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Inhalt

Rockharz Open Air 2017 – Alles auf Anfang

Bei absolutem Kaiserwetter startete das Rockharz Open Air 2017 am Fuße der Teufelsmauer. Wohl dem, der bereits am Dienstag angereist ist – es war am Mittwochmittag bereits brechend voll. Das Festivals war ausverkauft und man merkte es deutlich am Strom der Besuchern. In gewohnter Zuverlässigkeit, wurden die zahllosen Gäste auf den Camp-Ground gelotst. Es war wirklich erstaunlich, wie viele Leute ab der ersten Band vor der Bühne standen.

Rockharz Open Air 2017: der mittwoch

Kryptos aus Indien gaben sich die Ehre und ballerten ein Brett in die Menge, das es in sich hatte. Der exotische Opener brachte mit dem ersten Song die Menge zum toben und ließ kein Stein auf dem anderen. Bloodbound waren als nächstes dran. Schwedischer Power Metal der Superlative der stark an eine gewisse Band mit einem Hammer erinnert, aber es war auf alle Fälle ein richtiger Faustschlag und für einen Mittwoch ein gelungener Einstand. Jetzt kam was für die Hogwarts Fans – Serious Black betrat die Bühne und ließ alle Herzen der klassischen Heavy Metal-Fans höher schlagen. Ein Set, das zwischen Ohrwurm und imposanten Gitarrensoli tendierte und wirklich keine Wünsche offen ließ. Was bei den Musikern auch nicht wirklich verwunderlich war.

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Rockharz open air 2018 Tickets + Infos:

Rockharz Open Air 2018 / Rockharz 2018 / RHZ 2018

Nun war ein gern gesehener Gast an der Reihe – Stahlmann aus Göttingen verzückten die zahlreichen Fans der NDH und das diesmal OHNE Schminke (was für alle etwas komisch war). Aber nichts desto trotz war es eine gelungene Show der Silberlinge. Beste Neue Deutsche Härte, die mit ordentlich viel Metal aufbereitet ist. So und nicht anders muss das! Jetzt war es Zeit für Ohrwürmer, Chorgesang und ganz viel Melodie – die Rede kann nur von Orden Ogan sein. Die stets gut aufgestellten Musiker aus NRW überzeugten mit allem, was geht. Das Resultat war ein völlig volles Infield. Es war so brechend voll, dass man sich kaum bewegen konnte. In vielerlei Hinsicht bewiesen die Musiker, warum sie in den letzten Jahren stets größer und bekannter wurden. In allen Punkten hatte man eine Show von absolut fähigen Musikern und Entertainern.

DIRKSCHNEIDER

Den Abschluss am ersten Tag machte kein geringerer als Dirkschneider, den die meisten Leute eher mit U.D.O. oder Accept in Verbindung bringen. Auf alle Fälle demonstrierte der muntere Sänger, das Alter kein Synoym für müde oder langsam sein muss. Er trat de facto das Gaspedal komplett durch und feierte eine einzige Heavy Metal-Party. Die Fans waren mehr als nur begeistert und die Musiker hatten richtig Spaß vor tausenden Leuten zu spielen. Alles in allem war der erste Tag (mit Bands) auf dem Rockharz 2017 ein voller Erfolg!

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Reload Festival 2016 – Tag 1: Das ging ab am Freitag

Sommer, Sonne, nackte Haut, und das Ganze begleitet von erbarmungslosen Gitarrenriffs, lauten Beats und provokanten Gesängen. Dass Festivalbesucher auf so etwas abfahren, zeigen die offiziellen Besucherzahlen des diesjährigen Reload Festivals in Sulingen eindeutig. Zum Vorjahr hat sich die Zahl nämlich verdoppelt. Trotz der Anreise-Strapazen und fehlenden freien Zeltplätzen, was die Organisation schnell in den Griff bekam, knackt das Reload  Festival 2016 nach Aussage der Pressesprecher die 10.000 Besucher-Marke. Hohe Ziele sind auch direkt für das nächste Jahr seitens der Organisation gesteckt worden, denn für den Zeitraum vom 25. – 26. August 2017 soll es nochmal einen Zuschlag für die Zuschauermenge geben – Respekt! Unter den ersten Band-Bestätigungen sind Caliban, Mr. Irish Bastard und der erste Headliner ist Amon Amarth. Der Vorverkauf hat bereits gestartet.

Den Startschuss für das Reload Festival 2016 liefert am frühen Freitag nachmittag die aufstrebende Band Steak Number Eight aus Belgien mit sehr eigenem, aber interessant gestaltetem Postmetal. Mit im Gepäck hat das Quartett ihr neues Album „Kosmokoma“, dass sie übrigens jetzt im September auf Tour durch Deutschland näher vorstellen. Gleich darauf folgt die Band Fjørt mit brachialem, deutschsprachigen Post-Hardcore aus Aachen. Das Trio mit Sänger Chris Hell an der Front, erteilt den Zuschauern eine denkwürdige Lektion in klanggewaltigem Exorzismus.

Bildergalerie: So war STEAK NUMBER 8 live

Bildergalerie: So war FJØRT live

Mit Dog Eat Dog betritt dann eine echte Legende und Wegbereiter für den modernen Cross Over die Bühne. DED mixen seit über 25 Jahren gekonnt verschiedene Stile wie Hardcore, Punk, Rap und Metal, bei denen der Tanz- und Mitsingfaktor durchweg groß ist. Die fünf Herren aus New Jersey/USA spielen ihr Set souverän und zu keiner Minute merkt man, dass sie nicht mehr die Jüngsten sind.

Bildergalerie: So war DOG EAT DOG live

Die unangefochtene Nummer eins in Sachen modernem Melodic Hardcore sind Comeback Kid aus Kanada. Das Infield wird regelrecht von einer geballten Ladung Aggression und Energie überrollt, was die zahlreichen Besucher mit wilder Feierei auch gebührend würdigen. Ihr wahres Potential kann sich bei so einem Live-Auftritt einfach am besten entfalten

Bildergalerie: So war COMEBACK KID live

Und weiter geht es im Hardcore-Genre. Stick To Your Guns aus Orange County/USA schlagen in die gleiche Kerbe die zuvor spielenden Kanadier. Da steht pure Eskalation auf dem Plan, wenn Frontmann Jesse Barnett ins Mikro brüllt. Gleichzeitig melodiös und aggressiv sind die Songs, die einem da um die Ohren fliegen. Und obwohl erst vier Bands gespielt haben, sind die Zuschauer bereits in voller Fahrt.

Bildergalerie: So war STICK TO YOUR GUNS live

Agnostic Front, DIE Hardcore-Band überhaupt aus New York/USA, erhöht den Kult-Status  heute beim Reload Festival gleich mal um das X-Fache. Ihre Mischung aus Hardcore und Punk bekommen die „alten Herren“ live einfach unglaublich hin. Wobei Kompromisse oder Spielereien eben einfach nicht ihr Ding sind. Macht aber auch nichts, wenn jeder Ton am rechten Platz ist. Und welcher Genre-Fan die Gassenhauer wie „Gotta Go“ oder „For My Family“ noch nicht kennt, bekommt sie jetzt aber volle Breitseite.

Bildergalerie: So war AGNOSTIC FRONT live

Nun sind die Emil Bulls aus München an der Reihe, und so gleich wird es deutlich metallischer. An Bühnenerfahrung mangelt es dem Quintett nicht. Sie blicken schließlich auf 20 Jahre im Business zurück. Und sie kennen keine Gnade, wenn die Double-Bass im fliegenden Wechsel mit den Gitarrenriffs losdonnern. Frontmann Christoph von Freydorf liefert dazu Erste-Sahne Growls. Aber diese Fünf können nicht nur knüppelhart, denn da schleichen sich immer wieder sauber ins Ohr flutschende Refrains und hüftkompatible Riffs dazwischen. 

Bildergalerie: So war EMIL BULLS live

Die Angstfabrik aus L.A. Fear Factory erhöht das Metal-Level abermals. 26 Jahre geballte Aggression und Zerstörungswut spielen hier auf und prügeln auch wirklich alles, was das Metalgenre zu bieten hat, den zahllosen Zuschauern entgegen. Und das alles in Form von mitreißenden Refrains, eingängigen Melodien und Maschinengewehr-Drumattacken. Der Abriss ist damit schon fast am Tages-Höhepunkt angekommen.

Bildergalerie: So war FEAR FACTORY live

Arch Enemy aus Schweden sind die Nächsten im Line Up. Was soll man zu ihnen sagen? Sie segeln unaufhörlich gen Melodic Death Metal-Flaggschiff. Live demonstrieren die Skandinavier einmal mehr, wie sie in den letzten Jahren ihren Erfolg kontinuierlich ausgebaut haben. Bei dieser Band stimmt einfach alles! Absolut sauber und präzise zocken sie ihr Set herunter, wobei Alissa White-Gluz natürlich auch viele optische Reize schafft. Endlich mal eine Frau an der Front!

Bildergalerie: So war ARCH ENEMY live

Hatebreed betreten die Bühne und was man von den Amerikaner stets gewohnt ist, bekommt man auch hier zu sehen und zu hören: Hardcore ohne Schnörkel und Kompromisse. Bei „Born To Bleed“ oder „Destroy Everything“ bebt die Erde regelrecht. Jamey Jastas derbe Shouts, dazu Killerriffs, Breakdowns und Doublebase-Salven sind das Markenzeichen dieser Band. Seit mehr als 22 Jahren existiert die Band und dass sie nicht nur in der USA eine wirkliche Größe sind, zeigen ihre meist ausverkauften Konzerte und die Begeisterung in den Gesichtern der Reload-Zuschauer.

Bildergalerie: So war HATEBREED live

Limp Bizkit entwickelten sich kurz vor der Jahrtausendwende zu einer der weltweit erfolgreichsten Nu-Metal-Bands. Nachdem es dann etwas ruhig um den US-Fünfer wurde, treten sie aktuell wieder öfter als Festival-Headliner auf den Plan. Fred Durst ist immernoch ganz Rampensau und augenscheinlich fitter als je zuvor. Gitarrist Wes Borland präsentiert sich wie eh und je im extravaganten Look, ganz in weiß und mit Totenmaske als Make Up. Limp Bizkit lassen es krachen und geben dem Nu-Metal seine Kraft in vollem Glanz zurück. Zeitweise scheint die Show leider etwas improvisiert und die Menge an Einspielern und Coverhits wie „Killing in the Name“ (Rage Against the Machine) oder „Smells Like Teen Spirit“ (Nirvana) verleiten zum Gedanken, dass fast mehr Cover als eigene Songs gespielt werden.

Bildergalerie: So war LIMP BIZKIT live

Hier geht es zum Bericht: „Reload Festival 2016 –Tag 2

Summer Breeze 2016 – Tag 2: Das ging ab am Freitag

Nach erfolgreich überstandener Nacht und viel zu wenig Schlaf machen Versengold den Auftakt des Tages auf der Main-Stage. Die gute Stimmung legt einen guten Grundstein für den Rest des Tages.

Bildergalerie: So war VERSENGOLD live

„Eine kleine Tragödie“ ereignet sich derweil auf der Pain-Stage. Der Heilige Gral wurde von Dr. Skull gestohlen! Glücklicherweise sind die Grailknights da, um ihn wieder zu erlangen. Mit heldenhaftem Auftreten und glorreichem Powermetal können sie den heiligen Gral retten. Und für die Leute, die zu dieser Zeit noch nicht ganz fit waren oder diejenigen, die auch so heldenhaft werden wollen wie die fünf Hannoveraner, gibt es eine Lehrstunde in Sachen „Heldengymnastik“.

Bildergalerie: So war GRAILKNIGHTS live

Feuerschwanz präsentieren auf der Main-Stage ihr neues Album und geben richtig Vollgas um der Vorfreude die ihnen entgegenschallt gerecht zu werden. Den Start des Tages im Pogen legen danach Deadlock auf der Pain-Stage. Auch wenn die Band bereits viele Musikerwechsel hinter sich hat, stehen sie routiniert auf der Bühne. Der letzte Wechsel der Clean-Sängerin zu Margie Gerlitz hat der Band keinesfalls geschadet. Sie ist erst seit diesem Jahr Teil der Band, aber man merkt ihr keinerlei Bühnenangst an und so wurde bei der ein oder anderen Wall Of Death oder den unzähligen Circlepits die letzte Müdigkeit vom Vortag aus den Knochen geschüttelt.

Bildergalerie: So war FEUERSCHWANZ live

Bildergalerie: So war DEADLOCK live

Danach geht’s direkt wieder rüber zur Main-Stage. Die Bengel von Kärbholz reißen einen dort mit, ansteckende Freude, knackige Beats. Authentizität bis auf die Knochen, Fokus auf die Fans. Sänger Torben Höffgen plaudert mit den zahlreich Anwesenden als wären sie alte Freunde. Er erzählt mit sichtbarem Stolz und Ergriffenheit, dass der Band als einzige Deutschsprachige die Ehre zu Teil wird, einen Song zu einem in Kürze erscheinenden Tribute-Album anlässlich Lemmy’s Tods beisteuern zu dürfen. Darauf erst mal einen Jacky! Prost!

Bildergalerie: So war KÄRBHOLZ live

Grindcore … nicht gerade Alltagsmucke, aber wenn es eine Band gibt, die einen in diesem Genre packt, sind es Dying Fetus. Das ist das volle Brett an Wut, Aggression und Intensität. Da sitzt jedes Riff, jeder Blast-Beat, einfach alles. Jeder einzelne Ton, der hier aus der PA dröhnt malträtiert das Trommelfell auf das Feinste, trommelt auf den Brustkorb. Schlicht auf den Punkt gebracht: Geil!

Bildergalerie: So war DYING FETUS live

Queensryche auf der Main-Stage, zuletzt vor zig Jahren (1990) auf dem Monsters of Rock live erlebt und entsprechend groß war die Anspannung – und leider etwas enttäuschend das Ergebnis. So rechte Freude will bei dem zwar sauber gespielten Set nicht aufkommen, die Faszination alter Tage scheint vorüber. Schade um eine Band, die seinerzeit einen überzeugend eigenständigen und innovativen Stil pflegte.

Bildergalerie: So war QUEENSRYCHE live

Auf der Pain-Stage: Soilwork erlöst prompt aus der gerade aufkommenden Lethargie und bohrt sich mit ihrem melodischen Death in den Schädel. Eine Stunde aufgefüllt mit einer gelungenen Mischung aus Melodie und Härte, dargereicht in Perfektion… mehr kann und will man dazu nicht sagen.

Bildergalerie: So war SOILWORK live

Anfänglich haben Arch Enemy offenbar etwas Mühe ihre Anhängerschaft um sich zu scharen, denn erst ab dem dritten Song füllt sich das Feld vor der Main-Stage so richtig, bis man schließlich den Eindruck hat, dass fast mehr Crowd-Surfer in der Luft sind, als Hände darunter, die den unablässigen Strom in Richtung Graben tragen… Und Frontfrau Alissa White-Gluz schafft mit ihrer blauen Mähne und ihrem exzessiven Wirbeln der Haare, heute endlich mal ein Pendant zu den ganzen Männern auf der Bühne. Na also, geht doch!

Bildergalerie: So war ARCH ENEMY live

Progressive Metal hat ja oft den Nachteil, dass die Songstrukturen erst nach mehrmaligem Hören im Kopf hängen bleiben, was live bekanntlich schwer umsetzbar ist … Denn welche Band (außer der Cantina Band natürlich) spielt schon denselben Song einen ganzes Set lang durch. Mastodon auf der Pain-Stage bilden hier eine löbliche Ausnahme. Ihr heutiges Set reißt direkt mit und spricht alle Sinne an. Die Vielseitigkeit und Emotionen überzeugen sofort.

Bildergalerie: So war MASTODON live

Carcass, endlich habe ich es geschafft die Jungs mal live zu erleben! Die ersten beiden Alben waren ja bekanntlich Meilensteine der Metal-Historie und der aktuelle Silberling steht dem in nichts nach. Live ist die Band eine Bank. Aber keine zum Ausruhen und Zeitung lesen. Vielmehr zum gepflegt abmoshen und Kopfschütteln.

Bildergalerie: So war CARCASS live

Auf der Pain-Stage erfreuen sich Eisb(r)echer ungebrochener Beliebtheit. (Die sich mir persönlich leider nicht ganz erschließt …) Liegt es an den deutschen Texten, an der zugegeben charismatischen Stimme von „Alexx“ Wesselsky – oder daran, dass die Jungs ihre Instrumente wirklich sauber beherrschen? Keine Ahnung. Mir jedenfalls wirkt das ganze etwas zu pathetisch, zu einstudiert und inszeniert. Die Masse empfindet es wohl anders, lauscht andächtig, folgt den gegebenen Anweisungen und singt brav mit. Eine Runde Sache also …

Bildergalerie: So war EISBRECHER live

Weiter geht es mit noch mehr alten Helden. Slayer machen die Main-Stage unsicher. Gänsehaut vom ersten Ton an. Die Vergangenheit holt einen direkt ein, man fühlt sich 25 Jahre in die Vergangenheit geschleudert. Liegt bestimmt daran, dass sich die Jungs bei ihrem Set meist auf ihre allseits bekannten Klassiker stützen, die in Reinkultur dargeboten werden. Voll auf den Punkt. Nach dem Prinzip „Steht Slayer drauf, ist Slayer drin“.

Bildergalerie: So war SLAYER live

Satyricon schließen auf der Pain-Stage für heute das Programm der beiden großen Bühnen ab und liefern sozusagen die Gute-Nacht Musik für den Freitag. Diese besteht aus einem bunten Stilmix, was die Sache ziemlich abwechslungsreich gestaltet und somit verschiedenste schwarzen Sehnsüchte anspricht. Satyricons bisweilen eigenwillige Bühnenpräsenz tut dazu ihr Übriges, sodass man anschließend müde und zufrieden in das Reich der düsteren Träume wechseln kann.

Bildergalerie: So war SATYRICON live

Danke an:
·  Florian Schulz, Andreas Theisinger und Cynthia Theisinger für die Fotos
· Rico, Hanah und Dominik für den Text

Übrigens: vom 16. – 19.08.2017 feiert das SUMMER BREEZE
seinen 20. Geburtstag!

Wacken Open Air 2016 – Tag 3: Blitzschlag und Glam-Rock

Am Samstag Vormittag war es schließlich soweit: Wie alle großen Festivals in dieser Saison, wurde auch das Wacken Open Air nicht von einer Unwetterfront verschont. Diese zog dann aber Gott sei dank recht schnell weiter. Es gab sogar einen Blitzeinschlag, allerdings ohne, dass irgendwas oder irgendwer zu schaden kam. In dieser Situation bewährte sich die Wacken-App, die per Push-Nachricht alle Besucher vor dem Unwetter warnte und dazu aufforderte, in die Autos zu steigen und die Gewitterwolken abzuwarten und andere, die nicht mit dem Auto angereist waren, mit aufzunehmen. 20 Minuten später war die Unwetter-Front auf und davon. Abgesehen davon, dass das äußere Festivalgelände erst um 11 Uhr (also zeitgleich mit dem Infield) eröffnet wurde, hatte das Unwetter keinerlei Einfluss auf das diesjährige W:O:A.

Kurz danach kreisten ein paar Möwen über das Wacken-Gelände, die offenbar nicht wegen der Musik angereist waren. Noch während Dragonforce die Black Stage eröffneten, waren die Besucher von der Küste schon wieder weitergezogen. Aber vielleicht war den Vögeln auch nur der langhaarige, seine Gitarre ableckende Asiate suspekt.

Im fliegenden Wechsel mit den Möwen, tauchen am letzten Festival-Tag noch viele andere bunte Vögel auf dem Festivalgelände auf. Mit Steel Panther und Twisted Sister forderte Wacken die ganzen Glam-Rocker und Hair-Metaller heraus, sich möglichst grell in Schale zu werfen.

Für die Black-Metal Band Triptykon wurde es schwer, die die Lücke zwischen Steel Panther und Twisted Sister auf der großen Bühne zu schließen. Denn zwischen dem „Wir wollen Sex und Bier“-Songs von Steel Panther und der „We’re Not Gonna Take It“-Attitüde der Twisted Sister, wollte nicht wirklich die passende Stimmung für die kraftvoll-finsteren Lieder der Band von Thomas Fischer aufkommen.

Arch Enemy dagegen, die die Ehre hatten nach Twisted Sister aufzutreten, konnten mit ihrer grellen Lightshow, dem aufwendigen Bühnenbild und der hyperaktiven Frontfrau noch einmal die Menge in ihren Bann ziehe, bevor das Festival langsam aber sicher zu Ende ging.

Hier gehts zum Bericht: „Wacken Open Air 2016 – Tag 1
Hier gehts zum Bericht: „Wacken Open Air 2016 – Tag 2

DRAGONFORCE

Schnell, schneller, Dragonforce. Spätestens seit Guitar Hero ist nicht nur eingefleischten Fans „Extreme Power Metal“ ein Begriff (der aufgrund der extrem schnellen Gitarren-Riffs eigentlich „Extreme Speed Metal“ heißen müsste). Auch wenn einige bemängeln, dass die schnellen, technisch ausgefallenen Gitarren-Melodien nur über die simple, uninspierierte Struktur der Lieder hinwegtäuschen soll. Es immer wieder ein Erlebnis, Leadgitarrist Herman Li dabei zu zu sehen, wie er seine Gitarre ableckt, hochwirft, wieder auffängt und dabei ununterbrochen seine Finger so schnell darüber fliegen lässt. Man wundert sich, wie Rhythmus-Gitarrist Sam Totman da mithalten kann um das Solo zweistimmig zu spielen. Bei den letzten beiden Songs bekam Dragonforce noch Verstärkung vom norwegischen Sänger PelleK, mit dem sie erst den Klassiker „Ring Of Fire“ coverten, um dann mit „Through The Fire And Flames“ abzuschließen, bekannt aus Guitar Hero III.

Bildergalerie: So war DRAGONFORCE live

CALLEJON

„Sackgasse“ bedeutet der Bandname, der aus dem spanischen kommt. Er soll die Angst des Menschen vor Veränderung bzw. Weiterentwicklung widerspiegeln. Die fünf Jungs von Callejon wiederum kommen aus NRW, wo Frontmann „Basti Basti“ und Gitarrist „Bernie“ vor 14 Jahren die Band gründeten und seitdem deutschsprachigen Metalcore produzieren. Angst vor Weiterentwicklung kann man der Band nicht vorwerfen, deren Besetzung abgesehen von Basti und Bernie mehrmals ausgetauscht wurde, die vor 5 Jahren das Label wechselten. Das Ergebnis: Mit dem nächsten Album „Blitzkreuz“ landeten sie 2012 in den Top 10 der deutschen Media Charts. Und letztes Jahr brachten sie nicht nur ihr neues Album „Wir sind Angst“ raus, sondern zeichneten bei der nachfolgenden Tour auch ihr erstes Live-Album auf. In Wacken spielte Callejon neben den Hits ihres neusten Albums „Wir sind Angst“ auch verschiedene Coverversionen, u. a. „Schrei nach Liebe“ (Die Ärzte) und „Schwule Mädchen“ (Fettes Brot).

Bildergalerie: So war CALLEJON live

BLAAS OF GLORY

Wenn in Wacken aus der Ferne auf einem Glockenspiel das Gitarren-Intro von „The Final Countdown“ bimmelt, dann weiß man was einen erwartet: Blaas of Glory, die niederländische „Heavy Metal Marching Band“ kam anmarschiert. Und als sie da waren, gab es eigenwillige Dixieland-Interpretationen von Klassikern aus Rock und Metal. Angefangen bei Van Halen’s „Jump“, über Balladen wie „November Rain“ bis hin zu Motörhead’s „Ace Of Spades“ war alles mit Pauke, Tuba, Akkordeon, Gitarre und was sonst noch greifbar war reinterpretiert. Das Ganze mit Tanz- und Marsch-Einlagen garniert und um sich herum eine klatschende, johlende und vor allem verdammt gut gelaunte Masse. Bis schließlich wieder das Glockenspiel „The Final Countdown“ ertönte und die Band geordnet weiter marschierte um Frohsinn und Hardrock-Fanfaren woanders zu verbreiten.

Bildergalerie: So war BLAAS OF GLORY live

STEEL PANTHER

Glamour, Hairspray, Lipgloss, bunte Klamotten, eine freche Schnauze, eine „We Wanna Fuck“-Attitüde und bei jedem Gig mehrere Mädels aus dem Publikum, die ihre Brüste zeigen. All das verkörpern Steel Panther. Nie ist man sich sicher, ob sie sich als Parodie oder Hommage an den Glam-Rock und Hair-Metal verstehen. Aber wahrscheinlich wollen sie einfach nur Spass haben. Und so machte es unglaublich viel Freude, Frontman Micheal Sachi und Gitarrist Satchel dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig dissten und erzählten wie sehr sie auf Frauen stehen. Derweil war Bassist Lexxi Foxx entweder mit seinem Spiegel beschäftigt oder warf unangebrachte Kommentare ein, worauf Michael und Satchel ihn ganz schnell zurückpfeifen musste. Es erinnerte ein wenig daran, die Stooges zu sehen, nur dass es dazu eben Glam-Rock mit schmutzigen Texten gab: Dazu irgendwann ein Mädel im Publikum das ihre Brüste offenbarte, wenig später dann ein weiteres Mädel auf der Bühne das ihre Brüste zeigte und am Ende sogar 17 Girls die zu „Party All Day (And Fuck All Night)“ tanzten. Wow!

Bildergalerie: So war STEEL PANTHER live

TRIPTYKON

Okkultismus. Fanatismus. Nihilismus. Triptykon ist Death Metal vom Feinsten, mit allem was dazu gehört: Ein Gitarrist und Sänger mit einer Stimme als wäre er besessen und dazu ein langhaariger Gitarrist dem beim Headbangen fast der Kopf wegfliegt. Noch eine scharfe Bassistin oben drauf, so blass wie der Tod und mit Haaren schwarz wie Ebenholz. Allerdings ohne die blutroten Lippen, die sie zu einer Schneewittchen-Märchenfigur gemacht hätten. Sie spielt schnelle und harte Bass-Linien, die einem unter die Haut gehen und ein dumpfes Gefühl im Magen zurücklassen. 

Drei kopfstehende Kreuze als Bühnenbild, das von Fackeln im Hintergrund ergänzt wird. Wer Black- oder Death-Metal liebt, steht auch auf Triptykon. Aber wer vorher Steel Panther gehört hatu und eigentlich nur noch auf Twisted Sister wartet, leider nicht. Und so bekam die Band um Frontmann Thomas Gabriel Fischer leider nicht das Publikum und den Applaus, das sie auf Grund ihres tollen Auftritts mehr als verdient hätten.

Bildergalerie: So war TRYPTIKON live

TWISTED SISTER

Für unsere jüngeren Leser: „We’re not gonna take it“ wurde nicht von den Donots geschrieben. Es ist ein Song von Dee Snider und seiner bunten Truppe, die in den 80ern mit ihrem Drag-Image die Eltern schockierten und von den Teens geliebt wurden. Mit „It’s A Long Way To The Top (In You Wanna Rock’n’Roll)” liefen 40 Jahre Bandgeschichte in bunten Outfits auf die Bühne, um Wacken mit gut gelauntem Glam-Rock zu unterhalten. Dee Snider wurde nicht müde zu betonen, dass die Band schon 40 Jahre im Business ist und immer neue treue Fans hat (nicht so wie die Sänger von Talentshows, die 14 Wochen lang fFns haben, so Snider).

Dass Wacken so „awesome“ ist, dass ein „Hell Yeah“ nicht reicht sondern ein „Fuck Yeah“ nötig ist (an dieser Stelle entspreche ich Dee Sniders Wunsch und setze ein #Fuckyeah in meine Berichterstattung). Und dass dies Twisted Sisters letzte Tour ist. Ja, die letzte. Wirklich die allerletzte. Nicht wie bei Ozzy/Black Sabbath. Nicht wie bei Iron Maiden. Und schon gar nicht wie bei den Skorpions. Die Twisted Sister sind ein letztes mal auf Tour. Und deshalb gab die Truppe noch mal richtig Gas, spielte alle ihre großen Hits, scherzte mit dem Publikum – bis Dee den Jägermeister-Hirsch bemerkte und sich selbst unterbrechen musste mit „Is That A Fucking Reindeer?”

In gedenken an den jüngst verstorbenen Twisted Sister Drummer A. J. Pero und die Metal-Legende Lemmy Kilmister von Motörhead, holte das ganze Publikum bei „The Price” ihre Handys, Feuerzeuge und was sonst noch so leuchtet raus und verwandelten das gesamte Infield in ein Lichtermeer. Bei „We Wanna Rock“ wurde im Rahmen einer Umfrage ausprobiert, ob „I Wanna Rock” oder „I Wanna Fuck” lauter gebrüllt wurde (offenbar war „I Wanna Fuck” der Gewinner) und als Zugabe gab es „Come Out And Play”, „Tear It Loose” und natürlich „S.M.F. (Sick Motherfucker)” was niemand der mitsang abgekürzt hattte, auch Snider nicht. 

Bildergalerie: So war TWISTED SISTER live

ARCH ENEMY

Am 17. März 2014 kündigte Arch Enemy Allisa White-Gluz als neue Sängerin an. Als Nachfolgerin der Frontfrau Angela Gossow, die growlen konnte wie sonst keine in der Szene, trat Alissa ein schweres Erbe an. Und brillierte. Die Kanadierin mit der markant blauen Mähne kann ebenfalls growlen wie ein Monster, aber auch singen wie eine Sirene (das Fabelwesen, nicht Tatü Tata). Gestützt von harten Gitarren, schnellen Basslines und hartem Schlagzeug spang und rannte sie durch die Gegend, bangte zum Beat, warf den Kopf in den Hals um den Himmel anzuschreien und brachte die Menge mühelos dazu, mit zu klatschen, mit zu bangen und mit zu growlen als wäre es eine wilde Horde und Alissa ihre Anführerin. 

Ein gelungener Abschluss für das W:O:A mit einer Band, die von der Show her mit Twisted Sister mithalten konnte und musikalisch noch mal daran erinnerte, dass das Wacken Open Air ein Metal-Festival ist.

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Nightwish mit Support von Arch Enemy & Amorphis in Berlin

Berlin. Im Rahmen ihrer „Endless Forms Most Beautiful Tour“ waren Nightwish am vergangenen Dienstag Abend in der Max-Schmeling-Halle Berlin zu Gast. Die Symphonic Metal-Formation aus Finnland kam in Begleitung von Amorphis und Arch Enemy. Die beiden Support-Bands sind Vertreter der härteren Gangart, legten damit aber ein epochalen Grundstein für den Auftritt von Nightwish. Fast drei Stunden lang kamen dabei die Schwarz-Berliner-Fans auf ihre Kosten.

ARCH ENEMY

Die Melodic-Death-Metal-Band Arch Enemy stammt aus Schweden und entstand 1996 nach dem Ende der Band Carcass, als sich Michael Amott (ex-Carcass und Carnage) und Sänger Johan Liiva (ex-Carnage) mit Christopher Amott (Gitarre) und Daniel Erlandsson (Schlagzeug) zusammentaten, um zusammen Musik zu machen. Das Debütalbum „Black Earth“ erschien 1996. Es folgten Touren, weitere Alben und einige Bandmitglieder-Wechsel. 2014  kündigte Arch Enemy eine neue Sängerin an, denn Angela Gossow wollte sich einem neuen Kapitel in ihrem Leben widmen. Besetzungswechsel, besonders am Mikrofon, sind für eine Band immer etwas kritisch und neigen dazu, die Fangemeinde auch mal zu spalten. Im Fall von Arch Enemy gab es gleich zwei Wechsel, einmal Alissa White-Gluz (Mikro) und Nick Cordle (Gitarre). Wobei Alissa dabei in große Fußspuren ihrer Vorgängerin tritt, die sie aber dennoch gut ausfüllt. Sie gibt allen Songs ihren eigenen Stil und sorgt für einen etwas melodischeren Hörgenuss. An Härte verlieren die Songs allerdings dabei nicht. Arch Enemy präsentieren einen stark melodien-gesteuerten Heavy/Power/Death Metal mit starkem Gesang.

Das aktuelle Album von Arch Enemy erhaltet ihr bei Amazon:
Audio-CD „War Eternal“ , Vinyl-LP „War Eternal“
oder MP3-Download „War Eternal“

Bildergalerie: So war ARCH ENEMY live:

AMORPHIS

Seit 1990 gibt es die finnische Metal-Band Amorphis bereits, die ihren eigenen Stil zu Beginn im Death Metal. Mit ihrem Debüt-Album „The Karelian Isthmus“ und dem Nachfolger „Tales from the Thousand Lakes“ wurden Sie aber auch weit über die reine Death Metal-Szene bekannt. Wobei Letzter ihren ersten Hit „Black Winter Day“ enthielt, der als stilprägend gilt. Das Werk „Am Universum“ wurde richtig erfolgreich und beinhaltete mit dem Song „Alone“ sogar eine Nummer-Eins-Single. Eine USA-Tour folgte, wobei die Band Opeth als Support für Amorphis dabei war. Mit der Aufnahme von Sänger Tomi Joutsen 2005 bekamen die Melodien einen Hauch von Folklore verpasst, allerdings immer im perfekten Gleichgewicht. Die nächste erfolgreiche Phase für die Karriere von Amorphis: Das Album „Eclipse“ erreichte Platz Eins der Charts, ebenso wie die Single „House Of Sleep“. Amorphis gilt als eine der erfolgreichsten finnischen Metal-Bands. In ihrer Heimat erreichten sie seit zehn Jahren mit nahezu jeder Veröffentlichung eine Platzierung in den Top 10 der Charts. Im August diesen Jahres erschien das aktuelle Album „Under the Red Cloud“.

Das neue Album von Amorphis erhaltet ihr bei Amazon:
Audio-CD „Under the Red Cloud“ , Vinyl-LP „Under the Red Cloud“
oder MP3-Download „Under the Red Cloud“

Bildergalerie: So war AMORPHIS live:

NIGHTWISH

Im Juli 1996 gründete sich die Band Nightwish mit den Ziel, atmosphärische Stimmungsmusik zu machen. 1997 gibt es das erste Demo, es folgen Experimente mit verschiedensten Instrumenten und schon bald gibt es den ersten Plattenvertrag. Das Debüt-Album „Angels Fall First“ steigt in die finnischen Charts und die Single „The Carpenter“ sogar in die Top Ten. Weitere Alben, Erfolge, (Welt-)Tourneen und Bandzuwachs prägen die Zeit von Nightwish. 2005 soll hält dann ein einschneidenes Erlebnis bereit, so wird Sängerin Tarja Turunen nach einstimmiger Bandentscheidung aus dem Team aussteigen. Eine neue Sängerin findet sich nach langen und schweren Demosichtungen in Anette Olzon. In den folgenden Jahren wächst der Rummel und der Hype um Nightwish weiter. So ist die eine schwere Erkrankung von Olzon im Jahr 2012 ein weiterer Wendepunkt in der Bandgeschichte. Mit ihrer alten Freundin Floor Jansen schafft die Band das fast unmögliche, ihre geplante Tour gemeinsam durchzuziehen. Die Fans empfangen die neue Frontfrau mit offenen Armen. Danach wurde es etwas ruhiger um die Finnen, man widmete sich der Arbeit am neuesten Album.

Nightwish waren in diesem Jahr (seit 2013) das erste Mal wieder in Deutschland live und zwar beim M’era Luna Festival zu sehen. Die Tour zum aktuellen Album „Endless Forms Beautiful“ folgte. Das Konzert in Berlin ist voller geladener Action und Pyrotechnik. Die Gitarrenriffs zu dröhnen durch die Max-Schmeling-Halle, dichter, blauer Rauch nebelt die Bühne ein. Sängerin Floor Jansen im schwarzen Ledermantel, mit hohen Stiefeln und Korsage hat das Publikum im Griff. Ihre gewaltige und bewegende Stimme von Sängerin Floor Jansen trifft jeden Zuschauer mitten ins Herz. Nightwish spielen viele Hits aus ihrer 19-jährigen Bandgeschichte. Ein Highlight dabei ist die Ballade „Ever dream“, bei der Floor Jansen den Gesang fast ausschließlich dem Publikum überlässt. Der so beliebte Musikstil von Nightwish, zeichnet sich von früher bis heute durch die harmonische Verbindung von Metal-Elementen mit klassischen Stilmitteln aus. Vor allem geprägt durch die ausgebildete Stimme von Frontfrau Jansen. Die Zuschauer sind begeistert, singen mit und tanzen und genießen die aufregend-feurige Show.

Bildergalerie: So war NIGHTWISH live:

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Danke an Jan Schmid für die Bilder.