Sänger und Gitarrist Josh Scogin und Schlagzeuger Michael McClellan spielen Octaver-belastende Sounds. Live überzeugen die beiden Jungs, weil sie gern Takt und Effekte durch den Raum werfen. Eine Struktur oder das klassische Schema F existiert hier nicht, ’68 legen einen großen Wert auf Härte und Chaos. Das Erscheinungsbild der beiden rasierten Schlipsträger ist jungfreudig und typisch britisch, dazu gibt es durchgedrehte Musik und schwarz belastete sarkastische Texte. Dazu voller Einsatz von sämtlichen Effekten, egal ob auf der Gitarre oder auf der Stimme, einfach ein rotziges Rock-Entertainment-Programm das lebedig und vielseitig ist.
Die Geschichte der Folk- und Postrock-Band aus den USA beginnt vor ein paar Jahren, als zwei Jungs mit einer Gitarre, einem MacBook und einer Waschmaschine starten Christian Nelson und Dan Smith machen erste Gehversuche mit vertonten Gedichten aus Folk und Americana. Die erste Tour samt Album „Return To Struggleville“ durch Amerika steht auf dem Plan und das zweite Album „Wooden Heart“ lässt nicht lange auf sich warten. Doch irgendetwas fehlt dem Duo zum endgültigen Glück: Ein Drummer. Das Trio macht sich gemeinsam an die Arbeit, E-Giarren kommen dazu und der erste Schritte weg vom Folk geht in Richtung Post Rock. Wer Listener auf der Bühne erlebt, bekommt endlose Texten und viel Rhythmus-Spielereien auf die Ohren. Listener sind eben anders.