Es gibt Duos, die klingen auf dem Papier spannend. Und es gibt Duos, bei denen man schon nach wenigen Sekunden merkt: Das ist nicht bloß eine gute Idee, das ist ein Live-Moment mit Ansage. Lukas & Frank gehören eindeutig in die zweite Kategorie. Das Projekt wurde Ende 2024 gegründet und bringt zusammen, was im klassischen Booking-Alltag vermutlich erst einmal wie eine sehr gewagte Pointe klingt: Live-Saxophon, Live-Cello und Afro- beziehungsweise Melodic-House. Das Überraschende daran ist nicht, dass es funktioniert – sondern wie selbstverständlich es funktioniert.
Hinter dem Duo stehen zwei Musiker, die aus unterschiedlichen Richtungen kommen und sich genau deshalb so gut ergänzen. Lukas bringt einen klassisch geprägten Hintergrund mit, studierte zunächst Klarinette, bevor er zum Saxophon wechselte und sich auch als DJ entwickelte. Frank wuchs ebenfalls mit klassischer Musik auf, zog dann aber hörbar Energie aus Rock und Techno – und kanalisiert genau diese Wucht heute über das Cello. Dass daraus kein verkopftes Crossover, sondern ein erstaunlich direkter, körperlicher Livessound entsteht, ist die eigentliche Stärke von Lukas & Frank: Hier wird nicht einfach Genre-Mikado gespielt, hier wird Atmosphäre gebaut. Dass Lukas & Frank damit einen Nerv treffen, zeigt nicht nur ihre wachsende Präsenz auf Social Media, sondern vor allem die Art, wie sich ihr Projekt zwischen Clubkultur, Live-Performance und Community bewegt.
Lukas & Frank sind damit eines dieser neuen Projekte, die man nicht nur streamt, sondern erleben will: weil ihre Musik von Bewegung lebt, von Spannung, vom Zusammenspiel zweier sehr verschiedener Musiker – und von der schönen Erkenntnis, dass sich Eleganz und Druck auf der Tanzfläche eben doch hervorragend vertragen.
Hier könnt ihr sehen, wieviel Live-Energie Lukas & Frank haben:
Instagram: https://www.instagram.com/lukasandfrank/
YouTube: https://www.youtube.com/@lukasandfrank

Foto: Patrick Roddelkopf
Interview mit Lukas & Frank
1. Ihr verbindet Live-Sax und Live-Cello mit Afro und Melodic House.
Wann habt ihr zum ersten Mal gemerkt: Das hier funktioniert wirklich als gemeinsamer Sound?
Zum ersten Mal begegnet sind wir uns auf einem Event, bei dem wir beide unabhängig voneinander gebucht waren. Da wir uns bereits kannten, entstand spontan die Idee, gemeinsam etwas zu spielen. Die einzige Frage war: Was genau? Wir entschieden uns für Afro House und ergänzten das Set mit Live Saxophone & Cello. Innerhalb weniger Minuten war das Publikum völlig begeistert, die Stimmung explodierte förmlich. Aus dieser spontanen Idee heraus entstand schließlich Lukas & Frank.
2. Wer von euch ist im Studio der Perfektionist – und wer eher der Typ „erste Idee ist die beste“?
Gute Frage, haha. Wir haben von Anfang an eine „Regel“ für uns aufgestellt – Im Studio (und auch draussen) hat das Ego kein Platz. Die bessere Idee für das Projekt „Lukas & Frank“ gewinnt. Immer. Egal von wem sie kommt 🙂
3. Gibt es einen Song, den ihr selbst nie leid werdet, obwohl ihr ihn schon unzählige Male gespielt habt?
Vermutlich sollten wir hier unseren „Back to Black“-Remix erwähnen – der uns wohl noch viele Jahre begleiten wird.
4. Eure Sets leben stark von Atmosphäre und Energie.
Achtet ihr beim Produzieren bewusst darauf, wie sich ein Track live anfühlen wird?
Ja, definitiv! Wenn wir im Studio nicht irgendwann aufstehen und zum Track tanzen, ist es nichts für die Bühne! Wenn wir es nicht fühlen, wie sollen es andere fühlen?
5. Was ist schwieriger:
Einen Club komplett zum Tanzen zu bringen oder online einen Moment zu schaffen, der viral geht? Online geht es darum, einen einzigen Moment zu erschaffen, der sofort greift. Etwas, das hängen bleibt und im besten Fall viral geht. Die Aufmerksamkeitsspanne ist dort (leider) extrem kurz. Es bleibt keine Zeit, Spannung langsam aufzubauen oder Energie wachsen zu lassen. Diese ersten Sekunden müssen alles transportieren. Das Gefühl, die Energie, die Aussage. Im Club hingegen passiert genau das Gegenteil. Dort haben wir die Menschen direkt vor uns. Sie nehmen jede Nuance wahr, spüren unsere Energie und geben sie zurück. Es entsteht ein Austausch, ein gemeinsamer Moment, der sich aufbaut, steigert und irgendwann komplett entfaltet. Genau das macht es für uns so besonders: zu sehen, wie sich diese Energie überträgt und Menschen wirklich mitreißt.
6. Wenn ihr eure bisherige Lukas-&-Frank-Reise mit einem einzigen Tracktitel überschreiben müsstet.
Welcher wäre das?
„Back to Black“ Lukas & Frank (Afro Edit). Bis jetzt. Wir haben für 2026 viele neue Songs fertiggestellt, die nur darauf warten, an die Öffentlichkeit zu kommen.

Foto: Patrick Roddelkopf
