Braunschweig erlebt an diesem Abend genau das, was sich seit Monaten abzeichnet: LEAP sind kein Geheimtipp mehr – sie sind auf dem Sprung zum nächsten großen Rock-Export Großbritanniens. Das restlos ausverkaufte KufA-Haus liefert dafür die perfekte Kulisse: eng, laut, schweißtreibend.
Mit ihrem selbst veröffentlichten Debütalbum Entropy haben LEAP nicht nur europaweit Charts aufgemischt, sondern sich auch eine bemerkenswert loyale Fanbase erspielt. Rückenwind kommt von Schwergewichten wie Kerrang, NME, Rolling Stone und BBC Radio 1 – und genau diese Aufbruchsstimmung ist im Raum greifbar.
Schon mit den ersten Tönen wird klar: Diese Band funktioniert live auf einem anderen Level. Druckvolle Riffs, treibende Beats und hymnische Hooks verwandeln den Club in Sekunden in ein pulsierendes Kollektiv. Die Songs von Entropy gewinnen auf der Bühne nochmals an Wucht – roh, direkt und ohne Sicherheitsnetz.
Frontmann Jack Scott agiert dabei weniger wie ein klassischer Rockstar als vielmehr wie ein emotionaler Katalysator. Zwischen den Songs schafft er es, eine intime Verbindung zum Publikum aufzubauen – offen, ehrlich und nahbar. Genau diese Mischung aus Verletzlichkeit und Eskalation ist es, die LEAP von vielen Genre-Kollegen abhebt.
Das Publikum dankt es mit voller Hingabe: Moshpits, lautes Mitsingen und kaum eine ruhige Minute. Die Energie im Raum ist konstant am Limit, die Luft schwer und heiß – ein Clubkonzert, wie es im Lehrbuch steht. Wer hier dabei ist, merkt schnell: LEAP spielen nicht einfach Songs runter, sie reißen alles mit.
Dass die Band kurz vor dem kommerziellen Durchbruch steht, wirkt nach diesem Abend weniger wie eine Prognose als wie eine logische Konsequenz. Diese Show fühlt sich bereits größer an als der Raum, in dem sie stattfindet.Ein intensiver, kompromissloser Auftritt, der eindrucksvoll zeigt, warum LEAP aktuell zu den spannendsten Rock-Acts Europas zählen. Wenn diese Energie auf größere Bühnen trifft, dürfte der nächste Schritt unausweichlich sein.




































