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Kissin’ Dynamite verabschieden sich in Hannover mit Donner und großem Herz

Hannover, 9. November 2025 – Capitol. Es war laut, es war emotional, und es war ein Abend, den keiner der Anwesenden so schnell vergessen wird. Kissin’ Dynamite rockten am Sonntag das Capitol Hannover – und lieferten dabei nicht nur eine makellose Rockshow, sondern auch einen Abend mit Abschiedsschmerz. Denn: Frontmann Hannes Braun verlässt nach dieser Tour die Band. Was bleibt, ist ein Feuerwerk aus Energie, Pathos und purer Rock’n’Roll-Leidenschaft, wie man sie in dieser Dichte selten erlebt.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 haben sich die fünf Schwaben vom Geheimtipp zur festen Größe in der europäischen Rocklandschaft entwickelt. Ihr Sound? Stadiontauglicher Hardrock mit modernen Hooks, hymnischen Refrains und einer ordentlichen Portion Glam. Eine Mischung aus Mötley Crüe, Bon Jovi und einem Schuss Neue Deutsche Härte – aber mit ganz eigenem Stil. Mit Hits wie “You’re Not Alone”, “I’ve Got the Fire” oder “Ecstasy” haben sich Kissin’ Dynamite längst ihren festen Platz in den Playlisten der Rockgemeinde erspielt. 2022 legte die Band mit dem Erfolgsalbum Not the End of the Road (Platz 2 der deutschen Charts) nach – und bewies, dass sie nicht nur feiern, sondern auch Gefühle mit Druck verpacken kann.

Brainstorm

Bevor Kissin’ Dynamite die Bühne übernahmen, heizten Brainstorm dem Publikum ordentlich ein. Die schwäbische Power-Metal-Institution präsentierte sich in Bestform: tight, druckvoll und mit charismatischer Bühnenpräsenz. Sänger Andy B. Franck überzeugte mit seiner kraftvollen Stimme, die mühelos zwischen metallischem Biss und melodischem Glanz pendelte. Die Songauswahl ließen Köpfe nicken und Hände fliegen – das Publikum war sofort dabei. Ihr Set war ein Musterbeispiel für musikalische Präzision und Leidenschaft – kein Warm-up, sondern ein echtes Statement. Danach verließ die Band die Bühne unter tosendem Applaus – perfekt vorbereitetes Terrain für das, was danach kam.

Kissin’ Dynamite

Als die Lichter ausgingen und das Intro ertönte, war klar: Hier geht’s nicht um Zurückhaltung. Im gleißenden Licht der Scheinwerfer steht die Band auf der obersten von drei Ebenen der Bühne; bereit, Hannover noch einmal zu zeigen, was diese Band kann. Von Anfang an war der Sound glasklar, druckvoll und perfekt abgestimmt – das Capitol bebte. Die Setlist war ein Best-of der Bandgeschichte – jeder Song saß, jedes Solo zündete.

Die aktuelle „Back with a Bang! World Tour 2025“ trägt ihren Namen zu Recht. Kissin’ Dynamite spielen mit einer Wucht, die keine Sekunde auf Abschiedsstimmung schließen lässt. Statt Wehmut herrscht pure Lebensfreude. Dass Sänger Hannes Braun die Band nach dieser Tour verlässt, hat er mit Blick auf neue, persönliche und musikalische Wege begründet. Nach fast zwei Jahrzehnten Dauerpower möchte er sich neu orientieren – und verabschiedet sich auf dem Zenit seiner Karriere.

Man spürt an diesem Abend: Für Band und Fans ist das mehr als ein Konzert – es ist ein emotionaler Schulterschluss. Die Gitarristen Ande Braun und Jim Müller werfen sich die Riffs zu wie früher, Steffen Haile (Bass) und Sebastian Berg (Drums) treiben die Maschine unerbittlich voran. Alles sitzt, alles fließt – und die Bühne wirkt zu klein für so viel Energie. Ein letztes Mal reckten sich die Fäuste, ein letztes Mal sangen alle gemeinsam. Als Hannes Braun am Ende seine Gitarre zur Seite legte und einfach nur in die Menge blickte, lag in der Luft, was selten passiert: Stille. Dankbarkeit. Respekt.

Kissin‘ Dynamite geben Autokonzert in Stuttgart – Was ihr wissen solltet

In Zeiten der Coronakrise sind Liveshows, Festivals und Konzerte aus dem Alltag aller Musikliebhaber nahezu verschwunden. Außer den derzeit beliebten Live-Streams in den sozialen Medien gibt es auf absehbare Zeit keine Live-Veranstaltungen, denn die Bundesregierung hat zur weiteren Eindämmung des Virus ein Verbot von Großveranstaltungen durchgesetzt. Zum Glück arbeiten aber viele Veranstalter, Spielstätten, Musiker und sonstige der Branche Angehörige aber unermüdlich, um den Menschen in dieser schweren Zeit einen Lichtblick und vor allem kulturellen Austausch zu ermöglichen. Und so gibt die schwäbische Heavy Metal-Band Kissin‘ Dynamite am Samstag, den 4. Juli 2020 ein Autokonzert im Rahmen vom „LiveSommer 2020 in Stuttgart“. Hier findet ihr einen Überblick über Anfahrt, Einlass, Ablauf und weitere hilfreiche Informationen.

Im Mittelpunkt der Show stehen die fünf Jungs rund um Sänger Johannes Braun. Die Band steht für klare und stimmigen Riffs, mit denen die Hard Rocker einen energetischen Sound generieren. 2018 wurde die Truppe als „Beste Deutsche Band“ ausgezeichnet und erfuhr auch einen gewaltigen Hype von etablierten Kräften. Seit 2002 ist die Band aus den Städten Burladingen und Münsingen aktiv als leidenschaftliche Rockmusiker und hat ihren unverkennbaren und eigenständigen Sound etabliert. Die unerschütterlich tighte Rhythmussektion groovt, pumpt und knallt wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk.

Tickets

Wenn ihr bereits ein Ticket für das Kissin‘ Dynamite Autokonzert in Stuttgart gekauft habt, könnt ihr jetzt die Planung für das bevorstehende Konzert starten. Nachfolgend findet ihr übersichtlich und auf einen Blick alle wichtigen Infos, damit ihr euch voll und ganz auf das große Konzerterlebnis konzentrieren könnt.

Wer noch auf der Suche nach Tickets für Kissin‘ Dynamite in Stuttgart ist, der findet diese ausschließlich online auf Eventim oder der Seite des Veranstalters. Karten für die Vorstellungen im Autokino werden pro PKW verkauft. Die Preise für das Autokino-Ticket liegen zwischen 79,95 und 124,95 Euro.

Nach dem Bezahl-Vorgang erhaltet ihr euer Ticket als PDF-Dokument/ Print@Home-Ticket. Bitte beachtet, dass euer Ticket in ausgedruckter oder digitaler Form (Smartphone) am Check-in bereitgehalten werden muss und ihr es durch die geschlossene Autoscheibe vorzeigen sollt. Das Ticket wird von außen durch unser Personal gescannt und auf seine Gültigkeit geprüft.

FAkten

Wann: Samstag, 4. Juli 2020 · Einlass: 19:30 Uhr · Beginn: 21:00 Uhr
Wo: Flughafen Stuttgart, P0 Leinfelden-Echterdingen
Mehr Infos unter: livesommer2020.de

Erlebt bestes Livemusik-Feeling mit 1.000 Besuchern auf einer Fläche, ohne jegliche Infektionsgefahr! Unter Einhaltung der Hygienevorschriften finden pro Vorstellung 500 PKW auf dem großen Gelände des Stuttgarter Flughafens. Pro PKW dürfen maximal zwei Personen beim „Kissin‘ Dynamite Autokonzert in Stuttgart“ teilnehmen. Alle aktuell geltenden Sicherheitsvorgaben und derzeitigen Verhaltensregeln laut Corona-Schutzverordnung werden eingehalten.

Da der Künstler direkt auf der Live-Stage steht, wird von dort aus auch für das passende Live-Feeling und das perfekte Bild gesorgt. Verschiedene Kameraeinstellungen kommen von der Live-Bühne, welche über eine Mega-LED-Wall angezeigt werden – das ermöglicht beste Bühnensicht bis in die letzten Reihen.

Ablauf

Der Ton kommt direkt über das eigene Autoradio. Auf dem Gelände des Stuttgarter Flughafens wird dein eigenes Auto zur Surround-Anlage. Den Ton empfangen alle Besucher über das eigene Autoradio auf einer speziellen UKW-Frequenz, die euch vor Ort genannt wird. Der Empfang über UKW/FM muss im Auto vorhanden bzw. einstellbar sein.

PKW mit einer Höhe bis zu 2,10 Meter sind herzlich willkommen. Auch Cabriolets dürfen auch kommen. Fenster, Türen und Verdecke sind jedoch jederzeit verschlossen zu halten.

ProgRamm-Übersicht

Der Einlass am Samstagabend, den 04. Juli 2020 startet gegen um 19:30 Uhr. Gegen 21:00 Uhr wird es dann endlich soweit sein: Bei ihrer Liveshow werden euch Kissin‘ Dynamite in Stuttgart knapp zwei Stunden lang mit jeder Menge bekannter Hits aus ihrer umfangreichen Künstler-Diskografie beglücken. Dieses neuartige Konzerterlebnis ist etwas für alle, die endlich einmal wieder das Club-Feeling gegen das heimische Sofa tauschen möchten und Bock haben, eine ausgelassen Rockparty zu feiern.

Sicherheitshinweise

Die Grundvoraussetzung für die Durchführung des Veranstaltungen im Autokino ist die strenge Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorgaben und die Berücksichtigung der momentan besonderen Verhaltensregeln im öffentlichen Raum.

  • Besucher dürfen ausschließlich im PKW kommen: Pro PKW maximal 2 Personen – Eigene Kinder können zusätzlich zu den maximal zwei erwachsenen Personen mit im Fahrzeug sein. Bitte unbedingt Lichtbildausweise für alle PKW-Insassen mitbringen, da es zu behördlichen Kontrollen kommen kann.
  • Abstand zwischen den PKWs muss grundsätzlich 1,5 Meter sein
  • Fenster und Verdecke sind geschlossen zu halten
  • Ausschließlich Online-/ Print@Home-Tickets werden vor Ort durch die geschlossene Autofensterscheibe gescannt
  • Don’t drink and drive! Die Polizei führt regelmäßige Kontrollen rund um das Gelände durch. Allen Beifahrerinnen und Beifahrern ist Alkoholgenuss im Autokino selbstverständlich erlaubt.

Metal Hammer Paradise 2019 – Indoor-Metal-Festival mit Komfort

Knapp 4.000 Fans haben bereits zum siebten Mal den gesamten Ferienpark Weissenhäuser Strand an der Ostsee zu einem Treffpunkt der Metal-Szene verwandelt. Bereits Donnerstagabend stieg die riesige Sause vom Metal Hammer Paradise 2019 bei der Warm-Up Party des Ballroom Hamburg. Die folgenden zwei Tage übertrafen viele Erwartungen der Festivalbesucher. Wir waren live dabei!

Nachdem wir uns am Freitag einen ersten Eindruck des Indoor-Festivals und die Locations der Bühnen ausfindig machten. danach die ersten Metalheads zum Wochenende befragt haben – stieg die große Metalparty im Ferienpark Weissenhäuser Strand. Tausende Besucher, von jung bis alt, hatten nach ihrem Einzug in die Appartements richtig Lust auf guten und heißen Metal – das berichteten alle innerhalb weniger Minuten bei den ersten Gesprächen. Mir war wichtig zu erfahren, was dieses Festival so besonders macht, denn schließlich läuft dieses Event bereits zum siebten Mal! Alle Besucher berichteten von einer tollen Organisation, ausgelassener Stimmung, perfekte Abläufe und viele gute Gespräche – diesem können wir zu 100 % zustimmen! Alle waren gut drauf, hatten richtig Spaß und wollten ausgelassen Heavy Metal hören. Ein kleines Manko war der Aufbau der Gräben an den jeweiligen Bühnen, diese waren zu klein und schmal weshalb man wenig Platz mit der Anzahl an Fotografen hatte – aber das ist ja das kleinste Übel.

Metal Hammer Paradise 2019 – Freitag

Kissin Dynamite
Freitagabend war es zum erneuten Male Zeit für die schwäbische Heavy Metal-Band Kissin‘ Dynamite. Die fünf Jungs hatten bereits nach wenigen Sekunden Schweiß auf der Stirn – denn die Fans jubelten und feierten jedes Riff von Andre Braun und Jim Müller. Als Hannes, Sänger und Frontmann der Band, nach dem ersten Song nicht mehr wusste, was alles um ihn herum geschieht, startete die Ekstase im vollen Umfang! Immer wieder ein Muss die Jungs aus Burladingen und Münsingen zu sehen!

Saltatio Mortis
Die Spielmannsleute rund um Alea, waren bereit für den Abriss des Herbstes – nachdem die Jungs in der vergangenen Woche, über Instagram, ankündigten im Jahr 2020 ein neues Album zu veröffentlichen waren viele Fans bereits im Voraus aufgeregt und feierten umso mehr ausgelassen und ungehalten die Mittelalter-Rocker! Songs wie „Wo sind die Clowns“, „Brot und Spiele“ und „Nie wieder Alkohol“ fehlten jedenfalls nicht – einfach grandios.

RAGE
Als Ersatz für den erkrankten Metaller Ralf Scheepers der Band „Primal Fear“ sprangen die NRWler von RAGE ein. Die drei wussten ebenfalls innerhalb weniger Minuten, wie man die Besucher mitreist, gute Musik spielt und vor allem Entertainment bietet wie die des Gitarristen Marcos Rodriguez. Songs wie der aus dem Film „Schuh des Manitu“ bekannte „Straight to Hell“ konnte jeder mit grölen und Gas geben. Bier fehlte natürlich an keiner Stelle.

Steel Panther
Bereits am Nachmittag liefen viele Fans in hautengen Leggings, Perücken und Handschuhen auf dem Ferienpark herum und freuten sich bereits ausgiebig auf die Musiker von Steel Panther. Mit viel Spaß und witzigen Gags kamen Michael Starr, Satchel, Lexxi Foxx und Stix Zadinia auf die Bühne und verließen diese als Headliner des Freitagabends ungern.

Metal Hammer Paradise 2019 – Samstag

Grand Magus
Feinster Heavy-Metal aus Stockholm wurde uns geliefert von den drei Musiker der Band Grand Magus“. Die bereits im Jahr 1996 gegründete Gruppe war mir nicht ganz unbekannt, jedoch auch nicht auf der Prioritätenliste vertreten. Dies hat sich bereits nach den ersten drei Songs vollkommen geändert. Wirklich gute Musik von absolut überzeugenden Musikern mit viel Herzblut und Liebe zum Detail.

Gloryhammer
Nachdem auf dem diesjährigen Wacken Open Air, aufgrund einer Unwetterwarnung, das Konzert der Gloryhammer-Musiker vorzeitig beendet werden musste, holten sie gefühlt alles verlorengegangene nach und hauten ein Brett nach dem anderen raus. Energiegeladene Show, musikalische Höchstleistung und vor allem Spas stand hier an erste Stelle. Bereits vor dem Konzert konnte man einige Fans mit Einhörnern, Hämmern und Schwerter aus Plastik sehen, bei einer phänomenalen Schlacht zu Gloryhammer-Gesängen. Metaller sind da einfach unkompliziert und nicht schüchtern!

The New Roses
Auch die Jungs von The New Roses mussten vor wenigen Wochen ein soeben gestartetes Konzert in der Hamburger Markthalle abbrechen und nun Anfang 2020 wiederholen – auch hierfür gab es eine Entschädigung. Die Jungs rund um Tommy Rough waren richtig rockig unterwegs und schmetterten mit warmer Kehle und ordentlich Gitarre an das gesamte Publikum der Baltic Ballroom Bühne.

J.B.O.
Das erste Mal vor einigen Jahren auf dem Wacken Open Air gesehen war es bei mir ruhig mit J.B.O. geworden – irgendwie war mir nicht mehr so der „Drang“ danach, neues zu hören oder alte Kamellen aus dem Keller zu holen. Doch nach langer Abstinenz konnte ich 2019 auf der Maximum Metal Stage endlich erneut ordentlich Spas und Freude an den sehr alten, aber auch neuen Songs verspüren. Danke für dieses grandiose Fest.

Amorphis
Die finnischen Metaller rund um Tomi Joutsen sind nach wie vor einer meiner liebsten Bands – damals als Vorband von Volbeat in Hamburg war ich das erste Mal enttäuscht worden, aber gestern, war ich im wahrsten Sinne des Wortes weggeblasen worden! Richtig phänomenale Performance, stimmliche Glanzleistung und absolut textsichere Fans waren ausschlaggebend für meine „Bewertung“ des besten Konzertes des Abends.

Powerwolf
Wer kennt Sie nicht? Die Saarländer hatten erst am Freitag den 08. November ihren aktuellen Tour-Auftakt in Luxemburg – so konnten Fans das erste deutsche Konzert der Powerwolf-Tour am Weissenhäuser Strand erleben. Nachdem Attila Dorn vor ziemlich genau einem Jahr das Hamburger Mehr! Theater förmlich abriss performte er auch dieses Jahr wieder innerhalb weniger Minuten in gewohnter Qualität bei einer absolut genialen Song-Auswahl. Wir wünschen Ihnen eine tolle Tour mit grandiosen Erinnerungen an die heilige Heavy-Metal Messe der Ostsee!

Metal Hammer Paradise 2019 Tickets + infos

Metal Hammer Paradise 2019

Baltic Open Air 2019 am Samstag: das große Festival-Finale

Zur 9. Auflage des Baltic Open Air kamen am Samstag Bands wie Kissin‘ Dynamite, Axxis, Backyard Babies, John Diva and the Rockets of Love und zum 3. Mal die Deutschrocker von Frei.Wild.

Nachdem Anfang April 2019 ein Konzert der Band “Frei.Wild” der Flensburger abgesagt wurde, waren viele Fans der Deutschrockband aus Südtirol in den hohen Norden gereist – ins Wikingerland Haddeby. Neben Kissin‘ Dynamite und Axxis waren auch internationale Gäste vor Ort wie Backyard Babies oder John Diva and the Rockets of Love.

Kissin Dynamite

Nach einer sicherlich sehr turbulenten und verschwitzten Nacht des Freitags ging es am Samstag, dem letzten Festivaltag richtig heiß her! Die Baden-Württembergischen Metaller heizten mit ordentlich Feuer und Feuerwerk das Publikum ein, um sich langsam auf den lang ersehnten Abend vorzubereiten! Das damals als Schülerband entstandene Projekt ist seit 2006 durchgehend sehr erfolgreich und landet immer wieder in den Herzen der Besucher – selbst bei „härteren Metallern“ ein gern gesehener Act!

Backyard Babies

Für mich eine richtige Überraschung waren am frühen Abend die Punkrocker aus Nässjö, Schweden von Backyard Babies. Seit 1987 sind die vier Herren aus Südschweden unterwegs und aktuell auf Abschlussreise ihres Festivalsommers. Das immer noch hoch gelobte Album „Four by Four“ ist ein Rennen bei Fans und Kennern, welches ordentlich Einfluss auf die Setlist beim diesjährigen „Baltic Open Air“ hatte, doch auch alte Schinken wurden geschmettert.

Axxis

Bernhard Weiß, Sänger der Band Axxis, bewies innerhalb weniger Sekunden das seine Band noch genau, wie vor 30 Jahren richtig am rocken ist! Aktuell auf großer Jubiläums-Tournee, dennoch mit einem Abstecher ins Wikingerland ein absolut willkommener Gast auf dem Festival. Bernhard Weiß, Matthias Degener, Rob Schomaker, Harry Oellers und Dirk Brand zeigten auf Ihren Instrumenten das eine deutsche Hardrock-Band mit Power-Metal Einflüssen alles so kann – bis heute keine Einbußen in der Leistungsfähigkeit zu erkennen!

Frei.Wild

Gegen 22.00 Uhr war es dann so weit, das Infield war mit über 10.000 Menschen absolut voll, friedlich und voller Lust auf das anstehende Konzert. Die Südtiroler Deutschrocker um Philipp Burger starteten mit riesigen Hits zum dritten Mal als Headliner auf dem Baltic Open Air – dank einer riesigen Fangemeinde im Norden Deutschlands natürlich mit vielen mitsingenden Fans. Da im April ein Konzert der Band in Flensburg abgesagt wurde, waren gefühlt einige „Nachholer“ angereist, um den einmaligen Auftritt der Jungs zu sehen. Zwischen nachdenklichen Textzeilen und vielen nachdenklichen Worten war zwischen harten Riffs und leichten Akustik-Gitarren Klängen alles dabei – nicht zu vergessen das überaus heiße Feuerwerk.

John Diva and the Rockets of Love

Kurz vor Mitternacht kamen dann die sehr spaßigen „80er Jahre Rocker“ von John Diva auf die Thor-Stage um noch einmal mit klassischen Klischees der 80er-Jahre schrill zu feiern. Anfangs war die Luft durch Frei.Wild etwas raus, doch nach einer kurzen Verschnaufpause und den ersten Songs kamen die Klänge wieder an, um richtig zu feiern. Ganz nach dem Motto „Mama said Rock is Dead“.

Vielen Dank für dieses unglaublich gut organisierte Festival im schönen Norddeutschland. Vielen Dank an alle sehr freundlichen Mitarbeiter, Securitys, Pressemitarbeiter, Tresenkräfte und wer sonst noch bei diesem Festival mitgewirkt hat – wir freuen uns schon jetzt auf das Baltic Open Air 2020 vom 20. bis 22. August!

Baltic Open Air 2020: Tickets + Infos

Baltic Open Air 2020

Summer Breeze 2019: So war der Freitag

Für viele ist die Nacht kurz, was besonders daran liegt, dass man von der Sonne geweckt wird. Im Gegensatz zu den Vortagen ist es schon ab 10 Uhr im Zelt nicht mehr auszuhalten, ganz im Gegenteil zu den Vortagen. Dafür kann man sich aber auf einen regenfreien Tag voller Sonne und guter Laune freuen. Auch am Freitag beim Summer Breeze gibt es das volle, musikalische Programm, bei dem jeder auf seine Kosten kommt. Also schnell frühstücken, ein Bier für den Weg schnappen und ab vor eine der drei Bühnen auf dem Infield. Wach wird man spätestens dort.

MAIN STAGE

12:00 – 12:45 Uhr
AFTER THE BURIAL
After the Burial ist wohl eine der Bands, die sich perfekt zum wach werden eignen. Bei bestem Wetter kommt die Band auf die Bühne und sorgt direkt für den ersten Circle Pit. Die Vorliebe für achtsaitige Gitarren ist deutlich zu sehen und zu hören, so herrscht durchgehend ein tieferer Ton, ähnlich wie am Vortag bei Meshuggah. Vielleicht ist auch dies der Grund, dass es vor der Bühne schon recht voll für diese Uhrzeit ist. Bei ihrem Auftritt setzt After The Burial jedoch nicht, wie erwartet, auf ihr vor kurzem erschienenes Album “Evergreen”, sondern treibt uns wild durch ihre gesamte Künstler-Diskographie.

12:55 – 13:40 Uhr
BEAST IN BLACK
Anschließend leiten Beast in Black den Power-Metal-Tag auf der Main Stage ein. Die Band kann bereits jetzt ein immer größer werdendes Publikum betrachten, was richtig Bock hat zu feiern. Während die ersten Reihen primär ihren Kopf im Rhythmus kreisen lassen, wird dahinter lautstark mitgesungen. Auch als Sänger Yannis Papadopoulos zum Klatschen auffordert, klappt dies besser als er selbst erwartet hatte, wenn man nach seinem Gesichtsausdruck geht. Auch auf der Bühne gibt es einiges zu sehen. Alle Musiker sind durchweg in Bewegung und posieren gekonnt, keiner bleibt hier auf der Stelle stehen.

13:50 – 14:35 Uhr
KISSIN‘ DYNAMITE
Etwas „glamiger“ wird es danach bei Kissin’ Dynamite. Die Truppe fährt mit der ersten Pyro des Tages, passend zu dem Song “I’ve Got the Fire” auf. Dies spornt die Party im Infield ordentlich an, sodass man bereits jetzt die ersten müden Gesichter im Publikum sieht. Heute steht der Fokus klar auf ihrem letzten Album “Ecstasy”, das vor fast einem Jahr auf den Markt kam. Highlight des Auftritts ist aber der Song “I Will Be King”, bei dem Sänger Johannes Braun mitsamt roter Schleppe auf der Bühne auf einem Thron Platz nimmt.

14:45 – 15:45 Uhr
QUEENSRŸCHE
Inzwischen wünscht man sich doch einen kleinen Regenschauer oder zumindest eine kleine Wolke am Himmel, um der Sonne einen Moment entkommen zu können. Die wenigen Schattenplätze auf dem Gelände sind inzwischen so gefüllt, als würde gerade der Headliner auf der Bühne stehen. Für manche ist dies auch der Fall, denn dort sind Queensrÿche gerade eingelaufen. Die Progressive-Metaller werden euphorisch empfangen und gefeiert. Der Sound ist glasklar, die Menge schaukelt im Takt und singt lautstark mit. Zwischen den Liedern bleibt es höchstens bei kurzen, zurückgehaltenen Ansprachen, man möchte den Fluss des Auftritts ja nicht stören.

15:55 – 16:55 Uhr
DRAGONFORCE
“Extreme Power Metal” heißt das neue Album von Dragonforce, was in wenigen Wochen erscheint. Mit dem Titel lässt sich aber auch die Band am besten beschreiben. Es wirkt fast schon unmenschlich, was Sam Totman und Herman Li mit ihren Gitarren veranstalten. Trotz all dem Guten hat der Auftritt auch etwas Negatives. Es ist eins der letzten Konzerte mit Bassist Frédéric Leclercq, der die Band nach dem Wochenende verlassen wird. Schade! Aber auch gerade deswegen wird nochmal eine Schippe draufgelegt und spätestens beim letzten Song „Through The Fire And Flames” wird kein Stein mehr auf dem anderen gelassen.

17:05 – 18:20 Uhr
SKINDRED
Vor 14 Jahren sind Skindred das letzte Mal zu Gast auf dem Summer Breeze gewesen. Gegenüber damals hat die Band nun 7 Alben mehr dabei, ihren Humor aber nicht auf der Strecke verloren. “You want a T-Shirt? Or you want a T-Shirt?” fragt uns Sänger Benji Webbe und wirft es anschließend nach hinten, “25 fucking euro, fuck you”. Aber auch sonst dürfen wir uns immer wieder als “Wankers” bezeichnen lassen, als wir für Webbe zu leise sind. Alles in allem wird die Rückkehr der Band ohne Einschränkungen gefeiert, als wären sie nie weg gewesen.

18:35 – 19:50 Uhr
AIRBOURNE
Die meisten Bands haben ja mittlerweile Pyro dabei, wenn sie auf der Bühne stehen – bei Airbourne ist das anders. Vier Feuersäulen schießen im Dauertakt in die Luft und läuten damit das Liveset der Band ein. Direkt springt der Funke im Publikum über. Zwar geht es heute für Sänger und Gitarrist Joel O’Keefe nicht hoch hinaus, auf seinem Platz bleibt er dennoch nicht. Entweder springt er auf der Bühne hin und her oder lässt sich auf dem Rücken eines Securitys durch den Graben tragen. Diese haben eigentlich schon genug zu tun, immerhin kommt ein Crowdsurfer nach dem anderen an. Der Auftritt ist genau das, was man von Airbourne erwartet. Nicht darüber aber auch ganz besonders nicht darunter. Rund in seiner Gesamtheit und dadurch schon fast perfekt.

20:10 – 21:25 Uhr
KING DIAMOND
Bei King Diamond steht einws klar im Vordergrund: Die Show. Auf dem ganzen Festival fährt keine andere Band solche Geschütze auf. Egal, ob der King mit einer Liege auf die Bühne geschoben wird oder eine Puppe opfert, woraufhin ein Sarg mit der Aufschrift “Abigail” von Kuttenträgern herumgetragen wird. Es gibt also nicht nur was fürs Ohr, sondern auch mehr als genug fürs Auge. Dennoch muss man leider sagen, dass die Show bei Tageslicht nur so halb wirkt. King Diamond lassen sich davon aber nicht beirren und ziehen eine geniale Show durch. Und das Publikum? Das ist ab dem ersten Moment völlig in den Bann gezogen und kann gar nicht mehr von der Bühne weggucken.

21:45 – 23:15 Uhr
PARKWAY DRIVE
Mit Fackeln bewaffnet schreiten Parkway Drive durch das Publikum in Richtung Bühne – nur ohne Bassist Jia O’Connor. Dieser hatte sich bei den Proben verletzt und wartet daher schon auf der Bühne im Rollstuhl auf seine Kollegen. Sind diese angekommen, wird mit “Wishing Wells” langsam Fahrt aufgenommen. Normalerweise stehen Parkway Drive für viel Feuer. Dies bleibt anfangs jedoch aus. Dafür wird die Band bei “Writings on the Wall” und “Shadow Boxing” durch ein Streicher-Quartett unterstützt. Die geballte Ladung Pyro gibt es dann erst in der Zugabe zu “Crushed” und “Bottom Feeder”. Feuerschalen überdecken die ganze Bühne, eine Feuersäule jagt die nächste und selbst über der Bühne gibt es weitere 20 Meter hohe Säulen zu bestaunen. Das Publikum ist völlig Feuer und Flamme und das nicht erst jetzt, sondern schon den ganzen Auftritt über. Der Staub des Circle Pits hat keine Chance sich wieder zu legen und die Securitys finden auch keine Ruhe. Letzteres wird zwischendurch von Sänger Winston McCall selbst mit den Worten “Is this like the crowdsurfing festival of the summer or something” kommentiert.

23:30 – 00:45 Uhr
HAMMERFALL
Zwar wechselt nach Parkway Drive das halbe Publikum die Position, die Pyro jedoch nicht. Diese gibt es hier zwar nicht auf einem Haufen, aber immer wieder über den gesamten Auftritt verteilt. Schon beim ersten Song “Legion” zeigt das Publikum, dass es richtig Lust auf eine Show von Hammerfall hat und singt lautstark mit. Es gibt heute auch etwas zu feiern: Genau jetzt erscheint das 11. Studioalbum der Band: “Dominion”. Darauf fokussiert wird sich heute jedoch nicht. Es gibt Songs von fast allen Alben, davon primär die Klassiker. Immer wieder bedankt sich Sänger Joacim Cans bei seinen Fans und macht jede Menge lustige Witze zwischendurch. Nach vielem Gepose gibt es mit “Hearts On Fire” das große Finale. Hier wird nochmal groß aufgefahren. Da stehen nicht nur die Herzen, sondern auch die Bühne in Flammen.

01:00 – 02:00 Uhr
EMPEROR
Auch am Freitagnacht haben wir wieder eine Special Show. Emperor präsentieren uns ihr Album „Anthems To The Welkin At Dusk“ in voller Länge. Durch den Slot und die Verspätungen von Parkway Drive und Hammerfall ist es zwar schon 1:30 Uhr als die Band die Bühne betritt, müde ist im Publikum jedoch niemand. Die ändert sich auch nicht, als die Schweden zum ersten Takt ansetzen. Es wird getanzt und feiert, dass das Gelände nochmal wackelt. Dass dieser Auftritt der einzige der Deutschland in diesem Jahr ist, gerät hierbei etwas in den Hintergrund.

T-STAGE

17:10 – 17:55 Uhr
LEGION OF THE DAMNED
„I wanna see some serious headbanging from you guys!“ sagt uns Sänger Maurice Swinkels. Genau das ist es, was er heute auch viel im Publikum findet. Ab und an wird dies noch durch einen Mosh Pit abgerundet, aber das Headbangen überwiegt. Legion of The Damned haben vor allem Songs vom neusten Album “Slaves Of The Shadows Realm” im Gepäck, trotz aber auch nicht vor anderen Songs zurück. Zum Abschluss gibt es natürlich den Song “Legion Of the Damned” und die Begeisterung geht nochmal nach oben.

18:35 – 19:35 Uhr
ROTTING CHRIST
Rotting Christ sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Entsprechend ist es vor der Bühne voll, als die Band mit dem Song “Hallowed Be Thy Name” in ihr Set startet. Zwischen den Songs macht Sänger Sakis Tolis immer wieder Ansprachen, die durch den griechischem Akzent etwas niedlich klingen. Ganz im Gegenteil zu der Musik die sie spielen. Düsterer Black Metal der besonders aus ihrem letzten Album “The Heretics” besteht. Gehuldigt wird dies mit vielen Circle Pits und noch mehr Feuer von der Bühne.

20:30 – 21:30 Uhr
NAPALM DEATH
Wie viele Songs kann man in einer Stunde spielen? Das fragten sich Napalm Death und gaben uns mit ihrem Auftritt die Antwort. Ganze 22 Songs spielte die Band an diesem Abend. Dennoch war dazwischen noch reichlich Zeit um politische und sozialkritische Ansagen zu machen. Sonst gibt es nur eine einzige Verschnaufpause in der Mitte des Sets: der Song “Self Betrayal”. Die restliche Zeit gibt es noch mehr Circle Pits als Songs. Alles in allem ein Auftritt, wie man ihn von Napalm Death kennt und liebt.

22:25 – 23:25 Uhr
ZEAL & ARDOR
Zeal & Ardor sind ein einmaliges Musikprojekt von Manuel Gagneux, was Gospel und Black Metal miteinander verbindet. Bereits am Anfang verkündet er “Wir reden nicht viel, ich hoffe, das ist OK” und meldet sich das ganze Konzert über nicht wieder. Worte wären aber auch unnütze Zeitverschwendung. Das Klangbild der drei Sänger ist etwas, das wir so auf dieser Bühne noch nicht gehört haben und zieht alle in einen Bann. Soulig und melancholisch, bis die Black Metal-Wurzeln für einen kurzen Moment durchsickern und das Publikum zum Headbangen zwingt. Ein Auftritt der durch seine Einzigartigkeit besticht und leider viel zu schnell vorbei geht.

00:20 – 01:20 Uhr
THY ART IS MURDER
Für das passende Kontrastprogramm zur Main Stage sorgen Thy Art Is Murder. Wer sich nochmal richtig verausgaben will, war hier im Pit an der richtigen Stelle. Wer sein Set mit “Death Squad Anthem” beginnt, weiß was er von seinem Publikum erwartet. Der Pit öffnet sich sofort und wird noch größer, also Frontmann Chris „CJ“ McMahon bei “Slaves Beyond Death” zum größten Circle Pit des Festivals aufruft und ihn auch geliefert bekommt. Dieser geht um den gesamten ersten Wellenbrecher und übertrifft das, was die Band noch vor 4 Jahren veranstaltete. Abgerundet wird der Auftritt durch Klassiker wie “Holy War” und “Human Target”.

02:15 – 03:00 Uhr
CYPECORE
Den Abschluss machen heute Cypecore. Sie haben wohl den perfekten Slot für ihre Show ergattern können. In der kompletten Dunkelheit kommt ihre Show einfach doppelt so gut. Das Wissen auch die Fans, die trotz der Uhrzeit zahlreich erschienen sind. Mit viel Pyro und einer großartigen Lichtshow kann die Band diese direkt auf ihre Seite ziehen und sich ab und an ein Lächeln nicht verkneifen. Sonst halten sie sich eher zurück. Ansprachen sucht man vergebens, nur ab und zu ein paar Floskeln, die selbst schon ungewöhnlich für die Band sind. Das Postapokalyptische Design und Konzept der Band geht an diesem Abend wieder perfekt auf und sorgt für den perfekten Tagesabschluss.

So endet der zweite Tag vom Summer Breeze 2019 und damit ist auch schon wieder mehr als die Hälfte vorbei. Es geht mal wieder viel zu schnell, aber dies sollten jetzt noch nicht unsere Gedanken sein. Genießen wir lieber noch ein paar Bierchen, bevor wir ins Bett fallen, um uns auf den letzten Tag auszukosten.

Summer Breeze 2020: Tickets + Infos

Summer Breeze 2020

Rockharz Open Air 2019: Freitag und Samstag

Bereits zwei Tage mit bester Laune, allerbesten Metalklängen und -Bands aber vor allem guten Freunden waren am Festivalfreitag vom Rockharz 2019 nun vorüber. Aber das hieß, es lagen auch noch zwei weitere, hervorragende in Aussicht.

Rockharz Open Air 2019: Freitag

Zum Auftakt des Tages gaben sich Elvellon die Ehre. Stimmgewaltig brachte Frontfrau Nele Messerschmidt die müden Geister wieder zum Kochen und von null auf hundert. Vor der Bühne sammelte sich nach und nach das Feiervolk um wieder Gas zu geben. Es dauerte nicht lange und schon hörte man einen Chor aus Stimmen. Die Symphonic Metaller aus Deutschland sorgten für einen gelungenen Start in den Tag. Ziegenmasken und ein druckvolles Grölen weckte noch die restlichen Schlafmützen. Mit vollem Sound voraus fingen Milking The Goatmachine mit einer Überdosis aus Grindcore gemischt mit Death-Metal los. Besonders die Zwischenspiele sorgten für ausgelassene Heiterkeit! Nailed To Obscurity waren in den letzten Jahren in Sachen Bekanntheit mächtig gewachsen. Die Truppe aus dem Friesland sorgte mit ihrem Doom Detah Metal zwar für eine kurzweilige Beruhigung, zumindest in Sachen Tempo, gefeiert wurde die Kapelle trotzdem. Auch ohne Blödeleien kann eine Band überzeugen.

Mit imposanten Kostümen betraten Warkings die Bühnen. Ein Spartiat, ein Templer und zwei Ringgeister – nicht nur optisch war es mal was Neues. Die Show überzeugte die Partygäste und machte Lust auf mehr. Der True Power Heavy Metal wurde aufs Feinste dargeboten und sorgte für beste Stimmung.

Elvenking. Was erwartete man? Herr der Ringe auf Testosteron? Welches Produkt würde präsentiert werden? Energiegeladener Hard Rock mit diversen Einschlägen aus True und Heavy Metal. Die Italiener aus Sacile, die es bereits seit 1997 gibt, spielten sauber und ohne Fehl ihr Set durch.

Und es folgte Whiskey. Viel davon. Aber bei dem Namen konnte man auch nichts anderes erwarten. Mr. Irish Bastard, mit acht Musikern auf der Bühne vertreten, stimmte mit Folk und klassisch-irischen Tonfolgen ein gewaltiges Trinkgelage an. Mit Tanz und guter Laune wurde das Publikum angeheizt und zum Crowdsurfen animiert. Kein Fuß blieb hier auf dem Boden. Flexibilität ist alles. Egal, in welchen Lebensbereichen. Und so kam es, dass Omnium Gatherum etwas früher spielen mussten. Auf Grund von logistischen Problemen mussten die Finnen mit The Night Flight Orchester ihren Slot tauschen. Zum Glücke sorgte Mutz, der Stage Manager vom Rockharz, mit seiner Ansage für Entwirrung.

Und was nun? The Night Flight Orchester. In Rosa gekleidete Background-Sängerinnen und ein Aufgebot an Musikern, die tatsächlich in ähnlicher Besetzung (mehr oder weniger) später nochmal spielen werden. Aber tatsächlich war der Schwank der 70er Jahre, also das was musikalisch produziert wurde, eine geniale Abwechslung und eine Hommage an die Gründerväter der gestählten Musik.

Publikums-Animation auf dem Höhepunkt erlebte man bei Kissin‘ Dynamite. Mit klaren und stimmigen Riffs kreierten die Hard Rocker einen energetischen Sound. 2018 wurde die Truppe als „Beste Deutsche Band“ ausgezeichnet und erfuhr auch einen gewaltigen Hype von etablierten Kräften. Ihr Gassenhauer „You’re Not Alone“ wurde neben anderen Songs textsicher von tausenden Fans rezitiert – also im Suffkopp mit gedonnert.

Einen gewaltigen Einschlag in Sachen Hardcore tätigten Caliban, weg vom klassischen Rock’n’Roll wurde nun der Fokus auf reine Aggression gelegt. Hasserfüllte Beatdowns wechselten sich mit ohrgängigen Gitarrenparts ab. Die Essener ließen die Bühne beben und überrollten regelrechtes das Infield mit ihrer Brutalität.

Soilwork zählten zu den Mitbegründern einer ganz eigenen Sparte. Und jetzt legten die Süd-Schweden richtig los. Obwohl ein Teil der Band bei The Night Flight Orchester auf der Bühne stand, war es musikalisch eine vollkommen andere Richtung. Wenn es Bands gibt die Melodic Death Metal als Gütesigel tragen dürfen, zählten die partygeilen Schweden dazu. Diesmal komplett ohne Rückenprobleme sorgte Sänger Björn Strid für eine mehr als nur gelungene Animation des Publikums.

Aus Großbritannien kam nicht nur die Eiserne Jungfrau und klassischer Heavy Metal. Die Londoner von Dragonforce könnte man für musikalische Perfektion nennen. Riffs, die selbst etablierte Musiker als schwer bezeichnen, wurden von Hermann Li und Co. vollkommen mühelos abgespielt. Spaß in der Band und Harmonie waren deutlich zu erkennen und sorgten für noch größere Begeisterung im Publikum. Eben alles, was man von Power und Heavy Metal erwartet, wurde hier kanalisiert wieder gegeben.

Peter Tägtgren ist nicht nur einer der besten Metal-Produzenten in Europa, er ist begnadeter Sänger und Gitarrist. Selbstverständlich musste man Hypocrisy nicht groß vorstellen – die schwedische Formation erlangte weltweit Bekanntheit und ihre Auftritte waren legendär. Tatsächlich war es mittlerweile ein regelrechtes Privileg die Truppe live zu erleben, da ihre Konzerte von einer gewissen Seltenheit zeugten. Nicht nur deswegen waren die Massen mehr als begeistert an diesem Abend.

Saltatio Mortis. Was soll man zu dieser Ausnahme Band groß sagen? Das Publikum wurde wie immer mitgerissen und feierte die deutsche Mittelalter Rockband ohne Wenn und Aber. Tatsächlich waren die sympathischen Musiker der heimliche Headliner. Bis weit hinter dem FOH standen die Menschen und gingen auf die Animationen des quirligen Zerberus am Mikrophon ein. Und so flogen nicht nur Haare, sondern auch T-Shirts. Egal ob Männlein oder Weiblein – es wurde blank gezogen und nur noch gefeiert. Alea ritt sogar auf den Schultern eines Fans durch die Menge! Sie brachten uns Feuer und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Ein ganz besonderes Erlebnis war der folgende Auftritt. Die Schwarzmetall-Fürsten von Dimmu Borgir spielten und lieferten ab! Aber tatsächlich nichts anderes hat man von einer solchen Legende zu erwarten. Seit den 90er Jahren sind die Mannen um Shargat einer der angesagtesten Acts der Black Metal-Kultur. Das Set war gespickt mit Klassikern wie „Kings Of The Cornwall Creation“ oder auch „Puritanier“ wurde den tausenden Zuschauern präsentiert, aber auch einer ihrer Kulthits „Mourning Palace“ durfte nicht fehlen. Alles in Allem hat hier nichts gefehlt. Einen würdigeren Headliner konnte es nicht geben.

Man erlebte eine völlig positive Eskalation bei Russkaja. Das Publikum blieb nicht still bei bekannten Liedern wie „Terror-Traktor“ – trotz der späten Stunde tanzten unzählige Menschen und man lag sich in den Armen. Die Stimmung war ab der ersten Sekunde am kochen. Auch die Animationen der Bigband wurde eins zu eins umgesetzt. Von Umarmung bis hinsetzen war alles dabei. Es war wirklich ein schönes Erlebnis, dass eine Ska Band so dermaßen auf einem Metal Festival abgefeiert wurde. Heidevolk übernahm die Aufgabe des Rauswerfers. Obwohl doch die Müdigkeit bei den meisten Besuchern  langsam aber sicher die Überhand gewann, fanden sich doch diverse Fans vor der Bühne ein. Die hartgesottenen Fans des Pagan Metals ließen es sich nicht nehmen die Niederländer anzufeuern.

Rockharz Open Air 2020: Tickets + Infos

Powerwolf in Hamburg

Auf der diesjährigen „The Sacrament of Sin“ Tour zum gleichnamigen Album von Powerwolf heizten Kissin Dynamite und Amaranthe als Vorband auf dem Hamburger Großmarkt das Mehr! Theater tierisch ein!

Am vergangenen Montag kamen die Hardrock-Power-Metaler aus Saarbrücken nach Hamburg. In der ausverkauften Halle tobten die mit Texten aus dem Christentum bestückten Metaller mit Songs wie „Fire and Forgive“, „Army of the Night“ oder „Incense & Iron“. Ein tolles Bühnenbild und eine tolle Atmosphäre in der sehr sehr dunkel gehaltenen Halle sorgte für die perfekte Stimmung zum Wochenstart.

Zelebriert wurde Europas einzigartige Heavy-Metal-Messe mit einem Konzertabschluss durch „Coleus Sanctus“ und „Werewolves of Armenia“ – die knapp 3.500 Metal-Fans verabschiedeten die Jungs rund um Powerwolf mit einem tosenden Applaus!

Als Vorbands hatten sich Powerwolf die deutschen Rocker von Kissin Dynamite ins Boot geholt. Die fünf Musiker spielten zum warm werden bekannte Songs aus dem Radio. Im Anschluss, nach nur knapp 30 Minuten Umbauphase, konnte die schwedisch-dänische Metal-Band Amaranthe die Halle abreißen! Tolle Stimmung, super Musiker und eine tolle Atmosphäre beschreiben den vergangenen Montag perfekt!

RockHarz Open Air 2016: Aufwärm-Runde am Mittwoch

Bereits am Dienstag fielen die ersten Invasoren auf dem Flugplatz in Ballenstedt ein. Damit war das RockHarz Open Air 2016 zumindest camp- und biertechnisch schonmal eröffnet – fehlten also nur noch die Bands. Diese folgten dann auch knappe 24 Stunden später und das mit ordentlich Wumms. Sieben Bands eröffneten den Mittwoch als ersten Festivaltag und prügelten den Restalkohol der Dienstagsgäste aus dem Schädel.

Hier geht’s zum Bericht RockHarz Open Air 2016 – Donnerstag“

Mors Principium Est läutete pünktlich das RockHarz 2016 ein und sorgten 45 Minuten lang dafür, dass auch beim allerletzten Gast Festival- und RockHarz-Stimmung aufkam. Eine Mischung aus Melodic Death Metal und Metalcore sorgte für ordentlich Stimmung bei den Besuchern. Die zweite Band des Festivals waren die wohlbekannten Musiker von Shakra. Mit Feuer und Energie donnerten brachiale Gitarren-Riffs und eine voluminöse Frontstimme den Besuchern entgegen und sie wurden absolut gefeiert. Zahlreiche Pommesgabeln wurden nach oben gereckt, als sie die Bühne verließen – was ein Fest.

Bildergalerie: So war SHAKRA live

Nach zweimal Power kamen die AFM-Awards dran. Das Label ließ es sich nicht nehmen, im Zuge der Kooperation mit dem RockHarz, besondere Leistungen direkt am „Arbeitsplatz“ zu honorieren – eine gelungene Idee. Kissin‘ Dynamite betrat nach den Awards die Bühne. Die Tübinger Jungs demonstrierten, dass sie Hard Rock leben und das nicht zu knapp. Brachialer Rock’n’Roll knüppelte aus den Speakern und das die Musiker mittlerweile eine Institution in Sachen R’n’R made in Germany sind, wurde nun wirklich jedem klar.

Bildergalerie: So war KISSIN‘ DYNAMITE live

Danach wurde es pink. Sehr pink – und laut. Blödel-Metal aus Bayern stand auf dem Programm und das können keine geringeren sein als J.B.O. Eine Band, die wirklicher jeder Metalhead aus dem deutschsprachigen Raum schon mal irgendwo gehört hat. Die Kapelle tat das, was sie am besten kann und zwar Party bis zum Anschlag und jede Menge Spaß bis zum Umfallen. Eine große Anzahl an Besuchern zelebrierte die bierselige Musik der Erlangener und bei Kaiserwetter wurde das Bier schneller in den Rachen gekippt, als man gucken konnte. Leider machte der extreme Wind die „Ball-Aktion“ etwas zunichte, aber das brachte die gute Stimmung und die gewaltige Party nicht zum Kippen. Nach einer Stunde war das Fest vorbei und nicht wenige Metaller wankten mehr, als dass sie gingen, zu ihren Zelten.

Bildergalerie: So war J.B.O. live

Oder man blieb gleich auf dem Infield, denn keine geringere Band als Onslaught knüpfte an die Spass-Band an. Kickass Thrash Metal aus Bristol steigerte das Wutpotential um X-Level und passte absolut ins Bild des Tages. Abwechslung steht eben ganz oben auf dem Zettel des RockHarz. Perfekt zelebrierter Thrash Metal der alten Schule sorgte für viele rotierende Haare und Köpfe. Das Wort Abriss definierte den Auftritt der Thrash-Giganten aus UK mehr als nur treffend.

Bildergalerie: So war ONSLAUGHT live

Den Abschluss des ersten Abends machten die Krieger rund um Frontberserker Tetzel von Asenblut. Bereits letztes Jahr verzückten die Musiker die RockHarz-Besucher als Gewinner der Devil’s Wall Trophy 2015. Die Newcomer aus Niedersachsen rutschten in diesen Abend-Slot, da Deutschland erst am Donnerstag im Halbfinale auf Gastgeber Frankreich traf. Ein mehr als nur gelungener Auftakt des diesjährigen RockHarz Open Air.