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The Pretty Reckless rocken auch in Hamburg
Das Übel & Gefährlich im ehemaligen Luftschutzbunker in Hamburg ist eine vergleichsweise kleine Location, mit einer kleinen Bühne, was “The Pretty Reckless” Frontfrau Taylor Momsen immer wieder bemängelte. Ausverkauft mit 1.000 Gästen die die erste Headliner-Tour von “The Pretty Reckless” in Deutschland nicht verpassen wollten, war der Konzertsaal bis ins hintere Ende und auf der Treppe zur Garderobe mit Fans gefüllt.
Bereits die Vorband “The Cruel Knives” war in der Lage die Besucher mit ihrem soliden Hardrock. Die neu formierte Kombo die aktuell an ihrer EP schraubt begeisterte mit lauten, harten Sound und einem hyperaktiven Gitarristen, der sich beim dritten Song das Shirt vom Leib riss und beim letzten Song the Gitarre einhändig Kopfüber über seinem Kopf balancierte um sie dann auf die Saiten abzulegen und mit lautem Feedback von der Bühne zu gehen.
45 Minuten “Umbaupause” später starteten “The Pretty Reckless” mit dem beeindruckenden Gesang von Frontfrau und Ex-Model Taylor Momsen, die sich anhört als hätte sie einen Röhrenverstärker in ihrem Hals implantiert. Begleitet wurde sie abwechselnd mit sanften Melodien oder harten Riffs von Gitarrist Ben Philipps, der immer wieder längere Soli einwarf. Die Setlist beinhaltete alles was das Fan-Herz begehrt, die Lichtshow färbte die Bühne passend zur Stimmung des jeweiligen Songs ein und immer wieder blitzte das weiße TPR-logo hinter der Bühne auf. Als Zugabe gab es den Hit “Fucked up World”, unterbrochen von einem fast 10 Minuten langem Drum-Solo von Schlagzeuger Jamie Perkins der noch mal ganz deutlich zeigen wollte, was er so drauf hat. Als die Musik aus- und das Licht anging, stellte man sich nur noch eine Frage: Warum hat die Band nicht in einer größeren Location gespielt, die sie ganz bestimmt auch mit glücklichen Fans ausverkauft hätte?
Es ist ein großer Musiktag in Köln an diesem Montag Abend. In der Arena freuen sich die Fans auf Green Day, auf der anderen Rheinseite inmitten der Innenstadt warten die Fans sehnsüchtig auf Taylor Momsen und ihre Formation The Pretty Reckless. Der Andrang am Gloria Theater ist groß, die Schlange geht selbst kurz vor Konzertbeginn noch bis knapp an den Neumarkt. Kein Wunder, denn es ist die erste Headliner Tournee der New Yorker Band in Deutschland und alle Termine sind restlos ausverkauft. Als Support von Evanescence oder Fall Out Boy konnten sie sich bereits einige Fans erspielen. Ihr jüngstes und drittes Album „Who You Selling For“ (VÖ 10/2016) gibt neues Material und ist zeitgleich der bisherige Höhepunkt ihrer Karriere.
THE CRuel knives
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The Cruel Knives eröffnen den Abend pünktlich obwohl immer noch Fans in die Halle strömen. Es ist das neue Projekt von Sid Glover und Rob Ellershaw, die den Zuschauern noch von Heaven’s Basement bekannt sind. Tom Harris und Al Junior vervollständigen die Formation. Die Begeisterung der Zuschauer ist groß und vor allem in den ersten Reihen finden sich bereits einige Fans. Endgültig verfallen sind vor allem die anwesenden Damen als Sid sein Shirt auszieht. Das soll allerdings ihr musikalisches Talent nicht schmälern, denn ihr Auftritt ist mehr als solide. Die Jungs arbeiten derzeit mit einer Pledge Kampagne an ihrer Debüt EP.
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THE PRETTY RECKLESS
Als The Pretty Reckless die Bühne betreten, gibt es im Publikum kein Halten mehr. Der Kreischalarm ist hoch, die Mädels der ersten Reihen begrüßen vor allem Frontfrau Taylor Momsen mit entsprechendem Geräuschpegel. Sie nutzen ihr Lungenvolumen allerdings auch immer wieder für einen beachtlichen und sehr textsicheren Fanchor.
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Auf der Bühne geben die Künstler alles. Mit viel Interaktion rocken Taylor Momsen (Gesang), Jamie Perkins (Schlagzeug), Ben Phillips (Gitarre) und Mark Damon (Bass) das Gloria Theater. Vor allem Phillips glänzt immer wieder mit Gitarrenriffs und Soli-Einlagen. Der Fokus liegt allerdings natürlich auf Taylor selbst. Die schwingt die blonde Mähne und bezaubert mit ihrer rauen Stimme. Gelegentlich greift sie zudem auch selbst mit zur Gitarre. Zwischenansagen hält sie kurz, dass sie aber von der Energie der Fans begeistert ist, zeigt sie immer wieder und kommentiert das auch mit strahlendem Lächeln.
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Die Setlist ist gemischt und lässt so eigentlich kaum Wünsche offen. Als die Fans dennoch lautstark „Just Tonight“ fordern, stellen die Musiker kurzfristig das Set um und ergänzen es um den Zuschauerwunsch. Die bedanken sich damit das Lied nicht nur laut mitzusingen, sondern auch noch einmal anzustimmen. Mit der Zugabe „Fucked Up World“ schlägt die Sängerin – wie so viele ihrer Kollegen auch – die Brücke zur aktuellen politischen Situation. Gut 100 Minuten dauert das Spektakel bevor sich die Musiker endgültig von einem mehr als glücklichen Publikum verabschieden.