Ein ausverkaufter Schlossplatz, sommerliche Temperaturen und eine Band, die seit Jahrzehnten für Funk, Groove und gute Laune steht: Jamiroquai lieferten bei den Jazz Open 2026 genau das Konzert, auf das viele Fans gehofft hatten.
Franc Moody bringen den Schlossplatz in Bewegung
Den Auftakt des Abends übernahm das Londoner Duo Franc Moody. Mit ihrem Mix aus Funk, Disco und elektronischen Sounds passte die Band perfekt zum Hauptact und schaffte es schon früh, den Schlossplatz in Bewegung zu bringen. Tanzbare Grooves, eingängige Melodien und jede Menge gute Laune machten den Support zu weit mehr als einer bloßen Einstimmung. Wer früh da war, bekam bereits vor Jamiroquai einen Abend, der kaum stilles Stehen zuließ.
Jay Kay zeigt, warum Jamiroquai live noch immer eine Klasse für sich ist
Sobald die Band loslegte, wurde schnell klar, wer hier den Takt vorgibt. Jay Kay schien keinen Moment stillstehen zu können. Er tanzte, drehte sich über die Bühne und war ständig in Bewegung. Diese Energie sprang unmittelbar auf das Publikum über, das vom ersten Song an mitging und bis zum Schluss begeistert feierte.
Natürlich durfte auch eines seiner Markenzeichen nicht fehlen: die ausgefallenen Kopfbedeckungen. Erst erschien Jay Kay mit Cowboyhut, später wechselte er zu einem seiner auffälligen, glitzernden Hüte, für die er seit Jahren bekannt ist. Fast genauso selbstverständlich wie seine Hüte wirkte seine Bühnenpräsenz.
Zwischendurch überraschte der Sänger die Fans mit einer Ankündigung, auf die viele lange gewartet haben: Ein neues Jamiroquai-Album soll noch in diesem Jahr erscheinen. Die Reaktion auf dem Schlossplatz zeigte deutlich, dass die Vorfreude groß ist.
Musikalisch ließ die Band kaum Wünsche offen. Klassiker wie Cosmic Girl, Canned Heat oder Love Foolosophy sorgten für ausgelassene Stimmung. Den Schlusspunkt setzte schließlich Virtual Insanity. Bevor der Song begann, erinnerte Jay Kay daran, dass die Botschaft des Hits aus den 1990er-Jahren leider noch immer aktuell sei – mit den Worten, dass wir uns gegenseitig noch immer bombardieren. Ein nachdenklicher Moment, bevor der Schlossplatz den Klassiker ein letztes Mal lautstark mitsang. Ein würdiger Abschluss für einen Abend, der eindrucksvoll zeigte, warum Jamiroquai auch Jahrzehnte nach ihrer Gründung noch zu den mitreißendsten Livebands ihres Genres gehören.