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Lollapalooza Berlin 2019 am Samstag: Bunt, laut und jede Menge Glitzer

Der erste Tag beim Lollapalooza Berlin 2019 zieht eine positive Bilanz. Sonnig-warmes Wetter über den Tag, abends ein wenig Nieselregen, knapp 40 nationale und internationale Künstler die vor 85.000 Besuchern aus aller Welt aufgetreten sind und dazu ein buntes Rahmenprogramm für Familien mit Kindern, Fashionistas, Feinschmecker, Musikliebhaber, Spiel- und Abenteuerlustige und all diejenigen, die sich sonst noch so auf einem modernen und urbanen Stadtfestival wohlfühlen. So ist das riesige Gelände rund um das Olympiastadion bereits am Samstag erneut zum großen Catwalk von Bloggern, Influencern und Kostümierten geworden.

Am zweiten Wochenende im September hat die fünfte Jubiläums-Ausgabe des beliebten Festivalkonzepts in Berlin erneut den zentralgelegenen Olympiapark und dazu das Olympiastadion bezogen. Nach den verschiedenen Standortwechseln der ersten Festivaljahre (zu aller erst Flughafen Tempelhof, dann Treptower Park, danach Rennbahn Hoppegarten), sind Veranstalter und Musikfestival nun endlich angekommen und es fühlt sich fast an, als käme man wieder nach Hause. Aber nicht nur in der deutschen Landeshauptstadt hat sich das Lollapalooza neben Chicago in den USA etabliert. Chile, Brasilien, Frankreich, Argentinien und Schweden sind mittlerweile ebenfalls Teil der Lolla-Familie – und da ist ganz bestimmt auch noch Platz, für weitere Familienmitglieder.

Aus den USA stammt das faszinierende Konzept vom Lollapalooza Berlin 2019 und es zeichnet sich vor allem durch sein buntes Musikprogramm aus, das von Rock über Hip-Hop und Electronic Music reicht. Zusätzlich bietet das Open Air-Event viele verschiedene Themenbereiche an – Kunst, Mode, Comedy und Kulinarische Leckereien machen das Großstadtfestival bei den Besuchern intensive erlebbar. Liebevoll und detailreich sind die Stationen aufgebaut, darunter das LollaFun Fair oder Der Grüne Kiez, das Fashionpalooza und das bei Familien und Kindern beliebte Kidzapalooza, was alles von den Gästen besonders positiv angenommen und ausgiebig genutzt wurde.

Als Top-Acts für den Lollapalooza Berlin 2019 Samstag haben gleich einige Highlights das Programm angeführt, darunter Twenty One Pilots, Billie Eilish, Marteria & Casper, Swedish House Mafia, Alan Walker, Scooter und viele weitere. Auf insgesamt vier verschiedenen Bühnen – darunter zwei Hauptbühnen namens North und South Stage, Alternative und Perry’s Stage – hat das musikalische Programm von mittags bis in die Nacht hinein stattgefunden.

ILIRA

Den Auftakt auf der Alternative Stage macht Ilira. Die Schweizerin mit Albanischen Wurzeln heizt der textsicheren Menge ordentlich ein. Kein Wunder wer in der letzten Zeit Radio bzw. Streaming Charts hört kommt an Ilira nicht vorbei. Mit Songs wie „Payback“, „Do it yourself“ und „Fading“ konnte sie sich erfolgreich in den Charts platzieren. Mit einer bunten, ca. 45 Minuten-langen Pop-Show war der Auftritt ein gelungener Auftakt für die Alternative Stage und das Lollapalooza Berlin 2019.

Steiner & Madleina

Das Zürcher Duo Steiner & Madlaina bestehet aus den beiden Musikerinnen Nora Steiner und Madlaina Pollina. Gemeinsam sorgen sie am Samstagmittag auf der South Stage mit ihrem Folk-Pop für gute Laune. Zweistimmiger Gesang und surfige Gitarrensounds lassen den unterschwelligen Charme der 60er Jahre aufleben. Und dass die beiden Mädels schon lange enge Freundinnen sind, bleibt bei ihrer harmonischen Liveshow keinem Besucher verborgen. Ihre Spielfreude und Vertrautheit macht ihr Musik vor allem live zur perfekten Symbiose, die darin viel Emotionen transportiert.

Tom Walker

In 2017 hat der britischer Singer-Songwriter es mit dem Hit „Leave a Light On“ erstmals in die Ohren seiner internationale Hörerschaft geschafft. In Schottland geboren, aber in Manchester aufgewachsen, hat der Musiker mit seinem Welthit einen echten Senkrechtstart hingelegt. Millionen Online-Views, Support-Act bei The Script und zwischendurch lässt er es sich nicht nehmen, auch immer wieder Headliner-Konzerte zu spielen. Aus Musikgrößen wie Bob Marley, Ray Charles oder The Police hat Tom Walker seinen ganz eigenen Stil zwischen Soul-Stimme, Reggae-Feeling und elektronischen Beats und Hip-Hop-Sounds gefunden. Vor allem live entfalten die gefühlvollen, aber keinesfalls schnulzigen Songs, ihre ganze wunderbare Wirkung. Ja, verschiedene Stimmen vergleichen Tom Walker gern mit Ed Sheeran, was laut Walker selbst bereits dem geschuldet sei, das eine Gitarre und das Schreiben von Songs genüge, um wie sein Landsmann wahrgenommen zu werden. Wobei der smarte 28-jährige in Sachen Songwriting eindeutig auch sehr viel Talent beweist.

Sigrid

Die Norwegerin, die in diesem Sommer die Erfolgsband Maroon 5 durch ganz Europa begleitet hat, ist heute mit Liveband-Unterstützung in Berlin. Jüngst hat sie ihr Debüt „Sucker Punch“ veröffentlicht und wird als neue Lorde gehandelt. Dem jüngeren Publikum ist Sigrid natürlich längst ein Begriff und so schafft sie es schnell, das Publikum vor der South Stage abzuholen. Mit ihren Songs wie „Stranger“, „Don’t Feel like Strangers“ oder „Sucker Punch“ und vor allem ihrer bezaubernden Bühnenpräsenz, trifft sie den Nerv der Zeit und es ist nicht verwunderlich, dass die junge Sängerin bereits mit einigen Preisen überschüttet und hoch gehandelt wird.

UFO361

Deutsch-Rapper UFO361 betritt am Samstagnachmittag die Bühne und blickt aufs rappelvolle Infield. Vorteil: nach ihm wird die beliebte Sängerin Billie Eilish auftreten und danach die Twenty One Pilots – aus diesem Grund stehen sich dort schon lange die beiden Fangruppen die Beine in den Bauch. Kann man ja aber auch mitnehmen, den Autotune-Rapper.

Pale Waves

Als nächstes geht es zur Alternative Stage, denn hier spielen die Pale Waves, eine englische Indie-Pop-Band aus Manchester. Passend zum Bandnamen sehen alle Musiker etwas blass aus, allen voran Leadsängerin Heather Baron-Gracie. Vielleicht bekommt die Band ja heute nochmal etwas Sonne beim deutschen Festivalsommer in Berlin ab. Die Fans haben sich zur Nachmittagszeit in Scharen vor der Bühne gesammelt und feiern ihre Idole laut und mit textsicherem Chor. Wer die Pale Waves zum ersten Mal sieht, könnte glatt denken, hier spielt eine Gothic-Rockband auf – aber dieses Schubladendenken wäre bei den Briten weit gefehlt. Ihre Songs sind schillernd und dramatisch arrangiert. Und außergewöhnlich ist auch, dass die beiden weiblichen Bandmitglieder federführend sind, in allem was die Pale Waves so tun.

Dendemann

Dendemann ist zurück auf die großen (Festival-)bühnen und tourt bereits seit Festivalsommer-Beginn 2018 durchs Land. Beim Splash 2018 hat er sein Bühnencomeback mit einem ausgiebigen und von den Fans gefeierten Auftritt erlebt. Auch beim Festivalsommer 2019 hat Dendemann einige Menge Stationen auf dem Plan und hat u.a. zum Beispiel erst im Juli beim Deichbrand in Cuxhaven seine Hits zum Besten gegeben. Der Hamburger Rapper, der zwei Jahre lang die Sendung „Neo Magazin Royale“ von Jan Böhmermann musikalisch begleitet hat, genießt in der vorabendlichen Sonnenuntergangs-Stimmung gemeinsam mit den gut gelaunten Lollapalooza-Besuchern und seiner talentierten Liveband „Die Freie Radikale“ eine gelungene Liveshow.

Roosevelt

Der nächste Gig geht auf der Alternative Stage los und zeigt den Kölner Marius Lauber aka Roosevelt mit seiner Band auf der Bühne. Die vier Musiker bringen die willigen Fans mit tanzbarem Synthie-Pop in Bewegung und verdienen eindeutig Style-Punkte für die Kombination von Trainingshose und 80er-Jahre-Hemd. Passt ja aber zum modisch angehauchten Lollapalooza. Und weil Roosevelt zahlreiche Live-Instrumente auffahren, hören sich die Songs wie „Losing Touch“ und „Colours (Dub)“ richtig schön handgemacht an.

Billie Eilish

Anscheinend ist um 17:30 Uhr das halbe Festival auf dem Weg zur North Stage. Wohin sonst? Billie Eilish ist angekündigt, das wohl größte Musikphänomen der letzten Jahre. Billie ist gerade einmal 17 Jahre alt, Electro-Pop-Sängerin und außer Kontrolle geratenes Fashion-Experiment. 2015hat sie ihren Song „Ocean Eyes“ veröffentlicht und ist fast über Nacht berühmt geworden. Normalerweise dauert sowas ja etwas länger. Viele der jungen Lolla-Besucher sind wohl heute  nur wegen Billie da. Sie belagerten schon lange vor dem Auftritt die vorderen Reihen. Um für „gute Laune“ zu sorgen, wird auf der Bühne erst einmal eine gruselig-bedrückende Animation gezeigt. Kurz darauf ist es dann soweit: Billie Eilish springt mit knallgrünen Haaren und in knallgrünen, wild bedruckten Klamotten auf die Bühne. Der Moment, auf den all die Fans den ganzen Tag gewartet haben. Und sie werden nicht enttäuscht: Zur Begrüßung spielt sie ihren aktuellen Hit „Bad Guy“ und bringt die Massen direkt in einen kollektiven Billie-Rausch der über eine Stunde lang nicht abebben will.

Leider durften wir Billie Eilish beim Lollapalooza Berlin nicht fotografieren, wir hatten sie aber für euch ganz frisch gerade beim MS Dockville 2019.

Scooter

Seit über 25 Jahren stehen Scooter für das Motto „Always Hardcore“ und haben in ihrer langjährigen Bandgeschichte knapp 30 Millionen Alben verkauft. Also eine gute Idee, Scooter für das Lolla 2019 zu buchen! Vor der Perry’s Stage ist es gerappelt voll, denn mit Scooter kann man schließlich einer ausgelassen Stimmung sicher sein. Ihre Tournee „100 % Scooter – 25 Years Wild & Wicked“ im vergangenen Jahr hat erneut gezeigt, dass Scooter nicht nur alte Fans halten können, sie begeistern auch heute noch viele jüngere, neue Fans. Zu „One (Always Hardcore)“ brennt gefühlt die halbe Bühne, H.P. springt in bester Laune quer über die Bühne, während ein Pyroeffekt nach dem nächsten abgefeuert wird. Etwas im Hintergrund befinden sich die beiden Bandkollegen (Etnik Zarari und Michael Simon), die wie in Trance auf Synthesizer und Keyboards einhämmern. Was dazu bei keiner Scooter-Show fehlen darf, sind die Tänzer. Vier Mädels und zwei Jungs begleiten fast jeden Song mit stets wechselnden, heißen Bühnenoutfits. H.P. Baxxter mit seinen 50 Jahren nutzt die volle Bühne aus und hat sogar jede Menge Moves einstudiert, die er synchron mit seinen Tänzer ausführt. Hut ab! Daneben ist ganz klar die Licht- und Pyroshow ein großes Highlight. Was hier an CO2, Feuereffekten und Bühnenblitzen abgefackelt wird, kann sich sehen lassen und durchaus mit einem Auftritt wie bei einem der großen EDM-Festivals mithalten. Jeder einzelne Scooter-Song ist hier neu inszeniert und auch das Publikum wird stets mit eingebunden.

Marteria & Casper

Wenn man zwei der beliebtesten Deutsch-Rapper zusammen ins Tonstudio steckt, kommt zu 90 Prozent gutes Material am Ende dabei heraus. Hier scheiden sich vielleicht die Geister, aber man stelle sich einfach die Frage – wer ist die Zielgruppe? Mit dem Collaboalbum „1982“ (VÖ August 2018) haben sich die beiden Freunde und Rap-Kollegen Marteria und Casper selbst einen Herzenswunsch erfüllt. Und dass das Werk genügend Anklang findet, zeigt seine 1.-Platzierung in den deutschen Charts für 14 Wochen! Auch die gemeinsame Tournee, die über den diesen Sommer verteilt liegt, zeigt mit fast komplettem Ausverkauf, die Zielgruppe ist da und schwer begeistert. Die zwei Rapper wären nicht sie selbst, würden sie nicht „on top“ zur Tour auch noch sieben Liveauftritte bei den Sommerfestivals mit in den Topf werfen. Für die Fans gibt es also dieses Jahr einige Gelegenheiten zum totalen Abfeiern. Am Lollapalooza Berlin Samstag ist der Auftritt von „Cas & Mar“ der vorletzte auf der South Stage und dabei nehmen sie die willigen Zuschauer mit auf gemeinsame Zeitreise durch die gemeinsame Künstler-Diskografie. Ihre Singles SupernovaChampion Sound und Chardonnay & Purple Haze werden live zum Besten gegeben, beim Track Adrenalin veranstaltet das Infield einen riesigen Mosh-Pit und mit Willkommen in der Vorstadt werden auch mal ruhigere Töne angeschlagen. Natürlich gibt es beim gesamten Auftritt auch Platz für Marteria-/Casper-Originale: „Endboss“, „Bengalischer Tiger“ und „Kids“ – oder „Im Ascheregen“, „Sirenen“ und „Jambalaya“. Am Ende sind Publikum und Künstler gleichermaßen schweißgebadet und sehr sehr glücklich.

Courtney Barnett

Parallel zu Marteria und Casper betritt die Singer/Songwriterin Courtney Barnett auf der Alternastage die Bühne. Die gebürtige Australierin überzeugt mit ihren Songs die Fans des Alternative-Rock. Der Pit ist leider relativ leer, da zuvor noch Billie Eilish und Scooter spielten sodass die Fans erst auf das Programm der Alternastage aufmerksam werden musste. Nach und nach füllte sich der Bereich vor der Bühne dann aber doch und Courtney konnte Songs wie Avant Gardener und Over Everything der wachsenden Masse präsentieren.

Twenty One Pilots

Schon über den Tag verteilt, fallen einem zahlreiche Fans auf, die sich mit knallgelben Klebestreifen dekoriert haben oder gelbe Bänder tragen. Im typischen Stil der Twenty One Pilots, die als einer DER Hauptacts zur Prime Time auf der North Stage angekündigt sind. Die Bühne leuchtet schon in sattem gelb – der Leitfarbe der Band – und im Hintergrund lodern Flammen … Der vermummte Tyler Joseph rappt, singt spielt Bass und Piano, während ihn Joshua Dun am Schlagzeug unterstützt. Die „Skeleton Clique“, wie sich die Fanbase der Twenty One Pilots nennt, ist bestens gelaunt, es herrscht ausgelassene Stimmung im Infield.

Eine zuckersüße Überraschung hat es auch gegeben: Tyler und seine Frau Jenna haben sich gemeinsam auf der Bühne gezeigt und verkündet, was auch für alle sichtbar war, dass die beiden ein Baby bekommen werden. Jenna im süßen Silberkleid präsentierte ihren gewölbten Bauch und Tyler kniete davor und verkündete die gute Nachricht an die Fans. Begeisterungsstürme – auch von Bandkollege Joshua, der den beiden gratuliert hat.

Es folgen viele Hits wie „Jumpsuit“, „Levitate“, „We Don’t Believe what’s on TV“ auf der Ukulele oder „Heathens“, doch nicht nur bei den alten Hits sind die Fans textsicher, auch bei den Rap-Songs des aktuellen Albums „Trench“ stehen sie den Künstlern von Twenty One Pilots in nichts nach. Die Pilots spielen eine gelungene Mischung aus Rock, Pop, Hip-Hop und allem, was sonst noch gut ist. Kein Wunder, dass jeder sie mag.

Princess Nokia

Die New-Yorker Puerto Ricanerin wie sich Princess Nokia auch gern bezeichnet, bringt eine neue Facette auf die Alternative Stage. Unterstützt von zwei Tänzern, untermalt sie ihren Rap durch kunstvolle Tanzeinlagen, die teilweise schon fast an Ballett erinnern. Doch auch der Gesang kommt nicht zu kurz. Trotz einsetzendem Regen stehen zahlreiche Fans vor der Alternative-Stage und singen die Songs von Princess Nokia textsicher mit.

Swedish House Mafia

Die Hauptbühne gehört zur späten Stunde – sozusagen als Rausschmeißer für den ersten Abend, einer Gruppe aus drei erfolgreichen DJs, die alle samt aus Schweden stammen. Dazu kommt, dass diese Herren auch alle drei im Bereich der House Music-Szene erfolgreich arbeiten. Was lag da näher, als sich Swedish House Mafia zu nennen? Hinter dem Projekt stecken Axwell und Sebastian Ingrosso, die man beide schon als legendäres Duo Axwell & Ingrosso kennt, sowie DJ uns Musikproduzent Steve Angello. Seit dem Jahr 2010 ist das Trio immer wieder gemeinsam aktiv, neben ihren weiteren, eigenen Musikprojekten, hat aber eine ganze Weile erstmal pausiert. Nun das Comeback – bei dem das Infield fast aus allen Nähten platzt und die Zuschauer euphorisch und in Tanzlaune, die Swedish House Mafia empfängt. Im Gegenzug liefert die das Gespann auf der Bühne eine energiegeladene Show mit Lasern, Feuerwerk und Pyrotechnik. Natürlich gibt es auch jede Menge ihrer bekannten Hits – die weltweite Platin-Single „Miami 2 Ibiza“ darf nicht fehlen, ebenso „Save The World“, „Antidote“ oder „Don’t You Worry Child“ – neben vielen weiteren, verdammt guten Remixes.

Parcels

Die Electro-Pop-Band Parcels aus Down Under, aktiv seit 2014 im Musikgeschäft, taucht zur späten Stunde die Alternative Stage und das Field in einen tanzbaren, rhythmischen Klangteppich, der die Besucher in vergangene Jahre á la Daft Punk oder Jean Michel Jarre zurück katapultiert. Ihr einzigartiger Mix ist ganz klar Gute-Laune-Lieferant. Die fünf Australier machen aufstrebende und frische Interpretationen der Popmusik, bei der sich nichts künstlich anfühlt und stattdessen bis ins Kleinste Detail geplant. Dazu der perfekte, mehrstimmige Gesang, das bringt die Fans vor der Bühne in Ekstase und ist ein würdiger Abschluss für den ersten Festivaltag vor allem im parallelen Kontrastprogramm zur Swedish House Mafia auf der Sotuh Stage.

MS Dockville 2019 am Sonntag: Ein buntes Ausrufezeichen

Vom 16. bis zum 18. August fand zum 13. Mal das wohl bunteste Musikfestival des Nordens statt: das MS Dockville 2019 in Hamburg. Heute berichten wir vom letzten Tag: Sonntag.

Nach zwei Tagen voller Musik, Kunst und Mehrwegbecher-Bier setzte der Sonntag ein buntes Ausrufezeichen ans Ende des MS Dockville Festivals 2019. Fotograf Axel und ich waren angenehm erschöpft von den ersten Tagen, trotzdem machten wir uns schon am frühen Nachmittag auf dem Weg zum Gelände.

Nach dem überfüllten Billie-Eilish-Freitag und dem ausverkauften Samstag hatten wir am letzten Tag etwas mehr Luft um uns herum. Kein Wunder, am Montag sollte es für viele wieder zurück zur Arbeit, zur Uni oder zur Schule gehen. Schon auf dem Weg zum Dockville kamen uns viele Festivalbesucher entgegen, die Zelte, Isomatten, Rucksäcke und sich selbst zum Bahnhof schleppten.

Die Glitzerwurst

Das Dockville ist ein buntes, lebensfrohes und weltoffenes Festival. Und genauso sehen auch seine Besucher aus. In den letzten Jahren gab’s zwar mehr Verkleidungen, Indianer-Kopfschmuck und bunte Blumenkränze, trotzdem haben viele Besucher die Farbskala bis an beide Enden ausgereizt. Nur am Sonntag sahen alle etwas gedeckter aus. Der Grund dafür: nach dem Wolkenbruch am Vortag hatten sich alle mit Regenjacken, dicken Pullis und Gummistiefeln ausgerüstet. Nur eines konnte man an allen Tagen und in fast allen Gesichtern sehen: Glitzerschminke, die in Bögen seitlich neben den Augen aufgetragen wurde. Die Glitzerwurst, wie wir sie getauft haben.

Die Raviolidose konnte zuhause bleiben

Apropos Wurst. Kurz vorm Dockville waren wir auf dem Sziget Festival in Budapest. Hier gab’s zwar auch unzählige Fressbuden, doch leider wurde das Essen entweder frittiert oder in einer Riesenpfanne totgebraten. Nicht so auf dem Dockville. In einem einzigen Falafel-Pita war mehr Salat und Gemüse als ich in 6 Tagen Sziget gegessen habe. Vorbei sind die Zeiten, als es auf Musikfestivals nur Bratwurst, Pommes oder mitgebrachte Dosenravioli gab. Auf dem Dockville gibt’s Wildschwein-Burger, Philly Cheese Steaks, Pizza, Pasta und viele vegetarische Gerichte, die wirklich Gerichte sind und nicht nur Beilagen. Nur eine Sache haben wir uns noch nicht getraut: Cheesus – der Raclette-Stand, den wir schon aus kilometerweiter Entfernung riechen konnten. Machen wir nächstes Jahr, dann aber mit Wäscheklammer auf der Nase.

Bilderbuch

Die Band aus Österreich war der Headliner des Tages. Es ist nicht leicht, ihre Musik zu beschreiben. Ist das Pop? Indie? Disco? Electro? Nichts davon? Alles gleichzeitig? Ist das Kunst oder kann das weg? Natürlich ist das Kunst!

Die vier Musiker haben wir schon öfter live gesehen. Und jedes Mal wurden wir überrascht. Bilderbuch ist immer anders – und doch immer unverkennbar Bilderbuch. Letztes Jahr war die Bühne düster, dunkel und mit Gitterstäben abgesperrt. Dieses Jahr war sie vollgestellt mit surrealen Aufbauten: eine Flugzeugtreppe ins Nichts, eine griechische Säule, darauf eine Scheibe Räucherschinken (vermutlich aus Österreich), Sterne, Planeten, ein alter Kühlschrank, ein riesiger Wasserhahn, der in der Luft schwebt – so muss es auf dem zugerümpelten Dachboden von Salvador Dalí ausgesehen haben.

Als Bilderbuch dann auf die Bühne kam, ging’s direkt mit einem meiner Lieblingslieder los: Bungalow. „Komm vorbei in meinem Bungalow! By the rivers of cash flow. Wir trinken Schorle, trinken Soda. Komm vorbei mit deinem Skoda.“ Muss man nicht verstehen, aber unbedingt mitsingen. Weiter ging’s mit „sneakers4free“, „Softdrink“, „Frisbeee“, „Baba“ und irgendwann kam endlich auch der Song, auf den alle gewartet haben: „Maschin“! Zwischendurch hat sich Sänger Maurice Ernst dann noch den XXXXXL-Pullover ausgezogen und stand plötzlich im durchsichtigen Nylon-Anzug vor den Fans.

Wer war sonst noch da?

Kat Frankie. Sie stand als zweiter Act auf der Hauptbühne. Und sie war kaum zu übersehen: Ihr Outfit war knallrot. Ihr riesiger, breitkrempiger Hut war rot. Alle Bandmitglieder: rot. Die Mikrofonkabel? Sogar die waren rot. Das obligatorische Nord-Keyboard natürlich auch. Die australische Sängerin, die mittlerweile in Berlin lebt, hat nachdenklichen, facettenreichen Folk-Pop gespielt. Genauso facettenreich ist auch Kats Stimme: mal leise, mal laut, mal sanft, mal kraftvoll, mal hoch, mal tief. Und manchmal so unglaublich tief, dass das Bier in meinem Becher vibrierte.

Lary. Die Sängerin war auf der Maschinenraum-Bühne zu Gast. Sah Kat Frankie noch aus, als wäre sie aus einem rot gefärbten Raffaello Werbespot gesprungen, wirkte Lary im schwarzen XXL-Hoddie, als käme sie direkt von einer G20-Demo. Aber dann: diese Stimme! So kraftvoll, so melancholisch, so gefühlvoll, dass uns ein kalter Schauer über den Rücken lief. Leider gab’s immer wieder Tonproblemen: das schrille Piepen, das plötzlich aus den Boxen kreischte, war wie ein Messerstich ins Trommelfell. Lary war zu Recht etwas genervt, aber schnell wieder gut gelaunt: „Schön, dass ihr da seid! Ich dachte es kommt keiner!“

Channel Tres. Nach einer kurzen Snackpause gingen wir nichtsahnend zurück zur Maschinenraum-Bühne, als wir mit einem lauten „Say fuck that shit!“ angebellt wurden. Was’n hier los? Channel Tres war los! Er sang und tanzte oberkörperfrei zum wunderbar wobbeligen Bass seines House-Tracks „Controller“. Channel Tres ist DJ, Producer, Sänger, Multitalent und coolster Dude der Welt. Nach eigenen Angaben ist er aber nur ein „weird kid from Compton“.

Roosevelt. Der Kölner Marius Lauber stand mit seiner Band auf der Hauptbühne und hat das Dockville mit tanzbarem Electropop in Bewegung gebracht. Und weil Roosevelt zahlreiche Live-Instrumente auffuhr, hörten sich Songs wie „Losing Touch“ und „Colours (Dub)“ schön handgemacht an. Trotzdem fehlen mir beim Roosevelt-Sound ein paar Ecken und Kanten.

Drangsal. Der deutsche Sänger stand am frühen Abend auf der Vorschot-Bühne. Seiner Musik nach zu urteilen ist er mit einer Zeitmaschine aus den 80ern zu uns gereist: Rock trifft auf Postpunkt trifft auf New Wave trifft auf Dockville. Zeitweise wehte lauter Punk von der Butterlandbühne rüber, doch Drangsal setzte sich durch. Mit einer Stimme, die klingt wie eine Mischung aus dem jungen Farin Urlaub und Robert Smith von The Cure, sang er Songs wie „Eine Geschichte“, „Will ich nur dich“ und „Der Ingrimm“.

Aurora. Nach der harten Drangsal-Mucke brauchte wir was Entspanntes. Gut, dass die norwegische Sängerin Aurora um 18:50 auf der Vorschott-Bühne spielte. Zu pulsierenden Beats und verträumten Synthie-Samples sang sie mal kraftvoll, mal zerbrechlich zart. Sie stand vor einem großen, gemalten Kreis auf der Leinwand hinter ihr, der alle Blicke auf sie lenkte – als hätte sie jemand mit einem riesigen Textmarker eingekringelt. Doch auch so war sie kaum zu übersehen: In einem irritierend asymmetrischen Kleid tanzte sie mit fließenden Bewegungen über die Bühne, als wäre sie Eins mit ihrer Musik, mit dem Dockville und all den Fans, die hier versammelt waren.

Ahzumjot. Oder anders gesagt: A zum J, denn der Hamburger Rapper hat die beiden Vornamen Alan Julian. Er ist ein Rapper der neuen Cloud- und Trap-Generation und hat auf der Maschinenraum-Bühne gespielt: harte Beats, eine eiskalte Snare, düster-verträumte Samples. Und dazu dieser abgehackte Rapstyle, der sich immer ähnlich anhört, aber trotzdem total angesagt ist. Ahzumjot hat textlich zwar einige Kilometer mehr Tiefgang als viele seiner Kollegen, aber trotzdem flasht mich das nicht so ganz. „Habt ihr Bock, mit mir durchzudrehen?“ Ich nicht – die Fans vor der Bühne schon.

Das war das Dockville Festival 2019

Drei Tage Dockville liegen hinter uns – es war uns mal wieder ein Fest. Wir sehen uns nächstes Jahr: beim MS Dockville 2020.

MS DOckville 2020: Tickets + Infos

MS Dockville 2020

sziget 2019 am Samstag: Menschen, Tiere, Musiksensationen

Vom 07. bis 13. August wurde eine Donauinsel in Budapest zu einem der größten Musikfestivals Europas: Sziget 2019! Heute berichten wir vom Samstag.

Die meisten Festivals dauern drei Tage. Macht ja auch Sinn: ein Tag zum Aufwärmen, ein Tag zum Durchdrehen, ein Tag zum Runterkommen. Doch das Sziget ist ein Musikmarathon, der ganze sieben Tage dauert. Gestern war Tag 4: Samstag. Uns steckten die ersten Tage schon in den Knochen, trotzdem stürzten wir uns ein weiteres Mal todesmutig in den Festivaldschungel.

Manage frei für die Banane!

Festivals sind nicht nur Bühnen für die Musiker, sondern auch für die Fans. Das gilt besonders für das bunte Sziget. Hier versucht jeder, irgendwie aufzufallen. Als wir übers Fstivalgelände schlenderten, trafen wir die Ninja Turtles, die Bankräuber aus „Haus des Geldes“, Tiger, Eisbären, Dinosaurier und sogar Obstkörbe auf Beinen: ein Apfel, eine Birne, eine Erdbeere und eine Banane. Kurz darauf ritten zwei Naturforscher auf Urzeitvögeln an uns vorbei. Und bei Macklemore tanzten gigantische Pappmaché-Figuren durch die Menge. Dazu später mehr.

Wer nicht verkleidet ist, versucht mit besonders viel Schminke oder besonders wenig Klamotten aufzufallen. Viele Männer ließen ihr Shirt im Zelt und kamen oberkörperfrei. Die Sziget-Uniform der Mädels: ultrakurze Hotpants, bauchfreies Shirt und entsichertes Smartphone, um jederzeit ein Insta-Pic machen zu können. Hier wäre jeder gerne ein Influencer. Tja, ich sehe mich eher als Defluencer: Macht doch, was ihr wollt!

Piep. Prost!

Bei Temperaturen von über 30°C ist es natürlich wichtig, viel zu trinken. Dass damit nicht nur Bier gemeint ist, darauf weisen zahlreiche Plakate hin. Gut, dass es überall auf dem Gelände kostenloses Trinkwasser gibt.

Wer lieber einen Drink an einer der unzähligen Bars bestellt, muss nicht lange warten: das Thekenpersonal ist überall gut aufgestellt. Bezahlt habt ihr schneller, als ihr Prost sagen könnt: Auf dem Sziget fummelt ihr nicht lange im Portemonnaie rum, sondern zahlt mit einer kleinen Kreditkarte im Armbändchen. Kurz ans Kassenterminal halten, Piep – und schon könnt ihr anstoßen. Prost!

Tamino

Mit einem kühlen Begrüßungsbier in der Hand gingen Fotograf Axel und ich zum ersten Act des Tages: Tamino, ein Musiker aus Belgien, der auch ägyptischen und libanesischen Wurzeln hat. Er wurde von einem Sziget-Moderator mit großen Worten angekündigt: „Tamino is breaking the boundaries of what pop music is.“ Als Pop hätte ich die Musik von Tamino allerdings nicht bezeichnet, sondern eher als anspruchsvollen, melancholischen Indie Rock. Die Stimmung auf der Bühne war dementsprechend depressiv, die Stimmung vor der Bühne dafür umso ausgelassener – besonders bei den Mädels. Könnte auch daran gelegen haben, dass Tamino im halbtransparenten, schwarzen Shirt aussah, als könnte er die Rolle von Edward Cullen in den Twilight-Filmen spielen.

Mura Masa

Weiter ging’s auf der Hauptbühne. Hier hatte sich um 17:45 Mura Masa angekündigt. Der britische Electro-Musiker wurde bekannt mit dem Song „Love$ick“, den er mit keinem Geringerem als A$AP Rocky produziert hat. Der ist übrigens gerade in der Nähe, weil er einen längeren Urlaub in Schweden macht. Wer deshalb gehofft hat, dass A$AP als Überraschungsgast auf die Bühne kommt, wurde enttäuscht. Dafür hat Mura Masa zwei Künstlerinnen mitgebracht, die ihn singend, rappend und twerkend auf der Bühne unterstützen. Mura Masa selbst stand im Hintergrund: Er hat gesungen und Keyboard, Drums und E-Gitarre gespielt. Kein Problem für den Multiinstrumentalisten.

Roosevelt

Der nächste Gig fand auf der zweitgrößten Sziget-Bühne statt: im Mastercard-Zelt. Hier stand der Kölner Marius Lauber aka Roosevelt mit seiner Band auf der Bühne. Die vier Musiker haben die Fans mit tanzbarem Synthie-Pop in Bewegung gebracht und bekommen von mir Style-Punkte für die Kombination von Trainingshose und 80er-Jahre-Hemd.

Macklemore

Den durften wir natürlich nicht verpassen. Wie zu erwarten war der Andrang groß, deshalb haben wir uns schon früh vor der Bühne in Position gebracht. Doch bevor Macklemore loslegte, wurden wir vom Sänger Eric Nally begrüßt. Er kam mit seinem Signature-Schnubbi und im Bling-Bling-Zirkushemd auf die Bühne. So extrovertiert wie sein Outfit waren auch sein Gesang und die Tanzmoves: Er hat nicht mit dramatischen Gesten gespart und ist vor den Fans auf die Knie gefallen. Wenige Takte später stürmte auch Macklemore auf die Bühne, um gemeinsam mit Eric „Ain’t Gonna Die Tonight“ zu performen. Dass schon beim ersten Song ein knallroter BH auf die Bühne flog, hat selbst Macklemore gewundert: „There‘s already a bra on stage! I’m gonna keep this!“ Das ging ja gut los!

Und es ging genauso gut weiter: Zum Song „Firebreather“ sind meterhohe Pappmaché-Figuren ins Publikum gelaufen und haben zum Beat getanzt. Spätestens als der Überhit „Thrift Shop“ lief, gab’s kein Halten mehr: alle hüpften, alle sangen, alle rappten mit. This is fuckin awesome! Trotz der guten Laune hat Macklemore nicht mit Kritik gespart: natürlich ging’s um die aktuelle Lage in den USA: „We have kids being taken away from their parents!“ Und weiter: „I believe in all human beings in the entire world being treated equal.“ Word!

Wanda

Weiter ging’s mit der Rockband Wanda aus Österreich, die im riesigen Zirkuszelt spielte. Vor der Bühne war’s noch etwas leer, weil sich viele Fans noch nicht Macklemore losreißen konnten. Doch das sollte sich schnell ändern: Schon beim ersten Song „Bologna“ wurde es voller und voller, lauter und lauter. Die Fans haben aus voller Kehle mitgesungen, wofür sich der Sänger Marco Michael Wanda (der eigentlich Michael Marco Fitzthum heißt) mit Bierdosen bedankt hat, die er in die Menge geworfen hat. Es folgten „Luzia“, „Weiter, Weiter“, „Schickt mir die Post“ und viele weitere Songs, die super zum bierseligen Mitgröhlen geeignet sind. Zwischendurch hatte Marco kurz ein Problem mit seiner Gitarre, die er deshalb in hohem Bogen hinter die Bühne geworfen hat. Als Entschuldigung gab’s nochmal eine Runde fürs Publikum: „We owe you a lot of beer!“

The National

Last but not least: The National auf der Hauptbühne. Die Hamburger unter euch kennen die US-Band vielleicht aus der Elbphilharmonie, wo sie auch schon gespielt hat. Die fünf Musiker machen Indie Rock, ihre Songs sollen dunkel, melancholisch und schwer zu interpretieren sein. Könnte also etwas anstrengend werden. Besonders, wenn man gerade von Wanda kommt, die in ihren Texten ja eher direkt sind. Ich sag nur „Ich kann sicher nicht mit meiner Cousine schlafen, obwohl ich gerne würde.“

Aber zurück zu The National. Vor der Bühne waren etwas weniger Fans als erwartet, weil viele schon zu James Blake rüber wollten. Aber „weniger Fans“ heißt beim Sziget „ausnahmsweise mal nicht 100.000 Fans“. Auch The National sparten sich große Worte und legten einfach los. Besonders in Erinnerung bleibt mir die Stimme von Sänger Matt Berninger, der zwischendurch über den Steg ins Publikum spaziert ist und die Fans angeschaut hat wie ein stolzer Vater. Hat sich irgendwie seltsam angefühlt, aber okay.

Könnt ihr noch?

Wir schon. Es ist mittlerweile Tag 5: Sonntag. Zum heutigen Line-up gehören unter anderem Post Malone, Years & Years und Jungle. Morgen verraten wir euch, wie es war.

Sziget Festival 2020: Tickets + Infos

sziget Festival 2020