Drei Jahre nach ihrem unvergesslichen Auftritt kehrten Hurts am Sonntag für ihr einziges Deutschlandkonzert 2026 auf die imposante Festung Königstein zurück. Vor der spektakulären Kulisse der wohl schönsten Bergfestung Deutschlands präsentierte der britische Synth-Pop-Act – beziehungsweise Frontmann Theo Hutchcraft mit seiner Liveband – eine emotionale Reise durch fast zwei Jahrzehnte Bandgeschichte.
Für die Festung Königstein Open Airs errichtet die Konzertagentur Dresden jeden Sommer gleich zwei Bühnen auf dem historischen Areal. Während kleinere und intimere Konzerte traditionell zwischen den Kasematten stattfinden, entsteht für internationale Headliner am Fuße der Festung eine eindrucksvolle Open-Air-Bühne. Genau diese monumentale Kulisse bot den perfekten Rahmen für den Auftritt von Hurts.
Pünktlich gegen 20:15 Uhr betrat zunächst die fünfköpfige Liveband die Bühne, bevor Sänger Theo Hutchcraft, im weißen Sakko, unter großem Applaus folgte. Der zweite kreative Kopf der Band, Adam Anderson, hatte bereits im Mai 2025 angekündigt, sich aus Gründen seiner mentalen Gesundheit vorerst von Live-Auftritten zurückzuziehen. Musikalisch war seine Handschrift jedoch an diesem Abend in jeder Minute spürbar.
Mit „Silver Lining“ eröffnete die Band ihr Set kraftvoll und ohne Umschweife. Schnell wurde deutlich, dass Hutchcraft stimmlich in Bestform war. Seine markante Stimme saß von der ersten Note an sicher und transportierte die charakteristische Mischung aus Melancholie und Pathos, für die Hurts seit jeher stehen. Das Publikum hing förmlich an seinen Lippen und feierte jede Zeile.
Der Schwerpunkt des Abends lag auf dem 2010 erschienenen Debütalbum „Happiness“, das bis heute zu den wichtigsten Veröffentlichungen der Band zählt. Gleichzeitig fanden auch zahlreiche Songs aus späteren Schaffensphasen ihren Platz im Programm. Auf energiegeladene Titel wie „Some Kind of Heaven“, „Ready To Go“ und „Miracle“ folgten emotionale Momente mit „Devotion“, „Somebody To Die For“ und „Illuminated“. Auch „Voices“, „Sandman“, „Blood, Tears & Gold“ sowie „Evelyn“ wurden vom Publikum lautstark mitgesungen.
Als schließlich die ersten Takte von „Wonderful Life“ erklangen, sang die gesamte Festung geschlossen mit. Begleitet wurde der Song von einer liebevoll organisierten Fanaktion: Schwarze und weiße Luftballons, verliehen diesem besonderen Moment eine zusätzliche emotionale Note. Kaum ein anderer Song steht so sehr für die Band wie dieser internationale Hit, der auch an diesem Abend zu den absoluten Höhepunkten zählte. Mit „Sunday“, „Better Than Love“ und „Wings“ steuerte das Konzert seinem regulären Finale entgegen.
Natürlich ließ das Publikum die Band nicht ohne Zugabe ziehen. Mit „Nothing Will Be Bigger Than Us“, „Under Control“ und dem emotionalen Abschluss „Stay“ verabschiedeten sich Hurts schließlich von ihren Fans – unter lang anhaltendem Applaus vor der beeindruckenden Kulisse der Festung Königstein.
Der Konzertabend verging gefühlt viel zu schnell. Dennoch bewiesen Hurts einmal mehr, warum sie zu den außergewöhnlichsten Live-Acts ihres Genres zählen. Große Emotionen, eine perfekt abgestimmte Lichtinszenierung, eine hervorragend eingespielte Liveband und die einzigartige Atmosphäre der Festung Königstein machten dieses exklusive Deutschlandkonzert zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Ein besonderer Dank gilt der Konzertagentur Dresden und ihrem gesamten Team, die mit großem Engagement Jahr für Jahr außergewöhnliche Konzertabende an einem der spektakulärsten Veranstaltungsorte Deutschlands ermöglichen.