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Kollegah in Köln – Was ihr wissen solltet

Am Dienstag, den 12. November 2019 gibt Deutsch-Rapper Kollegah in Köln auf seiner aktuellen „Monument Tour 2019“ ein Konzert! Hier findet ihr nachfolgend einen Überblick über Anfahrt, Einlass, Vorgruppe und viele weitere hilfreiche Informationen. Im Mittelpunkt des Konzerts, das im E-Werk Köln stattfindet, steht natürlich der 35-jährige Musiker selbst – mit im Gepäck hat er sein neues Doppelalbum „Monument“, das satte 43 Songs umfasst. Veröffentlich hat Kollegah es nach fast 15 Jahren Rap-Karriere, sechs Alben, zahlreichen Mixtapes, der „JBG“-Reihe mit Farid Bang sowie unzähligen Singles, Features und Freetracks.

Wenn ihr bereits vorab ein Ticket für Kollegah in Köln ergattert habt, könnt ihr jetzt die Planung für das bevorstehende Konzert starten. Hier findet ihr übersichtlich und auf einen Blick alle wichtigen Infos, damit ihr euch voll und ganz auf das große Konzerterlebnis konzentrieren könnt. Kollegah-Tickets für das E-Werk gibt es aber noch für alle kurzentschlossenen bei Eventim oder aber an der Abendkasse.

Anreise und parken

Bitte denkt bei der Planung eurer Anreise daran, dass es im (weiteren) Umkreis vom E-Werk & Palladium – durch verschiedene Baumaßnahmen im Bereich Köln Mülheim und der Veranstaltungsdichte – zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen kann. Daher empfehlen wir euch die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

  • Linie 13/18 bis Wiener Platz, weiter mit Linie 4 bis Keupstraße und anschließendem Fußweg von ca. 12 Minuten bis zur Halle
  • Linie 4 bis Keupstraße und anschließendem Fußweg von ca. 12 Minuten bis zur Halle
  • Bus 159/250/260/434 bis Wiener Platz, weiter mit Bus 151/152/153 bis Keupstraße und anschließendem Fußweg von ca. 12 Minuten bis zur Halle
  • Bus 150 ab Bf Mülheim oder Wiener Platz bis Schanzenstraße Nord/E-Werk mit Haltestelle direkt vor der Halle
  • S-Bahn S6/S11 bis Bahnhof Köln-Mülheim, weiter mit Bus 151/152/153 bis Keupstraße und anschließendem Fußweg von ca. 12 Minuten bis zur Halle

Anreise mit dem PKW
Adresse: Schanzenstraße 37, 51063 Köln (E-Werk)

Parkmöglichkeiten
Im Medienzentrum Ost, dem großzügigen Gelände rund um das E-Werk & Palladium Köln, stehen nah Parkplätze zur Verfügung:

  • Parkplatz P1 (Kurve Schanzenstraße): 3,00 € Parkgebühr/pro Abend
  • Parkplatz P2 (gegenüber Einfahrt Carlsgarten): abgeschrankt, 1,00 € pro Stunde
  • Parkplatz P3 (Carlswerkstraße): 3,00 € Parkgebühr/pro Abend

Mehr Informationen findet ihr auf der Seite des Veranstalter.

Programm-Übersicht

Der Einlass am Dienstagabend startet voraussichtlich gegen 18:30 Uhr. Um 20:00 Uhr wird es dann soweit sein: Bei seinem Konzert wird euch Kollegah in Köln knapp zwei Stunden lang mit vielen musikalischen Meilensteinen aus seiner Künstler-Diskografie beglücken. Dieses Konzert wird ein ultimatives Fest für alle, die Kollegah schon einmal live erlebt haben oder seine vielen Hits kennen, und natürlich all die Personen, die den begabten Rapper bislang verpasst haben!

Sicherheitshinweise – was darf mit

Plant ein wenig Zeit für die Sicherheitsmaßnahmen ein, es wird Taschenkontrollen und Bodycheck geben. Handtaschen, Clutches, Turnbeutel, Bauchtaschen und sonstige Taschen bis maximal DIN A4-Format (ca. 21 cm x 30 cm) sind erlaubt. Größere Taschen könnt ihr leider nicht mit auf das Veranstaltungsgelände nehmen. Beschränkt euch am besten auf wesentliche Gegenstände wie Handy, Schlüssel oder Portemonnaie.

Nicht erlaubt sind:

  • Waffen aller Art
  • Bengalos/Feuerwerkskörper oder ähnliches
  • Drogen
  • Kameras/Kamera-Equipment/Selfie-Sticks/Stative
  • Videokameras/Tonrekorder
  • Taschengrößer als A4
  • PET-Flaschen/TETRA-Packs/Glas/Dosen
  • Regenschirme (auch Knirpse)
  • Klapp- und Campingstühle, Hocker
  • Picknickkörbe/Kühlboxen
  • sonstige sperrige Gegenstände
  • Tiere
  • Megaphone/Vuvuzelas
  • Haarspray

Zum Jubiläum lassen es Skunk Anansie in Köln ordentlich krachen

25 Jahre Bandgeschichte schreiben Skunk Anansie mittlerweile. Die britische Formation um Frontfrau Skin ist vielen vor allem durch den Song „Hedonism“ bekannt, der ihnen zu Bekanntheit bis in den Mainstream verhalf. Jetzt ist es an der Zeit zu feiern. In Köln steht dabei das E-Werk auf dem Programm, das an diesem Abend ausverkauft ist.

Zunächst dürfen allusinlove das dem Wetter sei dank sowieso schon aufgeheizte E-Werk noch weiter anfeuern. Die Jungs aus Yorkshire rocken sich und das Publikum schnell zu tropischen Temperaturen und sehen auch gar keinen Grund in der Hitze einen Gang herunter zu schalten. Und sie geben die Richtung für den Abend: Es wird LAUT. Das Set der vier Jungs macht Spaß, auch wenn sie in Sachen Publikumsmithilfe (sie wünschen sich ein Handylichtermeer) noch etwas betteln müssen. Begeistert sind die Fans in Köln dennoch. Alles richtig gemacht.

Skunk Anansie legen dann in Sachen Lautstärke noch einmal ordentlich einen drauf. Selbst mit Gehörschutz ist der Tinitus so vorprogrammiert. Es ist laut, heiß und voll – doch das verschreckt die Fans im E-Werk nicht. Sie feiern ausgelassen und ausgiebig mit Skin, Ace (Gitarre), Cass (Bass), Mark (Schlagzeug) und der Live-Neubesetzung an Keyboard und Gesang. Und vor allem Skin scheut sich nicht dem Publikum ganz nah zu kommen. Immer wieder lässt sie sich von den Fans auf Händen quer über die Menge tragen oder umarmt die Fans in der ersten Reihe.

Musikalisch ist alles selbstverständlich ebenfalls auf höchstem Niveau – ganz wie man es von Skunk Anansie gewohnt ist. Die Setlist schlängelt sich wild durch die Diskografie der Briten und auch zwei neue Songs – „This Means War“ und „What You Do For Love“ – schaffen es ins Programm. Zwischendurch ist natürlich auch Zeit für den ein oder anderen politischen Seitenhieb gegen den Brexit oder für Gleichberechtigung, ganz wie sich das gehört.

Es ist ein musikalisches Fest, das einem Viertel Jahrhundert würdig ist. 105 Minuten rocken Skunk Anansie die Bühne und wenn es nach den Fans in Köln ginge, könnten die Briten noch ewig so weitermachen. Die neuen Songs machen Lust auf mehr, von den Alten kann das Publikum nicht genug kriegen. Danke Skunk Anansie und auf die nächsten 25 Jahre!

Black Stone Cherry in Köln

Während die Innenstadt von Köln noch im Ausnahmezustand schwelgt, geht es ein paar Kilometer aus der Mitte raus etwas gesitteter zu. Dafür aber lauter. Im E-Werk stehen an diesem Abend Black Stone Cherry auf der Bühne. Begleitet von einem perfekt gebuchten Support: Monster Truck. Mit rund 1.400 Gästen ist die Location zu knapp zwei dritteln verkauft. Dies tut der Stimmung aber keinen Abbruch, die Leute haben Spaß.

Monster Truck

Nach dem Monster Truck, die Hard- und Southern-Rocker aus Kanada 2016 als Vorband mit Billy Talent spielen duften, haben die vier Jungs ordentlich Auftrieb bekommen und eine stetig wachsende Fangemeinde. Das merkte man auch deutlich an diesem Abend. Mit einer lässigen Textsicherheit des Publikums wurden altbekannte Hits aus dem zwei Jahre alten Album „Sittin Heavy“ und natürlich auch aus dem aktuellen Album „True Rockers“, welches dieses Jahr erschienen ist, lautstark mit geschmettert. Mit ihrem 70er Rock schlugen sie geschmacklich in jedem Fall ein und waren ein hervorragender Opener für Black Stone Cherry.

Black Stone Cherry

So langsam wurde es warm im E-Werk und die Leute ungeduldig. Nach einer kleinen Umbauphase stürmten Gitarrist Ben Wells und Bass-Spieler Jon Lawhon energiegeladen die Bühne und mit den ersten Tönen von Frontmann Chris Robertson, gab es im Publikum kein halten mehr. Die gute Laune und Energie, die auf der Bühne zu spüren war spiegelte sich bei den Fans deutlich wieder. Mit dem Song „Rain Wizard“ eröffneten die vier Jungs aus Kentucky die Show. Spätestens nach dem dritten Song „Me and Mary Jane“ schwang jeder im Saal sein Tanzbein. Kostümierte Karnevalfans und Karnevalmuffel feierten, tanzten, sangen und schüttelten ihr Haar gemeinsam im Takt der Musik. Wenn das kein gelungener Abschluss der Saisoneröffnung der 5. Jahreszeit war.

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Singer-Songwriter Ben Howard in Köln

Pünktlich zum Release seines Albums „Noonday Dream“ spielt der britische Singer-Songwriter Ben Howard ein ausverkauftes Konzert im Kölner E-Werk. Ben Howard ist als Ausnahmegitarrist mit Einflüssen von Bob Dylan bis hin zu Joni Mitchell, stets seinen eigenen Weg gegangen. Sein Debütalbum „Every Kingdom“ zeigte Pop-Folk mit Hits wie „Keep Your Head Up“ oder „Old Pine“. Howards Texte und Instrumentalisierung sind stets einfühlsam, ehrlich und bewegend. Trifft dies auch für das frisch veröffentlichte dritte Studio-Album zu?

Mit beeindruckender Video-Einbindung und Licht-Show wirkte die Show von Ben Howard durchdacht, aber immer noch authentisch. Eine vielfältige Band inklusive Streichern brachte einen fein durchwebten Klangteppich in das Kölner E-Werk. Dabei schien sich Howard völlig von seinen alten Erfolgen abzuwenden: zur ersten Hälfte wurden lediglich Songs des frisch veröffentlichten neuen Albums gespielt, es folgte eine Durchmischung mit Songs des Nachfolgers „I Forget Where We Were“ – doch auch diese waren rar gesäht.

Ben Howards vielfältige und beeindruckende Gitarrenkünste sind und bleiben ungeschlagen und definieren seine Konzerte. Nichtsdestotrotz kommt man nicht ummehr, eine leichte Enttäuschung im Publikum zu erkennen – einfach, weil die Zuschauer auch wegen den Erfolgen der ersten Alben trotz Gewitter in das E-Werk strömten. Ob die durchdachten Klangkonstrukte des neuen Albums reichen, um ähnliche Erfolge zu erzielen wie die Vorgänger bleibt fraglich. Klar ist jedoch, dass Howards Songs auf die Bühne gehören – mit einer beeindruckenden Band, einer Stimme die im Kopf bleibt und vor allem einem einzigartigen Künstler, der seinen eigenen Weg unabhängig von seinen vergangenen Erfolgen geht.

Amy Macdonald in Köln: Musikalischer Sonnenschein trotz schottischem Wetter

Fünf Jahre sind vergangen seit Amy Macdonald mit „Life in a Beautiful Light“ die Herzen der Fans eroberte. Jetzt ist sie endlich mit „Under Stars“ (02/2017) zurück. Zwar schafft es die charmante schottische Sängerin damit nicht wie mit dem Album zuvor auf Platz 1, Platz 2 der deutschen Charts ist ihr jedoch sicher und die Begeisterung ist groß. Auch eine Tour darf dazu natürlich nicht fehlen und so dürfen sich die Fans in Köln über einen Besuch im E-Werk freuen. Im Gepäck hat sie dabei Newton Faulkner, der die Konzerte für sie eröffnet.

NEWTON FAULKNER

Newton Faulkner kommt zunächst unscheinbar daher und beginnt sein Set ohne sich daran zu stören, dass der Gesprächspegel im Publikum nur bedingt eingestellt wird. Der englische Sänger und Songwriter macht sein Ding und lässt statt großer Worte die Musik für sich sprechen –und das mit Erfolg. Mehr und mehr zieht er die Aufmerksamkeit der Zuschauer im ausverkauften E-Werk auf sich, bindet sie in sein Set ein indem er sie zum Mitsingen auffordert und steigert sich mit jedem Song selbst. Er ist dabei der typische Singer/Songwriter, der außer seiner Gitarre, ein paar Effektgeräten und sich selbst nicht wirklich viel braucht, um einen unterhaltsamen Abend zu gestalten. Seine Art Gitarre zu spielen ist erfrischend und beeindruckend zu beobachten, seine Stimme ist vielseitig und hat Charakter. Lediglich in den Zwischenansagen fehlt ihm dieses Quäntchen Entertainer-Qualität um die Zuschauer ganz in seinen Bann zu ziehen. Highlight ist definitiv seine Interpretation von Queens „Bohemian Rhapsody“.

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AMY MACDONALD

Dann ist die Zeit für Amy Macdonald und ihre Band gekommen. Der Titeltrack des neuen Albums leitet ein umfassendes Set ein, durch das Amy gut 105 Minuten führt. Dabei wird kein Longplayer ausgelassen, alle großen Hits gespielt und kein Fanwunsch offen gelassen. Mit 21 Songs ist das Programm dabei recht straff, so dass sie sich zumeist lieber auf die Musik konzentriert statt lange Ansagen zu halten. Ein paar kleine Anekdoten dürfen dennoch nicht fehlen und sorgen – auch wenn sie selbst nicht an ihre Qualitäten als Comedian glaubt – für den ein oder anderen Lacher. Doch auch ein deutlich politisches Statement gegen die aktuelle US-Regierung darf nicht fehlen.

Mittelpunkt des Abends ist aber – und so soll es sein – ihre Musik. Neue wie alte Songs geben sich die Hand und die Fans lauschen zumeist andächtig. Getanzt wird wenig, dafür ist der Altersdurchschnitt vielleicht zu hoch. Mitsing-Spielchen sind auch eher zaghaft, doch in diesem Fall lässt Amy auch nicht locker bis die gesamte Halle einstimmt. Das alles ist eingebettet in ein abwechslungsreiches und traumhaftes Lichtsetting und auch der Sound stimmt. Wer in der Nähe der Technik steht, bekommt übrigens gleich doppelt etwas geboten, denn vor allem der Lichttechniker ist mit so viel Energie und Spaß bei der Arbeit, dass es eine Freude ist ihm dabei zuzusehen.

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So vergeht die Zeit im Flug und für ein paar Stunden ist das schottische Wetter vor der Tür, wie Amy es selbst betitelt, vergessen. Amy Macdonald ist und bleibt eine großartige Sängerin und ihre Konzerte sind Garant für einen musikalisch großartigen und unvergesslichen Abend. Und lang müssen die Fans auch nicht auf sie warten, denn bereits im Sommer gibt es Nachschlag – dann allerdings OpenAir und mit hoffentlich besserem Wetter!

Das aktuelle Album von Amy Macdonald gibt’s bei Amazon:
Audio-CD „Under Stars“, Vinyl-LP „Under Stars“ oder MP3-Download „Under Stars“

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Mit „Cleopatra“ um die Welt: The Lumineers zu Gast in Köln

Mit ihrem Debüt „The Lumineers“ feierte die gleichnamige Band aus Denver, Colorado 2012 bereits solide Erfolge als Newcomer. Jetzt – vier Jahre später – geht der Nachfolger „Cleopatra“ an den Start. Da darf eine Tournee rund um die Welt nicht fehlen. In Deutschland steht auch ein Halt in der Domstadt auf dem Programm, wo das E-Werk beste Vorraussetzungen für einen guten Konzertabend bietet. Bei perfektem Frühlingswetter finden sich so 1.850 Fans ein, um dem Folk Rock der Künstler zu lauschen.

Zunächst ist es allerdings die Aufgabe von Andy Shauf das Publikum aufzuwärmen. Der kanadische Songwriter verliert dabei leider auf ganzer Linie. Seine ruhigen Songs sprechen das Publikum sichtlich nicht an. Dass er und seine Band ohne Frontlicht mit viel Nebel und viel rotem Licht von hinten auch mehr auf der Bühne verschwinden, macht es nicht besser. Und dass der Gesang schon in den ersten Reihen verschluckt wird, tut sein übriges. Ein gewisser Unterhaltungspegel ist leider häufig während des Auftritts eines Supports absehbar. Dass dieser Pegel aber lauter ist als der Künstler auf der Bühne, ist eindeutig ein neuer Tiefpunkt. So ist es kaum mehr als Höflichkeitsapplaus, der ihn verabschiedet.

Bildergalerie: So waren THE LUMINEERS live:

Das soll sich alles glücklicherweise schon mit den ersten Klängen von „Cleopatra“ ändern. Nach einem langen Intro erscheinen Wesley Schultz (Gesang, Gitarre), Jeremiah Fraites (Schlagzeug), Neyla Pekarek (Cello, Mandoline, Klavier), Stelth Ulvang (Klavier, Mandoline, Akkordeon, Gitarre, Banjo, Trompete) und Byron Isaacs (Bass) auf der Bühne und werden von einem begeisterten Publikum begrüßt. Und die lassen sich auch gar nicht lang bitten und gehen direkt in die Vollen. Bereits als vierten Song wartet mit „Ho Hey“ der erste große Hit und damit gibt es kein Halten mehr. Es wird getanzt, gefeiert und mitgesungen und damit ist die Stimmung perfekt. So sollte es immer sein.

Auch auf der Bühne ist der Spaß deutlich. Die Interaktionen der Musiker miteinander und mit dem Publikum treiben die Stimmung weiter an, was das Konzerterlebnis perfekt macht. So ist es wie mit allen schönen Dingen, der Abend vergeht wie im Flug. Ihre Songs haben dabei etwas von filigranen Schmetterlingen, die durch die Halle tanzen: Wunderschön, aber dank einer durchschnittlichen Spielzeit von um die drei Minuten auch kaum festzuhalten. Das resultiert dann leider auch in einer Spielzeit von nur 75 Minuten, obwohl die Setlist reichhaltig ist und keine W ünsche offen lässt. Manchmal steckt in der Kürze eben die Würze. Und so ist niemand unzufrieden – ganz im Gegenteil sogar – als die Musiker das Kölner Publikum in den Frühlingsabend entlassen.

Musik mit Herz und Seele – James Morrison in Köln

Es scheint die Zeit der großen jungen Songwriter zu sein. Im Moment geben sie sich mit ihren Tourneen förmlich die Klinken in die Hand. Nach Hozier und James Bay ist nun James Morrison an der Reihe die Fans in der Domstadt zu verzaubern. Entsprechend zahlreich folgen sie seinem Ruf ins E-Werk, das an diesem Abend ausverkauft ist.

Doch zunächst gehört Kelvin Jones die Bühne. Lediglich in einen pinken Lichtkegel gehüllt, punktet er beim Publikum schon mit seiner Begrüßung in erstaunlich gutem Deutsch. Damit ist das Eis gebrochen und seine Musik spielt sich gekonnt in den Vordergrund. In einer Mischung aus eigenen Songs und gekonnten Coverversionen zieht er die Aufmerksamkeit auf sich. Kleine Anekdoten, zum Beispiel über seinen spontanen Besuch beim Echo, würzen das Gesamtpaket. Die Mischung aus Blues und Pop stimmt, seine Stimme ist so markant, dass er nicht in der Masse verschwindet. Das Publikum ist zufrieden.

Bildergalerie: So war KELVIN JONES live:

Dann ist es allerdings endlich an der Zeit für James Morrison. Vor allem von den ersten Reihen wird er stürmisch begrüßt. Die Herzen der Damen sind ihm an diesem Abend dem Kreischpegel nach definitiv schon vor der ersten Note sicher. Den Rest des Publikums lässt aber nicht lang auf sich warten. Kein Wunder, denn es stimmt einfach alles. James entfaltet sich gemeinsam mit seiner Band im Hintergrund in einem beeindruckenden Bühnenset, das von der Kreativität des Lichttechnikers lebt. Kein Song ist gleich ausgeleuchtet. Immer wieder begeistert das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten und schafft es vor allem den Charakter der Songs zu unterstreichen. Schade ist eigentlich nur, dass James in der bunten Lichtwelt verschwindet sobald er seinen Platz am Mikrofon verlässt. Auch die Kollegen am Mischpult machen schlichtweg alles richtig, so dass der Sound von der ersten bis zur letzten Reihe schlichtweg perfekt ist. Bei so viel technischer Perfektion steht einem hervorragenden Konzert nichts mehr im Wege. Und dafür gibt James gemeinsam mit seiner Band einfach alles.

Bildergalerie: So war JAMES MORRISON live:

Die Setlist ist ausgewogen und damit die Stimmung gut. James rockt, begeistert mit seiner rauen Stimme, sorgt für Gefühl und vergisst nie das Publikum einzubinden. So ist Gänsehaut vorprogrammiert und spätestens als die Zuschauer „Broken Strings“ allein übernehmen bleiben viele Augen nicht trocken. So geht ein rundum perfekter Abend nach gut anderthalb Stunden Spielzeit mal wieder viel zu schnell zu Ende. Zurück bleiben rundum zufriedene Fans und die Erinnerung an ein herausragendes Konzerterlebnis. Chapeau an die Technik. Und natürlich Chapeau James!

Simple Plan in Köln: Pop-Punk-Party vor ausverkauftem Haus

Mit knapp 17 Jahren Bandbestehen zählen Simple Plan längst zu den alten Hasen der Pop Punk Bewegung. Die Formation aus Montreal ist dabei noch lang nicht müde gespielt. Unter dem Motto „Taking One For The Team“, dem Titel desim Februar erschienenen neuen Albums, geht es einmal mehr quer durch Europa. In Deutschland machen sie dabei auch Halt in der Domstadt. Das E-Werk bietet die perfekte Location und ist an diesem Abend ausverkauft.

Zunächst eröffnen jedoch The Bottom Line den Abend. Das Trio aus London trifft musikalisch genau den Geschmack der Simple Plan Fans und ist damit der perfekte Einstieg in ein großartiges Konzerterlebnis. Die Musiker sind vor Energie und guter Laune kaum zu bremsen und verbreiten damit so viel Spaß, dass sich das Publikum nur anstecken lassen kann. Dass Sänger Callum dann schon im dritten Song eine wilde Reise auf einer Luftmatratze durch das Publikum macht, ist nureins der vielen Highlights eines herausragenden Auftritts. So lässt sich auch schnell vergessen, dass sein Mikrofon Probleme macht, störend knackt und schließlich sogar ganz ausfällt.

Bildergalerie: So war THE BOTTOM LINE live:

Ghost Town übernehmen im Anschluss die Bühne. Das Trio aus Hollywood macht an diesem Abend allerdings leider keine gute Figur. Mit ihrer Mischung aus Electronic und Rock treffen sie zunächst den Nerv des Publikums nur schwer. Das größte Problem liegt allerdings in der Abmischung, in der abgesehen von Bass nur wenig bei den Zuschauern ankommt. Wirklich schade, denn dass diese Drei wirklich talentiert sind, steht dank großartiger Festivalauftritte außerFrage.

Bildergalerie: So war GHOST TOWN live:

Dann gehört die Bühne endlich Simple Plan und damit wird gute Laune ganz groß geschrieben. Von der ersten Sekunde stimmt auf der Bühne einfach alles. Der Sound ist gut, die Energie, mit der die Musiker über die Bühne fegen, nicht zu bremsen. Pierre (Gesang, Gitarre) und Jeff (Gitarre) wickeln das Publikum dabei wahrscheinlich am Meisten um den kleinen Finger, scherzen miteinander und mit den Fans und lassen es gehörig krachen.

Und so wird kein Hit ausgelassen und der Abend zu einer einzigen Party. Ob„Party Medley“, „Welcome ToMy Life“, „Summer Paradise“ mit zahlreichen großen, aufblasbaren Simple-Plan-Bällen oder „This Song Saved My Life“ – Simple Plan sind nicht zu bremsen.

Bildergalerie: So war SIMPLE PLAN live:

Einziges Manko an einem solchen Konzert? Die Zeit vergeht bei einem solchen Feuerwerk einfach viel zu schnell. Und so sind anderthalb Stunden Spielzeit fast wieim Flug vergangen. Was bleibt, ist der Wunsch nach mehr. Vielleicht ja – so haben sie die Jungs betitelt – auf einem der besten Festivals der Welt hier in Deutschland?

Das nagelneue Simple Plan-Album bekommt ihr bei Amazon:
„Taking One For The Team“ Audio-CD oder
„Taking One For The Team“ MP3-Download