Fallback

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30 Jahre Jubiläum – Blind Guardian in Hamburg

In meiner “Metal” Playlist tummeln sich vor allem Bands wie Machine Head, Slayer, Hatebreed und Slipknot. Also Bands wo der Moshpit nicht groß genug sein kann, und man sich Regen wünscht der einen den heißen Schweiß von der Stirn wäscht und einen schlammigen Boden damit man weich fällt. Neben dieser Playlist gibt es noch meine “Prog Metal” Playlist mit den schönsten “auf jeden Fall über 10 Minuten lang” Liedern mit komplexen Arrangements und virtuosen Gitarren-Soli von Dream Theater und Tool. Und dann gibt es noch einzelne Playlists von Bands, in denen oft ganze Alben nacheinander gespielt werden. Hier tummeln sich die “Geschichten-Erzähler”. Also Bands wie Iron Maiden mit dem lieben Onkel Bruce Dickens, der von “The Number of the Beast”, “Death or Glory” und “The Angel and the Gambler” erzählt. Oder auch Blind Guardian mit Hansi Kürsch, die mir Sagen von “Lord of The Rings”, “Sacred Worlds” und “Valhalla” vorsingen.

Allerdings gibt es auch einen Song von Blind Guardian, die es auf die “Prog-Metal”geschafft hat: Virtuose Gitarren-Soli, untermalt mit einem volle Orchester, garniert mit mehreren lagen von “Overlaid Vocals”: Der über 14 Minuten lange Track “And then there was Silence” von “A Night at the Opera” ist ein Statement der musikalischen Fähigkeiten der Blind Guardian Musiker.

Aber heute in der Edel Optics Arena wird das 30 Jährige Jubiläum von “Somewhere far beyond” (1992) gefeiert, entsprechend wird in der ersten Hälfte das Album life gespielt, und in der zweiten Hälfte gibt es eine Selektion aus kraftvollen Riffs und den schweren Rhythmen, also klassischer Power Metal und kein einziger Track von “A Night in the Opera”.

Dazwischen gibt es immer wieder Ansagen von Hansi’s großer Klappe. Sprüche wie “Am Ende der Show sehen wir noch besser aus” und die Bezeichnung des Publikums als „Frivoles Gesindel” sind Teil der “Krefelder Arroganz”, die angeblich Hansi’s Charm mit ausmachen sollen. Ich persönlich bevorzuge Bands wie System of a Down, die 1 Stunde spielen, kurz hallo sagen, und dann nochmal 1,5 Stunden weiterspielen und Tschüß sagen. Aber man muss auch bedenken wie stark Hansi’s Stimme von den langgezogenen, gestützten Vokalen in den Song-Refrains belastet wird, und die Ansagen geben seinen belasteten Stimmbändern eine verdiente Ruhepause. So wie auch “The Bard’s Song”, der zum größten Teil vom Publikum gesungen wird. Eine nahezu 30 Jahre alte Guardian Tradition, die natürlich auf großen Festivals unter freiem Himmel noch viel beeindruckender ist. Aber auch die Besucher in der Edeloptics Arena verdienen Anerkennung, alle sind textsicher und jeder, wirklich jeder singt mit.

Guardian Konzerte haben keinen Circle-Pit und kaum Crowd-Surfer, sie haben die gemütlichkeit einer Lagerfeuerrunde mit Met und Gesang (und E-Gitarren und eine Double-Bass-Drum). Die Songs, die anfangs vor allem von Tolkien-Erzählungen inspiriert waren und später auch noch andere Sagen wie die Ilias oder auch biblische Texte behandeln sind geprägt von leicht zu merkenden Texten mit langgezogenen Vokalen die man gut mitsingen kann wie “Na-a-ight”, “The I-Iron Hill” oder “Vallhah-lah-ah”. Zwischen den Texten erklingen schnelle, abwechslungsreiche Gitarrensoli bei denen die beiden Gitarristen André Olbrich und Marcus Siepen ihre Finger über die jaulenden Gitarrensaiten fliegen lassen und zeigen, dass die Band technisch zu virtuosen Alben wie “A Night in the Opera” fähig ist. Aber heute Abend wird gesungen.

Bei “Violent Shadows” vom neuen Album “God Machine” kommt tatsächlich noch etwas Bewegung in die Menge. Man rempelt mit den Schultern die Nachbarn links und rechts an, und die Nachbarn rempeln höflich zurück. Der Song hat Power, ist schneller und aggressiver als die üblichen Guardian-Songs (außer vielleicht noch Ashes to Ashes), aber ein Gitarrensolo später sind schon wieder alle am mitsingen und das Moschen ebbt ab. Dafür ist Hansi’s Stimme langsam angeschlagen. Bei den Ansagen kommt ein wenig Reibeisen durch, und auch bei den Songs hört man trotz aller Mühen vom Frontmann dass die erste Tour nach zwei Jahren doch die Stimme ganz gut strapaziert. Aber am Ende ist alles beim Alten. Nach “And The Story Ends” geht die Band wie immer von der Bühne, die Menge ruft wie immer “Guardian! Guardian!”, und als Zugabe gibt es “Sacrad Worlds” bevor zum Abschluss noch mal alle zusammen “Vall-haaa-laaa-aaa, Deliverance. Why you’ve ever forgotten meeeeee?”. Und freuen sich schon auf die nächste Blind-Guardian Tour zum Mitsingen.

Rockharz Open Air 2017 – So war der Samstag

Eine warme und angenehme Sonne weckte die Besucher des Rockharzes am letzten Festivaltag. Man kroch (mehr oder weniger) lebendig aus dem Zelt, es kamen Urlaubsgefühle hoch und es wirkte wie eine entspannte Campingatmosphäre.

Diese fand allerdings ad hoc ein je es Ende. Dawn Of Disease zertrümmerten ohne Vorwarnung die Stille und zwar wie! Härtester Todes Metal und das als Opener. Mit der ersten Sekunde war es vorbei mit der trauten Gemütlichkeit und die Schädel rotierten von Beginn an – nett ist anders, aber es war geil!

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Rockharz open air 2018 Tickets + Infos:

Rockharz Open Air 2018 / Rockharz 2018 / RHZ 2018deserted fear

Das Gaspedal blieb durchgetreten – DIE Newcomer aus der Death Metal Sparte aus Deutschland folgten ihren Kollegen. Die Rede kann nur von Deserted Fear sein – von wem auch sonst! Innovativer Old School Death Metal paarte sich mit modernen Elementen. So und nicht anders läutet man den letzten Tag ein eines Festivals ein.

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dew-scented

Man blieb nicht minder aggressiv, denn die Mannen rund um Dew-Scented präsentierten feinsten Thrash Metal mit einer ganz gehörigen Ladung Destruktivität. Zumindest für die Fans der härteren Gangart war das ein Stelldichein, wie es im Buche steht. Besonders Letztere rissen nochmals ordentlich die Regler hoch kannten weder Freund noch Feind.

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Es folgte ein Stilbruch, der erst für Verwirrung und dann für Begeisterung sorgte. Nach der gehörigen Ladung Zerstörungswut folgte mit Tank eine Kapelle, die besonders die Old School Heavy Metal Fans auf das Äußerte begeisterte. NWoBHM wie er im Buche steht! Dementsprechend nahm auch die Zahl der Kuttenträger innerhalb des Publikums drastisch zu. Danach kam etwas ganz spezielles. The Vintage Caravan aus Island demonstrierte, dass weder Blues noch Rock’n’Roll keine Abnehmer im Metal findet. Der Platz vor der Bühne war absolut ausgefüllt und selbst neben dem FOH standen die Leute um die, vergleichsweise jungen, Isländer zu feiern. Und trotz des jungen Alters muss an der Stelle gesagt werden, dass sie es einfach drauf haben!

Serum 114

Die Männer von Serum 114 schlugen mit ihrem Punkrock in eine ähnliche Bierlaune und passten wirklich sehr gut in das Line Up des Tages. Mit eingängigen Melodien und Refrains verpassten die Süd Hessen dem Event eine Art Stadionflair, der aber wirklich super ankam. Hoch motiviert zerlegten die Frankfurter die Bühne und brachten die Stimmung zum kochen.

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asphyx

Ladet eure Mörser, stecht mit dem Schlachtschiff in See und schwingt den Hammer des Todes! Asphyx rollte auf die Bühne und entfachte einen vollkommenden Krieg! Todesgewaltig wie gewohnt erschütterte das Panzerkommando aus den Niederlanden das Rockharz Openair und es war wieder Zeit für Metal. Spielfreudig, wie eh und je, und in bester Laune zertrümmerte man mit Hits wie „Death – The Brutal Way“ Köpfe und zermalmte Knochen.

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Ruhrpott Metal Meeting 2016 – Tag 2: So war der Samstag

Größer als erwartet erstreckte sich der Metalmarkt in einer weiteren Halle der Turbinenhalle. Neben den üblichen Verdächtigen in Sachen Merchandise wurde auch für den guten Zweck geflippert. Der Erlös ging an die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe in Mülheim und Oberhausen. Für den kulinarischen Genuss gab es, wie sollte es im Pott auch anders sein, Currywurst-Pommes-Mayo. Lecker! Da Merch und Essen sich die Halle geteilt haben, gab’s zum neuen Shirt den Pommesgeruch für zuhause direkt gratis dazu. Eine große Garderobe sucht man in der Turbinenhalle vergebens. Dafür gibt es ausreichend schuhkarton-große Schließfächer und damit keine langen Warteschlangen beim Abholen seiner Jacke oder Wertsachen, die mit etwas quetschen auch noch Platz im Schließfach finden. Bezahlt wird mit Wertbons. Also zweimal anstehen für’s Bier und die Currywurst. In der Vorhalle war es, nicht zuletzt der Jahreszeit geschuldet, etwas kalt. Dafür in beiden Hallen und dem Metalmarkt kuschelig warm.

So war das RUHRPOTT METAL MEETING 2016

Düster ging es am zweiten Tag des Ruhrpott Metal Meetings mit den vier Schweden Metallern um Sänger Jamie Anderson von Sister auf der Mainstage los. Der Gig war Bestandteil der „Destination Dust“-Tour zum im November erschienenen neuen Studioalbum „Stand Up, Forward, March“. Mit ordentlich Druck und einem um Welten besseren Sound als am ersten Tag, ließen Sister die Turbohalle beben.

BLIKSEM

Das Belgien nicht nur gutes Bier kann, bewiesen die Thrash-Metaller mit ihrer barfüßigen Frontfrau Peggy Meeussen von Bliksem. Mit einem kompakten aber heftigen Gig übernahmen Sie den zweiten Slot auf der Ruhrpottstage (Mainstage).

Bildergalerie: So war BLIKSEM live

Schon ab kurz vor Drei ging es auf der kleinen Bühne, der Flöz Stage, für die Newcomer los. Qualifiziert hatten sie Hopelezz, Delirious, Teutonic Slaughter und Words of Farewell. Um kurz vor Sieben war es dann so weit und der von vielen Fans erwartete Auftritt von Darkness begann. The Death Squad ist back! Die 1984 in Essen gegründete, 1991 aufgelöste und 2004 wiedervereinigte Thrash-Band aus Essen hatte während ihres fast einstündigen Gigs die Flöz fest im Griff und bewies einmal mehr, dass es für Dirk, Arnd, Lee, Lacky und Meik noch lange nicht Zeit fürs Altenheim ist.

Bildergalerie: So war DARKNESS live

DESASTER

Zustimmendes Mitwippen in den ersten 10 Reihen erspielten sich ab 19:00 Uhr die Black/Thrash – Metaller von Desaster um Sänger Guido „Sataniac“ Wissmann auf der Ruhrpottstage. Nette Sache: Auf der Bandhomepage gab die Band vor dem Auftritt auf dem Ruhrpott Metal Meeting noch Tipps zu Hotels rund um die Turbinenhalle. Alles in allem ein Runder Gig, der mit Sicherheit den ein oder anderen Black Metaller innerlich zur Eskalation gebracht haben wird.

Bildergalerie: So war DESASTER live

RAGE MEETS REFUGE

Von diesem Zeitpunkt an starteten die Bands auf beiden Bühnen aufgrund kleinerer Verschiebungen Zeitgleich. Das machte es nicht nur der Presse, sondern auch dem Publikum nicht leicht, die sich nun entscheiden mussten.

20:00 Uhr, Flöz: Als Headliner standen am Samstag Rage Meets Refuge auf der „Flöz-Stage“ in der kleinen Halle in der Turbinenhalle, die fast wegen Überfüllung geschlossen werden musste. Zu Beginn lieferten die Herner Power Metaller um Peavy Wagner eine Mischung aus alten Schätzen und Tracks vom neuen Album „The Devil Strikes Again“. Im späteren Verlauf standen dann neben Peavy die Refuge Musiker Manni Schmidt und Christos Efthimiadis auf der Bühne und bildeten die Bandformation, mit der Rage Ende der 80er auf der Bühne stand und auch 1993 das Album „The Missing Link“ veröffentlichte. Während des einstündigen Gigs nutzen Rage souverän ihren „Heimvorteil“ im Pott und teilte ordentlich aus.

Bildergalerie: So war RAGE MEETS REFUGE live

LEGION OF THE DAMNED

Dass das Sound-Team des Ruhrpott Metal Meeting entweder am zweiten Tag mit neuem Personal aufgeschlagen ist oder eine Menge dazugelernt hat, wurde spätestens beim Auftritt von Legion of the Damned klar. Die 12 Jahre alte Thrash-Band aus den Niederlanden um Sänger und Gründungsmitglied Maurice Swinkels hämmerte ab 20:00 Uhr mit einem irrsinnigen Druck nun auch dem letzten Besucher den Kater vom Vorabend aus der Murmel und die Crowd konnte endlich zeigen, dass das Ruhrgebiet nicht nur den Pütt (also Schacht), sondern auch den Pit kennt.

Pech leider für alle Fans von Legion of the Damned und Rage. Durch die komplette Überschneidung musste sich der Zuhörer entscheiden. Wir hätten gerne beide Bands in voller Länge gesehen. Ab jetzt ging es nur noch auf der Mainstage weiter.

Bildergalerie: So war LEGION OF THE DAMNED live

SAXON

Halle voll, Stimmung toll! Wie erwartet lieferten Saxon eine gute Show ab, zu der sie angemessen vom Oberhausener Publikum gefeiert wurde. Ein besonders bewegender Moment, im letzten Teil des Sets der britischen Schwermetaller, leitete Peter Byford ein. Eigentlich wäre dieses Jahr eine gemeinsame Tour mit Motörhead geplant gewesen. So ließen es sich die Briten zum kommenden einjährigen Todestag von Lemmy Kilmister am 28.12. nicht nehmen Ace of Spades zu performen, was die Menge mit einem gepflegten, dreiminütigen Ausrasten quittierte. Danke dafür! Auch Princess of the Night, Wheels of Steel und 20.000 Feet durften natürlich zum Abschluss des Gigs nicht fehlen.

Bildergalerie: So war SAXON live

BLIND GUARDIAN

23:00 Uhr: Blind Guardian. Mit den Worten „Im Pott ist es immer noch am schönsten!“ begrüßte Frontmann Hansi Kürsch die gut aufgeheizte Turbinenhalle. Schon vorher kündigten Veranstalter und Band an, dass der Gig der Krefelder Metal-Legenden ganz im Zeichen der 95er Platte „Imagionations from the other Side“ stehen wird. Während der ersten knapp zwei Stunden spielten und feierten sich Band und Publikum in eine handfeste Euphorie. Ende Laut Zeitplan: 0:30 Uhr. Denkste! Insbesondere der Zugabenteil ging unter die Haut. Beim Bard’s Song zeigten die Besucher beeindruckend, dass ca. 3.000 Menschen lauter sein können als die nicht gerade kleine PA beim Metal Meeting. Weltspitzenklasse sagt Hansi. Finden wir auch! Gegen kurz nach Eins gab es eine schlechte Nachricht für alle Blind Guardian Fans. Valhalla wird langsam zum Alteisen gelegt und aus dem Programm genommen. Aber, „weil ja Weihnachten ist, spielen wir ihn nochmal!“ Was folgte war eine fast 10-minütige Version des Klassikers. Zum krönenden Abschluss gab es als letzten Song Majesty auf die Ohren, um dann die nun vollends heiseren Fans und die Band in den wohlverdienten Feierabend zu entlassen. Das Fazit der meisten Besucher und auch unseres Teams: Die beste Blind Guardian Show, die wir bis jetzt gesehen haben. Ende: 1.30 Uhr.

Bildergalerie: So war BLIND GUARDIAN live

Fazit: Am zweiten Tag wurde unsere Hoffnung nach besserem Sound nicht nur erfüllt sondern übertroffen. An der Organisation könnte allerdings an der einen oder anderen Stelle wie z. B. dem Einlass und der zeitgleichen Running Order noch gefeilt werden. Dennoch ist das Ruhrpott Metal Meeting eine gute Möglichkeit, die sonst so festivalarmen Wintertage mit einer ordentlichen Schippe Schwermetall zu versüßen. Glück Auf!

Wacken Open Air 2016 – Tag 2: Epischer Aufruf zum Crowdsurfen

Der Wacken-Freitag begann mit kräftigen Regenschauern die Erinnerungen ans Vorjahr weckten. Die Wolken zogen jedoch gegen Mittag von dannen, so dass Nachmittags wieder die Sonne schien und man trocken über das Gelände kam – außer an den Füßen.

Während der Donnerstag noch von den 80er-Jahre-Bands dominiert wurde, standen heute auf den großen Bühnen Bands wie Beyond the Black, Equilibrium, Eluveitie, Tarja Turunen (mit Gastauftritt von Arch Enemy-Sängerin Alyssa) und Blind Guardian. Sie setzten einen epischen Gegenakzent zum Gute-Laune-Rock’n’Roll des Vortags und dem „klassichen“ Heavy Metal von Iron Maiden.

Ergänzt wurde das Line Up durch schnelle Rhythmen und kräftige Stimmen von Bands wie The Haunted und Bullet For My Valentine. Wer am Vortag angereist war um den 80er-Jahre-Rock zu hören, war heute Fehl am Platz und musste sich einen weiteren Tag gedulden.

Die Anzahl der Besucher wurde weniger, die von der Security wegen Taschen, Patronengurten und Waffen-Nachbildungen zum Campingplatz zurückgeschickt wurden, aber nach wie vor kam es zu zahlreichen Diskussionen an den Einlasspunkten.

An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön an die netten Kollegen in den blauen Hemden, die von früh bis spät im Einsatz waren, um das Event abzusichern. Einer von ihnen beschwerte sich direkt beim Sänger von Equilibrium, dass er schon jahrelang auf Konzerten im Graben arbeitete, aber bisher nur einen einzigen Crowdsurfer aus der Menge geholt hatte. Equilibrium rief daraufhin aktiv zum Crowdsurfen auf und am Ende des Konzerts hatte das Team vor der Bühne über 50 Leute herausgezogen.

Auch auf den anderen Konzerten im Infield wurde intensiv gesurft, was dafür sorgte dass man immer mal wieder von hinten angestoßen wurde, um die Schulter oder die matschigen Gummistiefel eines Surfers entgegenzunehmen und nach vorne durchzureichen. Das macht man beim ersten mal noch gerne, nach einer Weile auch gern wieder, aber wenn einer nach dem anderen von hinten kommt, hat man vorne kaum noch die Möglichkeit, das Konzert zu genießen. Und hat ziemlich viel Matsch an den Fingern und auf dem Kopf abbekommen.

Daher mein Appel an Crowdsurfer: Kommt gerne, aber bitte nicht alle auf einmal von dem selben Ausgangspunkt. Verteilt euch nach links und rechts, damit nicht immer die selben euch nach vorne weiterreichen müssen. Gebt den Besuchern vorne auch mal eine Verschnaufpause. Auch wenn die Security vorm Konzert mit einem Megafon zum Surfen aufruft.

Hier gehts zum Bericht: „Wacken Open Air 2016 – Tag 1
Hier gehts zum Bericht: „Wacken Open Air 2016 – Tag 3

THE HAUNTED

Die schwedische Trash-Metal Band The Haunted eröffnete das Infield mit Hits von ihrem neuen Album „Exit Wounds“. Sänger Marco Aro (der zweite und vierte Sänger, der mittlerweile zweimal der Nachfolger von Gründungsmitglied Peter Dolving ist) heizte der noch ein wenig regennassen und nicht ganz ausgeschlafenen Masse mit seinem Gesang ein und trieb sie zum Hüpf- und Headbang-Frühsport.

Bildergalerie: So war THE HAUTED live

BEYOND THE BLACK

Bereits 2014 traten Beyond The Black beim Wacken Open Air auf – damals ihr allererster Live-Auftritt. Seitdem hat die Band zahlreiche weitere Auftritte absolviert, war mit Metal-Legende Saxon auf Tour und hat mit dem Album „Songs of Love and Death“ einen Metal Hammer Award für das beste Debüt-Album gewonnen. Sängerin Jennifer Haben war auch 2015 bei „Rock mit Classics“ dabei, so dass dies ihr dritter W:O:A-Auftritt in Folge war. Die restliche Besetzung vom W:O:A 2014 wurde jedoch ausgetauscht, so dass Beyond The Black mit einer komplett neuen Besetzung das neueste Album „Lost in Forever“ präsentierten. 

Bildergalerie: So war BEYOND THE BLACK live

EQUILIBRIUM

Die von der Band selbst als „Epic Metal“ bezeichnete Stilrichtung zeichnet sich durch die gelungene Mischung aus melodischer Instrumentalmusik und der grollenden Stimme von Frontmann Robert Dahn aus. Große Überraschung war der neuen Song „Born To Be Epic“ der beim Wacken Open Air 2016 seine Premiere feierte.

Bildergalerie: So war EQUILIBRIUM live

BULLET FOR MY VALENTINE

Diese walisische Band hat schon auf jedem Festival und in jedem Ort gespielt und bedarf wahrscheinlich keiner Vorstellung. Mit ihrem letztem Album „Venom“ kehrte Bullet For My Valentine wieder zu den Wurzeln zurück und hat sich vom Hardrock wieder in Richtung Heavy Metal orientiert. Dabei bleibt die Band ihrer Kombination von tiefen Gitarrenriffs des Gitarristen Michael Paget mit dem klaren, melodischen Gesang von Frontmann Matthew Tuck (beides Gründungsmitglieder) seit 18 Jahren treu. Wie sagt man so schön: Never Change A Running System. Und BFMV läuft!

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ELUVETIE

 „E … was?“ „El veiti“ „Elu …“ – „E-L-U-V-E-I-T-I-E …“ ah, ok, ich hab’s. So oder so ähnlich hört es sich an, wenn man sich als Redakteur oder Fotograf für die Band anmelden möchte und sie noch nicht kannte. Die Schweizer Band aus Winthertur füllt das Infield mit ihrer Mischung aus keltischer Folklore und harten Metal-Klängen und selten passen E-Bass und E-Gitarre so gut zu Musikinstrumenten wie  Drehleier, Geige und Flöte wie den Songs „The Siege“ oder „Neverfold“. Für „The Call Of The Mountains“ und „A Rose For Epona“ holte die Band noch Sängerin Liv Kristine auf die Bühne.

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BLIND GUARDIAN

 „Guar-di-an! Guar-di-an!“ rief die Masse bereits seit einer Viertelstunde, bevor der Vorhang viel, das Licht gedimmt wurde und die ersten Klänge von „The Nith Wave“ ertönten. Nach und nach, auf einer dunklen, nur von einigen runtergedimmten Strahlern beleuchteten Bühne, tauchten die Silhouetten der Band-Mitglieder auf.

Bild Guardian, dass ist kein lautes Gekreische, kein pompöses Feuerwerk, keine blendende Lichtshow und kein langes blah blah mit dem Publikum. Die vor über 30 Jahren von Frontmann Hansi Kürsch gegründete Metal-Band, ist ein Urgestein der deutschen und auch internationalen Metal-Szene. 

Bei einem Blind Guardian-Konzert weiß man immer was einen erwartet und wird nie enttäuscht. Harter Metal und sanfte Melodien, eine hypnotische Bühnenshow und epische Gesänge mit Fantasy-Themen. Natürlich wurde „Lord of the Rings“ gespielt, natürlich Sang das ganze Publikum bei „The Bard’s Song“ mit und natürlich hörte niemand auf „Valhalla“ zu singen, auch wenn die Bühnenzeit von Guardian abgelaufen war und die Jungs sich verabschieden mussten. Und natürlich war es schade, dass es nach zwei Stunden schon vorbei war.

Bildergalerie: So war BLIND GUARDIAN live