Am Sonntagabend, den 28. September 205 in Düsseldorf: Die Mitsubishi Electric Halle war nicht ganz ausverkauft, aber gut gefüllt – ideal für eine Atmosphäre, bei der sich noch Nähe einstellen kann, ohne dass der Saal gähnend leer wirkt. Als Jason Mraz die Bühne betrat, spürte man gleich: das wird kein gewöhnliches Konzert — sondern eine Reise durch Klang, Charme und positive Vibes.
Jason Mraz gehört zu jenen Künstlern, bei denen Pop, Folk, Singer-Songwriter-Elemente und eine gute Portion Optimismus zusammenkommen. Jason Mraz’ Musik lebt von einer melodischen Leichtigkeit, die sofort ins Ohr geht, und entfaltet zugleich eine erstaunliche Tiefe, wenn man genauer hinhört. Dazu kommt eine textliche Direktheit, die mit Lebensweisheiten, Liebe, Dankbarkeit und kleinen Beobachtungen punktet, ohne jemals belehrend zu wirken. Getragen wird das Ganze von seinem Charisma und seiner Persönlichkeit: Mraz wirkt nie distanziert – vielmehr hat man das Gefühl, man sitze mit einem guten Freund in einer Bar und lausche seinen Songs. Abgerundet wird dieser Eindruck durch seine Dynamik und sein Gespür für Arrangements: Mal reduziert er alles auf Stimme und Akustikgitarre, mal entfaltet er ein kraftvolles Klangbild – stets jongliert er gekonnt zwischen Energie und Intimität, je nachdem, was der Song verlangt. Über die Jahre hat er sich darüber hinaus auch stilistisch geöffnet: mit Elementen von Reggae, leichten Disco- und Dance-Anklängen, und einer Experimentierfreude, die in seinen neueren Werken hörbar wird.
Für 2025 ist Mraz mit der „Still Yours – An Evening with Jason Mraz“-Tour unterwegs, bei der er ausgewählte Setups kombiniert.Sein gegenwärtiges Studioalbum ist Mystical Magical Rhythmical Radical Ride (erschienen im Juni 2023). Besonders berührend waren die ruhigen Momente: Wenn er allein mit Gitarre und Stimme da stand, spürte man die Chakren der Halle vibrieren.
Der Sound war klar, rund und gut abgestimmt: Stimme, Gitarre, Charme – alles wogte zusammen, ohne dass etwas übertönte. Die Lichtgestaltung war gelungen dezent: keine Effekthascherei, sondern vielmehr Akzente, die Songs unterstrichen und Stimmungen unterstützten.
Trotz der Größe der Mitsubishi Electric Halle gelang Mraz, eine Nähe herzustellen, wie man sie sonst eher in kleineren Venues erlebt. Das Publikum fühlte sich eingebunden, nicht nur adressiert. Die Show bot für Langzeitfans Klassiker, gleichzeitig präsentierte sie überzeugend Songs aus Mystical Magical Rhythmical Radical Ride. So gewann man als Konzertbesucher gleichermaßen Nostalgie-Herz und Neuentdeckungsfreude. Er verzichtete auf übertriebene Interaktionen, sondern setzte auf den natürlichen Moment – das machte alles glaubwürdig, charmant und verbindend.
Wer am 28. September 2025 in Düsseldorf dabei war, erlebte ein Konzert, das ganz gemäß Jason Mraz’ Philosophie war: mit Herz, Leichtigkeit, handwerklicher Präzision und einem Hauch Magie. Nicht einfach nur eine Show – sondern ein Treffen mit Musik, mit dem Künstler, mit sich selbst. Für Fans war es ein Fest, für Neuentdecker eine Einladung, sich von der warmen Kraft seiner Songs anstecken zu lassen.










