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Dimmu Borgir in Berlin – Kultmesse der Schwarzmetall-Fürsten

Metal-Herz was willst du mehr? Mit Dimmu Borgir und Amorphis schicken sich zwei Metaltitanen an, die Columbiahalle im frühlingshaften Berlin zu zermalmen. Die skandinavische Allianz profitiert sowohl von deutlichen, musikalischen Unterschieden aber auch von einem gemeinsamen Fundament an Inspiration und Werten. Live kann beiden Bands ohnehin kaum jemand das Wasser reichen. Und so wundert es kaum, dass die Columbiahalle an diesem Donnerstagabend aus allen Nähten platzt.

Wolves in the Throneroom

Den Auftakt an diesem Abend machen die US-Amerikaner Wolves in the Throneroom. Pünktlich um 18:50 Uhr verwandeln die Wölfe die Halle in ein schamanistisches Ritual. Den Kult-Black-Metallern bietet sich die epische Dauer von 30 Minuten, um das Berliner Publikum zu beeindrucken. 30 Minuten – oder umgerechnet ca. zwei Grind-Core-Alben, die mit Aaron und Nathan Weaver mit drei Songs füllen. 30 Minuten, die leider viel zu schnell ins Land ziehen.

Amorphis

Nach einer epischen Umbaupause entern Amorphis die Bühne. Die Finnen legen mit „The Bee“ vom 2018er Album gleich mächtig los. Auf brachiale Dampfwalzen-Growls folgen melodiöser Klargesänge. Auf verspielte Keyboard-Parts folgen treibende Grooves. Song für Song arbeiten sich die Metal-Urgesteine durch ihre 30-jährige Bandgeschichte. Death-Metal-Epen wie „Sign From the North Side“ vom ersten Album kommen dabei genau so wenig zu kurz wie progressivere Nummern à la Sampo vom 2006er Album Eclipse. Ausklingen muss der sehr gelungene Auftritt natürlich mit DER Hymne schlechthin „Black Winter Day“ von DEM Amorphis-Album schlechthin „Tales from the Thousand Lakes“.

Dimmu Borgir

Kurz vor 22:00 Uhr weht ein Hauch von Räucherwerk durch die Columbiahalle. Das Intro des zweiten Co-Headliners erschallt. Auch Dimmu Borgir eröffnen ihr Set mit einem Song vom letzten Album. In diesem Fall „The Unveiling“ vom 2018er Eonian. Shagrath, Silenoz und Galder haben das Werk zum 25-jährigen Bandjubiläum seit der Veröffentlichung auf zahlreiche Touren rund um die Welt gespielt. Aktuell werkeln die Norweger fleißig am Nachfolger, haben aber die Arbeiten unterbrochen, um wieder Bühnenluft zu schnuppern. Überlebensgroß wie üblich erscheinen die Norweger an diesem Abend. Spielfreude und geübtes Schauspiel begeistern das sonst manchmal etwas reservierte Berliner Publikum. Letzteres lässt sich dann zwischendrin auch von Sänger Shagrath dazu animieren, dem Geburtstagskind des Abends ein Ständchen zu bringen. Happy Birthday, Dariusz! In weiterhin einer gelungenen Show bieten Dimmu Borgir die Filetstücke aus ihrem Schaffen der jüngeren Vergangenheit feil. Die frühen Werke hingegen erschallen hingegen nicht – mit einer Ausnahme: „Mourning Palace“ vom 1997er Album Enthrone Darkness Triumphant – die letzte Zugabe an diesen sehr gelungenen Abend.

Dimmu Borgir in Hannover – Was ihr wissen solltet

Am Samstag, den 1. Februar 2020 spielen Dimmu Borgir in Hannover in der Swiss Life Hall eines von insgesamt sechs Konzerten diesen Winter in Deutschland. Neben der Leinestadt sind auch München, Wiesbaden, Oberhausen, Berlin und Filderstadt mit dabei. Hier findet ihr einen Überblick über Anfahrt, Einlass, Vorgruppe und weitere hilfreiche Informationen für das Konzert in Hannover.

Im Mittelpunkt des Auftritts anlässlich ihrer aktuellen Winter Tour 2020 steht natürlich Frontmann Stian Tomt „Shagrath“ Thoresen mit seinen Bandkollegen. Seit den 90er Jahren sind die Mannen um Shargat einer der angesagtesten Acts der Black Metal-Kultur. Das neuste Werk der Band “Eonian” wird bei diesem Konzert musikalisch stark im Fokus sein, abgerundet wird es aber natürlich mit vielen bekannten Hits der Band. Die Experimentierfreudigkeit der Band hat dazu geführt, dass die vorher schon vielseitige Gruppe nun noch erfolgreicher zusätzliche Stilelemente in ihre Songs integriert hat. Handwerklich haben Dimmu Borgir jedenfalls ein sauberes Symphonic Black Metal-Album abgeliefert, dass vor allem live Spaß machen wird und sicher auch Fans des Melodic Black Metal für sich gewinnen kann.

Wenn ihr bereits vorab ein Ticket für die Show von Dimmu Borgir in Hannover ergattert habt, könnt ihr jetzt die Planung für das bevorstehende Konzert starten. Hier findet ihr übersichtlich und auf einen Blick alle wichtigen Infos, damit ihr euch voll und ganz auf das große Konzerterlebnis konzentrieren könnt. Tickets für Dimmu Borgir in Hannover gibt es für alle kurzentschlossenen aber auch noch bei Eventim für oder an der Abendkasse.

Anreise und parken

Bitte nutzt nach Möglichkeit die öffentlichen Verkehrsmittel. Eure Eintrittskarte gilt ab 3 Stunden vor Veranstaltungsbeginn bis 5 Uhr des Folgetages als Fahrausweis im GVH.

  • Vom Hauptbahnhof oder Kröpcke mit den U-Bahn Linien U 3 oder U 7 Richtung Wettbergen bis Haltestelle Stadionbrücke
  • Vom Kröpcke mit der Buslinie 100 Richtung August Holweg Platz bis Haltestelle Luise-Finke-Weg
  • Mit der S 5 bis Bahnhof Linden/Fischerhof, dann mit der Buslinie 200 bis Haltestelle Luise-Finke-Weg

Für die Anreise mit dem Auto empfehlen wir euch zusammen mit der Verkehrsmanagement Zentrale Hannover die kostenlose und werbefreie Navi-App „NUNAV“.

Adresse: Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 8, 30169 Hannover

Parkplätze findet ihr in fußläufiger Nähe am Schützenplatz, direkt am Stadion. Dort gibt es ca. 5.000 Stellplätze.

ProgRamm-Übersicht

Der Einlass am Samstagabend startet etwa gegen um 18:00 Uhr. Das Programm beginnt etwa um 18:50 Uhr mit den zwei aufeinander folgenden Support-Acts: den amerikanischen Post Black Metallern Wolves in the Throne Room sowie danach den finnischen Melodic Prog-Pionieren Amorphis. Und dann ist es endlich soweit: Gegen 21:00 Uhr werden euch Dimmu Borgir in Hannover bei ihrer Liveshow knapp zwei Stunden lang mit jeder Menge bekannter Hits aus ihrer umfangreichen Künstler-Diskografie beglücken. Die Tour wird ein ultimatives Metal-Konzerterlebnis für alle, die schon seit Jahren Fans der norwegischen Symphonic Black-Metal-Giganten sind – und eine neue Chance für alle, die Dimmu Borgir live bislang verpasst haben!

Sicherheitshinweise – was darf mit

Plant ein wenig Zeit für die Sicherheitsmaßnahmen ein, es wird Taschenkontrollen und Bodycheck geben. Handtaschen, Clutches, Turnbeutel, Bauchtaschen und sonstige Taschen bis maximal DIN A4-Format (ca. 21 cm x 30 cm) sind erlaubt. Größere Taschen könnt ihr leider nicht mit in die Konzertlocation nehmen. Beschränkt euch am besten auf wesentliche Gegenstände wie Handy, Schlüssel oder Portemonnaie.

Nicht erlaubt sind:

  • Waffen aller Art
  • Bengalos/Feuerwerkskörper oder ähnliches
  • Kameras/Kamera-Equipment/Selfie-Sticks/Stative
  • Videokameras/Tonrekorder
  • Taschengrößer als A4
  • PET-Flaschen/TETRA-Packs/Glas/Dosen
  • Regenschirme (auch Knirpse)
  • Klapp- und Campingstühle, Hocker
  • Picknickkörbe/Kühlboxen
  • sonstige sperrige Gegenstände
  • Tiere
  • Megaphone/Vuvuzelas
  • Haarspray

Dimmu Borgir in Berlin – Was ihr wissen solltet

Am Donnerstag, 30 26. Januar 2020 spielt Dimmu Borgir in Berlin in der Columbiahalle eines von insgesamt sechs Konzerten diesen Winter in Deutschland. Neben Deutschlands Landeshauptstadt sind auch München, Wiesbaden, Oberhausen, Hannover und Filderstadt mit dabei. Hier findet ihr einen Überblick über Anfahrt, Einlass, Vorgruppe und weitere hilfreiche Informationen für das Konzert in Berlin.

Im Mittelpunkt des Auftritts anlässlich ihrer aktuellen Winter Tour 2020 steht natürlich Frontmann Stian Tomt „Shagrath“ Thoresen mit seinen Bandkollegen. Seit den 90er Jahren sind die Mannen um Shargat einer der angesagtesten Acts der Black Metal-Kultur. Das neuste Werk der Band “Eonian” wird bei diesem Konzert musikalisch stark im Fokus sein, abgerundet wird es aber natürlich mit vielen bekannten Hits der Band. Die Experimentierfreudigkeit der Band hat dazu geführt, dass die vorher schon vielseitige Gruppe nun noch erfolgreicher zusätzliche Stilelemente in ihre Songs integriert hat. Handwerklich haben Dimmu Borgir jedenfalls ein sauberes Symphonic Black Metal-Album abgeliefert, dass vor allem live Spaß machen wird und sicher auch Fans des Melodic Black Metal für sich gewinnen kann.

Wenn ihr bereits vorab ein Ticket für die Show von Dimmu Borgir in Berlin ergattert habt, könnt ihr jetzt die Planung für das bevorstehende Konzert starten. Hier findet ihr übersichtlich und auf einen Blick alle wichtigen Infos, damit ihr euch voll und ganz auf das große Konzerterlebnis konzentrieren könnt. Tickets für Dimmu Borgir in Berlin gibt es für alle kurzentschlossenen aber auch noch bei Eventim für oder an der Abendkasse.

Anreise

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
Die Columbiahalle liegt zentral an der Grenze der Bezirke Kreuzberg und Tempelhof. Durch die Nähe zur Innenstadt liegen sowohl Flughäfen, Bahnhöfe und auch Hotels in unmittelbarer Umgebung. Ein Taxistand, die Stadtautobahn und die öffentlichen Verkehrsmittel befinden sich ebenfalls in direkter Nähe. Zu erreichen ist sie durch die U-Bahnlinie U6 (Haltestelle Platz der Luftbrücke) und durch die BUS-Linie 104 sowie 248 (Haltestelle Columbiadamm/ Platz der Luftbrücke oder Haltestelle Columbiadamm/Friesenstraße). Von dort aus ist die Halle in wenigen Minuten fußläufig erreichbar.

Mit dem Auto
Anfahrt über A2 (Hannover), A9 (Nürnberg/Leipzig). Von der A10 (Berliner Ring) Richtung Berlin-Zentrum, Autobahnausfahrt Tempelhofer Damm. Die Columbiahalle befindet sich am Columbiadamm 13 – 21, 10965 Berlin

Mehr Infos findet ihr auf der Website der Columbiahalle.

PARKEN

Im Umfeld der Columbiahalle sind leider so gut wie keine Parkplätze im öffentlichen Parkraum vorhanden. Deshalb empfehlen wir euch die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Für die Umwelt tut ihr damit auch gleich etwas Gutes. Sollten Sie dennoch mit dem Auto anreisen wollen oder müssen, steht euch ein Parkplatz (Kosten = 1,00 €/Stunde) direkt schräg gegenüber auf dem Gelände des Flughafen Tempelhofs zur Verfügung.

ProgRamm-Übersicht

Der Einlass am Mittwochabend startet etwa gegen um 17:30 Uhr. Das Programm beginnt ca. um 18:50 Uhr mit den zwei aufeinander folgenden Support-Acts: den amerikanischen Post Black Metallern Wolves in the Throne Room sowie danach den finnischen Melodic Prog-Pionieren Amorphis um 20:00 Uhr.

Und danach ist es endlich soweit: Gegen 21:45 Uhr werden euch Dimmu Borgir in Berlin bei ihrer Liveshow knapp zwei Stunden lang mit jeder Menge bekannter Hits aus ihrer umfangreichen Künstler-Diskografie beglücken. Die Tour wird ein ultimatives Metal-Konzerterlebnis für alle, die schon seit Jahren Fans der norwegischen Symphonic Black-Metal-Giganten sind – und eine neue Chance für alle, die Dimmu Borgir live bislang verpasst haben!

Sicherheitshinweise – was darf mit

Plant ein wenig Zeit für die Sicherheitsmaßnahmen ein, es wird Taschenkontrollen und Bodycheck geben. Handtaschen, Clutches, Turnbeutel, Bauchtaschen und sonstige Taschen bis maximal DIN A4-Format (ca. 21 cm x 30 cm) sind erlaubt. Größere Taschen könnt ihr leider nicht mit in die Konzertlocation nehmen. Beschränkt euch am besten auf wesentliche Gegenstände wie Handy, Schlüssel oder Portemonnaie.

Nicht erlaubt sind:

  • Waffen aller Art
  • Bengalos/Feuerwerkskörper oder ähnliches
  • Kameras/Kamera-Equipment/Selfie-Sticks/Stative
  • Videokameras/Tonrekorder
  • Taschengrößer als A4
  • PET-Flaschen/TETRA-Packs/Glas/Dosen
  • Regenschirme (auch Knirpse)
  • Klapp- und Campingstühle, Hocker
  • Picknickkörbe/Kühlboxen
  • sonstige sperrige Gegenstände
  • Tiere
  • Megaphone/Vuvuzelas
  • Haarspray

Dimmu Borgir in Wiesbaden – Was ihr wissen solltet

Am Sonntag, den 26. Januar 2020 spielt Dimmu Borgir in Wiesbaden im Schlachthof eines von insgesamt sechs Konzerten diesen Winter in Deutschland. Neben der Hauptstadt des im Westen Deutschlands gelegenen Bundeslandes Hessen, in der sie die Tournee eröffnen, sind auch München, Berlin, Oberhausen, Hannover und Filderstadt mit dabei. Hier findet ihr einen Überblick über Anfahrt, Einlass, Vorgruppe und weitere hilfreiche Informationen für das Konzert in Wiesbaden.

Im Mittelpunkt des Auftritts anlässlich ihrer aktuellen Winter Tour 2020 steht natürlich Frontmann Stian Tomt „Shagrath“ Thoresen mit seinen Bandkollegen. Seit den 90er Jahren sind die Mannen um Shargat einer der angesagtesten Acts der Black Metal-Kultur. Das neuste Werk der Band “Eonian” wird bei diesem Konzert musikalisch stark im Fokus sein, abgerundet wird es aber natürlich mit vielen bekannten Hits der Band. Die Experimentierfreudigkeit der Band hat dazu geführt, dass die vorher schon vielseitige Gruppe nun noch erfolgreicher zusätzliche Stilelemente in ihre Songs integriert hat. Handwerklich haben Dimmu Borgir jedenfalls ein sauberes Symphonic Black Metal-Album abgeliefert, dass vor allem live Spaß machen wird und sicher auch Fans des Melodic Black Metal für sich gewinnen kann.

Wenn ihr bereits vorab ein Ticket für die Show von Dimmu Borgir in Wiesbaden ergattert habt, könnt ihr jetzt die Planung für das bevorstehende Konzert starten. Hier findet ihr übersichtlich und auf einen Blick alle wichtigen Infos, damit ihr euch voll und ganz auf das große Konzerterlebnis konzentrieren könnt. Tickets für Dimmu Borgir in Wiesbaden gibt es für alle kurzentschlossenen aber auch noch bei Eventim für oder an der Abendkasse.

Anreise und parken

Um Wartezeiten bei der An- und Abreise zu vermeiden, plant eine frühzeitige Anreise ein sowie eine Anreise am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Jede Eintrittskarte für Veranstaltungen im Schlachthof gilt gleichzeitig als RMV-Fahrkarte! Das Ticket gilt im gesamten RMV-Gebiet in allen RMV-Verkehrsmitteln in der 2. Klasse. Es gilt am Veranstaltungstag zur Hinfahrt ab fünf Stunden vor Veranstaltungsbeginn und zur Rückfahrt bis Betriebsschluss. Mit den S-Bahn Linien S1, S8 und S9 (oder den einschlägigen Regionalbahnen) fahrt ihr bis zur Endhaltestelle Wiesbaden Hauptbahnhof. Hier sind die Fahrpläne.

Adresse: Murnaustraße 1, 65189 Wiesbaden
Am Wiesbadener Kreuz auf die A66 Richtung Wiesbaden – A66 bis Abfahrt Mainzer Straße, weiter Richtung Stadtmitte, links abbiegen in die Gartenfeldstraße, zur Anfahrt ans Gebäude nach 100 Metern den Kreisverkehr links in die Murnaustraße verlassen. Am Schlachthof/Kulturpark in der Murnaustraße stehen nur sehr begrenzt kostenlose Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Wir empfehlen das Parken auf dem gebührenpflichtigen P+R Parkplatz „Salzbachaue“, Tagesgebühr 4,- Euro. 

Hier findet ihr den Lageplan als Download.

ProgRamm-Übersicht

Der Einlass am Sonntag startet etwa gegen um 18:00 Uhr. Das Programm beginnt etwa um 18:50 Uhr mit den zwei aufeinander folgenden Support-Acts: den amerikanischen Post Black Metallern Wolves in the Throne Room sowie danach den finnischen Melodic Prog-Pionieren Amorphis. Und dann ist es endlich soweit: Gegen 21:00 Uhr werden euch Dimmu Borgir in Wiesbaden bei ihrer Liveshow knapp zwei Stunden lang mit jeder Menge bekannter Hits aus ihrer umfangreichen Künstler-Diskografie beglücken. Die Tour wird ein ultimatives Metal-Konzerterlebnis für alle, die schon seit Jahren Fans der norwegischen Symphonic Black-Metal-Giganten sind – und eine neue Chance für alle, die Dimmu Borgir live bislang verpasst haben!

Sicherheitshinweise – was darf mit

Plant ein wenig Zeit für die Sicherheitsmaßnahmen ein, es wird Taschenkontrollen und Bodycheck geben. Handtaschen, Clutches, Turnbeutel, Bauchtaschen und sonstige Taschen bis maximal DIN A4-Format (ca. 21 cm x 30 cm) sind erlaubt. Größere Taschen könnt ihr leider nicht mit in die Konzertlocation nehmen. Beschränkt euch am besten auf wesentliche Gegenstände wie Handy, Schlüssel oder Portemonnaie.

Nicht erlaubt sind:

  • Waffen aller Art
  • Bengalos/Feuerwerkskörper oder ähnliches
  • Kameras/Kamera-Equipment/Selfie-Sticks/Stative
  • Videokameras/Tonrekorder
  • Taschengrößer als A4
  • PET-Flaschen/TETRA-Packs/Glas/Dosen
  • Regenschirme (auch Knirpse)
  • Klapp- und Campingstühle, Hocker
  • Picknickkörbe/Kühlboxen
  • sonstige sperrige Gegenstände
  • Tiere
  • Megaphone/Vuvuzelas
  • Haarspray

Summer Breeze 2019: So war der Samstag

Jeden Tag das gleiche ist ja langweilig. Also wacht man heute nicht durch den Regen oder zu viel Sonne, sondern durch seine Nachbarn auf, die ihre Zelte abbauen. Der letzte Tag bricht an und wenn man aus seinem Zelt guckt sind für 10 Uhr schon viel zu viele Zelte abgebaut. Immerhin waren diese noch schnell genug um dem ersten Regen zu entwischen. Dieser meldet sich pünktlich zur ersten Band und möchte heute irgendwie auch nicht ganz wieder gehen. Der ganze Tag bleibt kühl und nass und nur ab und zu lässt sich die Sonne für einen kurzen Moment blicken. Dann ebend einen Pulli mehr übergezogen wenn es zur Bühne geht.

MAIN STAGE

12:55 – 13:40 Uhr
BRAINSTORM
Heute machen Evergreen Terrace den Anfang und müssen sich mit viel Regen zufrieden geben. Besser wird es im Anschluss bei Brainstorm. Diese starten zwar auch im Nieselregen, können aber immer mehr Fans vor der Bühne begrüßen. Dennoch sieht man vielen den Samstag ins Gesicht geschrieben. Die Luft ist bei den meisten langsam raus, was die vordersten Reihen jedoch nicht aufhält weiter alles zu geben. Das Set besteht zum Großteil aus ihrem letzten Album “Midnight Ghost”. Zwischendurch kommt noch eine Schulklasse durch den Graben, welcher der Gelände gezeigt wird. Sänger Andy B. Franck bezeichnet diese als den “Heavy Metal Nachwuchs”.

13:50 – 14:35 Uhr
VAN CANTO

Als Van Canto mit den Worten “Hallo Wacken” auf die Bühne kommt, blickt man in einige verdutzt Gesichter. Die fehlenden Instrumente verstärken das bei vielen, die die Band bisher noch nicht kannten. Van Canto ist wohl die einzige A-capella-Heavy-Metal-Band der Welt. Es folgt eine Bunte Mischung aus eigenen und Cover-Songs, die doch fast jeder im Publikum mitgrölen kann. Highlight des Auftritts sind jedoch die letzten drei Songs “To Sing A Metal Song”, “The Mission” und “Fear Of The Dark” bei welchen sich die Band unterstützung auf die Bühne holt, was bei einigen Freudentränen bringt. Kein geringer als der ehemalige Lead Sänger Philip Dennis “Sly” Schunke ist mit von der Partie und bringt den Auftritt so zu einem ganz besonderen Abschluss.

14:45 – 15:45 Uhr
BURY TOMORROW

Wenig später haben wir wieder Gitarren auf der Main-Stage. Bury Tomorrow sind in der Metalcore Szene schon lang kein unbeschriebenes Blatt mehr. Es ist entsprechend kuschelig vor der Bühne, wovon Sänger Daniel Winter-Bates deutlich beeindruckt ist. “We played here two times before but i didn’t expected this shit” sagt er uns. Auch der Regen hält die Fans dabei nicht auf um die Wette zu Crowdsurfen. Besonders nicht, als bei “Man On Fire” danach ausgerufen wird. Beim letzten Song, dem Titeltracks des letzten Albums “Black Flame”, klettert Winter-Bates förmlich über der Publikum und heizt es so noch einmal an. Anschließend bleibt er vor der Bühne und nimmt sich viel Zeit für jeden einzelnen Fan, der ein Foto oder ähnliches mit ihm möchte.

15:55 – 16:55 Uhr
EQUILIBRIUM
Bei Equilibrium ist in letzter Zeit einiges passiert. Zwei neue Gesichter haben sich dazu gesellt und das neue Album steht kurz bevor. Dennoch wird sich heute auf das alte konzentriert. Auf der Bühne ist nur der neuzugang am Bass, Martin „Skar“ Berger Enerstvedt zu erkennen. Skadi Rosehurst, die ab sofort Keyboard spielt, ist nicht dabei. Der stimmung tut dies aber keinen Abriss. Es dauert nicht lange bis der Staub durch die Luft fliegt, auch wenn es kurz vorher noch geregnet hat. Hat hier eventuell die Pyro geholfen? Davon hat die Band nämlich einiges dabei. Der einzige neue Song ist der Titeltrack des kommenden Albums “Renegades”. Auf dem kommenden Album wird Bassist Skar auch eine große Rolle bei der Gesanglichen Unterstützung spielen. Eine Kostprobe gibt uns die Band schon mal als Equilibrium “Johnny B” von The Hooters covert, welcher von Skar fast alleine gesungen wird.

17:05 – 18:20 Uhr
LORDI

An dieser Band für kein Weg vorbei. 2006 sorgen sie für einen der spektakulärsten Auftritten beim Eurovision Song Contest und sind spätestens seit dem nicht mehr aus der Szene weg zu denken. Aber die Maskierte Band um Sänger Mr. Lordi kann deutlich mehr. Das beweisen sie auch heute erneut, wo sie nicht nur etwas für die Ohren, sondern auch für die Augen bieten. Dennoch herrscht auch ein trauriger Unterton. Es ist eins der letzten Konzerte mit Bassist Samer “Ox” el Nahhal, der sich nach dem Sommer von der Band trennt. In den Vordergrund gerät dies aber dennoch nicht. Lieber einfach die letzten Momente zusammen lachend verbringen als weinend.

18:35 – 19:50 Uhr
ELUVEITIE

Zum (Regen-)Tanz bitten anschließend Eluveitie. Los geht es mit vorwiegend alten Songs, die die Stimmung des Auftritts direkt richtig setzen. Darauf folgt eine Mischung aus Folk Metal und Melodic Death Metal und alten sowie neuen Songs. Aber egal wann, die Grabenschlampen haben einiges zu tun. Es vergeht kein Moment, wo nicht zumindest eine Person auf Händen getragen wird. Alternativ wird sich im Circle Pit die Beine vertreten, welcher auch trotz des Regens Staub nach oben wirft. Zum Ende gibt es den ewigen Klassiker “Inis Mona”, zu welchem alles nochmal richtig eskaliert.

20:10 – 21:25 Uhr
SUBWAY TO SALLY

Anfang des Jahres erschien der 14. Studioalbum “HEY!” von Subway To Sally. Dies ist heute der Dreh- und Angelpunkt des Auftritts. Mit Perücke und Goldjacke begrüßt uns Frontmann Eric Fish von der Bühne. Man fühlt sich für einen Moment wieder in den 80ern, bevor man von einem der neuesten Songs “Messias” wieder geweckt wird. Es folgt eine bunte Mischung aus alt und neu, die den ein oder anderen “Tanz Auf Dem Vulkan” auslöst. Die Band klingt heute nicht mehr ganz wie früher, was die Songauswahl besonders betont. Auch das viel gewünschte “Julia Und Die Räuber” hat keinen Platz mehr gefunden. Ausgelassen gefeiert wurde der Auftritt dennoch von Anfang bis Ende.

21:45 – 23:15 Uhr
BULLET FOR MY VALENTINE
Bullet For My Valentine ist eine der Bands, die eine ganze Generation und Szene geprägt hat. Auf diesem Erfolg haben sie sich jedoch nie ausgeruht. Inzwischen hat die Band sechs Alben veröffentlicht, das letzte, “Gravity”, im Juni 2018. Um ihren Idolen zu huldigen haben sich viele versammelt, wofür sich Frontmann Matthew Tuck direkt bedankt: “Thank you all for sticking around in this shitty weather”. Durchgehend fallen vereinzelt Tropfen auf das Publikum, ein richtige Regen bleibt jedoch zum Glück aus. Während auf der Bühne durch die Gebundenheit an die Mikrofone nicht viel passiert, bricht im Publikum die volle Party aus. Ist eine bunte Mischung aus Circle Pit, Crowdsurfen und mitsingen, die sich jeweils die Klinke in die Hand geben. Gerade bei “Tears don’t Fall” is das Publikum laut zu hören. Aber nicht nur die Fans haben viel Spaß, auch die Band. So sagt uns Tuck gegen Ende der Show “This is one of the best fucking shows we have ever done, no fucking bullshit”, bevor sie sich mit “Waking The Demon” verabschieden.

23:30 – 00:45 Uhr
DIMMU BORGIR
„It’s the last breeze of the summer. Are you alive?“ mit diesen Worten begrüßt uns Stian Tomt „Shagrath“ Thoresen, während es passend zu regnen anfängt. Der Bereich vor der Bühne kommt dabei auf seine Kapazitätsgrenzen. Der Regen stört in diesem Moment niemanden. Immerhin ist es ganze 16 Jahre her, dass man die Band das letzte mal auf dieser Bühne bestaunen konnte. Der ganze Auftritt wirkt schon etwas episch, so wie die Band gekleidet ist und zum Teil mit Fackeln über die Bühne schleicht. Aber auch hier steht das neuste Werk der Band “Eonian” stark im Fokus. Über die Hälfte der Songs stammen von diesem Album, können einen aber Live sofort überzeugen. Der Sound ist perfekt und treibt so alle dazu nochmal richtig die Sau raus zu lassen und sorgt für viele dadurch für einen perfekten Abschluss des Festivals.

01:00 – 02:00 Uhr
LEPROUS
Wer es doch noch etwas ruhiger mochte, fand sich im Anschluss bei Leprous wieder. Aufgrund technischer Schwierigkeiten kommen diese rund 20 Minuten später auf der Bühne und finden nicht mehr allzu viele Leute vor der Bühne wieder. Es ist auch schwer ein Festival zu beenden. Die Luft ist bei den meisten raus und treibt es eher zu einem letzten Campingplatz runde. Die Band lässt sich davon aber nicht beunruhigen und lassen den Abend für die verbliebenen mit einer aufwendigen Lichtshow langsam ausklingen.

T-STAGE

17:10 – 17:55 UHr
NASTY
Nasty ist nicht nur die Band auf der Bühne, sondern ist auch das, womit sich der Pit am besten beschreiben lässt. Es ist wahrscheinlich der Größte des Festivals und zeitgleich auch der Gemeinste. Hier wird sich absolut nichts geschenkt. Sänger Matthias Tarnath spornt das Publikum dabei immer weiter an und geht auch selber in der Menge baden. Eine Hardcore Show die es in sich hat und auch vor politischen Ansprachen nicht halt macht. Generell redet Tarnath zwischen den Songs recht viel, was aber auch genau zur Band, die mit ihren Texten die gleiche Schiene fährt.

18:35 – 19:35 Uhr
GRAND MAGUS
Anschließend wird es auf der T-Stage etwas ruhiger. Grand Magus sind zwar auch nicht die entspannteste Band, aber nicht so hektisch wie die Metal- und Hardcore Bands zuvor. Vom ersten Song an singen die Fans lautstark mit. Das Wikinger-Trio feuert einen Klassiker nach dem anderen ab und gibt dem Publikum kaum Zeit zum durchatmen. Zwischen den Songs gibt es jedoch immer wieder Ansprachen von Frontmann Janne Christoffersson, die mit trockenem Skandinavischen Humor punkten konnten. Ein Feuerwerk des Heavy Metal, das mit dem letzten Song “Hammer Of The North” seinen Höhepunkt findet.

20:30 – 21:30 Uhr
SOEN
Experimenteller wird es bei Soen. Die Band schafft es Progressiv Metal anspruchsvoll und gleichzeitig catchy zu gestalten. Jeder Refrain geht ins Ohr und die Gitarren Rhythmen bringen einen auf einen anderen Planeten. Anfang des Jahres erschien ihr neustes Album “Lotus”, aus welchem heute vorwiegend gespielt wird. Die Fans lassen sich dabei auch das feiern nicht von etwas Regen vermiesen und schwingen weiter ihr Haar im Takt der Musik.

22:25 – 23:25 Uhr
HÄMATOM
15 Jahre treibt es Hämatom schon durch die Musikwelt. Dies wird nun ausgiebig gefeiert, mit einer großen Party und einem neuen Album. Zum gratulieren sind einige Leute vor die Bühne bekommen. An ihrer Show hat sich in den letzten 1,5 Jahren nicht viel geändert. Der Elektrische Stuhl auf dem Nord bei einem Song sitzt oder auch das Süd, wenn er mit einem Mini-Drumkit Stagediven geht. Alles hat man zwar schon gesehen, es wird aber dennoch nicht langweilig. Die Himmelsrichtungen trotzen einfach vor Energie, die in Windeseile das Publikum ansteckt. Neben den eigenen Songs finden sich auch einige Cover-Songs in der Setlist wieder, die vom Publikum lautstark mitgegrölt werden

Und so geht es vorbei, das Summer Breeze 2019. Für viele wieder das absolute Highlight des Festival Sommers. Das Wetter war zwar etwas durchwachsen, aber nur Sonne oder nur Regen wäre noch schlimmer gewesen. Das Line-up ließ auch dieses Jahr wieder kaum Wünsche offen, sodass jeder auf seine Kosten kam. In der nächsten Ausgabe wird dies garantiert nicht anders. Der Vorverkauf hat bereits begonnen und wer schon weiß, dass er sich das Spektakel auch nächstes Jahr nicht entgehen lassen möchte, sollte sich schon jetzt mit einem Blind-Ticket eindecken. Alle anderen haben noch Zeit, denn aktuell sind noch keine Bands bestätigt, was sich spätestens im Dezember ändern sollte, wenn der Weihnachtskalender jeden Tag eine neue Band enthüllt.

Summer Breeze 2020: Tickets + Infos

Summer Breeze 2020

Rockharz Open Air 2019: Freitag und Samstag

Bereits zwei Tage mit bester Laune, allerbesten Metalklängen und -Bands aber vor allem guten Freunden waren am Festivalfreitag vom Rockharz 2019 nun vorüber. Aber das hieß, es lagen auch noch zwei weitere, hervorragende in Aussicht.

Rockharz Open Air 2019: Freitag

Zum Auftakt des Tages gaben sich Elvellon die Ehre. Stimmgewaltig brachte Frontfrau Nele Messerschmidt die müden Geister wieder zum Kochen und von null auf hundert. Vor der Bühne sammelte sich nach und nach das Feiervolk um wieder Gas zu geben. Es dauerte nicht lange und schon hörte man einen Chor aus Stimmen. Die Symphonic Metaller aus Deutschland sorgten für einen gelungenen Start in den Tag. Ziegenmasken und ein druckvolles Grölen weckte noch die restlichen Schlafmützen. Mit vollem Sound voraus fingen Milking The Goatmachine mit einer Überdosis aus Grindcore gemischt mit Death-Metal los. Besonders die Zwischenspiele sorgten für ausgelassene Heiterkeit! Nailed To Obscurity waren in den letzten Jahren in Sachen Bekanntheit mächtig gewachsen. Die Truppe aus dem Friesland sorgte mit ihrem Doom Detah Metal zwar für eine kurzweilige Beruhigung, zumindest in Sachen Tempo, gefeiert wurde die Kapelle trotzdem. Auch ohne Blödeleien kann eine Band überzeugen.

Mit imposanten Kostümen betraten Warkings die Bühnen. Ein Spartiat, ein Templer und zwei Ringgeister – nicht nur optisch war es mal was Neues. Die Show überzeugte die Partygäste und machte Lust auf mehr. Der True Power Heavy Metal wurde aufs Feinste dargeboten und sorgte für beste Stimmung.

Elvenking. Was erwartete man? Herr der Ringe auf Testosteron? Welches Produkt würde präsentiert werden? Energiegeladener Hard Rock mit diversen Einschlägen aus True und Heavy Metal. Die Italiener aus Sacile, die es bereits seit 1997 gibt, spielten sauber und ohne Fehl ihr Set durch.

Und es folgte Whiskey. Viel davon. Aber bei dem Namen konnte man auch nichts anderes erwarten. Mr. Irish Bastard, mit acht Musikern auf der Bühne vertreten, stimmte mit Folk und klassisch-irischen Tonfolgen ein gewaltiges Trinkgelage an. Mit Tanz und guter Laune wurde das Publikum angeheizt und zum Crowdsurfen animiert. Kein Fuß blieb hier auf dem Boden. Flexibilität ist alles. Egal, in welchen Lebensbereichen. Und so kam es, dass Omnium Gatherum etwas früher spielen mussten. Auf Grund von logistischen Problemen mussten die Finnen mit The Night Flight Orchester ihren Slot tauschen. Zum Glücke sorgte Mutz, der Stage Manager vom Rockharz, mit seiner Ansage für Entwirrung.

Und was nun? The Night Flight Orchester. In Rosa gekleidete Background-Sängerinnen und ein Aufgebot an Musikern, die tatsächlich in ähnlicher Besetzung (mehr oder weniger) später nochmal spielen werden. Aber tatsächlich war der Schwank der 70er Jahre, also das was musikalisch produziert wurde, eine geniale Abwechslung und eine Hommage an die Gründerväter der gestählten Musik.

Publikums-Animation auf dem Höhepunkt erlebte man bei Kissin‘ Dynamite. Mit klaren und stimmigen Riffs kreierten die Hard Rocker einen energetischen Sound. 2018 wurde die Truppe als „Beste Deutsche Band“ ausgezeichnet und erfuhr auch einen gewaltigen Hype von etablierten Kräften. Ihr Gassenhauer „You’re Not Alone“ wurde neben anderen Songs textsicher von tausenden Fans rezitiert – also im Suffkopp mit gedonnert.

Einen gewaltigen Einschlag in Sachen Hardcore tätigten Caliban, weg vom klassischen Rock’n’Roll wurde nun der Fokus auf reine Aggression gelegt. Hasserfüllte Beatdowns wechselten sich mit ohrgängigen Gitarrenparts ab. Die Essener ließen die Bühne beben und überrollten regelrechtes das Infield mit ihrer Brutalität.

Soilwork zählten zu den Mitbegründern einer ganz eigenen Sparte. Und jetzt legten die Süd-Schweden richtig los. Obwohl ein Teil der Band bei The Night Flight Orchester auf der Bühne stand, war es musikalisch eine vollkommen andere Richtung. Wenn es Bands gibt die Melodic Death Metal als Gütesigel tragen dürfen, zählten die partygeilen Schweden dazu. Diesmal komplett ohne Rückenprobleme sorgte Sänger Björn Strid für eine mehr als nur gelungene Animation des Publikums.

Aus Großbritannien kam nicht nur die Eiserne Jungfrau und klassischer Heavy Metal. Die Londoner von Dragonforce könnte man für musikalische Perfektion nennen. Riffs, die selbst etablierte Musiker als schwer bezeichnen, wurden von Hermann Li und Co. vollkommen mühelos abgespielt. Spaß in der Band und Harmonie waren deutlich zu erkennen und sorgten für noch größere Begeisterung im Publikum. Eben alles, was man von Power und Heavy Metal erwartet, wurde hier kanalisiert wieder gegeben.

Peter Tägtgren ist nicht nur einer der besten Metal-Produzenten in Europa, er ist begnadeter Sänger und Gitarrist. Selbstverständlich musste man Hypocrisy nicht groß vorstellen – die schwedische Formation erlangte weltweit Bekanntheit und ihre Auftritte waren legendär. Tatsächlich war es mittlerweile ein regelrechtes Privileg die Truppe live zu erleben, da ihre Konzerte von einer gewissen Seltenheit zeugten. Nicht nur deswegen waren die Massen mehr als begeistert an diesem Abend.

Saltatio Mortis. Was soll man zu dieser Ausnahme Band groß sagen? Das Publikum wurde wie immer mitgerissen und feierte die deutsche Mittelalter Rockband ohne Wenn und Aber. Tatsächlich waren die sympathischen Musiker der heimliche Headliner. Bis weit hinter dem FOH standen die Menschen und gingen auf die Animationen des quirligen Zerberus am Mikrophon ein. Und so flogen nicht nur Haare, sondern auch T-Shirts. Egal ob Männlein oder Weiblein – es wurde blank gezogen und nur noch gefeiert. Alea ritt sogar auf den Schultern eines Fans durch die Menge! Sie brachten uns Feuer und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Ein ganz besonderes Erlebnis war der folgende Auftritt. Die Schwarzmetall-Fürsten von Dimmu Borgir spielten und lieferten ab! Aber tatsächlich nichts anderes hat man von einer solchen Legende zu erwarten. Seit den 90er Jahren sind die Mannen um Shargat einer der angesagtesten Acts der Black Metal-Kultur. Das Set war gespickt mit Klassikern wie „Kings Of The Cornwall Creation“ oder auch „Puritanier“ wurde den tausenden Zuschauern präsentiert, aber auch einer ihrer Kulthits „Mourning Palace“ durfte nicht fehlen. Alles in Allem hat hier nichts gefehlt. Einen würdigeren Headliner konnte es nicht geben.

Man erlebte eine völlig positive Eskalation bei Russkaja. Das Publikum blieb nicht still bei bekannten Liedern wie „Terror-Traktor“ – trotz der späten Stunde tanzten unzählige Menschen und man lag sich in den Armen. Die Stimmung war ab der ersten Sekunde am kochen. Auch die Animationen der Bigband wurde eins zu eins umgesetzt. Von Umarmung bis hinsetzen war alles dabei. Es war wirklich ein schönes Erlebnis, dass eine Ska Band so dermaßen auf einem Metal Festival abgefeiert wurde. Heidevolk übernahm die Aufgabe des Rauswerfers. Obwohl doch die Müdigkeit bei den meisten Besuchern  langsam aber sicher die Überhand gewann, fanden sich doch diverse Fans vor der Bühne ein. Die hartgesottenen Fans des Pagan Metals ließen es sich nicht nehmen die Niederländer anzufeuern.

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Apokalypse mit Tonausfall – Kreator hoch 3 in Hamburg

Es ist eine seltsame Gepflogenheit, dass Wochenend-Konzerte oft schon um 23:00 Uhr enden und nicht erst um Mitternacht. Bei Clubs wie dem Grünspan oder der Großen Freiheit 36 kann ich nachvollziehen, dass man die Leute möglichst schnell „raus haben möchte“, um einen neuen Schwung von Clubgästen  willkommen zu heißen. In einem reinen Konzertsaal wie der Sporthalle Hamburg finde ich es sonderbar. Vor allem wenn man ingesamt vier Bands präsentiert, von denen mindestens drei internationale Schwergewichtler mit einer entsprechend großen Fangemeinde sind: Die US-Hardcore-Band Hatebreed, die norwegische Black Metal-Combo Dimmu Borgir und natürlich der Initiator dieser Tournee, die deutschen Thrash-Legenden Kreator. Aber auch der Opener Bloodbath aus Schweden ist bereits eine Größe unter den Death Metal-Fans.

Aufgrund des fünfstündigen Programms beginnt der Einlass bereits um 17:00 Uhr. Die Fans müssen sich allerdings noch bis 17.45 Uhr im Foyer gedulden, da erst dann die Türen zur Halle aufgehen. Um 18:00 Uhr eröffnet Bloodbath den Abend, allerdings mit einem Ton-Aussetzer im 2. Song. Ist nicht schön, kann aber mal passieren. Dass bei der zweiten Band Hatebreed ebenfalls beim 2. Song der Ton ausfällt, ist dann aber doch ärgerlich. Es ist aber zum Glück bei diesen beiden Störungen geblieben und man kann trotzdem erwähnen, dass die „Mischer“ in der Sporthalle sonst seinen guten Job beim Abmischen des Sounds abgeliefert haben.

bloodbath

Eine durchgehend in rotes Licht getauchte Bühne, ein growlender Frontmann im Anzug, ein Gitarrist der aussieht wie Iron Maidens Zombie-Maskottchen-Eddie und ein so “zerschnittenes” Logo, dass man nur schwer erahnen kann, wie die Band heißt. Bloodbath ist perfekt als Einstieg in den Death Metal geeignet. Auf der einen Seite wird sowohl stilistisch als auch musikalisch die typische Brutalität des Genres mit viel Liebe zum Detail auf der Bühne zelebriert. Sänger Nick Holmes‘ Growling scheint der tiefsten Ebene der Hölle zu entweichen, die kräftigen Gitarren-Riffs sind bis an die Grenze des erträglichen gezerrt und unter dem Hämmern der Drummer donnern die Base-Drum und die Toms.

Dennoch – und das können nur wenige im Death Metal – beeindruckt Bloodbath auch mit melodischen Teilen, wobei die Musiker sich gegenseitig genug Raum lassen, als dass die einzelnen Instrumente für sich wirken dürfen, bevor der Rest der Band wieder aufdreht, um alle zusammen ein höllisches Donnerwetter abfeuern. In Hamburg präsentierten die Schweden vor allem Songs aus ihrem neuen Album “Satans Arrow is drawn”, dass Ende Oktober released wurde und sich überzeugten wohl auch Fans von anderen Metal-Richtungen davon, nach dem Konzert nochmal in das Album reinzuhören.

hatebreed

Frontmann Jamie Jaster verfolgt mich momentan. 2017 sind Hatebreed auf einer Headliner-Tour gewesen, in diesem Jahr hat die Band dann einerseits Wacken gespielt und Jamie Jaster danach allein auf dem Elbriot. Jetzt mit Kreator als einer der vier Reiter der “European Apokalypse Tour” sehe ich ihn wieder. Stilistisch hebt sich Hardcore stark von Death- und Black-Metal ab und inhaltlich ist Jamie der einzige, der nicht Satan in seinen Songs besingt. Auf dem Papier passt Hatebreed vielleicht “nicht sooo” in das Programm. Aber live fühlt es sich großartig an.

Mit der hardcore-typischen Power wird das Publikum aufgescheucht und mitgerissen. Zwischen Hits wie “As die hard as they come”, “Looking down the barrel of today” und “Destroy everything” zollt Jamie den anderen Bands ihren wohlverdienten Respekt und fordert diesen gleichzeitig vom Publikum ein. Das Publikum antwortet mit einem Circle-Pit (bzw. eher einen oval-Pit), der vor der Bühne startet, sich durch das gesamte Publikum bis hinter das Mischpult durchkämpft und auf der anderen Seite wieder bis vor die Bühne vorstürmt.

Zum Ende des Sets gibt es noch eine gute Nachricht: Im kommenden Jahr, zum 25-jährigen Jubiläum, wird Hatebreed wieder auf Tour gehen und u. a. auf dem Reload Festival 2019 auftreten. Und es laufen wohl auch Verhandlungen für einen noch nicht bestätigten Auftritt beim Elbriot 2019.

Dimmu Borgir

Ich habe Dimmu Borgir zuletzt 2012 in Wacken gesehen, wo sie vor allem Songs aus ihrem 2010er Album „Abrahadabra“ gespielt haben. Seitdem haben die Norweger lange an ihrem neuen Album geschraubt, dass im Mai 2018 endlich veröffentlicht wurden ist. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich bis zum heutigen Konzert bewusst nicht in das neue Album “Eonian” reingehört habe. Der Unterschied bzw. die Entwicklung der Band hat mich aber positiv überrascht. Auch wenn das Album nicht unbedingt meinen Geschmack trifft – was ausschließlich mit persönlicher Präferenz zu tun hat – muss man anerkennen, dass die Experimentierfreudigkeit der Band dazu geführt hat, dass die vorher schon vielseitige Band erfolgreich zusätzliche Stilelemente in ihre Songs integriert hat.

Die Palette an Effekten und Synthie-Samples ist eindeutig gewachsen, aber auch der melodische oder besser noch symphonische Teil ihrer Musik ist pompöser und zusammen mit den Gesängen bildgewaltiger geworden. Gleichzeitig wurde als richtige Konsequenz das Gitarrenspiel eher vereinfacht und erinnert an 80er Jahre Metal. Gut so. Andere Bands laufen in die Progressive-Falle und ergänzen die klassisch-orchestralen Elemente mit komplexen Soli und breiten Flächen. Handwerklich haben Dimmu Borgir jedenfalls ein sauberes Symphonic Black Metal-Album abgeliefert, dass vor allem live Spaß macht und sicher auch Fans des Melodic Black Metal für sich gewinnen kann.

Kreator

Anfang letzten Jahres durfte ich einen der ersten Auftritte von Kreator nach dem Release ihres aktuellen Albums “God of Violence” miterleben. Dass damals ein Metal-Album auf Platz 1 der deutschen Charts eingestiegen ist, har mir Hoffnung gegeben, dass es doch noch mehr als genug Menschen mit gutem Musikgeschmack gibt. Fast zwei Jahre später sind die Herren von Kreator immer noch auf Tournee und präsentieren nach wie vor eine Mischung aus Top-Picks von “Gods of Violence” wie “Satan is Real” und Highlights aus 30 Jahren Bandgeschichte wie “Enemy of God”. Das Ganze mit energiegeladenen Thrash-Metal-Riffs, heißen Feuerstößen aus der Bühnen-Pyro und einigen wenigen andächtigen Momenten wie das wehklagende Solo von „Hail to the Hordes“.

Auch wenn Thrash-Metal nicht unbedingt religiös ist und Death- und Black-Metal eher mit Blasphemie und Satan-Anbetung assoziiert werden: Niemand hier würde in Frage stellen, dass Kreator zurecht der Headliner und Closer der “European Apokalypse Tour” war. Und wie vor zwei Jahren haben Kreator mit “Pleasure to Kill” einen erfolgreichen Metalabend abgeschlossen und sie haben sicher ein paar Black-, Death- Und hardoce-Metal-Fans dazu bewegt, sich einmal “God of Violence” komplett anzuhören.