As I Lay Dying in Hamburg


(Bild: Veranstalter)

As I Lay Dying sind zurück! Nachdem Tim Lambesis seine Gefängnisstrafe abgesessen hat, haben die Bandmitglieder wieder zueinander gefunden. Doch die Band tourt nicht nur wieder, sondern arbeitet offensichtlich auch neuer Musik. Denn bereits vor der Tour wurde mit “My Own Grave” eine neuer Song veröffentlicht.

Das Konzert in Hamburg wurde aus dem Logo in da ca. dreifach größere Docks verlegt. Ausverkauft war das Konzert trotzdem in kürzester Zeit. Mit so einem Zuspruch konnte man aufgrund der Vorgeschichte nicht unbedingt rechnen. Am Docks angekommen gab es für mich eine böse Überraschung. Entgegen der Informationen, die ich vorab bekam, durften an diesem Abend keine Pressefotografen Fotos für die Berichterstattung beisteuern. Eine solche Information hätte es gerne vorab gehen können. Dann hätte man sich das Mitnehmen des schweren und teuren Equipments sparen können. Nun denn …

…um 20:00 Uhr sollte es losgehen. Die Schotten Bleed From Within betraten das Docks und übernahmen in kürzester Zeit die Bühne. Selten bekommt einen so gut abgemischten und kraftvollen Opener auf die Augen und Ohren. Zudem versprühte die Band eine unheimliche Lust auf den Brettern zu stehen. Eine halbe Stunde lang zeigten Bleed From Within was sie können und ernteten im Anschluss verdienten Applaus.

Erra, als zweite Band des Abends, versuchte an den sehr guten Auftritt von Bleed From Within anzuknüpfen. Leider ohne Erfolg. Zu belanglos die Songstrukturen, zu unmotiviert die Performance, zu ähnlich der Sound der Songs und eine Clean-Gesangsstimme, die teilweise im Ohr pfiff.

Letztlich war der Auftritt von Erra aber auch schnell wieder vergessen, denn es waren ja doch alle nur wegen As I Lay Dying gekommen. Die Mannen um Tim Lambesis starteten ca. um 22:00 Uhr in ihr Set und das Docks war von Anfang an voll da! Während ich mit gemischten Gefühlen am Rande des Innenraums stand, bewegte sich der Moshpit schon in voller Pracht. Die Metalcore-Band startete mit “Meaning in Tragedy” und “An Ocean Between Us” in das schweißtreibende Konzert. Die Haare wurden geschwungen, die Fäuste geballt und die Texte mitgesungen. So als seien As I Lay Dying nie weg gewesen. Fünf Jahre ist es her, dass Tim Lambesis verhaftet wurde. Fünf lange Jahre, in denen die restliche Band andere Projekte, wie z.B. die weniger erfolgreiche Band Wovenwar, verfolgt haben. Bei den Fans hatte sich offenbar etwas angestaut. Von der ersten bis zur letzten Minute tropften die Schweißperlen auf den Boden des Docks. Nicht nur bei den Fans, sondern auch bei der Band, die ähnlich enthusiastisch unterwegs war. Lambesis bedankte sich mehrfach über die Möglichkeit nochmal auf der Bühne zu stehen und touren zu können. Bis auf das Debütalbum “Beneath the Encasing of Ashes” bedienten die Kalifornier ihre komplette Diskografie, inklusive der neuesten Veröffentlichung “My Own Grave”. Nach “Forever”, bei dem As I Lay Dying von Scott Kennedy von Bleed From Within und J.T. Cavey von Erra unterstützt wurden. Arm in Arm sangen Beide mit Lambesis den Song und das Docks genoss diesen Moment in vollen Zügen.

Mit dem Zugabeblock “Nothing Left”, “94 Hours” und “Confined” beendeten As I Lay Dying ein sehr gutes Konzert. Überraschend waren die durchweg positiven Reaktionen des Publikums auf die Band. Klar, die Besucherinnen und Besucher haben sich Tickets gekauft. Eine solche Begeisterung war aber trotzdem nicht unbedingt zu erwarten.

Fotos vom Konzert in Hannover gibt es hier.

Setlist – As I Lay Dying

1) Meaning in Tragedy
2) An Ocean Between Us
3) Through Struggle
4) Within Destruction
5) Forsaken
6) The Sound of Truth
7) Condemned
8) Anodyne Sea
9) The Darkest Nights
10) A Greater Foundation
11) My Own Grave
12) Forever

Encore:
13) Nothing Left
14) 94 Hours
15) Confined