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Highfield Festival 2016 –Tag 1: Das ging ab am Freitag

35.000 Menschen pilgerten am dritten August-Wochenende nach Sachsen zum idyllischen Störmthaler See bei Leipzig. Das Gelände, alles Ackerflächen, nahe der S 242 bei Großpösna wurde wie jedes Jahr zu riesigen Camping- und Parkflächen umfunktioniert. Wettertechnisch stand das Highfield Festival unter einem guten Stern, denn im Gegensatz zu einigen seiner Festival-Kollegen die abgesoffen sind oder gar abgesagt werden mussten, erfreute man sich hier über strahlenden Sonnenschein – (fast) drei Tage lang. Lediglich rund um das viel erwartete Headliner-Konzert von Rammstein am Samstag, regnete es. Man sollte meinen, bei so einer Wetterlage gibt es nix zu meckern, leider machte sich aber die Trockenheit in Form eines großen Staubproblems bemerkbar (#staubfield). Autos und Zelte wurden darunter begraben und die Besucher (wer konnte) behalfen sich mit Schutzmasken. Dafür lockte die Hitze täglich viele Besucher zum Highfield Beach, aber ohne lange schlange stehen ging leider nichts. Man musste Geduld mitbringen. Musikalisch präsentierte das Highfield Festival 2016 eine bunt gemischte Bandauswahl, die von Metal (Heaven Shall Burn) über Rock (Eagles of Death Metal) bis hin zu Electro (Scooter) oder Rap (Deichkind) reichte. Publikumsmagnet Rammstein wurde am Samstag als absolutes Highlight gehandelt und zog auch viele Rammstein-Fans aus dem Ausland an.

SUM 41

Es ist erstaunlich, mit was für einer Kreativität und Energie Sum 41 auch nach fast 20 Jahren Bandgeschichte ans Werk gehen und ihre energiegeladenen Punkrock-Hymnen auf die Massen abfeuern. Am frühen Nachmittag ist das kanadische Quintettmit ihrem hochexplosiven Gemisch aus rasend schnellen Riffs und Mitsingmelodien auf der Green Stage ein gern gesehener Gast. Vor der Bühne ist es voll  und egal ob Rock-, Punk- oder auch Metal-Fans, Sum 41 bringen die Zuschauer schnell auf Hochtouren. „All Killer No Filler“ war damals der Titel ihres furiosen Debüts und gibt eindeutig auch heute noch die Marschrichtung für ihre energiegeladene Live-Show an.

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SKUNK ANANSIE

Am Freitag Abend tritt in der Abenddämmerung auch mal eine energiegeladene Frau aufs Parkett. Es ist einer der seltenen Auftritte von Skunk Anansie mit Deborah Anne Dyer aka. Skin an der Spitze. Die charismatische bisexuelle Frontfrau hat ein explosives Temperament und steht absolut im Mittelpunkt. Textlich und musikalisch fährt das britische Quintett gern starke Geschütze auf – Politik, Rassen- oder Geschlechter-Diskriminierung sind Bestandteile ihrer Songs sowie der außergewöhnliche Rock-Stil, der durch Skins harte Stimme bestens zur Geltung kommt. Die Nähe zu den Fans steht für die flippige Skin neben witzigen Grimassen, quietschigen Outfits und zappelig-wildem Tanz an erster Stelle. Sie rückt mehrfach vorn an den Bühnenrand und springt ins Field um sich von den vielen Händen durch die Menge tragen zu lassen.

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OLLI SCHULZ

Großer Andrang vor der Blue Stage bei Olli Schulz, obwohl parallel Skunk Anansie über die Hauptbühne rocken. Der Entertainer ist beliebt und bekannt aus dem Fernsehen (Circus Halli Galli) und aus seiner Radio-Show mit Jan Böhmermann. Zwischen poppiger, handgemachter Musik baut Olli immer wieder unterhaltsame Geschichten ins Set ein. Er ist ein wahrer Entertainer und macht sich selbst und seine Backing Band auch gerne mal zum Opfer seiner Witze. Musikalisch wird gespielt, was Olli selbst gut gefällt und dabei schreckt er auch nicht zurück, Ikonen wie U2 charmant zu covern. Oben drauf fliegt Konfetti durch die Menge und die Stimmung ist einfach ausgelassen.

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HEAVEN SHALL BURN

Die wichtigsten deutschen Metalcore-Vertreter rund um Frontmann Marcus Bischoff stammen aus Saalfeld und spielen hier sozusagen ein Heimspiel. Bekannt ist die fünfköpfige Band aber vor allem für ihre unglaublich Live-Energie. Das Bühnenbild droht an, man befinde sich mitten im Kriegsgebiet. Die schnellen Gitarrenriffs, Bischoffs harte, tiefe Shouts und dazu ballernde Pyros rollen regelrecht über einen hinweg. Im Infield bildet sich ein riesiger Mosh Pit und die trockene Erde auf dem Festivalgelände wirbelt zu einer großen Staubwolke auf. (#staubfield16) Sänger Bischoff steht binnen kurzer Zeit im Schweiß, einerseits knallt die Abendsonne herunter und dazu lässt er (auch mit Kurzhaarschnitt) mit den Kollegen – metaltypisch – die Haare fliegen. Heaven Shall Burn haben für den 16.9.2016 ihr neues Album „Wanderer“ samt Clubtour angekündigt.

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WANDA

Die Wiener Gruppe Wanda tauchte wie aus dem Nichts auf, schafft es innerhalb von zwölf Monaten mit ‚Amore’ ein eigenes Schlagwort ins Wörterbuch der deutschen Popkultur zu schreiben und das gleichnamige Album auf Platinlevel hochzuspielen. Nur knapp ein Jahr nach dem Debüt legt die Wiener Vorstadtband schon ihr zweites Album vor. ‚Bussi’ führt fort, was auf Amore begonnen wurde. Nicht zuletzt, weil das Songwriting nicht in den Wirren von Tourbus, Kater und Soundcheck zusammengestückelt wurde, sondern schon vor dem großen Inferno entstand. Wanda haben inzwischen mehr als hundert Konzerte gespielt und sorgen auch beim Highfield Festival für ganz viel Amore.

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LIMP BIZKIT

Kurz vor der Jahrtausendwende entwickelten sich Limp Bizkit zu einer der weltweit erfolgreichsten Nu-Metal-Bands. Nachdem es eine lange Zeit ruhig um den amerikanischen Fünfer war, treten sie in diesem Jahr wieder öfter als Festival-Headliner auf den Plan. Fred Durst ist nach wie vor eine Rampensau und augenscheinlich agiler als vielleicht sogar zwei Dekaden zuvor. Im lässigen Kapuzen-Outfit fegt er kreuz und quer über die Bühne. Gitarrist Wes Borland präsentiert sich wie schon in früheren Jahren im extravaganten Look, ganz in weiß und mit Totenmaske als Make Up. Musikalisch lassen es Limp Bizkit krachen und geben dem Nu-Metal seine Kraft in vollem Glanz zurück. Streckenweise wirkt die Show allerdings improvisiert und die Masse an Einspielern und Coversongs wie „Killing in the Name“ von Rage Against the Machine oder „Smells Like Teen Spirit“ von Nirvana verleiten zu dem Gedanken, dass mehr Cover als eigene Songs gespielt werden.

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SCOOTER

Nach Limp Bizkit steht schnell gefühlt alle Festivalbesucher  wegen Scooter dicht gedrängelt vor der Blue Stage. Los geht es direkt mit knallender Pyrotechnik. Open Air gibt es da ja  keinerlei Grenzen für Scooter. Gerade erst erschien von Scooter das neue Album „ACE“. Darauf wagt die Band im 23. Jahr ihres Bestehens noch einmal alles. Der Abschied von Gründungsmitglied Rick J. Jordan hatte damals eine große Lücke im Bandgefüge hinterlassen und H.P. Baxxter sah sich als „Maximo Leader“  und einziges verbliebenes Mitglied der Ur-Besetzung mit einem Mal mit noch größerer musikalischer Autorität ausgestattet als zuvor. 23 Top Ten-Hits, 30 Millionen verkaufte Tonträger und über 90 Gold- und Platin-Awards weltweit. H.P. fand mit Phil Speiser als dritten im Bunde und an den Synthesizern einen neuen Mitstreiter, der sich so stark in der Gegenwart der Produktionstechnik bewegte, dass jedes Arbeiten an einem neuen Track zu einem Sparring wie beim Boxen wurde. Innerhalb der Band entstand eine neue Dynamik und musikalische Dreiecksbeziehung, in der sich der Wunsch nach Neuerungen gegenüber der Forderung vieler Fans, es möge alles beim Alten bleiben, durchsetzen konnte. All die alten Klassiker wie Hyper, Hyper oder Maria“ werden auf dem gesamten Field mitgesummt und gebrüllt. Dazu wummert der Bass im Bauch und die flotten Beats verleiten zum Tanzen. Scooter veranlassen eine riesige Techno-Party auf der Highfield-Bühne, bei der wirklich jeder an diesem Abend mitfeiert.

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Hier geht es zum Bericht: Highfield Festival 2016 – Tag 2 und
Highfield Festival 2016 – Tag 3

Deichbrand Festival 2016 – Tag 3: Das ging ab am Sonntag

Den Startschuss am letzten Festivaltag feuert die Elektro-Pop-Band Grossstadtgeflüster gegen 11 Uhr Vormittag auf der Water Stage ab. Das Trio Keyboarder Raphael Schalz, Sängerin Jen Bender und Schlagzeuger Chriz Falk aus Berlin sind mittlerweile nicht mehr nur ein kleiner Geheimtipp sondern der aktuelle heiße Scheiss. Russkaja, die Band aus Wien mit ihrem traditionellen Musikmix aus russischem Polka-Ska-Rock legt nach. Wer sich das siebenköpfige Kollektiv live anschaut, wird direkt mit in einen Rausch gezogen aus trashigen, funkigen und abgedrehten Melodien. Wobei das Ganze eher wie eine Prügelei anmutet, wenn die Blechbläser richtig loshämmern. Wer sich die Füße bei Russkaja erstmal wund getanzt hat, kann sich nun bei der Antilopen Gang körperlich etwas mehr entspannen, denn es reicht fast, den Arm zur typischen Auf und Ab-Bewegung zu heben. Die Düsseldorfer Hip-Hop-Formation – bestehend aus den drei Rappern Koljah, Panik Panzer und Danger Dan – steht für verrückte, ironische Musik die direkt ins Ohr geht. Wenig später tritt die Dark-Rockband Mono Inc. aus Hamburg auf den Plan. Frontmann Martin Engler führt durchs melancholisch-krachende Programm.

Hier geht es zum Bericht „Deichbrand Festival 2016 – Aufwärm-Runde am Donnerstag
Hier geht es zum Bericht „Deichbrand Festival 2016 – Tag 1: Das ging ab am Freitag
Hier geht es zum Bericht „Deichbrand Festival 2016 – Tag 2: Das ging ab am Samstag

IRIE RÉVOLTÉS

Die Ansage „Diese Band braucht keine Ansage, diese Band IST eine Ansage“ ist Programm. Eine echte Explosion. Fette Beats und schwungvolle Action gibt es von der Reggae/Dancehall-Kombo. Die beiden Charlemoine-Brüder Mal Élevé und Carlito sind die Frtonmänner der ingesamt neun-köpfigen Band aus Heidelberg. Musikalisch haben sie ihren ganz eigenen Stil definiert zwischen Reggae, Hip-Hop und Dancehall – aber auch textlich sind sie mehr als außergewöhnlich mit ihrem deutsch-englisch-französisch Mix. Die Band hat in den vergangenen 16 Jahren fünf  Studioalben veröffentlicht, im letztem Jahr das gleichnamige aktuelle Werk „Irie Révoltés“. Eine Band, die sich treu geblieben ist. Die Iries tun, was sie für richtig halten, verbiegen sich nicht und genau das sagen sie auch. Als politische Band engagieren sie sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Konsumwahn. Regelmäßig spielen die Irie Révoltés Benefizkonzerte und unterstützen, wie auch hier beim Deichbrand Festival, die Trinkwasser Organisation „Viva Con Agua“. Schlauchboot in die Menge und dann heißt es Pfandbecher sammeln. Nebenher gibt es aber natürlich auch Musik auf die Ohren. Mit „Soleil“ wird gebührend das perfekte Festivalwetter gehuldigt und Statements werden gesetzt u. a. mit „Antifaschist“, „Travailler“ oder „Zeit ist Geld“. Dabei zeigen die beiden Brüder akrobatische Sprung-Action, die Handtücher wedeln über den Köpfen – also eine riesen Party und vor allem ein erstklassiger Abriss.

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BLUMENTOPF

1992 bis 2016 R.I.P. – das Motto des Blumentopf-Auftritts beim Deichbrand Festival hängt als Banner im Hintergrund. Im vergangenen Jahr gaben Blumentopf bekannt, dass sich die Band nach 23 gemeinsamen Jahren auflösen wird. Schade, finden wir. Ihr Auftritt beim Deichbrand Festival bleibt nun als einer der letzten ihrer Art zwar noch mehr im Gedächtnis, aber überdrüssig sind die Fans ihrer längst nicht. Eine schwere Entscheidung wohl für die fünf Bandmitglieder, die 1997 ihren ersten Erfolg mit dem Album „Kein Zufall“ feierten. Die vier Rapper Cajus, Bernhard, Florian und Roger sowie DJ Sebastian genießen den Festival-Auftritt in Cuxhaven sichtlich, denn schließlich ist die Setlist gespickt mit allen ihren Hits. Mit viel Coolness und Leichtigkeit ziehen Blumentopf ihren Auftritt durch, sie sind Storyteller durch und durch. Mit viel Humor und Ironie sind ihre Texte gespickt, es geht um alltägliche Situationen und Beziehungen, aber auch politisch bezieht Blumentopf Stellung. Ihre Abschiedstour ist bereits restlos ausverkauft. Am 22. Oktober 2016 findet in München das Abschiedskonzert statt.

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HEAVEN SHALL BURN

Aus Saalfeld stammen die wichtigsten deutschen Metalcore-Vertreter rund um Frontmann Marcus Bischoff. Heaven Shall Burn sind bestrebt, ihre Hörer zu animieren, sich über vergangene und auch aktuelle Missstände zu informieren und so einen leichteren Zugang zu einem bewussten, positiveren Leben zu finden. Bekannt ist die fünfköpfige Band aber vor allem auch für ihre unglaublich Live-Energie. Schon das Bühnenbild droht an, man befinde sich mitten in einem Kriegsgebiet. Die schnellen Gitarrenriffs, Bischoffs unerwartet harte, tiefe Shouts sowie die ballernden Pyros rollen regelrecht über die „Tschechenigel-Requisiten. Im Infield bildet sich ein riesiger Mosh Pit und die trockene Erde auf dem Festivalgelände wirbelt zu einer großen Staubwolke vor der Bühne auf. Auch Sänger Bischoff steht binnen kurzer Zeit im Schweiß, einerseits knallt die Nachmittagssonne herunter und dazu lässt er (allerdings als einziger auf der Bühne mit Kurzhaarschnitt) mit seinen Kollegen – metaltypisch – die Haare fliegen. Übrigens: Auf Facebook haben Heaven Shall Burn so eben ihr neues Album „Wanderer“ angekündigt, das am 16. September 2016 auf den Markt kommt. Nach „Veto“ (2013) ist es ihr neuntes Studioalbum und sicher ein weiteres Statement, das sich nur schwer überhören lässt. Ein Clubtour hat das Quintett direkt mit angemeldet, einen Tag nach der Album-Veröffentlichung geht es los.

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FÜNF STERNE DELUXE

Die Hamburger Hip-Hop-Kombo besteht aus den beiden Rappern „Das Bo” und „Tobi Tobsen” (auch aktiv mit seinem DJ-Duo Moonbootica) sowie dem Designer „Marcnesium” (agiert im Hintergrund) und „DJ Coolman”. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Album „Sillium” feierten die Genre-Veteranen 1998 erste Erfolge. Heute, 10 Jahre später, steht ein neues Album in den Startlöchern, dass noch in diesem Jahr erscheinen soll. Daher rappen sich die beiden Frontmänner (etwas gealtert) durch ihre Klassiker, allesamt unterhaltsame Songs die man kennt. Ob „Die Leude” oder „Deine Mudder”, im Publikum zeigen sich zufriedene Minien. Auf der Bühne geht es eher etwas spartanisch zu, zwar bieten Bo und Tobi ein witziges Schauspiel, ansonsten ist aber lediglich im Hintergrund eine große Theke aufgebaut an der DJ Coolman die Turntables bewegt. Immerhin ist die Theke bestens ausgestattet mit allerhand alkoholischen Getränken. Kleines Schmankerl: Sogar eine „Jägermeister Tap Machine” steht bereit, aus der die Band dann gekühlte Shots an die Zuschauer verteilt. Auch ein paar Cocktails kann man abstauben. Mit dem Ohrwurm „Wir brauchen Bass” hauen Fünf Sterne Deluxe dann nochmal ein Highlight raus, den Mega-Hit von Das Bo bei dem wirklich jeder mit gröhlen kann und auch jede Hüfte mitschwingt.

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SPORTFREUNDE STILLER

New York, Rio, Cuxhaven…? Auch wenn der Song anders geht, die beliebteste Indie-Rock-Band Deutschlands kommt gerne wieder (das letzte Mal vor 2 Jahren) zum Deichbrand Festival. Das Trio Peter, Flo und Rüde aus München ist schon seit 20 Jahren in der Musikwelt aktiv. Ihre Fans sind mit ihnen sozusagen gewachsen, jeder kennt ihre Songs und entsprechend voll ist das Infield vor der Fire Stage. Ihre Melodien sind eingängig und die deutschen Texte umschreiben Gefühle und Situationen, mit denen sich einfach jeder identifizieren kann. An diesem Abend gibt es einfach jeden Hit, den man aus den Radios des Landes und den Charts kennt. „Ich, Roque”, bei dem Drummer Flo auch mal das Mikro übernimmt; Unplugged-Ohrwurm „Ein Kompliment”; die Fußball-Hymne „54, 74, 90, 2006”, „7 Tage 7 Nächte” und viele weitere. In der Abendsonne singt Peter meistens aber gar nicht alleine, das gesamte Deichbrand Festivalgelände singt mit ihm. Zwischendrin verirrt sich dann aber doch auch mal was Neues. Auf jeden Fall macht es schon mal Lust auf ihr neues Album „Sturm & Stille”, das im Oktober erscheint. 12 neue Songs „Gegen Zaudern, Zweifeln und Zögern. Gegen Pessimismus, Mutlosigkeit, Engstirnigkeit, Traurigkeit und Lieblosigkeit“, wie die Band in der Ankündigung des Albums selbst mitteilen lässt. Und eine Tour zum Album ist auch schon in Planung. „Applaus, Applaus” für die Sportis …

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K.I.Z

Die deutsche Hip-Hop-Formation K.I.Z aus Berlin steht bei Universal unter Vertrag. Ihre eingängigen Texte sind gespickt mit viel schwarzem Humor und Sarkasmus über das deutsche Vaterland. Maxim, Nico, Tarek und DJ Craft haben Deutschland mit ihrem „Charme“ regelrecht angesteckt und zeigen, dass man auf einem Deutschrap – Konzert auch mal richtig pogen kann. Weiter geht es provkoant und in bekannter K.I.Z. Manier wird alles abgewertet, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Baum hin oder her, eigentlich machen die Berliner vor nichts Halt. Damit scheinen sie den Zahn der Zeit getroffen zu haben. Fast blind wirkend, folgen ihre vermehrt sehr jungen Fans und gröhlen mit, was das Zeug hält. Da scheint es auch nicht schlimm, dass K.I.Z. sich immer wieder über ihre Zuhörerschaft lustig machen. Die Vierer-Formation hat dank dem neuen und erfolgreichem Album „Hurra, die Welt geht unter“ und ihrer großen Festival-Sommer-Tour 2015 ihre Fangemeinde mindestens verdoppelt. Orangefarbende Fahnen mit dem K.I.Z-Logo wabern über die Menge. DJ-Craft hat seine Turntables hinter zwei Panzer-Attrappen eingebaut.Die drei Rapper Maxim, Tarek und Nico marschieren im Vordergrund im Militär-Look auf. Es gibt Hits der letzten Alben, wie das melodische „Urlaub fürs Gehirn“ oder die Klassiker „Ein Affe und ein Pferd“ und „Hurensohn“. In der Menge ist richtig Tumult, die Fans springen und pogen, gröhlen und feiern. Wer nach diesem Abriss mit trockenem T-Shirt oder ohne blaue Flecken seinen Heimweg antritt, der kann sich nur auf dem (Dixi-)Klo versteckt haben.

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Rock am Ring 2016: Diese Bands rocken Mendig – Teil 2

Mit den genialen Headlinern Red Hot Chili Peppers, Black Sabbath, Volbeat und Tenacious D stehen Rock am Ring und Rock im Park vom 3. – 5. Juni 2016 wieder im Fokus des diesjährigen Festivalsommers. Nur noch knappe 4.500 Tickets gibt es zu ergattern! Hauptattraktion der beiden populärsten Open Air Events ist und bleibt das vielschichtige Gesamtprogramm, zu dem mit Billy Talent, Fettes Brot, Major Lazer, Korn, Deftones, Biffy Clyro, Bring Me The Horizon, The 1975, Disturbed und Alligatoah und viele weitere Top Acts gehören. Wir stellen euch in drei Teilen einige der coolen Bands mal etwas genauer vor. Viel Spaß und wir sehen uns „am Ring“.

Download:
Rock Am Ring Spielplan 2016 – Freitag
Rock Am Ring Spielplan 2016 – Samstag
Rock Am Ring Spielplan 2016 – Sonntag

Hier geht’s lang zu Rock am Ring 2016: Diese Bands rocken Mendig – Teil 1
Hier geht’s lang zu Rock am Ring 2016: Diese Bands rocken Mendig – Teil 3

Mehr Informationen unter: www.rock-am-ring.com oder auf Facebook und Twitter
Social Media Hashtag: #RAR2016

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DEFTONES

Biografie: Nach dem globalen Siegeszug der Deftones mit ihrem 2012 veröffentlichten siebten Album „Koi No Yokan“sowie dem aufregenden Ausflug ihres Frontmanns Chino Moreno mit seinem Seitenprojekt Crosses stand 2015 ganz im Schaffen eines neuen Albums. 16 neue Songs sind im Kasten und im April 2016 erscheint das langerwartete Album desQuintetts unter dem Namen „Gore“.
Mehr Informationen unter: www.deftones.com oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Alternative-Rock, Indie, Rock
Album: „Gore“ von Deftones erscheint am 8. April 2016 bei Amazon
Tourdaten: Deftones Live 2016
Foto: Veranstalter/MLK

Deftones

DISTURBED

Biografie: Gründung, Mega-Erfolge, Auszeit und erneuter Zusammenschluss. So wandelten die Multiplatin-Rock-Titanen Disturbed durch ihre Musikgeschichte. Dennoch sind sie sich seit der Gründung stets treu geblieben. Ihr vierfach Platin-veredeltes Debüt „The Sickness“ (2000) markierte offiziell ihre Ankunft als führende Hard-Rock-Band. Im Laufe ihrer Karriere haben sie eine Grammy-Award-Nominierung für „Inside The Fire“ (2009) erhalten und neun Nr-.1-Singles im Active Rock Radio gelandet, zugleich verkauften sie weltweit mehr als 12 Millionen Alben. Ihr frisches Werk „Immortalized“ erschien im vergangenen Jahr und trägt das Disturbed-Erbe weiter.
Mehr Informationen unter: www.disturbed1.com oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Alternative-Rock, Indie, Rock
Album: „Immortalized“ von Disturbed gibt’s bei Amazon
TourdatenDisturbed Live 2016
Foto: Veranstalter/MLK

Disturbed

FETTES BROT

Biografie: Die deutsche Hip-Hop-Combo stammt aus der Elb-Metropole Hamburg. Bereits seit 1992 haut das Trio gesellschaftskritische Partymukke heraus und wurde mit Hits wie „Nordisch by Nature“, „Jein“ und „Schwule Mädchen“ berühmt. Un wer steckt dahinter? Drei unter-bespaßte Außerirdische, die seit Jahren unerkannt in den Körpern gewöhnlicher Hamburger Vorstädter leben: Björn Beton, Doc Renz und König Boris. Mit „Teenager vom Mars“ und darauf 13 neuen Songs kam Mitte 2015 ihr mittlerweile achtes Studioalbum in die Plattenläden.
Mehr Informationen unter: www.fettesbrot.de oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Rap, Hip-Hop
Album: „Teenager vom Mars“ von Fettes Brot gibt’s bei Amazon
Tourdaten: Fettes Brot Live 2016
Foto: stagr / Julia Langmaack

Fettes Brot

HEAVEN SHALL BURN

Biografie: Aus Saalfeld in Deutschland stammen die Metalcore-Verteter rund um Frontmann Marcus Bischoff. Heaven Shall Burn waren immer bestrebt, ihre Fans und Hörer dazu zu animieren, sich sowohl über vergangene als auch aktuelle Missstände zu informieren und so hoffentlich einen einfacheren Zugang zu einem bewussteren und vor allem positiveren Leben zu finden. Mit ihrem aktuellen Album „Veto“ liefern sie ein weiteres Statement, das sich nur schwerlich überhören lässt.
Mehr Informationen unter: www.heavenshallburn.com oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Hardrock, Metalcore
Album: „Veto“ von Heaven Shall Burn gibt’s bei Amazon
Tourdaten: Heaven Shall Burn Live 2016
Foto: stagr / Julia Langmaack

Heaven Shall Burn

KILLSWITCH ENGAGE

Biografie: Ursprünglich aus den mächtigsten Komponenten melodischen, harten und eingängigen europäischen Death Metals und der fast schon spirituellen Essenz des schmutzigsten, zwingendsten amerikanischen Hardcores gebaut, haben Killswitch (wie sie von Fans oft abgekürzt werden) einen Generationenwechsel definiert. Die Metalcore-Band aus Massachusetts/USA hat bis heute sechs Studioalben veröffentlicht und die fans warten bereits gespannt auf den Release des neuen Werks „Incarnate“, das im März erscheint.
Mehr Informationen unter: www.killswitchengage.com oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Heavy Metal, Metalcore, Hardrock
Album: „Incarnate“ von Killswitch Engage erscheint am 11. März 2016 bei Amazon
Tourdaten: Killswitch Engage Live 2016
Foto: Veranstalter/MLK

Killswitch Engange

KORN

Biografie: Die Mitbegründer des Nu Metal stammen aus Kalifornien/USA. Diee Bandmitglieder von Korn haben ein inniges Band geknüpft als Jonathan Davis, James „Munky“ Shaffer, Reginald „Fieldy“ Arvizu und Brian „Head“ Welch 1993 beschlossen, zusammen Musik zu machen. Sie vergossen Blut, Schweiß und Tränen im Studio und auf der Bühne und etablierten einen einzigartigen Sound, der die Rockwelt nachhaltig beeinflusste. Grammy-Awards, ausverkaufte Live-Shows, aber auch Probleme mit Drogen gehören zur Korn-Bandgeschichte. Dennoch kämpfen sie weiterhin gemeinsam für den Erfolg, mit einem Ergebnis von ingesamt sechs erfolgreichen Studioalben. Respekt.
Mehr Informationen unter: korn.com oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Rock, Metal, Hardrock
Album: „Paradigm Shift“ von Korn gibt’s bei Amazon
Tourdaten: Korn Live 2016
Foto: stagr / Julia Langmaack

Korn

LEXY & K-PAUL

Biografie: Die Geschichte von Alexander Gerlach und Kai Paul ist eine vergnügliche Reise durch die Clubkultur, und ganz besonders durch die Clubkultur Berlins. Hier kreuzen sich die Wege vieler Feiernder, hier werden Allianzen geschlossen, hier darf noch experimentiert werden. Die Live-Qualitäten der beiden Hauptstadt-Dandys sind mittlerweile überall bekannt. Die Spur der Verzückung, die sie hinterlassen haben reicht von Mayday bis nach Miami. Vom Club bis zum Rockfestival.
Mehr Informationen unter: www.lexykpaul.eu oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Electronic, Dance
Album: „Gassenhauer“ von Lexy & K-Paul gibt’s bei Amazon
Tourdaten: Lexy & K-Paul Live 2016
Foto: Veranstalter/MLK

Lexy K-Paul

MAJOR LAZER

Biografie: Die Kunstfigur „Major Lazer“ wurde 2008 von Wesley Pentz, auch bekannt als Diplo, gemeinsam mit Dave Taylor alias Switch gegründet. Nach dem Ausstieg Taylors traten die DJs und Produzent Jillionaire und Walshy Fire dem Projekt bei. Große Erfolge feierten sie insbesondere mit den Liedern „Watch Out for This (Bumaye)“ und „Lean On“.
Mehr Informationen unter: majorlazer.tumblr.com oder auf Facebook und Twitter
Musikstil: Electronic, Pop
Album: „Peace is the Mission“ von Major Lazer gibt’s bei Amazon
Tourdaten: Major Lazer Live 2016
Foto: Veranstalter/MLK

Major Lazer