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So war das Rockharz Open Air 2018 am Freitag

Die Wettergötter meinen es am Freitag gut und lassen uns so lange wir wollen im Zelt schlafen, denn wirklich warm ist es nicht. Im Gegensatz zum Vortag steht daher eine lange Hose auf der Tagesordnung. Aber auch wenn einen statt der Sonne der Kater geweckt hat, das Rockharz hat zur frühen Festival-Morgenstunde etwas im Angebot: Entspannten Rock‘n‘Roll von I’ll Be Damned auf der Bühne. Dunkler wird es danach mit Aeverium, die sich in der schwarzen Szene bereits einen Namen gemacht haben. Hier hat die Band noch ein paar Probleme das Publikum mit zu reißen, aber das liegt natürlich noch am Halbschlaf einiger Zuschauer. Weiter geht es mit… Satire-Metal? Nanowar of Steel, deren Name alleine an zwei Bands angelehnt ist, haben es sich zur Aufgabe gemacht, Power-Metal zu spielen und dabei True-Metal auf den Arm zu nehmen. Dies gelingt ihnen sehr gut und so werden sie von vornherein schon mit einem üppigen Publikum belohnt.

obscurity

Obscurity gehören zu den ersten deutschen Bands im Death- und Black-Metal Bereich. Aber auch nach 21 Jahren ist die Band noch nicht veraltet: Letztes Jahr erschien erst das jüngste Album „Streitmacht“ und live können sie auch noch überzeugen. Für den frühen Nachmittag haben Obscurity einige Leute vor die Bühne gezogen und rütteln auch den letzten noch verschlafenen ordentlich durch.

Annisokay, The Other & Evergrey

Weiter geht’s mit Metalcore von Annisokay. Hier ist die erste richtige Bewegung im Publikum in Form eines Circle Pits zu beobachten. Dieses hat dabei sichtlich Spaß und auch auf der Bühne geht die Post ab. Am Ende lässt es sich Sänger Dave nicht nehmen nochmal selbst in das Publikum zu springen. Mit The Other wird danach eine ganz andere Richtung eingeschlagen. Die wohl bekannteste Horrorpunk-Band in Europa kann nicht nur mit skurrilen Kostümen punkten, sondern auch mit guter Musik, die es so nicht oft auf dem Rockharz zu hören gibt. Während es vor der Bühne langsam voller wird, kommen Evergrey auf die Bühne. Die Schweden spielen Progressive-Metal und können das Publikum damit überzeugen. Langsam erreicht die Stimmung ein Level, bei dem schon einiges passieren muss, damit diese wieder einbricht.

crematory

Jetzt wird es wieder dunkel auf der Bühne. Die Gothic-Metaller von Crematory beginnen ihr Live-Set. Mit im Gepäck: Das neue Album „Oblivion“ (VÖ: April 2018). Bei ihrem Auftritt spielen sie aus diesem jedoch nur zwei Songs und legen ihren Fokus eher auf die früheren Songs der inzwischen 27 jährigen Bandgeschichte. Die Fans scheint das jedoch weniger zu stören und so wird ausgiebig gefeiert, naja, zumindest so, wie es in der Gothic-Szene üblich ist.

amaranthe

Wenn die Anzahl der Sänger auf der Bühne plötzlich steil nach oben geht, kommen nicht viele Bands ins Frage. Amaranthe hat stets drei ausschließliche Sänger dabei, was die Band schonmal außergewöhnlich macht, zumindest im Metal. Das bedeutet nicht nur viel Stimmvielfalt, sondern auch viel Potenzial das Publikum zu animieren. Dies klappt ohne Probleme und so springt die Band von einem Song zum nächsten, ohne dazwischen an Zeit zu verlieren. Da kann man wirklich ein großes Lob für den ersten Auftritt der schwedisch-dänischen-Band auf dem Rockharz 2018 aussprechen.

battle Beast

Für Fans von Battle Beast beginnt der Auftritt mit einer guten Nachricht: Aufgrund einer Flugverspätung von Ensiferum verlängert sich die Spielzeit der Band um 15 Minuten. Dies gilt auch für Finntroll, die im Anschluss spielen. Für Ensiferum-Fans ist das wiederum natürlich schade, denn die Band spielt jetzt einige Stunden später und muss ihr Set kürzen. Aber immernoch besser, als würden sie gar nicht auftreten. Battle Beast haben bei ihrem letzten Auftritt in Ballenstedt den Tag eröffnet, heute stehen sie am späten Nachmittag auf der Bühne. Diese Änderung sieht man gerne, denn Battle Beast steht für eine gewaltige Stimme. Und das wissen auch die Leute auf dem Gelände. Es ist reichlich voll als die Finnen die Bühne betreten. Und auch die Sonne lässt sich mal wieder blicken. Die Band spielt einen guten Song nach dem anderen und die Menge feiert. Kann man da noch groß was hinzufügen? Ein großartiger Auftritt, wie man ihn von Battle Beast gewohnt ist.

Finntroll

Finntroll sagen mit ihrem Namen schon einiges aus; Finn für Finnland und Troll für, naja… Bildlich wird das zwar nicht unterstrichen, aber in ihren Texten ist dies das Hauptthema, was sie extra auf schwedisch schreiben, um noch „trolliger“ zu klingen. Klingt komisch, aber funktioniert. Sehr gut sogar. Da stört es auch nicht, dass das letzte Album der Band vor 5 Jahren erschienen ist. Live macht die Band ordentlich Stimmung und das ist alles, was gerade zählt. Etwas Erholung gibt es im Anschluss in Form einer 30-minütigen Bierpause durch die Verspätung von Ensiferum.

So war das Rockharz Open Air 2018 – Mittwoch + Donnerstag

Das Rockharz Open Air feiert 25-jähriges Jubiläum und das soll natürlich ordentlich gefeiert werden. Ein paar Unterschiede zu den Vorjahren gibt es dabei auch, so wurde u. a. das Mutatenstadel (ein Biergarten) um mehrere hundert Plätze vergrößert. Ebenso ist der Flugbetrieb des Flugplatzes für die komplette Zeit eingestellt und damit der Campground erweitert wurden. Sonst bleibt alles beim alten. Das Rockharz ist nach all den Jahren noch immer ein kleines, familiäres Festival, bei dem man jedes Jahr mit Freude in die gleichen Gesichter im Publikum blickt und bei dem mit einem bunt gemischten Line-up gerechnet werden darf, wo stets auf Überscheidungen verzichtet wird.

Mittwoch beim Rockharz 2018

Nachdem die verfrühte Anreise am Dienstag für die meisten ohne Probleme verlaufen ist, haben die mittwochs Anreisenden, also am offiziellen Anreisetag, größere Probleme. Es ist mit einem Stau von bis zu 2 Stunden zu rechnen, wenn man über Ballenstedt kommt. Auch die Suche nach einem freien Plätzchen auf dem Campground gestaltet sich als schwierig, sodass spontan noch weitere Campingflächen eröffnet werden müssen. Etwas, das leider auch schon die letzten Jahre immer wieder aufgetreten ist. Wenn man dann über die Flächen geht, fällt einem auf, dass die ersten Besucher doch sehr großzügig Platz genommen haben und die in den hinteren Reihen eng beieinander stehen. Das ist wohl das Resultat der nicht vorhandenen Einweiser, mit denen das Problem vielleicht schon im Handumdrehen verbessert werden könnte.

Aber so wichtig das Campen auf dem Festival auch ist, die Bands sind genauso wichtig. Den Anfang des Warm-Ups machen Monument. Sie können zwar schon gut Stimmung aufbauen, werden jedoch etwas durch die geringe Anzahl der Leute auf dem Infield gebremst. Als Opener hat man es eben selten leicht, gerade wenn die Sonne auf alle Köpfe knallt. Einfachere Karten haben dagegen Drone, die sich über viel Beliebtheit auf dem Festival freuen dürfen. Die Band betitelt ihre Musik als „101% Sexmetal“ und macht dieser alle Ehre, sei es in Ansagen oder ihren Texten, was jedoch nicht bei jedem auf positive Resonanz schlägt. Weiter geht es mit Power-Metal von Winterstorm, bevor dann Bannkreis auf die Bühne kommen. Die Band besteht nicht nur fast ausschließlich aus Subway To Sally-Mitgliedern, sie erinnert auch musikalisch sehr an deren Anfangszeit. Aber das trifft genau den Geschmack von vielen Fans, sodass diese sich zahlreich vor der Bühne versammelt wird, um die vor kurzem gegründete Band zu sehen. In der Dämmerung kommen Ross the Boss auf die Bühne. Die vom ehemaligen Manowar-Gitarristen gegründete Band ist bei den meisten bekannt und sorgt für ordentlich Gedränge im Infield. Und die Musik? Die kann man nicht zu Unrecht als „das, was Manowar hätte sein können“ bezeichnen. Parallelen sind durchaus zu erkennen.

Kreator

Voller sollte es an diesem Tag im Infield nicht mehr werden: Die Headliner des Tages, Kreator, stürmen die Bühne. Die deutschen Thrash-Metal Legenden sind schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr und das stellen sie kraftvoll unter Beweis. Angefangen von Bengalos auf der Bühne, Unmengen an Konfetti und noch mal mehr Feuer. Kreator wissen, wie sie ihre Show machen und hauen auch musikalisch einen Klassiker nach dem nächsten raus. Das Publikum feiert dies sehr ausgelassen und ist fast etwas enttäuscht, als es schon wieder vorbei war. Insgesamt spielt die Band ein gutes, aber auch vorauszusehendes Set, was aber keineswegs den Auftritt abwertet.

Donnerstag beim Rockharz 2018

Auch heute meint es die Sonne nicht gut mit den Besuchern, sodass diese schon morgens um 8 regelrecht aus ihren Zelten gequält werden. Aussicht auf Regen Fehlanzeige. Aber was soll’s, mit Sonnencreme eingeschmiert, den Grill angemacht und das erste Bier auf. So startet bei vielen der Tag, auch wenn man vielen den Kater vom Vortag ansehen kann. Passend zum Start um 11:50 finden sich dann schon einige Fans ein, um sich die erste Band des Tages anzuschauen: Blind Channel. Die junge, aufstrebende, finnische Band kommt mit ihrem Pop-Metal leider nicht bei jedem an, eine beachtliche Menge hat sich trotzdem vor der Bühne versammelt. Als nächstes betreten Cellar Darling die Bühne. Das Trio, welches sich 2016 von Eluveitie getrennt hat und ihre eigene Band gründete, kann sich schon über deutlich mehr Publikum freuen. Folk-Metal kommt eigentlich immer gut an – und hier ist es nicht anders, grade, wenn Anna Murphy am Mikrofon steht. Anschließend kommt es zum ersten Auftritt von Dom Crey, welcher zunächst mit seiner selbst gegründeten Melodic-Death-Metal Band Nothgard performed. Der Name ist unter Kennern natürlich nicht neu und so darf er sich bereits jetzt über viel Andrang freuen, bevor er mit Equilibrium später wieder auf der Bühne steht, dort dann jedoch nicht mehr am Gesang, sondern nur noch an der Gitarre. Spätestens Nothgard kann einiges an Stimmung aufbauen, die zwischen den folgenden Auftritten immer weiter getragen wird.

Skálmöld

Spätestens jetzt wird das Infield langsam voll. Den langen Weg aus Island haben Skálmöld auf sich genommen, um eine exklusive Show in Deutschland zu spielen. Gedankt wird es ihnen mit viel Stimmung und man merkt schnell, dass der Viking-Metal der Band durchaus auf Begeisterung stößt. Auch der sonst für Viking-Metal untypische Growl-Gesang sorgt dabei für aufsehen, welche bei welchen die Band sich die Aufgabe gemacht hat, das Erde der Wikingerzeit zu ehren.

Diablo Blvd

Anschließend kommen die Belgier von Diablo Blvd auf die Bühne, die mit ihrem Hard-Rock eine durchaus entspanntere Musik an den Tag legen. Auch hier ist es weiterhin voll, was sehr beachtlich ist, da die Sonne einiges vom Publikum abverlangt. Für diesen Einsatz bedankt sich die Band auch mehrmals während ihrem Set. Einzigst die Stimme von Sänger und Kabarettist Alex Agnew kann live nicht ganz überzeugen, was jedoch nicht weiter ins Gewicht fällt.

Grailknights

Kommen wir nun zur ersten Band auf dem Festival, welche sich selber nicht ganz so ernst nimmt. Die Grailknights befinden sich immer noch im Kampf gegen Dr. Skull befinden und während ihres Sets den Heiligen Gral zurückzuerhalten. Natürlich gelingt ihnen dies mit Hilfe des Ballechoires (ihr Publikum). Nebenbei gibt es dabei noch guten Power/Melodic-Death-Metal auf die Ohren, in deren Texten es natürlich auch um den ewigen Krieg geht.

God Dethroned

Deutlich härter geht es danach bei God Dethroned zu. Bei der Death-Metal and liegt viel Geschredder im Vordergrund, was vielen Besuchern sehr gut gefällt. Da kann man perfekt ausflippen. Leider haben die Niederländer anfangs mit ein paar Soundproblemen zu kämpfen, was aber professionell überspielt wird und die Stimmung in keiner Weise nach unten treibt.

Rockharz Open Air 2017 – So war der Samstag

Eine warme und angenehme Sonne weckte die Besucher des Rockharzes am letzten Festivaltag. Man kroch (mehr oder weniger) lebendig aus dem Zelt, es kamen Urlaubsgefühle hoch und es wirkte wie eine entspannte Campingatmosphäre.

Diese fand allerdings ad hoc ein je es Ende. Dawn Of Disease zertrümmerten ohne Vorwarnung die Stille und zwar wie! Härtester Todes Metal und das als Opener. Mit der ersten Sekunde war es vorbei mit der trauten Gemütlichkeit und die Schädel rotierten von Beginn an – nett ist anders, aber es war geil!

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Rockharz open air 2018 Tickets + Infos:

Rockharz Open Air 2018 / Rockharz 2018 / RHZ 2018deserted fear

Das Gaspedal blieb durchgetreten – DIE Newcomer aus der Death Metal Sparte aus Deutschland folgten ihren Kollegen. Die Rede kann nur von Deserted Fear sein – von wem auch sonst! Innovativer Old School Death Metal paarte sich mit modernen Elementen. So und nicht anders läutet man den letzten Tag ein eines Festivals ein.

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dew-scented

Man blieb nicht minder aggressiv, denn die Mannen rund um Dew-Scented präsentierten feinsten Thrash Metal mit einer ganz gehörigen Ladung Destruktivität. Zumindest für die Fans der härteren Gangart war das ein Stelldichein, wie es im Buche steht. Besonders Letztere rissen nochmals ordentlich die Regler hoch kannten weder Freund noch Feind.

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Es folgte ein Stilbruch, der erst für Verwirrung und dann für Begeisterung sorgte. Nach der gehörigen Ladung Zerstörungswut folgte mit Tank eine Kapelle, die besonders die Old School Heavy Metal Fans auf das Äußerte begeisterte. NWoBHM wie er im Buche steht! Dementsprechend nahm auch die Zahl der Kuttenträger innerhalb des Publikums drastisch zu. Danach kam etwas ganz spezielles. The Vintage Caravan aus Island demonstrierte, dass weder Blues noch Rock’n’Roll keine Abnehmer im Metal findet. Der Platz vor der Bühne war absolut ausgefüllt und selbst neben dem FOH standen die Leute um die, vergleichsweise jungen, Isländer zu feiern. Und trotz des jungen Alters muss an der Stelle gesagt werden, dass sie es einfach drauf haben!

Serum 114

Die Männer von Serum 114 schlugen mit ihrem Punkrock in eine ähnliche Bierlaune und passten wirklich sehr gut in das Line Up des Tages. Mit eingängigen Melodien und Refrains verpassten die Süd Hessen dem Event eine Art Stadionflair, der aber wirklich super ankam. Hoch motiviert zerlegten die Frankfurter die Bühne und brachten die Stimmung zum kochen.

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asphyx

Ladet eure Mörser, stecht mit dem Schlachtschiff in See und schwingt den Hammer des Todes! Asphyx rollte auf die Bühne und entfachte einen vollkommenden Krieg! Todesgewaltig wie gewohnt erschütterte das Panzerkommando aus den Niederlanden das Rockharz Openair und es war wieder Zeit für Metal. Spielfreudig, wie eh und je, und in bester Laune zertrümmerte man mit Hits wie „Death – The Brutal Way“ Köpfe und zermalmte Knochen.

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Rockharz Open Air 2017 – So war der Freitag

Guten Morgen, Rockharz Open Air 2017, wie stark brummt der Schädel denn heute? Selbst wenn, wäre es nicht so schlimm gewesen, denn Vlad In Tears waren nicht mit dem Opener vom Vortag zu vergleichen. Wesentlich ruhigere Musik wurde aufgespielt – eine rockige Mischung mit diversen modernen Einflüssen. Ein entspannter Weckruf schien aber genau das richte am vorletzten Tag gewesen zu sein.

Kambrium gab da wieder einen ganz anderen Ton vor. Das selbstbenannte Konzept des Epic Death Metal zertrümmerte auch den letzten Kater Kopf und schaffte wieder Platz für Alkohol. Was besonders auffiel war die enorme Energie und Spielfreunde der Musiker auf der Bühne – jetzt waren alle wach. Die Melo-Death Metaller von Cypecore schlugen einen wesentlich mechanischeren Ton an und ließen eine Gewisse Tendenz zur Industrial Szene anklingen. Die Mannheimer Musiker powerten ab der ersten Sekunde mächtig los und trieben bei Sonnenschein die Menschen mehr und mehr auf das Infield.

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Bei strahlendem Sonnenschein betraten die düsteren Rocker von Ewigheim die Bühne. Obwohl das Wetter nun so gar nicht zu der melancholischen Stimmung der Musik passt, waren sowohl Musiker als auch Publikum guter Dinge. Die Thüringer Dark Metaller blickten auch schon auf ein schon gut gefülltes Infiled. Als Firkin an der Reihe war dominierte wieder die gute Laune. Die trinkseligen Ungaren spielten ein munteres Set, dass von erfrischenden Folk Melodien gespickt waren und zeitgleich eine gute Ladung Punk beinhaltete. Die Folge war ein hüpfendes, springendes und singendes Publikum. Spätestens jetzt war auch beim aller Letzten die Bierlaune geweckt.

Rockharz open air 2018 Tickets + Infos:

Rockharz Open Air 2018 / Rockharz 2018 / RHZ 2018

Bock auf St. Pauli, schnelle Öfen und Rotzrock? Bitte schön – Ohrenfeindt lud zum Tanz. Die St. Paulianer, die ihre geballte Ladung Rock’n’Roll auf das Publikum los ließen, wurden bis zum Anschlag gefeiert. Erfahrung zahlt sich nun mal was Performance und Publikumsnähe angeht eben aus! Die Nord Deutschen passten einfach ideale in das Line-up.

unzucht

Jetzt war es wieder Zeit für Finsternis. Die Hannoveraner von Unzucht gaben sich die Ehre und bliesen zur Attacke und wie sie das taten. Gemeinhin bezeichnet man das Genre der Niedersachsen schlichtweg als „Dark Rock“, obwohl auch diverse Metal Elemente herauszuhören waren (oder vielmehr sind). Und, vielleicht gerade deswegen, flogen Haare und die Stimmung stieg stetig weiter.

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ost+front

Wie wäre jetzt mit Provokation, entblößten männlichen Unterleibern und NDH? Die Rede kann hier nur von Ost+Front sein. Schon mit einem bekannten und etwas arg fragwürdigen Militärmarsch eröffneten die Berliner ihr Set. Während Nicht-Kenner verwundert über die Performance staunend vor sich hin starten, rastete ein nicht gerade kleiner Teil des Infields völlig aus. Und ein freischwingender Penis auf der Bühne war auch dabei (ein echter wohlgemerkt).

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varg

Nach diesem Exkurs ins Skurrile spielte eine ziemliche Größe der deutschsprachigen Metalszene auf. Die Wölfe von Varg, die zum ersten Mal 2010 bei brütender Hitze spielten, betraten die Bühne. Das Infield war jetzt richtig gut gefüllt. Eine perfekt eingespielte Meute ließ kein Stein mehr auf dem Anderen. Man kann von der Band halten was man will, aber der Erfolg gibt den Männern rund um Frontwolf Freki nun mal Recht – sie haben eine positive Entwicklung durchlaufen, die hoffentlich noch lange anhalten wird!

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Lord Of The Lost spielte als nächstes auf und sie demonstrierten eindrucksvoll, warum die Hamburger in vielen Magazinen und in diversen Foren enorm viel Aufmerksamkeit bekommen. Die geniale Mischung aus Dark Rock und Metal passt einfach wunderbar zusammen. Auch die Harmonie der Musiker bestach. Nicht nur, dass die Nord Deutschen ihre Instrumente beherrschen, sie leben ihren düsteren Style auf der Bühne zur Gänze aus.

beyond the black

Mit einer gehörigen Schelle Regressivität und geballter Frauen-Power legten Beyond The Black los. Die Symphonic Metaller aus Mannheim ließen durch nichts beirren und spielten mit einer gewaltigen Portion ihre Set runter, aber natürlich nicht sich währenddessen und danach gebührend vor ihren zahllosen Fans zu bedanken. Eins steht fest – nach der Show haben sich die Musiker mehr als nur einen neuen Fan gesichert.

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Rockharz Open Air 2017 – Alles auf Anfang

Bei absolutem Kaiserwetter startete das Rockharz Open Air 2017 am Fuße der Teufelsmauer. Wohl dem, der bereits am Dienstag angereist ist – es war am Mittwochmittag bereits brechend voll. Das Festivals war ausverkauft und man merkte es deutlich am Strom der Besuchern. In gewohnter Zuverlässigkeit, wurden die zahllosen Gäste auf den Camp-Ground gelotst. Es war wirklich erstaunlich, wie viele Leute ab der ersten Band vor der Bühne standen.

Rockharz Open Air 2017: der mittwoch

Kryptos aus Indien gaben sich die Ehre und ballerten ein Brett in die Menge, das es in sich hatte. Der exotische Opener brachte mit dem ersten Song die Menge zum toben und ließ kein Stein auf dem anderen. Bloodbound waren als nächstes dran. Schwedischer Power Metal der Superlative der stark an eine gewisse Band mit einem Hammer erinnert, aber es war auf alle Fälle ein richtiger Faustschlag und für einen Mittwoch ein gelungener Einstand. Jetzt kam was für die Hogwarts Fans – Serious Black betrat die Bühne und ließ alle Herzen der klassischen Heavy Metal-Fans höher schlagen. Ein Set, das zwischen Ohrwurm und imposanten Gitarrensoli tendierte und wirklich keine Wünsche offen ließ. Was bei den Musikern auch nicht wirklich verwunderlich war.

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Rockharz open air 2018 Tickets + Infos:

Rockharz Open Air 2018 / Rockharz 2018 / RHZ 2018

Nun war ein gern gesehener Gast an der Reihe – Stahlmann aus Göttingen verzückten die zahlreichen Fans der NDH und das diesmal OHNE Schminke (was für alle etwas komisch war). Aber nichts desto trotz war es eine gelungene Show der Silberlinge. Beste Neue Deutsche Härte, die mit ordentlich viel Metal aufbereitet ist. So und nicht anders muss das! Jetzt war es Zeit für Ohrwürmer, Chorgesang und ganz viel Melodie – die Rede kann nur von Orden Ogan sein. Die stets gut aufgestellten Musiker aus NRW überzeugten mit allem, was geht. Das Resultat war ein völlig volles Infield. Es war so brechend voll, dass man sich kaum bewegen konnte. In vielerlei Hinsicht bewiesen die Musiker, warum sie in den letzten Jahren stets größer und bekannter wurden. In allen Punkten hatte man eine Show von absolut fähigen Musikern und Entertainern.

DIRKSCHNEIDER

Den Abschluss am ersten Tag machte kein geringerer als Dirkschneider, den die meisten Leute eher mit U.D.O. oder Accept in Verbindung bringen. Auf alle Fälle demonstrierte der muntere Sänger, das Alter kein Synoym für müde oder langsam sein muss. Er trat de facto das Gaspedal komplett durch und feierte eine einzige Heavy Metal-Party. Die Fans waren mehr als nur begeistert und die Musiker hatten richtig Spaß vor tausenden Leuten zu spielen. Alles in allem war der erste Tag (mit Bands) auf dem Rockharz 2017 ein voller Erfolg!

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Erste Bands fürs RockHarz Open Air 2017

Zum 24. Mal wird der sonst so ruhig gelegene Fluplatz Ballenstedt im malerischen Harz zur außergewöhnlichen Festivalmeile und zwar vom 5. bis 8. Juli 2017. Dort kommen all die verrückten und gut gelaunten Metal-Freaks – ob klein oder groß, verkleidet oder normal – auf ihre Kosten. Das RockHarz ist eines der bedeutendsten Rock- und Heavy-Metal-Festivals in Deutschland und es werden wieder ca. 13.000 Fans erwartet. Als Headliner-Acts sind Blind Guardian, Heaven Shall Burn und In Extremo bestätigt. Darüber hinaus sind Grave Digger, Unzucht, Dew-Scented, Korpiklaani, Deserted Fear, The Vintage Caravan und viele mehr mit dabei. Insgesamt 50 Bands und Künstler werden auf 2 Bühnen am ersten Juli-Wochenende im Harz performen.

Hier findest du deine Festival Checkliste!

RockHarz Open Air 2016 – von oben

Rockharz Open Air 2017 / RHOA 2017 / RockHarz

RockHarz Open Air 2016: Das ging ab am Samstag

Guten Morgen RockHarz, wie stark ist der Kater heute? Eigentlich egal, denn Rockdevilz spielten auf. Auch, wenn noch viele vom Alkohol niedergerissen selig schlummerten, kam schnell Partystimmung auf. Ein entspannter, aber gelungener Weckruf. Ruhe und Gemütlichkeit suchte man danach allerdings vergeblich bei den finnischen Thrashern Lost Society. Ohne Wenn und Aber prügelte die (vergleichsweise junge) Band auch dem allerletzten Besucher die Katerstimmung aus dem Kopf. 30 Minuten Vollgas waren eventuell zu viel für die frühe Uhrzeit, aber nichts desto trotz war die Stimmung der Hammer. Pits und Bier – was willst du mehr. Eiseskälte suchte man bei Winterstrom vergeblich, aber dafür bekam man eine Power Metal-Schelle um die Ohren geklatscht. Die Partylaune war wieder vollends geweckt und lächelnde Besucher sammelten sich begeistert vor der Bühne um die Süd-Deutschen zu feiern.

Hier geht’s zum Bericht „RockHarz Open Air 2016 – Mittwoch“
Hier geht’s zum Bericht 
RockHarz Open Air 2016 – Donnerstag“
Hier geht’s zum Bericht RockHarz Open Air 2016 – Freitag“

Düstere Stimmung und weibliche Präsenz folgten nach der geballten Powerladung. Folk Metal von Harpyie ließ das Infield tanzen. Und nicht nur das Optische war äußerst ansprechen, auch die musikalische Darbietung war wirklich grandios. Tanzbare Beats und Songs der Marke „Ich-kriege-diese-Melodie-nie-wieder-aus-meinem-Kopf“ wurden ziemlich gut aufgenommen. Auch Anhänger der Neuen Deutschen Härte kamen voll auf ihre Kosten.

Bildergalerie: So war HARPYIE live

Wir bleiben gleich bei dem eben angesprochenen Genre – Heldmaschine kündigte sich an. Allerdings waren die Koblenzer eindeutig härter unterwegs. Musik der Marke Rammstein mit einigen innovativen Elementen wurde aufgefahren. Aus dem vorhergegangenen Tanzgelage wurde ein Mosh- und Head-Banggelage. Völlige Eskalation stand auf dem Programm. Da auch eine gute Prise Elektronik die Songs begleitete, war das Infield eine einzige bewegende Meute.

Bildergalerie: So war HELDMASCHINE live

Nach der NDH-Einlage wurde es melodisch – und finnisch. Omnium Gatherum sorgten wieder für eine zünftige metallische Beschallung. Die Mischung aus Wolfheart und Insomnium kam absolut gut an. Besonders der melancholische, aber immer noch treibende Einschlag, ließ die langen Haare fliegen. Wer auf Melodic Death Metal stand, war hier genau richtig.

Bildergalerie: So war OMNIUM GATHERUM live

Bock auf Bier und Whiskey? Spätestens nach Tankard war das Bedürfnis, die Bierstände leer zu trinken gigantisch hoch. Ein Urgestein aus Frankfurt, eine Laudatio auf den Gerstensaft – Thrash Metal der alten Schule der Spass macht. Nicht umsonst wurde die Bier-Metal Band von nicht wenigen Besuchern bestaunt und gefeiert. Frontmann „Gerre“ huldigte das engagierte Publikum nach jedem Song ausgiebig. Jahrelange Fanarbeit macht sich eben dann doch bemerkbar.

Bildergalerie: So war TANKARD live

Wenn es eine Band gibt – neben den Kings of Metal natürlich – die das Synonym „episch“ verdient hat, dann die Musiker von Gloryhammer. Das Projekt des Sängers von Aelstorm, Christopher Bowes, wurde zwar erst 2010 ins Leben gerufen, aber dennoch ist die Band alles andere als unbekannt. Auch eine Prise Selbstironie machte die Musiker sympathisch. Das Publikum vor der Bühne passte zum Teil super zum Outfit der Musiker. Schwerter aus Plastik wurden zum Gruß erhoben und auch eine handvoll Einhörner waren zu erspähen. Wirklich eine sehr unterhaltsame Show.

Bildergalerie: So war GLORYHAMMER live

Nach dieser Ladung an Einhorn-Power kam mit Hämatom eine Band auf die Bühne, die quasi DIE Band der Stunde innerhalb der NDH–Szene sind. Grund dafür mag auch der prägnante Einschlag an Metal-Elementen sein. Leider verzögerte sich Auftritt der Süd-Deutschen dann doch beträchtlich. Mit 20 Minuten Verspätung spielten sie dann ein (leider) verkürztes Set. Ärgerlich war das vor allem für die vielen Fans der Ausnahme-Band. Trotzdem wurden die Songs der Bayern gefeiert und bei vielen Besuchern wurde zumindest der größte Unmut gegen Zufriedenheit ausgetauscht.

Bildergalerie: So war HÄMATOM live

Finntroll stand als nächstes auf dem Programm. Troll Metal – wie der Name schon sagt – aus Finnland, mit einem gewaltigen Zuschlag an Spass. Fintroll zählt wohl mit zu den bekanntesten finnischen Metal Bands unserer Zeit. Nicht nur die zahllosen Besucher vor der Bühne waren für ihre Bekanntheit stellvertretend, auch der donnernde Chorus bei beispielsweise „Trollhamern“ war mehr als aussagekräftig. Eine dreiviertel Stunde zelebrierten die Finnen ihr Ohrwurm-Set dem Publikum – was ein Spass!

Bildergalerie: So war FINNTROLL live

Und wir bleiben in Finnland, beziehungsweise bei bekannten finnischen Metal-Bands. Ensiferum betraten den Platz des Geschehens und legten gleich mächtig vor. Mit den ersten beiden Songs der aktuellen Scheibe „One Man Army“ sorgten die Nord-Europäer für mächtig Stimmung im Publikum. Sie taten es auch ihren Landsleuten gleich und präsentierten schnörkellos ein Set zum permanenten Mitsingen. Durch den doch sehr trockenen Boden auf dem Infield, sah man eine gewaltige Staubwolke vor der Bühne. Musiker und Fans hatten dabei ihre Freude und eben darauf kommt es ja auch an.

Bildergalerie: So war ENSIFERUM live

Fei nach dem Motto „alle guten Dinge sind drei“, kam die nächste finnische Band auf die Bühne. Sonata Arctica stimmte melodischen Power Metal an und verließ die vorangegangene Viking und Folk Metal-Szene. Mit glasklaren Gesang, Keyboard-Soli und progressiven Gitarren-Parts gewannen die Finnen im Nu die Herzen der RockHarz-Besucher. Ziemlich genau eine Stunde wurden die Gehörgänge der Zuschauer mit rhythmischer Perfektion verwöhnt. Dementsprechend groß war auch der Applaus des Publikums, als der letzte Ton verklungen war.

Bildergalerie: So war SONATA ARCTICA live

Und aus welchem Land kam wohl die nächste Metal-Band? Wie sollte es auch anders sein: Finnland! Und keine geringere Band als Children Of Bodom wurde den Besuchern präsentiert. Ein picke-packe volles Infield fand sich zusammen, um die Finnen rund um Ikone Alexei Laiho zu Feiern. Und diese Party wurde absolut legendär. Das Zusammenspiel zwischen den Musikern und den Fans war der Hammer, die Band harmonierte grandios und das Set war gespickt mit allerlei Leckereien der musikalischen Bandgeschichte. Man kann ja von Melodic Death Metal halten was man will, aber wer die finnischen Männer verpasst hat, der hat sich nicht nur eine geile Performance entgehen lassen, sondern auch gitarrentechnische Perfektion. Einfach nur geil!

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Eine regelrechte Institution der mittelalterlichen Rockszene wurde nach der vierfachen Finnenpower präsentiert. Subway To Sally luden zum Tanz ein – und wie getanzt wurde. Das mag nicht nur mit der Bekanntheit der Musiker (und Musikerin) zu tun haben, sondern viel mehr mit der enormen Energie, die seitens der Band losgelöst wurde. Diese übertrug sich auch eins zu eins auf das völlig ausgefüllte Infield. Auch die vornächtliche Stimmung tat ihr übriges zur perfekten Atmosphäre bei. Ein Lob auch an die Bühnen-, Licht- und Pyrotechniker. Sie schafften es jeden einzelnen Track ideal zu untermalen. Eine Demonstration von Perfektion und Können! E nomine lupu et spiritus sancti – amen.

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Zeit für die Missionare von Powerwolf. Doch bevor es zu den Wölfen in Mönchskutten kam, hielt Buddy seine alljährliche Dankesrede. Eine wirklich gern gesehene Ehrerbietung an die ganze Crew und allen Personen, die hinter dem RockHarz stehen. Der Headliner des letzten Tages verlangte noch einmal alles von den Metallern und restlichen RockHarz-Besuchern ab. Das Wort „Hymne“ trifft fast auf jeden Song der deutschen vorzeige Power Metal Band zu und nicht anders war ihr Set auch aufgebaut. Es war quasi eine Kollektion von Hymnen in einer gelungenen Rheinfolge. 70 Minuten lang unterhielten die Musiker das restlos ausgefüllte Infield des RockHarz Open Airs. Besonders ihre Ohrwürmer, wie „Amen & Attack“ und „We Drink Your Blood“ wurden in kirchenchorartiger Weise mitgesungen. Gänsehaut-Atmosphäre unter einem sternenklaren Himmel und dem Mond. Großartig – einfach nur großartig.

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Den „Absacker“ des Abends machten danach noch Tanzwut. An dieser Stelle nochmal: Alles Gute (nachträglich) zum Geburtstag, Teufel. Auf dasa du noch weiterhin viel Jahre Musik machst. Dementsprechend gut gelaunt gab sich die ganze Band und eben dieser Kick verlieh der Musik nochmal besonders viel Schwung. Auch nicht wenige Zuschauer unterstützten die Band nach Kräften. Finale war nun angesagt und die Metal-Gitarren wurden nun vollkommen weggestellt. Die akustische Formation von Versengold sorgte zu guter letzt für einen wirklich munteren und entspannten Ausklang des diesjährigen RockHarz‘. Eine wirklich schöne und gelungene Idee! Nächstes Jahr gerne wieder.

Fazit: Das RockHarz gilt nicht umsonst als das familiärste Metal-Festival innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Vielleicht ist das der Grund, warum es eine unfassbar treue Fangemeinde hat. Trotz der stätigen Vergrößerung ist es immer noch überschaubar und steht weiterhin für eine enorme Vielfalt an Metal-Genres, von Power über Black und Heavy Metal ist so gut wie alles dabei. Bei diesem Festival stimmt einfach alles.

RockHarz Open Air 2016: Das ging ab am Freitag

Welcher Metaller träumt nicht davon, morgens mal von einer betörenden Frauenstimme geweckt zu werden? Wer auf dem RockHarz Open Air 2016 am Freitag mittag die erste Band sah und/oder hörte, der konnte mit genau diesem Erlebnis in den Tag starten. And Then She Cames – die völlig dominant die „Devil’s Wall Trophy 2016“ gewannen – erweckten sämtliche Bierleichen zum Leben.

Nach dieser Runde absoluter Frauenpower, folgten Dust Bolt aus Landsberg am Lech. Zu so früher Stunde fanden sich zu erst leider nur weniger Besucher vor der Bühne ein. Spätestens nach dem letzten Song, war dann aber auch der letzte komatöse Besucher wieder auf den Beinen. Guten Morgen RockHarz und zückt die LARP-Schwerter – Twilight Force zogen unter der Flagge des Regenbogens und des Drachens in die Schlacht. Epische Texte gepaart mit melodiösen Riffs und grandioser Power lieferten ein Live-Spektakel ab, dass als grandios bezeichnet werden kann.

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Hier geht’s zum Bericht 
RockHarz Open Air 2016 – Donnerstag“

Völlig unverblümt gab es nach dieser epischen Einlage wieder was auf die Zwölf. Suicidal Angels beendeten jede Form von Ruhe und Frieden. Trash Metal war angesagt und zwar nach griechischer Schule. Die Ausnahme-Band aus dem Land der Helden und des Ouzo ließen keine Zweifel mehr aufkommen: Es war wieder Zeit für Pits und Bier. Viele Pits und viel Bier. Hemmungslos wurde den vielen Zuschauern klassischer Thrash Metal um die Ohren gepfeffert. Einfach nur geil.

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Stimmungstechnisch wurde es aber nach der Thrash-Schelle dann auch gleich wesentlich düsterer. Kampfar aus Norwegen riefen zur Schlacht. Klassischer Pagan Black Metal, kombiniert mit melodischen Gesangs-Elementen passten sogar perfekt zum mittlerweile tief grauen Himmel. Schon der Opener „Ravenheart“ ließ das Herz der Schwarzmetal-Fraktion vor der Bühne höher schlagen. Pure Energie und Authentizität wurde abgeliefert und nicht minder gefeiert. Black Metal aus Norwegen ist halt immer reinhören und anschauen wert. So konnte es doch gerne weiter gehen!

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Nach einem Ausflug in den schwarzen Bereich des Metal wurde es mit Nitrogods wieder rockiger. Deutscher Rotzrock mit Einflüssen der klassischen Elite des Hard Rocks spielte auf. Die Individualität der Rocker wurde besonders durch Jazz und Blues Parts hervorgehoben. Im Sturm eroberten sie sich neben den eingefleischten Fans auch die Herzen der übrigen Besucher. Pures Testosteron und Whiskey – so lässt sich das Gefühl definieren, was man als Zuschauer beim Abfeiern von Nitrogods empfunden hatte. Eine wirklich willkommene Abwechslung.

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Danach wurde es sogleich wieder düster, fast tiefschwarz. Der Weg Einer Freiheit zählt wohl mit zu den aufregendsten und innovativsten Bands der Deutschen Black Metal Szene unserer Tage. Dementsprechend gut gefüllt war auch das Infield, denn diese Band sollte man sich als Anhänger der schwarzen Metal-Kunst nicht entgehen lassen. Leidenschaft und Melancholie als Leitbild und eine gewaltige Prise an Hass und Wut prägte das Set der Würzburger. Die Show war nicht minder beeindruckend. Man konnte wirklich fühlen, dass die Bandmitglieder für ihre Musik leben – ein Traum in Schwarz.

Bildergalerie: So war DER WEG EINER FREIHEIT live

Die Herrschaften des Ensembles von Coppelius erquickten den Pöbel auf das Äußerte mit Fröhlichkeit. Es war ein wahrlicher Genuss die Musiker in ihrem Element sehen zu dürfen. Ein Schmaus für Auge und Gehör. Niemand wagte es (zurecht) den Meistern ohne Respekts-Bekundung Blicke entgegen zu bringen. Schon mehrfach konnten Coppelius ihre kunstvolle Perfektion auf dem hiesigen RockHarz in Ballenstedt demonstrieren. Wahrlich eine Ehre, den Herrschaften beim Schaffen zu zusehen.

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Power, Bier und ein enormer Fan-Chor – Zeit für Axxis. Die Ruhrgebiet Metaler zimmerten ihren Power Hard Rock den Besuchern um die Ohren, als gäbe es kein Morgen. Auch wenn diese Band eher für das „ältere Semester“ bestimmt war (subjektive Vermutung), waren doch Kuttenträger aller Altersklassen zu erspähen. Besonders Anhänger des melodischen Power Metals sind voll und ganz auf ihre Kosten gekommen. Peitschende Melodien und ein unverkennbarer Gesang.

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Völlige Verdunklung, stürmischer Wind und eine Unwetterwarnung. Ein besseres Szenario hätten sich die Musiker von Primordial nicht wünschen können. Ihren irischen Weltschmerz konnte man einfach nicht besser präsentieren. Tief graue Wolken die nahezu die Götterdämmerung ankündigten, unterstrichen ihre Kunst in einer völligen und vollkommenen Form. Aber nicht nur die Atmosphäre war der reine Wahnsinn, auch die Qualität der Musik war nicht in Worte zu fassen. Das hat man schlichtweg erleben müssen. Absolutes Highlight war (mit) der letzte Song „Empire Falls“. Ein wahr gewordener Traum für jeden Fan und nicht wenige Fans haben die Iren dazu gewonnen.

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Als Kärbholz danach aufspielte war von der zuvor aufgebauten Atmosphäre nicht mehr viel übrig. Linksgerichteter Deutsch Rock der absolut auf die Fresse ging. Das gute Laune-Level stieg mit den Musiker aus Ruppichteroth/NRW ziemlich gut an. Mit glasklaren Ansagen und einer enorm gelungenen Bühnenshow heizten sie dem Publikum enorm ein. 45 Minuten Vollgas Rock’n’Roll aus Deutschland für die Besucher des RockHarz – so muss das!

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Ein absolutes Highlight präsentierten danach die Norweger von Satyricon. 20 Jahre „Nemesis Divina“ stand auf dem Programm. Nicht nur für die etablierten Kenner der 2nd Wave des Black Metal war diese Präsentation, von einem der Meilensteine des Schwarz Metals, ein wahrer Genuss. Obwohl das RockHarz nicht gerade bekannt für Black Metal ist, muss gesagt werden, dass diese Exklusivität der Show auch wieder stellvertretend für die Vielfalt des RHZ steht. Nachdem „Nemesis Divina“ fertig gespielt war, legten die Norweger u. a. noch„ Black Corw On A Tombstone“ und „K.I.N.G.“ nach. Eine schwarze Messe der Superlative.

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Nach so viel Finsternis war wieder Zeit für Heiterkeit und Spass. Dieses Bedürfnis befriedigte keine geringe Band als Knorkator mit ihrer Prise Blödsinn. Das Wort „bunt“ ist absolut repräsentativ für das Publikum, welches sich in Massen vor der Bühne einfand. Völlig typisch animierte Stumpen zu Beginn des Gigs das Publikum zur kollektiven Eskalation. Nicht anders lässt sich die Party auf dem RockHarz mit Knorkator beschreiben – eine völlige (aber stets lustige und friedliche) Eskalation. Auch hier bewies das Publikum auf dem RockHarz resolute Textsicherheit, so dass „Alter Mann“ beispielsweise eher wie ein riesiger Stadiongesang wirkte. Man kann ja von der Band halten was man will, aber sie machen Party bis zur Schmelze.

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Das Fest wurde direkt im Anschluss fortgesetzt, da die Spitzbuben von Saltatio Mortis zum Tanz luden. Vorweg: Was für eine geniale Bühnenshow war das denn? Perfektion als Definition kann gerne herangezogen werden oder besser gesagt MUSS! Eine sauber abgestimmte Performance zwischen Publikumsanimation und Band. Nichts anderes hatte man auch von den regelmäßigen Gästen auf dem RockHarz erwartet. Eine gewaltige Phyro-Show untermalte einige Songs der Mittelalter Rocker absolut grandios. Respekt an die Crew an dieser Stelle! Beispielsweise „Prometheus“ wurde gekonnt mit den Feuer- und Lichteffekten unterlegt. Jeder, der diesen Auftritt verpasst hat, dem sei gesagt: Du hast was verpasst! Frontmann Alea bewies auch, dass Arroganz ein Fremdwort für die Band ist. Minutenlang ging er durch den Graben und bedankte sich bei den Fans. Respekt!

Bildergalerie: So war SALTATIO MORTIS live

Nun war es Zeit für den Headliner des Tages und mit Avantasia betrat ein ganz heißes Eisen die Bühne. Melodic Power Metal, gespickt mit klassischen Heavy Metal. Nicht umsonst sind die Musiker der Kapelle weltweit eine regelrechte Institution in Sachen Metal und das Warum beantworteten sie knapp zwei Stunden lang. Der komplette Auftritt war eine Demonstration von musikalischen Können und gewohnter Bühnenrotation. Tobias Sammet war topfit und seine Bühnenpräsenz … man muss einfach dabei gewesen sein, um das wirklich zu verstehen. Einen besseren Headliner hätte das RockHarz-Team nicht finden können.

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Eine kleine Nachtmusik gab es dann noch im Anschluss mit Fleshgod Apocalypse. Die Italiener prügelten zu später Stunde brutalsten Death Metal dem (immer noch) gut gefüllten Infield um die Ohren. Besonders die melodischen Clear-Parts der Süd-Europäer im Gesang sorgten für Gänsehaut-Schauer im Publikum. Es war zwar schon spät, aber die RockHarz-Besucher starteten nochmal voll durch und unterstützten die Band mit allem, was ihnen zur Verfügung stand. Pits und fliegende Haare unter sternenklarem Himmel. Besser konnte der dritte Tag nicht enden.

RockHarz Open Air 2016: Das ging ab am Donnerstag

Blauer Himmel und, man glaubt es kaum, „blaue“ Menschen, dazu strahlender Sonnenschein, also beste Bedingungen für den zweiten Festivaltag. Nun begann das RockHarz Open Air für die meisten Besucher und das nach Maß.

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The New Roses präsentierten sich als erste Band dem Publikum. Ihren Stil kann man als Mischung aus Motörhead, Airbourne und Electric Wizzard gut und gerne bezeichnen und der Vergleich mit diesen Größen kommt nicht von irgendwo her – absolut präziser Rock’n’Roll mit vielen Groove-Parts. Genau das richtige nach einer durchzechten Nacht.

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Hackneyed zerstörten danach alle zärtlichen Weckrufe der vorhergegangenen Band. Auf-die-Fresse-Death Metal aus Abtsgmuend (ja, der Ort heißt wirklich so) prügelte wirklich alles was geht dem Publikum entgegen, was der Death Metal zu bieten hat. Old School und moderne Elemente in einer absolut gelungenen Mischung. Man blieb im tödlichen Bereich und nicht minder antreibend.

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Deadlock zimmerten danach melodischen Todes-Metal raus und zelebrierten ein Metal-Fest der besonderen Art. Nicht zum ersten Mal betraten sie die Bühne des RockHarz und es war auch (hoffentlich) nicht das letzte Mal. Die Textsicherheit des Publikums wurde eindrucksvoll bei „Code of Honor“ unter Beweis gestellt, aber generell zeigte sich deutlich, dass die Band ein sehr gern gesehener Act auf dem RockHarz ist. Hoch die Schwerter!

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Der nächste Wechsel. Grand Magus stürmten die Bühne. Stockholmer Viking Power Metal dröhnte dem Publikum entgegen. Mit ihrer aktuellen Scheibe „Sword Songs“ präsentierten sich die Schweden in bester Form und Spiellaune. Die eingängigen Melodien der Skandinavier luden regelrecht zum Mitsingen ein. Ein stimmiges Set aus alten und neuen Songs ließ auch den Met-Konsum dezent ansteigen.

Bildergalerie: So war GRAND MAGUS live

Nun wurde es wieder rockiger und grooviger, als Spiritual Beggars die Stage beraten. Die Schweden zweigten sich super gut gelaunt und waren in Topform. Gekonnt demonstrierten sie ihren völlig eignen Stil, der grob eine Mischung aus 70er Jahre Classic Rock und modernen Stoner Elementen beinhaltet und er wurde abgefeiert, als gäbe es kein Morgen. Absolut großartig!

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Nach dieser musikalischen Exkursion war es wieder Zeit für „Auf-Die-Fresse“ Musik – Illdisposed waren an der Reihe. Absolut souverän bewiesen die Dänen, wie man Death Metal mit melodischen Elementen fusioniert. Ein absoluter Genuss für alle Fans der harten oder härteren Gangart. Haare flogen, Pits wurden gestartet und das alles bei Sommerwetter. Der reine Wahnsinn und ein einziger Abriss. Mit einer Präzision die ihres Gleichen sucht, zockten die Musiker selbstsicher ihr Set durch, was mit zahlreichen Rufen und Standing Ovations honoriert wurde.

Bildergalerie: So war ILLDISPOSED live

Das Pit-Potential blieb gleich, da als nächstes eine wahre Legende die Bühne betrat. Mit Entombed A.D. wurde es düster und atmosphärisch. Schwedischer Todes-Metal der besonderen Art setzte die Prügel der vorherigen Band fort. Die Schweden demontierten auch den letzten klaren Kopf im Publikum und zelebrierten eine regelrechte Todesmesse, die ihres Gleich suchte. Klar und deutlich spürte man die „Routine“ der Musiker. Das Set wurde kompromisslos und gnadenlos runtergezockt. Genau so muss schwedischer Death Metal aufgeführt werden – geradlinig und ohne Schnörkel. Einfach nur genial.

Bildergalerie: So waren ENTOMBED A.D. live

Annihilator aus Vancouver/Kanada präsentierten sich danach. Das hieß Thrash Metal voll auf die Zwölf. Und WIE es auf die Zwölf gab. Zum ersten Mal war das Infield des RockHarz wirklich komplett ausgefüllt, was aber bei der Band auch nicht verwunderlich war. Wenn über 30 Jahre Bühnenerfahrung aufspielt, dann stehen die Metalheads halt stramm und zelebrieren diese Leistung und das Ganze eben auch zurecht. Spass pur und Thrash Metal der Superlative – so und nicht anders lässt sich der Auftritt der Kanadier bezeichnen.

Bildergalerie: So waren ANNIHILATOR live

Nach dieser geballten Thrash-Schelle wurde noch einmal Skandinavien offenbart und zwar mit einer Band, auf die schon viele Zuschauer gewartet haben. Soilwork enterten die Bühne – endlich (wohlgemerkt). Regelmäßige RockHarz-Besucher werden sich an die Absage schmerzvoll zurück erinnern, die die Schweden letztes Jahr machen mussten. Aber der diesjährige  Auftritt entschädigte das lange Warten. Melodic Death Metal aus Helsingborg der Extraklasse wurde serviert und genau so, wie es sich gehört. Björn „Speed“ Strid zeigte sich nicht nur in körperlicher Höchstform, auch der Rest der Band strotzte nur so vor Energie und Spielfreude. Es war auf alle Fälle eine Weiterempfehlung für weitere Auftritt auf dem RockHarz!

Bildergalerie: So waren SOILWORK live

Nun wurde es wieder spassig und zugleich episch. Gamma Ray – mehr muss man eigentlich nicht sagen, da die Deutschen (neben ihrer jahrelangen Existenz) landesweit die Szene geprägt haben, war es „voll“ vor der Bühne. Was soll man auch anderes erwarten? Gänsehaut pur bekam man beispielsweise, als die Legende aus Deutschland ihren absoluten Evergreen „I Want Out“ raushaute und der Chorus stimmgewaltig vom Publikum mitgebrüllt wurde. Perfekt zelebrierter Heavy Metal der zum Party machen regelrecht einlud. Ein riesiger Chor aus tausenden Kehlen begleitete jeden Song der Band mit absoluter Sicherheit. Es war der Wahnsinn. Zum letzten Song von Gamma Ray wurde das Halbfinale zwischen Frankreich und Deutschland angepfiffen.

Bildergalerie: So waren GAMMA RAY live

„Habt ihr Bock auf Fußball?!“ – „NEIN!!!“. Die Ansage und Antwort bei ASP war mehr als deutlich. Als der Düster-Rock anfing, war der Bereich vor der Bühne mehr als nur gut gefüllt. Ein Statement ganz klar pro live Musik und contra Fußball. Das Set des schwarzen Schmetterlings war regelrecht gespickt mit Klassikern. Von „Schwarzes Blut“ bis hin zum Evergreen „Ich will brennen“ war wirklich alles dabei, was das schwarze Herz brauchte. Eine fantastische Bühnen-Performance und eine (typisch) einmalige Publikumsanimation machte einfach nur Laune. Zum Thema Fußball sei gesagt, dass „kleinere technische Störungen“ bei einigen Personen die Laune bremste, aber die Niederlage der DFB-Auswahl schien dann doch schmerzhafter zu sein.

Bildergalerie: So waren ASP live

Zur Aufheiterung spielte keine geringere Band als der britische Adler Saxon. Der Titel „Legende“ kann zurecht an die Briten vergeben werden, weil sie es eben sind. Absolut verständlich, dass sie den Slot als Headliner am Donnerstag bekommen hatten. Über 35 Jahre geballte Hardrock-Erfahrung feierten ein Fest, dass wirklich als Highlight des Abends bezeichnet werden konnte. Frei nach dem Motto „The Eagel has landed“ wurde britischer Rock’n’Roll wie es sich gehört rausgehauen. Lemmy hat garantiert von oben runtergeguckt und den ein oder anderen Jacky-Cola auf seine Landsleute getrunken. Bis zu den Towern war das Infield gefüllt und wie gesagt: Bei einer Band von diesem Format, ist das auch alles andere als verwunderlich.

Bildergalerie: So waren SAXON live

Den Abschluss des zweiten Tages machte auch kein geringerer als Enslaved. Der „After Headliner Late Night Slot“ klingt vom Namen her etwas undankbar, aber bei einer Band dieser Größenordnung war das vollkommen egal. Die Skandinavier ließen sich schlichtweg nicht lumpen und trotzten der Legende Saxon. Ihr eigenwilliger Stil, den jeder für sich eigentlich definieren kann, enthält eine eigene Exkursion in den Bereich der Black und Death Metal-Geschichte. Ein wahrerer Genuss und ein absolut gelungener Abschluss, nach einem wirklich erfüllten zweitem Festivaltag.

RockHarz Open Air 2016: Aufwärm-Runde am Mittwoch

Bereits am Dienstag fielen die ersten Invasoren auf dem Flugplatz in Ballenstedt ein. Damit war das RockHarz Open Air 2016 zumindest camp- und biertechnisch schonmal eröffnet – fehlten also nur noch die Bands. Diese folgten dann auch knappe 24 Stunden später und das mit ordentlich Wumms. Sieben Bands eröffneten den Mittwoch als ersten Festivaltag und prügelten den Restalkohol der Dienstagsgäste aus dem Schädel.

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Mors Principium Est läutete pünktlich das RockHarz 2016 ein und sorgten 45 Minuten lang dafür, dass auch beim allerletzten Gast Festival- und RockHarz-Stimmung aufkam. Eine Mischung aus Melodic Death Metal und Metalcore sorgte für ordentlich Stimmung bei den Besuchern. Die zweite Band des Festivals waren die wohlbekannten Musiker von Shakra. Mit Feuer und Energie donnerten brachiale Gitarren-Riffs und eine voluminöse Frontstimme den Besuchern entgegen und sie wurden absolut gefeiert. Zahlreiche Pommesgabeln wurden nach oben gereckt, als sie die Bühne verließen – was ein Fest.

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Nach zweimal Power kamen die AFM-Awards dran. Das Label ließ es sich nicht nehmen, im Zuge der Kooperation mit dem RockHarz, besondere Leistungen direkt am „Arbeitsplatz“ zu honorieren – eine gelungene Idee. Kissin‘ Dynamite betrat nach den Awards die Bühne. Die Tübinger Jungs demonstrierten, dass sie Hard Rock leben und das nicht zu knapp. Brachialer Rock’n’Roll knüppelte aus den Speakern und das die Musiker mittlerweile eine Institution in Sachen R’n’R made in Germany sind, wurde nun wirklich jedem klar.

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Danach wurde es pink. Sehr pink – und laut. Blödel-Metal aus Bayern stand auf dem Programm und das können keine geringeren sein als J.B.O. Eine Band, die wirklicher jeder Metalhead aus dem deutschsprachigen Raum schon mal irgendwo gehört hat. Die Kapelle tat das, was sie am besten kann und zwar Party bis zum Anschlag und jede Menge Spaß bis zum Umfallen. Eine große Anzahl an Besuchern zelebrierte die bierselige Musik der Erlangener und bei Kaiserwetter wurde das Bier schneller in den Rachen gekippt, als man gucken konnte. Leider machte der extreme Wind die „Ball-Aktion“ etwas zunichte, aber das brachte die gute Stimmung und die gewaltige Party nicht zum Kippen. Nach einer Stunde war das Fest vorbei und nicht wenige Metaller wankten mehr, als dass sie gingen, zu ihren Zelten.

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Oder man blieb gleich auf dem Infield, denn keine geringere Band als Onslaught knüpfte an die Spass-Band an. Kickass Thrash Metal aus Bristol steigerte das Wutpotential um X-Level und passte absolut ins Bild des Tages. Abwechslung steht eben ganz oben auf dem Zettel des RockHarz. Perfekt zelebrierter Thrash Metal der alten Schule sorgte für viele rotierende Haare und Köpfe. Das Wort Abriss definierte den Auftritt der Thrash-Giganten aus UK mehr als nur treffend.

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Den Abschluss des ersten Abends machten die Krieger rund um Frontberserker Tetzel von Asenblut. Bereits letztes Jahr verzückten die Musiker die RockHarz-Besucher als Gewinner der Devil’s Wall Trophy 2015. Die Newcomer aus Niedersachsen rutschten in diesen Abend-Slot, da Deutschland erst am Donnerstag im Halbfinale auf Gastgeber Frankreich traf. Ein mehr als nur gelungener Auftakt des diesjährigen RockHarz Open Air.