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Inhalt

Rock am Ring 2016: Das ging ab am Samstag

Der erste Festivaltag steckt Rock am Ring-Besuchern und Veranstaltern noch gleichermaßen in den Knochen. Das heftige Unwetter überrollte den kompletten Spielbetrieb auf dem Flugplatz in Mendig. Dabei sorgten starke Regengüsse für überschwemmte Flächen und Blitzeinschläge hinterließen sogar 82 verletzte Personen. Die positive Tagesmeldung am Samstag morgen verlautetet zum Glück, dass die Verwundeten mehrheitlich auf dem Weg der Besserung sein. Von der Wetterseite aus ist für den zweiten Festivaltag aber leider keine Besserung zu erwarten. Schon früh heißt es aus den Lautsprechern, der Festivalbetrieb werde vorübergehend ausgesetzt. Mit stündlichen Online-Infos versucht man die Festivalgäste über den Tag lang zu versorgen.

Erst um 20:30 Uhr öffnen sich an diesem Samstag die Tore zum Festivalgelände, eine Stunde später ist die Wiederaufnahme des Spielbetriebs geplant. Zuerst betritt aber Marek Lieberberg die Seat Volcano Stage mit einem großen Dank an die Rock am Ring-Fans für ihre Geduld und bittet sie um Verständnis für die schwierige Situation. Er teilt mit, dass für den Sonntag zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Spielgenehmigung seitens der Behörden vorliege. Noch heißt es also weiter hoffen.

DEFTONES

Die Rock am Ring-Fans lassen sich vom Unwetter-Schreck aber letztendlich nur wenig beeindrucken und schon gar nicht vom Feiern abhalten. Der Bereich vor der Bühne ist binnen kurzer Zeit wieder gefüllt. Die einstigen Nu Metal-Mitbegründer aus Sacramento/USA sind die erste Band, die am Samstag die Volcano Stage für sich beansprucht, wenn auch mit verkürztem Programm. Die fünf Kalifornier lassen es von der ersten Sekunde an krachen. Frontmann Chino Moreno überzeugt mit seinem außergewöhnlichen Klangvolumen und zeigt sich den Deftones-Fans hautnah und springt in die ersten Reihen. Gitarrist Stephen Carpenter haut in seine gewaltige 8-Saiter-Gitarre und Bassist Sergio Vega bewegt sich ekstatisch über die Bühne. Am Ende widmet das Quintett auch noch einen Song der gerade verstorbenen Box-Legende Muhamed Ali.
Rock am Ring-Bühne: Seat Volcano Stage
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Aktuelles Album: „Gore“

Bildergalerie: So waren die DEFTONES live

KILLSWITCH ENGAGE

Parallel zur Hauptbühne startet auch auch das Programm auf der Becks Crater Stage um 23 Uhr. Die Metal-Core-Band Killswitch Engage aus Massachusetts/USA spielt sich binnen kurzer Zeit in jedes Metalherz. Sieben veröffentlichte Studio-Alben haben Killswitch Engage ja auch schon auf dem Buckel. Und vom aktuellen Werk „Incarnate“ gibt es natürlich auch einige Tracks zu hören. Frontmann Jesse Leach überzeugt mit kraftvollem Stimmvolumen – zum Glück ist er seit seinem Ausstieg 2002 nun wieder in der Band aktiv. Musikalisch ist bei KSE viel miteinander verwoben: Grunge-Feeling, Düster-Rock, schnelle Geschwindigkeiten aber auch schöne Melodien und einprägsame Refrains – das gefällt auch den Rock am Ring-Fans.
Rock am Ring-Bühne: Becks Crater Stage
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Aktuelles Album: „Incarnate“

Bildergalerie: So war KILLSWITCH ENGAGE live

RED HOT CHILI PEPPERS

Ohne großes Vorspiel entern die Red Hot Chili Peppers die Volcano Stage. Ekstatisch auf dem Boden kniend, beginnen Sänger Anthony Kiedis, Bassist Michael „Flea“ Balzary und Gitarrist Josh Klinghoffer vor dem Podest von Drummer Chad Smith „zu jamen“. Der Übergang in den ersten Hit „Can’t Stop“ ist nahtlos und die Fans flippen völlig aus vor Begeisterung. Weitere Hits folgen mit „Dani California“ und  „Snow (Hey Oh)“, aber das war es längst noch nicht, alle großen Hits landen heute auf den Tisch und so wird jeder RHCP-Fan an diesem Abend beglückt. Die kalifornische Alternative-Rock-Band zeigt sich actiongeladen: Flea zieht Grimassen und stapft in seiner quietschigen Schlaghose über die Bühne während Kiedis sich um seinen Mirkrophonständer schwingt. Das Bühnenbild der Chili Peppers besteht aus einer pompösen Licht- und Videoshow, die einen in die bunte Hippiezeit versetzt. Untermalt vom Gesang des Zuschauerchors spielen RHCP dann auch „Otherside“, ein echter Klassiker der Peppers. Den (gleichnamigen) Titeltrack vom nagelneuen, elften Album „The Getaway“ präsentieren die vier Musiker heute auch erstmals live. Großartig! Das musikalische Finale geben die Red Hot Chili Peppers dann mit ihrem Hit „Give It Away“. Leider ist das eigentlich zweistündig-geplante Set von RHCP nun nur mit knapp 90 Minuten ausgekommen, aber zum Glück sind sie überhaupt aufgetreten. Das neue Studioalbum „The Getaway“ ist übrigens seit heute auf dem Markt! Hier könnt ihr es bei Amazon bestellen: „The Getaway“
Rock am Ring-Bühne: Seat Volcano Stage
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Aktuelles Album: „The Getaway“

Bildergalerie: So waren die RED HOT CHILI PEPPERS live

BULLET FOR MY VALENTINE

Für der Crater Stage stehen als nächste Band Bullet For My Valentine auf dem Plan. Die vier BFMV-Musiker rund um Sänger Matthew Tuck stammen aus dem schönen Wales. Wer nun Songs der härten Gangart erwartet hat, bekommt stattdessen einen Musikmix, der perfekt ins Ohr geht. Tiefe Gitarrenriffs und flinke Doublebass, natürlich so wie es im Metal-Core üblich ist, aber dazu der klare Gesang von Frontmann Tuck. Vor allem die Mädels am Ring fliegen auf den coolen Mittdreißiger. Ein neues Album („Venom“) haben BFMV auch dabei. Und weil man von Bullet For My Valentine einfach nicht genug kriegen kann, geben die Vier auch gleich noch ihre kommenden sechs Deutschland-Shows für November bekannt. Unterstützt werden sie auf der Tour von Killswitch Engage und Cane Hill als Support-Acts.
Rock am Ring-Bühne: Becks Crater Stage
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Aktuelles Album: „Venom“

Bildergalerie: So war BULLET FOR MY VALENTINE live

BILLY TALENT

Die kanadische Rockband hat sicher nicht damit gerechnet, dass sie den zweiten Festivaltag auf der Volcano Stage mit einer ebenso langen Spielzeit wie die des eigentlichen Headliners Red Hot Chili Peppers abschließen würden. Der chaotische Tagesverlauf durch die Wettersituation hatte dem Quartett Billy Talent so diese Ehre ermöglicht. Ihr Punk-Alternativ-Rock-Mix ist energiegeladen und zeigt die besten Facetten ihrer ingesamt vier veröffentlichten Studio-Alben, auch einiger inklusive Gänsehaut-Momente. Apropos Facetten, ihr nagelneuen Album „Afraid of Heights“ haben sie natürlich im Gepäck und im Sinne der Einheitlichkeit Bühnenbild findet sich das Cover auch gleich im Bühnenbild wieder. Sänger und Frontmann Benjamin Kowalewicz fordert die Zuschauer zwischendurch immer wieder auf, aufeinander acht zugeben und sich gegenseitig zu helfen. Und ihren Song „Surrender“ widmen Billy Talent den verletzten Festivalgängern. Zum Abschied schenken Billy Talent den Fans dann auch noch eine Dreifach-Zugabe mit Songs „Try Honesty“,„Fallen Leaves“ und „Viking Death March“. Im Herbst, so verspricht Kowalewicz, kommen Billy Talent wieer nach Deutschland. Die Deutschland-Tour ist für Dezember angekündigt.
Rock am Ring-Bühne: Seat Volcano Stage
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Aktuelles Album: „Afraid Of Heights“

Bildergalerie: So war BILLY TALENT live

Um kurz vor 3 Uhr nachts betritt dann plötzlich ein geknickter und sichtlich müder Marek Lieberberg nochmals die Bühne. Die Spielgenehmigung für den Sonntag wird seitens der Verbandgemeinde Mendig nicht erteilt, da auch für den Sonntag mit Unwetter zurechnen sei. Lieberberg stellt klar, dass die Sicherheit der Besucher oberste Priorität habe und so musste man sich schweren Herzens dieser Entscheidung anschließen. Das restliche Samstags-Nachtprogramm finde jetzt noch statt und danach wird Rock am Ring vorzeitig abgebrochen. So schade!

THE BOSSHOSS

Seit über zwölf Jahren gibt es die siebenköpfige Band The BossHoss mit ihrem Pop-Country-Mix schon. Die Mitglieder Boss (Gesang), Hoss (Gesang, Akustikgitarre), Russ (Gitarre), Guss (Kontrabass), Frank (Drums), Hank (Mandoline, Mundharmonika, Waschbrett) und Ernesto (Percussion, Melodika) spielen nun um 3 Uhr nachts den vorgezogenen Rock am Ring-Abschluss 2016 auf der Crater Stage. Immerhin sind die Sieben ein echter Garant für eine mitreißende Show aus Cover-Interpretationen und schlagkräftigen Eigenkompositionen. Im Publikum kocht die Stimmung ein letztes Mal nach oben. Zwischen Nebel- und Feuerschwaden ziehen die beiden Frontmänner Alec „Boss Burns“ Völkel und Sascha „Hoss Power“ Vollmer ihre coole Macho-Cowboy-Nummer ab. Beide teilten sich zwei Jahre lang einen Jurorensitz bei der Castingshow „The Voice Of Germany“ und wurden so auch im TV bekannt. Die Hitsingle „Don’t Gimme That“ kletterte 2013 auf Platz 8 der deutschen Charts – ein echter Ohrwurm also, den es natürlich auch zu hören gibt. Von ihrer aktuellen Platte „Dos Bros“ gibt es ebenfalls viele Songs. Die Berliner Cowboys liefern eine solide Finalshow ab, die eigentlich ja der Hamburger Hip-Hop-Kombo Fettes brot am Sonntag Abend zugedacht war. Für die Zuschauer heißt es noch ein letztes Mal abschalten und genießen, bevor man sich Gedanken macht, wie am nächsten Morgen die Abreise vonstatten gehen soll.
Rock am Ring-Bühne: Becks Crater Stage
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Aktuelles Album: „Dos Bros“

Bildergalerie: So waren THE BOSSHOSS live

Es bleibt zu hoffen, das Rock am Ring im kommenden Jahr wie gewohnt stattfinden kann und dann von Unwettern verschont bleibt. Leider gibt es entgegen der Vorjahre bisher noch keine Informationen zu Rock am Ring 2017. Wir halten euch aber auf dem Laufenden.

 Hier geht es zum Bericht:
Rock am Ring 2016: Das ging ab am Freitag – Teil 1 und
Rock am Ring 2016: Das ging ab am Freitag – Teil 2

Rock am Ring 2016: Das ging ab am Freitag – Teil 1

Deutschlands größtes Rock-Festival blickt bereits auf eine 31-jährige Festival-Karriere zurück. Wie auch in den Jahren zuvor, konnte der Veranstalter im April bereits den Ausverkauf für Rock am Ring 2016 melden. Mit 93.000 Besuchern erreicht das Event dieses Jahr einen neuen Rekord. Die im vergangenen Jahr erstmals erprobte neue Location, der Flugplatz Mendig – knappe 40 Kilometer vom Nürburgring entfernt, hat sich bewährt. Probleme mit der Camping- und Parksituation sollen 2016 auch viel besser funktionieren. Eine Erweiterung der Campingflächen und eine komplette Befestigung der Wege wurden dafür extra umgesetzt. Doch die ersten Herausforderungen für die Marek Lieberberg Konzertagentur lassen leider nicht lange auf sich warten. Die Anreise gestaltet sich auch in diesem Jahr wieder schwieriger als gedacht. Längere Regenphase in der Woche zuvor hinterließen aufgeweichte Felder und verhindern so das Befahren und Besiedeln durch die Camper. Neue Parkplätze werden noch schnell geschaffen (am Nürburgring!) und dafür kommen Shuttlebusse zum Einsatz. Auch das Festivalgelände zeigt erste Schlammflächen, so dass auch hier Ausbesserungen nötig werden. Somit verzögert sich am ersten Festivaltag direkt der Einlass um eine knappe Stunde, eine viertel Stunde bevor We Came As Romans das Programm auf der Seat Volcano Stage eröffnen wollen.

Hier geht es zum Bericht:
Rock am Ring 2016: Das ging ab am Samstag

Bildergalerie: So war ROCK AM RING 2016

WE CAME AS ROMANS

Die US-amerikanische Band We Came As Romans aus Michigan ist der Opening-Act des diesjährigen Rock am Ring-Wochenendes. Eine Viertelstunde vor Beginn ihres Auftritts strömen die Besucher erstmals auf das Festivalgelände und füllen binnen kurzer Zeit die ersten Reihen. Marek Lieberberg und Sohn André betreten die Bühne für eine alljährliche kleine Ansprache und wünschen den Rock am Ring-Fans ein großartiges Wochenende. We Came As Romans zeigen sich energiegeladen und so wirbelt das Sextett zu ihren harten Trancore- und Metalsounds über die Bühne. Die beiden Frontmänner David Stephens und Kyle Pavone batteln sich regelrecht um die Gunst der Zuschauer. Im Publikum gibt es erste Mosh-Pits. Eindeutiger Gewinner ist am Ende wohl Kyle, der von der Bühne springt und auf den Händen der Fans getragen in der Menge badet.
Rock am Ring-Bühne: Seat Volcano Stage
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Aktuelles Album: „We Came As Romans“

Bildergalerie: So waren WE CAME AS ROMANS live

LARKIN POE

Parallel zur Hauptbühne startet auch das Programm auf der Crater Stage mit der Rockband Larkin Poe aus Atlanta/USA. An vorderster Front verzaubern die beiden Geschwister Rebecca und Megan Lovell mit ihrer wilden Girlie-Power und einem tollen Musikmix aus Country, Rock N‘ Roll und Blues. Die Musikerschwestern präsentieren hingebungsvoll ihre romantisch-schwermütigen Songs, aber auch viele druckvoll-rockige Hits.
Rock am Ring-Bühne: Beck’s Crater Stage
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Aktuelles Album: „Reskinned“

Bildergalerie: So waren LARKIN POE live

OF MICE AND MEN

Auf der Volcano Stage folgt nun die fünfköpfige Band Of Mice And Men rund um Frontmann Austin Carlile. Die Kalifornier reihen sich als nächste Band dem Metalcore-Genre ein und so gibt es die typischen lautstarken Shuts von Sänger Austin, dazu schnelle Gitarren-Riffs und harte Breakdowns, perfekt für die nächsten Circle-Pits.
Rock am Ring-Bühne: Seat Volcano Stage
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Aktuelles Album: „Restoring Force: Full Circle“

Bildergalerie: So waren OF MICE AND MEN live

WALKING ON CARS

Mit Alternative-Rock geht das Programm auf der Bühne nebenan weiter. Aus Irland stammen Walking On Cars und sind in ihrem Heimatland die neuen Sterne am Newcomer-Himmel. Und da dachte sich die fünfköpfige Band, können sie auch direkt mal in Europa durchstarten. Was eignet sich da besser als ein Slot im Rock am Ring- Line Up? Ihre Songs sind eine Ansammlung emotionaler und epischer Rocksongs, von denen sich die Zuschauer schnell zum Mittanzen anstecken lassen.
Rock am Ring-Bühne: Beck’s Crater Stage
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Aktuelles Album: „Everything This Way“

Bildergalerie: So waren WALKING ON CARS  live

AMON AMARTH

Der Schicksalsberg aus der berühmten Saga „Herr Der Ringe“ ist Namensgeber der Band aus Stockholm. Der schwedische Fünfer ist spezialisiert auf harten Töne und zwar Melodic Death Metal. Frontmann Johan Hegg spiegelt dieses Musikgenre perfekt wieder. Die tiefe, düstere Stimme schallt grollend über das Festivalgelände, perfekt gemixt mit verzerrten Gitarren-Sounds. Düster! Mit ihrem Bühnenbild beeindrucken die Schweden aber nachhaltig: Links und rechts stehen zwei überdimensionale Wikinger-Drachenköpfe die sogar auch Nebelschwaden spucken und von Sänger Hegg auch beritten werden. Immer wieder gibt es krachende Pyro-Effekte, die Bandmitglieder lassen gemeinsam ihre Haare wirbeln. Als großes Highlight der Show kommt aber auch noch Rock-Röhre Doro Pesch auf Die Bühne und performt mit Amon Amarth den Song „A Dream That Cannot Be“ vom nagelneuen Album „Jomsviking“.
Rock am Ring-Bühne: Seat Volcano Stage
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Aktuelles Album: „Jomsviking“

Bildergalerie: So waren AMON AMARTH live

Hier geht es zum Bericht:
Rock am Ring 2016: Das ging ab am Freitag – Teil 2

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Rock am Ring 2016: Das ging ab am Freitag – Teil 2

Hier geht es zum Bericht:
Rock am Ring 2016: Das ging ab am Freitag – Teil 1

BREAKING BENJAMIN

Lange mussten sich die deutschen Freunde der guten Musik gedulden, um diesen Tag zu erleben. Seit der Gründung 1998 hat es die Band Breaking Benjamin nicht geschafft, ihren Kontinent zu verlassen. Grund dafür war die panische Flugangst des Frontmanns Benjamin Burnley. Also ging es für den Frontmann ab aufs Schiff nach Europa, um die allererste Europatour überhaupt zu spielen. Umso größer ist das Gedränge vor der Volcano Stage. Gleich zu Beginn gibt es die ersten Hits und Burnley wiederholt mehrfach, wie stolz und glücklich er ist hier zu sein. Der Sound ist genau so fett wie auf den alten Platten. Melodische Breakdowns, gepaart mit dem Wechsel der cleanen, markanten Vocals und einem höllenfressenden Geschrei – das ist es, was das Gesamtpaket Breaking Benjamin zum absoluten Erlebnis macht.
Rock am Ring-Bühne:
 Seat Volcano Stage
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Aktuelles Album: „Dark Before Dawn“

Bildergalerie: So waren BREAKING BENJAMIN live

DISTURBED

Noch mehr Metal gibt es auch im Anschluss auf der Hauptbühne. Wer jetzt vor der Bühne steht, hat sich definitiv keinen rockig-entspannten Freitag vorgestellt. Die Band Disturbed aus Chicago ist ein echtes Sahnstück in ihrem Musikgenre. Die drei Bandmitglieder um Frontmann David Drainman – der jeden Song voller Inbrunst raushaut – sind wie aufgedreht und posen, rocken, brillieren an ihren Instrumenten. Die bollernde Bassdrum lädt dabei das Publikum direkt wieder zum Poggen und Moshen ein. Disturbed haben ihr neues Album „Immortalized“ und präsentieren davon das ein oder andere Kunstwerk, doch ohne die bekannten Hits wie z. B. „Down with the Sickness“ geht es natürlich nicht. Ein besonderes Schmankerl gibt es für die deutschen Fans dann auch noch: ein fast klassisch anmutendes Simon & Garfunkel-Cover von „The Sound of Silence“ unterstützt durch Cello und Geige. Unerwartet schön!
Rock am Ring-Bühne:
 Seat Volcano Stage
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Aktuelles Album: „Immortalized“

Bildergalerie: So waren DISTURBED live

PUSCIFER

Im Vorabendprogramm tritt der fotoscheue Musiker Maynard James Keenan tritt mit seinem Musikprojekt Puscifer auf der Crater Stage auf. Der Fokus liegt hier auf Downbeat gepaart mit Elektro-Sounds.

Rock am Ring-Bühne: Beck’s Crater Stage
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Aktuelles Album: „Money Shot“

Bildergalerie: So waren PUSCIFER live

TENACIOUS D

Das Abendprogramm verspricht für ca. 20 Uhr den ersten Headliner auf der Hauptbühne. Fast jeder Rock am Ring-Besucher ist nun auf den Beinen und man erwartet sehnsüchtig den Auftritt von Kyle Gass und Jack Black alias Tenacious D.

Das Intro ertönt aus den Lautsprechern und bricht plötzlich ab. In der Ferne rollt langsam aber stetig eine schwere Gewitterfront auf das Festivalgelände zu, der Himmel ist bereits dunkel gefärbt. Eine Lautsprecherdurchsage ertönt und rät den Zuschauern sich von metallischen Gegenständen fernzuhalten. Überall ängstliche und verunsicherte Gesichter und nur wenige Minuten später soll jeder das Gelände sofort verlassen um Schutz zu suchen. Ein enormer Regenguss geht über Mendig nieder, der Donner grollt lautstark über das Gelände und hinten bei den Campingplätzen schlagen tatsächlich Blitze ein. Ganze 2 Stunden wird Rock am Ring unterbrochen, bevor die Bühnen wieder bespielt werden. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand weiß: 82 teilweise schwerverletzte Personen werden behandelt und in Krankenhäuser gebracht, während bereits Teile des Camping- und auch des Festivalgeländes langsam im Schlamm untergehen.

Tenacious D sind nach dem Unwetter die zweite Band (nach Panic At The Disco auf der Crater Stage) die wieder auf die Bühne geht. Davor ist es direkt wieder voll geworden. Stimmungsabbruch? Fehlanzeige! Kyle Gass und Jack Black zeigen eine wunderbare Show aus Rock und Comedy. Besonders überraschend ist das Gesangstalent von Schauspieler Jack Black. Es wird  herumgeblödelt und so sorgen Tenacious D glatt dafür, dass der Schrecken der letzten zwei Stunden in die Ferne rückt.
Rock am Ring-Bühne: Seat Volcano Stage
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Aktuelles Album: „Tenacious D“

Bildergalerie: So waren TENACIOUS D live

VOLBEAT

Es wird Zeit für den zweiten Hauptact des ersten Rock am Ring Tages. Wenn auch mit 2-stündiger Verzögerung durch das Unwetter, die Dänen von Volbeat treten überhaupt auf und das allein ist ja schon ein Grund zum Freuen. Und außerdem feiert die Metalband aus Kopenhagen ja genau an diesem Tag auch ihr sechstes Album-Release zu „Seal The Deal & Let’s Boogie“. Als Neuling entpuppt sich Bassist Kaspar Boye Larsen in der Band, dieser ersetzt seit kurzem seinen Vorgänger Anders Kjølholm. Volbeat zeigen jedenfalls gleich zu Beginn, wo der Hammer hängt. Frontmann Michael Poulsen ist in Bestform und lässt seine Rock’n’Roll-Stimme über das Gelände schallen. Neben ihm Gitarrist Rob Caggiano, der gern mit Grimassen und Posen auf sich aufmerksam macht. Es gibt kraftvollen Sound, ihr Mix aus Metal und Rockabilly hat einfach Charme und Charakter. Leider gibt es ansonsten auf der Bühne eine eher statische Performance von Volbeat.
Rock am Ring-Bühne: Seat Volcano Stage
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Aktuelles Album: „Seal The Deal & Let’s Boogie“

Bildergalerie: So waren VOLBEAT live

MAJOR LAZER

Die Kunstfigur „Major Lazer“ gibt es schon seit 2008, gegründet von Wesley Pentz, auch bekannt als Diplo, gemeinsam mit Dave Taylor alias Switch. Seit dem Ausstieg Taylors sind die DJs und Produzenten Jillionaire und Walshy Fire dabei. Dem Trio gehört der letzte Slot auf der Crater Stage und wie viele ihrer amerikanische DJ-Kollegen, feuern die US-Musiker eine richtige Finalshow ab. Inklusive meterhohen Flammenwerfern, Konfetti-Kanonen, Tänzerinnen und bunten Leinwand-Projektionen. So gibt es fürs Auge (heiße Tanzeinlagen) aber auch für die Ohren (Beats und Bässe) alles was das Herz begehrt. Und zum Andenken gibt es es von Major Lazer auch noch Fan-T-Shirts, die von den DJs in die Menge geworfen werden.

Ein gelungener Festivalauftakt, wenn auch mit einem faden Beigeschmack angesichts der Zerstörungen und Verletzungen durch das Gewitter. Der kommende Festival-Samstag ist leider bereits durch erneute schlechte Wetterprognosen und Unwetterwarnungen etwas getrübt. Es heißt abwarten und Daumen drücken.

Rock am Ring-Bühne: Beck’s Crater Stage
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Aktuelles Album: „Peace Is The Mission“

Bildergalerie: So waren MAJOR LAZER live

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Rock am Ring & Rock im Park 2016 bringen mehr Bands an den Start

Vorweihnachtlicher Band-Nachschlag für Rock am Ring und Rock im Park und der Ausverkauf ist auch nicht mehr so weit. Ingesamt 22 Neuzugänge sind bekannt geworden, darunter Breaking Benjamin, Foals, Graveyard, Halestorm, Killswitch, We Came as Romans, One OK Rock, uvm. Über 110.000 Tickets sind bereits verkauft. Wer noch kein Weihnachtsgeschenk hat: Rock am Ring oder Rock im Park-Tickets wären vielleicht eine prima Idee.

Präsentiert von www.mlk.com

https://player.vimeo.com/video/143848724?byline=0&portrait=0&autoplay=1&api=1&color=b70903

Rock am Ring 2015 – Tag 2: Das ging ab am Samstag

Am Freitag abend setze bereits während der Show vom blassbleichen Marilyn Manson der Regen ein. In der Ferne entstanden erste Blitze, der Wind wurde stärker und riss an der Bühne seitlich das große Rock am Ring-Banner herunter. Alles in allem erschien das aber „passend“ zur Show eher effektvoll und harmlos. Dass es dabei nicht bleiben sollte, zeigte sich kurze Zeit darauf, als Musiker Fritz Kalkbrenner mit seinem DJ-Pult die Bühne für sich einnahm. Regen, Sturm, Gewitter – alles sammelte sich über dem Festival-Gelände, so dass der Veranstalter die Show letztendlich abbrechen musste. Mark Lieberberg betrat in der Nacht noch die Bühne und bat alle Besucher, sich nun lieber Schutz in ihren Behausungen zu suchen.

Erst am Samstag früh sollte das tatsächliche Ausmaß des nächtlichen Unwetters durch eine kurzfristig anberaumte Pressekonferenz des Veranstalters deutlich werden. Fazit: Es gab viele Wasser- und Sturmschäden auf dem Festivalgelände und den Campingplätzen und im Backstage-Bereich ist ein Blitz eingeschlagen, so dass ingesamt 33 Personen mit Verletzungen ins Krankenhaus mussten.

Die Stimmung der Festival-Besucher auf den Campingplätzen oder später auf dem Gelände war davon aber ungetrübt. Das ein oder andere abgesoffene Zelt gab es natürlich, aber Rock am Ring ist eine große Familie und so half jeder jedem und gewährte den Durchnässten Unterschlupf. Der Anblick ist jedenfalls der gleiche, wie bei jedem Festival-Morgen danach: sonnenverbrannte Gesichter und Körper, „Schnapsleichen“ und überall Sonnenbrillen die die Schmach der vergangenen Nacht verdecken sollen. Die ersten Wolken des Tages wichen auch schon bald wieder dem Sonnenschein und Deutschlands größtes Festival konnte in den 2 Tag starten.

Hier geht’s zum Bericht „Rock am Ring 2015 – Tag 1: Das ging ab am Freitag
Hier geht’s zum Bericht „Rock am Ring 2015 – Tag 3: Das ging ab am Sonntag

Bildergalerie: Da kommt CAMPING-FEELING auf

ROYAL REPUBLIC

Wer sich eine typische Rock’n’Roll-Band vorstellt, denkt sicher gleich an Dinge wie gegelte Haarlocken und Lederjacken. Einfach den coolen Look eben. Und genau dieses Klischees verkörpern die vier Jungs aus Malmö in Schweden. Sympathisch ist vor allem die gekonnte musikalisch Rock-Mischung – die ein wenig an die Hives erinnert – sogar mit noch mehr Power. Sänger Adam Grahn weiß, dass er aus seiner Gitarre alles rausholen kann und versprüht dabei auch noch unheimlich viel Charme. Die Damen in Publikum sind jedenfalls begeistert. Mit ihrer Musik wollen Royal Republic in erster Linie gute Stimmung verbreiten und auch dieses Ziel ist eindeutig erfüllt, blickt man auf die 90.000 feiernden Menschen vor der Bühne.

Bildergalerie: So war ROYAL REPUBLIC live

ANTIOPLEN GANG

Als absolut heiße Neuware werden die drei deutsch-Hip Hopper gehandelt. Natürlich erfüllen sie dabei auch gern die üblichen Klischees: Tattoos, Caps und ihren eigenen witzigen Sprach-Codex. Sie sind eine typische Gang, wobei Panik Panzer und Danger Dan sogar leibliche Brüder sind. Fragt man Fans nach ihrem bekanntesten Song, so wird sicherlich „Fick die Uni“ genannt. Aber natürlich steckt in ihnen noch viel mehr. Und das ist eindeutig die verrückte aber vor allem ironische Musik mit viel Wumms.

Bildergalerie: So war die ANTILOPEN GANG live

INTERPOL

Die New Yorker Indie-Rock-Band Interpol sind eigentlich absolute Perfektionisten. Mit ihren fünf Studioalben und bisherigen großen Tourneen sind sie im Musikbusiness kein unbeschriebenes Blatt. Musikalisch, stimmlich, hier passt einfach alles bei Sänger Paul Banks und seinem Team. Leider sind die Drei ansonsten schwer zurückhaltend mit ihrer Bühnenperformance und schaffen es nicht, das Publikum richtig mitzureißen. Schade.

Bildergalerie: So war INTERPOL live

SONDASCHULE

Sprichwörtlich mit Pauken und Trompeten gehen diese sieben Ska-Punk-Jungs aus Mühlheim an der Ruhr auf die Bühne. Ihr Stil: aussagekräftige Texte mit einer geballten Ladung an Rock. Seit 1998 gibt es die Truppe bereits und sie sind heimatverbunden, deshalb spielen sie dann auch ihren Song „Mühlheim Ruhr“ – als musikalische Liebeserklärung. Für gute Stimmung ist auch gesorgt, denn alle Sieben legen sich auf der Bühne mächtig ins Zeug um die Zuschauer anzuheizen.

Bildergalerie: So war SONDASCHULE live

SLASH FEAT. MYLES KENNEDY & THE CONSPIRATOR

Slash – war der mal nicht Lead-Gitarrist bei Guns’n’Roses? Jawohl, er ist es, der Mann mit den langen schwarzen Locken, dem großen schwarzen Zylinder und den magischen Gitarrenriffs. Saul Hudson, wie Slash mit bürgerlichem Namen heißt, ist übrigens einer der besten Gitarristen der Welt! Weltweit über 100 Millionen Alben wurden verkauft und er schrieb Geschichte mit den Guns’n’Roses. Doch auch seine Solo-Karriere kann sich sehen lassen. Bis heute bleibt er seiner Gibson Les Paul treu und auch sein Image eines Rockhelden pflegt er. Und nebenher produziert Horror-Fan Slash auch noch Filme und was läge da näher, er steuert mal den Soundtrack bei. Mit Alter Bridge-Sänger „Myles Kennedy“ und seiner Begleitband „The Conspirators“ rockt er an diesem Samstag Nachmittag mit viel Energie und wilden Posen über die Bühne.

Bildergalerie: So war SLASH live

TRAILERPARK

Trailerpark sind eine Art rappende Boygroup, die sich aus einem Labelkollektiv zusammengefunden hat. Darunter Newcomer auf der Rock am Ring Bühne 2014 „Alligatoah“ und im Gepäck hat er „Basti DNP“, „Timi Hendrix“ (Pimpulsiv) und „Sudden“. Eine explosive Mischung, wie sich in ihren Texten aber vor allem bei ihrem Live-Auftritt zeigt. Da wird dann direkt mal das Klavier vom „Bleib in der Schule-Intro“ mit Vorschlaghämmern und Äxten von den 4 Rappern zerlegt. Ansonsten sind die Vier in ihren quietschbunten Anzügen schon ein Hingucker und ganz Sprachrohr der jungen Generationen, nehmen sie doch gar kein Blatt vor den Mund. Instrumental findet sich ebenfalls eine wilde Mischung, ob Gitarrensound, Dubstep oder Punk-Rock – bei Trailerpark passt das tatsächlich zusammen.

Bildergalerie: So war TRAILERPARK live

Rock am Ring 2015 – Tag 2: Das ging ab am Samstag

KRAFTKLUB

Fünf Musiker aus Chemnitz die in den vergangenen Jahren Festivalbühnen, Konzerthallen und vor allem die Charts besetzten. Ihr Markenzeichen sind die roten Hosenträger und eine aufblasbare, überdimensionale typische Rocker-Hand („w“). Beliebt sind Kraftklub bei jung und alt, denn alle ihre Songs haben Mitsing-Charakter. Auf der Bühne gibt Sänger Felix Brummer ordentlich Gas, er springt und turnt herum und wirbelt das Mikrofon, dass er traditonell am roten Kabel hat, wellenförmig umher.

Bildergalerie: So war KRAFTKLUB live

PRINZ PI

Was hebt Rapper Prinz Pi eigentlich von seinen anderen deutschen Kollegen ab? Also erstmal hieß er früher noch etwas anders: Prinz Porno. Aber vor allem schafft er es, seine Songs mit Themen gesellschaftlicher Relevanz und emotionaler Tiefe, durch seine ehrliche sympathische Art den Zuhörern nahe zu bringen. Charterfolge und Beliebtheit bei den Frauen sind ihm bis heute aber nicht zu Kopf gestiegen. Der Berliner ist durchweg er selbst und auch auf der Bühne nimmt man ihm das ab. Auf dem diesjährigen splash! Festival in Ferropolis wird er übrigens noch einmal als Prinz Porno auftreten, wird sicher ein Kracher. Also nix wie hin!

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K.I.Z

Berliner Rüpel-Rapper im Anmarsch heißt es beim Auftritt von K.I.Z. Für zartbeseitete ist so ein Auftritt nichts. Vulgäre Gemeinheiten, Diskriminierung und ihr abstruser Humor hat ihnen bereits Kultstatus bei den Fans eingebracht, mag aber eben nicht jeder. Dafür haben alle Songs eingängige Melodien und viel viel Bass. Auf der Bühne sind K.I.Z zu Viert: DJ Craft und die drei MCs Tarek, Maxim und Nico. Sie verstehen es perfekt, in ihren Songs musikalische Stile wie Reggae, Rap, Punk und Elektro zu miteinander zu kombinieren. Und natürlich geht auch in Kürze ein neues Album an den Start: „Hurra die Welt geht unter“.

Bildergalerie: So war K.I.Z live

THE PRODIGY

In den 90er Jahren sorgte die englische Band The Prodigy dafür, dass der Musikstil Elektro populär wurde. 25 Jahre, 8 Studioalben und haufenweise Auszeichnungen später, stehen sie zum 6. Mal auf der Rock am Ring-Bühne. Und es hat sich nicht viel verändert. Krachende Bässe und Beats, zuckende Licht- und Lasereffekte und der flippige Frontmann Keith Flint der wie wild geworden über die Bühne fegt. Nicht weniger auffällig ist dabei Partner Keith Palmer (alias Maxim Reality), der erst im Pelzmantel verhüllt bleibt, um später aber ähnlich ausgeflippt und mit Kung Fu-Einlagen herumzuwirbeln. Für Fans ihrer Klassiker, aber auch die des neuen Albums gibt es aller Hand musikalisches Futter. The Prodigy sind einfach ein energiegeladenes Gesamtkunstwerk.

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DEICHKIND

Die Hip-Hop-Formation aus Hamburg ist unter Festivalbesuchern bereits legendär. Ihre Live-Shows sind einzigartig und ungeschlagen. Was bei einem Auftritt von Deichkind alles zu sehen ist, glaubt man eigentlich nur, wenn man selbst mal Teil dieser Inszenierung wurde. Licht- und Nebeleffekte, fliegend-hüpfende Bandmitglieder, bunte bewegliche Lichtstehlen die sich als Bühnenbild immer wieder neu formieren und beleuchten lassen, unzählbare Kostüme, Gummiboot zum Crowd-Surfen, bewegliche „Fahrzeuge“ (Roller, Bürostühle, Dreiräder, uvm.) und nicht zu vergessen der große silberne „Leider Geil“-Luftballon. Und natürlich geht es zu „Roll das Fass rein“ auch in den direkten Kontakt mit der Menge. Im überdimensionalen Holzfass finden Kryptik Joe, Ferris MC und Porky Platz und lassen sich so durch die feiernden Zuschauer tragen. Alles mit einem großen Augenzwinkern, sehen sich die Sieben neben ihren Rap-Einlagen als regelrechte Entertainer. Mit ihrem neuen Album „Niveau Weshalb Warum“ im Gepäck sind sie aktuell auch auf Konzert-Tournee. Unser Tipp: Termin in eurer Nähe raussuchen und unbedingt anschauen!

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MARSIMOTO

Was ist grün und kifft? Marterias alter Ego Marsimoto. Endlich steht er auch auf Deutschlands Festival- und Konzertbühnen. Und passend zum Album-Release des neuen „Ring der Nebelungen“ zeigt sich der Grünling selbstbewusst. Sonst ganz im Schatten von Marterias Erfolg, schaute er lediglich mal kurz bei seinen Auftritten für 2 oder 3 Songs vorbei. Aber das schreit doch nach mehr. Ungewöhnlich ist Marsimoto alle Mal mit seiner hohen heliumähnlichen Digital-Stimme und den arg marihuana-lastigen Themen in seinen Songs. Aber gleichzeitig stecken so viel Details und Humor in alledem, dass der grünmaskierte viele Fans hat. Bei einem so späten Slot (1:35 Uhr nachts) auf der Rock am Ring-Bühne ist nicht zwingend zu erwarten, dass die „Bude rappelvoll“ ist – und doch. Neue und alte Songs und den typischen grünen Rauch gibt’s als Bonbon noch oben drauf.

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