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RockHarz Open Air 2016: Das ging ab am Freitag

Welcher Metaller träumt nicht davon, morgens mal von einer betörenden Frauenstimme geweckt zu werden? Wer auf dem RockHarz Open Air 2016 am Freitag mittag die erste Band sah und/oder hörte, der konnte mit genau diesem Erlebnis in den Tag starten. And Then She Cames – die völlig dominant die „Devil’s Wall Trophy 2016“ gewannen – erweckten sämtliche Bierleichen zum Leben.

Nach dieser Runde absoluter Frauenpower, folgten Dust Bolt aus Landsberg am Lech. Zu so früher Stunde fanden sich zu erst leider nur weniger Besucher vor der Bühne ein. Spätestens nach dem letzten Song, war dann aber auch der letzte komatöse Besucher wieder auf den Beinen. Guten Morgen RockHarz und zückt die LARP-Schwerter – Twilight Force zogen unter der Flagge des Regenbogens und des Drachens in die Schlacht. Epische Texte gepaart mit melodiösen Riffs und grandioser Power lieferten ein Live-Spektakel ab, dass als grandios bezeichnet werden kann.

Hier geht’s zum Bericht „RockHarz Open Air 2016 – Mittwoch“
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RockHarz Open Air 2016 – Donnerstag“

Völlig unverblümt gab es nach dieser epischen Einlage wieder was auf die Zwölf. Suicidal Angels beendeten jede Form von Ruhe und Frieden. Trash Metal war angesagt und zwar nach griechischer Schule. Die Ausnahme-Band aus dem Land der Helden und des Ouzo ließen keine Zweifel mehr aufkommen: Es war wieder Zeit für Pits und Bier. Viele Pits und viel Bier. Hemmungslos wurde den vielen Zuschauern klassischer Thrash Metal um die Ohren gepfeffert. Einfach nur geil.

Bildergalerie: So war SUICIDAL ANGELS live

Stimmungstechnisch wurde es aber nach der Thrash-Schelle dann auch gleich wesentlich düsterer. Kampfar aus Norwegen riefen zur Schlacht. Klassischer Pagan Black Metal, kombiniert mit melodischen Gesangs-Elementen passten sogar perfekt zum mittlerweile tief grauen Himmel. Schon der Opener „Ravenheart“ ließ das Herz der Schwarzmetal-Fraktion vor der Bühne höher schlagen. Pure Energie und Authentizität wurde abgeliefert und nicht minder gefeiert. Black Metal aus Norwegen ist halt immer reinhören und anschauen wert. So konnte es doch gerne weiter gehen!

Bildergalerie: So war KAMPFAR live

Nach einem Ausflug in den schwarzen Bereich des Metal wurde es mit Nitrogods wieder rockiger. Deutscher Rotzrock mit Einflüssen der klassischen Elite des Hard Rocks spielte auf. Die Individualität der Rocker wurde besonders durch Jazz und Blues Parts hervorgehoben. Im Sturm eroberten sie sich neben den eingefleischten Fans auch die Herzen der übrigen Besucher. Pures Testosteron und Whiskey – so lässt sich das Gefühl definieren, was man als Zuschauer beim Abfeiern von Nitrogods empfunden hatte. Eine wirklich willkommene Abwechslung.

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Danach wurde es sogleich wieder düster, fast tiefschwarz. Der Weg Einer Freiheit zählt wohl mit zu den aufregendsten und innovativsten Bands der Deutschen Black Metal Szene unserer Tage. Dementsprechend gut gefüllt war auch das Infield, denn diese Band sollte man sich als Anhänger der schwarzen Metal-Kunst nicht entgehen lassen. Leidenschaft und Melancholie als Leitbild und eine gewaltige Prise an Hass und Wut prägte das Set der Würzburger. Die Show war nicht minder beeindruckend. Man konnte wirklich fühlen, dass die Bandmitglieder für ihre Musik leben – ein Traum in Schwarz.

Bildergalerie: So war DER WEG EINER FREIHEIT live

Die Herrschaften des Ensembles von Coppelius erquickten den Pöbel auf das Äußerte mit Fröhlichkeit. Es war ein wahrlicher Genuss die Musiker in ihrem Element sehen zu dürfen. Ein Schmaus für Auge und Gehör. Niemand wagte es (zurecht) den Meistern ohne Respekts-Bekundung Blicke entgegen zu bringen. Schon mehrfach konnten Coppelius ihre kunstvolle Perfektion auf dem hiesigen RockHarz in Ballenstedt demonstrieren. Wahrlich eine Ehre, den Herrschaften beim Schaffen zu zusehen.

Bildergalerie: So war COPPELIUS live

Power, Bier und ein enormer Fan-Chor – Zeit für Axxis. Die Ruhrgebiet Metaler zimmerten ihren Power Hard Rock den Besuchern um die Ohren, als gäbe es kein Morgen. Auch wenn diese Band eher für das „ältere Semester“ bestimmt war (subjektive Vermutung), waren doch Kuttenträger aller Altersklassen zu erspähen. Besonders Anhänger des melodischen Power Metals sind voll und ganz auf ihre Kosten gekommen. Peitschende Melodien und ein unverkennbarer Gesang.

Bildergalerie: So war AXXIS live

Völlige Verdunklung, stürmischer Wind und eine Unwetterwarnung. Ein besseres Szenario hätten sich die Musiker von Primordial nicht wünschen können. Ihren irischen Weltschmerz konnte man einfach nicht besser präsentieren. Tief graue Wolken die nahezu die Götterdämmerung ankündigten, unterstrichen ihre Kunst in einer völligen und vollkommenen Form. Aber nicht nur die Atmosphäre war der reine Wahnsinn, auch die Qualität der Musik war nicht in Worte zu fassen. Das hat man schlichtweg erleben müssen. Absolutes Highlight war (mit) der letzte Song „Empire Falls“. Ein wahr gewordener Traum für jeden Fan und nicht wenige Fans haben die Iren dazu gewonnen.

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Als Kärbholz danach aufspielte war von der zuvor aufgebauten Atmosphäre nicht mehr viel übrig. Linksgerichteter Deutsch Rock der absolut auf die Fresse ging. Das gute Laune-Level stieg mit den Musiker aus Ruppichteroth/NRW ziemlich gut an. Mit glasklaren Ansagen und einer enorm gelungenen Bühnenshow heizten sie dem Publikum enorm ein. 45 Minuten Vollgas Rock’n’Roll aus Deutschland für die Besucher des RockHarz – so muss das!

Bildergalerie: So war KÄRPHOLZ live

Ein absolutes Highlight präsentierten danach die Norweger von Satyricon. 20 Jahre „Nemesis Divina“ stand auf dem Programm. Nicht nur für die etablierten Kenner der 2nd Wave des Black Metal war diese Präsentation, von einem der Meilensteine des Schwarz Metals, ein wahrer Genuss. Obwohl das RockHarz nicht gerade bekannt für Black Metal ist, muss gesagt werden, dass diese Exklusivität der Show auch wieder stellvertretend für die Vielfalt des RHZ steht. Nachdem „Nemesis Divina“ fertig gespielt war, legten die Norweger u. a. noch„ Black Corw On A Tombstone“ und „K.I.N.G.“ nach. Eine schwarze Messe der Superlative.

Bildergalerie: So war SATYRICON live

Nach so viel Finsternis war wieder Zeit für Heiterkeit und Spass. Dieses Bedürfnis befriedigte keine geringe Band als Knorkator mit ihrer Prise Blödsinn. Das Wort „bunt“ ist absolut repräsentativ für das Publikum, welches sich in Massen vor der Bühne einfand. Völlig typisch animierte Stumpen zu Beginn des Gigs das Publikum zur kollektiven Eskalation. Nicht anders lässt sich die Party auf dem RockHarz mit Knorkator beschreiben – eine völlige (aber stets lustige und friedliche) Eskalation. Auch hier bewies das Publikum auf dem RockHarz resolute Textsicherheit, so dass „Alter Mann“ beispielsweise eher wie ein riesiger Stadiongesang wirkte. Man kann ja von der Band halten was man will, aber sie machen Party bis zur Schmelze.

Bildergalerie: So war KNORKATOR live

 

Das Fest wurde direkt im Anschluss fortgesetzt, da die Spitzbuben von Saltatio Mortis zum Tanz luden. Vorweg: Was für eine geniale Bühnenshow war das denn? Perfektion als Definition kann gerne herangezogen werden oder besser gesagt MUSS! Eine sauber abgestimmte Performance zwischen Publikumsanimation und Band. Nichts anderes hatte man auch von den regelmäßigen Gästen auf dem RockHarz erwartet. Eine gewaltige Phyro-Show untermalte einige Songs der Mittelalter Rocker absolut grandios. Respekt an die Crew an dieser Stelle! Beispielsweise „Prometheus“ wurde gekonnt mit den Feuer- und Lichteffekten unterlegt. Jeder, der diesen Auftritt verpasst hat, dem sei gesagt: Du hast was verpasst! Frontmann Alea bewies auch, dass Arroganz ein Fremdwort für die Band ist. Minutenlang ging er durch den Graben und bedankte sich bei den Fans. Respekt!

Bildergalerie: So war SALTATIO MORTIS live

Nun war es Zeit für den Headliner des Tages und mit Avantasia betrat ein ganz heißes Eisen die Bühne. Melodic Power Metal, gespickt mit klassischen Heavy Metal. Nicht umsonst sind die Musiker der Kapelle weltweit eine regelrechte Institution in Sachen Metal und das Warum beantworteten sie knapp zwei Stunden lang. Der komplette Auftritt war eine Demonstration von musikalischen Können und gewohnter Bühnenrotation. Tobias Sammet war topfit und seine Bühnenpräsenz … man muss einfach dabei gewesen sein, um das wirklich zu verstehen. Einen besseren Headliner hätte das RockHarz-Team nicht finden können.

Bildergalerie: So war AVANTASIA live

Eine kleine Nachtmusik gab es dann noch im Anschluss mit Fleshgod Apocalypse. Die Italiener prügelten zu später Stunde brutalsten Death Metal dem (immer noch) gut gefüllten Infield um die Ohren. Besonders die melodischen Clear-Parts der Süd-Europäer im Gesang sorgten für Gänsehaut-Schauer im Publikum. Es war zwar schon spät, aber die RockHarz-Besucher starteten nochmal voll durch und unterstützten die Band mit allem, was ihnen zur Verfügung stand. Pits und fliegende Haare unter sternenklarem Himmel. Besser konnte der dritte Tag nicht enden.

RockHarz Open Air 2016: Das ging ab am Donnerstag

Blauer Himmel und, man glaubt es kaum, „blaue“ Menschen, dazu strahlender Sonnenschein, also beste Bedingungen für den zweiten Festivaltag. Nun begann das RockHarz Open Air für die meisten Besucher und das nach Maß.

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The New Roses präsentierten sich als erste Band dem Publikum. Ihren Stil kann man als Mischung aus Motörhead, Airbourne und Electric Wizzard gut und gerne bezeichnen und der Vergleich mit diesen Größen kommt nicht von irgendwo her – absolut präziser Rock’n’Roll mit vielen Groove-Parts. Genau das richtige nach einer durchzechten Nacht.

Bildergalerie: So waren THE NEW ROSES live

Hackneyed zerstörten danach alle zärtlichen Weckrufe der vorhergegangenen Band. Auf-die-Fresse-Death Metal aus Abtsgmuend (ja, der Ort heißt wirklich so) prügelte wirklich alles was geht dem Publikum entgegen, was der Death Metal zu bieten hat. Old School und moderne Elemente in einer absolut gelungenen Mischung. Man blieb im tödlichen Bereich und nicht minder antreibend.

Bildergalerie: So war HACKNEYED live

Deadlock zimmerten danach melodischen Todes-Metal raus und zelebrierten ein Metal-Fest der besonderen Art. Nicht zum ersten Mal betraten sie die Bühne des RockHarz und es war auch (hoffentlich) nicht das letzte Mal. Die Textsicherheit des Publikums wurde eindrucksvoll bei „Code of Honor“ unter Beweis gestellt, aber generell zeigte sich deutlich, dass die Band ein sehr gern gesehener Act auf dem RockHarz ist. Hoch die Schwerter!

Bildergalerie: So waren DEADLOCK live

Der nächste Wechsel. Grand Magus stürmten die Bühne. Stockholmer Viking Power Metal dröhnte dem Publikum entgegen. Mit ihrer aktuellen Scheibe „Sword Songs“ präsentierten sich die Schweden in bester Form und Spiellaune. Die eingängigen Melodien der Skandinavier luden regelrecht zum Mitsingen ein. Ein stimmiges Set aus alten und neuen Songs ließ auch den Met-Konsum dezent ansteigen.

Bildergalerie: So war GRAND MAGUS live

Nun wurde es wieder rockiger und grooviger, als Spiritual Beggars die Stage beraten. Die Schweden zweigten sich super gut gelaunt und waren in Topform. Gekonnt demonstrierten sie ihren völlig eignen Stil, der grob eine Mischung aus 70er Jahre Classic Rock und modernen Stoner Elementen beinhaltet und er wurde abgefeiert, als gäbe es kein Morgen. Absolut großartig!

Bildergalerie: So waren SPIRITUAL BEGGARS live

Nach dieser musikalischen Exkursion war es wieder Zeit für „Auf-Die-Fresse“ Musik – Illdisposed waren an der Reihe. Absolut souverän bewiesen die Dänen, wie man Death Metal mit melodischen Elementen fusioniert. Ein absoluter Genuss für alle Fans der harten oder härteren Gangart. Haare flogen, Pits wurden gestartet und das alles bei Sommerwetter. Der reine Wahnsinn und ein einziger Abriss. Mit einer Präzision die ihres Gleichen sucht, zockten die Musiker selbstsicher ihr Set durch, was mit zahlreichen Rufen und Standing Ovations honoriert wurde.

Bildergalerie: So war ILLDISPOSED live

Das Pit-Potential blieb gleich, da als nächstes eine wahre Legende die Bühne betrat. Mit Entombed A.D. wurde es düster und atmosphärisch. Schwedischer Todes-Metal der besonderen Art setzte die Prügel der vorherigen Band fort. Die Schweden demontierten auch den letzten klaren Kopf im Publikum und zelebrierten eine regelrechte Todesmesse, die ihres Gleich suchte. Klar und deutlich spürte man die „Routine“ der Musiker. Das Set wurde kompromisslos und gnadenlos runtergezockt. Genau so muss schwedischer Death Metal aufgeführt werden – geradlinig und ohne Schnörkel. Einfach nur genial.

Bildergalerie: So waren ENTOMBED A.D. live

Annihilator aus Vancouver/Kanada präsentierten sich danach. Das hieß Thrash Metal voll auf die Zwölf. Und WIE es auf die Zwölf gab. Zum ersten Mal war das Infield des RockHarz wirklich komplett ausgefüllt, was aber bei der Band auch nicht verwunderlich war. Wenn über 30 Jahre Bühnenerfahrung aufspielt, dann stehen die Metalheads halt stramm und zelebrieren diese Leistung und das Ganze eben auch zurecht. Spass pur und Thrash Metal der Superlative – so und nicht anders lässt sich der Auftritt der Kanadier bezeichnen.

Bildergalerie: So waren ANNIHILATOR live

Nach dieser geballten Thrash-Schelle wurde noch einmal Skandinavien offenbart und zwar mit einer Band, auf die schon viele Zuschauer gewartet haben. Soilwork enterten die Bühne – endlich (wohlgemerkt). Regelmäßige RockHarz-Besucher werden sich an die Absage schmerzvoll zurück erinnern, die die Schweden letztes Jahr machen mussten. Aber der diesjährige  Auftritt entschädigte das lange Warten. Melodic Death Metal aus Helsingborg der Extraklasse wurde serviert und genau so, wie es sich gehört. Björn „Speed“ Strid zeigte sich nicht nur in körperlicher Höchstform, auch der Rest der Band strotzte nur so vor Energie und Spielfreude. Es war auf alle Fälle eine Weiterempfehlung für weitere Auftritt auf dem RockHarz!

Bildergalerie: So waren SOILWORK live

Nun wurde es wieder spassig und zugleich episch. Gamma Ray – mehr muss man eigentlich nicht sagen, da die Deutschen (neben ihrer jahrelangen Existenz) landesweit die Szene geprägt haben, war es „voll“ vor der Bühne. Was soll man auch anderes erwarten? Gänsehaut pur bekam man beispielsweise, als die Legende aus Deutschland ihren absoluten Evergreen „I Want Out“ raushaute und der Chorus stimmgewaltig vom Publikum mitgebrüllt wurde. Perfekt zelebrierter Heavy Metal der zum Party machen regelrecht einlud. Ein riesiger Chor aus tausenden Kehlen begleitete jeden Song der Band mit absoluter Sicherheit. Es war der Wahnsinn. Zum letzten Song von Gamma Ray wurde das Halbfinale zwischen Frankreich und Deutschland angepfiffen.

Bildergalerie: So waren GAMMA RAY live

„Habt ihr Bock auf Fußball?!“ – „NEIN!!!“. Die Ansage und Antwort bei ASP war mehr als deutlich. Als der Düster-Rock anfing, war der Bereich vor der Bühne mehr als nur gut gefüllt. Ein Statement ganz klar pro live Musik und contra Fußball. Das Set des schwarzen Schmetterlings war regelrecht gespickt mit Klassikern. Von „Schwarzes Blut“ bis hin zum Evergreen „Ich will brennen“ war wirklich alles dabei, was das schwarze Herz brauchte. Eine fantastische Bühnen-Performance und eine (typisch) einmalige Publikumsanimation machte einfach nur Laune. Zum Thema Fußball sei gesagt, dass „kleinere technische Störungen“ bei einigen Personen die Laune bremste, aber die Niederlage der DFB-Auswahl schien dann doch schmerzhafter zu sein.

Bildergalerie: So waren ASP live

Zur Aufheiterung spielte keine geringere Band als der britische Adler Saxon. Der Titel „Legende“ kann zurecht an die Briten vergeben werden, weil sie es eben sind. Absolut verständlich, dass sie den Slot als Headliner am Donnerstag bekommen hatten. Über 35 Jahre geballte Hardrock-Erfahrung feierten ein Fest, dass wirklich als Highlight des Abends bezeichnet werden konnte. Frei nach dem Motto „The Eagel has landed“ wurde britischer Rock’n’Roll wie es sich gehört rausgehauen. Lemmy hat garantiert von oben runtergeguckt und den ein oder anderen Jacky-Cola auf seine Landsleute getrunken. Bis zu den Towern war das Infield gefüllt und wie gesagt: Bei einer Band von diesem Format, ist das auch alles andere als verwunderlich.

Bildergalerie: So waren SAXON live

Den Abschluss des zweiten Tages machte auch kein geringerer als Enslaved. Der „After Headliner Late Night Slot“ klingt vom Namen her etwas undankbar, aber bei einer Band dieser Größenordnung war das vollkommen egal. Die Skandinavier ließen sich schlichtweg nicht lumpen und trotzten der Legende Saxon. Ihr eigenwilliger Stil, den jeder für sich eigentlich definieren kann, enthält eine eigene Exkursion in den Bereich der Black und Death Metal-Geschichte. Ein wahrerer Genuss und ein absolut gelungener Abschluss, nach einem wirklich erfüllten zweitem Festivaltag.

RockHarz Open Air 2016: Aufwärm-Runde am Mittwoch

Bereits am Dienstag fielen die ersten Invasoren auf dem Flugplatz in Ballenstedt ein. Damit war das RockHarz Open Air 2016 zumindest camp- und biertechnisch schonmal eröffnet – fehlten also nur noch die Bands. Diese folgten dann auch knappe 24 Stunden später und das mit ordentlich Wumms. Sieben Bands eröffneten den Mittwoch als ersten Festivaltag und prügelten den Restalkohol der Dienstagsgäste aus dem Schädel.

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Mors Principium Est läutete pünktlich das RockHarz 2016 ein und sorgten 45 Minuten lang dafür, dass auch beim allerletzten Gast Festival- und RockHarz-Stimmung aufkam. Eine Mischung aus Melodic Death Metal und Metalcore sorgte für ordentlich Stimmung bei den Besuchern. Die zweite Band des Festivals waren die wohlbekannten Musiker von Shakra. Mit Feuer und Energie donnerten brachiale Gitarren-Riffs und eine voluminöse Frontstimme den Besuchern entgegen und sie wurden absolut gefeiert. Zahlreiche Pommesgabeln wurden nach oben gereckt, als sie die Bühne verließen – was ein Fest.

Bildergalerie: So war SHAKRA live

Nach zweimal Power kamen die AFM-Awards dran. Das Label ließ es sich nicht nehmen, im Zuge der Kooperation mit dem RockHarz, besondere Leistungen direkt am „Arbeitsplatz“ zu honorieren – eine gelungene Idee. Kissin‘ Dynamite betrat nach den Awards die Bühne. Die Tübinger Jungs demonstrierten, dass sie Hard Rock leben und das nicht zu knapp. Brachialer Rock’n’Roll knüppelte aus den Speakern und das die Musiker mittlerweile eine Institution in Sachen R’n’R made in Germany sind, wurde nun wirklich jedem klar.

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Danach wurde es pink. Sehr pink – und laut. Blödel-Metal aus Bayern stand auf dem Programm und das können keine geringeren sein als J.B.O. Eine Band, die wirklicher jeder Metalhead aus dem deutschsprachigen Raum schon mal irgendwo gehört hat. Die Kapelle tat das, was sie am besten kann und zwar Party bis zum Anschlag und jede Menge Spaß bis zum Umfallen. Eine große Anzahl an Besuchern zelebrierte die bierselige Musik der Erlangener und bei Kaiserwetter wurde das Bier schneller in den Rachen gekippt, als man gucken konnte. Leider machte der extreme Wind die „Ball-Aktion“ etwas zunichte, aber das brachte die gute Stimmung und die gewaltige Party nicht zum Kippen. Nach einer Stunde war das Fest vorbei und nicht wenige Metaller wankten mehr, als dass sie gingen, zu ihren Zelten.

Bildergalerie: So war J.B.O. live

Oder man blieb gleich auf dem Infield, denn keine geringere Band als Onslaught knüpfte an die Spass-Band an. Kickass Thrash Metal aus Bristol steigerte das Wutpotential um X-Level und passte absolut ins Bild des Tages. Abwechslung steht eben ganz oben auf dem Zettel des RockHarz. Perfekt zelebrierter Thrash Metal der alten Schule sorgte für viele rotierende Haare und Köpfe. Das Wort Abriss definierte den Auftritt der Thrash-Giganten aus UK mehr als nur treffend.

Bildergalerie: So war ONSLAUGHT live

Den Abschluss des ersten Abends machten die Krieger rund um Frontberserker Tetzel von Asenblut. Bereits letztes Jahr verzückten die Musiker die RockHarz-Besucher als Gewinner der Devil’s Wall Trophy 2015. Die Newcomer aus Niedersachsen rutschten in diesen Abend-Slot, da Deutschland erst am Donnerstag im Halbfinale auf Gastgeber Frankreich traf. Ein mehr als nur gelungener Auftakt des diesjährigen RockHarz Open Air.

RockHarz Open Air 2015 – Warm Up: Das ging ab am Mittwoch

Ballenstedt im Harz. Wie in jeden Jahr, verwandelt sich der sonst so ruhig gelegene Flugplatz bei Ballenstedt im Harz zu einer großen außergewöhnlichen Festivalmetropole. Dort kommen die verrückten und gut gelaunten Metal-Freaks – ob klein oder groß, verkleidet oder normal – auf ihre Kosten. Das RockHarz ist eines der bedeutendsten Rock- und Heavy-Metal-Festivals in Deutschland. Mittwoch, der erste Tag des Spektakels beginnt mit der Warm Up AFM Label Night, wenn auch mit einer halben Stunde Verspätung. Auf den Straßen zum Festivalgelände staut sich der Verkehr, es ist viel los. 

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WARM UP AFM LABEL NIGHT

„As Daylight Breaks“ ist das neue Debütalbum einer Band, die den Auftakt des RockHarz Open Airs 2015 startet. Das Festival ist seit Jahren unglaublich beliebt, denn es herrscht eine familiäre Atmosphäre. Und wer weiß nun, um welche Band es sich handelt?  Genau, wir meinen Serious Black. Sie sind die erste Band auf der „Devil’s Wall Stage“.

Gefolgt von Elvenking und We Butter the Bread with Butter (Kurzform wbtbwb), die beim Start mit kleinen technischen Problemen kämpfen müssen, dann aber das Publikum schnell mit ihren Deathcore-Klängen zum Ausrasten bringen. Marcel Neuman, einer der Gründer dieser Powerband, ist in der Vergangenheit als Gitarrist Mitglied der Band von Martin Kesici gewesen.

Bildergalerie: So waren WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER live

Das Line Up an diesen Abend ist aber damit noch nicht komplett. Wer fehlt, sind die „Urgesteine“ vom AFM Label. Die schon seid Jahren im Business bekannt sind und einige Konzerte, außerhalb von Deutschland spielen. Eine dieser Bands ist davon ist Suidakra. Im Jahr 2012 rockten sie bereits die Rockstage beim RockHarz Open Air. Die Düsseldorfer heizen mit ihren Melodic-Death-Metal und Celtic-Folk Metal Style den Zuschauer ordentlich ein.

Bildergalerie: So waren SUIDAKRA live

Für das Finale des ersten RockHarz-Abends geht zuerst die Göttinger Band Stahlmann an den Start. In Kürze (am 24. Juli) erscheint das neue Album „Co2“ (hier vorbestellen) der Band und hier gibt es den ersten Vorgeschmack auf  einige sehr gute Songs. Die neue Single „Plasma“ gibt es ebenfalls auf die Ohren. Was sticht aber am Meisten hervor? Das ausgefallene und extravagante Bühnenoutfit der Deutsch-Musiker. Also eine explosive Mischung. Zu guter letzt tritt das ungarische Quartett Ektomorf auf und beendet den  Mittwochabend.

Bildergalerie: So war STAHLMANN live