Der Sommer ist endlich da und damit neben zahlreichen Festivals auch die großen Stadion-Tourneen der musikalischen Königsklasse. Auch in diesem Jahr geben sich die Altmeister sprichwörtlich die Klinke in die Hand: Depeche Mode laden an Pfingstmontag ins RheinEnergie Stadion, Deep Purple erwarten schon am Tag später die Fans in der Arena, Phil Collins, Aerosmith und Elton John lassen auch nicht mehr lang auf sich warten. Das britische Trio macht den Kollegen auch gleich vor, wie ein erfolgreicher Konzertabend aussehen sollte und feiern vor ausverkauftem Haus ihr neues Album „Spirit“.
[slide-gallery title=“Bildergalerie 1: Depeche Mode in Köln“ ids=“27219,27227,27226,27237,27223,27222,27220,27239,27225,27221,27224,27238″]
[ad adtype=“mobile_banner_2″]
14 Studioalben in 37 Jahren Bandgeschichte sind eine ordentliche Leistung, das steht außer Frage. Nachmachen muss ihnen allerdings erst einmal jemand die jugendliche Leichtigkeit, mit der sie bis heute durch ihre Konzerte rocken. Allen voran wirbelt Frontmann und Sänger Dave Gahan über die Bühne, tanzt ekstatisch, dreht Pirouetten und Walzerkreise, greift sich provokativ in den Schritt und baut ohne große Worte zwischen den Songs eine deutliche Verbindung zum Publikum auf. Schon eine Handbewegung reicht, um die 43.000 Zuschauer mitsingen und ein Hüftschwung um sie – wie es Neudeutsch so schön heißt – eskalieren zu lassen.
Für zwei Songs übernimmt dann Martin Gore das Mikrofon, um Gahan einen Moment Verschnaufpause zu geben. Nach einem akustischen „A Question of Lust“, treibt er die Fans vom Laufsteg aus mit „Home“ zu einem nicht abbrechenden Fanchor an, der Gahan zurück auf der Bühne begrüßt. Der greift den Song auf als wäre er nie weg gewesen und stachelt damit die Stimmung noch weiter an.
[slide-gallery title=“Bildergalerie 2: Depeche Mode in Köln“ ids=“27234,27228,27229,27241,27237,27232,27230,27240,27231,27236,27233,27235″]
Und als wäre es bestellt, verschwindet passend zu den letzten Songs des Hauptsets die Sonne sodass sich das Publikum in ein Lichtermeer aus Handybildschirmen verwandelt als „Enjoy The Silence“ auf dem Programm steht. Die Stimmung kocht und Depeche Mode schwimmen auf dieser Begeisterungswelle durch eine umfassende Zugabe. Gleich fünf Songs haben sie auf dem Zettel, „Personal Jesus“ bildet den krönenden Abschluss. Dazwischen ist noch Zeit für ein Cover – David Bowies „Heroes“ – das den Kreis des Erfolgs schließt.
Über zwei Stunden begeistern die Musiker mit unermüdlicher Energie und auf höchstem musikalischen Niveau und bringen damit eine Leistung, von der sich viele junge Kollegen eine gewaltige Scheibe abschneiden könnten. Depeche Mode verbinden Generationen ihrer Fans, die in Köln gemeinsam feiern und für einen kleinen Moment die Zeit damit anhalten. Und so quickfidel wie die Musiker sich nach fast 40 Jahren Bühnengeschichte präsentieren, lassen darauf hoffen, dass noch viele Generationen in ihrer Fanschar folgen. Der Abend im Stadion zeigt, dass sie eindeutig alles richtig machen.
[slide-gallery title=“Bildergalerie 3: Depeche Mode in Köln“ ids=“27248,27240,27241,27242,27245,27260,27243,27244,27255,27246,27259,27247,27249,27251,27252,27253″]