Es war Samstagabend, die Sonne ging langsam unter, als Accept die Lagunenbühne beim Sommerfestival der Autostadt in Wolfsburg betraten – und dann wurde es laut. Richtig laut. Mit einer Wucht, wie sie nur echte Heavy-Metal-Veteranen entfesseln können, legten die Herren aus Solingen einen Auftritt hin, der selbst VW-Stahl zum Schmelzen gebracht hätte.
Seit den frühen 80ern gehören Accept zu den lautesten und langlebigsten Exportschlagern des deutschen Metal – und sie bewiesen auch 2025, warum das so ist. Songs wie Balls to the Wall, Princess of the Dawn oder Fast as a Shark kamen nicht als nostalgische Rückblicke, sondern als donnernde Dampfwalzen, tight gespielt, mit jeder Menge Power im Tank. Gitarrenlegende Wolf Hoffmann feuerte messerscharfe Riffs ins Publikum, während Sänger Mark Tornillo mit ungebrochener Wucht und Charisma durch die Setlist brüllte – kein bisschen leise, kein bisschen altersmilde.
Besonders beeindruckend war die Bühnenpräsenz: kein unnötiger Firlefanz, kein übertriebener Schnickschnack – nur pure, ehrliche Metal-Energie, getragen von über 40 Jahren Bühnenerfahrung. Selbst nach dem regulären Set wirkte die Band nicht müde – sondern eher so, als könnte sie gleich noch ein Festival hinten dranhängen.
Accept lieferten kein Konzert, sie zündeten ein Manifest. Ein Abend, der zeigte, dass Heavy Metal nicht altert – er wird mit den richtigen Musikern einfach besser. Wer da war, weiß: Wolfsburg wurde an diesem Abend nicht von einem VW-Motor, sondern von fünf Marshall-Stacks zum Beben gebracht.

























