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CD-Review: Kontra K – Erde & Knochen

Innerhalb kurzer Zeit hat sich Kontra K an die Speerspitze vom deutschen Hip-Hop etabliert. Nur ein Jahr nach der Nummer-Eins- und Gold-Platte „Gute Nacht“ kommt mit „Erde & Knochen“ nun sein siebtes Album: satte 18 Tracks und dabei keine Platte aus der Komfortzone, sondern zwei Dutzend Stücke voller Energie und tiefgehender Reflexionen. Am 11. Mai 2018 erscheint das neue Werk über BMG Rights und wird sicher nachziehen, wo „Gute Nacht“ als drittes Gold- und zweites Nummer-Eins-Album in Folge vorgelegt hat. Die Zuschauermenge, vor denen Kontra K mittlerweile performt, haben sich innerhalb eines Jahres locker mal verdreifacht, in Berlin waren zuletzt mehr als 9.000 Fans in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle dabei. Zwischen „Gute Nacht“ und „Erde & Knochen“ ist zudem die von den Fans geliebte Single „Soldaten 2.0“ erschienen. Für die gab es ebenfalls Gold – und doch ist sie auf dem neuen Album nicht mit drauf. Denn Kontra K mag eines nämlich gar nicht: sich zu wiederholen, das wäre bequem. Und Bequemlichkeit liegt dem Berliner so fern wie ein Feature mit Helene Fischer.

Kontra K präsentiert mit „Erde & Knochen“ wieder ein gelungenes Album mit textlichem Tiefgang, energiegeladenen, treibenden Sounds und wütenden Metaphern, bei denen der Berliner seine aggressiveren Töne wohl dosiert einsetzt. Der Rapper bleibt seiner bisherigen Linie treu, geht aber auch wieder neue Wege mit deutlich mehr Gesangsparts. Tracks wie „Zwischen Himmel & Hölle“ klingen so eingängiger – was auch mit den Samples zu tun hat, die Kontra K und sein Team gern nutzen. Analog zu „Soldaten 2.0“ mit dem gesampelten „Bittersweet Symphony“ (The Verve) gibt es z.B. bei „Himmel & Hölle“ ein Sample von Pat Benatars „Love Is A Battlefield“ und bei „Oder nicht“ hört man die einprägsame Melodie des 30er-Jahre-Hits „My Woman“ von Albert Allick „Al“ Bowlly. Kontra K verteilt neben jeder Menge Gänsehaut vor allem auch lebensbejahende, positive Vibes und bietet damit einen angenehmen Kontrast zum sonst so üblichen Gangster-Rap-Business.

Für Süßholz raspeln ist Rapper Kontra K nicht bekannt, stattdessen spricht der Berliner mit seiner aktuellen Single „Hunger“ eine sehr ehrliche, direkte Sprache spricht, begab sich der Berliner in das Viertel einer der zwei größten Gangs von Los Angeles. Inmitten des Reviers der „18th Street Gang“, findet der Hauptstädter die Quintessenz dessen, worum es im Leben und in seinem Song dazu, „Hunger“ geht. Der Clip zeigt die beeindruckend-unmaskierte Kulisse eines Stadtviertels, in dem Glück, Überlebenskampf, Schicksalsschläge und die bitteren Straßenrealitäten eng beieinander wohnen. Bei der 18th Street Gang handelt es sich um eine Latino-Gang, die auch in anderen Teilen Amerikas agiert und auf bis zu 20.000 Mitglieder groß geschätzt wird. Die Gang entwickelte sich in den 1960er Jahren, auch durch eine Vielzahl illegaler Einwanderer, die in sonst keiner größeren Gang aufgenommen wurden.

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Kontra K in Berlin: Tourabschluss mit Auszeichnung

Es sind frostige -3 Grad in der Hauptstadt, der eisige Wind peitscht nur so am Eingang der Berliner Max-Schmeling-Halle vorbei. Doch das hindert keinen der hartgesotten Fans, sich bereits mehrere Stunden vor Einlass anzustellen. Wer in die erste Reihe will, muss ganz besonders heute, viel dafür in Kauf nehmen. Eingepackt in Rettungsdecken und mit sportlichen, kurzen Joggingrunden versuchen sie sich warm zu halten. Aber ob das so richtig funktioniert? Wahrscheinlich eher weniger.

SOLD-OUT-AWARD

Zeitgleich zum langersehnten Einlass fand im Backstage-Bereich eine Award-Übergabe an Kontra K statt. Auf seiner „Gute Nacht Tour“ hatte Kontra K bisher stets volles Haus. Würzburg ausverkauft, Bielefeld ausverkauft, Heidelberg ausverkauft, Kiel ausverkauft, Magdeburg ausverkauft, Chemnitz ausverkauft und selbstverständlich schaffte es der charismatische Rapper auch in der Heimatstadt Berlin für eine ausverkaufte Halle zu sorgen. In Summe machte das 76.192 verkaufte Tickets und wird zurecht mit einem Sold-Out-Award geehrt, der von der Vertreterin der Max-Schmeling-Halle Frau Sybil Franke (Geschäftsführung) überreicht wird. Eine ganz besondere Ehre für den leidenschaftlichen Boxer. Im Anschluss daran werden auch noch einige goldene Platten überreicht, denn nicht nur das Album „Gute Nacht“ ist mit gold ausgezeichnet worden, auch an die Single „Soldaten 2.0“ ist gold gegangen. Wir sagen herzlichen Glückwunsch!

RICO

Parallel zur Übergabe im Backstage füllte sich allmählich die Halle. Ein beständiger Strom an Menschen bahnte sich den Weg in den Innenraum, der ziemlich schnell rappelvoll war. Bei einem Durchschnittsalter von etwa 14 – 25 Jahren des Publikums war sofort klar, wieso Kontra K bereits um 20:15 Uhr die Bühne betritt. Doch zu erst darf Rico Depeka der Meute einheizen. Gut gelaunt gibt Rico in seinem knapp 30-minütigen Set einige seiner Lieder zum besten. Selbstverständlich sind die vorderen Reihen schon hier absolut textsicher, alle wippen und nicken sich für den anstehenden Abend warm.

KONTRA K

Und dann ist es endlich so weit. Das Licht geht aus, der Vorhang auf der Bühne wird mit einem Spot beleuchtet, die Silhouette von Maximilian Diehn kommt zum Vorschein und im Publikum herrscht absoluter Ausnahmezustand. Das Gekreische der Frauen übertönt fast die Musik und die unendlich vielen Handykameras starren gespannt auf die Bühne bis der Vorhang endlich fällt. Energiegeladen, gut gelaunt und natürlich gutaussehend stürmt Kontra K in Berlin die Bühne und liefert eine unglaubliche Performance. Für die zahlreichen weiblichen Fans zieht Kontra K natürlich wieder blank und rappt sich oberkörperfrei durch sein Set. Konfetti, Taschenlampen-Konzert und ein Gastauftritt von RAF Camora bilden einen ganz schön fetten Tour-Abschluss. Um es in den Worten der Fans zusammen zu fassen: Das war Abriss pur!

Hier könnt ihr Kontra K nochmal nochmal auf der Bühne in Berlin sehen:

https://www.instagram.com/p/BfmXo9Qg44Y/?taken-by=kontrak)

Kontra K begeistert auch in 2018 auf „Gute Nacht Tour“

Bei seinen Live Shows versprüht Kontra K unglaublich viel Energie und dass, bis in die letzten Winkel jeder Konzerthalle. Seit November 2017 ist Kontra K mit seinem neuen Album „Gute Nacht“ (VÖ: April 2017) auf ausgiebiger Tournee.Genau ein Jahr nach dem Hitalbum „Labyrinth“ hat Kontra K „Gute Nacht“ fertiggestellt, mit Features von AK Ausserkontrolle, BTNG und RAF Camora & Bonez MC. Sein Hunger und der Ehrgeiz sind größer geworden. Neben seiner unglaublich fesselnden Bühnenpräsenz, seinen ehrlichen und authentischen Texten liefert der Berliner Live-Shows voller Ausdauer, Dynamik und Leidenschaft. Der Hunger nach Kontra K Konzerten ist bei den Fans jedenfalls noch lange nicht gestillt.

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Von Freundschaft und Loyalität – Kontra K in Hannover

Maximilian Diehn aka Kontra K ist derzeit in aller Munde, denn der Berliner Rapper hat mit seinem neusten Werk „Gute Nacht“ erneut die deutschen Album-Charts geentert. Und das nicht mal 1 Jahr nach Erscheinen des Vorgängers „Labyrinth“, welches 2016 bereits an die Spitze der Landes-Charts kletterte. Derzeit bereist Kontra K auf großer „Gute Nacht“-Tour 2017 – in Begleitung von Freund und Rapper-Kollege Rico – die deutschen Clubs und sorgt dabei am Mittwochabend im Capitol Hannover für ausverkaufte Hütte. Für 18:00 Uhr ist der offizielle Einlass geplant, doch bereits ab viertel nach fünf schlängeln sich die Massen vom Capitol-Eingang über die Brücke am Schwarzen Bär, der Stadtteilverbindung von Linden-Mitte & -Süd, bis weit um die Häuserecken dahinter. Wer glaubt, ein Rapkonzert holt keinen hinter seinem Fernseher vor, irrt eindeutig. Hauptzielgruppe des Abends: die YouTube- / Instagram- / Snapchat- / Tinder-Jugend, irgendwo zwischen 14 und 24. Deswegen also der frühe Beginn der Veranstaltung.

RICO

Statt wie geplant um neunzehn Uhr geht es für den Kontra K Label-Kollegen Rico erst um halb acht auf die Bühne. Macht aber nichts, noch bleibt ja genügend Zeit bis zum Auftritt des Hauptacts. Es ist mittlerweile brechend voll und die Blicke, vor allem aber die Handys, sind alle nach vorne gerichtet. Rico betritt gut gelaunt die Stage und begrüßt die Menge mit lockeren Sprüchen. Knappe 20 Minuten gibt es von dem Berliner Musiker Songs aus seiner eigenen Feder. Sonst kennt man ihn ja eher von Kollaborationen mit Künstlern wie Fatal und Skinny Al oder von den gemeinsamen Songs und Live-Auftritten mit Kontra K. Fazit: Rico kombiniert geile Beats mit guten Feats. Sein nagelneues Album steht in den Startlöchern und gehört eindeutig in die Alben-Sammlung von jedem DPK-Fan!

kontra k

Dann ist es endlich soweit. Unter Jubelstürmen tritt Kontra K vor seine Fans. Mit seiner ausgedehnten Tour möchte er sich nun endlich bei seinen Fans bedanken, die ihm schließlich regelmäßig Millionen von Klicks auf YouTube oder Likes auf Facebook und Co. bescheren. Der charismatische Familienvater, Boxer und Coach schreibt in seinen Songs bekanntlich gern über sich selbst und über sein Leben. Dabei gewährt er tiefe Einblicke in seine Persönlichkeit. Und da liegt auch schon das Geheimrezept seines Erfolges: Identifikation. Denn seine rasant wachsende Hörerschaft findet sich problemlos in seinen Texten wieder.

Wo andere Rapper gern auf unnahbare Gangster machen und damit eher Distanz schaffen, lässt Kontra K seine Fans lieber an sich heran. Und das auch körperlich. Berührungsängste kennt der Berliner nicht, er reicht den ersten Reihen die Hände, lässt sich auf dem vorderen Wellenbrecher umarmen und anfassen und rappt seine Hits gemeinsam mit den begeisterten (größtenteils weiblichen) Fans. Schließlich ist der Blick auf den muskulösen Familienvater ganz vorne am besten.

Von dem Rap-Schwergewicht erwartet man, vielleicht auf den ersten Blick, musikalische Ergüsse wie die von Rapper Kollegah. Doch das Gegenteil ist der Fall, die Ähnlichkeit zu Prinz Pi ist gar nicht so fern, denn auch Kontra K spricht gern von Liebe und Gefühlen. Harte Schale, weicher Kern beschreibt ihn also ganz gut. Ein fieser Straßengangster ist der smarte Rapper wirklich nicht, er vermittelt den Fans lieber Werte wie Freundschaft und Loyalität und fordert sie auf Freundschaften oder Beziehungen lieber zu pflegen und zu stärken statt wie so oft in der heutigen Gesellschaft, weg- bzw. alles gleich über den Haufen zu werfen. Aber auch auf romantische Stimmung setzen Kontra K und Band. Dabei taucht das Bühnenbild in dunkles Schwarzlicht, überall leuchten Neongraffitis auf und vor der Bühne erstrahlt der Saal im Schein tausender Handylichter.

Der gern mal freizügige, gut trainierte Sportler zeigt sich bei seinen Auftritten regelmäßig im weißen Muskelshirt. Damit kann er sich gut sehen lassen. Ganz zur Freude der weiblichen Fans. Seinen muskulösen, tätowierten Körper hüllt Kontra K heute allerdings (erstmal) in Trainingsanzug und Weste. Dabei soll es aber nicht bleiben, bis zur zweiten Hälfte der Show entledigt er sich Weste und Trainingsjacke, da ist das erhoffte Muskelshirt. Zu guter letzt wird es ihm wohl auch darin zu warm. Das Gekreische der Mädels nähert sich dem heutigen Höhepunkt, als der Rapper dann auch noch oberkörperfrei seine durchtrainierten Bauchmuskeln zum besten gibt.

Knappe 2 Stunden gibt es von Kontra K seine besten Werke. En Konzert, das wirklich hörens- aber vor allem auch sehenswert war. Wer’s verpasst oder einfach nicht genug bekommen hat: Die aktuelle Kontra K-Tour ist noch in vollem Gange und wird sogar im nächsten Jahr noch fortgesetzt. Jetzt heißt es von unserer Seite aber erstmal: Gute Nacht!

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Kontra K auf „Gute Nacht Tour“ 2017/2018

Ende Mai 2016, die deutschen Albumcharts: Kontra K steht auf der Eins. Sein Album „Labyrinth“ zieht von Null an die Spitze, verdrängt Udo Lindenberg auf die zwei, bleibt 19 Wochen lang in den Charts. Was für einen Story! Nummer-Eins-Rapper, Familienvater, Boxer und Coach: Wie viele Stunden hat ein Tag im Leben von Kontra K? „Zu wenig“. Doch diese zu wenigen Stunden hat er hervorragend genutzt und sein sechstes Studioalbum „Gute Nacht“ (VÖ 04/2017) veröffentlicht. Kein Jahr nach seinem Hitalbum „Labyrinth“.

Der Hunger ist noch größer geworden. Die Lust, noch eine Schippe drauf zu legen, steigt. Deswegen präsentiert Kontra K mit seinem neuen Album keinen Aufguss der Erfolgsplatte, sondern etwas völlig Neues: 18 Tracks mit einem neuen Sound. Er bietet deutschem Rap eine neue Perspektive. Kontra K schreibt über sich und über sein Leben, doch seine rasant wachsende Fangemeinde finden sich problemlos in den Texten wieder. Diese Identifikation ist das Geheimnis seines Erfolgs. Andere Rapper arbeiten auf Distanz. Kontra K kommt einem Nahe. Auch Leute, die sonst wenig Hip-Hop hören, erkennen die Kraft und Energie, die in diesen Tracks steckt. Sie fühlen sich in ihren Ängsten und Hoffnungen wahrgenommen. Und Kontra K wird weitermachen, vor allem schon diesen Winter mit der „Gute Nacht Tour 2017/2018“  und im Sommer dann die großen Festivals spielen. Solange der Hunger noch da ist. Und satt ist er noch lange nicht.

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Chiemsee Summer 2017 – Von der Sonne geküsst…

Ein Festival in Deutschlands schönster Bergregion. Der Chiemsee Summer zeigt sich mal wieder von seiner besten Seite: Die Temperaturen sind knapp unter 30 Grad Celsius, das Bier läuft in Strömen und die Ladys tragen so wenige Klamotten wie möglich. Die Vorzeichen stehen also gut für ein tolles Festival, denn auch das Wetter soll sich bis zum Freitag gut halten.

Der Plan für den Mittwoch steht für viele schon im Auto fest. Einen tollen Campingplatz finden, das Auto ausräumen und dann ab an die Tiroler Ache, die sich direkt neben den Campingplätzen befindet. Abgekühlt geht es dann aufs Gelände um die ersten Bands mitzuerleben. Warum auch nicht? Das Programm für den ersten Tag ist wieder mal beeindruckend. Da wären schon zum Auftakt Irie Révoltés, Royal Republik, SDP und Billy Talent auf der Hauptbühne und mit Antiheld und den Drunken Masters geht auch in der Zeltbühne schon ordentlich die Post ab.

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Mittwoch beim CS17

Ein paar Leute haben sich schon aufs Gelände getraut, als Irie Révoltés mit ihrem Auftritt beginnen. Die Beats der Heidelberger treiben die Menge voran. Wie wild wirbeln Mal Élevé und Carlito über die Bühne. Querbeet werden die Genres bedient, Hände fliegen in die Luft, es wird getanzt es wird gehüpft, es wird einfach ausgelassen gefeiert. Nicht schlecht fürs Opening. So kann es doch weiter gehen. Hoffentlich wird in der Umbaupause auch mal ein Wasser statt Bier getrunken, bevor noch jemand dehydriert.

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Schon deutlich voller ist es bei den Schweden von Royal Republic. Es wird ja auch von Stunde zu Stunde kühler. Ganz schön rausgeputzt im Anzug und Jackett stehen die fünf auf der Bühne. Nicht auszudenken, wie sehr die Armen darunter schwitzen müssen, aber wer eine tolle Show spielen will muss auch mal leiden. Von Alternative Rock bis Rock’n’Roll wird sich quer durch die zehnjährige Bandgeschichte gespielt, auch wenn auch hier das aktuelle Album „Weekend Man“ im Vordergrund steht. Trotz sehr cool, dass auch mal ältere Songs während des eineinviertel-stündigen Auftritts performt werden. So viel Zeit muss schon sein.

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Wow, so langsam kann man sich vor der Bühne nicht mehr problemlos bewegen. SDP haben wieder einmal die Massen mobilisiert. Das Altersdurchschnitt im Publikum ist deutlich jünger geworden, als noch bei den Bands zuvor. Die Texte der Berliner Band sind einfach gehalten, gehen ins Ohr und sind leicht zu merken. Hier steht mehr die Party und die Eskalation im Vordergrund, nicht das mit den Songs etwas bewegt wird, bis auf die Körper der Fans. Es geht ordentlich ab! Riesige Ballons werden in die Crowd geworfen, Tshirts werden abgefeuert, CO2-Fontänen und Flammen schießen in die Luft. Zum Ende gibt es sogar ein kleines Feuerwerk! Was geht denn hier ab?!

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Actionreich ist auch der Auftritt von Billy Talent, bei dem trotzdem an Effekten gespart wird. Brauchen sie auch nicht. Über die Jahre hinweg hat sich Billy Talent als feste Größe im Musikgeschäft etabliert und spielen dieses Jahr auf vielen Festivals als Headliner. Punk und Alternative kommt immer noch gut bei der Crowd an. „Devil in a Midnight Mass“ ist der Opener und gibt gleich mal die Richtung für das Konzert vor. Vom Publikum wird dieser gerne zum Pogen angenommen. Im Fokus der Setlist der Kanadier liegen tatsächlich die Chronologie-Alben „Billy Talent“ bis „Billy Talent III“, die zwischen 2003 und 2009 erschienen sind. Klar, auch neuere Songs der Bandgeschichte werden gespielt, aber um die breite Masse zu locken sind diese Alben sicher die beste Wahl. Nicht ohne Grund sind die letzten Songs „Red Flag“ und „Fallen Leaves“. Die kennt aber auch wirklich jeder, selbst wenn er nicht weiß, dass sie von Billy Talent sind.

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Wer jetzt noch fit kann sich bei den Drunken Masters mit Turnup und Trap ordentlich kaputt feiern. Guter Start in ein noch langes Festival.

Hurricane Festival 2017 – So war der Samstag

Der zweite Festivaltag zeigte sich wetterlich etwas unentschlossen. Nachdem der Freitag trocken und mit sommerlichen Temperaturen zu Ende gegangen ist, startet der Samstag mit einer Mischung aus dunklen Wolken und kleineren Regenschauern. Doch die Festivalgemeinde ist guter Stimmung, Gummistiefel und Regenponchos gehören heute einfach mit dazu, und schließlich stehen u. a. mit Linkin Park, Lorde, Blink-182, Editors, Axwell /\ Ingrosso, Halsey ja ein paar echte Highlights auf den vier Festivalbühnen.

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Hurricane Festival 2018 Tickets + Infos:

Hurricane Festival 2018 / Hurricane 2018 / Hurricane 18

NOTHING BUT THIEVES

Seit der Gründung 2012 in Essex haben sich Nothing But Thieves vom Support von Gerard Way oder Awolnation bis heute in die britischen Charts und aufs Line-Up des Hurricane Festivals 2017 geschlichen. Der Alternative Rock der fünf Briten erklingt am frühen nachmittag wuchtig und dass ohne dabei auf zarte Melodien und groovende Rhythmen zu verzichten. Conor Masons großartige Stimme hallt ungebremst über das noch leicht verschlafende Festivalgelände. Nothing But Thieves bringen einige Songs der neuen Scheibe „Broken Machine“ im Gepäck, die allerdings erst am 8. September veröffentlicht wird.

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RED FANG

Bock auf Stoner-Rock? Unter den Feinschmeckern der Gitarren-Musik ist das immer eine gute Wahl. Normalerweise trifft man sich dafür in irgendeinem verrauchten Keller und bekommt – wie beim Dealer um die Ecke – für ein kurze Zeit das Hirn rausgeballert. Die Variante Stoner ist nur wesentlich gesünder. Red Fang aus Portland/Oregon spielen am frühen Nachmittag auf der Red Stage. Die Musik von Red Fang dümpelt irgendetwo zwischen Stoner-Rock und Sludge mit irgendwelchen psychedelischen Akzenten herum. Viele musikalische Elemente klingen, als hätte man sie irgendwoher schon mal aufgeschnappt, Stoner halt. Bei Red Fang steckt aber mehr Tempo und Energie drin. Sobald die verzerrten Gitarren ausarten und die Stimme von Frontmann Aaron Beam bebt, kehrt alles schnell wieder in das Grund-Schema zurück.

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BARONESS

3 Jahre nach ihrem schweren Busunfall mischen die Metal-Götter Baroness mit frischen Songs wieder die Rockgeschichte auf. Ihr neues Album „Purple“ strotzt vor großen Riffs und Refrains, die seit jeher Baroness auszeichnen. Vielschichtig und emotional mit einem Hang zum Hook, die Band ersteht es gekonnt, ihr intelligente harte Musik an den Mann zu bringen. John Baizley und seine Bandkollegen präsentieren ihre besten Momenten aus Postpunk, Psychedelic, Hardcore und Indie. Eine Liveshow mit infernalischer Gitarrengewalt.

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JP COOPER

JP Cooper ist ein ehrgeiziger Musiker, er ist immer bei der Sache und lebt die Musik. Seine Texte sind teilweise sehr intim, aber keinesfalls schnulzige Rockballaden und rein äußerlich wirkt Cooper eher wie ein Reggae-Liebhaber. Er trägt ein ausgestelltes Hemd, eine lockere Hose und einen Hut, die herausragenden Rastalocken sind sein Markenzeichen. Mit seiner wundervollen Stimmunge gibt sich der britische Newcomer ganz seinen Songs aus Pop, Indie Rock, Dance, Alternative Rock und Tropical House hin und lädt die Fans vor der White Stage ein zum mitsingen, tanzen, abschalten und genießen.

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PASSENGER

In den vergangenen Jahren hat man Passenger allein mit seiner Gitarre und einer Loop-Station auf der Bühne gesehen. Nun hat er tatsächlich eine Band als Unterstützung dabei und sein aktuelles Album „Young as the Morning Old as the Sea“ bietet neues Material. Schon nach wenigen Minuten ist klar: Passenger mit Band funktioniert genauso gut wie Passenger allein mit seiner Gitarre. Der Sound ist ein wenig fulminanter, die Songs können schneller zünden denn schließlich muss keine Spur mehr live eingespielt werden. Das Zusammenspiel stimmt und das Rampenlicht gehört trotz allem nur Einem. Und der lässt es sich nicht nehmen, auch ausführlich zu erzählen. Kleine Geschichten gehören ebenso zu seinem Auftritt wie die Bekundung seiner Dankbarkeit für seine Fans.

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