immerhin kommt ein Crowdsurfer nach dem anderen an. Der Auftritt ist genau das, was man von Airbourne erwartet. Nicht darüber aber auch ganz besonders nicht darunter. Rund in seiner Gesamtheit und dadurch schon fast perfekt.

20:10 – 21:25 Uhr
KING DIAMOND
Bei King Diamond steht einws klar im Vordergrund: Die Show. Auf dem ganzen Festival fährt keine andere Band solche Geschütze auf. Egal, ob der King mit einer Liege auf die Bühne geschoben wird oder eine Puppe opfert, woraufhin ein Sarg mit der Aufschrift “Abigail” von Kuttenträgern herumgetragen wird. Es gibt also nicht nur was fürs Ohr, sondern auch mehr als genug fürs Auge. Dennoch muss man leider sagen, dass die Show bei Tageslicht nur so halb wirkt. King Diamond lassen sich davon aber nicht beirren und ziehen eine geniale Show durch. Und das Publikum? Das ist ab dem ersten Moment völlig in den Bann gezogen und kann gar nicht mehr von der Bühne weggucken.

21:45 – 23:15 Uhr
PARKWAY DRIVE
Mit Fackeln bewaffnet schreiten Parkway Drive durch das Publikum in Richtung Bühne – nur ohne Bassist Jia O’Connor. Dieser hatte sich bei den Proben verletzt und wartet daher schon auf der Bühne im Rollstuhl auf seine Kollegen. Sind diese angekommen, wird mit “Wishing Wells” langsam Fahrt aufgenommen. Normalerweise stehen Parkway Drive für viel Feuer. Dies bleibt anfangs jedoch aus. Dafür wird die Band bei “Writings on the Wall” und “Shadow Boxing” durch ein Streicher-Quartett unterstützt. Die geballte Ladung Pyro gibt es dann erst in der Zugabe zu “Crushed” und “Bottom Feeder”. Feuerschalen überdecken die ganze Bühne, eine Feuersäule jagt die nächste und selbst über der Bühne gibt es weitere 20 Meter hohe Säulen zu bestaunen. Das Publikum ist völlig Feuer und Flamme und das nicht erst jetzt, sondern schon den ganzen Auftritt über. Der Staub des Circle Pits hat keine Chance sich wieder zu legen und die Securitys finden auch keine Ruhe. Letzteres wird zwischendurch von Sänger Winston McCall selbst mit den Worten “Is this like the crowdsurfing festival of the summer or something” kommentiert.

23:30 – 00:45 Uhr
HAMMERFALL
Zwar wechselt nach Parkway Drive das halbe Publikum die Position, die Pyro jedoch nicht. Diese gibt es hier zwar nicht auf einem Haufen, aber immer wieder über den gesamten Auftritt verteilt. Schon beim ersten Song “Legion” zeigt das Publikum, dass es richtig Lust auf eine Show von Hammerfall hat und singt lautstark mit. Es gibt heute auch etwas zu feiern: Genau jetzt erscheint das 11. Studioalbum der Band: “Dominion”. Darauf fokussiert wird sich heute jedoch nicht. Es gibt Songs von fast allen Alben, davon primär die Klassiker. Immer wieder bedankt sich Sänger Joacim Cans bei seinen Fans und macht jede Menge lustige Witze zwischendurch. Nach vielem Gepose gibt es mit “Hearts On Fire” das große Finale. Hier wird nochmal groß aufgefahren. Da stehen nicht nur die Herzen, sondern auch die Bühne in Flammen.

01:00 – 02:00 Uhr
EMPEROR
Auch am Freitagnacht haben wir wieder eine Special Show. Emperor präsentieren uns ihr Album „Anthems To The Welkin At Dusk“ in voller Länge. Durch den Slot und die Verspätungen von Parkway Drive und Hammerfall ist es zwar schon 1:30 Uhr als die Band die Bühne betritt, müde ist im Publikum jedoch niemand. Die ändert sich auch nicht, als die Schweden zum ersten Takt ansetzen. Es wird getanzt und feiert, dass das Gelände nochmal wackelt. Dass dieser Auftritt der einzige der Deutschland in diesem Jahr ist, gerät hierbei etwas in den Hintergrund.

T-STAGE

17:10 – 17:55 Uhr
LEGION OF THE DAMNED
„I wanna see some serious headbanging from you guys!“ sagt uns Sänger Maurice Swinkels. Genau das ist es, was er heute auch viel im Publikum findet. Ab und an wird dies noch durch einen Mosh Pit abgerundet, aber das Headbangen überwiegt. Legion of The Damned haben vor allem Songs vom neusten Album “Slaves Of The Shadows Realm” im Gepäck, trotz aber auch nicht vor anderen Songs zurück. Zum Abschluss gibt es natürlich den Song “Legion Of the Damned” und die Begeisterung geht nochmal nach oben.

18:35 – 19:35 Uhr
ROTTING CHRIST
Rotting Christ sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Entsprechend ist es vor der Bühne voll, als die Band mit dem Song “Hallowed Be Thy Name” in ihr Set startet. Zwischen den Songs macht Sänger Sakis Tolis immer wieder Ansprachen, die durch den griechischem Akzent etwas niedlich klingen. Ganz im Gegenteil zu der Musik die sie spielen. Düsterer Black Metal der besonders aus ihrem letzten Album “The Heretics” besteht. Gehuldigt wird dies mit vielen Circle Pits und noch mehr Feuer von der Bühne.

20:30 – 21:30 Uhr
NAPALM DEATH
Wie viele Songs kann man in einer Stunde spielen? Das fragten sich Napalm Death und gaben uns mit ihrem Auftritt die Antwort. Ganze 22 Songs spielte die Band an diesem Abend. Dennoch war dazwischen noch reichlich Zeit um politische und sozialkritische Ansagen zu machen. Sonst gibt es nur eine einzige Verschnaufpause in der Mitte des Sets: der Song “Self Betrayal”. Die restliche Zeit gibt es noch mehr Circle Pits als Songs. Alles in allem ein Auftritt, wie man ihn von Napalm Death kennt und liebt.

22:25 – 23:25 Uhr
ZEAL & ARDOR
Zeal & Ardor sind ein einmaliges Musikprojekt von Manuel Gagneux, was Gospel und Black Metal miteinander verbindet. Bereits am Anfang verkündet er “Wir reden nicht viel, ich hoffe, das ist OK” und meldet sich das ganze Konzert über nicht wieder. Worte wären aber auch unnütze Zeitverschwendung. Das Klangbild der drei Sänger ist etwas, das wir so auf dieser Bühne noch nicht gehört haben und zieht alle in einen Bann. Soulig und melancholisch, bis die Black Metal-Wurzeln für einen kurzen Moment durchsickern und das Publikum zum Headbangen zwingt. Ein Auftritt der durch seine Einzigartigkeit besticht und leider viel zu schnell vorbei geht.

00:20 – 01:20 Uhr
THY ART IS MURDER
Für das passende Kontrastprogramm zur Main Stage sorgen Thy Art Is Murder. Wer sich nochmal richtig verausgaben will, war hier im Pit an der richtigen Stelle. Wer sein Set mit “Death Squad Anthem” beginnt, weiß was er von seinem Publikum erwartet. Der Pit öffnet sich sofort und wird noch größer, also Frontmann Chris „CJ“ McMahon bei “Slaves Beyond Death” zum größten Circle Pit des Festivals aufruft und ihn auch geliefert bekommt. Dieser geht um den gesamten ersten Wellenbrecher und übertrifft das, was die Band noch vor 4 Jahren veranstaltete. Abgerundet wird der Auftritt durch Klassiker wie “Holy War” und “Human Target”.

02:15 – 03:00 Uhr
CYPECORE
Den Abschluss machen heute Cypecore. Sie haben wohl den perfekten Slot für ihre Show ergattern können. In der kompletten Dunkelheit kommt ihre Show einfach doppelt so gut. Das Wissen auch die Fans, die trotz der Uhrzeit zahlreich erschienen sind. Mit viel Pyro und einer großartigen Lichtshow kann die Band diese direkt auf ihre Seite ziehen und sich ab und an ein Lächeln nicht verkneifen. Sonst halten sie sich eher zurück. Ansprachen sucht man vergebens, nur ab und zu ein paar Floskeln, die selbst schon ungewöhnlich für die Band sind. Das Postapokalyptische Design und Konzept der Band geht an diesem Abend wieder perfekt auf und sorgt für den perfekten Tagesabschluss.

So endet der zweite Tag vom Summer Breeze 2019 und damit ist auch schon wieder mehr als die Hälfte vorbei. Es geht mal wieder viel zu schnell, aber dies sollten jetzt noch nicht unsere Gedanken sein. Genießen wir lieber noch ein paar Bierchen, bevor wir ins Bett fallen, um uns auf den letzten Tag auszukosten.

Summer Breeze 2020: Tickets + Infos

Summer Breeze 2020

Wacken 2019 Donnerstag: Feuchtfröhliche Bühnenshow zum 30ten Geburtstag

Zu allererst: Liebes Wacken Open Air, herzlichen Glückwunsch zum 30. Geburtstag. Wir hatten immer eine schöne Zeit, auch wenn ich teilweise bis zum Knie im Matsch versunken bin, mit schlamm-verschmierten Wasserbälle die dreimal so groß sind wie ich angeschossen wurde, Staub ohne Ende gefressen habe und durchgeschwitzt oder von Regenschauern durchnässt war. Am Ende konnte ich mich immer auf gute Musik, eine tolle Atmosphäre und nette Leute mit einem unfassbaren Zusammenhalt verlassen. Vor allem im Pit und beim Crowdsurfen.

Im Vorfeld vom 30. Wacken Open Air gab es immer wieder Stimmen, die sich über die Acts beschwert haben. Ja, Slayer und Sabaton sind gefühlt seit Jahren durchgehend auf Tour und waren in den letzten Jahren auch in Wacken. Demon and Wizards Frontmann Hansi Kürsch war vorletztes Jahr mit seiner Band Blind Guardian vor Ort. Andere Metal-Festivals wie Graspop und Hellfest oder auch Rock am Ring hatten dieses Jahr Headliner wie Slipknot, Def Leppard, Kiss, Manowar oder Tool im Angebot.

Allerdings ist das kein fairer Vergleich. Wenn ich meinen 30. Geburtstag feier, geht es nicht darum die coolsten Kids einzuladen, sondern diejenigen die mich in den letzten 30 Jahren begleitet haben und mit denen ich eine gute Zeit hatte. Und ich will nicht nur irgendwelche Bands, sondern eine besondere Show. Wie eine Zelebrierung des 20-Jährigen Bandjubiläums auf 2 Bühnen (Sabaton), die letzte Festival-Show meiner Farewell-Tour (Slayer), oder ein Auftritt mit einem Nebenprojekt von zwei legendären Bands (Blind Guardian und Iced Earth), die nach 19 Jahren mal wieder in Wacken auftreten.

Von daher war das diesjährige Wacken Open Air für mich ein würdiger 30er Geburtstag. Auch ohne Slipknot, Tool und Kiss.

Skyline

Kein Wacken ohne die Eröffnungsshow von Skyline. Zum 30. Mal in Folge eröffnet die Band die von Wacken-Organisator Thomas Jensen mitbegründet wurde das Infield am ersten Tag. Wie immer kommt die Band mit lockeren Sprüchen, hartem Rock und Heavy Metal auf die Bühne um dem Publikum einzuheizen. Aber es wäre kein 30. Geburtstag, wenn Skyline einfach nur ihr – zugegeben sehr vielseitiges  Set mit “Fear of the Dark” (Iron Maiden), “Shot down in Flames” (AC/DC) und “In the End” (Linkin Park) spielen würde.

Dieses Jahr bekommt Skyline Unterstützung von Metal-Veteranin Doro Pesch die mit Skyline ihren Hit “All for Metal” zum Besten gab, bei “Crazy Train (Ozzy Osbourne) Begleitung von Ozzy-Gitarrist Gus G. bekommt, und selbst Thomas Jensen selbst (der sympathische Junge mann mit den langen Haaren und der Sonnenbrille) kam für ein Lied auf die Bühne und griff mal wieder live zum Bass.

Testament

Bei strahlendem Sonnenschein tritt Frontmann Chuck Billy mit seiner Sonnenbrille und dem Mikro auf einem “halben” Mikroständer in der Hand auf auf die Bühne. Chuck ist zwar technisch gesehen kein Gründungsmitglied, aber er ist Teil der Band seit sie 1986 zu “Testament” umbenannt wurde. Und das war noch bevor das erste Wacken Open Air vor 30 Jahren mit 800 Besuchern stattfand. Somit ist Testament eine der ältestenn Thrash Metal Bands, die die Anfänge des Genre mitgeprägt haben.

Das Wacken-Set eröffnen sie kraftvoll mit “Brotherhood of the Snake” vom gleichnamigen Album, dass 2016 erschienen ist, gefolgt von “The Pale King” vom gleichen Album. Ohne Rücksicht auf Verluste, Gitarrensaiten und Chucks Stimmbänder dreht die Band aus San Francisco von Anfang bis Ende voll auf. Aber wenn man auf den Text achtet hört man, wie Testament mit schnellem, lauten Thrash eine Geschichte eines 6.000 Jahre alten Mythos zu erzählt und dabei lyrisches Geschickt beweist. Qualitäten, die man eher von Melodic Metalgrößen wie Blind Guardian kennt. Das in Kombination mit der “In your face” Power zeigt deutlich, wie sich die in den 80ern gegründete Band immer noch weiterentwickelt. Und das Publikum dankt es Ihnen in dem es laut mitsingt.

Hammerfall

“Do you like Deutsche Powermetal aus Schweden?” fragt Frontmann Joacim Cans, und die Menge jubelt zustimmend. “Deutsch” weil das deutsche Label Nuklear Blast seit 1997 die Alben der nordischen Metaller veröffentlicht. Im selber Jahr hatte Hammerfall seinen ersten Auftritt in Wacken, damals noch als relativ unbekannte Neulinge der metal-Szene. Mittlerweile gibt es sicher nur wenige Metal-Fans auf der Welt, die den Song “Hammer High” nicht erkennen wenn sie ihn hören. Und zurecht spielt Hammerfall dieses Jahr kurz vorm Headliner auf der Mainstage.

Sobald Gitarrist Oscar Dronjak sich die berühmte “Hammer-Gitarre” umhängt (eine Gitarre mit einem viereckigen Korpus, die wenn er sie sich über den Kopf hebt wie ein Hammer aussieht) tobt das vollgepackte Infield von Wacken und ruft den Refrain, noch bevor das Lied überhaupt begonnen hat. Auch sehr beliebt: Das Game of Thrones Cover von Oscar. Und wenn Hammerfall sing “We make Sweden Rock” könnten sie auch singen “We make Wacken Rock”, denn beides ist wahr.

Airbourne

Wacken ist ein Metal-Festival, aber das bedeutet nicht dass hier nicht auch Platz für guten alten Rock n Rock ist. Unvergessen der Auftritt von Status Quo vor zwei Jahren oder Twisted Sisters auf ihrer Farewell-Tour vor drei Jahren. Dieses Jahr ist Airbourne dran, das Infield zu rocken. Die australischen Hardrocker sind in meinen Augen ein würdiger Nachfolger von AC/DC und lösen diese in meinem persönlichen Ranking als beste Hardrock-Band von Down-Under ab.

Sänger und Gitarrist Joel O’Keeffe ist eine perfekte Mischung aus Brian Johnsons Shouts und Angus Youngs Lead-Gitarre und Verrücktheit. Musikalisch mischt Airbourne dem Hardrock noch ein wenig Blues à la ZZ Top bei und garniert das ganze mit einem wundervollen Air-Raid-Siren-Solo vom Drummer Ryan O’Keeffe.

Wenn Sabaton, Slayer und Demons and Wizard die langjährigen Freunde sind, die Wacken zum 30. Geburtstag einlädt, sind die O’Keeffes die neuen, verrückten Freundschaften die man geschlossen hat, und die man einlädt weil man weiß dass sie die Party anheizen.

Und so wird Joel nicht müde, während des Gigs Jack Daniels und Cola zu mischen damit die Band mit dem Infield auf 30 Jahre Wacken anstoßen kann, und Bier in die Menge zu werfen, und zwar zu allen, die sich auf die Schultern eines anderen getraut haben, bis endlich einer den Bierbecher fängt.

Und als ihm eine Saite reißt, sagt er nur “This is F*cking Rock n Roll. Things break.”, schnappt sich die nächste Gitarre und rockt weiter.

Sabaton

Sie bezeichnen sich selbstironisch als “Village-People of Power-Metal”, und haben die “Noch ein Bier! Noch ein Bier!” Publikum-Shouts etabliert, die den Frontmann Joakim Brodén dazu zwingen, ein Bier zu exen. Sie sind gefühlt seit Jahren durchgehend auf Tour, geben auf der Bühne alles, fackeln eine Menge Pyro ab und haben dabei immer zwei dicke Panzer als Bühnenbild dabei. Sabatons Konzerte sind immer eine große Party.

Da kommt natürlich die Frage auf, was sich die verrückten Schweden in Camo-Hosen und Platten-Westen sich für das doppelte Jubiläum einfallen lassen, denn es ist nicht nur der 30. Geburtstag von Wacken, sondern auch das 20-Jährige Band-Jubiläum von Sabaton das heute gefeiert wird.

Vorab muss ich kurz eine Eigenart von Wacken erklären: Wacken hat zwei Main-Stages, die Faster-Stage und die Harder-Stage, die nebeneinander angeordnet sind und in der Mitte durch eine breite Säule und den großen Wacken-Bullhead komplett voneinander getrennt sind. Während auf einer Bühne eine Band spielt, wird auf der anderen Bühne aufgebaut. Für das 20 bzw. 30 Jährige sollte Sabaton nun als allererste Band auf beiden Mainstages gleichzeitig spielen.

Zuerst eröffnete Sabaton den Gig auf der linken Stage, der Faster. Statt mit Songs aus dem vor zwei Wochen erschienenen Album “The Great War” zu eröffnen, spielt Sabaton erstmal klassiker wie “Ghost Division” und “Winged Hussars”. Nach 3 Songs kommt die erste Überraschung: Thobbe Englund, Sabaton-Gitarrist bis 2016, kommt als Gast auf die Bühne und spielt “Fields of Verdun” und “Shiroyama”, bevor er lieber zurück in den Backstage-Bereich geht weil es da mehr Bier gibt. Dafür kommt ein Herren-Chor auf die Bühne, der Sabaton bei den nächsten Songs kräftig unterstützt.

Die größte Überraschung kommt allerdings nach “Carolus Rex”: Zahlreiche ehemalige Bandmitglieder kommen auf die rechte Bühne, die Harder-Stage, wo ein zweiter Panzer und ein zweites Schlagzeug stehen: Gründungsmitglieder Rikard Suden (Gitarre), so wie die ehemaligen BandMitglieder Daniel Myhr (Keyboard), Daniel Mullback (Drums) und Thobbe Englund spielen den Song “40:1”, während Joakim noch auf der Faster-Stage steht und singt. Bei den nächsten Songs spielen zwei volle Band-Besetzungen auf zwei physisch voneinander getrennten Bühnen zusammen mit einem Chor die größten Sabaton-Hits aus 20 Jahren. Und bei der Zugabe ein weiterer Special Guest: Star-Cellistin Tina Guo begleitet die doppelte Besetzung Sabaton bei “Swedish Pagans” und “To Hell and Back”.

Ein einmaliges Erlebnis, passend zum doppelten Jubiläum, und ein gelungener Abschluss für den ersten Tag Wacken.

Wacken Open Air 2020: Tickets + Infos

Wacken 2020 Tickets

So war das Rockharz Open Air 2018 am Freitag

Die Wettergötter meinen es am Freitag gut und lassen uns so lange wir wollen im Zelt schlafen, denn wirklich warm ist es nicht. Im Gegensatz zum Vortag steht daher eine lange Hose auf der Tagesordnung. Aber auch wenn einen statt der Sonne der Kater geweckt hat, das Rockharz hat zur frühen Festival-Morgenstunde etwas im Angebot: Entspannten Rock‘n‘Roll von I’ll Be Damned auf der Bühne. Dunkler wird es danach mit Aeverium, die sich in der schwarzen Szene bereits einen Namen gemacht haben. Hier hat die Band noch ein paar Probleme das Publikum mit zu reißen, aber das liegt natürlich noch am Halbschlaf einiger Zuschauer. Weiter geht es mit… Satire-Metal? Nanowar of Steel, deren Name alleine an zwei Bands angelehnt ist, haben es sich zur Aufgabe gemacht, Power-Metal zu spielen und dabei True-Metal auf den Arm zu nehmen. Dies gelingt ihnen sehr gut und so werden sie von vornherein schon mit einem üppigen Publikum belohnt.

obscurity

Obscurity gehören zu den ersten deutschen Bands im Death- und Black-Metal Bereich. Aber auch nach 21 Jahren ist die Band noch nicht veraltet: Letztes Jahr erschien erst das jüngste Album „Streitmacht“ und live können sie auch noch überzeugen. Für den frühen Nachmittag haben Obscurity einige Leute vor die Bühne gezogen und rütteln auch den letzten noch verschlafenen ordentlich durch.

Annisokay, The Other & Evergrey

Weiter geht’s mit Metalcore von Annisokay. Hier ist die erste richtige Bewegung im Publikum in Form eines Circle Pits zu beobachten. Dieses hat dabei sichtlich Spaß und auch auf der Bühne geht die Post ab. Am Ende lässt es sich Sänger Dave nicht nehmen nochmal selbst in das Publikum zu springen. Mit The Other wird danach eine ganz andere Richtung eingeschlagen. Die wohl bekannteste Horrorpunk-Band in Europa kann nicht nur mit skurrilen Kostümen punkten, sondern auch mit guter Musik, die es so nicht oft auf dem Rockharz zu hören gibt. Während es vor der Bühne langsam voller wird, kommen Evergrey auf die Bühne. Die Schweden spielen Progressive-Metal und können das Publikum damit überzeugen. Langsam erreicht die Stimmung ein Level, bei dem schon einiges passieren muss, damit diese wieder einbricht.

crematory

Jetzt wird es wieder dunkel auf der Bühne. Die Gothic-Metaller von Crematory beginnen ihr Live-Set. Mit im Gepäck: Das neue Album „Oblivion“ (VÖ: April 2018). Bei ihrem Auftritt spielen sie aus diesem jedoch nur zwei Songs und legen ihren Fokus eher auf die früheren Songs der inzwischen 27 jährigen Bandgeschichte. Die Fans scheint das jedoch weniger zu stören und so wird ausgiebig gefeiert, naja, zumindest so, wie es in der Gothic-Szene üblich ist.

amaranthe

Wenn die Anzahl der Sänger auf der Bühne plötzlich steil nach oben geht, kommen nicht viele Bands ins Frage. Amaranthe hat stets drei ausschließliche Sänger dabei, was die Band schonmal außergewöhnlich macht, zumindest im Metal. Das bedeutet nicht nur viel Stimmvielfalt, sondern auch viel Potenzial das Publikum zu animieren. Dies klappt ohne Probleme und so springt die Band von einem Song zum nächsten, ohne dazwischen an Zeit zu verlieren. Da kann man wirklich ein großes Lob für den ersten Auftritt der schwedisch-dänischen-Band auf dem Rockharz 2018 aussprechen.

battle Beast

Für Fans von Battle Beast beginnt der Auftritt mit einer guten Nachricht: Aufgrund einer Flugverspätung von Ensiferum verlängert sich die Spielzeit der Band um 15 Minuten. Dies gilt auch für Finntroll, die im Anschluss spielen. Für Ensiferum-Fans ist das wiederum natürlich schade, denn die Band spielt jetzt einige Stunden später und muss ihr Set kürzen. Aber immernoch besser, als würden sie gar nicht auftreten. Battle Beast haben bei ihrem letzten Auftritt in Ballenstedt den Tag eröffnet, heute stehen sie am späten Nachmittag auf der Bühne. Diese Änderung sieht man gerne, denn Battle Beast steht für eine gewaltige Stimme. Und das wissen auch die Leute auf dem Gelände. Es ist reichlich voll als die Finnen die Bühne betreten. Und auch die Sonne lässt sich mal wieder blicken. Die Band spielt einen guten Song nach dem anderen und die Menge feiert. Kann man da noch groß was hinzufügen? Ein großartiger Auftritt, wie man ihn von Battle Beast gewohnt ist.

Finntroll

Finntroll sagen mit ihrem Namen schon einiges aus; Finn für Finnland und Troll für, naja… Bildlich wird das zwar nicht unterstrichen, aber in ihren Texten ist dies das Hauptthema, was sie extra auf schwedisch schreiben, um noch „trolliger“ zu klingen. Klingt komisch, aber funktioniert. Sehr gut sogar. Da stört es auch nicht, dass das letzte Album der Band vor 5 Jahren erschienen ist. Live macht die Band ordentlich Stimmung und das ist alles, was gerade zählt. Etwas Erholung gibt es im Anschluss in Form einer 30-minütigen Bierpause durch die Verspätung von Ensiferum.

Hammerfall auf „Built To“-Tour 2017

Die schwedischen Heavy-Metal-Legenden Hammerfall haben ihre Tourdaten sowie die Supportbands für die anstehende “Built To Tour” Europatournee 2017 bekannt gegeben. Die Symphonic Power Metaller Gloryhammer und die Speed Metaller von Lancer begleiten Hammerfall im Zuge des Releases ihres zehnten Albums “Built To Last” (VÖ 11/2016).

1993 vom Gitarristen Oscar Dronjak im schwedischen Göteborg ins Leben gerufen, wirkten bei frühen Inkarnationen Musiker von In Flames und Dark Tranquillity mit – insbesondere Jesper Strömblad, der mit Oscar und Sänger Joacim Cans lange Zeit Songs schrieb, die Band aber verließ, bevor deren Debüt bei Nuclear Blast Records erschien. Glory To The Brave (1997) und Legacy Of Kings (1998) etablierten HammerFall als Pioniere einer modernen Version des klassischen 80er-Metals.

Sie brachten Melodien und Aufrichtigkeit zurück und setzten ihren weltweiten Siegeszug mit Renegade (2000) fort – #1 in den schwedischen Albumcharts brachte den Durchbruch für Hammerfall und Metal in den schwedischen Mainstream-Medien generell. Die Aufnahmen fanden in Nashville, Tennessee mit Legende Michael Wagener (Accept, Metallica, Alice Cooper, Skid Row) statt, und Renegade wurde prompt vergoldet.

Drummer Anders Johansson (ex-Rising Force), Gitarrist Stefan Elmgren und Basser Magnus Rosén komplettierten das Line-Up. Als nächstes stand Crimson Thunder (2002) an, gefolgt vom dazugehörigen Live-Album bzw. der DVD One Crimson Night (2003) – mitgeschnitten in der Heimatstadt der Band. Auf der Bühne wurde HammerFall dann die vergoldete Crimson Thunder überreicht. Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken (2005) zementierte den hervorragenden Ruf der Schweden, und die vierte Welttournee entpuppte sich als die bislang erfolgreichste: zum ersten Mal traten Hammerfall in den USA als Headliner auf.

Das neue Album von Hammerfall gibt es bei Amazon:
Audio-CD „Built To Last“, Vinyl-LP „Built To Last“ und MP3-Download „Built To Last“

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