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Inhalt

FJØRT – „Couleur Tour 2018“ mit 13 Deutschlandkonzerten

Im Januar 2016 hatten FJØRT ihr zweites Album „Kontakt“ herausgebracht und sich mit ihrem stürmisch-atmosphärischen Sound als neue Hoffnung für die deutsche Posthardcore-Szene empfohlen. Die Aachener tourten unermüdlich durch Deutschland und Umgebung, nun haben FJØRT den Nachfolger veröffentlicht: „Couleur“ ist am 17.11. über das Hamburger Indie-Label Grand Hotel van Cleef erschienen.

In einem aufwendigen Livestream hatten FJØRT daraus vorab Songs vorgestellt, die druckvoll und bissig ihren Gift und Galle spuckenden Posthardcore noch tiefer in die Dunkelheit gerückt haben. Im Januar und Februar 2018 kommt das Trio mit seinem dritten Album auf 2-wöchige Konzerttour, es stehen 13 Konzerte in Deutschland auf dem Plan.

Das neue FJØRT-Album gibt es z. B. bei Amazon:
Audio-CD „Couleur“, Vinyl-LP „Couleur und MP3-Download „Couleur
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Deichbrand Festival 2017 – So war der Freitag

Die 13. Ausgabe vom Deichbrand Festival 2017 ist vorüber und hat 55.000 festivalbegeisterte in Glückseligkeit entlassen. Und dem Veranstalter ESK Events & Promotion GmbH damit einen neuen Besucherrekord beschert. Umfunktioniert zur Festivalstadt hat der Seeflughafen Nordholz nahe Cuxhaven in diesem Jahr ganze 5 Tage lang Campern und Musikfans ein Heim geboten. Bereits ab Mittwoch hatte das Deichbrand für die Besucher geöffnet, allerdings nur für Camper, die dies im Vorfeld angemeldet hatten. Hauptanreise und das eigentliche Programm startete am Donnerstag, bei dem erstmal nur die zwei kleineren Bühnen bespielt wurden, die Electric Island und das Palastzelt. Schmutzki, New Model Army, Apotygma Berzerk, Watchout Stampede und viele weitere traten dabei auf. Die zwei Hauptbühnen Fire und Water Stage kamen dann am Freitag dazu, wobei anders als bei vielen Festivals hier die Live-Shows nacheinander stattfinden und nicht parallel. Das Konzept des Veranstalters für das Line-Up viele deutsche Künstler zu engagieren, geht bereits seit einigen Jahren perfekt auf. Marteria, Cro, Kraftklub, Broilers, Trailerpark, AnnenMayKantereit – um nur einige der Beliebtesten 2017 zu nennen und auf der Seite der internationalen Bands waren es Placebo, Billy Talent und Biffy Clyro ein. Auch das Wetter war auf der Seite der Festivalbesucher und -betreiber, größtenteils schien die Sonne und erhellte die Gemüter.

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Deichbrand festival 2018 Tickets + Infos:

Deichbrand 2018 / Deichbrand Festival 2018 / #Deichbrand2018

odeville

Die Historie des Quartetts Odeville lässt sich bereits seit knapp 10 Jahren verfolgen. Früher noch englischsprachige Hardcore/Emo/alternative Songs, gefolgt von ersten Schritten auf Festivals und der späteren Selbstfindung der Band. Hauke Horeis und seine Bandkollegen stammen ursprünglich aus Stade, sind 2007 für Niedersachsen bei, heroes Wettbewerb angetreten und gewannen das Deutschlandfinale. Künstlerisch ambitioniert und kreativ hat sich die Weiterentwicklung vollzogen, nicht nur im Sinne eines Umzug der Band in die Hansestadt Hamburg. Odeville musizieren jetzt auf deutsch, und das funktioniert prima – wie auch das aktuelle Album „Phoenix“ mit der Ohrwurm-SIngle „Lichtblick“ zeigt. Das Wagnis hat sich gelohnt, zumindest zeigen sich die Deichbrand-Besucher am frühen Freitag nachmittag sehr angetan und die Band bei bester Laune. Ansteckend!

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frida gold

In den letzten Jahren haben Frida Gold so ziemlich alles erreicht, was als Elektropop-Act hierzulande möglich ist. Sie sind Gewinner zahlreicher Preise, wie etwa dem Radio Galaxy Award. Ihr Album „Liebe ist meine Rebellion“ führte 17 Wochen lang die deutschen Album-Charts an. Sängerin Alina Süggeler ist jedoch bodenständig wie eh und je und zeigt diese Seite auch auf ihrem aktuellen Werk „Alina“ – verletzlich, ehrlich und selbstkritisch. Die Bochumer Band hat ein Händchen dafür, Emotionen in ihren Songs so zu verpacken, dass diese einem als Zuhörer direkt ins eigene Gefühlsleben übergehen. Und die charismatische Alina auch als Model tätig ist, ist so eine Frida Gold-Show auch optisch sehr reizvoll inszeniert.

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In Extremo

Genau 20 Jahre bespielen die sieben Berliner nun die Bühnen sämtlicher Rock- und Metal-Festivals, kleine und große Hallen sowie die mittelalterlichen Pilgerstätten kreuz und quer in Europa. Aber In Extremo begeistern eigentlich die ganze Welt mit ihrer Musik. Mal laut, mal leise aber auch mal akkustisch: durch den Einsatz allerhand historischer Instrumente und vor Lebensfreude strotzender Texte, offenbart sich eine fast vergessene Klangwelt. In Extremo sind heute die wichtigsten Spielmänner ihres Genres und dass sie nach wie vor Spaß auf der Bühne haben, zeigen Dr. Pymonte, die Lutter, Flex der Biegsame, Yellow Pfeiffer, Van Lange, Specki T. D. und das Letzte Einhorn beim Deichbrand 2017 auf der Water Stage. Das Gute an In Extremo ist: man weiß genau, was man erwarten darf und man wird nie enttäuscht, denn sie bringen das Beste aus den beiden Welten Rock und Mittelaltermusik einfach zusammen, plus Flammen und Feuerwerk.

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dellé

Den Berliner Musiker Frank Dellé kennt man hierzulande ganz klar als drittes Mitglieder der Reggae- und Dancehall-Band Seeed, zusammen mit seinen zwei Bandkollegen Boundzound und Peter Fox. Die vielen Song-Ideen und vorläufige Ruhephase um Seeed haben den 47-jährigen angespornt, sich seinem zweiten Soloalbum zu widmen. Der Nachfolger vom Debüt „Before I Grow Old“ heißt „NEO“ und ist Sommer 2016 auf dem Markt. Der Berliner mit ghanaischen Wurzeln hat viele Talente in die Wiege gelegt bekommen, ob als Sänger, Drummer, Songwriter – Dellé macht überall eine gute Figur. Sein Markenzeichen sich die langen Dreadlocks, die bei den wilden Shows von Seeed ständig durch die Luft wirbeln. Solo besinnt sich Dellé eher am klassisch-entspannten Reggae und das in englischer Sprache. Für die Besucher im Palastzelt geht das absolut in Ordnung. Die Neugierde hat sie hergebracht und lässt sie nun alle mitfühlen, mitwippen und mittanzen – und das alles in relaxter Grundhaltung, denn im Zelt ist es bei den warmen Außentemperaturen natürlich auch ganz schön heiß.

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feine sahne fischfilet

Deutschlands Punkband Nummer 1 aus Mecklenburg Vorpommern spielt Punk – SkaPunk oder aus Punkrock. Unüberhörbar ist es allemal. Die Band engagiert sich gegen Rassismus, Homophobie und Sexismus und all das sind auch Themen ihrer Musik. Auch wenn die Truppe dadurch einige Jahre vom Verfassungsschutz unter die Lupe genommen wurde. Vor allem Frontmann „Monchi“ wird für seine direkte und offene Art überall gefeiert. Apropos feiern: Heute feiern Feine Sahne Fischfilet den Geburtstag von Monchi und entsprechend gibt es eine authentische Sause mit Bier, Pfeffi, politischen Ansagen und Banananboot-Stage Diving. Denn schließlich ist es genau diese unverwechselbare Art, die der Band zum Markenzeichen geworden ist.

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Chiemsee Summer 2016 – Tag 4: Das ging ab am Samstag

Schade, dass es nach dem heutigen Tag schon mit dem Chiemsee Summer 2016 vorbei sein muss. Kaum ist die Freundschaft geschlossen, ist es auch schon wieder aus. Aber der jüngere Bruder Chiemsee Summer 2017 ist sicher auch ein cooler Typ.

Eine allgemeine Aufbruchsstimmung macht sich auf den Campingplätzen breit. Es liegt zwar noch viel Müll an den Orten, an denen die Zelte schon abgebaut wurden, verglichen mit anderen Festivals sind die Besucher des Chiemsee Summers aber sehr ordentlich. Noch gibt es aber keinen Grund das Festival endgültig zu verlassen. Das wäre verrückt, denn der Tag wird heiss! Nicht nur wegen dem Wetter, sondern auch wegen dem Programm. Mit ASD, NOFX, Damian Marley, Fritz Kalkbrenner und Steve Aoki wird alleine schon auf der Hauptbühne ordentlich was geboten. Gut, dass die DJ’s erst am letzten Abend spielen. Eine After Hour zum eigentlichen Festival ist viel besser, als sie irgendwo in die vier Festivaltage zu quetschen.

NOFX

Einprägsam, humoristisch und absolut schräg – so sind die Jungs von NOFX. Bevor sie auch nur ansatzweise den ersten Song spielen, quatschen sie erst einmal über Gott und die Welt, wie toll sie es finden, am Chiemsee zu spielen und so weiter. Aber hey, sie können auch wirklich coolen Punkrock spielen, wenn sie wollen. Heute Pöbeln sie aber viel lieber gegen die Leute in der Panoramabar, sind neidisch auf ihren Reichtum und das Publikum feiert sie. Dazu kommen noch El Hefes Huldigungen an Steve Aoki, der am Abend auftreten wird. „Ich folge dir auf Instagram“– und tatsächlich – Steve Aoki steht am Rande der Bühne.

Bildergalerie: So war NOFX live

FJØRT

Harte Gitarrenriffs schlagen der Crowd aus dem dichten Bühnennebel entgegen. Naja, von einer Crowd zu sprechen wäre übertrieben. Gerade mal ein paar haben es in das überhitzte Zelt geschafft. Der Rest sitzt davor und lauscht von dort aus. Fjørt genießen auf dem Chiemsee Summer 2016 noch den Außenseiter- und Geheimtippstatus, aber das ändert sich in naher Zukunft ohne Zweifel. Ein Fan des Genre Post-Hardcore-Metal zu sein, wird bei ihren Konzerten aber vorausgesetzt. Sonst bleibt der Spass an der Musik schnell auf der Strecke.

Bildergalerie: So war FJØRT live

DAMIAN „Jr. Gong“ MARLEY

Unglaublich! Es gibt bei einem Festival, das aus dem Chiemsee Reggae und Chiemsee Rocks fusioniert wurde, tatsächlich noch Reggae. Heute in Form von Damian Marley. Bei dem Nachnamen bleibt wohl kein anderes Genre übrig. Sein Vater wird uns auf ewig in Erinnerung bleiben, so prägend waren seine Songs. Einen Abklatsch der Musik seines Vaters spielt Damian auf keinen Fall. Seine Songs haben viel mehr elektronische Einflüsse. Als Opener spielt er „Make It Bun Dem“, ein Song, der zusammen mit dem amerikanischen Dubstep-Produzenten Skrillex entstanden ist. Trotzdem klingt es wirklich sehr cool und ein starker Grasgeruch hängt in der Luft. So stellt man sich das doch vor. Trotz vieler anderer Einflüsse, spielt Damian Marley immer noch Reggae.

Bildergalerie: So war DAMIAN MARLEY live

FRITZ KALKBRENNER

Der zweite Künstler des Tages mit einem bekannten Nachnamen. Nein, es wäre falsch zu behaupten Fritz Kalkbrenner wäre nur wegen seines Nachnamens erfolgreich. Zumal er sich musikalisch doch sehr von Paul unterscheidet. Paul spielt chilligen Techno, Fritz chillige bis treibende Clubmusik, aber das ist auch alles eine Ansichtssache. Sympathisch ist der Sänger und Produzent allerdings. „Hi Leute, ich bin Fritz und den Track kennt ihr alle“, begrüßt er sein Publikum. Natürlich hat er recht: wer „Void“ nicht kennt muss die letzten zwei Jahre auf dem Mond gelebt haben.

Bildergalerie: So war FRITZ KALKBRENNER live

STEVE AOKI

Und schon geht es auf die letzten Stunden zu. Für viele Festivalgänger ist das Chiemsee Summer auch Saisonabschluss. Umso intensiver wird die gesunde Bergluft nochmal eingesaugt und die Füße werden für den letzten Tanz gewappnet. Im Infield heißt es jetzt dicht an dicht stehen, kein Wunder, denn mit Steve Aoki präsentiert Veranstalter FKP Scorpio einen der größten DJs unserer Zeit. Der US-Electro- & House-Produzent aus Kalifornien ist bekannt für seine wilden Shows und auch heute erfüllt er alle Erwartungen. Eine spektakuläre Rauch-, Pyro- und Lichtshow untermalt eindrucksvoll die zuckenden Beats und wummernden Bässe. Der DJ mit den japanischen Wurzeln ist alles andere als ein Ruhepol, er springt herum surft in der Crowd und bewirft traditionell (das macht er auf jeder seiner Shows) das Publikum mit einer großen Steve Aoki-Sahnetorte. Für zwei weibliche Fans geht dann auch noch der Traum in Erfüllung: sie dürfen rauf zu Aoki und mit ihm abfeiern. Apropos Sahnetorte und Traum: Frontmann Fat Mike von NOFX stürmt zwischendrin mit auf die Bühne, „tortet“ Aoki selbst ein und schraubt mit ihm an den Reglern. So cool kann man ds Chiemsee Summer Festival 2016 doch direkt in Erinnerung behalten. Und zum Glück kann man sich ja auch schon wieder aufs nächste Jahr freuen.

Bildergalerie: So war STEVE AOKI live

Danke an:
Lukas Seufert für Bilder und Text

Hier geht’s lang zum Bericht: „Chiemsee Summer 2016 – Tag 1„,
Chiemsee Summer 2016 – Tag 2“ und „Chiemsee Summer 2016 – Tag 3

Reload Festival 2016 – Tag 1: Das ging ab am Freitag

Sommer, Sonne, nackte Haut, und das Ganze begleitet von erbarmungslosen Gitarrenriffs, lauten Beats und provokanten Gesängen. Dass Festivalbesucher auf so etwas abfahren, zeigen die offiziellen Besucherzahlen des diesjährigen Reload Festivals in Sulingen eindeutig. Zum Vorjahr hat sich die Zahl nämlich verdoppelt. Trotz der Anreise-Strapazen und fehlenden freien Zeltplätzen, was die Organisation schnell in den Griff bekam, knackt das Reload  Festival 2016 nach Aussage der Pressesprecher die 10.000 Besucher-Marke. Hohe Ziele sind auch direkt für das nächste Jahr seitens der Organisation gesteckt worden, denn für den Zeitraum vom 25. – 26. August 2017 soll es nochmal einen Zuschlag für die Zuschauermenge geben – Respekt! Unter den ersten Band-Bestätigungen sind Caliban, Mr. Irish Bastard und der erste Headliner ist Amon Amarth. Der Vorverkauf hat bereits gestartet.

Den Startschuss für das Reload Festival 2016 liefert am frühen Freitag nachmittag die aufstrebende Band Steak Number Eight aus Belgien mit sehr eigenem, aber interessant gestaltetem Postmetal. Mit im Gepäck hat das Quartett ihr neues Album „Kosmokoma“, dass sie übrigens jetzt im September auf Tour durch Deutschland näher vorstellen. Gleich darauf folgt die Band Fjørt mit brachialem, deutschsprachigen Post-Hardcore aus Aachen. Das Trio mit Sänger Chris Hell an der Front, erteilt den Zuschauern eine denkwürdige Lektion in klanggewaltigem Exorzismus.

Bildergalerie: So war STEAK NUMBER 8 live

Bildergalerie: So war FJØRT live

Mit Dog Eat Dog betritt dann eine echte Legende und Wegbereiter für den modernen Cross Over die Bühne. DED mixen seit über 25 Jahren gekonnt verschiedene Stile wie Hardcore, Punk, Rap und Metal, bei denen der Tanz- und Mitsingfaktor durchweg groß ist. Die fünf Herren aus New Jersey/USA spielen ihr Set souverän und zu keiner Minute merkt man, dass sie nicht mehr die Jüngsten sind.

Bildergalerie: So war DOG EAT DOG live

Die unangefochtene Nummer eins in Sachen modernem Melodic Hardcore sind Comeback Kid aus Kanada. Das Infield wird regelrecht von einer geballten Ladung Aggression und Energie überrollt, was die zahlreichen Besucher mit wilder Feierei auch gebührend würdigen. Ihr wahres Potential kann sich bei so einem Live-Auftritt einfach am besten entfalten

Bildergalerie: So war COMEBACK KID live

Und weiter geht es im Hardcore-Genre. Stick To Your Guns aus Orange County/USA schlagen in die gleiche Kerbe die zuvor spielenden Kanadier. Da steht pure Eskalation auf dem Plan, wenn Frontmann Jesse Barnett ins Mikro brüllt. Gleichzeitig melodiös und aggressiv sind die Songs, die einem da um die Ohren fliegen. Und obwohl erst vier Bands gespielt haben, sind die Zuschauer bereits in voller Fahrt.

Bildergalerie: So war STICK TO YOUR GUNS live

Agnostic Front, DIE Hardcore-Band überhaupt aus New York/USA, erhöht den Kult-Status  heute beim Reload Festival gleich mal um das X-Fache. Ihre Mischung aus Hardcore und Punk bekommen die „alten Herren“ live einfach unglaublich hin. Wobei Kompromisse oder Spielereien eben einfach nicht ihr Ding sind. Macht aber auch nichts, wenn jeder Ton am rechten Platz ist. Und welcher Genre-Fan die Gassenhauer wie „Gotta Go“ oder „For My Family“ noch nicht kennt, bekommt sie jetzt aber volle Breitseite.

Bildergalerie: So war AGNOSTIC FRONT live

Nun sind die Emil Bulls aus München an der Reihe, und so gleich wird es deutlich metallischer. An Bühnenerfahrung mangelt es dem Quintett nicht. Sie blicken schließlich auf 20 Jahre im Business zurück. Und sie kennen keine Gnade, wenn die Double-Bass im fliegenden Wechsel mit den Gitarrenriffs losdonnern. Frontmann Christoph von Freydorf liefert dazu Erste-Sahne Growls. Aber diese Fünf können nicht nur knüppelhart, denn da schleichen sich immer wieder sauber ins Ohr flutschende Refrains und hüftkompatible Riffs dazwischen. 

Bildergalerie: So war EMIL BULLS live

Die Angstfabrik aus L.A. Fear Factory erhöht das Metal-Level abermals. 26 Jahre geballte Aggression und Zerstörungswut spielen hier auf und prügeln auch wirklich alles, was das Metalgenre zu bieten hat, den zahllosen Zuschauern entgegen. Und das alles in Form von mitreißenden Refrains, eingängigen Melodien und Maschinengewehr-Drumattacken. Der Abriss ist damit schon fast am Tages-Höhepunkt angekommen.

Bildergalerie: So war FEAR FACTORY live

Arch Enemy aus Schweden sind die Nächsten im Line Up. Was soll man zu ihnen sagen? Sie segeln unaufhörlich gen Melodic Death Metal-Flaggschiff. Live demonstrieren die Skandinavier einmal mehr, wie sie in den letzten Jahren ihren Erfolg kontinuierlich ausgebaut haben. Bei dieser Band stimmt einfach alles! Absolut sauber und präzise zocken sie ihr Set herunter, wobei Alissa White-Gluz natürlich auch viele optische Reize schafft. Endlich mal eine Frau an der Front!

Bildergalerie: So war ARCH ENEMY live

Hatebreed betreten die Bühne und was man von den Amerikaner stets gewohnt ist, bekommt man auch hier zu sehen und zu hören: Hardcore ohne Schnörkel und Kompromisse. Bei „Born To Bleed“ oder „Destroy Everything“ bebt die Erde regelrecht. Jamey Jastas derbe Shouts, dazu Killerriffs, Breakdowns und Doublebase-Salven sind das Markenzeichen dieser Band. Seit mehr als 22 Jahren existiert die Band und dass sie nicht nur in der USA eine wirkliche Größe sind, zeigen ihre meist ausverkauften Konzerte und die Begeisterung in den Gesichtern der Reload-Zuschauer.

Bildergalerie: So war HATEBREED live

Limp Bizkit entwickelten sich kurz vor der Jahrtausendwende zu einer der weltweit erfolgreichsten Nu-Metal-Bands. Nachdem es dann etwas ruhig um den US-Fünfer wurde, treten sie aktuell wieder öfter als Festival-Headliner auf den Plan. Fred Durst ist immernoch ganz Rampensau und augenscheinlich fitter als je zuvor. Gitarrist Wes Borland präsentiert sich wie eh und je im extravaganten Look, ganz in weiß und mit Totenmaske als Make Up. Limp Bizkit lassen es krachen und geben dem Nu-Metal seine Kraft in vollem Glanz zurück. Zeitweise scheint die Show leider etwas improvisiert und die Menge an Einspielern und Coverhits wie „Killing in the Name“ (Rage Against the Machine) oder „Smells Like Teen Spirit“ (Nirvana) verleiten zum Gedanken, dass fast mehr Cover als eigene Songs gespielt werden.

Bildergalerie: So war LIMP BIZKIT live

Hier geht es zum Bericht: „Reload Festival 2016 –Tag 2