Manche Konzertabende bleiben nicht nur wegen der Musik in Erinnerung, sondern wegen der besonderen Atmosphäre, die Künstler und Publikum gemeinsam erschaffen. So war es auch an diesem Abend: D’Wayne eröffnete mit viel Energie und persönlichen Geschichten, bevor Rockikone Lenny Kravitz die Bühne übernahm und das Publikum mit einer mitreißenden Show begeisterte.
D’Wayne überzeugt mit Energie und Emotionen
Schon mit den ersten Songs wie June und In a Year’s Time brachte D’Wayne das Publikum in Stimmung und bereitete den perfekten Auftakt für den Hauptact. Genau wie Lenny Kravitz später bot auch sein Auftritt eine gelungene Mischung aus entspannten, gefühlvollen Momenten und kraftvollem Rocksound.
Zwischen den Liedern verriet er, wie sehr er Lenny Kravitz bewundert. Besonders emotional wurde es bei What Does He Really Know. D’Wayne erzählte, dass er den Song für sein achtjähriges Ich geschrieben habe – für den Jungen, der schon damals davon träumte, Musiker zu werden. Heute gemeinsam mit seinem großen Vorbild Lenny Kravitz auf Tour zu sein, sei für ihn kaum zu glauben. Mit Black Rock’n’Roll und Highway Robbery unterstrich er anschließend, wie sehr ihn Kravitz musikalisch inspiriert hat.
Rocklegende mit beeindruckender Bühnenpräsenz
Als Lenny Kravitz die Bühne betrat, war das Gelände bis auf den letzten Platz gefüllt. Bereits mit Bring It On zog er das Publikum sofort in seinen Bann und brachte die Menschen zum Tanzen. Junge und ältere Fans feierten Seite an Seite – ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass seine Musik Generationen verbindet.
Während des Konzerts suchte Kravitz immer wieder die Nähe zu seinen Fans. Er ging bis an den Bühnenrand, begrüßte zahlreiche Besucherinnen und Besucher persönlich, reichte ihnen die Hand und verschenkte mehrere T-Shirts ins Publikum. Ein besonders bewegender Moment folgte wenig später: Er bedankte sich persönlich bei der Gebärdensprachdolmetscherin, die seine Songs für gehörlose Fans übersetzte. Er trat zu ihr, umarmte sie als Zeichen seiner Wertschätzung. Das Publikum honorierte diese Geste mit lang anhaltendem Applaus.
Zwischen den Liedern richtete Kravitz immer wieder inspirierende Botschaften an das Publikum. Mit dem Lied We are all here and we are alive erinnerte er daran, wie wichtig es ist, das Leben zu genießen und jeden Moment bewusst zu erleben.
Für ein weiteres Highlight sorgte seine Schlagzeugerin Jas Kayser, die während Low mit einem beeindruckenden Solo das Publikum begeisterte. Obwohl im Innenraum kaum Platz zum Bewegen blieb, tanzten die Besucher ununterbrochen zu den markanten Gitarrenriffs von Lenny Kravitz und seinem langjährigen Gitarristen Craig Ross. Den krönenden Abschluss bildeten Klassiker wie It Ain’t Over ‚Til It’s Over, Again, American Woman und Fly Away. Tausende sangen jede Zeile mit und verwandelten das Konzert in einen gewaltigen Chor – ein energiegeladenes Finale, das eindrucksvoll zeigte, warum Lenny Kravitz auch nach Jahrzehnten auf der Bühne nichts von seiner Faszination verloren hat.