Am frühen Samstagmorgen wurden erste Hintergründe für den Abbruch am Vortag bekannt. Auslöser sind Unstimmigkeiten zwischen den registrierten Namen und den tatsächlichen Personen auf Zugangsausweisen für sicherheitsrelevante Bereiche gewesen, so teilten es die Ermittler mit. Ein konkreter Tatverdacht hat sich über Nacht aber nicht erhärtet. Der Fortführung von Rock am Ring 2017 steht somit nichts mehr im Wege. Headliner Rammstein kann allerdings nicht erneut auftreten, da die umfangreiche Show nicht kurzfristig portiert werden kann und direkt am nächsten Abend der Auftritt beim Schwesternfestival Rock im Park ansteht. Trotzdem hält der 2. Festivaltag ja allerhand spannende Acts bereit und das wichtigste ist doch, dass es weitergehen kann. Die Festivalbesucher zeigen sich jedenfalls gestärkt und uneingeschüchtert, sie rocken den Ring jetzt erst recht.

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LOWER THAN ATLANTIS

Auf der britischen Insel zählen Lower Than Atlantis seit einigen Jahren zu den erfolgreichsten Acts einer prosperierenden Post-Hardcore-Szene. Trotz ihres unverwüstlichen und häufig radikal angriffslustigen Sounds stiegen ihre letzten Alben jeweils hoch in die UK-Charts. Zwei Dinge zeichnen LTA in besonderer Weise aus: Zum einen ihr enormes Arbeitsethos, mit dem es die Band innerhalb von sieben Jahren auf fünf Alben und eine unübersichtliche Anzahl von Tourneen brachte. Und zum zweiten der Mut, sich mit jeder Veröffentlichung in neue stilistische Territorien zu wagen. Leider ist es auf dem Festivalgelände noch recht leer, der energiegeladene Auftritt des britischen Quartetts hätte definitiv noch mehr Zuschauer verdient.

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DONOTS

Dass der Punk noch am Leben ist, beweisen die Ibbenbürener auf ganzer Linie. Zwischen lustigen Anekdoten, bearbeitet Ingo Donot quickfidel die Bühne der Volcano Stage. Die Donots haben Freude an dem was sie tun und transportieren das zweifelfrei ins hiesige Publikum. Frontmann Ingo Knollmann verschwindet immer wieder im Graben und streckt sein Mikro in die Menge. Nah am Fan – das ist wichtig. Mit altbekannten Klassikern und Hymnen der Donots und sowie neuestem „Karacho“-Material beschert das Quintett dem Rock am Ring-Publikum ein unvergessliches Konzerterlebnis.

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HAIYTI

Auf der Crater Stage gibt es am frühen Nachmittag Deutsch-Rap aus Hamburg, aber nicht wie vielleicht erwartet von der männlichen Fraktion. Die unter bürgerlichem Namen lebende Ronja Zschoche tritt heute unter ihrem Pseudonym Haiyti auf. Sie rappt bereits vielen Jahren im immer populärer werdenden Südstaaten-Stil. Bisher hat die innovative Haiyti aka Robbery aka Ovadoze aka Miami über Hamburgs Grenzen noch nicht so viel Beachtung gefunden, mit ihrem Auftritt bei Rock am Ring könnte sich das allerdings bald ändern.

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DRUNKEN MASTERS

die Drunken Masters haben schon Clubs, Konzerthallen und Festivals auf der ganzen Welt abgerissen. Von Deutschland über UK, Frankreich, Russland, Spanien bis nach Singapur. In den vergangenen Jahren arbeiteten sie u.a. schon mit Tropkillaz, ESKEI83, DJ Rafik und Willy Joy zusammen und lieferten offizielle Remixe für Künstler wie Major Lazer, A-Trak, Brillz, Casper und Duck Sauce ab. Schon fast zehn Jahr begeistert das DJ/Produzenten-Duo bereits Tanzwütige auf der ganzen Welt. Am Rock am Ring-Samstag kommen die Zuschauer vor der Crater Stage in den Genuss der heißen Beats und fette Bässe der Drunkis.

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SHVPES

Die SHVPES entern die gnadenlos mit Instrumenten überladene Engelbert Strauss-Alternastage. Ohne groß zu fackeln steigen Griffin Dickinson (Gesang), Ryan Hamilton (Gitarre), Youssef Ashraf (Gitarre) und Harry Jennings (Schlagzeug) in ihr Set ein und reißen das locker gefüllte Field mit. Die Newcomer aus Birmingham sind derzeit einer der heiß gehandeltsten Acts der Szene in ihrer Heimat. Wer sie einmal live erlebt hat weiß: Zurecht!ie Energie, die Griffin und seine Kollegen da auf die Bühne werfen ist packend. Ihre Songs sind abwechslungsreich und Griffin selbst überrascht vor allem mit der Vielseitigkeit seiner Stimme. Ganz egal ob er rappt, shoutet oder klar singt – es passt einfach immer. Wer die Jungs noch nicht kennt, sollte das schnell ändern!

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SUM 41

Sum 41 nehmen wie im letzten Jahr auch in Diesem gefühlt jedes Festival in Deutschland mit. Der partytaugliche Punk-Rock der vier Jungs aus Kanada eignet sich perfekt für ausartende Partys. Auf der Hauptbühne machen sie ordentlich Welle, das Publikum ist ganz aus dem Häuschen. Die Crowd feiert kräftig mit, Moshpits entstehen, es wird gepogt und lauthals mitgegröhlt. Es ist erstaunlich, mit was für einer Kreativität und Energie Sum 41 auch nach fast 20 Jahren Bandgeschichte ans Werk gehen. Ihr hochexplosives Gemisch aus rasend schnellen Riffs und Mitsingmelodien ist heute ein gern gesehener Gast. „All Killer No Filler“ war damals der Titel ihres furiosen Debüts und gibt eindeutig auch heute noch die Marschrichtung für ihre energiegeladene Live-Show an.

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AS LIONS

Im Januar 2017 ist das Debüt-Album „Selfish Age“ der Metal-Band As Lions auf dem Markt erschienen. Der Spross von Iron Maiden-Frontmann Bruce Dickinson – Austin Dickinson – ist aber nicht wie sein Dad. Als Musiker-Nachwuchs hat man es nicht leicht, daher sollte man As Lions und das Talent von Austin für sich betrachten. Die Bandkollegen Will Homer (Gitarrist) und Conor O’Keefe (Bassist) stehen ihm zur Seite. Auf der Engelbert Strauss-Alternastage legen die Jung-Metaller los, als gäbe es kein Halten mehr und schenken den Zuhörern einen melodischen Heavy-Sound.

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