Fallback

Stagr Theme Skeleton

Diese Standardansicht dient als Fallback, bis fuer jeden Seitentyp eine spezifische Vorlage greift.

Inhalt

Green Day in Berlin: Punkrock-Party in der Parkbühne Wuhlheide

13 Studioalben haben Green Day veröffentlicht und etwa 75 Millionen Tonträger verkauft. Ihr neustes Werk „Father of All Motherfuckers“ ist seit 2020 auf dem Markt und konnte bisher noch nicht live vorgestellt werden. Die Punkrocker aus Kalifornien haben natürlich in den vergangen zwei Jahren mehrfach Auftritte geplant. Doch dann kam die unfreiwillige Corona-Pause und nun, erst zwei Jahre später, sind Green Day endlich wieder live in Deutschland. Neben ihren Shows bei Rock am Ring und Rock im Park am kommenden Pfingst-Wochenende, spielt die Band aber erst einmal ein einziges, exklusives Konzert in diesem Jahr und das in Berlin auf der Parkbühne Wuhlheide. Ausverkauft und passend zum Einlass, schickt der Wettergott etwas Sonnenschein herab. Mit dabei im Vorprogramm ist die kultige US-Alternative-Rock-Band Weezer.

Weezer

Direkt aus Los Angeles ist die Band um Sänger und Gitarrist Rivers Cuomo angereist. Zu Viert steht das Gespann auf der Bühne und erfreut sich an der gut gelaunten Besucherschar. 15 Alben an der Zahl haben Weezer in den letzten 30 Bandjahren veröffentlicht. Livemusik ist einfach zu lange her und alle vor der Bühne hoffen, dass sich so eine lange Pause nicht noch einmal wiederholt.

Das Weezer-Bühnenbild ist schlicht und effektiv, lediglich ein paar Videos laufen im Hintergrund. Ebenso schlicht und effektiv ist die Kapelle, die vor dem Berliner Publikum steht. Die Drums ballern so wuchtig und gewaltig wie ein Orkan von der Bühne, sodass Bassist Scott Shriner den Druck nur noch in Basstöne umwandeln muss. Frontmann Rivers Cuomo lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen und macht seinen Job ziemlich perfekt. Er bedankt sich beim Publikum sogar in deutsch: „Vielen Dank, meine Freunde“. Songs wie „Hash Pipe“, „Feels Like Summer“ oder „Buddy Holly“ stimmen Band und Zuschauer gleichermaßen glücklich, genau wie die Coversongs „Enter Sandman“ von Metallica oder Totos „Africa“.16 Songs gab es insgesamt an der Zahl und angefühlt hat es sich wie ein kurzes Intro. Liebe Weezers, kommt gerne bald wieder.

Green Day

Lange lassen die Herren von Green Day nicht auf sich warten. Mit einem Intro aus Queens „Bohemian Rhapsody“ und Ramones „Blitzkrieg Bop“ stürmt die Band auf die Parkbühne. Ohne mit der Wimper zu zucken, legen sie los. Mit Feuerwerk und viel Bewegung auf dem Bühnensteg in der Mitte bringt die US-Punkrock-Legende die Berliner Massen in Wallungen. Crowdsurfer finden schnell ihren Weg nach vorn. Es geht schon lange nicht mehr darum, wie geil und angesagt Green Day früher einmal waren, denn damals fand Sie einfach jeder klasse. Es geht mehr darum, was die Band musikalisch seither gemacht, denn sie haben sich eindeutig positiv weiterentwickelt.

Texte und Melodien sind mit dem Alter reifer geworden und es hat immer Spass gemacht, das mitzuerleben. Nach den genialen Alben „American Idiot“ und „21st Century Breakdown“ kam mit der Albumtrilogie „Uno!“, „Dos!“, „Tre!“ für die Fans eine kleine Ernüchterung, mit „Revolution Radio“ haben Green Day dann aber wieder ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Bei diesem Konzert gibt es natürlich auch Songs von „Father of All Motherfuckers“ live zu hören. Hier zeigt die Band allerdings mehr ihre seichte Indie-, Rock’n’Roll- und Soul-Seite.

Aber für die Besucher sind es natürlich am meisten die Klassiker aus der 33-jährigen Bandgeschichte, die den Abend perfektionieren: „Basket Case“ darf genauso wenig fehlen wie „When I Come Around“, „Know Your Enemy“ oder „Boulevard Of Broken Dreams“, sie sorgen bei den Zuschauern für Jubelstürme und textsicheren Gesang. Bei „21 Guns“ versinkt die Parkbühne in einem Handy-Lichtermeer, Gänsehaut-Moment.

Fans haben heute auch wieder die Chance mit Green Day zu performen. Die Band holt nämlich gerne einmal Fans auf die Bühne, das gab es bei frühen Konzerten schon. Sie können dann ein paar Strophen mitsingen und mit einem Stagedive von der Bühne in die Menge springen. Für einen Jungen gab es noch einen besonderen Moment, als er auf die Bühne kommen und einige Akkorde auf der Gitarre von Billie Joe Armstrong spielen durfte. Die Gitarre gab es später sogar geschenkt.

Insgesamt liefern Green Day eine großartige Show, sie lassen es knallen, rumpeln und kratzen – ein richtiges Punkrock-Konzert eben. Hier geht keiner mit leeren Händen nach Hause, mit insgesamt als 20 Songs beglücken Green Day ihr glückseliges Publikum in die Nacht und Armstrong stellt noch einmal fest: „Ich liebe Deutschland“.

Weezer in Berlin – Die Rückkehr des Indies

Die Warteschlange vor der Columbiahalle verdeckt den kleinen Bruder – das Columbia Theater. Die letzten Tickets werden vor der Haustür verkloppt und die Vorband The Orwells aus Illinois spielt bereits. Es ist T-Shirt- und Bier-Wetter, die Besucher reihen sich direkt vom Tempelhofer Feld in die Wartereihe ein. Weezer haben sich lange Zeit gelassen, um Deutschland mal wieder zu besuchen aber heute ist es endlich so weit.

Überall wo man sich rund um das Gelände der Columbiahalle aufhält, tauschen sich viele Besucher über ihre ersten Weezer-Erlebnisse aus, richtig, so jung sind die vier Us-Amerikaner auch nicht mehr. Zehn Alben an der Zahl haben Weezer in den letzten 25 Jahren veröffentlicht, am 27. Oktober folgt das elfte mit dem Namen „Pacific Daydream“. Vor der Bühne schreien jetzt schon einige Besucher „Weezer“ obwohl das Set der Jungs noch nicht einmal aufgebaut ist. Es ist jetzt schon so heiß, dass die Luft nur noch an der Spitze zur Hallendecke brauchbar ist.

[slide-gallery title=“Weezer | Columbiahalle Berlin“ ids=“36369,36373,36366,36350,36355,36353,36375,36351,36362,36376,36359,36357,36367,36364,36348″]
[ad adtype=“mobile_banner_2″]

Weezer kommen auf die Bühne, es fühlt sich jetzt schon an, wie Balsam für die Seele. Selbst der, der im Unterricht nie etwas zu melden hat, brüllt mit, und wenn er könnte, würde er auch mit Stiften schmeißen. Die Rückkehr von Weezer ist nun amtlich. Ob sie mit so einer Reaktion gerechnet haben? Es ist einfach zu lange her und alle im Saal hoffen, dass sich so eine lange Pause nicht noch einmal wiederholt.

Der schwarze Backdrop ist mit einem großen leuchtenden Weezer-W geschmückt und besteht aus gefühlten 1.000 Glühlampen. Nicht nur das Bühnenbild ist schlicht und effektiv, sondern auch die Kapelle, die vor dem Berliner Publikum steht. In den Pausen wird die Bühne mit blauem Licht eingefärbt und von Nebel umhüllt. Es dauert dann nicht mehr lange und die Zuschauer fangen an auszurasten. Die Drums ballern so wuchtig und gewaltig wie ein Orkan von der Bühne, sodass Bassist Scott Shriner den Druck nur noch in Basstöne umwandeln muss. Nerdig geht es vorne am Mikrofon weiter, Frontmann Rivers Cuomo lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen und macht seinen Job damit ziemlich perfekt. Aber als die Songs „Hash Pipe“ oder „Buddy Holly“ kommen, lächelt er.

Alles ging viel zu schnell, das Konzert ist leider schon mit dem Song „Say It Ain’t So“ zu Ende. 18 Songs gab es an der Zahl und angefühlt hat es sich wie ein kurzes Intro. Liebe Weezers, kommt doch bitte bald wieder. Kleiner Tipp: Der Festivalsommer ist ganz nett in Deutschland. Grüße.

[slide-gallery title=“Weezer | Columbiahalle Berlin“ ids=“36354,36352,36365,36363,36349,36360,36359,36361,36358,36368,36370,36374,36372″]

Im Oktober: Weezer auf „Feels Like Summer“ Tour 2017

Man darf es gern eine echte Sensation nennen: Nach langer Abstinenz von den europäischen Live-Bühnen werden Weezer im Herbst auf auf „Feels Like Summer“ Tour 2017 durch Europa kommen und in diesem Rahmen zwischen dem 15. und 16. Oktober auch zwei Konzerte in Berlin und Köln geben!

Die Band um Vordenker Rivers Cuomo erfreut sich nach einer höchst wechselhaften Bandgeschichte, die seit diesem Februar bereits beachtliche 25 Jahre andauert, in den vergangenen Jahren ungebrochener Beliebtheit dies- und jenseits des Atlantiks. Seit ihrem dritten Album „Weezer (The Green Album)“ von 2001 stieg jedes neue Werk sofort in die Top Ten der US-Billboard Charts, auch international belegen Weezer regelmäßig hohe Charts-Plätze. Das von ihnen initiierte Genre des „Collegerock“ hat die Band dabei immer wieder neu definiert und interpretiert, doch gerade mit den letzten beiden Alben „Everything Will Be Alright At The End“ (2014) und „Weezer (The White Album)“ haben Weezer wieder zu alter, klassischer Rock-Größe zurückgefunden.