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Joachim Witt beim Cruise Inn Hamburg – Was ihr wissen solltet

In Zeiten der Coronakrise sind Liveshows, Festivals und Konzerte nahezu aus dem Alltag aller Musikliebhaber verschwunden. Doch neben den derzeit beliebten Live-Streams in den sozialen Medien gibt es auch endlich wieder kreative Live-Veranstaltungen, die trotz der bis Oktober gehenden Verbote von Großveranstaltungen durch die Bundesregierung funktionieren. Klar, zur weiteren Eindämmung des Virus tragen Besucher*innen und Veranstalter ihren Teil bei, doch in Form von Autokonzerten, Arena-Shows mit Glaskästen fürs Publikum, Picknick- oder Strandkorb-Konzerten gibt es immerhin wieder einen kleinen Lichtblick für die Livemusik-Branche. Unermüdlich werden neue Hygienestandards und Entwürfe erstellt, um den Menschen auch in dieser schweren Zeit einen kulturellen Austausch zu ermöglichen.

Und so kann auch der deutscher Musiker und Schauspieler Joachim Witt beim Cruise Inn Hamburg ein Konzert spielen – und zwar am Sonntag, den 30. August 2020. Hier findet ihr einen Überblick über Anfahrt, Einlass, Ablauf und weitere hilfreiche Informationen.

Im Mittelpunkt dieser Show steht die deutsche Legende Joachim Witt selbst, natürlich mit Unterstützung einer grandiosen Liveband.  Joachim Witt, der im letzen Jahr stolze 70 Jahre alt geworden ist, ist seit seinem Richtungswechsel hin zur Neuen Deutschen Härte Ende der 90er Jahre ein gern gesehener Stammgast auf den Bühnen der Republik. Der inzwischen zwar ergraute und mit langem Rauschebart ausgestattete Witt führt hauptsächlich durch die düstere Schaffensphase. Der ehemaligen NDW-Recke lässt dabei aber natürlich auch nicht den Mega-Hit  “Goldene Reiter” aus, ebenso wenig “Die Flut”, die ihm seinerzeit kommerziell einen zweiten Frühling beschert hat.

Tickets

Wenn ihr bereits ein Ticket für die Show von Joachim Witt beim Cruise Inn Hamburg gekauft habt, könnt ihr jetzt die Planung für das bevorstehende Konzert starten. Nachfolgend findet ihr übersichtlich und auf einen Blick alle wichtigen Infos, damit ihr euch voll und ganz auf das große Konzerterlebnis konzentrieren könnt.

Wer noch auf der Suche nach Tickets für Joachim Witt in Hamburg ist, der findet diese ausschließlich online z. B. auf Eventim oder auf der Seite des Veranstalters. Die Preise für eine Karte liegt zwischen 57,75 und 62,75 Euro.

Alle Tickets werden ausschließlich personalisiert verkauft, um ggf. die Nachverfolgbarkeit des Ticketinhabers gewährleisten zu können. Auch bei einer Bestellung von mehreren Tickets muss von jedem einzelnen Gast der volle Vor- und Nachname sowie die Kontaktdaten angegeben bzw. auf das jeweilige Ticket gedruckt werden. Die Personalien werden vor Ort abgeglichen, daher muss jeder Gast ein Ausweisdokument mitführen.

FAkten

Wann: Sonntag, 30. August 2020 · Einlass: 18:30 Uhr · Beginn: 19:30 Uhr
Wo: Cruise Center Steinwerder, Buchheisterstraße 16, 20457 Hamburg

Erlebt bestes Livemusik-Feeling auf einer Fläche, ohne Infektionsgefahr! Im Rahmen des „Cruise Inn Open Airs“ startet das jedes Konzert mit Open Air-Bühne pandemiegerecht mit festen, nummerierten Sitzplätzen, klaren Wegregelungen innerhalb des Zuschauerraums und unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln.

Einlass / Auslass

Der Einlass erfolgt blockweise und ist vor Ort entsprechend ausgeschildert. Bitte beachtet, dass alle Personalien auf den Tickets abgeglichen werden. Deshalb muss zwingend ein Ausweisdokument mitgeführt werden. Sollte es zu einer Schlangenbildung beim Einlass kommen, ist der Mindestabstand von 1,5 Meter zur vorderen und zur nachfolgenden Personen einzuhalten. Außerdem ist beim ein Einlass Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Aufgrund erhöhter Sicherheitsmaßnahmen können nur Taschen, deren größte Seite nicht größer als ein DIN A4-Blatt ist, mitgenommen werden. Um die zügige Abwicklung des anreisenden Konzertpublikums zu gewährleisten, bittet der Veranstalter darum, möglichst ohne Taschen zum Konzert zu kommen.

Anreise

Für die Veranstaltungen wird die vorhandene Infrastruktur des Hamburg Cruise Centers Steinwerder in der Buchheisterstraße 16 in 20457 Hamburg genutzt. Mehr Infos unter: cruise-inn.de

AUS RICHTUNG A7
Nehmt bitte die Abfahrt Waltershof. Fahrt von da aus auf die Finkenwerder Straße Richtung Köhlbrandbrücke und von dort Richtung Roßdamm und biegt links in den Reiherdamm. Nehmt dort die zweite Kreuzung links in die Buchheisterstraße – der Straße bis zum Ende folgen, Ihr seid am Ziel. Folgt nun bitte dem Routen-Nummern-System zu B62.

AUS RICHTUNG A1/A255/A252/B4/B75
Nach/vor den Elbbrücken (Billhorner Brückenstraße) nehmt bitte die Abfahrt Freihafen / HafenCity (Holiday-Inn-Hotel). Fahrt von dort auf der Zweibrückenstraße und biegt rechts auf die Freihafenelbbrücken. Folgt dann den Straßen „Am Moldauhafen“ und anschließend „Am Saalehafen“ sowie dem „Veddeler Damm“. Biegt rechts in den Reiherdamm und nehmt die zweite Kreuzung links in die Buchheisterstraße – folgt dort der Straße bis zum Ende und dann dem Routen-Nummern-System zu B62.

ProgRamm-Übersicht

Der Einlass am Sonntagabend, den 30. August 2020 startet gegen um 18:30 Uhr. Gegen 19:30 Uhr wird es dann endlich soweit sein: Bei seiner Liveshow wird euch Joachim Witt beim Cruise Inn Hamburg knapp zwei Stunden lang mit jeder Menge bekannter Hits aus seiner umfangreichen Künstler-Diskografie beglücken. Dieses Konzerterlebnis ist etwas für alle, die endlich einmal wieder Livemusik-Feeling gegen das heimische Sofa tauschen möchten.

Sicherheitshinweise

Beim Einlass sowie auf allen Wegen (z.B. beim Gang zum Sitzplatz, zur Gastronomie, zum WC) sowie beim Auslass ist ein gut sitzender Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Lediglich im eigenen Sitzbereich darf die Maske abgenommen werden. Wir empfehlen euch in eurem eigenen und dem Interesse eurer Mitmenschen permanent – also auch auf eurem Sitzplatz – eine Maske zu tragen.

Es gibt markierte Wegeführungen zu den Gastronomieständen und WCs, die bei allen Laufwegen zwingend einzuhalten sind. Auf diese Weise werden frontale Begegnungen innerhalb des Konzertgeländes möglichst vermieden. Der Zuschauerbereich des Cruise Inn Open Airs funktioniert in einem Einbahnstraßenbetrieb.

Grundlage des Schutz- und Hygienekonzepts des Cruise Inn Open Airs ist, dass sich alle Besucher während des Konzerts möglichst dauerhaft auf ihren Plätzen aufhalten. Natürlich dürfen jederzeit die Gastronomie- und Sanitäreinheiten des Cruise Inn Open Airs aufgesucht werden und es darf das Gelände verlassen werden, um den Heimweg anzutreten. Es ist jedoch nicht möglich, während der Show auf den vorgegebenen Wegen zu verweilen oder zur Bühne zu gehen. Unser Ordnungspersonal ist angehalten, die Wege dauerhaft frei zu halten und sicher zu stellen, dass die Besucher auf ihren Plätzen verweilen.

Mera Luna 2019 am Sonntag – Unsere Highlights

Nachdem der Mera Luna 2019 Samstag bei bestem Sommerwetter mit Within Temptation und ASP bereits zwei große Headliner als musikalisches Highlight präsentiert hat, liefert der zweite Festivaltag der 20. Jubiläumsausgabe noch jede Menge weitere Höhepunkte – und noch heißere Temperaturen und knallige Sonne. Das irisch-englische Projekt VNV Nation der alternativen Elektro- und Industrial-Szene führt mit Fields of Nephilim das Line-up als Headliner an, hinzu kommen Künstler wie Subway to Sally, Combichrist, Funker Vogt, Diary of Dreams, Scarlet Dorn, Joachim Witt und viele viele mehr.

Neben der musikalischen Seite bietet das Mera Luna 2019 am Sonntag auch wieder ein ganz besonderes Schmankerl. Es reisen schließlich jede Menge Fans der schwarzen Szene aus ganz Europa an, um sich einerseits selbst im extravaganten Outfit zu präsentieren, andererseits aber auch neue Modehighlights zu sehen und zu erwerben. Hier kommt die heiße „Gothic Fashion Show“ ins Spiel. Verschiedene Labels zeigen dabei ihre Fetisch-Mode aus den verschiedensten Materialien wie Lack, Leder und Latex, es gibt aber auch Mieder oder mittelalterliche Kleider – und das alles natürlich präsentiert an wunderschönen Körpern. Mittelalter-Fans, Fetish-Freunde, blutrünstige Vampire und Zombies und sonstige Gothic-Lifestyler kommen ganz klar auf ihre Kosten.

scarlet dorn

In der Mittagssonne präsentiert die märchenhaft anmutende Band Scarlet Dorn um die sibirische Namensgeberin, Sängerin und Komponistin vielversprechende Klänge, die unter der Regie von Lord of the Lost-Mastermind Chris Harms im letzten Jahr ihr Debütalbum herausgebracht hat. Mit einer Mischung aus atmosphärisch-düsterem Pop-Rock und ihrer warmen, klaren Stimme schafft sie es, all diejenigen zu verzaubern, die sich um diese frühe Stunde schon aufs Festivalgelände zu bewegen. Gleichzeitig versprüht die 25-jährige eine künstlerische Reife, wie man sie bei so jungen Musikerinnen nur selten findet. Die charismatische Sängerin zeigt ihre starke und eigenwillige Persönlichkeit – das kommt überall richtig gut an. Scarlet Dorn  haben den Weg geebnet für eine vielversprechenden Karriere, die hoffentlich einen steilen Weg nach oben geht.

heldmaschine

Neue Deutsche Härte der Koblenzer Band Heldmaschine kündigt sich an. Musik der Sorte „Rammstein“ aber mit vielen innovativen Elementen bringt die fünfköpfige Truppe um Frontmann René Anlauff an den Mann (und die Frau). Die Band geht dabei aber einen eigenen Weg und grenzt sich musikalisch sogar von dem Branchenführer ab. Dabei zeigen Heldmaschine ein sicheres Gespür für eingängige Melodien und mitreißende Refrains, das holt das Publikum schnell ab. Auf dem Infield entwickelt sich binnen kurzer Zeit ein ausgelassenen Tanzgelage, dass zeitweise in einem Mosh- und Head-Bangbattle gipfelt. Völlige Eskalation steht auf dem Programm. Da auch eine gute Prise elektronischer Beats die Songs begleitet, kommen hier Fans härter Rockklänge genauso auf ihre Kosten, wie Fans von Joachim Witt- oder Kraftwerk-ähnlichen Sounds.

versengold

Das musikalische Mittelalter-Genre ist nicht nur auf den typischen Mittelaltermärkten des Landes zu finden, das ist hinlänglich bekannt dank In Extremo, Subway To Sally oder Tanzwut. Aber auch Versengold reihen sich bereits seit 2003 mit in der Liste der deutschen Bands ein, die mit vielerlei Instrumenten neumodischen Sound im alten Gewand zelebrieren. Jeder der Musiker aus Bremen ist Meister an nicht nur einem Instrument, teilweise gleich an bis zu 4, 5 oder 6 Instrumenten. Die Folkrocker um Frontmann Malte Hoyer haben ihr ganz frisches Album „Nodlicht“ im Gepäck und zaubern hier und da ein paar neue Klänge auf die Ohren der Mera Luna 2019-Besucher. Energiegeladen und stimmungsreich zelebriert das Septett ein gelungenes und routiniertes Live-Set und wird vom Publikum dafür gefeiert.

diary of dreams

Wer eine gute Mischung aus Gothic und gutem alten Wave mag, der ist bei der nächsten Band eindeutig richtig. Bei Diary Of Dreams dreht sich inhaltlich alles um aktuelle Themen wie Kriege, Zerstörung, Fanatismus, Egoismus, Leid und Trauer. Es geht düster und brachial zu, dafür aber auch mitreißend und nachdenklich. Ehemals dem Dark-Wave zugeordnet, hat sich die Band mit Sänger Adrian Hates mittlerweile Richtung Future Pop entwickelt. Entsprechend mächtig stampfen düstere Rhythmus-Bollwerke gegen massive Gitarrenwände an, während elektronische Sounds den charismatischen Gesang durch die Melodien tragen. Mit dabei haben sie Songs aus dem aktuellen Album „Hell in Eden“ und auch hier sind die Aussagen explizit und politisch. Der Band geht es vor allem darum, ihre Botschaften in Töne zu verwandeln – und diese werden gerne gehört und mitgesungen!

funker vogt

Diese Band hat ihr aktuelles Album „Wastelands“ im Gepäck genau wie einen „neuen“ Sänger. Chris, der auch bei der Band Agonoize mit mitwirkt, ist noch nicht lange Teil der Crew, bereichert diese aber ungemein. Jetzt liefern Funker Vogt nicht nur gute Musik, sondern auch eine gute Show. Man könnte denken, dass aus diesem Grund nur neues gespielt wird, aber das ist falsch. Chris überzeugt nicht nur bei neuen Songs, sondern auch bei dem typischen Funkersound. Der ungeahnte Facettenreichtum in Chris L’s gesanglichen Darbietungen, setzen dem breiten Klangspektrum der Band ein i-Tüpfelchen auf. Und da soll jetzt nochmal einer sagen, dass Sängerwechsel eine Band schwächen würden.

combichrist

Sänger Andy LaPlegua feuert mit Combichrist seit 2003 aus allen Rohren, die man von den Genres Aggrotech, Rhythm’n‘Noise und Industrial erwarten kann. Das Schaffen des Quintetts hat auf kreativer Ebene aber noch längst kein Ende erreicht: Zwischen den harten, brachialen Sounds, wird mit Meoldien experimentiert und der Dubstep-Beat zischt nur so an einem vorbei. Man nimmt Combichrist die Wut, Verzweiflung und Morbidität, die sie darstellen, einfach ab. Die beiden Drummer, einer links einer rechts, trommeln sich in völlige Ekstase, dreschen auf ihre Sets, dass die Drumsticks nur so fliegen und ihre Tom-Toms alle paar Songs ausgewechselt werden müssen. Während Frontmann LaPlegua in wildes Springen und Wirbeln mit dem Mikrofon einstimmt – dann fühlt es sich als Zuschauer an, als wäre die Apokalypse gerade im Anmarsch. Live knallen die Songs gleich doppelt so krass wie auf der Platte, Andy und Co. schaffen es von der ersten bis zur letzten Sekunde, voll aufs Gaspedal zu drücken und die Energiereserven des Publikums anzuzapfen.

joachim witt

Altes Eisen wäre dann auch das Stichwort für die nächste Show. Joachim Witt, der in diesem Jahr stolze 70 Jahre alt geworden ist, ist seit seinem Richtungswechsel hin zur Neuen Deutschen Härte Ende der 90er Jahre ein gern gesehener Stammgast auf dem Mera Luna Festival. Zuletzt ist er in 2015 hier gewesen. Dem inzwischen komplett ergrauten und mit langem Rauschebart ausgestatteten Witt schlägt bei Betreten der Bühne frenetischer Jubel entgegen. Dieser wird auch im Verlauf des Auftritts nicht abebben, der hauptsächlich durch die düstere Schaffensphase des ehemaligen NDW-Recken führt. Der “Goldene Reiter” darf natürlich nicht fehlen, ebenso wenig “Die Flut”, die ihm seinerzeit kommerziell einen zweiten Frühling beschert hat.

subway to sally

“Ich bin dein Messias, vielleicht sogar dein Gott …” Mit diesen Zeilen startenSubway to Sally ihre Liveshow. Folk mit Metal-Einflüssen oder Metal mit Folk-Einflüssen, irgendwo dazwischen liegt der Sound, den Subway to Sally seit knapp 30 Jahren von Bühne zu Bühne tragen. Neben Gitarre, Bass und Schlagzeug gibt es noch eine Drehleier, eine Violine und je nach Song, weitere exotische Instrumente wie Tin Whistle oder Bagpipes. Alle Texte, zumindest alle die beim Mera Luna 2019 gesungen werden, sind auf Deutsch, viele doppeldeutig oder voller Metaphern, manche aber auch offene Kritik an der modernen Gesellschaft und seinen verwöhnten, ziellosen Bewohnern. Die Band schafft es locker, das Infield voll zu kriegen mit einer Menge, die alle Texte kennt und mitsingt, mitklatscht, mitfeiert und am Ende des Auftritts immer noch mehr will.

fields of the nephilim

Mit Fields of the Nephilim kommt eine der einflussreichsten Bands des Gothic Rock auf die Bühne. Das Quintett um den charismatischen Sänger und Frontmann Carl McCoy hat sich in 1983 im britischen Stevenage, Hertfordshire gegründet und das Debütalbum „Dawnrazor“ (VÖ 1987) ist ganz klar nur ein Grund, für den fast schon entrückten Status der Band FotN. Neben riffgetriebenen, mit Strophe, Bridge und Refrain nachvollziehbar aufgebauten Gothic-Rock-Stücken steht die Band vor allem für ein exzellentes Hörerlebnis: Treibend, hypnotisch, stimmungsvoll, emotional und düster erzeugt das Quintett dabei seine Wirkung. Die Band will ihrem Publikum wirklich was bieten, daher geht es mit „Dawnrazor“ vom Erfolgs-Debüt auch direkt los. Danach führen die Gothic Rock-Heroen durch ihre lange Schaffensgeschichte, die bewusst macht, wieviele Klassiker da inzwischen aufgelaufen sind und wie sich der Nephilim-typische Sound über all die Jahre halten kann.

suicide commando

Mit einem der Urgesteine der Szene geht es auf der Mainstage weiter. Mit über 30 Jahren auf dem Buckel treten Suicide Commando auf die Bühne. Das Ergebnis sind tanzende und headbangende Menschen davor. „Hellraiser“, „Comatose Delusion“, „Bind“, „Torture“, „Cause Of Death: Suicide“ – um nur einige der Clubhits zunennen, mit denen Johan Van Roy, aka Suicide Commando, die Tanzflächen in den späten 90ern für mindestens eine Dekade erschüttert hat. Das Einmann-Projekt aus Belgien ist die Blaupause für den späteren Hellectro-Trend gewesen und hat unzählige musikalische Nachahmer inspiriert. Freunde von düsterer Atmosphäre sowie harschen, schwarzen Elektro-Beats kommen hier auf ihre Kosten. Kaum eine Band vermag es, die extremsten menschlichen Abgründe so effektiv in Club-taugliche elektronische Klangwelten umzusetzen, wie es Suicide Commando tun.

vnv nation

In der Elektro- und Industrial-Szene hat sich das irisch-englische Projekt VNV Nation – ehemals als Duo und jetzt solo unterwegs – schon lange einen Namen gemacht. Das liegt einerseits an dem außergewöhnlichen Musikmix aus modernen, elektronischen Stilen (Industrial-, Rock- und Dance), andererseits an den tiefgreifenden Texten und der gefühlvollen Stimme von Ronan Harris. Zwischen die knallharten Electro-Beats mischen sich düster-verträumte Balladen und symphonisch-orchestrale Arrangements. VNV Nation transportiert Emotionen, Pathos und etwas hymnenhaftes, die vor allem live energiegeladen daherkommen und damit eine große Fangemeinde begeistern. Eine Mischung aus „alten Zeiten“ und einem geschickt eingesetzten Funken Klassik. Und genau so ergattert man sich einen Platz als Headliner des zweiten Festivalabends.

Mera Luna 2020 Tickets + Infos

Mera Luna 2020

Rockharz Open Air 2019: Mittwoch und Donnerstag

Das Rockharz Open Air 2019 beginnt auf dem Flughafen in Ballenstedt im Harz wieder mit dem besten Festivalwetter. Keine 30 Grad und die leichte Abkühlung durch den Wind kommt den 20.000 Besuchern und Fans der härteren Genres sehr zu Gute.

Rockharz Open Air 2019: Mittwoch

Das Rockharz 2019 wurde am Mittwochnachmittag von einem richtigen Newcomer eröffnet. 2017 gegründet und frisch an Tatendrang toben sich From North aus Schweden auf der Bühne aus. Tatsächlich war es schön anzuhören und zu sehen, dass eine neue Band, sowohl was Gründung und Aufenthalt auf dem RHZ angeht, hunderte Leute vor der Bühne fesselte. Moonsorrow gab Einherjer ein Stelldichein. Eine gelungene Mischung aus Viking und Folk Metal.

Wir blieben im Norden. Sowohl thematisch und auch stilistisch. Turisas mit Nightwish und ganz viel Manowar. Brothers Of Metal aus Schweden lieferten eine gewaltige True Metal-Show und begeisterten tausende Besucher. Tatsächlich Tausende! Es war erst Mittwoch und das Rockharz zeigte, dass es sich nicht mehr hinter dem Summer Breeze oder dem W:O:A verstecken muss!

Und dann wurden sämtliche heroische Attitüden ausgeklammert. Neben Behemoth müssten Vader genannt werden, wenn es um große Bands aus Polen geht – denn so viel Hass erlebt man sonst nur durch die etablierten Bands wie Slayer. Die Dynamik des 80er Giganten war eines der vielen Merkmale der Band. Dementsprechend peitschte die Todeskapelle ihre Energie den zahllosen Menschen ins Gesicht. Auch die neuen Songs ihrer aktuellen EP „Thy Messenger“ wurden exzessiv bejubelt.

Nach dieser geballten Hassentladung fand, zumindest tempotechnisch, eine Entschleunigung statt. Aber Vorweg: woran denkt man zuerst, wenn es um Bands aus Norwegen geht? Richtig! Galle spuckende Schwarzmetall Kapellen. Combichrist kamen zwar aus selbigem Land, waren aber definitiv nicht im Black Metal verwurzelt. Fans der elektronischen Musik kannten die Band in erster Linie von Festivals wie dem Amphi und ähnlichen Vertretern. Mittlerweile waren die Ausnahmekünstler allerdings auch in der Metal Szene angekommen – besonders ihre aktuelle Scheibe war eine deutliche Annährung zum harten Genre. Jedoch erklangen auch hier die EBM-Sounds heraus die durch die Gitarren unterstrichen wurden. Den Einstieg in die Szene hatten sie am ersten Tag des Rockharz gemeistert und neue Eindrücke hinterlassen.

Ein gern gesehener Gast auf dem Rockharz und eine wahrhafte Stimmungskanone legte nach dem elektronisch-metallischem Exkurs los. Die Blödel-Metaller von JBO, die sich selber als Verteidiger des wahren Blödsinns sehen, überzeugten (wieder mal) mit ihren Ohrwürmern. Schlussendlich wurde der Festivalground ein Männerchor der den Freudengöttern Gaudin und Ulkohr frönten und das ganze ohne Kitzmann Bier. Die Süddeutschen rissen die Massen mit und sorgten für eine ausgelassene Stimmung am späten Abend. Obwohl der Headliner des ersten Tages mit der Scheibe „Deutsche Vita“ durchaus neues (geklautes) Material aufzuweisen hatte, griffen die Erlanger auf ihre altbewehrten Hits zurück. Bolle, ein Fest – man kannte die Hits der Franken.

Kultig wurde es dann zum Abschluss des ersten Tages. Ein regelrechter Metal-Dino ergötzte das Publikum. U.D.O., seit 1987 in der Heavy Metal-Szene verwurzelt und nicht mehr weg zu denken, legte traditionell rhythmisch und kraftvoll los. Der ehemalige Accept-Sänger Dirk Schneider rockte routiniert und sicher sein Set runter. Im Stil der alten Schule war es eine Unterrichtsstunde in Sachen Rockkultur. Aber wenn man über 30 Jahre im Business unterwegs ist, dann weiß man was man tut. Auch die aktuelle Platte „Steel Factory“ bestach ganz im Sinne des Hard Rocks.

Rockharz Open Air 2020: Tickets + Infos

Joachim Witt ab April auf „Rübezahl Tour 2018“

Joachim Witt erfand sich bereits einige Male neu und dabei blieb er doch immer am Nerv der Zeit in der deutschen Musikgeschichte. Nie scheute er vor Politik- und Gesellschaftskritik zurück. Zeitlos sind seine Hits „Der Goldene Reiter“, der den Leistungsdruck und asozialen Aspekt des Kapitalismus, inklusive des eigenen Scheiterns beschreibt, sowie das legendäre Duett mit Peter Heppner im Song „Die Flut“ – ein Statement über das Streben nach einem besseren Leben oder überhaupt nach einer besseren Welt. 16 Alben veröffentlichte Joachim Witt seit 1980. Beginnend mit Silberblick und der Auskopplung „Der Goldene Reiter“ (Gold Status), über das 1998 erschienene Comeback-­Erfolgsalbum Bayreuth I (Gold Status), dessen Auskopplung „Die Flut“ sogar Platin erreichte, bis hin zu DOM in 2012 mit der Singleauskopplung „Gloria“ und dem überaus kontrovers diskutiertem Musikvideo dazu.

Eine besonders enge Verbindung zu seinen Fans baute Witt über das Crowdfunding für seine letzten beiden Alben ICH und THRON auf. Das gleiche Prinzip wird nun auch wieder bei „Rübezahl“, dem neuen Werk des Ausnahmekünstlers, angewendet. „Rübezahl“, das Album, elegisch, wehmütig, wütend und voller Sehnsucht, beschreibt in neuen Facetten Witts immer wiederkehrende Themen, die ihm besonders am Herzen liegen.

In Zusammenarbeit mit dem Produzenten und Frontmann von Lord Of The Lost, Chris Harms, entsteht das bisher wohl eindeutigste Album seit „Bayreuth 1“ und „DOM“. Bewegende naturalistische Bilder beweisen hier einmal wieder Joachim Witts außergewöhnliche Wandlungsfähigkeit, ohne das er dabei seinen eigenen, originalen Stil verliert. „Rübezahl“ ist launisch, temperamentvoll, rigoros, stolz, Freund wie Feind und zieht auf wie ein musikalisches Gewitter! Und so gibt Joachim Witt, mit neuen Songs und Klassikern im Gepäck auf Rübezahl Tour 2018 auch 12 Konzerte in Deutschland. Erscheinen wird „Rübezahl“ auf Joachim Witts eigenem Label Ventil in Zusammenarbeit mit Believe/Soulfood.

M’era Luna 2015 – Tag 2: Das ging ab am Sonntag

Hildesheim. Tag zwei beim M’era Luna Festival 2015. Der bunte Laufsteg der Gothik-Fans zeigt uns erneut seine schönsten Fassaden. Von Engelsflügen über Vampirkostüme mit Rüschen bis hin zur blutverschmierten Zombie-Maske ist alles dabei. Bereits ab Mittag gibt es wieder musikalisches Programm. Für viele Besucher ist wieder Zeit zum Bummeln, die vielen Händler bieten Schmuck, Merchandise – eigentlich alles was das Herz eine Mittelalter-, Gothik oder Musikliebhabers begehrt. Und der Abend hält garantiert mit den Headlinern ein paar wunderbare Momente bereit.

Hier geht’s zum Bericht „M’era Luna 2015 – Tag 1: Das ging ab am Samstag

M’era Luna: So schön warst du

UNZUCHT

Die Dark Rock-Band Unzucht stammt aus Hannover. Die Vierer-Gruppe um Sänger Daniel Schulz sehen wir an diesem schönen Sonntagnachmittag als erstes Ensemble. Natürlich geht es laut und rockig zu. Ins Auge fällt Gitarrist De Clercq, freier Oberkörper und blass-weiß bemalt, dazu wilde Gesten und Grimassen. Frontmann Schulz dagegen besticht mit tiefer Stimme und eindringlichen Blicken, wenn er unter seinem wallendem Haar hervorschaut.
Facts: 17.500 Fans bei Facebook · 262 Follower bei Twitter · Hits: „Engel der Vernichtung“ & „Nymphonie“

Bildergalerie: So war UNZUCHT live

DOPE STARS INC.

Facts: 81.600 Fans bei Facebook · 4.200 Follower bei Twitter · Hits: „Vyperpunk“ & „It’s Today
Hier könnt ihr mal reinhören: Dope Stars Inc. Soundcloud

Bildergalerie: So waren DOPE STARS INC. live

M’era Luna: So schön warst du

MONO INC.

Die deutsche Dark-Rock-Band Mono Inc. stammt aus Hamburg. Typisch für sie ist düstere Stimmung, daher gehts in schwarz auf die Bühne. Seit ein paar Monaten ist ihr neues Album „Terlingua“ auf dem Markt, es ist bereits das achte Studioalbum der vier Musiker.
Also gibt es auch direkt ein paar neue Songs zu hören und zwischendrin gibt’s auch mal ein cooles Cover von Iggy Pop, das lockert auf. Das Publikum rastet zu ihrem Hits „Symphony of Pain“ dann völlig aus.
Facts: 48.200 Fans bei Facebook · 1.865 Follower bei Twitter · Hits: „Voices of Doom“ & „Kein Weg zu weit“

Bildergalerie: So war MONO INC. live

APOPTYGMA BERZERK

Apoptygma (abgekürzt Apop) haben sich bereits 1989 gegründet. Die vier Musiker sind also alte Hasen im Musikgeschäft, auch wenn es in den Jahren einige Mitgliederwechsel gegeben hatte. In jetziger Combo sind die Norweger jedenfalls bestens eingespielt und auf einander angestimmt. Mit ihren Hits wie„Starsign“,„Major Tom“ oder „In this together“ bieten die Skandinavier einen perfekten Überblick ihres zahlreichen Repertoires an ohrwurmlastigem Future Pop. Der Bass ist ordentlich laut, allerdings dann so laut, dass sogar die Technik kurz versagt. Dennoch, ein absolut gelungener Auftritt.
Facts: 103.600 Fans bei Facebook · 11.100 Follower bei Twitter · Hits: „Deep Red“ & „»Non Stop Violence“

Bildergalerie: So war APOPTYGYMA BERZERK live

M’era Luna: So schön warst du

TANZWUT

Die Mittelalter-Rockband Tanzwut aus Berlin ist immer ein Garant für gute Stimmung. Wenn Sänger Teufel mit seinen Spielleute die Bühne einnimmt, gibt es viel zu sehen und noch mehr zu hören. Seit 1999 sind die Berliner, mit Mitgliedern der Band Corvus Corax bereits auf dem Musikmarkt unterwegs. Sänger Teufel feiert und tanzt und motiviert die Zuschauer. Es ist eine explosive Mischung, ein bißchen Pyrotechnik, aber vor allen Dingen sind die Musiker gut gelaunt. Egal ob zur melodischen Flöte oder dem wilden Dudelsack, der harten E-Gitarre oder der sanften Harfe, zur Musik von Tanzwut kann man einfach nur in Tanzlaune geraten.
Facts: 48.200 Fans bei Facebook · 594 Follower bei Twitter · Hits: „Vulkan“ & „Ihr wolltet Spaß“

Bildergalerie: So war TANZWUT live

JOACHIM WITT

Joachim Witt sorgt gern für  andächtige Momente und versetzt uns mit seiner unverwechselbaren Stimme in regelrechte Euphorie. Man schwingt mit, man singt mit, wer textsicher ist. Wenn seine Musik auch eher ruhig daher kommt, im Vergleich zu den anderen Bands und Musikern des heutigen Tages, kann Witt das Publikum absolut verzaubern. Zwischen den Songs ist er in Plauderlaune und schenkt uns die ein oder andere Anekdote aus seinem bewegten Leben.
Facts: 41.600 Fans bei Facebook · 348 Follower bei Twitter · Hits: „Goldener Reiter“ & „Wunder geschehen“

Bildergalerie: So war JOACHIM WITT live

M’era Luna: So schön warst du

EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN

Einstürzende Neubauten sind keine typische Musikband, schon gar nicht die Art Band, die man auf einem Festival zur Prime Time erwartet. Man weiß vielleicht schon im Vorfeld, dass die Truppe einen recht experimentell-wilden Musikstil pflegt. Also doch irgendwie passend für das M’era Luna. Es erklingen jedenfalls mehr schräge Geräusche als eingängige Melodien, mehr schrille Schreie als laute Gesänge oder harte Shouts. Wirklich eindrucksvoll sind beim genaueren Hinsehen die liebevoll-detailierten Instrumente, die teilweise in Eigenarbeit gebaut wurden, wie beim Schlagzeuger und Percussionisten. Bei Einstürzende Neubauten ist es also gar nicht mal nur die Musik auf die wir horchen sollten, sondern betrachten wir die Band doch einfach mal als interessantes Gesamtkunstwerk.
Facts: 58.400 Fans bei Facebook · Hits: „The Garden“ & „Youme & Meyou

Bildergalerie: So waren EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN live

NIGHTWISH

Nightwish sind seit 2013 nun da erste Mal wieder in Deutschland live zu sehen. Natürlich wurden sie schon voller Sehnsucht erwartet. Was den Zuschauern aber beim M’era Luna Finale geboten wird, übersteigt dann aber doch die Vorstellungskraft vieler Nightwish-Fans. Eine gewaltige Welle aus Pyrotechnik feuern die Finnen heraus. Dazu die gewaltige und bewegende Stimme von Sängerin Floor Jansen, die jeden Zuschauer mitten im Herzen trifft. Der so beliebte Musikstil von Nightwish zeichnet sich von früher bis heute durch die harmonische Verbindung von Metal-Elementen mit klassischen Stilmitteln aus. Vor allem geprägt durch die ausgebildete Stimme von Frontfrau Jansen. Die Zuschauer sind begeistern, singen mit und tanzen und genießen die aufregend-finalwürdige feurige Show.
Facts: 4,3 Mio. Fans bei Facebook · 215.000 Follower bei Twitter · Hits: „Sleeping Sun“ & „Wish I had an Angel“

Bildergalerie: So war NIGHTWISH live

M’era Luna: So schön warst du